Solidarität mit Kuba! Info- und Diskussionsveranstaltung im IG Metall Haus

18.04.2024 | Bei einer Veranstaltung am 25. April diskutieren Andreas Nolte (IG Metall Hannover) und mit Miguel E. Torres Tesoro (Botschaftsrat, Kubanische Botschaft) Möglichkeiten der praktischen Solidarität. Parallel sammelt der AKI Spenden für ein Solarprojekt in Kuba.

(Grafik: SRD-Reisen)

Der Gewerkschaftstag hatte 2023 mit dem Titel „Solidarität mit Kuba US-Wirtschaftsblockade beenden, Wirtschaftsbeziehungen nachhaltig ausbauen !“ einen Antrag beschlossen. Damit wird die Bundesregierung aufgefordert, die Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba aktiv auszubauen. Dadurch kann ein dauerhafter Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Kuba geleistet werden. 

Kuba wird seit langem mit einer totalen US-Wirtschaftsblockade belegt, obwohl sich fast alle Staaten der Welt in der UNO-Vollversammlung auch 2023 für die sofortige Beendigung ausgesprochen haben. Diese Situation führt in Kuba zu ständigen Versorgungsschwierigkeiten und mangelnder Energieversorgung. Die Bundesregierung muss so wie z.B. Spanien mit Kuba Wirtschaftsbeziehungen aufbauen.

Nachdem zur Jubiläumsfeier des AKI in letzten Jahr Gäste der Kuba-Solidarität zu Besuch waren, füllt der Arbeitskreis  die ganze Sache jetzt mit Leben. 

Mit unseren zwei Gästen Andreas Nolte (IG Metall Hannover) und mit Miguel E. Torres Tesoro (Botschaftsrat, Kubanische Botschaft) möchten wir über die aktuelle Situation in Kuba und Möglichkeiten der Solidarität zu diskutieren.

Dabei stehen Themen wie die Lebenssituation der Menschen in Kuba zur Diskussion. Und Fragen welche Aufgaben die (Industrie-) Gewerkschaften in den Betrieben wahrnehmen. Und die Frage: Wie kann, trotz US-Wirtschaftsblockade, mit unserer Hilfe ein kleiner Beitrag der Solidarität für Menschen und Einrichtungen in Kuba ermöglichst werden?

Wann: 25. April, 18Uhr

Wo: IG Metall Haus, Seminarraum E 01

Am 1. Mai werden wir an unserem AKI Stand für ein Kubaprojekt Geld sammeln. Wir möchten Kuba durch Spenden helfen bei der Energieerzeugung vom Dollar unabhängig zu werden . Wir planen ein eigenes Projekt, bei dem ähnlich diesem Photovoltaik-Module gespendet werden sollen

Wie schon Che Guevara gesagt hat: „Solidarität ist die Zärtlichkeit er Völker.“

Quelle: IG Metall Berlin
https://www.igmetall-berlin.de/gruppen/ak-internationalismus/meldung/solidaritaet-mit-kuba-info-und-diskussionsveranstaltung-im-ig-metall-haus

VW Stammwerk USA – große Mehrheit der Belegschaft für Gewerkschaft!

Es ist geschafft. Die Kampagne der US Automobilarbeitergewerkschaft UAW im Süden der USA zeigt Wirkung. UAW zieht in das VW Stammwerk der USA in Chattanooga, Tennessee, ein. Fast Dreiviertel (73 Prozent) stimmten für eine Gewerkschaftsvertretung, bei einer hohen Wahlbeteiligung von 84 Prozent der 4.300 abstimmungsberechtigten Beschäftigten.

Was ändert sich? Wofür haben sich die Kolleg:innen entschieden?

Das hat die Gewerkschaft in ihrer Kampagne schon vor der Abstimmung deutlich auf den Punkt gebracht: ” Die Gründung einer Gewerkschaft mit Tarifverhandlungsrechten ist die einzige Möglichkeit, die Macht zu haben, auf Augenhöhe mit dem VW-Management zu verhandeln und einen rechtsverbindlichen Vertrag zu erzielen. Mit Tarifverhandlungen legen die Arbeiter bei VW unsere Prioritäten und unsere Agenda fest – und wir wählen unsere Kollegen als Vertreter, um auf Augenhöhe mit dem VW-Management über Verbesserungen wie Gehaltserhöhungen, bessere Krankenversicherung und mehr bezahlten Urlaub zu verhandeln. Ohne einen Gewerkschaftsvertrag hat VW die einseitige Macht, alle Bedingungen unserer Beschäftigung zu ändern.”

Die Rekordlohnerhöhungen und historischen Tarifverträge, die die 150.000 UAW-Mitglieder bei Ford, GM und Stellantis erkämpft haben, sind der Rückenwind für die laufende Kampagne der UAW, jetzt die Beschäftigen im traditionell gewerkschaftsfeindlichen Süden der USA zu organisieren!

Die VW Mitarbeiter:innen in Chattanooga verhandeln ab sofort gewerkschaftlich organisiert ihre Interessen aus und bieten kollektiv, nicht zuletzt durch ihre Streikmacht, der bisherigen Unternehmenswillkür die Stirn!

Das hatten die Autowerke im Süden der USA. – insbesondere auch von den deutschen Automobilunternehmen VW, Mercedes, BMW und Porsche – durch Union Bashing und unterstützt durch ein extrem gewerkschaftsfeindliches Politikumfeld bisher verhindern können.

Mercedes wurde sogar in der jetzt laufenden Kampagne wegen seiner gewerkschaftsfeindlichen Machenschaften und den Versuchen, Beschäftigte unter Druck zu setzen, von der UAW verklagt.

Die Abstimmung in Chattanooga hat Signalwirkung für alle anderen! “Jetzt stehen Autoarbeiter”, erklärt ein Kollege im Videoclip, “im ganzen Süden auf, um ihren gerechten Anteil zu erkämpfen.”

Ein Sieg auch für uns

Das Verhalten der deutschen Konzerne in den USA zeigt, daß deren Management im Grundsatz nicht weniger arbeitnehmerfeindlich agiert als zum Beispiel Elon Musk von Tesla – wenn es das Umfeld und die Kolleg:innen zulassen. Der Erfolg der UAW ist auch ein Sieg für die Belegschaften in anderen Ländern bei VW. UAW wird helfen, die Standards für uns alle in der Automobilbranche nach oben zu drücken. Die Konzernspitzen werden sich schwerer tun, die Beschäftigen zwischen den Standorten gegeneinander auszuspielen.

Wir drücken der UAW, aber auch uns, alle Daumen, daß die Kampagne auch in den anderen Automobilwerken des Südens der USA in den nächsten Wochen erfolgreich ist.

Titelbild UAW, Quellen UAW, Handelsblatt 20.4.24

Neujahrsempfang der Charité : “Hier gibt es nichts zu feiern”

Die Berliner Krankenhausbewegung ver.di Charité Facility Management ruft auf zur

Kundgebung gegen die Ignoranz
des Charité Vorstandes

22.04.2024 ab 15:00 Uhr
Charité Mitte
Luisenstrasse 10
(Neben Bettenhochhaus)

“Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
es lief 2023 wie immer an der Charité. Niemand fühlte sich verantwortlich für die Situation der Mitarbeiterinnen in der Charité CFM und das Land Berlin duckt sich weg. Wieder einmal sollen die CFM-Mitarbeiterinnen nichts bekommen, obwohl ein Inflationsausgleich im Bereich der öffentlichen Krankenhäuser im Land Berlin für fast alle Beschäftigten gezahlt wurde. Die Charité Mitarbeiter haben es bekommen, die Mitarbeiter bei Vivantes (egal ob Tochtergesellschaft oder nicht) haben es bekommen. Nur wir sollen es nicht bekommen. Der Inflationsausgleich von 3000€ für die CFMBeschäftigten ist nicht nur eine Frage des Anstandes und der Wertschätzung gegenüber diesen Mitarbeiterinnen, sondern auch eine Frage des wirtschaftlichen Überlebens der Kolleginnen und Kollegen in der CFM. Schon immer mussten seit Gründung der CFM diese Mitarbeiterinnen für die finanzielle Sanierung der Charité herhalten. Die CFM wurde gegründet, um über die geringeren Lohnkosten Geld zu sparen. Wir haben Jahre auf gleiches Geld für gleiche Arbeit verzichten müssen.”

Jetzt reicht es!
Wir zahlen nicht mehr für Eure Krisen!

Die Friedenspflicht in der CFM endet am 31.12.2024. Wir werden ab dann auch auf anderem Wege zum Ausdruck bringen, wie sehr es uns reicht wie die Sparschweine der Charité behandelt zu werden.

3000€ Inflationsausgleich für die CFM jetzt!

Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin und Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin erklären ihre volle Solidarität mit den Anliegen der Kolleg*innen von CFM!

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