BVG Tarifrunde: „Da wäre mehr drin gewesen!“

Insgesamt bleibt ein schaler Nachgeschmack. Das Personal im öffentlichen Nahverkehr bleibt „unterbezahlt“.

Das geht uns aus zweierlei Gründen alle an. Erstens wird ohne attraktive Arbeitsplätze mit konkurrenzfähiger Bezahlung der Mangel an Bus- und Bahnfahrer:innen nicht behoben. Der ÖPNV bleibt damit extrem störanfällig, die Fahrt zur Arbeit kann regelmäßig zum stressigen Krimi werden. Zweitens bedarf es in der Region ausreichend anständig bezahlter und sinnvoller Arbeitsplätze. Das hebt das Lohnniveau für uns alle und bietet Arbeitsplatzalternativen jenseits von Panzer- und Bombenbau.

Mit Erzwingungsstreik wäre mehr drin gewesen! Und damit auch für uns Alle!

Die Gewerkschaften müssen dafür branchenübergreifend zusammenarbeiten und kämpfen! (Peter Vlallen)

BVG-Tarifrunde: Mit Erzwingungsstreik wäre mehr drin gewesen!

Netzwerk-verdi Berlin, 14.5.2025

Die Warnstreiks der Beschäftigten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) haben die Entschlossenheit der Kolleg*innen deutlich gemacht. Das Ergebnis wirft die Frage auf, ob mehr drin gewesen wäre. Im Vergleich zum vorherigen Angebot der BVG gab es einige Zugeständnisse wie moderate Lohnerhöhungen oder Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Doch insgesamt bleibt der Abschluss hinter den berechtigten Forderungen und notwendigen Verbesserungen – zurück.

In Zeiten massiv gestiegener Lebenserhaltungskosten und der geringen Lohnerhöhungen der letzten Jahre zwischen 1,2 und 2,1 Prozent bedeutet eine Lohnerhöhung von 380 Euro ab Juni und 50 Euro im nächsten Jahr keinen Ausgleich des Reallohnverlusts und des riesigen Abstands zu den Löhnen im Rest des Bundesgebietes – insbesondere in den unteren Entgeltgruppen. Nicht umsonst war die Forderung 750 Euro monatlich mehr bei 12 Monaten Laufzeiten. Gerade in unsicheren Zeiten wie jetzt stellen auch lange Laufzeiten wie hier mit zwei Jahren ein Problem dar. Ein wichtiges Ziel war die Erhöhung von Schichtzulagen, auch hier bleibt das Ergebnis hinter den Forderungen zurück.

Mit der Einmalzahlung wurde vielen Kolleg*innen das Ergebnis als gut verkauft und viele freuen sich erstmal über die Zahlung von 1.500 Euro (brutto!). Jedoch sind Einmalzahlungen schnell aufgebraucht und nicht wirksam in der Lohntabelle, also für zukünftige Zahlungen und Erhöhungen.

Die grundlegenden Probleme wie Arbeitsverdichtung und Personalmangel bei der BVG werden durch diesen Abschluss nahezu nicht berührt. Die vereinbarte Möglichkeit, die Arbeitszeit unter bestimmten Bedingungen auf bis zu 39 Stunden zu erhöhen stellt einen massiven Rückschritt dar. Während die Gewerkschaftsbewegung seit Jahrzehnten für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich eintritt, wird hier Tür und Tor geöffnet, die Arbeitszeiten zu erhöhen.

Errungenschaften des Arbeitskampfes

Im Arbeitskampf wurden einige wichtige Neuerungen eingeführt, wie die Einrichtung von Hofverantwortlichen, gemeinsame Demonstrationen mit den Streikenden im Öffentlichen Dienst und mehr Diskussion an der Basis während des Streiks und zum Abschluss. Das hat den Streik auf breitere Füße gestellt und zu mehr Beteiligung geführt, was hilft, die gewerkschaftlichen Strukturen wie z.B. Betriebsgruppen neu zu etablieren und zu stärken; wodurch es aber auch möglich gewesen wäre, den Streik mehr auszuweiten und auch eine Unterstützung für einen Erzwingungsstreik zu erhalten. Die Diskussion um das Schlichtungsergebnis wurde viel und auch kontrovers diskutiert. Auch hierbei gab es deutlich mehr Beteiligung als in vorherigen Auseinandersetzungen. Bei der Mitgliederbefragung stimmten 65 Prozent für die Annahme. Das ist eine eindeutige Mehrheit, aber zeigt auch, dass eine bedeutende Minderheit unzufrieden war.

Keine Schlichtungen!

Die Schlichtung, die mitten in der Auseinandersetzung aufs Tableau geholt wurde und die anschließende Empfehlung zur Annahme des Ergebnisses haben die Dynamik des Streiks unterbrochen und eine enorme Hürde aufgebaut, erneut in den Streik zu treten. Schlichtungen helfen der Arbeitgeberseite. Während einer Schlichtung gilt die Friedenspflicht und der Gewerkschaft und den Streikenden wird für diesen Zeitraum die einzige Waffe aus der Hand genommen, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen: die Möglichkeit des Streiks. So war auch diesmal das Problem, dass die Schlichtung die Illusion erzeugte, es gäbe eine neutrale Stelle, die einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss vorschlägt. Wenn die Kolleg*innen das Ergebnis abgelehnt hätten, wäre das von der Gegenseite genutzt worden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung für weitere Streiks zu untergraben. Die Angst davor hat sicherlich einige zur Annahme des Ergebnisses gebracht. Einige argumentierten auch, es sei nötig, das Schlichtungsergebnis anzunehmen, weil man nach der Schlichtung wieder bei null in den Verhandlungen beginnen müsse. Das ist allerdings unwahrscheinlich , da es zum einen auch für den Arbeitgeber schwer sein dürfte, darzustellen, dass plötzlich nicht mehr das schon angebotene Volumen zur Verfügung stünde. Außerdem ist in jedem Fall für ein Ergebnis in einem Arbeitskampf letzten Endes das Kräfteverhältnis entscheidend. Das gute Ergebnis in der parallel stattfindenden Urabstimmung für Streik zeigte, dass die Kolleg*innen entschlossen waren.

Solidaritätskampagne

Auch die Frage der öffentlichen Unterstützung für einen Streik ist eine wesentliches Herausforderung. Hier ist es – besonders in Bereichen der öffentlichen Infrastruktur – wichtig, Tarif- und andere betriebliche Kämpfe zusammenzuführen und frühzeitig eine systematische Solidaritätskampagne über Fachbereiche hinweg, im gesamten DGB zu organisieren. Auch wenn gesellschaftliche Bündnisse seit einiger Zeit eine größere Rolle spielen und konkrete Soli-Aktionen organisierten; sollten es nicht allein ihnen überlassen bleiben – sondern es gehört auf die Streik- und Betriebsversammlungen und in jedes Gewerkschaftsgremium, eine solche Kampagne auf die Beine zu stellen und zu vergrößern.

Streikrecht

Schlichtungen spielen in immer mehr Tarifauseinandersetzungen eine Rolle. Seit Jahren wird auch die Einschränkung des Streikrechts diskutiert. Möglicherweise gehen einige Gewerkschaftsführer*innen davon aus, dass mit einer Zustimmung zur Schlichtung Angriffe auf das Streikrecht oder Zwangsschlichtungen verhindert werden können. Doch gerade die vorauseilenden und zunehmenden Angebote, in Schlichtungen zu gehen, schaffen eine neue Normalität von Beendigungen von Tarifstreits durch Schlichter*innen. Wenn es nun unter der Merz-Regierung zu einem Angriff auf das Streikrecht kommen sollte, wird es dadurch sogar schwieriger, dagegen zu mobilisieren, wenn ein solcher Gewöhnungseffekt eingetreten ist.

Kein Geld in den Kassen?

Die finanzielle Lage der BVG kann kein Argument der Gewerkschaftsseite sein. Sollen Kolleg*innen dann weniger bekommen, wenn die BVG noch schlechter dasteht? Auch muss immer klar gemacht werden: Lohnzurückhaltung sichert keine Arbeitsplätze. Im Gegenteil, das untergräbt die Kampfkraft und schwächt die Gewerkschaft durch das Übernehmen einer Verzichtslogik. Gerade in der öffentlichen Infrastruktur und wenn es um die Sicherung der Grundbedürfnisse geht – wozu der Nahverkehr gehört – müssen solche Argumente damit beantwortet werden, dass genug Geld da ist und Forderungen aufgestellt werden, wie Reiche mehr besteuert und Haushalte nach den Bedürfnissen der Menschen aufgestellt werden können, nicht nach Profiten. Gerade angesichts des aktuellen Kürzungshaushaltes des Berliner Senats, worin der Öffentliche Nahverkehr einer der größten Einsparposten darstellt, ist es notwendig, auch eine breite politische Kampagne aufzusetzen und mit den Protesten anderer Bereiche gegen Kürzungen zu verbinden.

Wir meinen, dass die Wiederaufnahme des Streiks möglich gewesen wäre. Dafür müsste die Gewerkschaftsführung hinter den vollen Forderungen stehen, eine breite Solidaritätskampagne organisieren und die Streikenden auf gemeinsamen Vollversammlungen demokratisch die Streikstrategie diskutieren, gemeinsam entscheiden, wie mit Schwierigkeiten umgegangen werden soll, vorliegende Angebote ausführlich bewerten und über die Annahme oder Ablehnung entscheiden.

Laut einem Mitglied der Tarifkommission ist das Ergebnis “nur ein Zwischenschritt”. Das bleibt zu hoffen. Die Fortschritte und auch die Lehren aus diesem Arbeitskampf sollten gemeinsam besprochen werden, um beim nächsten Mal stärker zu sein.

Keine Sozialpartnerschaft und Angriffe auf die Arbeitszeit!

Der Abschluss zeigt einmal mehr die Grenzen der “sozialpartnerschaftlichen Strategie” der ver.di-Führung, auch wenn dieses Mal mehr Streiks durchgeführt wurden und eine Urabstimmung für unbefristeten Streik durchgeführt wurde. Der Frieden im Betrieb wurde aber letztlich trotz eindeutiger Zustimmung zum Streik über eine konsequente Mobilisierung gestellt. Dass viele der Streikführenden sich oftmals auch harten Diskussionen zum Ergebnis gestellt haben, zeigt, dass diese Kolleg*innen die Beteiligung der Streikenden ernst nehmen und dass der sozialpartnerschaftliche Teil in der Gewerkschaftsführung nicht ohne Widerspruch bleibt und bleiben wird.

Kein Kuschelkurs mit dem Kapital!

Solange der öffentliche Nahverkehr und andere Bereiche der gesellschaftlich notwendigen Mittel der Logik von Marktwirtschaft untergeordnet sind, gibt es kaum Spielraum für Verbesserungen. Deshalb ist es notwendig, dass die Gewerkschaften als kämpferische Klassenorganisationen ausgerichtet werden, die die Eigentumsverhältnisse infrage stellen.

Die herrschenden Verhältnisse in Frage zu stellen, sollte auch der Anspruch der Partei Die Linke sein. Sie sollte hier an der Seite der Beschäftigten stehen und sich nicht – wie Bodo Ramelow – in Institutionen wie eine Schlichtung einbinden lassen Die Linke sollte stattdessen helfen, in den Gewerkschaften für einen klassenkämpferischen Kurs einzustehen.

Für eine Änderung des Kurses müssen sich kämpferische Kolleg*innen in den Gewerkschaften zusammenschließen. Das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di bietet dafür eine gute Möglichkeit.

Werde mit uns aktiv!

Widerstand gegen „Union Busting“ in der Sozialen Arbeit – der Fall Inés Heider

Auf dem #58 Solidaritätstreff „Hart am Limit – Soziale Arbeit im Kapitalismus“ wird ein Fall von „Union Busting“ besprochen, bei dem es gelang, die Rechte einer Kollegin durchzusetzen. Bei Tesla in Grünheide können die IG Metaller:innen ein Lied davon singen. Die Lehre im Fall Inés Heider: Kämpfen und Solidarität lohnen sich. Wer kämpft kann siegen! Solche -auch kleine – Siege braucht es, damit die Kolleg:innen Vertrauen in sich selbst, in Gewerkschaften und linke Politik gewinnen!

Solidaritätstreff Soziale Arbeit Hände weg vom Wedding lädt ein:

Mittwoch, den 21.05.2025, um 19:00 Uhr ins Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Straße 74, 13351 Berlin-Wedding

Thema: Widerstand gegen „Union Busting“ in der Sozialen Arbeit – der Fall Inés Heider

Beim kommenden Solidaritätstreff freuen wir uns, unsere Kollegin Inés Heider begrüßen zu dürfen. Inés war als Schulsozialarbeiterin in Berlin-Neukölln tätig und wurde im Juli 2023 fristlos gekündigt – weil sie ihre Kolleg*innen über geplante Sozialkürzungen informierte, zur gewerkschaftlichen Organisierung aufrief und öffentlich gegen die Kürzungspolitik Stellung bezog.

Im April 2024 erklärte das Berliner Arbeitsgericht die Kündigung für rechtswidrig. Doch die Geschäftsführung legte Berufung ein – offenbar mit dem Ziel, ein abschreckendes Signal gegen politische Einmischung und gewerkschaftliche Aktivität im Betrieb zu setzen.

Nun hat auch das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschieden: Nicht nur war die Kündigung rechtswidrig – die Geschäftsführung muss Inés auch rückwirkend den Lohn für die Monate der Arbeitslosigkeit zahlen.

Ein Sieg auf ganzer Linie – und eine deutliche Botschaft an alle Chefetagen: Union Busting, also die gezielte Zerschlagung gewerkschaftlicher Organisierung, lassen wir uns nicht gefallen.

Doch dieser juristische Erfolg kam nicht von allein – er ist das Ergebnis von gewerkschaftlichem Rückhalt, öffentlichem Druck, der solidarischen Organisierung von Kolleg*innen, die sich nicht einschüchtern lassen, und nicht zuletzt der konsequenten, unbeugsamen Haltung unserer Kollegin Inés.

Der Fall Inés Heider steht exemplarisch für die alltägliche Repression gegen Menschen, die in der Sozialen Arbeit nicht bloß Dienst nach Vorschrift machen, sondern ihre Stimme gegen Sozialabbau, Prekarisierung, Aufrüstung und die kapitalistische Verwertungslogik erheben.

Im #58 Solidaritätstreff Soziale Arbeit wollen wir mit euch diskutieren:

  • Was bedeutet der Fall für den gewerkschaftlichen Kampf in der Sozialen Arbeit?
  • Welche politischen Lehren ziehen wir aus dem Versuch, kritisches Engagement arbeitsrechtlich zu unterbinden?
  • Wie organisieren wir uns gegen Union Busting, Aufrüstung und Sozialabbau – in unseren Betrieben, Kitas, Schulen und Beratungsstellen?

Wir beglückwünschen Inés, freuen uns auf ihren Besuch beim nächsten Solidaritätstreff und hoffen, ihr seid zahlreich dabei.

Link zum Veranstalter: Widerstand gegen „Union Busting“ in der Sozialen Arbeit – der Fall Inés Heider

Nakba

Bis vor zwei Jahren wusste ich nicht so richtig, was Nakba eigentlich bedeutet. Heute angesichts der Ereignisse der letzten zwei Jahre weiß ich mehr.

Routinemeldung 14. Mai 2025 : Das Gesundheitsministerium  im Gazastreifen meldet, dass seit dem frühen Morgen mindestens 70 Menschen bei Angriffen der israelischen Streitkräfte ermordet wurden. Zudem gebe es Dutzende Verletzte infolge gezielter Angriffe und Massaker in verschiedenen Teilen des Gebiets. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen.

Die Nakba, das arabische Wort für „Katastrophe“, steht für eines der tiefsten Traumata in der Geschichte des palästinensischen Volkes. Seit 1948 trägt jede Generation die Narben der gewaltsamen Vertreibung, der Heimatlosigkeit und der kollektiven Erniedrigung. Über 750.000 Palästinenser wurden damals aus ihren Städten und Dörfern vertrieben. Häuser, in denen Familien über Generationen gelebt hatten, wurden zerstört oder enteignet. Olivenbäume, die seit Jahrhunderten ihre Wurzeln in palästinensischer Erde hatten, wurden entwurzelt, als wolle man auch die Erinnerungen der Menschen auslöschen.

77. NAKBA: 15. Mai 2025, 15 Uhr Berlin Südkreuz

Kinder wuchsen in Flüchtlingslagern auf, nicht mit Märchen, sondern mit Geschichten von Vertreibung, Verlust und Sehnsucht. Alte Menschen starben, ohne je zurückkehren zu dürfen, oft mit dem Schlüssel zu ihrem ehemaligen Haus um den Hals. Dieser Schlüssel wurde zum Symbol: für die Hoffnung, die Erinnerung, das Recht auf Rückkehr.

Doch die Nakba ist nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit. Sie ist eine fortwährende Realität. In Gaza, in der Westbank, in Ostjerusalem und in den Flüchtlingslagern, innerhalb und außerhalb Palästinas, erleben Millionen Palästinenser täglich, was es heißt, entrechtet zu sein.

Was wir derzeit im Gazastreifen erleben, ist mehr als ein Krieg. Es ist ein Vernichtungskrieg gegen eine eingeschlossene Zivilbevölkerung.

Was in der Westbank geschieht, ist nicht einfach ein „Konflikt“. Es ist ein Leben unter permanenter Kontrolle, Entwürdigung und Schikane. Checkpoints zerschneiden Lebenswege. Siedlungen rauben Land und Perspektiven. Häuser werden vor den Augen der Familien zerstört. Das ist keine Sicherheitspolitik. Das ist organisierte Unterdrückung. Und doch leben die Menschen weiter. Sie lieben, lernen, kämpfen und hoffen, entgegen aller Aussicht.

Auch Palästinenser im Exil, in Jordanien, im Libanon, in Syrien, in Europa und überall auf der Welt, tragen ihre Heimat tief in sich. Viele von ihnen sind nie in Palästina gewesen, aber sie kennen es durch Geschichten, durch Lieder, durch Erinnerungen, die weitergegeben werden. In der Diaspora lebt Palästina in der Sprache, in der Musik, im Essen und im ungebrochenen Wunsch nach Gerechtigkeit.

Die Nakba ist kein abgeschlossenes Kapitel. Sie lebt fort, in den Erfahrungen der Menschen, in ihrer Sehnsucht, ihrer Erinnerung und ihrer Würde. Doch trotz aller Zerstörung, trotz aller Entbehrungen bleibt eines bestehen: die Hoffnung.

Ein Volk, das unterdrückt wurde und dennoch weiter singt, erzählt, lehrt und liebt, beweist unerschütterliche Menschlichkeit. Es verdient nicht nur Mitgefühl. Es verdient Gerechtigkeit, Freiheit und das Recht, in Würde in einem unabhängigen oder gemeinsamen Staat Palästina mit Israel:innen und Jüd:innen und anderen zu leben.

Quelle: Freunde Palästinas

PS: Es gibt Holocaustleugner. Das ist schlimm. Es gibt aber auch Nakbaleugner.Und es gibt Leugner des mutmaßlichen Völkermordgeschehens in Gaza heute. Auch wenn die Geschehnisse historisch nicht im Ausmaß vergleichbar sind, was die Haltung zu Menschenrechten angeht, müssen gleiche Maßstäbe gelten.

Es geht um die Haltung gegenüber Menschenrechtsverletzungen und gegenüber der Systematik einer Ausrottungs- und Vertreibungsmaschinerie und ihrer kapitalistischen Verwertung.

Nie wieder. Das ist nicht nur Gestern, sondern vor allem auch jetzt. Das gilt für Alle. Palästinenser:nnen, Muslim:innen wie Jüd:innen und Israel:innen!

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