Eine Aufforderung zum Mitdenken.
Von HANS-PETER WALDRICH
Bild: Freepic
Weltweit wird atomar aufgerüstet. In Europa und Deutschland wird der „nukleare Schutzschirm“ wieder als Garantie der Sicherheit diskutiert. Dabei zeigen schlagende Argumente, wie atomare Abschreckung ebenso gut in die Katastrophe führen kann. In gebotener Kürze habe ich neun Hauptargumente zusammengestellt. Frage an die Leserinnen und Leser: Gibt es Einwände oder Verbesserungsvorschläge? Schreibt es in die Kommentare!
Erstes Argument: Atomare Abschreckung ist ohne wissenschaftliche Basis
Der Glaube an den „atomaren Schutzschirm“ ist ein haltloses Konzept. Es fehlen die empirischen Grundlagen, um zu beweisen, dass es verlässlich ist. Im Laufe des Kalten Kriegs stand die Abschreckung mehrfach vor dem Zusammenbruch. Während der Kubakrise 1962 oder 1983, als ein sowjetischer Offizier den Atomkrieg gerade noch verhindern konnte. Es gab noch weitere Fast-Atomkriege. Dagegen basieren Aussagen über die Schutzwirkung von Atomwaffen auf wackeligen Füßen. Es handelt sich um ausgedachte Hypothesen, die unüberprüfbar sind. Es gibt Experten, die an sie glauben und Experten, die sie bestreiten.
Der Atomwaffenexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Peter Rudolf, einer der wenigen ausgesprochenen Spezialisten der atomaren Abschreckung in Deutschland, sieht es so: „Bei der nuklearen Abschreckung handelt es sich um ein Konstrukt, ein System von nicht verifizierbaren Annahmen, das geradezu ideologischen Charakter hat. Abschreckungspolitik beruht auf Axiomen, für die es keine empirische Evidenz im wissenschaftlichen Sinne gibt, sondern allenfalls anekdotische Evidenz, deren Interpretation also glaubensgeleitet ist. Der Glaube an die nukleare Abschreckung ist ebendies – ein Glaube.“1
Sollen wir unser Überleben von Hypothesen anhängig machen, die nicht streng überprüfbar sind oder gar einem Glauben? Brauchen wir nicht mehr Gewissheit, wenn es um Leben und Tod so vieler Menschen geht?
Zweites Argument: Kollabiert Abschreckung, vollzieht sich die historisch größte jemals erlebte Katastrophe
Zahlreiche wissenschaftlich Studien machen es hoch wahrscheinlich: Selbst ein kleiner und begrenzter Atomkrieg wird die Zivilisation rund um den Globus zerstören. Der Einsatz von Atomwaffen könnte zu einer absolut einmaligen, ja der größten nur denkbaren Katastrophe der gesamten menschlichen Geschichte führen. Das liegt vor allem am „nuklearen Winter“, der monatelangen Verdunkelung der Atmosphäre. Die dadurch erzeugte Abkühlung wird Ernten vernichten und zu katastrophalen Hungersnöten führen. Anschließend brauchen wir auch keinen Klimaschutz mehr, da das Weltklima zerstört wäre.2 Im Atomkrieg gibt es deshalb weder Sieger noch Besiegte. Für die Menschheit begänne ein unvorstellbarer Leidensweg und möglicherweise ihr Untergang.
Was ist das für eine „Sicherheit“, die mit der Möglichkeit des historisch größtmöglichen Infernos erkauft wird? Niemand, der für atomare Abschreckung eintritt, kann versichern, dass ein solches Desaster verbindlich und garantiert niemals eintreten wird. Weil also die Frage der atomaren Abschreckung mit der unabweisbaren Möglichkeit des Zivilisations- oder Weltendes verbunden ist, handelt es sich um die wichtigste aller Fragen überhaupt. Das ist früher einmal erkannt worden, gegenwärtig wird es ignoriert.3
Drittes Argument: Im Hinblick auf Atomwaffen sollten Warnungen stärker gewichtet werden als optimistische Behauptungen
Dieses Argument stammt von dem prominenten Philosophen Hans Jonas. Er bezog es auf Umweltfragen, etwa die Klimaerwärmung. Das Argument gilt unabhängig von der jeweiligen Positionierung für oder gegen die atomare Abschreckung und erzwingt bereits eine Entscheidung noch bevor endgültig klar ist, welche Überzeugung hier die zutreffende ist.
Es lautet so: Wenn wir nicht sicher wissen, ob sich eher die positive Voraussage (Atomwaffen bieten einen sicheren Schutzschirm) oder die negative bewahrheiten wird (Abschreckung mit Atomwaffen wird eines Tages kollabieren), gilt das Prinzip Vorsicht. Dann sollte der schlechten Prognose vor der guten der Vorzug gegeben werden.4
Denn die unterschiedliche Sichtweise ist auch Ausdruck der Tatsache, dass die Wahrheit strittig ist und – unabhängig von der eigenen Position – Fragezeichen anzubringen sind. Der Streit unter Experten zeigt deutlich: Was im Hinblick auf die Abschreckungsfrage richtig und was falsch ist, wissen wir nicht so sicher, dass wir jeden davon überzeugen könnten. Steht eine Schulklasse bei einer Wanderung vor einer Brücke, deren Sicherheit verschieden beurteilt wird, so entscheidet der verantwortungsbewusste Lehrer, diese Brücke besser nicht zu überqueren. Und das auch dann, wenn er selbst die Brücke für eher stabil halten sollte.
Unabhängig von eigenen Überzeugungen ist die Brücke über den Abgrund der atomaren Vernichtung also entweder eine sichere Brücke oder sie ist unsicher und wackelig. Berücksichtigt man, was Experten bislang dazu vorbrachten, ist beides möglich. Daher ist es unverantwortlich so zu tun, als existiere hier ein wissenschaftlicher Konsens und als gebe es keine ernsthaften Einwände gegen die Abschreckung. Das aber ist leider die Position der Entscheider.
Viertes Argument: Atomare Abschreckung ist ein Glücksspiel
Was in den Augen vieler unsere Sicherheit erhöht, gleicht nach anderer Lesart einer riskanten Wette oder einem Glücksspiel. Die Begründung für Letzteres hat der Journalist Leon Wieseltier so auf den Punkt gebracht: Nukleare Abschreckung sei „das einzige politische Konzept, das total versagt, wenn es nur zu 99,9 Prozent erfolgreich ist.“5
Wie viel Glück gehört dazu, wenn politisches (oder militärisches) Handeln stets total erfolgreich sein muss? Immer: das heißt während sämtlicher politischer Krisen und auf unbegrenzte Zeit! Gab es jemals ein menschliches Konzept, das völlig fehlerfrei war? Kann auf unabsehbare Zeit garantiert werden, dass niemals ein Irrtum unterläuft? Oder ist die „Sicherheit“ der atomaren Abschreckung nicht eher ein faules Versprechen, das wichtige Erfahrungen in den Wind schlägt?
Fünftes Argument: Atomare Abschreckung widerspricht der Demokratie und dem Rechtsstaatsprinzip
Atomare Abschreckung hat es mit dem Leben und Sterben unzähliger Menschen zu tun. Was möglicherweise so folgenreich, auf jeden Fall aber so fragwürdig ist, muss öffentlich verhandelt, es muss ein demokratischer Konsens hergestellt werden. Dieser aber fehlt. In höchstem Maße undemokratisch ist die Tatsache, dass weltweit weniger als zehn Personen über den Einsatz von Nuklearwaffen entscheiden und das ohne die Zustimmung demokratisch gewählter Gremien.6
Ähnlich sieht es im Hinblick auf die Rechtsstaatlichkeit der atomaren Abschreckung aus. Zu den grundlegenden Rechtsstaatsprinzipien gehört die Auffassung, dass Grund- und Menschenrechte „vorstaatlicher“ Natur sind und daher – so die Formulierung des Deutschen Grundgesetzes – in ihrem Wesensgehalt niemals angetastet werden dürfen. Atomare Abschreckung impliziert jedoch Situationen, in denen selbst das Recht auf Leben nicht mehr gilt, also abgeschafft ist. Bezeichnenderweise auch für die Menschen in anderen Ländern oder Erdteilen.
Denn: Kollabiert die atomare Abschreckung, kommt es zu einem Massensterben weltweit.
Die meisten der Betroffenen hätten nichts mit den auslösenden Konflikten zu tun. Billigend würden die atomaren Konfliktparteien deren Leiden und ihren Tod in Kauf nehmen, da die Wirkung von Atomwaffen nun einmal nicht zu begrenzen ist. Atomkrieg ist daher nichts anders als Massen- und Völkermord. Das ist im Übrigen der Grund, weshalb Gegner der Abschreckung Atomwaffen für zutiefst unmoralisch halten.
Sechstes Argument: Das Funktionieren der Abschreckung basiert auf einem realitätsfremden Axiom
Dieses Axiom lautet, dass Abschreckung nur sicher ist, sofern alle Beteiligten rational handeln.
„Rationalität“ bedeutet hier, dass jeder Akteur stets im Sinne seines eigenen objektiven Vorteils agiert. Unvorteilhaft wäre es aber, sich durch die Verwendung von Atomwaffen selbst zu schädigen. Daher werde es zu keiner atomaren Auseinandersetzung kommen.
Diese unbeweisbare Voraussetzung ist auffallend widersprüchlich. Denn würden alle stets einsehen, dass der Einsatz von Atomwaffen unvorteilhaft ist, könnte man auf diese Art der Bewaffnung verzichten. Rational gesehen läge niemals ein Grund vor, von Atomwaffen Gebrauch zu machen. Sie zu bauen oder aufzustellen wäre Geldverschwendung. Wer atomar abschreckt, unterstellt aber, andere könnten dennoch zu Atomwaffen greifen und zwar, weil rationales Verhalten im definierten Sinn nicht garantiert werden kann. Das ist zugleich die Negierung des Axioms und ein Eingeständnis, dass Atomkriege möglich sind.
Implizit geht die Abschreckungstheorie also davon aus, dass in unser Welt auch Irrationalität eine bedeutende Rolle spielt. Das heißt: Niemand weiß wirklich, unter welchen Umständen ein atomar bewaffneter Akteur von dieser Technologie Gebrauch machen wird. Völlig realitätsfremd ist die Vorstellung, Machthaber, Diktatoren, aber auch demokratisch bestellte Staatenlenker würden ausschließlich umsichtig, weise und human handeln. Ein Konzept, dass auf so realitätsfernen Prämissen basiert, kann auf Dauer nicht funktionieren.
Siebtes Argument: Abschreckung muss glaubhaft sein und tendiert daher in Richtung Kollaps
Atomare Abschreckung basiert auf der glaubhaften Zusicherung, dem Gegner notfalls einen gewaltigen Schaden zuzufügen. Unglaubhaft sind Atomwaffen, wenn man garantiert, sie unter keinen Umständen einzusetzen. Wer Atomwaffen niemals einsetzen will, wird sich keine anschaffen. Denn: Atomwaffen zu besitzen oder über sie zu verfügen, ohne sie jemals verwenden zu wollen, ist ein Widerspruch. Um den zu kaschieren, wird der eigenen Bevölkerung vorgemacht, der Atomkrieg werde durch diese Waffen verhindert, während man dem Gegner das Gegenteil suggeriert oder sogar den Ersteinsatz androht. Nur Indien und China haben deutlich auf den Ersteinsatz verzichtet. Aber auch Indien und China müssen versichern, dass sie unter Umständen zum Atomkrieg bereit sind. Andernfalls entfiele die Abschreckungswirkung ihrer Nuklearwaffen.
Die glaubhafte Signalisierung, notfalls Atomwaffen zu verwenden, nutzt verschiedene Wege. Einer davon ist die Aufrüstung mit Atomwaffen. Diese braucht keinen Kommentar, denn wer sich Atomwaffen anschafft, würde sie auch nutzen und der Gegner weiß das. Der Besitz solcher Waffen kann auch mit expliziten Drohungen verbunden werden. Man deutet auf seine Waffen und warnt den Gegner. Säbelrasseln also. In Krisensituationen wird Glaubhaftigkeit aber am häufigsten durch demonstrativ bedrohliches Verhalten angezeigt. Dann signalisieren Atommächte deutlich, dass sie jederzeit zum Nuklearkrieg bereit sind. Diese „Politik am Abgrund“ ist als Nervenkrieg gedacht. Wer knickt zuerst ein? Knickt keiner ein, wird atomar zugeschlagen, denn der demonstrativen Drohung müssen Taten folgen, wenn Atomwaffen ihre einschüchternde Wirkung behalten sollen.
Die Kuba-Krise war eines von mehreren Beispielen für dieses Vorgehen. Wie Historiker wissen, rechneten die Akteure damals ganz bewusst mit dem Weltuntergang, denn ein atomarer Konflikt wäre damals sofort in den interkontinentalen Schlagabtausch übergegangen. Dass die Kuba-Krise dennoch gut endete, war reines Glück.
Achtes Argument: Je perfekter die militärische Technik, desto fragiler wird die Abschreckung
Militärtechnischen Innovationen zielen darauf, die Wirkung der eigenen Abschreckung zu erhöhen und die des Gegners zu unterlaufen. Schon von daher macht das den Atomkrieg wahrscheinlicher. Technologische Vorteile können also zugleich Nachteile für die Sicherheit sein. Am deutlichsten wird das im Hinblick auf die Konstruktion immer schnellerer Raketen. Sie erreichen unterdessen zwanzigfache Schallgeschwindigkeit. Zudem werden sie gerne möglichst nahe am Gegner positioniert. Wenn gegenseitige Abschreckung auch darauf beruht, dass der Gegner zweitschlagsfähig bleibt („wer zuerst schießt, stirbt als zweiter“), spielen Geschwindigkeit und Entfernung eine große Rolle.
Deshalb versuchen sich Atommächte durch Frühwarnsysteme zu schützen. Je rascher aber Raketen zielgenau anfliegen, desto kürzer werden die Vorwarnzeiten. Oft betragen sie nur wenige Minuten. Was technisch gesehen ein Fortschritt ist, ist im Hinblick auf die Sicherheit ein Nachteil. Denn die Technik unterläuft jedes menschliche Maß. In wenigen Minuten kann niemand entscheiden, ob Meldungen der Frühwarnsysteme zutreffen.
Daher wird die Entscheidung über Krieg und Frieden automatisiert. Sie wird an Computertechnologie und Künstliche Intelligenz delegiert. Mehrfach schon haben Informatiker und KI-Spezialisten gewarnt: Diese Automatisierung funktioniert nicht! Sie macht den Atomkrieg aus Versehen und gegen unseren Willen hoch wahrscheinlich.7
Neuntes Argument: Abschreckung ist keine Sicherheitsgarantie, sondern die Garantie des Untergangs
Dass der Atomkrieg nicht nur wahrscheinlich, sondern unvermeidlich ist, beruht auf einem statistischen Argument. Existiert dauerhaft die Möglichkeit, dass etwas geschieht, wird es im Laufe der Zeit tatsächlich geschehen. Der Volksmund hat das in einem Sprichwort ausgedrückt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Im Hinblick auf das Thema Abschreckung sagt es der Mathematiker, Philosoph und Nobelpreisträger Bertrand Russell so: „Was die nukleare Konfrontation angeht, so so kann man unter Umständen annehmen, dass zwei Seiltänzer zehn Minuten balancieren können, ohne abzustürzen. Aber nicht zweihundert Jahre.“8
Etwas konkreter der ehemalige Direktor der kardiologischen Abteilung der Harvard School of Public Health Bernhard Lown, der Mitbegründer der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW): „Man hat uns durch Experten versichern lassen, der Atomkrieg werde nie stattfinden. Aber die elementaren Gesetze der Wahrscheinlichkeit lehren uns, dass selbst ein so geringfügiges jährliches Risiko von nur 1 % zu einer Wahrscheinlichkeit von 40 % kumuliert, wenn man es für die zu erwartende Lebenszeit der heutigen Jugend hochrechnet. Es ist eine statistische Gewissheit, dass eine ständige Schussbereitschaft nicht als Dauerzustand fortbestehen kann. (…) Bislang ist der Welt die Katastrophe erspart geblieben, aber unser Glück ist zerbrechlich. Der Atomkrieg ist ein Schicksal, das darauf wartet, sich zu ereignen.“9
Wegen der großen Bedeutung dieses Arguments noch eine dritte Formulierung (von Horst Afheldt auf Grund von Aussagen von Carl Friedrich von Weizsäcker): „Soll die Abschreckung über lange Zeit glaubwürdig bleiben, muss die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes dieser Waffen über lange Zeit größer als Null sein. Ist diese Wahrscheinlich aber konstant größer als Null, so wird sie über sehr lange Zeiträume gleich 1, der Krieg also sicher.“10
Schlussfolgerung
Das Konzept der atomaren Abschreckung ist verantwortungslos und unmoralisch. Es nimmt in Kauf, dass das größtmögliche historische Inferno irgendwann unvermeidlich eintritt und dabei ein Massen- und Völkermord stattfindet. Selbst das Ende der Menschheit kann nicht ausgeschlossen werden. Daraus resultiert eine einfache Logik: Entweder wir schützen das Leben auf diesem Planeten, indem wir auf diese Waffen verzichten, oder wir Tanzen auf dem Vulkan, bis es zur sicheren Endkatastrophe kommt.
Weil es Menschen gibt, denen dieses bewusst ist, wurde 2021 der UNO-Atomwaffenverbotsvertrag beschlossen (AVV). Bis zum September 2024 sind ihm 94 Staaten beigetreten, Deutschland nicht. Wer möchte, dass auch unserer Kinder und Kindeskinder menschlich leben können, sollte sich dafür einsetzen. Etwa indem er nur Abgeordnete wählt, die sich hier engagieren.
Quelle
1 Peter Rudolf: Welt im Alarmzustand. Die Wiederkehr der nuklearen Abschreckung, Bonn 2022, S. 128.
2 s03021_gp_auswirkungen_atomwaffen_d_studie_07_2020_fly_fin_neu.pdf (greenpeace.de) (2.2.2025) – www.atomwaffena-z.info | Atomwaffen A-Z (20.03.2025) – An India-Pakistan nuclear war could kill millions, threaten global starvation | CU Boulder Today | University of Colorado Boulder (25.7.2024) – Ehrlich, Paul R., Sagan, Carl: Die nukleare Nacht, Die langfristigen klimatischen und biologischen Auswirkungen von Atomkriegen, Köln 1983 – Bach, Wilfried: Der nukleare Winter, Der sicherste Weg zum kollektiven Selbstmord, in: Bastian, Till (Hg.): Wir warnen vor dem Atomkrieg. Dokumentation zum 5. Medizinischen Kongreß zur Verhinderung des Atomkrieges in Mainz, Neckarsulm 1986. – Stehen wir vor der Superkatastrophe? | Overton Magazin
3 Hans-Peter Waldrich: Philosophen gegen die Bombe. Wie wir der herrschenden Apokalypse-Blindheit trotzen, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 7/2020.
4 Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technische Zivilisation, Frankfurt am Main 1984, S. 63ff.
5 Zit. nach: Ines-Jacqueline Werkner: Friedens- und Konfliktforschung. Eine Einführung, München 2020, S. 218f.
6 Ohne Kontrolle: Wer entscheidet über Atomwaffeneinsätze? | Overton Magazin
7 Atomkrieg aus Versehen – www.atomkrieg-aus-versehen.de
8 Zit. nach: Arthur Kaufmann : Gerechtigkeit, der vergessene Weg zum Frieden, München 1986, S. 60f.
9 Bernhard Lown: Zur Dringlichkeit moralischer Empörung, in: Gemeinsam leben – nicht gemeinsam sterben! Dokumentation des 6. Weltkongresses der IPPNW in Köln, hrsg. v. Till Bastian, Karl Bonhoeffer, Nick Bramley, München 1987, S. 119 – 121, zit. S. 119.
10 Zit. nach: Ernst Tugendhat: Nachdenken über die Atomkriegsgefahr und weshalb man sie nicht sieht, Berlin 1986, S. 55f.

Dr. Hans-Peter Waldrich ist Politikwissenschaftler (Dipl. sc. pol.). Sein Geld hat er vor allem im Bildungswesen und -unwesen verdient, an Schulen und Hochschulen und unter anderem beim Bundesamt für den Zivildienst. Während der 1980ger-Jahre engagierte er sich in der Friedensbewegung. Seit seiner Jugend schrieb er für eine Vielzahl von Zeitungen und Zeitschriften, etwa den Freitag oder die Blätter für Deutsche und internationale Politik, und veröffentlichte mehrere Bücher, vor allem zu politischen, pädagogischen und philosophischen Fragen. Er hält sich zugute, dass er sich niemals genötigt sah zu publizieren, um davon leben zu müssen und dass er stets nur auf eines Rücksicht zu nehmen hatte: seine eigenen Überzeugungen.
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Erstveröffentlicht im Overton Magazin v. 23.2. 2026
Atomarer „Schutzschirm“?
Wir danken für das Publikationsrecht.