19. Februar – 5. Jahrestag Hanau!

Auch nach 5 Jahren. Dieser Staat hat es nicht fertig gebracht, Licht in das Dunkle zu bringen. Viele Umstände bleiben ungeklärt und mysteriös. Insbesondere die Rolle der Polizei. Konsequenzen keine. Nicht wenige haben den Eindruck, sie stoßen sich die Köpfe ein gegen eine Brandmauer, die sich der gründlichen Aufklärung rassistischer Verbrechen verweigert. Das alles löst Beklemmungen und Verbitterung aus. Legt aber auch den Gedanken nahe, auf die Betroffenen selbst kommt es an. In die Trauer mischt sich der Geist von Widerständigkeit! Das Gedenken wird zum antirassistischen Kampftag.

Berlin Mi, 19. Februar
Sonnencenter, High-Deck-Siedlung, Berlin Neukölln
17:30 Uhr Gedenken, 19 Uhr Demostart.

Mitveranstalter schreiben:


„Am 19. Februar 2020 wurden Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov von einem polizeibekannten Faschisten in Hanau ermordet. Was hat sich seitdem geändert? Nichts! Kein Aufklärung, keine Konsequenzen.
Die politischen Entwicklungen lassen uns nicht daran glauben, dass es in Zukunft kein zweites Hanau geben wird. Es kann und wird wieder passieren.
Wir haben uns zusammengetan in Berlin und bundesweit und wir rufen aus – Heraus zum Antirassistischen Kampftag am 19. Februar! Wir kämpfen für die, die ermordet wurden, und für die, die heute noch leben. Schlieẞt euch uns an und macht Welle!“

Gaza – Hunger als Kriegswaffe

Trotz Waffenstillstand. Die Krise in Palästina und GAZA schwelt. Über allem schwebt das Damoklesschwert der ethnischen Säuberung. Die Methoden, die Menschen in Palästina zu quälen und zu zermürben sind mies, vielfältig, niederträchtig. Trotz beispieloser Hetzjagd auf alle Kritiker hierzulande: die Palästinasolidarität lebt. In unzähligen Veranstaltungen und Events. Hier ist eine davon. Eine kleine Auswahl findet Ihr immer wieder auf unserer Seite. Widerständig bleiben.

Hunger als Kriegswaffe – Warum Gaza keine humanitäre Krise ist

20. Februar 2025 18.30-22.30 Uhr

Spore Initiative Herrmanstraße 86 12051 Berlin

Mit der Menschenrechtsorganisation medico international sowie weiteren Expert*innen aus dem medizinischen, rechtlichen und psychologischen Bereich werfen wir einen Blick auf die verheerenden Folgen der fünfzehnmonatigen Angriffe auf den Gazastreifen. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Taktiken zur gezielten Zerstörung lebensnotwendiger Infrastrukturen, insbesondere die systematische Vernichtung des Gesundheitssystems. Die ununterbrochene Flächenbombadierung durch den israelischen Staat hat ein historisches Ausmaß der Zerstörung hinterlassen: In mehreren Städten wurden ganze Bezirke dem Erdboden gleichgemacht, große Teile Gazas sind Trümmerwüsten. Anhand von Satellitendaten schätzten die Vereinten Nationen, dass zwei Drittel der Gebäude im Gazastreifen beschädigt oder vollständig zerstört sind. Allein die Aufräumarbeiten der 40 Millionen Tonnen Schutt würden laut dem UN-Umweltprogramm (UNEP) bis zu 15 Jahre dauern.

Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer liegt zwar bei 46.000, weitere Zehntausende liegen jedoch seit Monaten unter den Trümmern begraben. Doch nicht nur direkte Gewalt fordert Opfer: Was die Angriffe gegen Gaza von herkömmlichen Kriegen unterscheidet, ist die massenhafte Zerstörung von Krankenhäusern, die gezielte humanitäre Blockade von Medizin, Wasser, Lebensmitteln sowie allen lebensnotwendigen Grundgütern in dem von Israel abgesperrten Gebiet. Dies führte zu einer menschengemachten Hungersnot und der massenhaften Ausbreitung von Krankheiten, was die Zahl indirekter palästinensischer Todesopfer um ein Vielfaches erhöht. 
Berichte von Human Rights Watch und Amnesty International bestätigen, dass des Israelischen Staates systematische Zerstörung der Lebensgrundlagen in Gaza als Genozid einzustufen sind. Der Internationale Gerichtshof ermittelt unterdessen gegen der Israelische Staat, nachdem er Südafrikas Beweisführung für plausibel einschätzte, dass es sich um einen Völkermord handelt.

Diana Nazzal, palästinensische Ärztin und Aktivistin bei Palästina Spricht, Riad Othman (via Zoom), Nahostreferent von medico international, Iris Hefets, Psychoanalytikerin und Vorstandsmitglied der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost sowie Dr. Nahed Samour, Rechts- und Islamwissenschaftlerin, Radboud Universität, werden über die Folgen alldessen für Gaza sprechen.  

Wie sieht die Situation aktuell aus?  Welche Konsequenzen wird sie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten haben? 
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion laden wir zu einem offenen Austausch bei Getränken, einem kleinen Buffet und traditioneller palästinensischer Musik ein.

Falastin Cinema Week – Filmwoche mit Diskussion, Kunst und mehr

Parallel zur Berlinale findet bei Refuge Worldwide die Falastin Cinema Week statt: fünf Tage mit Filmvorführungen, Gesprächen und Kunst, die palästinensische Geschichte und dekoloniale Narrative beleuchten.

Die Veranstaltungen werden im Gemeinschaftsraum von Refuge Worldwide, Niemetzstraße 1, 12055 Berlin sowie bei der Spore Initiative Hermannstraße 86, 12051 Berlin durchgeführt.

Gemeinsam mit AL.Berlin, Jewish Bund, Diaspora Rising, Spore Initiative, Jüdische Stimme, Irish Bloc Berlin, Rawy Films, SPACE OF URGENCY, Salma Elshami, Amal Abu Hanna, House Of Base und weiteren wird die Falastin Cinema Week täglich von Montag, den 17. Februar, bis Freitag, den 21. Februar 2025 stattfinden.

Obwohl ein vorläufiger Waffenstillstand besteht, wird der Februar 2025 das 77. Jahr der Besatzung markieren. Wir fordern ein Ende des Apartheidregimes, das Recht auf Rückkehr, Souveränität und Selbstbestimmung für alle indigenen palästinensischen und levantinischen Völker. Wir stehen in Solidarität mit der palästinensischen Befreiungsbewegung und mit allen verbundenen dekolonialen Kämpfen.

Palästinasolidarität ist notwendiger denn je. 

Das Wafenstillstandsabkommen steht Spitz auf Knopf. Trump drohte mit der Beendigung am kommenden Samstag -mit dem "Tor zur Hölle"- sollte die Hamas bis dahin nicht die Forderungen Israels erfüllt haben. Wie soll auch eine zweite Phase mit einem nachhaltigen Waffenstllstand aussehen angesichts der Ankündigungen Trumps, alle Palästinenser aus dem GAZA zu vertreiben? Der US Präsident setzt Ägypten und Jordanien massiv unter Druck, die vertriebenen Palästinenser aufzunehmen. Ein Rückkehrrecht hat er am Montag nochmals explizit ausgeschlossen. Unterdessen hat Israel in Westjordanland eine weitere militärische Offensive gestartet. Auch hier werden Palästinenser in immer größerem Ausmaß von ihrem angestammten Land vertrieben.

Tickets für die Veranstaltungen bei Refuge Worldwide sind ab Anfang Februar zusammen mit der vollständigen Programmankündigung erhältlich.

Das Artwork der Veranstaltung zeigt ein Filmstill aus O, Persecuted, bereitgestellt von Basma al-Sharif. Dieser Film wurde im Auftrag der Palestine Film Foundation als Antwort auf Kassem Hawals Werk Our Small Houses (1974) geschaffen. O, Persecuted nutzt den Prozess der Restaurierung, um die Bürde der Geschichte auf eine unvorhergesehene Zukunft zu projizieren.

hier der Link zum Programm über die ganze Woche

Die Veranstaltungsreihe beginnt mit dem Film

Von Jumana Manna, Palestine, 2022 • 64 Min.  

Falastin Cinema Week in Kollaboration mit Jüdische Stimme Filmabend – kostenlos

Zeit:17. Februar 2025 19.00-21.30

Location: Spore Initiative, Hermannstraße 86, 12051 Berlin

Foragers schildert die Dramen rund um das Sammeln von essbaren Wildpflanzen in Palästina/Israel mit ironischem Humor und meditativem Tempo. Der Film, der auf den Golanhöhen, in Galiläa und Jerusalem gedreht wurde, verwendet fiktionales, dokumentarisches und archivarisches Material, um die Auswirkungen der israelischen Naturschutzgesetze auf diese Bräuche darzustellen. Die Beschränkungen verbieten das Sammeln der artischockenartigen ‚akkoub und za’atar (Thymian) und haben zu Geldstrafen und Gerichtsverfahren für Hunderte geführt, die beim Sammeln dieser einheimischen Pflanzen erwischt wurden. Foragers folgt den Pflanzen von der Wildnis in die Küche, von den Verfolgungsjagden zwischen den Sammlern und der Naturpolizei bis hin zur Verteidigung im Gerichtssaal und fängt die Freude und das Wissen ein, die in diesen Traditionen stecken, sowie ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Verbot.

Im Anschluss an die Vorführung erkundet eine Podiumsdiskussion mit Omar Tesdell, Yara Dowani und Rabea Eghbariah Fragen rund um gemeinschaftliches ökologisches Wissen und Praktiken, wie diese durch koloniale Landverwaltung und Fragmentierung unterbrochen werden und wie landwirtschaftliche Projekte und kollektive Fürsorge für das Land Akte des Widerstands verkörpern. Das Gespräch wird moderiert durch Mikhail Lylov.

für Erwachsene – auf Englisch/auf Arabisch/auf Hebräisch

Bilder Plakate der Veranstalter

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