TV-L Einigung: Meilen unterhalb der Forderungen – nicht Austreten, sondern Ablehnen, Weiterkämpfen und Gewinnen!

Samstag morgen verkündeten die Gewerkschaftsspitzen eine Einigung im Tarifkampf TV-L auf „5,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 100 Euro“. Der „Nachwuchs soll 150 Euro mehr bekommen“. Die Laufzeit beträgt 27 Monate bis zum 31. Januar 2028. Ausgezahlt wird das Geld gestaffelt in 3 Schritten. Die Arbeitsbedingungen im Osten sollen endlich (!) den West Regelungen sowohl beim Kündigungsschutz als auch bei der Verringerung der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Unikliniken angeglichen werden. Einen bundesweiten TV-Stud wird es weiterhin nicht geben. Kurzzeitverträge und Kettenbefristungen bleiben also die Norm. Ihre Entgelte sollen ab nächstem Semester auf mindestens 15,20 Euro und ein Jahr später auf 15,90 Euro pro Stunde steigen – jeweils nicht einmal 1,50 Euro über dem Mindestlohn.

Das Verhandlungsergebnis betrifft direkt die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder. Insgesamt wird der Abschluss, wenn er wie üblich auf die mehr als 1,3 Millionen Beamten und Pensionäre übertragen wird, für über 2,2 Millionen Menschen gültig sein. Es geht zum Beispiel querbeet um Beschäftigte in Universitätskliniken, Straßenmeistereien, Polizisten, Gefängnisbeschäftigte, um IT-Fachkräfte, Tierpfleger:innen , Erzieher:innen oder Lehrkräfte.

Verdi und GEW hatten ursprünglich sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens 300 Euro mehr im Monat gefordert. Laufzeit 12 Monate. Ein erweiterter Forderungskatalog umfasste Verbesserungen für Schichtbeschäftigte, für Azubis, einen eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und Ost-West-Angleichungen.

Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke nannte die Verhandlungen mit den Ländern „so schwierig wie lange nicht mehr“. Am Ende sei das Niveau des Tarifvertrags für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen im vergangenen Jahr erreicht worden. Das wurde schon seit Tagen als Messlatte bezeichnet. Für erfahrene Kolleg:innen im Tarifkampf war damit klar, dass es auch oberhalb nichts geben wird. Allerdings: Die Entgeldtabellen des TVL sind durch die Bank deutlich schlechter als die des TVÖD. Eine überproportionale Angleichung für die Kolleg:innen bei den Ländern wäre also gerecht, ist überfällig und ist eine Forderung im Sinne „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“

Das Ergebnis ist Augenwischerei und bedeutet weiteren Reallohnverlust!

Die bürgerliche Presse versucht das Ergebnis für die Kolleg:innen schönzureden. „Ein schwieriger Kompromiss, aber beide Seiten können damit leben.“ Ganz nach dem Motto „der beste Sklave ist ein stolzer Sklave“ schreibt die SZ: „Nach dem Tarifabschluss bekommen Millionen Beschäftigte jetzt mehr Geld. Andere Arbeitnehmer sollten sich nicht vor Neid grämen.“

Schon die „geforderten 7 Prozent, mindestens 300 Euro im Monat mehr“ waren in den Augen vieler Kolleg:innen angesichts der realen Einkommensverluste im letzten Jahrzehnt die unterste Kante. Die Festschreibung auf „ein Jahr und keinen Tag länger“ wurde von vielen als unverrückbarer Kernbestandsteil dieser Gehaltsforderung aufgefasst. Das Einigungsergebnis von 5,8 Prozent mehr über 27 Monate bedeutet umgerechnet auf das Jahr eine durchschnittliche Erhöhung von nicht einmal 2,6 Prozent, Wenn man die fünf Nullmonate seit Oktober einbezieht, sind es nur noch 2,1 Prozent. Das sind also gerade mal 30% vom ursprünglichen Forderungsvolumen. Die offizielle durchschnittliche Inflationsrate betrug im Januar 2026 ebenfalls exakt 2,1 Prozent. Da die Erhöhung Brutto ist, kann jetzt schon von einem erneuten Reallohnverlust ausgegangen werden. Sicher findet kein Ausgleich für die Verluste in den vergangenen Jahren statt.

Die Prognosen lassen keine Besserung erwarten. Im Gegenteil, die Verschuldungsorgie für die Finanzierung des Aufrüstungskurses, wird die Inflationsrate nach oben treiben. Mehr noch: der wachsende Anteil der Wirtschaftsleistung für den rasant steigenden militärischen Sektor wird den Sektor für zivile Dienstleistungen und Produkte verknappen und verteuern. So werden zum Beispiel laut Immobilienverbände immense Baukapazitäten in den Rüstungssektor abgezogen. Die Folgen: es findet ein Transfer von Wohnungsbau zum Tiefbau statt. Die Baukapazitäten für Wohnraum werden „in unverantwortlicher Weise“ verknappt. Die Preise – konkurrierend zu den im Militärsektor gezahlten Preisen – steigen . Weniger Wohnnraum wird noch unbezahlbarer.

Die „reale Inflationsrate“, die die tatsächlichen Ausgaben der Kolleg:innen für den Lebensunterhalt betrifft, liegt seit einigen Jahren aufgrund solcher Entwicklungen deutlich über der oben genannten offziellen durchschnittlichen Inflationsrate. So zahlten die Menschen im Jahr 2022 rückblickend bei einer offiziellen Inflationsrate von 7,9 Prozent tatsächlich im Schnitt 11 Prozent mehr für ihren Lebensunterhalt. Die Militarisierung wird diese Effekte enorm verstärken. Die immer weitere Senkung unseres Lebensstandards ist mit dem jetzt eingeschlagenen Weg so gut wie unvermeidlich.

Wer sagt, es gebe kein Geld, der gehört links und rechts geohrfeigt. Das sagt uns jemand, der gleichzeitig 1,1 Billionen Euro in die Militarisierung pumpt. Für Bildung, Soziales, Gesundheit und Klimaschutz fehle das Geld. Das treibt nicht nur die Kriegseskalation voran. Auch ökonomisch ist es der Wahnsinn. Ein Panzer steht bestensfalls rum oder zerstört. Er nützt allein den Rüstungsproduzenten. Ein Auto kann als Taxi genutzt werden, um Menschen zu befördern. Mit einem Backautomaten werden Brote gebacken. Brote werden gegessen und ernähren Menschen, die arbeiten gehen. Mit medizinischen Leistungen kann Gesundheit und Leben gerettet werden. Wer in Bildung investiert, holt das Dreifache wieder raus. Ein moderner Leopard Panzer kostet 30 Millionen Euro. Für dieses Geld können 150 Akademiker komplett (Schule und Uni) ausgebildet werden.

Um die sich abzeichenden Haushaltslöcher trotz Rekordschuldenaufnahme für die Kriegswirtschaft stopfen zu können, erwarten Wirtschaftsexperten eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent. Allein damit wäre das zur Zustimmung vorgelegte TV-L Ergebnis mit einem Schlag aufgefressen. [1]https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/wirtschaft-mehrwertsteuer-wirtschaftsforschung-marcel-fratzscher-minijob-wachstum

Die Entwicklung der Tarifkämpfe macht Änderungen zwingend erforderlich

An der Basis und unter den gewerkschaftlichen Aktivisten werden Änderungen diskutiert. Generell geht es darum, den Grundsatz „Gemeinsam sind wir stark“ umfassend umzusetzen, die demokratische Einbeziehung der Basis zu verstärken und Stolpersteine, die der vollen Entfaltung gewerkschaftlicher Kampfkraft im Wege liegen, zu entfernen. Unter anderem wird vorgeschlagen:

  • Die Taktik, für Länder sowie Bund und Kommunen getrennt zu verhandeln und sich am unteren Ende zu orientieren muss endlich durchbrochen werden. Gemeinsame Traifrunden von Ländern, Bund und Kommunen.
  • Gemeinsame Forderungen und Kampfaktionen von Verdi, GEW und anderen.
  • Gemeinsame Streiks mit anderen Sektoren wie dem ÖPNV und dem Streik der Vivantes-Töchter.
  • Verstärkte Einbeziehung der Gewerkschaftsbasis bei der Willensbildung zur Aufstellung von Forderungen und Kampfmaßnahmen.
  • Das 75 Prozent Votum für die Ausrufung eines Erzwingungsstrtreiks kann man als sinnvoll erachten. Es aber auf die Ablehnung eines Einigungskompromisses zu beziehen, bedeutet Stolpersteine für den eigenen Kampf zu legen. Der jetzt vorliegende Einigungsvorschlag muss als abgelehnt gelten, wenn sich mehr als 50 Prozent dagegen aussprechen. Es muss dann eben – evtl. mit Auflagen – weiterverhandelt werden, begleitet von offensiven Warnstreiks. Eine Streik Urabstimmung mit entsprechender Mobiliserung muss in einem gesonderten Schritt – getrennt von der Befassung des jetzt vorliegenden Einigungsergebnisses – mit entsprechender Mobilisierung extra erfolgen.
  • Die Angriffe auf das Streikrecht ebenso wie die Eindämmungsversuche durch „Friedenspflichten“ müssen offensiver zurückgewiesen werden – nicht die Streikenden legen die Axt an den Leistungen der Daseinsvorsorge an, sondern Staat und Kapital. Gut bezahlte Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst heben das Einkommensniveau für alle Beschäftigten in der Region an. Sie helfen gleichzeitig durch ausreichend Personal die Versorgung in wichtigen Bereichen wie Gesundheit und Bildung sicherzustellen. Dies alles ist auch im Interesse der Beschäftigten und ihrer Familien in der Industrie und den privaten Dienstleistungsektoren.

Bis zum 9. März können nun alle Gewerkschaftsmitglieder im TV-L, die bei Ver.di organisiert sind, über das vorliegende Einigungsergebnis abstimmen.

Bei der GEW gibt es bislang keine direkte Abstimmung, begründet wird das damit, dass die Verhandlungsführerschaft ohnehin bei Ver.di liege. Auch GEW Mitglieder sollten ihren Unmut über das Ergebnis und das Prozedere deutlich adressieren!

Diese TV-L Einigung liegt Meilen unterhalb der Forderungen. Haltet in allen Betrieben Mitgliederversammlungen dazu ab. Beratet Euch. Verbindet es mit Änderungsvorschlägen, wie in Zukunft Tarifauseinandersetzungen demokratischer und effektiver geführt werden müssen.

Es muss aber auch klar sein, dass erfolgreiche Erzwingungsstreiks nur bei entsprechendem gewerkschaftlichen Organisationsgrad möglich sind. Da gibt es in vielen Bereichen noch viel Luft nach oben. Deshalb nicht Austreten, im Gegenteil trotz alledem dafür werben, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Denn auf die Beschäftigten selbst kommt es letztlich an, um etwas zu ändern!

Unsere Parole lautet:

Nicht Austreten, sondern Mitgliederversammlungen abhalten, Ablehnen, Weiterkämpfen, alle Kampfkraft in die Waagschale werfen und Gewinnen!

Ablehnen und weiterstreiken, statt austreten!

Du bist unzufrieden mit dem Verhandlungsergebnis für den TV-L? Tritt nicht aus der Gewerkschaft aus, lehne das Ergebnis ab und setze dich dafür ein, dass wir weiter streiken können!

Während Milliarden in die Aufrüstung fließen, wird der Sozialstaat abgebaut und über Krankenstand,Teilzeit und Streikrecht polemisiert. Wir verzichten nicht auf unsere Forderung nach 7% bei 12 Monaten, um ihre Aufrüstung und Steuergeschenke an die Reichen zu finanzieren! Diskutiere mit uns, was wir nun gewerkschaftsübergreifend in unseren Betrieben tun können, um Reallohnverlust und lange Laufzeit zu verhindern. Stimme mit NEIN und komm zu unserer Veranstaltung:

Wo: Mehringhof, Gneisenaustr. 2a
Wann: Mittwoch 18.02.26, 18.00 Uhr
Wer: Netzwerk für eine kämpferische Verdi | Netzwerk kämpferische GEW
Instagram: Netzwerk.verdi | Netzwerk.kaempf.gew
Web: Netzwerk-verdi.de

Leseempfehlung. In der Autoindustrie brodelt es. Aktive Gewerkschafter:innen machen mobil:  Mercedes Berlin Marienfelde: „Stammbelegschaft raus,150 Leiharbeiter rein? Lassen wir uns nicht spalten!“

Titelbild: Collage Peter Vlatten, Fotos Konstantin Kieser

Für die Verwirklichung der UN Charta und das Selbstbestimmungs – recht der Völker – Gegen den Staatsterrorismus der USA

Rede von Jörn Rieken, IG Bau Bezirksvorstand Berlin auf der AntiSiko Kundgebung 14.2.2026, Berlin Potsdamer Platz

Für die Verwirklichung der UN Charta und das Selbstbestimmungsrecht der Völker- Gegen den Staatsterrorismus der USA

Liebe Kollegen, liebe Teilnehmer,

der Überfall auf Venezuela, die Sperrung des venezolanischen Luftraums und die im Vorfeld bereits begonnene Beschlagnahmung von Ölexporten Venezuelas stellen eine neue Qualität von globaler Herrśchaftsdurchsetzung durch die USA dar. Weiterhin im Raum stehen die Drohungen gegenüber Kuba, Mexiko und Kolumbien, ihre Beziehungen zu anderen Ländern nach den Vorgaben der USA auszurichten. Sogar dem NATO-Partner Dänemark wurde mit der Annexion Grönlands gedroht. Alle diese Interventionen wurden mit vorgeblich gefährdeter nationaler Sicherheit der USA begründet.

Diese neue Qualität von offener Eskalation ist ein eindeutiger Bruch des Völkerrechts. Die deutsche Bundesregierung hielt sich bis vor kurzem noch zugute, eine werteorientierte Auẞenpolitik zu verfolgen und den internationalen Verpflichtungen aus der UN-Charta zu folgen. Zu den offensichtlichen Brüchen des Völkerrechts durch die USA aber schweigt die Bundesregierung.

Dieses dröhnende Schweigen wird in der veröffentlichten Meinung als Ausdruck deutscher Unabhängigkeit von den USA gedeutet. Dem ist allerdings keineswegs so – genau das Gegenteil wird umgesetzt:

  • Im Zuge des Ukrainekriegs wurden die relativ günstigen Lieferungen von Rohrleitungsgas aus Russland gekappt und stattdessen mit wesentlich teurerem und umweltschädlicherem Frackinggas aus den USA ersetzt. Im Zuge neuerer Handelsvereinbarungen verpflichtete sich die EU sogar, zukünftig fast dreimal so viel US-Frackinggas zu importieren als den Eigenbedarf.
  • Die finanzielle Unterstützung für die Ukraine haben die USA im Wesentlichen heruntergefahren. Die EU dagegen hat den finanziellen US-Anteil fast vollständig übernommen. Und weiterhin hat sie zugesagt, die vorgesehenen Waffensysteme in den USA zu kaufen.

Wir stellen also fest:

  • die USA haben fast jegliche Hemmungen gegenüber völkerrechtswidrigen Interventionen über den Haufen geworfen,
  • die Bundesregierung nimmt deren Vorgehen fast kritiklos hin,
  • bei der Bombardierung Irans wurde sogar eine gewisse Achtung geäuẞert, ,die USA machten die „Drecksarbeit für uns“,
  • und gleichzeitig wird die wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA ausgeweitet.
Jörn Rieken, IG Bau

Im Vergleich zum Rest der Welt weisen die Volkswirtschaften des NATO-Westen wesentlich geringere Wachstumsraten auf. Dem relativen Rückgang der wirtschaftlichen Dominanz des Westens wird mit gewaltiger Aufrüstung begegnet. Im Falle des Überfalls auf Venezuela und der derzeitigen Beschlagnahmung von Schiffen der Ölversorgung für Kuba war das überwältigende militärische Potential der USA ausschlaggebend.Um ein ähnliches Machtinstrument zur Hand zu haben, hat die Bundesregierung ein drastisches Aufrüstungsprogramm beschlossen, für das um 2030 die Hälfte des Bundeshaushalts verplant ist.

Statt kontrollierter gegenseitiger Abrüstung wurden inzwischen auch das letzte Kontrollprogramm gekündigt, Aufgaben und Mandat der OSZE zur Bedeutungslosigkeit vermindert, im Ukrainekrieg sämtliche jedwede Initiativen zu Friedensverhandlungen sabotiert. Es geht nicht mehr um Verteidigungsfähigkeit -Deutschland soll kriegstüchtig gemacht werden. 1,1 Billionen Sonderschulden werden dafür aufgenommen, während die soziale und physische Infrastruktur zunehmend verfällt

Die USA sind dafür bekannt, dass sie bei ihrem Hegemoniestreben nach Auẞen auf militärische Überlegenheit zielen. Wenn es nicht mehr um Verteidigungsfähigkeit gehen soll, sondern um die Kriegstauglichkeit Deutschlands, ahmt die Bundesregierung ihrem Dominator in der NATO nach.

Aufrüstung und Krieg gehen immer zulasten der abhängig Beschäftigten. Was die USA jetzt in der westlichen Hemisphäre durchführen, darf auf keinen Fall zum Vorbild für die bundesdeutsche Auẞenpolitik werden. Wenn der Kanzler die USA so beschreibt, dass ,,sie für uns im Iran die Drecksarbeit erledigt“, dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann die für Deutschland angestrebte ,,gröẞte konventionelle Armee Europas“ selbst in der Lage ist, solche Aufgaben zu übernehmen.

Das ,,Wehret den Anfängen“ bedeutet für uns Gewerkschafter konkret:

  • die IGM hat 2023 auf ihrem 25. Ordentlichen Gewerkschaftstag 2023 beschlossen: „Solidarität mit Kuba! US-Wirtschaftsblocke beenden – Wirtschaftsbeziehungen nachhaltig ausbauen«. Die Bunderegierung aufgefordert, ihrer wiederholt positiven Zustimmung in der UNO-Vollversammlung zur sofortigen Beendigung der US-Blockade »konkrete Taten« folgen zu lassen, »um den aktiven Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba zu entwickeln.< Dadurch könne »ein dauerhafter Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitssituation der Menschen in Kuba [… geleistet werden.“
  • Die DGB Bezirkskonferenz Berlin-Brandenburg vom 18.01.2026,…begrüẞt und unterstützt die Erklärung des Internationalen Gewerkschaftsbundes vom 3. Januar 2026 und verurteilt die militärische Aggression der USA auf Venezuela und die Verletzung seiner Souveränität.“
  • in der IGM wurde inzwischen eine Initiative ,,Gewerkschafter für Kuba“ gegründet.
  • Kuba-Flottille (Nuestra America Flottilla) startet im März, initiiert von Gewerkschaftern. Aufgerufen dazu hat u.a. Internationale des öffentlichen Dienstes (IÖD)/Public Services International (PSI), hier die Region Amerika. Dabei sein wird auch Jeremy Corbyn.

Bilder: Peter Vlatten

»Auf linke Jugendliche wurde geschossen«

Der Antifaschist Thomas J. spricht exklusiv mit »nd« über das Aufwachsen in Ostdeutschland in den 1990ern und den laufenden Antifa-Prozess in Dresden

Es gibt in Deutschland Hunderte flüchtige Rechtsextreme – gegen die meist nur zurückhaltend ermittelt wird. Im Dresdner Antifa-Verfahren hingegen wurde mit einigem Aufwand gefahndet. Wie erklären Sie sich diesen Unterschied?

Bild: Antifa-Info. Demo gegen Naziaufmarsch am 13.2. 2025 in Dresden

Interview Raul Zelik

Ich bin kein Freund von Zahlenspielen. Aber es gibt in Deutschland über 700 offene Haftbefehle gegen Rechtsextremisten, nach 530 Rechten wird gefahndet – das ist eine sehr hohe Zahl. Die Behörden unterscheiden bei Fahndungen zwischen drei Prioritäten. Drei Viertel der gesuchten Rechtsextremisten haben eine geringe, ein Viertel eine mittlere Priorität. Auffallend ist, dass keiner der Gesuchten laut Behörden unter die höchste Priorität fällt. Wenn dann im Fall von Antifaschist*innen, die sich zum Teil selbst den Behörden gestellt haben, von »hochkarätigen Gefährdern« auf der »Vorstufe zum Terrorismus« gesprochen wird, so wie es die sächsische Soko LinX getan hat, dann sagt das schon etwas über die Prioritäten der Ermittlungsbehörden aus. Ich kann nur vermuten, was die politische Agenda dabei ist. Beantworten können die Frage nur die Ermittlungsbehörden – also Bundesanwaltschaft, LKA und BKA.

Interessant ist ja auch, dass die Bundesanwaltschaft das Verfahren an sich gezogen hat. Das ist ja keineswegs üblich bei Körperverletzung.

Der Vorwurf der Anklage stützt sich auf das Konstrukt einer kriminellen Vereinigung nach Paragraf 129 StGB. Die Übernahme des Verfahrens durch die Bundesanwaltschaft sehe ich deshalb als politisches Element. Dass die mir vorgeworfenen Körperverletzungen vor einem Staatsschutzsenat verhandelt werden und nicht vor einem regulären Gericht, war nur möglich, weil die Bundesanwaltschaft behauptet, es gäbe eine kriminelle Vereinigung und mit Angriffen auf Neonazis würden »mehrere Grundpfeiler des demokratischen Rechtsstaates in Frage gestellt«. Ich denke, dass die Bundesanwaltschaft damit eine einschüchternde Botschaft an Antifaschist*innen senden will. Auf juristischer Ebene wird eine Diskursverschiebung vorangetrieben, die Antifaschismus mit Terrorismus gleichsetzt. So wie es in Ungarn und den USA bereits geschehen ist. Da steht Antifa ja mittlerweile auf der Terrorliste.

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In der Presse ist immer von Antifa-Aktionen die Rede. Aber in Ihrem Fall stimmt das ja nicht wirklich.

Ja, die Anklage wirft mir die Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vor; außerdem gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung. Bei den Unterstützungshandlungen, die man mir vorwirft, geht es um einen geplanten Überfall, zu dem es nie gekommen ist. Und um Trainingsseminare, an denen zwischen 2018 und 2020 auch Mitglieder einer konstruierten Vereinigung teilgenommen haben sollen. Diese Annahmen beruhen einzig und allein auf den Behauptungen eines Kronzeugen, der sich seit 2022 in sozialer und finanzieller Abhängigkeit der Ermittlungsbehörden befindet.

»Der NSU-Unterstützer und V-Mann des Verfassungsschutzes Carsten Szczepanski hat Königs Wusterhausen mit seiner Kameradschaft zu einem Hotspot rechter Gewalt gemacht.« –

Im Prozess gibt es noch mehr Ungereimtheiten. Die Anwält*innen haben im Herbst Strafanzeige erstattet, weil das LKA Pressevertreter über die bevorstehende Anklageerhebung informiert hatte, bevor die Verteidigung diese kannte. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie stark die AfD in Sachsen ist, kann man sich zusammenreimen, wie so etwas passieren kann. Was für ein Prozess erwartet Sie?

Es gab schon 2023 einen »Welt«-Artikel, in dem mit Informationen der Ermittlungsbehörden wild spekuliert wurde. Außerdem war die Springer-Presse über Details meiner Fahndung und Festnahme informiert, lange bevor meine Anwältin die Informationen hatte. Das waren Informationen, die eigentlich nur von der SokoLinX gekommen sein können. Dass die SokoLinX ausgewählte Medienvertreter*innen zu einem Pressegespräch eingeladen hat, um sie über die Anklage zu informieren, bevor die Angeklagten und deren Anwält*innen davon Kenntnis hatten, zeugt ebenfalls von einem sehr zweifelhaften Verständnis des LKA zu den Aufgaben einer Ermittlungsbehörde. Ob es ein fairer Prozess wird, entscheidet sich natürlich immer noch im Gericht. Die bisherigen Anzeichen dafür sind allerdings nicht sehr ermutigend. Für uns stellt sich auch die Frage, wie mit der Anzeige einiger Betroffener gegen das LKA wegen Verrats von Dienstgeheimnissen verfahren wird. Also, ob es ernste Bemühungen zur Aufklärung gibt oder alles eingestellt wird.

Sie verheimlichen nicht, dass Sie sich als Antifaschist verstehen. Welche Erfahrungen haben Sie politisiert?

Bei der Vorbereitung meiner Prozesserklärung habe ich mich noch einmal intensiv mit Erlebnissen aus meiner Kindheit und Jugend in den 1990er Jahren beschäftigt. Das hat mich sehr aufgewühlt, es war auch nicht leicht für mich. Die Zeit unmittelbar nach der Wende habe ich als eine Zeit voller Gewalt erlebt. Neonazis haben regelmäßig alternative Jugendliche angegriffen, und diese Gewalt ging weit über Schlägereien hinaus. Es wurde auf linke Jugendliche geschossen, es gab Brandanschläge. Bei uns im Ort starben zwei 17-jährige Jugendliche, die zuvor immer wieder Angriffen von Neonazis ausgesetzt waren, gewaltsam unter ungeklärten Umständen. Jeff wurde auf seinem Motorrad von der Straße gedrängt und starb dort. Er war der einzige »schwarze« Mensch, der damals in unserem Ort wohnte. Die Täter gingen mit mir zur Schule oder wohnten in der unmittelbaren Nachbarschaft. Meine Freunde und ich waren anfangs nicht betroffen von der rechten Gewalt. Aber das änderte sich, als wir älter wurden. Von da an mussten auch wir uns mit Drohungen und Gewalt auseinandersetzen. Das hat mich politisiert.

Wenn von den Baseballschlägerjahren die Rede ist, denken die meisten an Hoyerswerda, Rostock oder Schwedt. Sie kommen vom Berliner Stadtrand. Wie hat sich die Nazi-Szene dort ab 1989 entwickelt?

Ich mag den Begriff »Baseballschlägerjahre« nicht. Er suggeriert, dass die Gewalt vorbei ist. Aber Menschen in den ländlichen Regionen haben da oft andere Erfahrungen machen müssen. Was Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen angeht: Ja, die Bilder sind noch sehr präsent für mich. Aber noch mehr bewegen mich eigentlich die Gesichter und Namen von Torsten Lamprecht, Mike Zerna, Sven Beuter und Frank Böttcher. Das waren alternative Jugendliche im selben Alter wie ich damals, die grausam von Neonazis ermordet wurden. Die Angriffe hörten auch nicht auf: 1997 gab es erneut einen Mord in Königs Wusterhausen. Zum Herrentag folterten und erschlugen Neonazis einen Mann, weil sein Name »undeutsch« klang. 1999 gab es einen Doppelmord in einem Jugendheim in einer Nachbargemeinde.

Und wie hat sich der Staat gegenüber dieser Gewalt verhalten?

Die Polizei zeigte sich desinteressiert. Sie kam nicht, wenn Menschen auf Dorffesten oder vor der Disko von Neonazis angegriffen wurden – und das passierte sehr häufig. Der Staat war weder willens noch fähig einzugreifen. Ich denke, die Inaktivität der Polizei hing mit der allgemeinen Überforderung und den rechtsfreien Räumen nach der Wende zusammen. Sie hatte aber auch damit zu tun, dass Neonazi-Gewalt verharmlost und entpolitisiert wurde. Rechte Täter wurden als »unsere Jungs« bezeichnet, die große Mehrheit schwieg. Aus meiner Sicht hat man uns Jugendliche im Stich gelassen.

Trotzdem stimmt es doch, dass die sichtbare Gewalt um die Jahrtausendwende zurückging – oder haben Sie das anders erlebt?

Ab den 2000er Jahren ging die spontane Straßengewalt zurück. Aber es entstanden neonazistische Strukturen, die auf Anschläge ausgerichtet waren. Es gab beispielsweise eine Serie von Angriffen mit Molotowcocktails auf einen Wohnwagen, in dem eine Roma-Familie lebte. Auf die Bühne eines antirassistischen Jugendfestivals, auf der Jugendliche schliefen. Auf eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Außerdem war der Kader von Combat18, Carsten Szczepanski, in unserer Region sehr aktiv. Später kam raus, dass er NSU-Unterstützer und V-Mann des Verfassungsschutzes war. Die Gruppe um Szczepanski besorgte sich ein Gewehr und bei Durchsuchungen wurden mehrere Rohrbomben sichergestellt. An diesem Punkt hatten wir Antifaschist*innen wirklich Glück. Uns wurde bewusst, wer mit diesen Waffen angegriffen werden sollte.

In Ihrer Prozesserklärung haben Sie auch noch mal daran erinnert, dass der V-Mann Szczepanski an einer Tat beteiligt war, die man als Mordversuch beschreiben könnte.

Szczepanski gehörte zu den vielen Neonazikadern, die nach der Wende in den Osten kamen. Königs Wusterhausen hat er mit seiner Kameradschaft »United Skins« zu einem überregionalen Hotspot rechter Gewalt gemacht. In Wendisch-Rietz war er dabei, als Steve Erenhi, ein Lehrer aus Nigeria, in einer Disko von Neonazis brutal angegriffen wurde. Die Gruppe hat dann versucht, ihn unter Ku-Klux-Klan- und Heil-Hitler-Rufen in einem nahegelegenen See zu ertränken. Aber der Verfassungsschutz hat die Aufklärung die ganze Zeit behindert. Nur weil Steve Erenhi einen unnachgiebigen Anwalt hatte, wurde Szczepanski am Ende zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

In den 1990er Jahren hatten Antifa-Gruppen zeitweise starken Zulauf. In den 2000er Jahren hingegen wurde es stiller um die Bewegung. Wie würden Sie die Entwicklung beschreiben?

Ich habe das anders wahrgenommen, aber mein Blick ist auch spezifisch ostdeutsch. Anfang der 1990er Jahre gab es kaum klassische Antifa-Gruppen. Es waren oft Jugendliche oder Subkulturen. In den Städten waren es die Hausbesetzer*innen und Reste der Autonomen, in den ländlichen Regionen waren alternative Jugendliche diese Antifa-Gruppen. Es waren Jugendliche, die meist selbst von Nazigewalt betroffen waren und sich selbst Freiräume organisierten. Die praktische Solidarität vor Ort mit anderen Menschen, Geflüchteten zum Beispiel, kam auch überwiegend von diesen Jugendlichen. Große Antifa-Gruppen gab es in Groß- und Universitätsstädten wie Frankfurt am Main, Passau oder Göttingen. Erst mit »Antifa-Offensive 96«, einer Kampagne der AA/BO (Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation) wurden in Kleinstädten und äußeren Stadtbezirken Jugend-Antifagruppen gegründet. Die haben zum größten Teil bis in die 2010er Jahre existiert, ihre Arbeit prägte eine ganze Generation. Viele der heutigen Antifa-Gruppen haben dort ihre Wurzeln. Stiller wurde es erst nach den sehr erfolgreichen Kampagnen wie »Dresden stellt sich quer« und »Bring 2« 2010 und 2011. Damit wurden die bis dahin größten europäischen Neonazi-Aufmärsche in Dresden blockiert und im Endeffekt verhindert.

Wie kann man erklären, dass diese so erfolgreiche Bewegung ausgerechnet dann an Bedeutung verlor, als sie am wichtigsten wurde?

Das ist kompliziert, und ich weiß auch nicht, ob ich dazu der richtige Ansprechpartner bin. In den 1990ern war wenig Zeit, sich inhaltlich oder mit Widersprüchen in der eigenen Bewegung auseinanderzusetzen. Es war eine Zeit permanenter Angriffe, ein Wochenende musste in irgendeiner Kleinstadt der Schutz für ein antirassistisches Konzert organisiert werden, das Wochenende darauf gab es eine Nazi-Demo. Die praktische Antifa-Arbeit war zum größten Teil »Feuerwehrpolitik«. Es ging einfach darum, Gewalt zu verhindern und Betroffenen zu helfen. Ich würde sagen, eine eigene politische Entwicklung blieb oft auf der Strecke. Oder ein Blick darauf, was die Erfahrungen mit einem selber machten.

2017 wurden Sie dann nochmal von rechts bedroht.

Ja, damals wurden Drohbriefe an linke Projekte in Berlin verschickt. In den Schreiben wurden mehrere Dutzend wahllos ausgewählte Antifaschist:innen und andere Linke mit Namen, persönlichen Daten und Fotos genannt. Die Informationen beruhten offenkundig auf Polizeidaten. Am Ende des Schreibens wurde damit gedroht, Namen, Adressen – auch die von Familienangehörigen – und Autokennzeichen an »rechte« Organisationen weiterzugeben. Die Polizei hat sich nicht für diese Drohbriefe interessiert. Wir mussten ziemlich Druck machen, bis es zu Ermittlungen kam. Schließlich wurde – auch durch unsere Recherchen – ein Polizist ermittelt, der zuvor beim Staatsschutz gearbeitet hatte. Nach einem Geständnis und der Behauptung, allein gehandelt zu haben, wurde er zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen verurteilt. Interessanterweise wurden wir Betroffene und unsere Anwält:innen weder über das Strafverfahren noch über den Ausgang unterrichtet. Im Neukölln-Komplex hat man dann gesehen, was Neonazis mit solchen Informationen machen: Dort wurden Scheiben eingeworfen, Briefkästen gesprengt, Autoreifen zerstochen, und es wurden sogar Läden und Autos angezündet. Bei einem der Täter wurden Namen und Adressen von Gegner:innen – darunter auch meine Daten – gefunden.

Sie sitzen jetzt seit einem Jahr im Gefängnis. Davor, so sagen die Behörden, waren Sie für diese nicht erreichbar. Wie war und ist diese psychologische Belastung für Sie?

Ich habe die Zeit genutzt, mich mental auf den Knast einzustellen und die wichtigsten Dinge zu regeln – vor allem die Sachen, die die Familie betreffen. Menschen, die morgens aus dem Bett weggeholt werden, haben diese Möglichkeit nicht. Für viele Gefangene ist es sehr belastend, wenn sie keine Anwält*innen haben, nicht wissen, wie es ihren Familien geht oder auch sonst kaum Unterstützung erhalten. Für mich war der Knast am Anfang eine »Blackbox«, ich wusste nicht recht, was mich erwartet. Aber letztlich bin ich in dieser Ausnahmesituation sehr privilegiert. Zu wissen, dass die wichtigsten Dinge geklärt sind. Zu wissen, dass mich viele Menschen im Kleinen wie im Großen unterstützen.

Der Prozess gegen Sie stützt sich im Wesentlichen auf die Aussage eines Kronzeugen, dem eine Vergewaltigung vorgeworfen wird und der danach mit der Polizei kooperierte – offenkundig, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Klingt nicht nach einer sehr glaubwürdigen Quelle.

Das wird alles der Prozess zeigen, aber auf diesen Kronzeugen stützt sich die gesamte Anklage. Seine finanzielle und soziale Abhängigkeit von den Ermittlungsbehörden und seine eigennützigen Aussagen sind Fakten, mit denen sich das Gericht intensiv beschäftigen muss. Als Quelle wird der Kronzeuge von einer Behörde zur nächsten gereicht, und er gefällt sich dabei sehr. Am Ende wird sich dieser Kronzeuge mit seinen Übergriffen und seinem Verhalten allein auseinandersetzen müssen. Und auch seine Rolle im gesamten Komplex muss er allein hinterfragen.

Wo sehen Sie sich eigentlich nächstes Jahr?

Haha. Als ich das letzte Mal diese Frage in einem Interview gestellt bekam, sagte ich, »nicht im Gefängnis«. Aber es ist ja nun anders gekommen. Das Großverfahren, in dem ich nun Angeklagter bin, wird weitergehen. Mit über 130 angekündigten Prozessterminen bleibt nicht viel Zeit für andere Pläne. Aber das ist nur eine Phase, und ich weiß, dass das Leben im Anschluss daran weitergeht. Ich bin zuversichtlich, dass ich die Zeit im Knast als eine Erfahrung empfinden werde, mit der ich gewachsen bin.

Thomas J. ist einer der Angeklagten im Dresdner Antifa-Verfahren, das seit Ende November vor dem dortigen Oberlandesgericht verhandelt wird.
Den sieben angeklagten Antifaschist*innen werden Angriffe auf organisierte Nazis zur Last gelegt. Im Fall Thomas J. sind die Vorwürfe allerdings reichlich vage.
Der 49-jährige Königs Wusterhausener steht vor Gericht, weil ein Kronzeuge behauptet, J. habe als Sportlehrer Tatverdächtige trainiert und deshalb die sogenannte kriminelle Vereinigung unterstützt.

Erstveröffentlicht im nd v. 12.2. 2026
Auf Jugendliche wurde geschossen …

Wir danken für das Publikationsrecht.

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