Programm der IG Metall Führung gegen den Industrieabbau – eine deutsche Kopie des Trump’schen Protektionismus?

In der aktuellen Situation massiv sinkender Profitraten und weltweit auf die Spitze getriebener Konkurrenz zwischen den imperialistischen Machtblöcken bleibt für Sozialpartnerschaft kaum noch ein Krümmel für die arbeitenden Menschen übrig. Im Gegenteil, immer mehr hart erkämpfte Erfolge kommen ohne energische Gegenwehr unter den Vorschlaghammer.

Für Deutschland und auch die EU gibt es im weltweiten Ringen um Einfluss wieder einmal Nachholbedarf. Für einen in aller Eile durchgepeitschten Großmachtkurs wird jeder Cent benötigt. Und dafür werden die Errungenschaften des Großteils der Bevölkerung gnadenlos geschlachtet. Sich dabei mit den Zielen des Kapitals gemein machen heisst, Sozialpartnerschaft driftet in den Sozialchauvinismus ab. Die Arbeiter:innen werden nicht nur dem Raubzug kampflos ausgeliefert, sie sollen auch vor dessen Karren gespannt werden und den Krieg nach innen wie aussen mittragen. Jörg Wuttke hat in dem folgenden Beitrag mit umfangreichen Fakten belegt, dass das „Rettungsprogramm“ der IG Metallspitze gegen den Industrieabbau nicht im Interesse der Beschaftigten ist und überall der Trump’sche Protektionismus durchschimmert! (Peter Vlatten)

IG Metall vor der Metall-Tarifrunde: Christiane Benners Programm gegen den Industrieabbau – eine deutsche Kopie des Trump’schen Protektionismus.

Jörg Wuttke, 14.9.206 bei labournet

Im Handelsblatt-Interview vom 28.07.2026 skizzierte IG-Metall-Chefin Christiane Benner ihre Rezepte, um Arbeitsplätze zu erhalten. Zölle, Local Content, ein Bekenntnis zu Wachstumsbranchen wie Rüstung und Rechenzentren – und eine Kampfansage in der Rentenfrage. Ein genauerer Blick auf die Fakten hinter diesem Programm zeigt: Es ist weit weniger kämpferisch, als es klingt, und an entscheidenden Stellen schlicht die deutsche Kopie einer gescheiterten US-amerikanischen Blaupause. (…) Wer als Aufsichtsrätin eine Arbeitszeitverlängerung mitträgt und als Gewerkschaftsvorsitzende gleichzeitig für eine Arbeitszeitverkürzung eintreten müsste, gerät zwangsläufig in einen Rollenkonflikt – vierzig Jahre nach dem größten Erfolg, den die eigene Organisation mit genau dieser Forderung je erzielt hat. (…) Standortnationalismus verspricht kurzfristigen Schutz für die eigene Belegschaft, erkauft ihn aber durch Konkurrenz zwischen Beschäftigten verschiedener Standorte und Länder – ein Spiel, das die Arbeiterklasse, gleich wer gerade nachgibt, auf Dauer nur verlieren kann…“

Die Metall- und Elektroindustrie steht vor einer der schwierigsten Tarifrunden ihrer Geschichte. Seit 2019 sind 320.000 Jobs verloren gegangen, Hunderttausende weitere stehen laut Arbeitgebern auf dem Spiel. Nicht wenige sprechen von einer Kernschmelze des industriellen Kerns. Im Handelsblatt-Interview vom 28.07.2026 skizzierte IG-Metall-Chefin Christiane Benner ihre Rezepte, um Arbeitsplätze zu erhalten. Zölle, Local Content, ein Bekenntnis zu Wachstumsbranchen wie Rüstung und Rechenzentren – und eine Kampfansage in der Rentenfrage. Ein genauerer Blick auf die Fakten hinter diesem Programm zeigt: Es ist weit weniger kämpferisch, als es klingt, und an entscheidenden Stellen schlicht die deutsche Kopie einer gescheiterten US-amerikanischen Blaupause.

Trump’scher Protektionismus im EU-Gewand

Christiane Benner fordert europäischen Zölle auf chinesische Hybridfahrzeuge, um die unter Druck stehenden deutschen Hersteller zu schützen. Ihr Argument ist nicht aus der Luft gegriffen: Der Anteil chinesischer Marken an den in Europa verkauften Plug-in-Hybriden erreichte im Juni 2026 einen Rekordwert von 34 Prozent, begünstigt durch staatliche Subventionen, die drei- bis achtmal höher liegen als in der OECD-Region, sowie eine geschätzte Unterbewertung des Yuan von mindestens 40 Prozent. Das ist kein fairer Marktwettbewerb.

Nur: Genau diese Politik – Zölle und Protektionismus als Antwort – hat Trump in den USA bereits vorexerziert, mit ernüchterndem Ergebnis. Seit Trumps “Liberation Day”-Zöllen im April 2025 wurden dort 89.000 Stellen im verarbeitenden Gewerbe abgebaut, das dritte Jahr in Folge sinkt die Beschäftigung im Sektor. Von der versprochenen Rückverlagerung der Produktion keine Spur: Das US-Handelsbilanzdefizit erreichte 2025 einen Rekordwert. Und wer zahlt die Zeche? Die Zollpolitik kostet US-Haushalte im Schnitt rund 2.400 Dollar im Jahr – eine Summe, die nach Berechnungen der Bank of America bereits rund ein Viertel aller US-Haushalte hart trifft, die von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben; nach Fed-Zahlen könnte gut ein Drittel der US-Amerikaner nicht einmal eine unerwartete Ausgabe von 400 Dollar stemmen. Wer also von Zöllen eine Rettung der deutschen Autoindustrie erwartet, sollte diese Bilanz kennen.

Hinzu kommt eine Doppelmoral, die Christiane Benner nicht anspricht: Wenn die EU China Marktverzerrung durch Subventionen vorwirft, sollte sie den Blick auch auf sich selbst richten. Die direkten EU-Agrarexportsubventionen sind zwar seit 2003 offiziell abgeschafft, doch die strukturellen Effekte europäischer Überproduktion wirken bis heute: Importiertes Milchpulver wird in Westafrika zu bis zu 40 Prozent niedrigeren Preisen an Verarbeiter weitergegeben als lokal produzierte Milch – mit der Folge zerstörter bäuerlicher Existenzen und Landflucht.

Local Content: Auch eine Kopie des Trump’schen Irrweg

Auch bei Benners zweiter Forderung – verbindliche Local-Content-Quoten für Zulieferer, verankert im “Industrial Accelerator Act” – handelt es sich um den aus den USA importierten nationalen Protektionismus. Ausländischen Herstellern, die in Europa Werke bauen, die Freiheit zu nehmen, dort einzukaufen, wo es am günstigsten ist, ist eine klassische Marktverzerrung, ökonomisch verwandt mit einer Subvention. Die US-Erfahrung mit “Buy American”-Vorgaben zeigt: Solche Zwangsquoten bringen selten die versprochene Reindustrialisierung, erhöhen aber Kosten und Reibung.

Christiane Benners eigene Position ist zudem in sich widersprüchlich. Sie kritisiert zu Recht, dass Local-Content-Regeln zahnlos bleiben, solange Freihandelsabkommen wie mit Mercosur Importe aus Drittstaaten als “europäisch” durchgehen  – fordert aber gleichzeitig eine “strikte Konzentration” auf den europäischen Markt, die “unbürokratisch und mit flexiblen Quoten” funktionieren soll. Strikte Vorgaben, die flexibel gehandhabt werden, brauchen genau den bürokratischen Prüfapparat, den sie angeblich vermeiden möchte.

Auch die von Benner positiv erwähnte Selbstverpflichtung  zum Local Content des Verbands der deutschen Automobilindustrie überzeugt nicht: Die dortigen Konzerne sind alles andere als rein deutsche Unternehmen, sie unterhalten Produktionsstandorte weltweit und haben den internationalen Standortwettbewerb – Belegschaften gegeneinander, um die niedrigsten Löhne und schlechtesten Arbeitsbedingungen  auszuspielen – selbst mitbetrieben. Der von Trump kopierte nationale Protektionismus ist nur eine Fortsetzung dieser Standortlogik mit anderen Mitteln.

Die verworfene Alternative: Arbeitszeitverkürzung

Was auffällt: Das naheliegendste Mittel, um Arbeitsplätze tatsächlich zu sichern, fehlt in Christiane Benners Programm fast vollständig. Dabei hat genau dieses Mittel in der Geschichte der IG Metall bereits einmal nachweislich funktioniert. Am 14. Mai 1984 traten 57.500 Beschäftigte in 23 Betrieben in Nordwürttemberg/Nordbaden in den Streik für die 35-Stunden-Woche, eine Woche später folgten Zehntausende in Hessen. Die Arbeitgeber reagierten mit Aussperrungen, die am Ende Hunderttausende betrafen. Bundeskanzler Kohl nannte die Forderung „dumm und töricht“. Nach sieben Wochen härtestem Arbeitskampf der nordwestdeutschen Nachkriegsgeschichte einigte man sich auf eine erste Verkürzung von 40 auf 38,5 Stunden – die vollen 35 Stunden wurden erst 1995, elf Jahre und mehrere weitere Tarifrunden später, erreicht. Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bezifferte den dadurch geschaffenen Beschäftigungseffekt bis 1992 auf rund eine Million Arbeitsplätze.

Von dieser Kampfbereitschaft ist heute nichts mehr zu spüren. Statt auf Zölle und Quoten zu setzen, die die Standortideologie nur fortschreiben, könnte eine weitere Arbeitszeitverkürzung angesichts der heutigen Produktivitätsgewinne durch E-Mobilität und KI dieselbe Wirkung entfalten  wie 1984. Ausgerechnet diese Forderung hat die IG-Metall-Spitze weitgehend fallen lassen – und Benner persönlich steht dabei in einem handfesten Interessenkonflikt: Bei Aumovio, wo sie nicht als Gewerkschafterin, sondern als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende mit am Tisch sitzt, wurde exakt das Gegenteil einer Arbeitszeitverkürzung beschlossen – eine Verlängerung von 35 auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich, also eine Rückabwicklung dessen, wofür 1984 gestreikt wurde. Als sie danach gefragt wird, ob das ein Vorbild für die ganze Branche sei, antwortet sie ausweichend mit einem Verweis auf die Wichtigkeit „tariflicher Instrumente“. Wer als Aufsichtsrätin eine Arbeitszeitverlängerung mitträgt und als Gewerkschaftsvorsitzende gleichzeitig für eine Arbeitszeitverkürzung eintreten müsste, gerät zwangsläufig in einen Rollenkonflikt – vierzig Jahre nach dem größten Erfolg, den die eigene Organisation mit genau dieser Forderung je erzielt hat.

Wachstumsfelder: Erneuerbare Energien schaffen mehr Jobs als Rüstung

Als Kompensation für die Verluste in Auto, Metall und Elektro nennt Benner Erneuerbare, Speichertechnologien, Luftfahrt und Rüstung. Ein Blick auf die Zahlen relativiert die Gleichrangigkeit dieser Aufzählung erheblich: Die Erneuerbaren-Branche beschäftigt aktuell 436.000 Menschen – mehr als dreimal so viele wie die gesamte Rüstungsindustrie mit rund 135.000. Der eigentliche Skandal ist nicht, dass in Erneuerbaren zu wenige Jobs entstünden, sondern dass dieser größere, bereits bewährte Jobmotor durch die energiepolitische Kehrtwende der Bundesregierung gefährdet wird, während parallel Milliarden schuldenfinanziert in die Rüstung fließen – von denen je nach Quelle acht bis achtzehn Prozent ohnehin direkt an US-Konzerne wie Lockheed Martin gehen.

Anders als Erneuerbare, die auf realer ziviler Nachfrage beruhen, hängt Beschäftigung in der Rüstung an einer fortbestehenden, politisch erzeugten Bedrohungswahrnehmung ab – eine Industrie, die vom Aufrüsten profitiert, hat ein strukturelles Eigeninteresse an Eskalation statt an Entspannung, weil Frieden ihr Geschäftsmodell schmälert. Selbst innerhalb der Branche wiederholt sich zudem die Standortlogik, die Benner bei der Autoindustrie kritisiert: Die Ukraine hat eine eigene Rüstungsindustrie mit einer Drohnenproduktionskapazität von rund vier Millionen Einheiten jährlich aufgebaut, deutsche Konzerne wie Rheinmetall bauen dort bereits eigene Werke, während ausländische Konkurrenten wie der türkische Hersteller Baykar dasselbe tun. Und wie in der zivilen Wirtschaft produzieren Rüstungskonzerne dort, wo es am billigsten ist und wo der Bedarf am größten ist. Und was den Bedarf betrifft, ist die Ukraine derzeit der perfekte Standort für die Rüstungskonzerne – vorausgesetzt, der Krieg dauert noch einige Jahre an. Ein baldiges Ende, eine Entspannung und ein langfristiger Frieden würden die Partystimmung in den Vorstandsetagen von Rheinmetall und anderen großen Rüstungskonzernen angesichts der derzeitigen Übergewinne abrupt beenden – Am deutlichsten zeigt sich der Kriegsprofit an der Börse: Der Aktienkurs von Rheinmetall hat sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 nahezu verzehnfacht – von rund 97 Euro auf aktuell über 1.000 Euro, eine Wertsteigerung von rund 970 Prozent und  Rheinmetall erzielte 2025 einen Rekordgewinn von 1,84 Milliarden Euro bei einem Umsatzwachstum von 29 Prozent, für 2026 werden 40 bis 45 Prozent erwartet.

Und selbst wo neue Kapazitäten in Deutschland entstehen, bleibt ein Grundproblem: In Friedenszeiten produziert Rüstungskapital keinen volkswirtschaftlichen Mehrwert, der sich reproduktiv in den Wirtschaftskreislauf zurückführen ließe wie Investitionen in Schienennetze oder Energieinfrastruktur.

Was in der Liste der Zukunftsfelder fehlt: der öffentliche Nahverkehr

Auffällig ist zudem, welches Feld in Benners Liste der „Zukunftsfelder“ fehlt – dabei wäre es das naheliegendste, um Klimaschutz und Beschäftigung in der Autoindustrie zusammenzudenken: der öffentliche Nahverkehr. Zumindest ein Teil der IG Metall hat sich bereits für diesen Weg ausgesprochen – der Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Berlin argumentierte 2024 explizit für den Ausbau des öffentlichen Transports und eine Reduzierung des Individualverkehrs. An Strukturen fehlt es nicht: Seit 2020 gibt es einen bundesweiten “Zukunftsfonds Automobilindustrie” mit einer Milliarde Euro, dazu 27 von der IG Metall mitinitiierte regionale Transformationsnetzwerke, etwa in Wolfsburg oder Kassel. Nur zielen diese Netzwerke darauf, das bestehende Produktionsmodell –  den privaten Pkw – technologisch zu erneuern sowie die Produktionskosten dafür zu minimieren und nicht die Produktion auf dringend benötigte Nahverkehrsmittel zu erweitern.

Rechenzentren und der erfundene Quantencomputer

Christiane  Benner nennt Rechenzentren eine „Notwendigkeit“ und verweist zur Untermauerung auf den „drittgrößten Quantencomputer der Welt“ in Jülich. Diese Zahl lässt sich nirgends verifizieren – tatsächlich betreibt Jülich den weltweit größten Annealing-Quantencomputer (Platz 1 in seiner Kategorie) sowie separat den viertschnellsten klassischen Supercomputer der Welt. Der Nutzen für die von Benner versprochene Produktivitätssteigerung durch Quantencomputing ist fraglich. Ein einzelnes Qubit – die Recheneinheit eines Quantencomputers – ist störanfällig und liefert immer wieder falsche Werte. Um trotzdem verlässliche Ergebnisse zu bekommen, verteilt man dieselbe Information redundant auf tausende Qubits gleichzeitig und gleicht sie laufend gegeneinander ab, ähnlich wie man aus tausend ungenauen Einzelmessungen durch Abgleich einen verlässlichen Mittelwert gewinnt. Erst dieser aufwendige Abgleich macht aus vielen fehleranfälligen Bauteilen eine einzige nutzbare Recheneinheit. Für die breite wirtschaftliche Produktivitätssteigerung, die Benner in Aussicht stellt, reicht der heutige Stand der Technik  nicht: Für gewöhnliche Anwendungen bringen Quantencomputer keinerlei Vorteil, ihr Nutzen bleibt auf wenige Spezialaufgaben beschränkt – etwa komplexe Simulationen in der Chemie oder Optimierungsprobleme in der Logistik. Die These, Rechenzentren und Quantencomputing könnten kurzfristig helfen, die Produktivität zu steigern und damit Beschäftigung zu sichern, ist also Zukunftsmusik und kein Hebel für die Beschäftigungskrise von heute.

Noch problematischer ist, was unbeantwortet bleibt: Auf den wachsenden US-Widerstand gegen den Strombedarf von Rechenzentren antwortet Benner mit einem reinen Souveränitätsargument, ohne zu erwähnen, dass Rechenzentren bereits heute rund vier Prozent des deutschen Stromverbrauchs ausmachen, Tendenz steigend. Was fehlt, ist ein konkretes Programm: Tarifbindung als Bedingung für die Ansiedlung neuer Rechenzentren, verbindliche Weiterbildung für Beschäftigte aus schrumpfenden Branchen, die Pflicht zur Nutzung von Abwärme für die Fernwärme und zusätzlich zugebautem erneuerbarem Strom.

Rüstung und Frieden: ein Widerspruch, der verwaltet statt aufgelöst wird

Auf die Frage, ob die Rüstungskonjunktur den Industrieabbau auffangen kann, antwortet Benner selbst mit Nein – maximal zehn Prozent der wegbrechenden Jobs seien so zu kompensieren, ihr eigentliches Ziel müsse “eine Zukunft durch Diplomatie und Frieden” sein. Schön gesagt, nur ohne Konsequenz. Die IG-Metall-Satzung verpflichtet die Gewerkschaft ausdrücklich zu Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung als “unverrückbarem Grundsatz”. Praktisch bekannte sich die IG Metall Berlin im Juli 2026 zur Umwandlung des früheren Pierburg-Automobilzulieferwerks in eine Munitionsfabrik für Rheinmetall, 293 Beschäftigte wechseln in die neu gegründete Rheinmetall Waffen Munitions GmbH. Die zuständige Geschäftsführerin der IG Metall Berlin Ines Beeck versucht den Spagat mit der Formel, friedenspolitischer Auftrag und Interessenvertretung “gehören untrennbar zusammen”. Das Bündnis “Sagt NEIN! – Gewerkschafter*innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden” nennt es treffender die Fortsetzung eines opportunistischen Burgfriedenskurses – und verweist darauf, dass der zweite IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Kerner bereits 2025  auf einem Handelsblatt-Kongress gemeinsam mit Bundeswehr- und Rheinmetall-Vertretern für den Einzug der Autoindustrie in die Rüstungsproduktion geworben hatte.

Das ist kein Einzelfall: Rheinmetall baut neben Berlin auch einen Standort in Neuss von ziviler auf Munitionsproduktion um, der VW-Getriebehersteller Renk liefert Getriebe für Kampfpanzer, beim VW-Werk Osnabrück konkurrieren Rheinmetall, KNDS und der israelische Konzern Rafael um die Übernahme der auslaufenden zivilen Fertigung, ZF Friedrichshafen baut sein Militärgeschäft aus, Schaeffler steigt bei  dem Drohnenhersteller Helsing ein, Aumovio hat 600 Beschäftigte an den Rüstungselektronikhersteller Hensoldt übergeben. Auf dem letzten Gewerkschaftstag verteidigte der IG-Metall-Vorstand in seinem Leitantrag ausdrücklich Waffenlieferungen an die Ukraine und das 100-Milliarden-Aufrüstungsprogramm – gegen Anträge von der Basis, die sich auf den Friedensparagrafen der eigenen Satzung beriefen. Eine eigene Friedensinitiative der Gewerkschaftsspitze bezogen auf ihre eigene Satzung: Fehlanzeige.

Mit Zähnen und Klauen verteidigen – große Worte, am Ende nur heiße Luft

Nach dem ersten Spitzentreffen der Sozialpartner mit dem Kanzler im Juni betont Christiane Benner “die gemeinsame Verantwortung” und dass “jeder seinen Teil beitragen” müsse – sie lehnt im selben Atemzug jeden Sozialabbau ab. Das Treffen drehte sich explizit um Reformen der Sozialversicherungen und endete ohne Ergebnis. Wenn “gemeinsam tragen” am Ende doch Zugeständnisse bedeutet, widerspricht das ihrer eigenen Ablehnung von Kürzungen; wenn nicht, bleibt offen, was die Gewerkschaften außer ihrem Nein bei diesem Treffen beigetragen haben.

Bei der Rente wird Christiane Benner konkreter: Die von der Rentenkommission vorgeschlagene Streichung der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren und des Blockmodells bei der Altersteilzeit werde man “mit Zähnen und Klauen” verteidigen. Verschwiegen bleibt der Rest des Pakets, das Sozialministerin Bärbel Bas selbst ein “Gesamtkunstwerk” nennt: u.a. Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung, eine verpflichtende Kapitalrente mit zwei Beitragssatzpunkten, die laut Arbeitgeberverband jährlich rund 40 Milliarden Euro kosten und nach Einschätzung von Kommissionsmitglied Peter Bofinger die Wirtschaft spürbar dämpfen dürften – bis zu 250.000 Arbeitsplätze könnten dadurch gefährdet sein. Verwaltet werden soll das Kapital zwar über einen Staatsfond nach schwedischem Vorbild, doch individuelle Fondswahl öffnet die Tür für private Vermögensverwalter, deren Renditen oft auf Ausbeutung in Niedriglohnregionen beruhen – und das inmitten weltweiter Krisenherde und einer möglicherweise platzenden KI-Blase an den Börsen, von einer sicheren Kapitalanlage kann hier wohl nicht die Rede sein und vom  der gescheiterten Riester-Rente scheint man wenig gelernt zu haben.

Ob Christiane Benners Ankündigung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren und das Blockmodell bei der Altersteilzeit „mit Zähnen und Klauen“ zu verteidigen, mehr ist als nur kämpferische Rhetorik, zeigt der historische Vergleich: 1996, als Kohl die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kürzen wollte, demonstrierten 350.000 Menschen in Bonn, 150.000 traten am 1. Oktober in echten Streik – am Ende blieb die Kürzung in weiten Teilen der Industrie tarifvertraglich Makulatur. Das war eine Verteidigung mit „Zähne und Klauen“. Von einer vergleichbaren Mobilisierung gegen das aktuelle Rentenpaket – oder gegen die parallel diskutierte Wiedereinführung eines unbezahlten Karenztags bei Krankheit – ist bislang nichts zu sehen. Auch die Reaktion auf die Attacke auf die 35-Stunden-Woche bei Mercedes blieb bislang bei einen Aktionstag, wenige Stunden Kundgebung ohne Streikgeld, kein echter mehrtägiger Produktionsausfall. Das ist etwas grundlegend anderes als was 1996 passierte.

Der Fall VW: Lohnverzicht sichert keine Arbeitsplätze

Nach Christiane Benner „müsse jeder seinen Teil dazu beitragen“ – wie das in der Realität aussieht, zeigt die Geschichte der VW-Standortsicherung in aller Deutlichkeit. 1993 einigten sich VW und die IG Metall auf 20 Prozent weniger Arbeitszeit bei fast gleichem Lohn, im Gegenzug für Kündigungsschutz – schon 1999 kehrte VW zum klassischen Dreischichtsystem zurück. Die 1994 begründete, seither fortlaufend erneuerte Beschäftigungssicherung kündigte der Konzern im September 2024 einseitig auf. Nach einem 70-stündigen Verhandlungsmarathon einigte man sich im Dezember 2024 auf eine neue Zusage bis Ende 2030 – „keine Werksschließungen, keine betriebsbedingten Kündigungen“. Die IG Metall selbst feierte die Einigung in ihrer Pressemitteilung als „Weihnachtswunder von Hannover“. Dabei hatte VW noch im Sommer 2024 – mitten in den Verhandlungen über angeblich unumgängliche Einsparungen – 4,5 Milliarden Euro Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Auf dem Gabentisch für die Belegschaft lag stattdessen der Verzicht auf eine vereinbarte Entgelterhöhung von 5,5 Prozent für die gesamte Laufzeit sowie auf eine Einmalzahlung von 600 Euro, mit dem eingesparten Geld wurde der eigene, „sozialverträgliche“ Stellenabbau finanziert. Im Juli 2026, keine 20 Monate später, berät der VW-Aufsichtsrat bereits wieder über die Schließung von bis zu vier Werken und den Abbau von bis zu 120.000 Stellen weltweit. Zwei Zusagen, zwei Kündigungen, keine zwei Jahre – und dazwischen ein Lohnverzicht, der am Ende nichts gesichert hat außer der nächsten Verhandlungsrunde zum Personalabbau. Bei Porsche wiederholt sich dasselbe Muster: 5.000 weitere Stellen fallen weg für eine „Standortsicherung bis 2035“, finanziert zu erheblichen Teilen aus den Einbußen der Beschäftigten selbst, während der Konzern im ersten Halbjahr 2026 sein operatives Ergebnis von 1,01 auf 1,38 Milliarden Euro steigerte.

Wer trotzdem angesichts dieser Beispiele wie Christiane Benner im Interview  noch von der “Kraft der Tarifpartnerschaft” spricht, verwechselt einseitige Kapitulationsbereitschaft mit einem Bündnis auf Augenhöhe. Auch die Formel, Benners man müsse “gemeinsam durch die Krise durchkommen”, trägt nicht: Sie suggeriert ein gemeinsames Schicksal von Konzernvorständen und Belegschaften, wo in Wahrheit eine Seite die Gewinne einstreicht, während die andere die Rechnung zahlt. Dass diese Sprache trotzdem als Realismus verkauft wird, ist weniger persönliche Naivität als das notwendige Sprachprodukt einer Gewerkschaftspolitik, die sich selbst als Co-Managerin des Standorts versteht statt als Gegenmacht zum Kapital – eine Haltung, die sich auch an der bevorstehenden Tarifrunde ablesen lässt: Für Wachstumsbranchen wie Rüstung deutet Christiane Benner mehr Spielraum an, für die Krisenbranche Auto mahnt sie “sorgfältiges Abwägen” – eine Formulierung, die zugleich kämpferisch und kompromissbereit klingt, schwächt aus Erfahrung  die Verhandlungsposition der Tarifkommission. Rein taktisch sollten Kompromisse erst am Ende der Verhandlungen gemacht werden, eine notwendige Taktik, die anscheinend die Arbeitgeberseite  bedeutend besser beherrscht als die Gewerkschaftsspitze.

Was von Amerika zu lernen wäre – und was nicht gelernt wird

Was können deutsche Gewerkschaften vom UAW-Erfolg in Chattanooga lernen? Eine berechtigte Frage der Reporterin – Benner beantwortet sie nicht. Statt eigene strategische Lehren zu ziehen, verweist sie auf das Fehlverhalten der Arbeitgeber, die sich nicht an das „Neutralitätsgebot“ gehalten hätten. Das mag zutreffen, ist aber eine Ausrede nach außen, keine Antwort nach innen. Genau dieses Muster – Verantwortung extern verorten, statt die eigene Kampfform zu hinterfragen – zieht sich durch dieses gesamte Interview.

Dabei liefert der Fall Chattanooga konkrete, lernbare Lektionen. Der Tarifabschluss im Februar 2026 kam erst zustande, nachdem die Belegschaft glaubwürdig mit einem echten Streik gedroht hatte – nicht mit einer einstündigen Kundgebung während der Frühschicht ohne Lohnausfall, wie wir sie bei Mercedes in Deutschland gesehen haben. UAW-Präsident Shawn Fain reiste eigens zum Werk, um öffentlichkeitswirksam die 20,6 Milliarden Dollar Konzerngewinn von Volkswagen der unterdurchschnittlichen Krankenversicherung der Belegschaft vor Ort gegenüberzustellen – eine zugespitzte, plakative Gewinn-gegen-Beschäftigte-Kampagne, wie man sie von deutschen Gewerkschaftsspitzen selten hört. Das Ergebnis: 20 Prozent lineare Lohnerhöhung, Sofortbonus, Jahresbonus, verbesserter Kündigungsschutz, mit 96 Prozent Zustimmung ratifiziert. Und das nach zwei gescheiterten Organisierungsversuchen 2014 und 2019 – ein jahrzehntelanger, zäher Aufbauprozess, kein Selbstläufer.

Nichts davon erwähnt Christiane Benner. Kein Wort zur Bedeutung glaubwürdiger Eskalation, kein Wort zur öffentlichen Zuspitzung auf Konzerngewinne, kein Wort zu einem von der Basis gewählten, unabhängigen Verhandlungskomitee statt zentral gesteuerter Tarifkommissionen. Stattdessen bleibt es beim Verweis auf das Fehlverhalten der Gegenseite – ein bequemes Argument, das nichts an der eigenen Praxis ändern muss.

Auch beim Lob Christiane Benners für den US-amerikanischen Inflation Reduction Act dessen Kopplung von Fördergeldern an Tariflöhne dem deutschen Tariftreuegesetz als Vorbild dienen sollte, zeigt sich eine Lücke: Das seit Mai 2026 geltende Bundestariftreuegesetz nimmt Liefer- und Beschaffungsleistungen für die Verteidigung bis Ende 2032 ausdrücklich aus – ausgerechnet dort, wo derzeit die größten Investitionen fließen. Die IG Metall nannte das “inakzeptabel” und beließ es bei diesem einen Statement.

Sinkende Tarifbindung, sinkende Mitgliederzahlen

Auf sinkende Tarifbindung angesprochen, plädiert Christiane Benner für “Anreize für Unternehmen, in die Tarifbindung einzutreten” – eine bemerkenswerte Umkehrung des gewerkschaftlichen Grundprinzips: Tarifbindung soll nicht mehr erkämpft, sondern den Arbeitgebern als attraktives Angebot unterbreitet werden. Was mit “Anreizen” gemeint sein könnte, bleibt offen – naheliegend sind tarifliche Öffnungsklauseln, mit denen die IG Metall in den letzten zwei Jahrzehnten versucht hat, Unternehmen in der Tarifbindung zu halten, indem sie den Tarifvertrag selbst löcheriger machte.

Auch auf die sinkende Mitgliederzahl – zuletzt knapp über zwei Millionen – antwortet Christiane Benner ausweichend: Demografie und Stellenabbau seien nicht wegzudiskutieren. Das sind Symptome, keine Diagnose. Seit Jahrzehnten hat es in der Branche keinen nennenswerten mehrtägigen Streik mehr gegeben, der die reale Kampfkraft der Organisation unter Beweis gestellt hätte. Stagnierende Reallöhne, fortgesetzter Arbeitsplatzabbau und wachsende Leistungsverdichtung sind das Ergebnis einer Politik, die sich selbst zunehmend als Mitverwalterin des Unternehmenserfolgs versteht statt als Gegenmacht – und die sinkende Mitgliederzahl ist der folgerichtige Ausdruck eines wachsenden Zweifels, ob die eigene Organisation überhaupt noch konsequent auf der Seite der Beschäftigten steht.

Fazit

Vom Zoll über Local Content bis zur betrieblichen Standortsicherung zieht sich durch Christiane Benners gesamtes Programm ein und dasselbe Muster: Standortnationalismus verspricht kurzfristigen Schutz für die eigene Belegschaft, erkauft ihn aber durch Konkurrenz zwischen Beschäftigten verschiedener Standorte und Länder – ein Spiel, das die Arbeiterklasse, gleich wer gerade nachgibt, auf Dauer nur verlieren kann. Dass Kolleginnen und Kollegen nach Christiane Benner im Betrieb applaudieren, wenn von “lokaler Wertschöpfung” die Rede ist, mag zutreffen – doch punktueller Beifall belegt nicht die politische Richtigkeit der Forderung, sondern nur, wie wirksam die Standortlogik im unmittelbaren Interesse einzelner Belegschaften wirkt, selbst wenn sie langfristig gegen die Interessen der Klasse insgesamt gerichtet ist. Local Content ist, historisch betrachtet, eine Spielart desselben Standortnationalismus, der auch die Zollforderung und die betriebliche Standortsicherung trägt: der Versuch, die Beschäftigten eines Landes oder eines Werks gegen die eines anderen auszuspielen, um im globalen Wettbewerb der Kapitale die eigene Position zu verteidigen. Diese Logik war historisch nicht die Lösung, sondern regelmäßig Ursache von Verschlechterungen, weil sie den Konkurrenzdruck zwischen Belegschaften verschiedener Länder verschärft, statt ihn durch Solidarität zu überwinden.

Standortnationalismus ist im Kern derselbe Anachronismus wie die Vorstellung, der souveräne Nationalstaat könne in einer längst globalisierten Ökonomie noch eigenständig über sein Schicksal bestimmen. Beides ignoriert dieselbe Realität: dass Kapital, Produktion und Lieferketten längst international verflochten sind. Die eigentliche Alternative läge nicht in einer besseren Verwaltung des Standortwettbewerbs, sondern in seiner Überwindung durch eine Gewerkschaftspolitik, die wieder bereit ist, den Konflikt mit dem Kapital nicht nur national, sondern auch international zu suchen. Umso mehr gilt heute, was die Arbeiterbewegung seit ihren Anfängen weiß: Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Und nebenbei bemerkt: Eine geeinte internationale Kampfperspektive wäre auch das beste Gegengift gegen den Aufstieg der extremen Rechten. Nationale Standortpolitik dagegen vernebelt den unüberwindlichen Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit – eine Volksgemeinschafts-Ideologie des „Wir sitzen alle in einem Boot“, die strukturell in dieselbe Richtung weist wie der Wirtschaftsnationalismus, mit dem auch rechte Parteien in Krisenzeiten um genau jene Beschäftigten werben, die sich von der eigenen Gewerkschaft im Stich gelassen fühlen. Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte die AfD mit rund 38 Prozent ihre höchsten Zustimmungswerte ausgerechnet unter Arbeiter:innen – ein Umstand, den eine Gewerkschaftsspitze nicht ignorieren kann, die selbst gegenwärtig in einer nationalen Standortlogik gefangen ist, damit zu 100% der Teile und Hersche Politik des Kapitals folgt, statt ihr eine internationale  Klassenkampfperspektive entgegenzusetzen.

Artikel von Jörg Wuttke vom 14.9.2026 – wir danken!

  • Zum Autor: Jörg Wuttke ist Freiberuflicher Ingenieur, freier Autor und neuerdings auch Youtuber mit dem Kanal „Systemanalyse“ externer Link : „Keine Sozialpartnerschaftsmärchen, keine nationale Lagerfeuerromantik, die den Grundwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit vernebeln – nur Fakten, Zahlen, ein Blick über den nationalen Tellerrand und eine klare Haltung. Wenn Politiker, Konzernchefs oder Gewerkschaftsspitzen reden, klingt es oft nach gemeinsamer Verantwortung, notwendigen Kompromissen, alternativlosen Sachzwängen. Systemanalyse analysiert, was davon stimmt. Kein „Wir sitzen alle in einem Boot“. Sondern: Wer profitiert wirklich? Wer verliert? Und warum wird das so selten offen ausgesprochen? Faktenbasiert, gut belegt, mit klarer Haltung: auf der Seite der Arbeit, nicht des Kapitals.“
    Dort findet sich auch der vorliegende Artikel als Video-Serie mit einem ähnlichen Inhalt eingesprochen…

Quellenverzeichnis

Einleitung

– Handelsblatt-Interview mit Christiane Benner, 28.07.2026: „Die Rente nach 45 Jahren verteidigen wir mit Zähnen und Klauen“.

– 320.000 verlorene Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie seit 2019: Gesamtmetall-Pressemitteilung „Verlust von 15.600 Arbeitsplätzen in der M+E-Industrie im April“ (Stand April 2026); Aussagen von Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander, zitiert in mehreren Medien Juni/Juli 2026.

Zölle

– Marktanteil chinesischer Marken an Plug-in-Hybriden in Europa (34 %, Juni 2026): Branchenauswertungen zu europäischen PHEV-Zulassungszahlen 2026.

– Chinesische Staatssubventionen (3- bis 8-fach höher als OECD-Schnitt) und Yuan-Unterbewertung (mind. 40 %): Marktanalysen zur chinesischen Industriepolitik im Automobilsektor, 2025/2026.

– 89.000 verlorene US-Jobs im verarbeitenden Gewerbe seit „Liberation Day“ (April 2025): US-Arbeitsmarktstatistiken (BLS-Daten), Presseberichte 2025/2026.

– US-Handelsbilanzdefizit-Rekord 2025: US-Handelsministerium/Census Bureau, Jahresbericht 2025.

– Kosten der Zollpolitik von rund 2.400 US-Dollar pro Haushalt/Jahr: Ökonomen-Analysen zur Zollwirkung (u.a. Yale Budget Lab), 2025/2026.

– Anteil von US-Haushalten „paycheck to paycheck“: Bank of America Institute (rund 24 %, 2025); Federal Reserve, „Report on the Economic Well-Being of U.S. Households“ (rund ein Drittel kann 400-Dollar-Notfallausgabe nicht decken).

– EU-Agrarexportsubventionen, Abschaffung 2003; Preisdifferenz Milchpulver Westafrika (bis 40 %): Berichte zu EU-Agrarpolitik und Westafrika (u. a. EU-Kommission-Einordnung sowie Fachliteratur und Handelsdaten).

Local Content

– „Industrial Accelerator Act“ und Local-Content-Forderungen: Handelsblatt-Interview, 28.07.2026.

– Freihandelsabkommen-Kritik (Mercosur u. a.): Handelsblatt-Interview, 28.07.2026.

Arbeitszeitverkürzung

– Streik 1984 (57.500 Beschäftigte, 23 Betriebe, Nordwürttemberg/Nordbaden; Ausweitung nach Hessen; Kohl-Zitat „dumm und töricht“; sieben Wochen Streikdauer; Ergebnis 40 auf 38,5 Stunden; volle 35-Stunden-Woche erst 1995): historische Rückblicke zum Streik 1984.

– Beschäftigungseffekt von rund 1 Million Arbeitsplätzen bis 1992: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

– Aumovio: Arbeitszeiterhöhung von 35 auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich, Standorte Villingen-Schwenningen und Ingolstadt, seit 1. Juli 2026, rund 2.100 Beschäftigte betroffen, Ergänzungstarifvertrag; Christiane Benner als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende: Wirtschaftspresseberichte 2026 zum Aumovio-Tarifabschluss; Handelsblatt-Interview, 28.07.2026.

Wachstumsfelder

– Beschäftigte in der Erneuerbaren-Branche 2025 (436.000, Rekordwert, +4 % ggü. 2023): Studie zu Beschäftigung in erneuerbaren Energien, 2026 veröffentlicht.

– Beschäftigte Rüstungsindustrie (rund 135.000 direkt): Branchen-/Verbandsangaben (BDSV u. a.), 2025/2026.

– Anteil von 8–18 % der Rüstungsgelder an US-Konzerne (Lockheed Martin u. a.): unterschiedliche Angaben aus Bundesregierung/Bundeswehr (rund 8 %) und kritischer Analyse (Informationsstelle Militarisierung, rund 18 %), 2025/2026.

– Ukrainische Drohnenproduktionskapazität (rund 4 Mio. Einheiten/Jahr): Presseberichte zur ukrainischen Rüstungsindustrie, 2025/2026.

– Rheinmetall-Werksneubauten in der Ukraine; Baykar-Produktion vor Ort: Presseberichte zu Rüstungsinvestitionen in der Ukraine, 2025/2026.

– Rheinmetall-Rekordgewinn 2025 (1,84 Mrd. Euro), Umsatzwachstum 29 % (2025), Prognose 40–45 % (2026): Rheinmetall-Geschäftsbericht/Quartalsmitteilungen 2025/2026.

– Rheinmetall-Aktienkurs-Entwicklung seit 23.02.2022 (von rund 97 auf über 1.000 Euro, ca. +970 %): Börsendaten (u. a. boerse.de, finanzen.net, wallstreet-online), Stand September 2026.

Öffentlicher Nahverkehr / Transformationsnetzwerke

– Positionspapier des Arbeitskreises Internationalismus der IG Metall Berlin (2024) zur Mobilitätswende: IG-Metall-Berlin-Papier, 2024.

– Zukunftsfonds Automobilindustrie (1 Mrd. Euro, seit 2020): Bundesregierung/BMWK-Angaben zum Zukunftsfonds Automobilindustrie.

– 27 regionale Transformationsnetzwerke (u. a. ReTraSON in Wolfsburg/Braunschweig/Salzgitter-Peine): IG-Metall-Angaben zu Transformationsnetzwerken, 2020–2026.

– ZF-Zukunftsvereinbarung Saarbrücken: Presse-/Gewerkschaftsberichte zur ZF-Standortsicherung Saarbrücken, 2022–2025.

Rechenzentren und Quantencomputer

– „Drittgrößter Quantencomputer der Welt“ (Jülich): Handelsblatt-Interview, 28.07.2026 (Zitat Benner).

– Jülich: weltweit größter Annealing-Quantencomputer (D-Wave, über 5.000 Qubits); JUPITER als viertschnellster Supercomputer der Welt / schnellster Europas (TOP500-Liste, Juni 2025): Forschungszentrum-Jülich-Angaben, TOP500-Liste.

– Rechenzentren-Stromverbrauch (rund 4 % des deutschen Stromverbrauchs): Branchen-/Energiestatistiken 2025/2026.

Rüstung und Frieden

– IG-Metall-Satzung, Grundsatz zu Frieden/Abrüstung/Völkerverständigung: IG-Metall-Satzungstext.

– Umwandlung Pierburg-Werk (Berlin-Gesundbrunnen/Wedding) zu Rheinmetall-Munitionsfertigung, Übergang bis Mitte 2026, rund 350 Beschäftigte betroffen: World Socialist Web Site, 20.02.2026, „Pierburg wird Rheinmetall: Rüstungsproduktion in der Mitte Berlins“; IG Metall Berlin, ursprüngliche Ankündigung 06.06.2025, „Aus Pierburg GmbH wird die Rheinmetall Waffen Munitions GmbH“.

– Zitat Ines Beeck (Zweite Bevollmächtigte und Geschäftsführerin IG Metall Berlin): IG Metall Berlin, Pressemitteilung, „Rheinmetall in Berlin: Beschäftigte dürfen nicht zum Spielball der Rüstungsdebatte werden“ (berlin.igmetall.de); wortgleich zitiert in junge Welt, 21.07.2026, „Rheinmetall Berlin: IG Metall bekennt sich zum Rüstungswerk“.

– Bündnis „Sagt NEIN! – Gewerkschafter*innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden“, Zitat zum „opportunistischen Burgfriedenskurs“; Hinweis auf Jürgen Kerner (Handelsblatt-Kongress 2025): Stellungnahme des Bündnisses „Sagt NEIN!“, 2026.

– Weitere Konversionsbeispiele: Rheinmetall-Standort Neuss, Renk-Getriebe für Kampfpanzer, VW-Werk Osnabrück (Rheinmetall/KNDS/Rafael), ZF-Militärgeschäft, Schaeffler/Helsing, Aumovio/Hensoldt (600 Beschäftigte): jeweilige Unternehmens-/Presseangaben 2025/2026.

– IG-Metall-Gewerkschaftstag, Leitantrag zu Waffenlieferungen/100-Milliarden-Programm: Gewerkschaftstags-Unterlagen/Presseberichte.

Sozialpartnertreffen, Rente, Karenztag

– Spitzentreffen der Sozialpartner mit dem Kanzler, Juni 2026: Presseberichte zum Sozialpartnergipfel im Kanzleramt, Juni 2026.

– Rentenkommission, 33 Empfehlungen, Zitat Bärbel Bas („Es gibt jetzt kein Rosinenpicken, es ist ein Gesamtkunstwerk“) sowie Zitat Kanzler Merz („Wir können es uns nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen“): Bundesregierung.de, offizielles Transkript der „Pressekonferenz von Kanzler Merz und Ministerin Bas zum Bericht der Rentenkommission“, 23.06.2026.

– Kopplung Renteneintritt an Lebenserwartung; verpflichtende Kapitalrente (2 Beitragssatzpunkte, hälftig): Rentenkommissionsbericht/Presseberichte 2026.

– Kosten der Kapitalrente (rund 40 Mrd. Euro/Jahr laut BDA): Arbeitgeberverband-BDA-Einschätzung, 2026.

– Peter Bofinger (Rentenkommissionsmitglied) zu dämpfenden Wirtschaftseffekten; Studie zu bis zu 250.000 gefährdeten Arbeitsplätzen: Presseinterviews mit Bofinger, 2026.#

– Karenztag-Vorschlag (Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Herbst 2025): Presseberichte Herbst 2025/2026.

– Vergleich 1996 (Kohl-Kürzung Lohnfortzahlung, 350.000 Demonstrierende in Bonn, 150.000 Streikende am 1.10.1996): historische Presse-/Gewerkschaftsdokumentation zum Arbeitskampf 1996.

– Mercedes-Angriff auf 35-Stunden-Woche (Ausweitung auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich für rund 108.000 Beschäftigte in Deutschland; Verschiebung der Sonderzahlung von 18,4 % für 90.000 Beschäftigte; Protest am 3.7.2026 mit rund 33.000 Teilnehmenden laut IG Metall, rund 16.000 laut Unternehmen): ZDFheute, 03.07.2026, „Sparpläne bei Mercedes: Zehntausende Beschäftigte protestieren“; Industriemagazin, August 2026, „Mercedes-Benz: Führt die 40-Stunden-Woche durch die Hintertür zum Stellenabbau?“; Konzernergebnis-Rückgang 2025 (10,4 auf 5,33 Mrd. Euro): ebd.

Der Fall VW

– VW-Standortsicherung 1993 (20 % weniger Arbeitszeit) und Rückkehr zum Dreischichtsystem 1999: historische VW-/Tarifgeschichte-Dokumentation.

– Kündigung der seit 1994 laufenden Beschäftigungssicherung durch VW, September 2024: World Socialist Web Site, 02.09.2024, „Werksschließungen und Entlassungen bei VW“.

– Neue VW-Zusage Dezember 2024 (bis Ende 2030, nach 70-stündigem Verhandlungsmarathon): Euronews, 20.12.2024, „Union reaches agreement with Volkswagen to avoid plant closures“; Bezeichnung „Weihnachtswunder von Hannover“: IG-Metall-Pressemitteilung Dezember 2024 (zitiert u. a. in LabourNet Germany).

– VW-Dividende Sommer 2024 (4,5 Mrd. Euro): Presseberichte zur VW-Hauptversammlung/Dividendenausschüttung 2024.

– Verzicht auf 5,5 % Entgelterhöhung und 600-Euro-Einmalzahlung im Rahmen des Dezember-2024-Abschlusses: Tarifvertragsdetails, Presseberichte Dezember 2024.

– VW-Aufsichtsrat-Beratungen Juli 2026 zu möglicher Schließung von bis zu vier Werken (Emden, Zwickau, Hannover, Neckarsulm), Abbau von bis zu 120.000 Stellen weltweit laut Bild-Zeitung: Euronews (de.euronews.com), 10.07.2026, „Volkswagen verhandelt über 100.000 Stellenstreichungen und Werksschließungen“. (Hinweis: Der VW-Aufsichtsrat einigte sich am 3./4. September 2026 letztlich auf ein Sparpaket mit 50.000 Stellen; die vier Werke bleiben mit unklarer Perspektive bestehen – siehe ZDFheute, 04.09.2026, und 20 Minuten, 03.09.2026, als Aktualisierung nach Redaktionsschluss dieses Artikels.)

– Porsche: Abbau von 5.000 Stellen, „Standortsicherung bis 2035“, operatives Ergebnis von 1,01 auf 1,38 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2026: Presseberichte/Porsche-Halbjahresbericht 2026.

Was von Amerika zu lernen wäre

– UAW-Tarifabschluss VW Chattanooga: vorläufige Einigung 7.2.2026 (Reuters, 19.02.2026 zur finalen Abstimmung, „Volkswagen workers ratify first UAW contract, marks win for labor in the South“); Abstimmungsergebnis 96 % Zustimmung, 20 % lineare Lohnerhöhung über die Laufzeit: UAW.org, Pressemitteilungen Februar 2026; deutschsprachige Einordnung inkl. Cavallo-Zitat: IG Metall Wolfsburg (igm-bei-vw.de), 20.02.2026.

– Vorausgegangene gescheiterte Organisierungsversuche 2014 und 2019: historische UAW-/VW-Chattanooga-Berichterstattung.

– Shawn Fain, Kampagne mit Verweis auf VW-Konzerngewinn; erste Organisierungsabstimmung April 2024 mit 73 % Zustimmung („3 zu 1“), vorausgegangene gescheiterte Versuche 2014 und 2019: UAW.org, „UAW Reaches Tentative Agreement with Volkswagen in Chattanooga“, Februar 2026; „Volkswagen Workers Make History, Ratify First Union Contract“, UAW.org, Februar 2026.

– Bundestariftreuegesetz, in Kraft seit Mai 2026, Ausnahme für Verteidigungsbeschaffung bis Ende 2032; IG-Metall-Kritik („inakzeptabel“): Gesetzestext Bundestariftreuegesetz; IG-Metall-Pressemitteilung 2026.

Tarifbindung und Mitgliederzahl

– Aussage Benners zu „Anreizen für Unternehmen, in die Tarifbindung einzutreten“: Handelsblatt-Interview, 28.07.2026.

– IG-Metall-Mitgliederzahl zum Jahreswechsel 2025/2026 (rund 2,015 Mio., siebtes Jahr in Folge sinkend, ggü. 2,27 Mio. 2018): IG-Metall-Jahresbilanz, Januar 2026.

– 180.000 geplante Betriebsgespräche, dreistellige Neuaufnahmen: Handelsblatt-Interview, 28.07.2026.

Fazit

– AfD-Zustimmung von rund 38 % unter Arbeiter:innen bei der Bundestagswahl 2025: Wahlnachanalysen/Statistiken zur Bundestagswahl 2025 nach Berufsgruppen.

Hinweis: Alle Zahlen und Fakten wurden im Rahmen der Recherche zu diesem Artikel über Presseberichte, Unternehmens- und Verbandsangaben sowie offizielle Institutionen (Statistisches Bundesamt, Gesamtmetall, IG Metall, Bundesregierung) geprüft. Bei einzelnen Punkten (etwa dem Anteil von US-Rüstungsgeldern oder der methodischen Grundlage der „Zehn-Prozent“-Aussage Benners) liegen unterschiedliche oder nicht vollständig veröffentlichte Berechnungsgrundlagen vor; diese Unsicherheit ist im Fließtext jeweils kenntlich gemacht.

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Siehe zum aktuellen Hintergrund v.a.:

Woir danken für das Publikationsrecht. Der Beitrag von Jörg Wuttke ist am 14.9.206 bei labournet erschienen

Über die Entmenschlichung des Krieges – „Gaza“ Doku Naza

Die Gaza-Doku „Naza“ gewann bei der diesjährigen Biennale di Venezia den Spezialpreis der Jury.

Es ist eine Filmdoku, die unseren Blick wieder auf GAZA richtet, die „technologiekalte“ Entmenschlichung moderner Kriegsführung schonungslos aufdeckt und unter die Haut geht.

Der Film hatte bei seiner Premiere eine rund 25-minütige Standing Ovation erhalten. Der minutenlange Beifall im Stehen gilt als neuer Rekord in der Geschichte des weltweit renommierten Filmfestivals.

In „Naza“ berichten israelische Militärvertreter und Geheimdienstler anonym, wie die israelische Armee im Gazastreifen massenhaft palästinensische Zivilisten tötet. 24 Militärangehörige sagen aus.


Der 80-minütige Dokumentarfilm stammt von dem israeschen Regie-Duo Yuval Abraham und Rachel Szor. Das Werk basiert auf dreijährigen verdeckten Interviews mit 24 israelischen Soldaten und Geheimdienstoffizieren. In den Gesprächen schildern die Befragten die internen Prozesse bei der Zielauswahl sowie die Handhabung ziviler Opferquoten bei Luftangriffen im Gaza-Streifen. [1] https://tinyurl.com/n2jyc79r

Der Titel „NAZA“ bezieht sich auf ein hebräisches Militär-Akronym für zivile Begleitschäden. Diese „Begleitschäden“ , die systematische Vernichtung palästinensicher Zivilbevölkerung – so wird in der Dokumentation nachgwiesen – sind aber gezielt gewollt. Quasi in „Naza“ mathematisch errechnet und kalkuliert. KI gestützte Vernichtung ganzer Familien. Die Aufnahmen entstanden im Geheimen überwiegend nachts auf Dächern in Tel Aviv.

Vor der schützenden Kulisse nächtlicher Hausdächer im Zentrum Tel Avivs, optisch und akustisch verfremdet, legen israelische Militärangehörige darüber anonym Zeugnisse ab. Einmal habe Naza 500 betragen, so viele Unschuldige sei der Tod eines bestimmten Hamas-Mitglieds wert gewesen. Als Regel habe sich ein Wert von 20 Naza eingebürgert. Das wäre doch bei mehreren Zehntausend Hamas-Mitgliedern ganz Gaza, folgert Abraham. „Ja, ganz Gaza“ bestätigt der Soldat.

Ein Soldat nennt das Vorgehen einen Genozid, doch auf die Frage, warum er dann mitgemacht habe, antwortet er direkt:„Es war einfach so ein Spaẞ. Alle hatten Spaẞ, es war ein
Adrenalinschub. Es war wie ein Videospiel.“ Es ist einer der Momente, die dieses Memento schwer vorstellbarer Kriegsverbrechen auch für zukünftige Kriege wegweisend machen. [2] … Continue reading

Standing Ovation wie in Venedig wären in Deutschland kaum vorstellbar. Ein solcher Film und ein solches Ereignis wird von den meisten Medien hierzulande am liebsten totgeschwiegen. Oder direkt niedergemacht. Der ehemalige Springer Starjournalist und Herausgeber der Welt Ulf Poschardt erklärt Ereignis und Filmdoku sogar zu Elementen einer existentiellen Bedrohung das Westens:

Wie kaputt die Filmwelt ist – der gesamte Kulturbetrieb. Hamas Propaganda 20 Minuten gefeiert. Die Feinde des Westens überrennen den Westen an den elitärsten Orten. Gibt es keine Gegenwehr gehen wir unter.

Hintergrund dieser Hetze ist, dass Deutschland die in der Filmdokumentation nachgewiesene systematische Ausrottungspolitik Israels gegen die palästinensische Zivilbevölkerung immer noch unterstützt. Deutschland liefert immer noch Waffen, blockiert auf EU Ebene Sanktionen, kooperiert militärisch mit der israelischen Terror-Armee und Rüstungsindustrie. Palästinasolidarische Demonstrat:innen werden von der deutschen Polizei zusammengeknüppelt. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen werden in einer Cancelculture mit dem Etikett „antisemitisch“ ausgegrenzt, wenn sie sich mit Palästina solidarisieren. Besonders absurd: Jüd:innen machen gerade einmal 0,20 % der deutschen Bevölkerung aus – und ca. 30 % der im Zusammenhang mit dem deutschen ,,Kampf gegen Antisemitismus“ gecancelten Personen sind jüdisch. Und besonders abscheulich: In der Bundesrepublik ist offenbar nicht jedes „jüdische Leben“ gleich schützenswert. Es hat sich in Deutschland eine fast beispiellose Querfront von den Parteien der Mitte über die AFD bis hin zu einzelnen Führungspersonen in der Linken gebildet, die ihre schützende Hand über die von Rechtsextremen getriebene Politik Israels hält und Kritiker dieser Politik abstraft.

In Stammheim wird 5 jungen palästinasolidarischen Menschen der Prozess gemacht. Sie sind aus Protest gegen den Völkermord in eine israelische Rüstungsfirma eingedrungen und haben dabei leichte Sachbeschädigungen begangen. Behandelt werden diese jungen Menschen wie schwerstkriminelle Mehrfachmörder und Terroristen – während der Gerichtsverhandlung hinter Panzerglas gestellt. Hinter diesem Panzerglas müsste eher Friedrich Merz stehen, der einen Genozid unterstützt und internationales Menschenrecht ignoriert. Das VW Werk in Osnabrück wird von einem israelischen Rüstungskonzern übernommen, damit dort in Zukunft Waffen produziert werden. Es liegt auf der Hand, wohin diese Waffen gehen und wer damit getötet wird!

Der israelische Kulturminister hat dazu aufgerufen, den Dokumentarfilmregisseuren Yuval Abraham und Rachel Szor wegen des Films die israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Minister bezeichnete den Film als „Verrat“.

Der Film ist ein Dokument der allumfassenden Entmenschlichung von Kriegen. Wir werden, wenn der Film in den Kinos gezeigt wird, breit dazu aufrufen. Und „save the date“: am 10. Oktober findet in Berlin die nächste Großdemonsntration GAZA UNITED statt. Verbreitet die Nachricht. GAZA und Palästina dürfen nicht in Vergessenheit geraten!


Titelbild: Collage Peter Vlatten

IG-Metaller:innen aus den Autokonzernen rufen auf zur Gegenwehr – Petition unterschreiben!

Die Bosse und ihre Regierung haben den Beschäftigten den Krieg erklärt. Unsere Antwort kann nur sein: Gegenwehr jetzt!

Siehe und unterstütze hier die Online-Petition Gegenwehr jetzt I 

Die aktuellen Angriffe des Kapitals auf hart erkämpfte soziale und gewerkschaftliche Errungenschaften sind beispiellos. Ein vielbeachteter Brief von Vertrauensleuten und Betriebsräten von Mercedes Stuttgart Untertürkheim forderte Anfang August von der IG Metall Führung den Abschied von der Sozialpartnerschaft. Eine Beschwörung gemeinsamer Zielsetzungen von IG Metall und IG BCE Vorstände mit dem Unternehmerverband BDI im Handelsblatt hatte an der gewerkschaftlichen Basis für Kopschütteln gesorgt. Wir berichteten.

Auch aus anderen Betrieben und Regionen kam deutlicher Widerspruch. In einer Solidaritätserklärung von IG-Metall Aktivist:innen (Vertrauensleute und Betriebsräte) aus den Berliner Betrieben Mercedes Marienfelde, Tesla und Siemens Energy hieß es dazu : „Es wird eine Sozialpartnerschaft mit gemeinsamer Zielsetzung beschworen für etwas, wo die Interessengegensätze nicht größer sein können. Gleichzeitig nährt sich der Verdacht, dass wir uns nur mit „angezogener Handbremse“ wehren sollen, während die Bosse kein Mittel auslassen, uns erbittert zu bekämpfen? Auch von uns dazu ein klares ‚Nein‘!“

Betriebsräte, Vertrauensleute und IG Metall Mitglieder aus dem Mercedes Werk Bremen und aus dem VW Werk Baunatal schrieben in einem eigenen Protestbrief zu dem Handelsblattstatement an den IG Metall Vorstand: „für Zugeständnisse und nicht geführte Streiks seitens der Gewerkschaften halten die Kapitalisten nur weitere Kriegserklärungen für uns bereit: Massenentlassungen, unbezahlte Arbeitszeiterhöhung, Kürzungen und Abschaffung von Sonderzahlungen,Schließungen von Standorten oder Umstellung auf Kriegsproduktion“. [1]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/wp-content/uploads/2026/09/Antwort-Benner._Bremen.pdf.

IG Metall Arbeiter:innen aus mehreren VW Werken stellten Anfang September zur „gemeinsamen Zukunftsplanung von Gewerkschaftsspitzen mit der Kapitalseite“ erbittert fest: „2024 wurden bereits erhebliche Zugeständnisse gemacht. (…) Und keine zwei Jahre später? Der nächste Zukunftsplan. Die nächsten Zehntausenden Arbeitsplätze. Rund 50.000 weitere Stellen sollen nach der Planung konzernweit weg. Und dieser Zukunftsplan wird im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen.“ Mit der brandaktuellen Absegnung der Umstellung auf Rüstungsproduktion im VW Werk Osnabrück als „neue Perpektive“ erhält diese morsche illusorische Zukunfsplanung, die sich gegen die Gesamtinteressen der Beschäftigten wendet, ihren vorläufigen traurigen Höhepunkt.

Die Kolleg:innen aus Untertürkeim rufen in einer Petition zur Gegenwehr auf. Erstunterzeichner:innen sind über 130 gewerkschaftliche Aktivist:innen und Funktionsträger:innen. Aus ganz Deutschland. Aus der IG Metall. Aber auch aus anderen DGB Gewerkschaften. Titel „Streikbereit. Gegenwehr jetzt! Motto: „Den Generalangriff der Bosse und ihrer Regierung stoppen. Für kämpferische Gewerkschaften. Für die Verteidigung unserer Errungenschaften.“ Die Aktionstage am 21. und 26. September können nur ein Auftakt sein.

Alle Gewerkschafter:innen sind aufgerufen, die Petition zu unterschreiben und aktiv zu unterstützen. Hier der Online Aufruf zur Petition!


Wir publizieren hier den Wortlaut der Petition und die Namen der Erstunzerzeichner!

Gegenwehr jetzt!

Den Generalangriff der Bosse und ihrer Regierung stoppen.
Für kämpferische Gewerkschaften. 

Für die Verteidigung unserer Errungenschaften.

In den letzten Monaten haben Wirtschaftsbosse und Regierungsvertreter über die Medien den schärfsten Klassenkampf von oben in der deutschen Nachkriegsgeschichte angezettelt. Mit der Ankündigung massiven Stellenabbaus, den Angriffen auf den Achtstundentag, den Angriffen auf unsere Renten, den Rückschritten in der Gesundheitsversorgung und all den weiteren Verschlechterungen unserer Arbeits- und Lebensbedingungen haben Unternehmensvorstände und ihre Politiker in einer konzertierten Aktion den lohnabhängig Beschäftigten den Krieg erklärt.

Mächtige halten Zeit für reif, Tarifverträge und soziale Sicherungssysteme einzustampfen.

Während superreiche Aktionäre weiterhin mit vielen Milliarden bedient werden, sollen wir die Rechnung für Managementfehler und das wirtschaftspolitische Staatsversagen bezahlen. Wieder einmal wird behauptet, wir seien zu teuer, zu unflexibel, zu oft krank und würden zu wenig leisten.
Deshalb sollen wir länger und mehr arbeiten, später in Rente gehen und weitere Einschnitte hinnehmen. Dabei sind es die Millionen von Beschäftigten, die mit ihrer Arbeit Produktion und Dienstleistung am Laufen halten und den gesellschaftlichen Reichtum erarbeiten. Die Beschäftigten sind nicht das Problem. Sie sind jeden Tag der Grund dafür, dass dieses Land überhaupt funktioniert.

Wahrscheinlich haben viele von uns zu lange an die „Sozialpartnerschaft“ geglaubt. Denn die Realität sieht schon lange anders aus. Die Unternehmerverbände, die Bundesregierung und wir Beschäftigten verfolgen offensichtlich sehr unterschiedliche Interessen:

Sie
wollen auf unseren Kosten ihre Krise überwinden und ihre Profite sichern oder sogar ausweiten. Wir dagegen wollen ein würdiges Leben mit guten Arbeitsbedingungen, sozialer Sicherheit, Gesundheit und Frieden.

Interessengegensatz erfordert Widerstand

Wer heute noch so tut, als säßen Beschäftigte, Gewerkschaften und Unternehmer im selben Boot, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit in den Betrieben. Wir erleben täglich, dass wir in einer Klassengesellschaft leben. Wir erleben, dass die Interessen von Beschäftigten und die Interessen von Konzernvorständen immer häufiger diametral gegenüberstehen.

Die Angriffe werden nicht aufhören, wenn wir stillhalten. Unsere Interessen werden nicht dadurch verwirklicht, dass wir die Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit ausblenden. Sie werden durch Protest, Widerstand und notfalls Streik durchgesetzt. Nur so wurden unsere Rechte erkämpft und

nur so können sie verteidigt werden. Die Errungenschaften, die Generationen von Kolleg:innen vor uns hart erkämpft haben, dürfen wir uns nicht kampflos aus der Hand nehmen lassen. Wenn wir heute zurückweichen, werden morgen nicht nur die nächsten Angriffe folgen.

Rechtstendenzen kommen nicht von ungefähr

Mit Akzeptanz von Verschlechterungen im Rahmen einer Agenda für den „Wirtschaftsstandort Deutschland“ tragen wir zu weiterer Unzufriedenheit in der Gesellschaft bei und fördern die Grundstimmung, unter der die AfD weiter anwächst. Menschen wenden sich nicht nach rechts, weil Gewerkschaften zu kämpferisch sind, sondern weil sie zunehmend den Eindruck gewinnen, dass niemand ihre sozialen und gesellschaftlichen Interessen wahrnimmt. Das Großkapital konnte und kann sich immer mit autoritären, antidemokratischen Systemen arrangieren, lohnabhängig Beschäftigte sind dagegen immer die Opfer derselben. Die Gewerkschaften dürfen sich nicht noch einmal durch Untätigkeit mitschuldig machen.

Wir sagen deshalb: Unsere Errungenschaften sind nicht verhandelbar!

  • Hände weg vom Achtstundentag! Der Achtstundentag ist keine veraltete Vorschrift. Er ist eine der größten sozialen Errungenschaften der Gewerkschaftsbewegung. Wir haben ihn erkämpft und wir werden ihn verteidigen.
  • Hände weg von der 35-Stunden-Woche! Arbeitszeitverlängerung hat weiteren Personalabbau zur Folge und ist deshalb kein Beitrag zur Lösung der Krise, sondern ein Angriff auf Beschäftigte.
  • Hände weg von unserer Rente! Keine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters. Kein Angriff auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Die verblockte Altersteilzeit muss bleiben.
  • Hände weg von weiterem Sozialabbau! Unser Sozialsystem darf nicht zugunsten einer milliardenschweren Kriegswirtschaft geopfert werden.
  • Hände weg von unseren Tarifverträgen und Arbeitsplätzen! Schluss mit Stellenabbau, Werksschließungen und Verschlechterung unserer Arbeitsstandards.

Mercedes, VW und andere Großkonzerne dürfen nicht zum Rammbock einer allgemeinen Offensive gegen tarifliche und soziale Standards werden.

Deshalb unterschreibt jetzt für: GEGENWEHR JETZT!

für Kampfbereitschaft statt Anpassung – für unsere Rechte,
unsere Lebensstandards und unsere Zukunft.

Zu den Erstunterzeichner:innen gehören:

  1. Recep Akbaş, IG Metall, stv. Betriebsratsvorsitzender, OV-Mitglied, AVOCARBON (Frankfurt)
  2. Karsten Awizio, IG Metall, Betriebsratsvorsitzender, Alstom (Mannheim)
  3. Karima Bennimar, ver.di, VK-Leiterin, Betriebsrätin, Transnet BW (Stuttgart)
  4. Michael Clauss, IG Metall, stv. Betriebsratsvorsitzender, Tarifkommission Baden-Württemberg, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
  5. Ihsan Demirci, IG Metall, Betriebsratsvorsitzender, Tarifkommission Baden-Württemberg, Bosch Automotive Steering (Schwäbisch Gmünd)
  6. Martin Derleth, IG Metall, Betriebsrat, VK-Leiter, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Schonungen)
  7. Mirkan Dogan, IG Metall, Jugendvertreter, Tarifkommission Mitte, Siemens (Frankfurt)
  8. Claudia Häußler, ver.di, Vorsitzende ver.di Bezirk Stuttgart, ehem. Gesamtpersonalratsvorsitzende Stadt Stuttgart (Stuttgart)
  9. Norbert Heckl, ver.di, stellv. Vorsitzender ver.di Bezirk Stuttgart, ehem. Betriebsratsvorsitzender Koch, Neff & Oetinger (Stuttgart)
  10. Konstantin Kieser, GEW, Bezirksleitung Berlin Mitte (Berlin)
  11. Malte Klingforth, ver.di, Vorsitzender Fachvorstand Maritime Wirtschaft Hamburg und VL-Sprecher, Gesamthafenbetrieb Hamburg (Hamburg)
  12. Jutta Knapp, IG Metall, Betriebsratsvorsitzende, Mercedes-Benz AG Niederlassung Mannheim-Heidelberg-Landau (Mannheim)
  13. Nils Knierim, IG Metall, VK-Leiter, Betriebsrat, Salzgitter Flachstahl GmbH (Salzgitter)
  14. Florian Landes, IG Metall, Vertrauensmann, Tarifkommission, Carl Zeiss Jena (Thüringen/Mitte)
  15. Susanne Lange, IG Metall, Vertrauenskörperleiterin, Mercedes-Benz Marienfelde (Berlin)
  16. Vincent Leuze, ver.di, Betriebsrat, Bundestarifkommission Öffentlicher Dienst, Rems-Murr-Klinikum (Stuttgart)
  17. Stefano Mazzei, IG Metall, Betriebsratsvorsitzender, Robert Bosch GmbH Waiblingen (Ludwigsburg-Waiblingen)
  18. Peter Müller, IG Metall, Vertrauenskörperleiter, Robert Bosch GmbH Waiblingen (Ludwigsburg-Waiblingen)
  19. Hüseyin Öncü, IG Metall, Betriebsrat, VK-Leiter, Ortsvorstandsmitglied, Tarifkommission, WMF Geislingen (Göppingen-Geislingen)
  20. Miguel Revilla, IG Metall, VK-Leiter, Betriebsrat, Tarifkommission Baden-Württemberg, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
  21. Moritz Römmele, IG Metall, VK-Leiter, Delegierter der Geschäftsstelle Landau, Daimler Truck Werk Wörth (Wörth)
  22. Christian Sämann, IGBCE, Betriebsratsvorsitzender, Nova-Systems (Weinheim)
  23. Namik Sarikaya, IG Metall, Vertrauenskörperleiter, VW Kassel (Kassel)
  24. Renate Schaffernicht, ver.di, Mitglied im Gesamtpersonalrat, Berliner Krankenhausbewegung, Charité (Berlin)
  25. Jens Schäfer, IG Metall, Betriebsratsvorsitzender, Beisitzer im Vorstand der IG Metall, ZF CV Systems Hannover GmbH (Hannover)
  26. Helmut Schmitt, IGBCE, Vorsitzender der Ortsgruppe Weinheim (Weinheim)
  27. Horst Schmitthenner, IG Metall, ehem. Vorstandsmitglied
  28. Thomas Süther, IG Metall, Betriebsrat, Delegierter der Geschäftsstelle Köln, Ford Werke GmbH (Köln)
  29. Cheyenne Todaro, IG Metall, VK-Leiterin, Tarifkommission Baden-Württemberg, Daimler Truck Werk Mannheim (Mannheim)
  30. Kevin Westphal, IG Metall, Betriebsrat, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Tarifkommission Küste, STILL (Hamburg)

Weitere Erstunterzeichner:innen

Die Petition wird außerdem von zahlreichen Betriebsrät:innen, Vertrauensleuten, Gewerkschafter:innen, Personalrät:innen, Wissenschaftler:innen, Kulturschaffenden und Aktiven aus Betrieben und Gewerkschaften unterstützt, darunter:

Mohamed-Saber Adham, ver.di, VKL-Mitglied, Hamburger Hochbahn AG (Hamburg)
Thomas Adler, IG Metall, ehem. Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Erkan Akcicek, IG Metall, Betriebsrat, Tesla (Berlin-Brandenburg)
Wolfgang Alles, IG Metall, ehem. Betriebsrat, Solikomitee Rhein-Neckar, Alstom Power (Mannheim)
Andreas Ames, IG Metall, Betriebsrat, Alstom (Mannheim)
Peter Antes, IG Metall, Alstom (Mannheim)
Rene Arnsburg, ver.di, Fachgruppensprecher Druck, Papier, Verlage (Berlin-Brandenburg)
Sandra Arz, IG Metall, Vertrauensfrau, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Sasun Ascioglu, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Reutlingen)
Dr. Daniel Behruzi, ver.di, Vertrauensleutesprecher, Personalrat, TU Darmstadt
Dirk Bernecker, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Prof. Dr. Torsten Bewernitz, ver.di Südhessen (Darmstadt)
Tanja Bohlen, ver.di, Betriebsrätin, Vorstand Betriebsgruppe, DHL Leipzig (Leipzig)
Christiaan Boissevain, IG Metall, Arbeitskreis Senior:innen (München)
Udo Bonn, IG Metall, ehem. Betriebsratsvorsitzender, Atlas Copco Energas (Düsseldorf)
Helmut Born, ver.di (Düsseldorf)
Martin Bott, IG Metall, ehem. Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Türker Bozkurt, IG Metall, Vertrauensmann, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Korntal)
Nora Bräcklein, GEW, Personalrätin (Heidelberg)
Alexander Brandner, ver.di, Bezirksfachbereichsvorstand Fachbereich C (Stuttgart)
Dr. Ulrich Brinkmann, IG Metall (Kassel)
Mario Butlar, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Hans-Jürgen Butschler, IG Metall, ehem. Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Alesandro Casu, IG Metall, Aktivist, Siemens Energy, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Reşat Ceylan, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Dimitrios Charizanis, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Enes Noah Cicek, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Ljiljana Culjak, IG Metall, Betriebsrätin, Vertrauensfrau, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Serkan Demirci, IG Metall, Betriebsrat, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Thorsten Donnermaier, IG Metall, Vertrauensmann, VW (Kassel)
Klaus Drechsel, ver.di, Mitglied der Tarifkommission, Ambulante Dienste e.V. (Berlin)
Thomas Eichinger, IG Metall, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Berglen)
Toralf Endruweit, ver.di, stellv. Vertrauensleutesprecher, Eurogate Technical Services Hamburg (Hamburg)
Nima Forouhi, ver.di, VKL-Mitglied, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hamburg)
Sebastian Förster, ver.di, Betriebsrat, Ko „Kürzen nicht mit uns“ (Kassel)
Thomas Fretz, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Till Freyberg, ver.di, Vertrauensmann, Betriebsgruppe FU Berlin (Berlin)
Matthias Fritz, IG Metall, ehem. VK-Leiter und Betriebsrat, MAHLE Stuttgart Bad Cannstatt (Berlin)
Lena Fuhrmann, IG Metall, Betriebsrätin, Aufsichtsrätin (Salzgitter)
Matthias Gänswein, IG Metall, Betriebsrat, Vertrauensmann, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Esslingen)
Hans-Peter Gase, IG Metall (München)
Susanne Gehrmann, GEW, Landesdelegierte, Vertrauensfrau (Berlin)
Jochen Gester, IG Metall, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Monika Green, IG Metall, Betriebsrätin, Vertrauensfrau, MAHLE Industrial Thermal Systems Kornwestheim (Stuttgart)
Julian Gross, ver.di, Mitglied der Bundestarifkommission, ZDF.digital
Cilem Rosa Gültekin, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
André Halfenberg, IG Metall, ehem. Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Georg Heidel, ver.di, ehem. VKL Betriebsgruppe FB A, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Maximilian Heßlein, ver.di, Wirtschafts- und Sozialpfarrer (Mannheim)
Peter Hintermeier, IG Metall, Vorsitzender DGB-Kreisverband Sömmerda (Erfurt)
Christa Hourani, IG Metall, ehem. Betriebsrätin und VKL, heute Delegierte, Daimler Zentrale (Stuttgart)
Cem Ince, Mitglied des Bundestages (Die Linke), IG Metall (Salzgitter)
Kay Jäger, ver.di, Vertrauensleutevorstand, Gesamthafenbetrieb Hamburg (GHB) (Hamburg)
Frederick Kämpfert, ver.di, Personalrat, Mitglied des Vorstands ver.di Bezirk Stuttgart, Zweckverband Landeswasserversorgung (Stuttgart)
Jele Kemmer, ver.di, Sprecherin der Vertrauensleute, Klinikum Stuttgart (Stuttgart)
Günter Klein, ver.di, Bezirksfachbereichsvorstand Fachbereich C, ehem. Personalrat Uni Stuttgart (Stuttgart)
Bernd Köhler, ver.di, Musiker (Mannheim)
Martin Kollek, IG Metall, VW Group Services (Braunschweig)
Marten Koppenhagen, IG Metall, VKL-Mitglied, ZEISS Jena (Jena)
Kemal Korkmaz, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Gregor Kühnhausen, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Martin Löber, ver.di, Betriebsrat, KölnBäder GmbH (Köln)
Alex Simon Maier, IG Metall, Betriebsrat, ITT Cannon (Ludwigsburg-Waiblingen)
Roland Matena, IG Metall, stellv. Vertrauenskörperleiter, Robert Bosch GmbH Waiblingen (Ludwigsburg-Waiblingen)
Hartmut Mayer, IG Metall, ehem. VKL, Betriebsrat, Nokia Siemens, IG Metall Senior:innen (Berlin)
Heike Mücke, IG Metall, Betriebsrätin, VKL, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Fellbach)
Claudius Naumann, ver.di, ehem. Personalrat und Vorstand der Betriebsgruppe FU Berlin (Berlin)
Hermann Nehls, IG Metall, ehem. DGB-Gewerkschaftssekretär (Berlin)
Manfred Neugroda, IGBCE, Vorsitzender Ortsgruppe Weinheim (Weinheim)
Anuk Oltersdorf, ver.di, Betriebsrat, Kino Friedrichsbau Lichtspiele (Freiburg)
Rainer Oswald, IG Metall, Betriebsrat, SBV, Vertrauensmann, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Christos Paralis, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, VW Salzgitter (Salzgitter)
Armin Rau, IG Metall, Betriebsrat, Vertrauensmann, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Lucy Redler, GEW, Landesdelegierte, Vertrauensfrau (Berlin)
Gabriela Reich, IG Metall, Betriebsrätin, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Dr. Johannes Reinhard, ver.di, Vertrauensleutesprecher, Personalrat, TU Darmstadt
Jörn Rieken, IG BAU, Ortsvorstand Berlin, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Bernd Riexinger, ehem. Vorsitzender Die Linke, ver.di Bezirk Stuttgart (Berlin)
Alexander Rohr, ver.di, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe Telekom Südhessen (Südhessen)
Vanessa Rückert, ver.di Betriebsgruppe, Personalrat Stadt Waiblingen (Stuttgart)
Mehmet Sahin, IG Metall, Vertrauensmann, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Harun Sahin, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Mike Schief, IG Metall, Mitglied der Vertrauenskörperleitung, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Sven Schmiech, IG Metall, Betriebsrat, stellv. VK-Leiter, Tarifkommission BW, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Lukas Schmolzi, ver.di, Vertrauensmann, Betriebsgruppe FU Berlin (Berlin)
Till Schubert, ver.di, JAV-Mitglied, Klinikum Chemnitz (Chemnitz)
Jens Speckenbach, IG Metall, Koordination VKG (Nazza)
Majuran Srisegaran, IG Metall, Vertrauensmann, VW Braunschweig (Braunschweig)
Doreen Straube, IG Metall, Betriebsrätin, Vertrauensfrau, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Bretzfeld)
Günter Triebe, IG Metall, ehem. Betriebsratsvorsitzender und Ortsvorstandsmitglied, Otis Berlin (Berlin)
Vertrauenskörper Daimler Truck Werk Mannheim, IG Metall, einstimmiger Beschluss der VL-Vollversammlung (Mannheim)
Peter Vlatten, IG Metall, ehem. VKL Mercedes-Benz Untertürkheim, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Cristopp Wälz, GEW, Vorstand Personalrat (Berlin)
Janek Weinhold, ver.di, stellv. JAV-Vorsitzender, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (Hamburg)
Kurt Weissenböck, IG Metall, ehem. MBVD, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)
Michael Werner, IG Metall, VW Wolfsburg (Wolfsburg)
Mareen Wiese, GEW, Personalrätin Marzahn-Hellersdorf (Berlin)
Gerrit Wölk, IG Metall, Betriebsrat, Vertrauensleitung, MAHLE Thermal and Fluid Systems (Stuttgart)
Paula Woltersdorf, IGBCE, Betriebsrätin, Vertrauensfrau, amedes Hamburg (Hamburg)
Mag Wompel, ver.di, LabourNet Germany
Jasmin Wurster, ver.di, JAV-Vorsitzende, ver.di Betriebsgruppe Stadt Waiblingen (Stuttgart)
Adnan Yürekli, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)
Sebastian Zeising, IG Metall, Betriebsrat, Mercedes-Benz Werk Untertürkheim (Stuttgart)

Fotos: VK IGM MB UT

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