Berlin, die vermessene Stadt: Von Glücksrankings, Hashtag-Tourismus und stiller Vertreibung

Für wen ist diese Stadt? Der dramatische Schluss dieser Analyse lautet: Immer weniger für diejenigen, die das gemacht haben, wofür Berlin geliebt wird.

Von Martyra Peng für die Berliner Zeitung

Es gibt einen Moment, der sich in Berlin täglich wiederholt – in Kreuzberg, in Neukölln, in Friedrichshain und in jedem Bezirk, den irgendjemand irgendwann „Szene“ genannt hat: Ein Mensch, der seit 30 Jahren in seiner Wohnung lebt, öffnet morgens die Haustür und tritt in etwas, was dort nicht hingehört. Manchmal ist es Urin. Manchmal Erbrochenes. Manchmal der Müll einer Party, die in der Nacht vor seinem Hauseingang stattgefunden hat, ohne dass er eingeladen war – und die ihn auf eine Art betrifft, die kein Ranking der Welt erfasst.

Draußen zieht eine Gruppe Touristen vorbei, Handys gezückt. Sie hashtaggen. Platz sechs der am häufigsten gehashtaggten Städte auf TikTok, notiert der Algorithmus brav. Das ist nicht der Anfang der Geschichte. Es ist nur ihr sichtbarster Teil.

Die Industrie des Glücks

Städte und Länder werden seit den Achtzigerjahren systematisch in Produkte verwandelt – durch Standortmarketing, Tourismusstrategien, Investorenprospekte, Rankings. Der Begriff ist Kommodifizierung: die Verwandlung von etwas, das keinen Marktpreis hatte, in etwas, das einen hat.

Die einflussreichsten Städterankings der Welt dokumentieren diesen Prozess in seiner reinsten Form. Das EIU entwickelte seinen „Global Liveability Index“ ursprünglich als Schwestererhebung zum „Cost of Living Report“ – entworfen, um Hardship-Bonuszahlungen für entsandte Unternehmensangestellte zu berechnen. Mercer bewertet Schulen und Bildung nach der Vielfalt internationaler Privatschulen, nicht nach Abbrecherquoten oder Lehrer-Schüler-Verhältnissen. Was für die ansässige Bevölkerung zählt, kommt in dieser Metrik nicht vor. Das Ranking misst die Stadt durch die Augen des Expatriates im Firmenapartment. Nicht durch die Augen des Busfahrers, der ihn dorthin bringt.

Noch fundamentaler ist das Messproblem beim „World Happiness Report“, der für Finnlands jährliche Siegesparade verantwortlich zeichnet. Der Gallup World Poll befragt rund 1000 Personen pro Land pro Jahr. Der Stichprobenrahmen ist ausdrücklich nur die „nichtinstitutionalisierte“ Bevölkerung. Menschen in Haftanstalten, psychiatrischen Einrichtungen oder dauerhafter Obdachlosigkeit werden systematisch nicht befragt – all jene, deren Lebensrealitäten am weitesten vom Ranglistenplatz entfernt sind. Das Ergebnis ist, was die Surveyforschung einen Total Survey Error nennt: nicht Messfehler, sondern strukturelle Verzerrung durch selektive Erreichbarkeit.

Finnland: Das Glück der Unsichtbaren

Finnland gewinnt das Ranking, weil Finnland gut darin ist, gewinnbare Rankings zu gewinnen. Was der „World Happiness Report“ erzählt, ist real: hohe institutionelle Vertrauenswerte, funktionierender Sozialstaat, niedrige Korruption. Aber er erzählt es über eine Teilpopulation – und nennt das Ergebnis „die Finnen“.

Die andere Seite ist ebenfalls real. 2023 starben 310 Menschen an drogenbedingten Ursachen, davon 91 unter 25 Jahren – der höchste je gemessene Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006. Mit 79 Drogentoten pro Million Einwohner liegt Finnland weit über dem EU-Durchschnitt von 18 pro Million. Die Armutsgefährdungsquote lag 2024 bei 12,6 Prozent – bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren bei über 30 Prozent.

Diese beiden Realitäten Finnlands existieren gleichzeitig. Das eine Finnland gewinnt jedes Jahr das Ranking, das andere taucht in Statistiken auf, die niemand auf die Tourismus-Website stellt.

Das strukturelle Problem ist präzise benennbar: Das Ranking misst nicht Gesellschaft, es misst Erreichbarkeit. Und Erreichbarkeit ist selbst ein Privileg. Wer institutionalisiert ist, obdachlos, suchtkrank, wer nicht Finnisch spricht oder gelernt hat, gegenüber Behörden und Umfragen nach oben zu antworten – der landet nicht in der Stichprobe. Oder er landet darin und nennt die Zahl, die von ihm erwartet wird. Weighting-Verfahren gleichen demografische Verteilungen aus, aber nicht die fehlende Erreichbarkeit ganzer Lebenswelten.

Bhutan: Glück als Staatsräson

Bhutan hat das Kunststück vollbracht, ein philosophisches Konzept – Nichtanhaftung, Mitgefühl, Harmonie mit der Natur – in ein Regierungsinstrument zu verwandeln. Der „Gross National Happiness Index“ ist buddhistische Staatsphilosophie und effektive PR-Strategie zugleich.

Laut Human Rights Watch wurden mehr als 100.000 Menschen nepalesischer Herkunft – rund ein Sechstel der Bevölkerung – aus dem Land vertrieben, weil sie sich nicht in Bhutans buddhistische Staatskultur integrierten. Dann kam der GNH-Index. Und die westliche Presse schrieb von dem kleinen Königreich, das Glück wichtiger nimmt als Wachstum.

Das ist keine Böswilligkeit. Es ist etwas Schlimmeres: eine Naivität, die sich als Tiefgang verkleidet. Die westliche Sinnsuche – enttäuscht vom Materialismus, fasziniert vom Buddhismus, auf der Suche nach Alternativen zum BIP-Fetisch – projizierte auf Bhutan ein Gegenbild, das sie brauchte. Bhutan lieferte die Kulisse. Den Rest erledigte das Storytelling.

Der GNH mischt Selbstevaluationsfragen mit objektiven Messungen so, dass das Ergebnis systematisch zugunsten staatlicher Politiken verzerrt wird. Er misst nicht Glück. Er misst Compliance mit dem staatlich definierten Bild eines guten Lebens. Im unabhängig erhobenen „Gallup World Happiness Report“ 2019 rangierte Bhutan auf Platz 95. Die Differenz zwischen Platz 1 in der eigenen Erzählung und Platz 95 in der externen Messung ist der Raum, in dem Staatsmarketing arbeitet.

Berlin: Die Ware namens Stadtkultur

Berlin hatte nach der Wende etwas, das man nicht kaufen kann – und das man deshalb sofort zu kaufen versuchte: eine genuine Nachwendekultur aus Leere, Armut, besetzten Häusern und Fabrikhallen ohne Heizung. Techno als Klang des Mauerlochs. Kreuzberg als Ort, wo das Scheitern keine Schande war.

Diese Kultur war nicht für den Export gedacht. Ihr Image aber exportiert sich bis heute – und dieser Export hat Konsequenzen, die von den Exporteuren nicht getragen werden. Je mehr Menschen kommen, um das authentische, unkommerzialisierte Berlin zu erleben, desto schneller wird es kommerzialisiert. Die Suche nach dem Ort, der noch nicht touristisch ist, macht diesen touristisch. Das ist keine Paradoxie, die sich auflösen lässt. Es ist die Grundstruktur des modernen Kulturtourismus.

Was der Tourismus strukturell hinterlässt, ist messbar. Das DIW Berlin hat nachgewiesen: Jede zusätzliche Airbnb-Unterkunft lässt die Angebotsmieten im direkten Umfeld um durchschnittlich 13 Cent pro Quadratmeter steigen.

Nach dem Berliner Zweckentfremdungsverbot sank die Zahl der Airbnb-Angebote von 190.473 im Jahr 2018 auf 89.301 im Jahr 2023 – fast eine Halbierung. Dennoch wächst ein Graumarkt möblierter Kurzzeitvermietungen, der regulatorisch kaum greifbar ist: Der Durchschnittspreis für möblierte Wohnungen mit dreimonatiger Mindestmietdauer lag im September 2023 bei 2371 Euro pro Monat – eine regulär vermietete Wohnung ähnlicher Größe würde laut Mietspiegel zwischen 336 und 635 Euro kosten.

In Friedrichshain-Kreuzberg liegen die jährlichen Verdrängungsraten bei über acht Prozent, in den Kernbereichen bei über zehn Prozent. Im Reuterkiez überschreiten Angebotsmieten 2025 regelmäßig 20 Euro pro Quadratmeter – eine Steigerung von mehr als  80 Prozent seit 2018. In einem Haus in der Buchholzer Straße gibt es bei 36 Wohneinheiten noch sechs normale Bestandsmieter. Die anderen 30 sind Touristen und Kurzzeitmieter.

Das Gefühl von Nachbarschaft – nicht messbar, nicht hashtagfähig, nicht rankingkompatibel – ist verschwunden.

Neukölln wurde von Time Out auf Platz 22 der coolsten Stadtviertel der Welt gelistet, basierend auf Ratings von 12.000 Menschen weltweit. Das Ranking ist kein Dokument des Lebens in Neukölln. Es ist ein Dokument der Wahrnehmung durch Menschen, die kurz zu Besuch waren und deren Urteil in den Algorithmus fließt, der Immobilien-Entscheidungen beeinflusst. Das Ranking ist nicht die Ursache der Gentrifizierung. Es ist ihr Beschleuniger und ihr Legitimationsmedium.

Dieselbe Struktur, drei Gesichter

Was Bhutan, Finnland und Berlin verbindet, ist nicht ihre Verschiedenheit. Es ist ihre gemeinsame Grundstruktur: Lebensqualität wird auf eine Weise gemessen und vermarktet, die bestimmte Menschen sichtbar macht und andere ausblendet. In Bhutan sind es die Vertriebenen, die im GNH-Index nicht mehr vorkommen, weil sie nicht mehr im Land sind. In Finnland sind es die Drogentoten, die Armen, die Institutionalisierten, die in der Gallup-Stichprobe nicht landen. In Berlin sind es die Verdrängten – die Menschen, die in den Vierteln lebten, bevor sie Szeneviertel wurden.

Das Muster ist identisch: Die Messung erfasst die Gewinner eines Prozesses und nennt das Ergebnis den Durchschnitt. Die Verlierer sind die unsichtbare Voraussetzung für den Wert, der gemessen wird. Ohne die ursprüngliche Armut kein Kreuzberg-Charme. Ohne den Charme kein Ranking. Ohne das Ranking keine Investoren. Ohne die Investoren keine Verdrängung.

Die Produzenten der Berliner Nachwendekultur – die Künstler, die Squatter, die Einwanderer, die Armen, die in kaputten Wohnungen blieben und dabei etwas erschufen, das die Welt fasziniert: Sie sind die ursprünglichen Urheber des Produkts Berlin. Sie haben daran nicht verdient. Meistens haben sie dafür bezahlt, indem sie verdrängt wurden.

Am Ende bleibt eine einfache Frage, die alle Rankings, alle Tourismusstrategien, alle Standortmarketingkampagnen sorgfältig vermeiden: Für wen ist diese Stadt? Nicht: Wer kommt hierher? Nicht: Welchen Hashtag-Wert hat dieser Bezirk? Sondern: Wer kann hier bleiben?

Berlin beantwortet diese Frage täglich, still und ohne Pressemitteilung. Die Antwort lautet: Immer weniger diejenigen, die das gemacht haben, wofür Berlin geliebt wird. Immer mehr diejenigen, die gekommen sind, um dieses Gemachte zu konsumieren.

Irgendwann ist das Gemachte aufgebraucht. Was dann bleibt, ist eine teure Stadt mit einem alten Image, dessen Ursprung niemand mehr kennt – und ein Hashtag, der noch eine Weile weiterläuft, weil Algorithmen kein Gedächtnis haben.

Platz sechs der Welt. Für wen, fragt niemand.

Das ist ein Beitrag, der im Rahmen der Open-Source-Initiative der Berliner Zeitung veröffentlicht wurde. Dieser Beitrag unterliegt der Creative Commons Lizenz (CC BY-NC-ND 4.0). Er darf für nicht kommerzielle Zwecke unter Nennung des Autors und der Berliner Zeitung und unter Ausschluss jeglicher Bearbeitung von der Allgemeinheit frei weiterverwendet werden.

Martyra Peng, geboren 1968, lebt und schreibt in Berlin. Sie ist Autorin von „Kohle“, „I/O“, „Sexwork 3.0“, „Workuta“, „Simas Schweigen“ und „Die unsichtbare Frau“. „Der Magnolienbaum“ erscheint am 8. Mai. Transparenzhinweis: Die Autorin verwendet ein Pseudonym, der wahre Name ist der Redaktion bekannt.

Link zum Original Berliner Zeitung

Titelbild: Peter Vlatten

45 000 Schüler:innen demonstrieren: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Wehrpflicht!“

Hannes Kramer, Sprecher des bundesweiten Bündnisses gegen Wehrpflicht erklärte

Heute haben Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland erneut deutlich gemacht: Die Reichen wollen Krieg – die Jugend eine Zukunft. Damit ziehen wir die Schlussfolgerung aus dem Zweiten Weltkrieg. ›Nie wieder Krieg!‹ heißt heute ›Nie wieder Wehrpflicht!“

Am 08. Mai 1945 wurde der zweite Weltkrieg beendet. Der Krieg hatte 2000 Tage lang täglich Zerrstörung, Leid und Tod mit sich gebracht. Er kostete über 60 Millionen Menschen weltweit das Leben. „Etwas, das niemand von uns erneut erleben möchte. Doch heute wird in Deutschland wieder aufgerüstet, fast jeder zweite Euro des Bundeshaushalts wird für Panzer, Bomben und Infrastruktur, die das Land auf den Krieg vorbereitet, ausgegeben“, heißt es im Aufruf des Bündnisses gegen Wehrpflicht.

Bundesweit demonstrierten diesen Freitag am 3. Schulstreiktag gegen Wehrpflicht laut Veranstalter über 45 000 Schüler:innen. In Berlin waren es etwa 9.000, die sich am Brandenburger Tor zu einer widerständigen Auftaktkundgebung versammelten. Die Demonstration zog von dort den Tiergarten entlang zur Klingenhöfer Straẞe zur Bundesparteizentrale der CDU.

diesmal nicht beschlagnahmt

Die sonst für ihre willkürlichen Übergriffe berühmte Berliner Polizei hielt sich diesmal etwas zurück. Beim letzten Schülerstreik hatte die Berliner Polizei einen 18-jährigen Schüler verhaftet und sein Plakat mit der Aufschrift „MERZ LECK EIER“ beschlagnahmt. Jetzt schallte es aus tausenden von Schüler:innenkehlen „Merz leck Eier.“ Von polizeilichen Maßnahmen dagegen wurde diesmal nichts bekannt. Solidarität kann Wunder wirken!

Aber trotzdem gab es auch Meldungen wie diese: „Autoritäre Scheiẞe beim Schulstreik: Schüler bekommt auf Zubringer Personalien aufgenommen, ein:e Genoss:in von uns wird direkt aus der Bahn von Bullen in Empfang genommen. Merz der Hund will Jugendliche an die Front schicken, Bürgergeld abschaffen, kürzt in Krankenhäusern, Schulen, Jugendclubs – und is so feige dabei, dass man ihn nich öffentlich kritisieren darf!“

Obwohl es wegen der Wehrpflicht auch unter den Jugendlichen der gewerblichen Ausbildung kräftig rumort, von den Gewerkschaften erklärte sich offiziell lediglich die GEW solidarisch:

WIR SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT Als Pädagog*innen stehen wir für Hoffnung, Zukunft und Leben. Junge Menschen brauchen Zukunftsperspektiven, keine Militarisierung ihres Alltags. Frieden ist die Voraussetzung für gute Bildung. (Gökhan Akgün Vorsitzender der GEW BERLIN)

NIE WIEDER FASCHISMUS, MILITARISMUS UND KRIEG!
Wir feiern heute die Befreiung vom Faschismus und erinnern uns daran, wohin Faschismus, Militarismus und Krieg führen können: zu Flucht, Leid, Zerstörung und Tod. Gerade deshalb stehen heute bundesweit junge Menschen auf der Straẞe.

Alles ganz harmlos? So will man uns Glauben machen! Nur für die Verteidigung der „Freiheit“? Wessen Freiheit? Alles freiwillig? Warum dann Bußgelder, wer nicht bei der Erfassung kooperiert? Das Recht auf Wehrdienstverweigerung bleibt bestehen. Das sagen diejenigen, die alle jungen Männer in die Ukraine in den sicheren Tod zurückschicken wollen. Und sterben für was und für wen?

Der CDU-Frontmann Roderich Kiesewetter sagte es deutlich im Oktober 2023 gegenüber dem ZDF: „Wir sind bereit, Israels Sicherheit mit unserem Leben zu verteidigen.“ Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alexander Gauland sagte bereits im April 2018, wir (Deutschland) müssten „an der Seite Israels kämpfen und sterben“. Und derselbe Kiessewetter sagte gemeinsam mit der Grünen Luisa Neubaur zum ersten Jahrestag des Ukrainekrieges auf einer Kundgebung in Berlin, dass „wir“ uns an dem Opfermut der Ukrainer:innen in Deutschland ein Beispiel nehmen müssen. Sterben für ein Land, das einen Stellvertreterkrieg führt? Sterben für ein Land wie Israel, das Völkermord begeht und täglich gegen Menschenrechte verstößt? Sterben für geopolitische Interessen, für militärische Zusammenarbeit, für Märkte, Rohstoffe und Profite, für Produtkionsstätten mit Billiglöhnern. Der ehemalige IGM Vorsitzende Peters dazu: „Mit eines anderen Arsch ist gut durchs Feuer fahren.“



„Demokratie ist keine Privatsache es geht uns alle an: keinen Bock auf Kriege , keinen Bock auf Zensur, keinen Bock auf Gewalt , keinen Bock auf Nazis und die AFD !“

Einen Tag vor den Protesten meldete der Deutschlandfunk, dass die Kriegsmaschinerie unbeirrt vorwärtsrollt:

 „…vier Monate nach Inkrafttreten der Wehrdienstreform stehen die Standorte für die 24 Musterungszentren fest. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereitet sich die Bundeswehr damit auf eine mögliche flächendeckende Musterung vor.“ Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland haben knapp drei Viertel der 18-Jährigen auf die verschickten Fragebögen reagiert. 28 Prozent hätten das Schreiben ignoriert, obwohl die Beantwortung verpflichtend ist. Ihnen drohen laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt Bußgelder von 250 Euro.

So richtig will man den Protest und diese Zahlen nicht an die Öffentlichkeit bringen. Kriegstüchtigkeit, ohne dass die Jugend mitmachen will, ist ein Problem.

Wir waren mit 10.000 Schüler*innen auf der Straẞe um gegen Aufrüstung, Imperialismus und den Genozid in Palästina zu protestieren. Damit die Schulstreikbewegung auch in der Zukunft erfolgreich bleibt und wächst statt zu stagnieren, ist es notwendig dass wir uns als Schüler:innen in Schulgruppen organisieren. Kein Cent, Kein Mensch der Bundeswehr. (Revogermany)

Der 8. Mai und die deutsche Geschichte lehren uns »Nie wieder Faschismus -Nie wieder Krieg<
Lasst euch nicht von den Kriegstreibern verwirren die das »Nie wieder Krieg< ignorieren aber dafür »Nie wieder Faschismus« auf die Panzer drucken mit denen sie die Welt in Brand setzen. (Redmediakollektiv)

Fotos: Peter Vlatten

Aktionstage – Gegen den Start der Waffenproduktion bei Rheinmetall in Berlin – Bitte Vormerken!

Das Berliner Bündniss gegen Waffenproduktion ruft auf:

Im Frühsommer soll bei Rheinmetall in Berlin-Wedding die Waffenproduktion starten. Damit würde zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Rüstung in Berlin produziert werden.

Das werden wir nicht hinnehmen und rufen alle auf, sich dem Protest anzuschlieẞen und selbst aktiv zu werden. Ob Gaza, Kurdistan, Jemen: Die Waffen von Rheinmetall bringen für Millionen von Menschen weltweit Leid, Elend und Tod.

Eine Waffenfabrik mitten in der Stadt macht die dort wohnenden und arbeitenden Menschen zur Zielscheibe militärischer Angriffe.

Wir werden uns dieser tödlichen Produktion hier und überall in den Weg stellen. Vielfältige Aktionen und eine bundesweite Demonstration werden deutlich machen:

Geld für den Kiez, statt Waffen für den Krieg!

Schluss mit der Militarisierung und Kriegsvorbereitung!

Bitte Vormerken: 10. und 11. Juli 2026

zum Berliner Bündniss gegen Waffenproduktion gehören inzwischen auch etliche Gewerkschafter:inen von Verdi, GEW, IG Metall und IG Bau…

hier Link zur Website des Berliner Bündnisses gegen Waffenproduktion

Wer das Bündnis noch nicht kennt, kommt am Besten mal Samstags im Nachbarschaftscafe vorbei:

Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion
Offenes Nachbarschaftscafe:
jeden 1. Samstag im Monat
16 – 18:00 Uhr im Interbüro
Genter Straße 60, 13353

Hier der link. tree zum Social Media Auftritt des Bündnisses

Offenes Treffen Stadtteilkomitee Wedding
jeden zweiten Donnerstag im Monat
(29.01., 12.02., 26.02., 12.03…)
19:00 – 21:00 Uhr in der Roten Ella
Buttmannstraße 1a, 13357

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