Für einen sofortigen Waffenstillstand zwischen Israel und Iran

KUNDGEBUNG
24.6.2025 ● 18 Uhr ● Bundeskanzleramt

(Annemarie-Renger-Straße – U5 Bundestag)

Wir, Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, verurteilen auf das Schärfste den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels gegen den Iran, der das Potential hat, in einen regionalen Flächenbrand oder gar in einen dritten Weltkrieg auszuarten.


Wir verurteilen genauso die Rechtfertigung dieses Angriffskrieges und die politische, moralische und militärische Unterstützung durch die deutsche Bundesregierung und ihre internationalen Verbündeten für Israel.

Wir fordern die Bundesregierung und alle friedliebenden Völker eindringlich dazu auf, sich für einen sofortigen Waffenstillstand im gesamten Mittleren Osten einzusetzen, um weitere Opfer und Zerstörungen zu verhindern.

Wir ersuchen den UN-Sicherheitsrat, alles Erdenkliche zu tun, um einen sofortigen Waffenstillstand zwischen den Kriegsparteien zu erwirken und gemäß ihrer weltpolitischen Verantwortung einen sofortigen Prozess für die Einrichtung einer Zone im Mittleren Osten in Gang zu setzen, die von Massenvernichtungswaffen, insbesondere von Nuklearwaffen, frei ist:

Kein Staat im Mittleren Osten, weder der Iran noch Israel, sollte eine Atommacht sein.


Frieden im Mittleren Osten ist nur möglich, wenn der Westen den Groß-Israelplänen Netanjahus die Unterstützung entzieht.


Gruppen der Friedenskoordination Berlin
und iranische Friedensfreundinnen und Friedensfreunde

United for Gaza

Gaza im Schatten des Israel-Iran Krieges nicht vergessen!

Update. Uns erreichte gerade die Meldung von der Verlegung der Demonstration. Kommentar :“Wie erwartet hat die Polizei die Demo wieder verlegt. Am Brandenburger Tor sind wohl nur noch Kriegstreiber und Nazis erlaubt.“ Schon vor einer Woche war eine vergleichbare Kundgebung kurzfristig vom Brandenburger Tor, trotz langer Voranmeldung, wegverlegt worden.

Platz der Republik-Scheidemannstraße, 21.Juni 15 Uhr

Vereinigt für Palästina – United for Palestine

Demo am 21.Juni, Start 15 Uhr, Brandenburgertor Berlin Platz fer Republik-Scheidemannstraße

WER WIR SIND

Wir sind zwei palästinensische Einzelpersonen unabhängig von Parteien/Organisationen. Amin stammt aus Hebron (West Bank), Abed hat den Genozid in Gaza nur knapp überlebt. Uns verbindet das Ziel, der palästinensischen Perspektive Gehör zu verschaffen- einer Stimme, die in Deutschland systematisch ausgeblendet wird.
Für Völkerrecht, Gerechtigkeit und Solidarität !

UNSER ZIEL

Gemeinsam mit Aktivist:innen aus der palästinensischen und Palästina-solidarischen Community, NGOs und Parteien organisieren wir eine Massendemonstration.
Ein starkes, menschliches Zeichen gegen Genozid, Vertreibung und staatliche Komplizenschaft.
Unsere Botschaft: Schluss mit der Komplizenschaft- Solidarität ist Pflicht.

UNSERE FORDERUNGEN

  • Sofortiges Ende der Unterstützung des Israelischen Genozids, der Apartheid und der illegalen Besatzung in all ihren Formen-politisch, diplomatisch, wirtschaftlich und militärisch.
  • Achtung des Völkerrechts und Unterstützung internationaler juristischer Maẞnahmen sowie Reparationen an das palästinensische Volk.
  • Entkriminalisierung der Anti-Genozid und Palästina-solidarischen Stimmen, Symbole und Proteste

Wir setzen ein klares Zeichen: Für das vergossene Blut. Für unsere Wut. Für unsere Solidarität. Für Gaza.
Für die rote Linie, die wir gemeinsam ziehen.

18. Juni Gaza, Freunde Palästinas berichten: 

Die Luftangriffe nehmen weiter zu. Sie treffen nicht nur militärische Ziele, sie zerreißen das Herz ganzer Nachbarschaften, schlagen in Flüchtlingsunterkünfte ein, treffen Schulen, Kliniken und vor allem Menschen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben. Inmitten dieser Hölle verschärft sich die humanitäre Katastrophe. Hunger, Krankheit und Obdachlosigkeit greifen um sich, während eine gnadenlose Belagerung den Zugang zu Nahrung, Wasser und Medikamenten versperrt.

An den wenigen Verteilungspunkten für Hilfe wiederholt sich täglich dasselbe grausame Schauspiel. Verzweifelte Menschen drängen sich in der Hoffnung auf ein Stück Brot oder einen Schluck sauberes Wasser, doch was sie erwartet, sind Schüsse von israelischen Scharfschützen und Angriffen aus der Luft. Anstatt Wege für Hilfe zu öffnen, verwandeln sich Orte der Hoffnung in Schauplätze von Blutvergießen. Der gezielte Mord gegen Frauen, Kinder und alte Menschen ist ein eklatanter Bruch aller menschlichen und völkerrechtlichen Prinzipien.

Erneut wurden in der Nähe des Netzarim-Korridors dutzende Zivilisten ermordet, als sie auf Hilfslieferungen warteten. Unter den Opfern sind vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Augenzeugen berichten von Chaos, Panik und Körpern, die in Blutlachen liegen, nur weil sie überleben wollten.

Die Vereinten Nationen rufen erneut dazu auf, die tödliche Gewalt an den Hilfspunkten sofort zu beenden. Doch ohne echten internationalen Druck bleibt dieser Appell ein Ruf ins Leere, während die Menschen in Gaza in einem endlosen Albtraum gefangen sind.


Siehe auch: Israel macht die Drecksarbeit, aber nicht in unserem Namen


Unser Appell als Redaktion: 
Es wird Zeit, daß die verschiedenen Initiativen der übergroßen Mehrheit der Deutschen eine gemeinsame unüberhörbare Stimme geben und dieses Potenzial mobilisieren. Es muss öffentlicher Druck aufgebaut werden – sichtbar auf den Strassen -, damit sich bei den Regierenden in Deutschland endlich etwas bewegt, nicht mit Worten, sondern mit Taten und jegliche Form von Mittäterschaft und Unterstützung von Israels Krieg eingestellt wird. Die Menschen in Gaza können nicht warten.
UNITED GAZA

Vor Gericht bedauerten sich die Nazis selbst – wegen der „Drecksarbeit“, die sie an Jüd:innen erledigen mussten!

Der Ausspruch von Friedrich Merz ruft Erinnerungen wach.

„Noch Jahre später klagt Kurt Werner vom Sonderkommando 4a: ‚Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Nervenkraft es kostete, da unten diese schmutzige Arbeit auszuführen.‘ Die Arbeit, die er meint: ein Massaker an 33.771 Juden“ [1] https://www.n-tv.de/…/Wir-mussten-die-Drecksarbeit…

„Wir mussten die Drecksarbeit machen“, sagte SS-Obersturmfuehrer August Haefner 1968 dann vor Gericht ueber das Massaker von Babi Jar, bei dem Nazi-Einsatztruppen innerhalb von 36 Stunden fast 34.000 Menschen toeteten.

Spontaner Kommentar unserer vietnamesischen Leserin Cathrin Karras aus aus südostasiatischer Sicht, als sie vom Ausspruch des Bundeskanzlers hörte:

Die aktuelle Formulierung von Merz reiht sich ein in ein wohlbekanntes Muster und belegt, dass Nazisprache im „besten Deutschland aller Zeiten“ wieder salonfaehig geworden ist. Ich denke da z.B. an den aktuellen Kriegsminister von der SPD, der – wie einst ein gewisser Josef Goebbels- von der deutschen Bevoelkerung „Kriegstuechtigkeit“ einfordert. Oder an den aktuellen Aussenminister von der CDU, der sich – wie schon seine Vorgaengerin von den Olivgruenen – als ein zweiter Kriegsminister gebaerdet und Russland zum ewigen Feind erklaert.

Das Toeten von Menschen als „Drecksarbeit“ – als laestige, aber notwendige Aufgabe. Mit der Entmenschlichung der Sprache beginnt jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Bewährte“ Tradition ist es in Deutschland auch, dies zu leugnen, wegzusehen oder einfach nicht wahrhaben zu wollen.

Cathrin drückt nur aus, was viele außerhalb der westlichen Hemisphäre über die aktuelle Haltung der Bundesregierung tatsächlich denken. „Bewährte“ Tradition ist es in Deutschland auch, dies zu leugnen, wegzusehen oder einfach nicht wahrhaben zu wollen.

Siehe auch: Israel macht die Drecksarbeit, aber nicht in unserem Namen

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