Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: Zwischen Krise und Widerstand

Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie: Zwischen Krise und Widerstand.

Dienstag, 20. Oktober 2026 18:30 Uhr
Karl-Liebknecht-Haus (Kleine Alexanderstraẞe 28, 10178 Berlin)

Die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie geht in die heiẞe Phase: Mit dem 31. Oktober laufen die Entgelttarifverträge aus. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, ihre Forderungen mit (Warn-)Streiks durchzusetzen.

Doch die Metall- und Elektroindustrie befindet sich in einer existentiellen Krise- und mit ihr die IG Metall. Das deutsche Exportmodel kommt an seine Grenzen und damit auch die Routinen der gewerkschaftlichen Tarifrunden. Zudem greifen Arbeitergeber:innen und politische Entscheider:innen zentrale Errungenschaften guter Arbeit an.

Exemplarisches Beispiel ist die Kündigung fast aller Tarifverträge bei VW seitens des Managements.

Der Diskussionsabend wird einen Blick auf die politökonomischen Rahmenbedingungen der anstehenden Tarifrunde werfen und Einblicke aus aktuellen Arbeitskämpfen der Region geben.


Kommt zahlreich und diskutiert mit:

  • Anna Rosenberg – Projektmitarbeiterin Gewerkschaftliche Transformationsberatung
  • Jordi Ziour – Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Westbrandenburg

STOP Kriegsproduktion in Adlershof

Kommt alle zum Informations- und Planungstreffen, um gemeinsam Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Adlershof gegen Kriegsproduktion!
Sonntag, den 18.10.
12:00 bis 14:00 Uhr

Casino for Social Medicine 
Sonnenallee 100 | 12045 Berlin-Neukölln

STOP Kriegsproduktion in Adlershof!

Deutschland profitiert von dem Genozid an den Palästinenser*innen. Nun soll die Kooperation mit dem hochgerüsteten Apartheidstaat sogar weiter ausgebaut und dessen „kampferprobte” Mordmaschinerie auch hier produziert werden.

Verlin plant gemeinsam mit dem israelischen Luft- und Raumfahrtkonzern Israel Aerospace Industries (IAI) die Gründung eines Innovations- und Forschungszentrums für Luft- und Raumfahrttechnologien in dem Technologiepark Adlershof.

Die Linke hat sich in ihrem Wahlkampf gegen diesen Plan von Kai Wegner (CDU) ausgesprochen.

Seit ihrem Wahlerfolg erleben wir eine ungeheure Hetzkampagne gegen alle in der Partei, die gegen Rüstung, Krieg und die Unterstützung des israelischen Genozids eintreten.

Die Linke gibt dem Druck nach und macht sich für die Regierungsbeteiligung erpressbar. Auch das Stoppen der Kriegsproduktion in Berlin-Adlershof scheint in Vergessenheit zu geraten:

“Bestehende wissenschaftliche Kooperationen zwischen Berliner und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden von uns fortgeführt,” heißt es nun in dem Vorsondierungspapier.

Dem werden wir nicht widerstandslos zusehen!

Arbeit und Gewerkschaften in Zeiten der Aufrüstung

Arbeit und Gewerkschaften in Zeiten der Aufrüstung
Info- und Diskussionsveranstaltung
17. Oktober 2026 | 14:30 – 21:00
Mehrgenerationenhaus Gneisenaustr. 12 | 10961 Berlin
Das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion lädt ein

Die Militarisierung der Gesellschaft reicht inzwischen tief in die Arbeitswelt hinein und verändert die Bedingungen, unter denen wir unsere Tätigkeiten verrichten, grundlegend – ganz egal, ob wir in der Rüstungsindustrie beschäftigt sind, im Krankenhaus oder in der öffentlichen Verwaltung. Die Rechte der Beschäftigten werden den Erfordernissen der Militarisierung angepasst. Hart erkämpfte Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung wie der Acht-Stunden-Tag und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall werden infrage gestellt.

Die Militarisierung unserer Gesellschaft strukturiert das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit neu und macht den Arbeitsplatz zum zentralen Feld der Auseinandersetzung um Krieg und Frieden.

Wie entwickeln wir den Widerstand in den Betrieben? Wie wirken wir darauf hin, dass Gewerkschaften sich als Kampforganisationen entschieden gegen die Militarisierung stellen?

Kommt und diskutiert mit!

15:00 – 16:30 Uhr: Wie kämpfen wir in den Betrieben und mit den Gewerkschaften gegen die Militarisierung

Gewerkschafter:innen berichten und tauschen sich untereinander und mit dem Publikum aus.

Über den gemeinsamen Kampf gegen  Sozialabbau und  Militarisierung in der Arbeitswelt. Warum  gerät konsequenter Kampf gegen die sozialen Angriffe von Kapital und Regierung in Konflikt mit dem  Militarisierungskurs? Über die strategische Bedeutung von Widerstand und Streiks in den Betrieben und Schaltstellen der kapitalistischen Produktion. Die Kriegstreiber haben ein Grundproblem, wenn keine Kriegsbegeisterung aufkommt, weil es an allen Bildungseinrichtungen Widerspruch hagelt. Wie sieht die Stimmung unter den Beschäftigten wirklich aus? Welche Konfliktlinien bestehen in in den Gewerkschaften? Gewerkschafter:innen an der Basis vernetzen und organisieren sich. Raus aus den Konferenzräumen, ran an die Kolleg:innen am Arbeitsplatz!

Es unterhalten sich unter anderem

  • René Arnsburg – ver.di, FG Druck, Papier, Verlage
  • Georg Heidel – ver.di, VKL BSR
  • Susanne Lange – IG Metall, VKL Mercedes Marienfelde
  • Peter Vlatten – IG Metall, ehem. VKL Mercedes Untertürkheim
  • Vertreter:innen junge GEW

17:00 – 18:30 Uhr: Militarisierung der Arbeitswelt

Was der Kriegsertüchtigung dient, erhält Priorität und wird bei der staatlichen Finanzierung bevorzugt. Beim Bau, wenn es um Kasernen oder panzerfähigen Brücken- und Straßenbau geht. Bei Bildung und Wissenschaft, wenn es um Bundeswehrwerbung an den Schulen und Kriegsforschung an den Universitäten geht. Wenn es um die Ausrichtung des Gesundheitswesens auf Kriegseinsätze geht. Wenn Rüstungsindustrie mit staatlicher Unterstützung hochgezogen und einen staatlich garantierten Absatz ihrer Produtkte mit gesicherten Extraprofiten erhält. Wenn Gesetze geschaffen werden, die die grundgesetzlich garantierten Rechte von Beschäftigten im Bedrohungsfall massiv einschränken. Wenn alles andere kaputtgespart wird, was nicht der Rendite und dem Kriegskurs dient.

Auf dem Podium diskutieren Berliner Gewerkschafter:innen

  • Suse Ludwig (Vertrauensfrau IG Metall Siemens Energy)
  • Gabriele Heller (GEW, AG Frieden)
  • Jörn Rieken (IG BAU, Ortsvorstand Berlin)
  • Vertreter:in aus dem Sozial- oder Gesundheitsbereich
Anschließend Essen (Küfa) und Getränke. Miteinander reden!

Link zum Einladungsflyer

Titelbild: Peter Vlatten

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