„Lasst uns alles lahmlegen!.“ Eine Flut von Schülern überschwemmt Frankreich

Titelbild: Screenshot Tagesschau

„Frankreichs Schulen brennen, während sich die Schülerunruhen ausbreiten“, titelte die „Financial Times“ am Freitag, den 2. Oktober 2026, frühmorgens online auf ihrer Startseite.

Die ARD-„Tagesschau“ berichtete heute (am 3.10.2026) um 12:47 Uhr:

„In Frankreich sind bei den landesweiten Schülerprotesten nach Regierungsangaben seit Montag mehr als 5.000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte im Sender TF1, am Freitag habe es 1.747 Festnahmen gegeben, am Donnerstag 1.954. Rund 85 Prozent der Festgenommenen seien minderjährig, die meisten von ihnen Schülerinnen und Schüler. „

Der Grund für die wütenden Proteste:

„Die Schüler fordern eine bessere Ausstattung der Schulen und mehr Lehrer und kritisieren die Verschmutzung der Gebäude und überfüllte Klassen.“

Mit anderen Worten: Die Jugendlichen fühlen sich abgehängt, an den Rand gedrängt und sehen angesichts der herrschenden Politik, die zwar viel Geld für Aufrüstung, Krieg und eine weitere Umverteilung zugunsten der Reichen hat, aber bei ihnen „spart“, keine Zukunftsperspektive mehr für sich. Das neue Haushaltsgesetz mit seinen massiven Kürzungen dürfte da den letzten Anstoß gegeben haben.

Laut dem rechten Innenminister Laurent Nuñez „waren am Freitag insgesamt 735 Schulen von den Protestaktionen betroffen, 30 Prozent weniger als am Vortag“. Es habe Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen gegeben. Dabei seien „Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten“ geflogen.

Macrons Minister bezeichnete das Ausmaß der Proteste als erheblich und überraschend und führte es unter anderem auf soziale Netzwerke und den Einfluss der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (Das unbeugame Frankreich – LFI) des ehemaligen sozialistischen Senators Jean-Luc Melenchon zurück:

„Die politische Mobilisierung habe der Bewegung eine gewisse Größenordnung verliehen, allerdings sei die Gewalt den Verantwortlichen dann jedoch völlig entglitten.“ (ebenda)

Nicht entgangen ist der „Tagesschau“-Redaktion  allerings auch der Versuch der bürgerlich-kapitalistischen Staatsmacht die Proteste mit massivem Polizeiterror zu unterdrücken bzw. sie zu ersticken:

„Es gab jedoch auch Kritik an den Sicherheitskräften. Obwohl die Regierung betont, diese würden zurückhaltend vorgehen, werfen andere ihnen übermäßige Gewalt vor.“

Zu der überraschend heftigen Schülerbewegung und der Intervention der Staatsgewalt gegen die Proteste brachte die linke italienische Tageszeitung „il manifesto“ am Freitag  (den 2.10.2026) ein Interview mit dem Mathematiklehrer und Ko-Vorsitzenden der Lehrergewerkschaft SNES-FSU im Departement Seine-Saint-Denis, Tony Tremblay.

In der Samstagsausgabe (vom 3.10.2026) erschien ein Bericht des Paris-Korrespondenten von „il manifesto“ zur aktuellen Lage und den weiteren Aussichten. Filippo Ortona hatte sich in der Pariser banlieue die Situation vor Ort angesehen und mit Schülern und Lehrern gesprochen. Das Interview folgt hier:

DER AUFSTAND DER GYMNASIASTEN.

Unter den Jugendlichen, die auf den Straßen bleiben: „Die Schule fällt auseiander.“ Die Gewerkschaften: „Schließt euch der nationalen Demonstration am 6. Oktober an.“

Filippo Ortona – Paris

„Leg alles lahm, denn sie lassen uns nichts“: Der mit Filzstift geschriebene Spruch steht auf einem Stück Pappe, das gut sichtbar in der Mitte der Steintreppe eines Gymnasiums im 19. Arrondissement von Paris liegen gelassen wurde, nur einen Steinwurf vom Boulevard Périphérique entfernt, der den Beginn der Banlieue markiert.

Überall liegen noch die noch rauchenden Überreste von verbrannten Mülltonnen. Etwa fünfzig Jungen und Mädchen stehen herum. Eine kleine Gruppe von Lehrern beobachtet die Szene mit besorgter Miene. Am Ende der Straße steht ein Dutzend Polizisten in Kampfmontur neben einem Kleintransporter. Ein großes, dunkelhäutiges Mädchen aus der Abschlussklasse, das ihr Gesicht mit einer Keffiyeh [1]„Palästinensertuch“ bedeckt, zählt die Beschwerden auf: „Die Mensa ist zu teuer.“ „Die Schule fällt auseinander.“ „Wenn die Krankenschwester krank ist, gibt es niemanden, der sie ersetzt.“ „Die Unterrichtszeiten sind zu lang.“ Ein weiteres Mädchen kommt hinzu: „Die Klassenzimmer sind winzig, es gibt nicht genug Tische“ …

ES IST DER ZWEITE TAG der Blockade. Als Parcoursup erwähnt wird, die von Emmanuel Macron 2018 eingeführte Plattform, die festlegt, wo und wie man sich für die Zulassung zur Universität bewerben kann, springt die mittlerweile zu einer kleinen Gruppe gewachsene Schar von Mädchen wie auf Knopfdruck auf: „On en a marre! Ein Roboter entscheidet über unsere Zukunft. Wir wollen nicht, dass er bestimmt, was wir studieren dürfen“, sagt das Mädchen mit der Kefiah.

Während diese Debatte stattfindet, blockieren Gymnasiasten im ganzen Land die Gebäude der Institutionen und besetzen die Straßen, wobei es häufig zu Zusammenstößen mit der Polizei kommt. In Belfort wurde ein Polizist von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen, während im Osten und Norden von Paris Tausende fliehen, um den Vorstößen der Polizei zu entkommen, und mit Hilfe von Straßenmöbeln Barrikaden errichten.

Die Bilder der Polizeieinsätze überschwemmen die sozialen Netzwerke. In einem auf Instagram verbreiteten Video ist zu sehen, wie ein Polizeiauto in Troyes eine Gruppe von Schülern angreift, während Beamte aus den offenen Fenstern Pfefferspray versprühen. In Toulouse wurde ein Polizist fotografiert, als er ein Sturmgewehr auf eine Gruppe von Jugendlichen richtete.

Die Treffen mit den Schülergewerkschaften haben die Dynamik der Gymnasiasten nicht gebremst: Die „Union Syndicale Lycéenne“ (Gewerkschaftsunion der Gymnasiasten – USL) hat dazu „aufgerufen, die Mobilisierung fortzusetzen“ und sich der nationalen Demonstration am 6. Oktober „anzuschließen“, an der auch die wichtigsten Gewerkschaften (CGT, Solidaires, FSU) teilnehmen werden, von denen einige einen fast vollständigen Streik durchführen werden. Der Sturm kündigt sich perfekt an, nicht zuletzt aufgrund der Vorlage eines Sparhaushalts gerade in diesen Wochen.

„ZUM ERSTEN MAL rufen alle Gewerkschaften dazu auf, die Bewegung der Schüler zu unterstützen“, sagte der Vorsitzende von „La France Insoumise“ (LFI), Jean-Luc Mélenchon, in einer Rede am Donnerstag, „Wir haben nicht die Absicht, diese Bewegung anzuführen. Im Gegenteil, wir wollen, dass die Bewegung uns mitreißt.“ Mélenchon erklärte weiter, dass LFI gemeinsam mit den Gewerkschaften und den Schülern auf die Straße gehen werde, und forderte seine Anhänger auf, sich zwischen die Polizei und die Demonstranten zu stellen, „um unsere Jugendlichen zu schützen“.

Die Regierung und die Präfekten haben von Amts wegen mehr als 400 institutionelle Einrichtungen geschlossen und Demonstrationen in deren Umgebung verboten, doch die Flutwelle hat alles überschwemmt, und gestern waren mindestens 546 öffentliche Ämter blockiert oder in ihrem Betrieb beeinträchtigt. Innerhalb weniger Tage kam es zu mehr als 4.000 Festnahmen, und seit Beginn der Bewegung wurden nach Angaben des Bildungsministeriums mehr als 170 Schüler verletzt.

DIE PRÄSIDENTEN DER REGIONEN, die am stärksten von den Protesten betroffen sind bezifferten die Schäden an schulischen Einrichtungen auf mehrere Dutzend Millionen Euro. „Die Eltern der Jugendlichen müssen die Reparaturkosten tragen“, sagte Justizminister Gérald Darmanin gestern und griff damit ein Argument wieder auf, das die Regierung bereits während der Unruhen nach dem Mord an Nahel Merzouk im Jahr 2023 benutzt hatte.

„Nein, nein, nein, nicht anzünden!“, ruft ein 50-jähriger Sportlehrer einer kleinen Gruppe von Mädchen vor dem Gymnasium im 19. Arrondissement von Paris zu. Die Schülerinnen haben die letzten drei noch übrig gebliebenen Mülltonnen aufgesammelt und sie vor einem verglasten Eingang der Schule aufgestellt. „So sprengt ihr die Scheiben! Stellt sie doch auf den Bürgersteig, oder?“

DIE MÄDCHEN KICHERN, einige helfen dem Lehrer dabei, alles auf die Straße zu stellen, ein paar andere zünden die Mülltonnen an, die nun weit entfernt von den Fensterscheiben stehen. „Oh, aber seid doch vorsichtig, wisst ihr nicht, dass ihr am Ende des Jahres das Abitur habt?“, sagt ein anderer Lehrer. Die verängstigte Schulleiterin versucht, den Sportlehrer davon zu überzeugen, „keine unnötigen Risiken einzugehen“, was ihr einen bösen Blick des Betroffenen einbringt. „Ich bin nur gekommen, um allzu schwere Unfälle oder Schäden an der Schule zu verhindern“, sagt der Sportlehrer. „Es ist nicht so, dass ich sie unterstütze“, sagt er über seine Schüler. „Es ist einfach etwas, das in einer bestimmten Lebensphase passieren kann. Das ist alles, man sollte kein Drama daraus machen.“

Einige Schüler der vorletzten Klasse, die auf den Stufen sitzen, scheinen sich jedoch der politischen Tragweite der Bewegung sehr wohl bewusst zu sein. Auch sie beklagen sich über die Stundenpläne, den Mangel an Mitteln und Lehrern – alles Dinge, die dazu beitragen, „dass wir keine Zukunft haben werden“, sagt ein großer Junge, dessen Gesicht von einer Sturmhaube verdeckt ist.

Vor allem aber sprechen sie von Rassismus und insbesondere von dem der Polizei: „Ich wohne in einer Cité (Sozialwohnungssiedlung, Anm. d. Red.) und wurde schon sechs Mal angegriffen“, sagt ein junger Mann mit einer verspiegelten Brille, die sein Gesicht verbirgt. „Einmal haben sie mir das Bein gebrochen und ich hatte eine Schädelfraktur.“ Er macht eine Pause, dann: „Man sagt, wir seien das Frankreich von morgen, aber man lässt uns am Straßenrand stehen und hört uns nicht zu, wenn wir sprechen. Wenn wir das Frankreich von morgen sind, sollten sie vielleicht schon jetzt anfangen, uns zuzuhören“, sagt er.

Kommentierender Anfangstext und Übersetzung aus dem Italienischen: Gewerkschaftsforum Hannover

aus „il manifesto“ 3. Oktober 2026

Originalquelle:
www.ilmanifesto.it

Wir danken für das Publikationsrecht.

References

References
↑1 „Palästinensertuch“

„Solidarität statt Spaltung, Prinzipientreue statt Einknicken vor den Herrschenden!“

Offener Brief an Die Linke Berlin und die Bundesfraktion

Unterschriftenliste

Titelbild: Berliner Mieterverein

Wir, die Unterzeichnenden dieses Briefes, solidarisieren uns ausdrücklich mit der Linkspartei Berlin, die sich nach ihrem fulminanten Wahlsieg am 20.09.2026 einer beispiellosen medialen Hetzkampagne konfrontiert sieht. Von rassistischen Vorwürfen der angeblichen Nähe zur sog. “Clan-Kriminalität” bis hin zum Terrorverdacht gegen politisch engagierte Palästinenser*innen in- und außerhalb der Partei – die Mainstream-Parteien instrumentalisieren den Antisemitismus-Vorwurf gegen die LINKE, weil sie fürchten, dass Berlin mit der Vergesellschaftung von Wohnungen einen bundesweiten Präzedenzfall schaffen wird. Dabei dreht es sich häufig konkret um den Wahlbezirk Neukölln.

Angriffe auf Neukölln aus allen politischen Lagern und Medien sind seit Jahren an der Tagesordnung und kamen daher auch in diesem Wahlkampf alles andere als überraschend. Der Stadtteil muss immer wieder als Beispiel für gescheiterte Integration, migrantische Queerfeindlichkeit und Kriminalität, importierten Antisemitismus und Islamismus herhalten. Gesamtgesellschaftliche Probleme werden für rassistische Stereotypisierung instrumentalisiert. Gegen den MdB Ferat Koçak wurde erst vor kurzem mittels des absurden Vorwurfs des Verdachts auf Dokumentenfälschung eine medial aufgebauschte Hetzjagd unter Mitwirkung der Staatsanwaltschaft gestartet. Dass er als migrantisierter Lokalpolitiker lange Jahre unter dem Namen “Der Neuköllner” aktiv war und aufgrund seiner antirassistischen Basisarbeit Zielscheibe des NSU 2.0 wurde, ist dabei kein Zufall. Und obwohl auch andere Parteien zweifelhafte Verbindungen pflegen, die weit über einen Chat hinausgehen, soll ihn nun dieser Kontakt den Kopf kosten.

Auch die Palästina-Solidarität, die sich nicht allein auf einen Bezirk Berlins begrenzen lässt, wird in Neukölln immer wieder zum Politikum erklärt. Der Solidaritätsbekundung 150 jüdischer Intellektuelle*r, Schriftsteller*innen und Aktivist*innen zum Trotz wird die Bewegung in der Basis der Partei von bürgerlicher Politik und Medien angegriffen und instrumentalisiert. Wir solidarisieren uns hiermit ausdrücklich mit dem Bezirksverband der Linken Neukölln und mit allen anderen Genoss*innen der Linkspartei, die aktuell dieser rechten Hetzkampagne ausgesetzt sind. Außerdem solidarisieren wir uns mit unseren palästinensischen Mitmenschen, die sich seit Jahren für Palästina in Deutschland engagieren. Wir sagen ganz klar: Kritik am Staat Israel ist nicht antisemitisch und dafür hat die Partei bei ihrem letzten Bundesparteitag auch gestimmt, indem sie die IHRA-Definition zurückwies und eine Mehrheit der Mitglieder für die Jerusalem Declaration on Antisemitism gestimmt haben. Keine der aktuell umstrittenen Aussagen ist gemäß dieser Definition antisemitisch. Eine Linke, die sich dagegen ernsthaft um das Sicherheitsgefühl der Berliner*innen sorgt, sollte auch das der palästinensischen und migrantischen Stimmen mit einbeziehen, die gerade unter rassistischem Generalverdacht stehen.

Wir fordern die Partei hiermit ausdrücklich auf, die Palästina-Solidarität nicht einer Regierungskoalition mit Grünen und SPD zu opfern, die beide für die Kürzungen der letzten Jahre und somit auch für den Aufstieg der faschistoiden AfD mitverantwortlich sind. Wir fordern die Partei ausdrücklich auf, sich schützend vor die angegriffenen Mitglieder – Ferat Koçak, Basem Said, Martha Kleedörfer, Hannah Bruns und alle anderen – zu stellen. Solidarität statt Spaltung, Prinzipientreue statt Einknicken vor den Herrschenden! Das Ausschlussverfahren gegen Hannah Bruns muss sofort gestoppt und zurückgenommen werden! Wir verlangen eine konsequent sozialistische Politik der Linkspartei, die alle marginalisierten Gruppen in Schutz nimmt, die sich nicht scheut, den Rassismus der aktuellen Gegenkampagne zu benennen, die sich hinter jüdische Menschen in all ihrer Vielfalt stellt und vor allem eines tut: endlich vergesellschaften.  

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Erstunterzeichnende:

  1. Achan Malonda, Musikerin, Autorin
  2. Jasmina Kuhnke, Autorin und Drehbuchautorin
  3. Inga Matthes, Anwältin für Migrationsrecht und Neuköllnerin
  4. Rana Issazadeh, Rechtsanwältin
  5. Rashad Alhindi, Filmemacher & Journalist
  6. Vanessa E. Thompson, Soziologin, Associate Professor, Queen’s University, Kanada
  7. Nala Wahle, Aktivistin
  8. Elias Naeb, Sozialpädagoge, Content Creator und Spoken Word Artist
  9. Ulla Scharfenberg, Bildungsarbeiter*in
  10. Leandros Fischer, Juniorprofessor für Philosophie, Politik & Ökonomie, American University of Beirut Campus, Zypern
  11. Elias Kapeller alias Ilyas Ibn Karim, Religionswissenschaftler, Doktorand
  12. Norma Möllers, Soziologin, Associate Professor, Queen’s University, Kanada
  13. Dr. Imad Mustafa, Autor & Politologe
  14. Michèle Winkler, politische Referentin im Grundrechtekomitee
  15. Jean-Philippe Kindler, Comedian
  16. Sebastian Hotz, Autor
  17. Britta Rabe, politische Referentin im Grundrechtekomitee
  18. Zahra Mousawy, Afghanische Schriftstellerin und Aktivistin
  19. Mitali Nagrecha, Vorstand im Justice Collective
  20. Cuso Ehrich, Soziolog*in & Podcaster*in
  21. Fabian Lehr, Kommunistischer Podcaster & Publizist
  22. Zoë Claire Miller, Künstlerin
  23. Deborah Feldman, Autorin & Publizistin
  24. Miriam Chorley-Schulz, Assistant Professor and Mokin Fellow of Holocaust Studies, University of Oregon
  25. Mine Pleasure Bouvar, wandernde Agitatorin
  26. Maryam Aras, Autorin und Literaturkritikerin
  27. Niloufar Tajeri, Architektin und Stadtforscherin
  28. Beate Bahnweg, Rechtsanwältin
  29. Nadija Samour, Rechtsanwältin
  30. Gina Waibel, Bildungsinfluencerin und Autorin
  31. Lena Koch, Rechtsanwältin
  32. Julia Grißmer, Rechtsanwältin
  33. Malte Engeler, Autor und Rechtswissenschaftler
  34. Benjamin Meyer-Krahmer, Institut für Theorie, HGB Leipzig
  35. Matthias Böhler, Künstler
  36. Nils Riecken, Islamwissenschaftler, Ruhr-Universität Bochum
  37. Rainer Rehak, Informatiker und Wissenschaftler
  38. Shoan Vaisi, ehemaliges Stadtratsmitglied, Sozialarbeiter
  39. Elisa Baş, Klimagerechtigkeitsaktivistin
  40. Prof. Dr. Marc Siegel, Filmwissenschaftler
  41. Alanna Lynch, Künstlerin
  42. Lili Sommerfeld, Musikerin
  43. Michael Cohen-Weissert, Pianist und Komponist
  44. Nina Ogilvie, Rechtsanwältin
  45. Sheela Charen, Rechtsanwältin
  46. Helén Fares, Menschenrechtsaktivistin
  47. Rachela Tonta, Politikwissenschaftlerin, unabhängige Forscherin
  48. Louna Sbou, Oyoun Director
  49. Ruth Weskamm, Studienrätin
  50. Maidline Aurie, Artist
  51. Michael Barenboim, Professor und Musiker
  52. Marcus Staiger, Publizist und Aktivist
  53. Pia Scholz alias Shurjoka, Content Creatorin & Aktivistin
  54. Prof. Dr. Robin Celikates, FU Berlin
  55. Nurder Koch, Koch, polit. Aktivist, Influencer
  56. Rio Riseup, Musiker
  57. Fabian Saul, Autor & Komponist
  58. Adam Broomberg, Künstler
  59. Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin
  60. Jakob Reimann, freier Journalist
  61. Hannes Porombka, Musiker
  62. Judith Scheytt, Aktivistin und Content Creatorin
  63. Lise-Christine Kobla Mendama, Bildungsreferentin
  64. Mine, Musikerin
  65. Natascha Sadr Haghighian, Künstlerin
  66. Thomas Kilpper, Künstler
  67. Isra Karera, Bildungsinfluencerin
  68. Sonja Hornung, Künstlerin
  69. Julia Akra, Projektmanagement
  70. Mogli, Artist
  71. Nicklas Boden, Content Creator
  72. Valerie Burgstaller, Workplace Designerin
  73. Pegah Ferydoni, Schauspielerin und Sprecherin
  74. Prof. Dr. Onur Suzan Nobrega, Wissenschaftlerin und Kuratorin
  75. Muriel Marondel, Author & Mutual Aid Activist
  76. Faheem Hemboum, Journalist
  77. Abdul Kader Chahin, Comedian
  78. Ibrahim Arslan, historisch-politischer Bildner, Aktivist
  79. Novaa, Musikproduzent*in
  80. Kai Schumann, Schauspieler
  81. Yehudit Yinhar, Künstlerin
  82. Sultana Sediqi, Aktivistin
  83. Prof. Dr. Ömer Alkin, Medienwissenschaftler
  84. Dr. Kien Nghi Ha, Kultur- und Politikwissenschafter
  85. José Segebre, Autor und Kulturwissenschaftler
  86. Dr. Aurelia Kalisky, Researcher at the Centre Marc Bloch
  87. Marie-Alice Morel, Kommunikationsmanagerin und Aktivistin
  88. Tex Drieschner, Sänger, Gründer & Moderator von TV Noir
  89. Nader Soltani, Soziologe, Philosoph, Sozialpädagoge
  90. Damon Taleghani, Autor & Musiker
  91. Meral AL-Mer, Musikerin, Journalistin und Autorin
  92. Sandra Hetzl, Literaturübersetzerin & Autorin
  93. Sandra Gugić, Autorin
  94. Emilia Zenzile Roig, Autorin
  95. Kai Koddenbrock, Professor für Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie
  96. Nina Onèr, Rechtsanwältin
  97. Lara Möller, Advocacy und Research Associate beim Justice Collective
  98. Roland Meister, Rechtsanwalt
  99. Ingrid Adjoa Yeboha, Rechtsanwältin
  100. Dr. Ammar Bustami, Rechtsanwalt
  101. Eike Richter, Rechtsanwalt
  102. Anja Lederer, Rechtsanwältin
  103. Robin Jaspert, Politökonom
  104. Christian Strippel, Wissenschaftler
  105. Jule Ulbricht, Historikerin Universität Basel
  106. Florence Vienne, Wissenschaftshistorikerin
  107. Rehab Massoud, Dozentin, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  108. Leon Schlüter, Doktorand & Aktivist
  109. Cathleen Schuster, Künstlerin
  110. Marcel Dickhage, Künstler
  111. Dr. Fatoş Atali-Timmer, Erziehungswissenschaftlerin
  112. Prof. Dr. Ramis Örlü, OsloMet – Oslo Metropolitan University
  113. Prof. Dr. Sabine Broeck, Universität Bremen
  114. Deniz Torlak, Bildungsreferent_in
  115. Joana Georgi, Regisseurin
  116. Julian Hölzl, Rechtsanwalt
  117. Nevin Duran, Rechtsanwältin
  118. Olivier David, Schriftsteller
  119. Mesut Bayraktar, Autor
  120. Simin Jawabreh, Aktivistin & Politikwissenschaftlerin
  121. Prof. Dr. Angela Harutyunyan, UdK Berlin
  122. Tomer Dotan-Dreyfus, Autor
  123. Prof. Dr. Angela Harutyunyan, UdK Berlin
  124. Anne Benza-Madingou, Autorin
  125. Ipek Ipekcioglu, Producer, DJ, Kulturarbeiterin*
  126. Carolin Kaufmann, Rechtsanwältin
  127. Mithu Sanyal, Schriftstellerin
  128. Dr. Henrike Kohpeiß, Philosophin, Leuphana Universität Lüneburg
  129. Dr Angela Last, Geograph*in, Freie Universität Berlin/University of Leicester
  130. Asha Hedayati, Anwältin und Autorin
  131. Fabian Goldmann, Journalist
  132. Daniel Loick, Philosoph
  133. Handan Ceylan, Rechtsanwältin
  134. Dr. Sué González Hauck, Rechtswissenschaftlerin
  135. Hannah Rainer, Rechtsanwältin
  136. Benjamin Düsberg Rechtsanwalt
  137. David Schlindwein, Rechtsanwalt
  138. Rina Ajeti, Abogada, Migrationsrecht

Starker Gewerkschaftsblock gegen Kriegskurs und sozialen Kahlschlag – 3.Oktober Berlin

Hunderte Gewerkschafter:innen demonstrierten am 3 Oktober auf der großen Friedensdemo in Berlin gegen Kriegskurs und sozialen Kahlschlag.

Ein unübersehbarer starker Gewerkschaftsblock. Einige meinten schon: „Der Jugendblock der ganzen Demo“. Wer genauer hinschaut erkennt aber die „richtige Mischung“. Gewerkschafter:innen aus allen DGB Gewerkschaften waren da zusammen auf der Straße. Jung und Alt gemeinsam, entschlossen, laut und in jedem Fall kämpferisch.

Wir wollen Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze.

Hoch mit den Löhnen, runter mit der Rüstung.

Ohne Streik wird sich nichts verändern!

Der Ruf „Hoch die internationale Solidarität!“ bekam vor Ort seine besondere praktische Bedeutung.

Als zionistische Befürworter:innen von Rassismus, von Massenmord und Kriegsverbrechen in Gaza unter dem Schutz der deutschen Polizei palästinensische Mitdemonstrant:innen und Angehörige von Opfern zu provozieren und zu verhöhnen versuchten, stellten sich Gewerkschafter:innen von Verdi über GEW, IG Bau, EVG bis IG Metall schützend vor die Bedrohten und Betroffenen.

Ein Videomitschnitt zeigt einen Gewerkschaftsblock voller Selbstbewusstsein und echter Kampflust.
Jetzt fehlt „nur“ noch eines: es müssen viel viel viel viel mehr werden. Das Wörtchen „viel“ lässt sich nicht oft genug wiederholen. Rein in die Betriebe. Rein in die sozialen Kämpfe. Rein in die offensive Diskussion mit den Kolleg:innen über die Zusammenhänge und Militarisierung. Nur wer die Zusammenhänge sieht – nicht im Nebel rumstochert und den Abgrund erkennt – und sich zusammenschließt, kann seine Interessen wirkungsvoll durchsetzen.

Bildmaterial: Claudius Naumann (Verdi), Konstantin Kieser (GEW), Lukas Schmolzi (Verdi), Peter Vlatten (IG Metall)

Kommt zur Veranstaltung „Arbeit und Gewerkschaften in Zeiten der Aufrüstung.“ Berliner Gewerkschafter:innen diskutieren miteinander und dem Publikum.

Mach mit als Gewerkschafter(in) beim „gewerkschaftlichen Ratschlag Berlin-Brandenburg„

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