Der Rausschmiss von Ramsis aus der Linken trennt die Spreu vom Weizen – kommt eine Empörungswelle von links?

Die Linken in der Partei Die Linke und die große Mehrheit insbesondere der jungen Mitgliedschaft hatten noch im Mai jubiliert oder zumindest erleichtert aufgeatmet nach dem Parteitagsbeschluss in Halle, der sich gegen die Instrumentalisierung des Antisemitismusbegriffs zur Diffamierung und Verfolgung grundsätzlicher Kritik an Israel und seiner Politik der Unterdrückung, der Vertreibung und des Völkermords wendet. Es war nicht zuletzt eine Klatsche für die Mitglieder der Schiedskommission, die vor einem Jahr Ramsis Kilani mit falschen Antisemitismusvorwürfen aus der Partei geworfen hatten. Wir berichteten ausführlich über den Fall.

Am 22. November tagte das Bundesschiedsgericht, die höchste parteiinterne Instanz der Linkspartei, erneut, um eine Entscheidung im Fall Ramsis Kilani zu treffen. Kilani hatte Berufung eingelegt.

„Ohne Kilani vorher angehört zu haben, beschloss das Schiedsgericht in einem schmutzigen Verfahren, die Berufung abzulehnen. Sein Parteiausschluss bleibt bestehen.“ Vor dem Karl-Liebknecht Haus hatten sich über 100 Sympathisanten zum Protest versammelt. Als sie die Nachricht hörten, besetzten sie kurzzeitig das Haus der Parteizentrale der Linken.

„Viva, viva Palästina!“, „Bodo raus, Ramsis rein – alles kann so einfach sein!“

Der Ausschluss von Ramsis zeigt, daß eine Parteibürokratie nicht nur linke Grundsätze verrät, sondern sich ungeniert über diesbezügliche Parteitagsbeschlüsse und demokratische Regeln hinwegsetzt. Eine kämperisch antikapitalistische, antiimperialistische und internationalistische Basis soll – wenn es nach dem Willen eines mächtigen Teils des Partei-Establishments geht – rausgedrängt oder neutralisiert werden, um ungestört mit etwas „Sozialklimbim mitregieren und das kapitalistische System mitgestalten“ zu können. Andere riskieren den Bruch mit dieser Bürokratie nicht.

Die Linksparteiführung beugt sich der Staatsräson.

Als Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin schließen wir uns der Aussage des Generalsekretärs des Internationalen Gewerkschaftsbunds an: „Politische Untätigkeit in Bezug auf Gaza und Palästina ist kriminelle Fahrlässigkeit! “ Wir fragen: „Wie soll man da formulieren und eine Parteibürokratie bewerten, die Solidarität in Bezug auf Gaza und Palästina sowie die Verurteilung von Völkermord mit Ausgrenzung, Verleumdung und Parteiausschluss bestraft?“ Wir hatten es schon in einem anderen Beitrag erwähnt. Der von derselben Parteibürokratie hochgejubelte neue“ linke“ New Yorker Bürgermeister hätte in dieser deutschen „Linkspartei“ kaum eine Chance auf Mitgliedschaft. Und auch der hier erwähnte Generalsekretär des Internationalen Gewerkschaftsbundes müsste befürchten, von diesen der deutschen Staatsräson hörigen Parteiapparatschiks hochkantig rausgeschmissen zu werden. Das Fazit eines GEW Kollegen:

Die Linke sollte konsequenterweise ihre Stiftung und ihre Parteizentrale umbenennen. Diese Entscheidung ist ein Armutszeugnis für eine Partei, die sich @dielinke nennt.
Wer mit der Springerpresse und anderen reaktionären Kräften kooperiert, um Positionen zu kriminalisieren, die in der weltweiten Linken quasi selbstverständlicher Konsens sind, verspielt jede Glaubwürdigkeit hinsichtlich einer konsequent antirassistischen, antikolonialen und internationalistischen Positionierung!

Was sind Ramsis Positionen wirklich? Hier in einem umfassenden Interview mit der ARD ungekürzt und unverfälscht.

Bei dem kürzlich erfolgten Berliner Landesparteitag hatte die LAG Palästinasolidarität ihren eigenen Antrag zurückgezogen zugunsten eines Kompromissvorschlags, den die LAG wie folgt kommentierte: „politische Geduld zahlt sich aus, und unsere Perspektiven finden zunehmend Resonanz in der Berliner Partei.“ Diese Hoffnung hat sich wohl, was die führenden Parteigremien betrifft, als trügerisch erwiesen.

Parteigliederungen und Mitglieder erklären sich! Die Empörung schwellt an. Weder das Urteil noch die politische Praxis könne man so stehen lassen, soll die Partei nicht erodieren.

Die Linke Neukölin fasste die wesentlichen Kritikpunkte in dem folgenden Statement zusammen:

Die Linke Neukölln kritisiert die Entscheidung der Bundesschiedskommission, den Ausschluss von Ramsis Kilani zu bestätigen, scharf.

Ramsis hat sich stets klar und deutlich gegen Antisemitismus sowie gegen jede Form von Rassismus positioniert. Wir halten die Art und Weise, wie das Ausschlussverfahren abgelaufen ist, für politisch falsch, undemokratisch und für die Zukunft unserer Partei gefährlich.

Die Kritik am Zionismus und an der anhaltenden Annexionspolitik Israels ist ein legitimer Bestandteil linker Politik und kein Antisemitismus. Das bestätigt auch die auf dem Bundesparteitag 2025 mehrheitlich beschlossene Jerusalemer Deklaration zum Antisemitismus (JDA). Eine linke Partei darf nicht hinter das Völkerrecht zurückfallen.

Mit dem Ausschluss sendet die Partei ein fatal falsches Signal: Von der Staatsräson abweichende linke Positionen, Kritik an Staaten und palästinensische Perspektiven können zum Parteiausschluss führen. Das ist eine administrative Entscheidung gegen Sozialistische Solidarität und widerspricht einer pluralen linken Parteikultur.

Es gab keine belegbare Grundlage für einen Ordnungsverstoẞ, kein Gesprächsangebot, keine nachvollziehbare Begründung, wie seine Äuẞerungen der Partei ,,schweren Schaden“ zugefügt haben sollen. Die Schiedskommission beugt sich den Hetzkampagnen rechter Medien und Vertretern der ,Staatsräson“, die versuchen, Palästinasolidarität als Antisemitismus zu diffamieren. Für diesen Ausschluss bestand keinerlei rechtliche oder politische Notwendigkeit.

Das Verfahren hat der Linken mehr geschadet, als Ramsis es jemals hätte tun können. Besonders unerträglich ist der Umgang mit einem Genossen, der Groẞteile seiner Familie durch israelische Bombardements verloren hat und damit selbst vom Genozid in Gaza betroffen ist. Statt Schutz vor Diffamierungen erhielt er zusätzliche Angriffe aus der eigenen Partei. Dieses Versagen muss aufgearbeitet werden.

Palästinensische Perspektiven werden in Deutschland zunehmend delegitimiert und kriminalisiert. Die Linke muss sich dieser autoritären Entwicklung entgegenstellen. Menschenrechte gelten universal; Kritik an Besatzung, Apartheid und Genozid und die Solidarisierung mit dem Widerstand dagegen dürfen nicht zu Ausschlüssen führen.

Wir bekräftigen unsere Grundsätze:

  • Schutz innerparteilicher Demokratie: Eine linke Partei darf politische Konflikte nicht durch Ausschlüsse lösen.
  • Anerkennung palästinensischer Perspektiven: Palästinensische und palästinasolidarische Stimmen dürfen nicht durch Ausschlüsse zum Schweigen gebracht werden.

Wir rufen alle Mitglieder auf, ihre Kritik sichtbar zu machen und Die Linke als offene, pluralistische und solidarische Partei zu verteidigen.

Das vollständige Statement findet ihr auf unserer Homepage: www.die-linke-neukoelln.de

Die LAG Palästinasolidarität Berlin fordert vom Parteivorstand Schutz, Aufarbeitung des Falles Kilani, eine offene inhaltliche Debatte über Zionismus, aber auch Aufklärung über die Verweigerung von Räumlichkeiten für eine Nahost Veranstaltung der Schwesterpartei LFI, Schutz der innerparteilichen Demokratie und Anerkennung der palästinensischen Perspektive.

Es geht um die Frage, ob Die Linke eine Partei werden soll, die konsequent internationale Solidarität vertritt und auf Basis dessen nicht nur organisierende Klassenpartei in Worten, sondern Taten wird – oder ob sie sich weiter anpasst, um politischen Spielraum innerhalb staatlicher Institutionen zu sichern und für Regierungsverantwortung zumindest auf Länderebene parat zu stehen. (GAM)



LAG Palästinasolidarität Leipzig erklärt:

Die Linke steckt mitten in einem Sog: den Strudel der sogenannten bürgerlichen Mitte. Doch inzwischen wird deutlicher denn je, dass sich Parteifunktionärinnen und das momentane Führungspersonal bereitwillig hineinziehen lassen. Anpassung, Opportunismus und Angst vor schlechter Presse ersetzen klare Haltung. Ausgerechnet dort, wo linke Politik unmissverständlich sein müsste, bei internationaler Solidarität, bei der Seite der Unterdrückten, knicken sie ein. Während die internationale Linke entschlossen an der Seite Palästinas steht, macht sich die Partei Die Linke international unglaubwürdig und lächerlich. Während an der Basis tausende Menschen politisiert werden und junge Aktivistinnen in die Partei kommen, weil sie eine konsequente linke Kraft erwarten, scheint die Parteispitze in einer völlig anderen Realität zu leben. Eine Realität, in der Karrierewege, parlamentarische Anschlussfähigkeit und mediale Anerkennung mehr zählen als Glaubwürdigkeit. Die Linke wirkt, als habe sie Angst davor, wirklich links zu sein.

(…) Schluss mit der Anbiederung an die Mitte. Es bringt nichts, in einer politischen Landschaft akzeptiert werden zu wollen, die jede Form echter linker Positionen ablehnt. Die Linke muss wieder Gegenmacht organisieren, nicht Zustimmung heischen.

Was jetzt passieren muss: und zwar nicht irgendwann, sondern sofort: (…) Die Basis muss jetzt handeln, Ortsgruppen müssen offen Position beziehen, (…) Parteitage dürfen nicht mehr durch Beschwichtigungsformeln beruhigt werden (…) Und: Der Ausschluss von Ramsis darf nicht einfach hingenommen werden. Widerstand dagegen ist notwendig

Die Parteimitglieder sollten sich zuschade sein, sich auf die Rolle als Anschaffer:innen von Wählerstimmen für warme Parlaments- ind Senatorensitze eines Spitzenpersonals reduzieren zu lassen. Was die große Mehrheit der Berliner Bevölkerung braucht ist eine Partei, mit der sie erfolgreich Ihre Interessen durchsetzen kann. Das kann nur geschehen, wenn diese Partei die Solidarität der Menschen lokal wie international organisiert und sie zum Kampf gegen das Kapital mobilisiert. Ein Geschwätz macht niemanden satt. Das gilt in Zeiten der Zeitenwende mehr denn je.

Kommt jetzt eine Empörungswelle verbunden mit Widerstand von links, aus allen Landesverbänden und Parteiformationen, nachhaltig und entschieden genug, etwas zu verändern?

Es geht um nichts weniger als um die Härtung eines linken Kerns oder um dessen Schmelze. Weggucken ist keine Option mehr.

Die Entscheidung zum Rauswurf von Kilani muss revidiert werden!

Abberufung von Schubert und Schirdewahn aus der Parteischiedskommission wäre die richtige Konsequenz.

Jetzt erst recht: Palästinasolidarität!

Titelbild:Collage Peter Vlatten, Fotos Konstantin Kieser

Der Erhalt der Mitgliedschaft von Ramsis Kilani in der Linken ist eine Grundsatzfrage – kommt und solidarisiert Euch!

Am 22. November geht das Verfahren über die Mitgliedschaft von Ramsis Kilani in der Linken in die nächste Runde. Diesmal soll ihm sogar eine erneute mündliche Anhörung verwehrt werden.

Palästina-Solidarität ist kein Antisemitismus

Solikundgebung
Karl-Liebknecht-Haus, 22. November 11:30 Uhr

Was Ramsis Kilani fordert ist nichts anderes als die generelle Einhaltung von Menschenrecht und Völkerrecht. Das gilt für ihn eben nicht nur für Israel:innen und Jüd:innen, sondern in gleicher Weise auch für Palästinenser:innen und Muslim:innen. Und er nennt – vollkommen in Übereinstimmung mit den meisten internationalen Rechtsinstitutionen und Menschenrechtsorganisationen – das Vorgehen des israelischen Staates in Gaza Völkermord und im Westjordanland ein unrechtmäßiges Besatzungsregime. Es gibt weder eine „Herrenrasse“ noch „ein auserwähltes Volk“ , das die Erhebung über andere oder die gewaltsame Verschaffung von Lebensraum zulasten anderer rechtfertigen kann.

Wer Israels Regime dagegen verteidigt oder dazu auch nur stillschweigt und hierbei Unterschiede zwischen den Rechten von Israel:innen und Palästinser:innen konstruiert, ist diesbezüglich nichts anderes als ein Rassist, unterstützt neokoloniale Vorherrschaft und räumt linke Grundsatzpositionen.

Ramsis Kilani erklärt sich zu einem aktuellen Fall

Es ist ein Skandal, dass gegen Ramsis ein Parteiausschlussverfahren überhaupt jemals eröffnet wurde. Denn dieser Genosse handelt konsequent internationalistisch, wenn er die zionistisch neokoloniale Politik, eine rechtsradikale Regierung, aggressiven Landraub, Vertreibung, ethnische Säuberungen, Apartheid, Völkerrechts- und Kriegsverbrechen sowie einen Genozid verurteilt und sich mit den Unterdrückten solidarisiert. Was für ihn gilt, gilt für seine innerparteilichen Gegner nicht: Solidarität mit den Unterdrückten, auch mit ihrem völkerrechtlich verbrieftem Widerstandsrecht, und nicht mit den Unterdrückern!

Es ist zu wünschen, dass die gesamte Linke sich Genossen wie Ramsis zum Vorbild nimmt. Ein endgültiger Ausschluss wäre ein Angriff auf alle Parteilinken! Als Linke Gewerkschafter:innen haben wir hier eine klare Erwartungshaltung an eine sich „links“ nennende Partei.

"Die zwei größeren  israelischen Menschenrechtsorganisationen B’Tselem und Physicians for Human Rights klagten gerade auf einer Pressekonferenz: „Der gegenwärtige Krieg zielt darauf ab, das Leben der Palästinenser:innen in Gaza auszulöschen".  Und da gibt es immer noch Leute in Deutschland , die sich "links"  nennen und das leugnen oder relativieren. Oder sogar solidarische Menschen wegbeissen wollen. Unglaublich!"

Kilani hat immer wieder betont: für ihn gelten Menschenrechte, zu denen nicht zuletzt auch die sozialen Rechte gehören, universell. Ganz anders eine Gruppe innerparteilicher Widersacher, die mutmaßlich als sogenannte „Antideutsche“ vom Zionismus beeinflusst, die Politik Israels zu rechtfertigen bzw. zumindest zu beschönigen oder zu relativieren und grundsätzliche Kritik daran ganz im Sinne der Staatsräson zu diffamieren und mit undemokratischen Mitteln auszugrenzen versucht.

Unterstützt Ramsis. Kommt zur Solikundgebung oder erhebt sonst Eure Stimme! Der Ausgang des Verfahrens sendet ein Signal, wieweit in der Partei Die Linke Raum bleibt für konsequente klassenkämpferische Politik, Antirassismus und Internationalismus.
Siehe auch aktuell zum Thema:

Keine Linke ohne Ramsis Kilani

"Linker Antisemitismus" wird zum zionistischen und rechten Kampfbegriff

Rechte Hexenjagd auf internationale Solidarität und linken Jugendverband


Wieder uneingeschränkte deutsche Waffenlieferungen an Israel – an ein völkermörderisches rechtes Regime

Es fallen wieder alle Hüllen. Das Kalkül: die aufwühlenden Bilder von einem völkervernichtendem Krieg in Gaza treten in den Hintergrund und geraten in Vergessenheit. Die Pharisäer und Geschichtsklitterer sind emsig dabei, die brutale Realität zuzukleistern und das Narrativ wieder im Sinne der imperialen Sieger zurechtzurücken. Vor diesem Hintergrund revidiert nun Kanzler Merz seine seinerzeit halblebige Entscheidung, Waffenlieferungen nach Israel einzuschränken. Was bedeutet – und wir schon immer erwartet haben: unter dem Strich nur Show mit keinerlei Wirkung. Ab sofort gilt wieder: Feuer frei für die uneingeschränkte Unterstützung, auch militärische Ausrüstung für ein uneingeschränkt völkermörderisches Regime.

Die Realität. Eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Gütern von GAZA wird weiterhin von Israel blockiert. Täglich bricht Israel den brüchigen Waffenstillstand, täglich überfallen israelisch jüdische Siedler:innen Palestinenser:innen im Westjordanland. Erst gestern meldeten die Nachrichten, dass Israel im Südlibanin UN Blauhelme beschossen hat. Ebenfalls gestern hat Israel in Gaza eine Schule bombardiert – mindestens 13 verletzte Kinder.

„BURNING CHILDREN ALIVE CAN NEVER BE JUSTIFIED.“ Dua Lipa

Kein Schweigen dazu, wie die Bundesregierung all diese Kriegsverbrechen ungeniert unterstützt.

Für den 28. November rufen die italienischen Baisgewerkschaften erneut zu einen landesweiten Solidaritätsstreik mit Palästina auf. Machen wir das zu unserem Vorbild.

Wer und was da von Deutschland unterstützt wird, hat unsere treue Leserin Irmgard Schuster in dem folgenden Post zusammengefasst und in Erinnerung gerufen:

Seit die jüdischen Geiseln frei sind, ist das Leid der Palästinenser in unseren Medien kein Thema mehr. Gibt es endlich offene Grenzen und ausreichende Versorgung?
Ich übernehme diesen Kommentar aus dem Internet, weil er gut zusammenfasst welche Haltung gegenüber Palästinensern in Israel grosse Unterstützung erfährt:

Holocaust“, das fordert ein regierungsnaher israelischer Moderator wortwörtlich bezüglich Gaza. In einem Statement stellt der bei Channel 14 arbeitende Fernsehmoderator Elad Barashi die Forderung auf, alle Menschen Gazas sollten „ohne Gewissen und ohne Mitleid“ einfach „abgeschlachtet, zerschlagen, eliminiert und zerschmettert“ werden. Gemeint sind, so Barashi selbst „Kinder und Eltern, Frauen und Mädchen“.
Israels Präsident Isaac Herzog betonte bereits am 14. Oktober, das für ihn „keine unschuldigen Zivilisten“ in Gaza existierten. Die Propagandisten Karoline Preisler teilte im März auf Instagram einen Beitrag, in dem es heißt „es gibt keine unschuldigen in Gaza.“ Auch der ehem. CDU-Kanzlerkandidat und heutige Israel-Lobbyist Armin Laschet sprach im Februar von „sogenannten ‚unschuldigen Zivilisten‘“.

Israels Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir hat unmissverständlich erläutert, was sein Plan für Israel in Gaza ist:
„Zerstören, zerschmettern, abholzen, auslöschen, zermalmen, zertrümmern, verbrennen, grausam sein, bestrafen, ruinieren, zermalmen. zerstören!“ Veröffentlichte er über seinen offiziellen Kanal auf der Plattform X (Twitter).
In einem Interview im Mai 2025 mit dem israelischen Radiosender Reshet Bet beschrieb Yair Golan, Vorsitzender der Israelischen Demokraten-Partei die Kriegsführung Israels im Gazastreifen mit “Krieg gegen Zivilisten, töten von Babys als Hobby, und Vertreibung der Zivilbevölkerung als Ziel.“

Laut UN-Sonderermittler Francesca Albanese ist Gaza dss grösste und schlimmste Konzentrationslager des 21ten Jahrhundert, wo die vertriebenen Zivilisten systematisch gesammelt und angegriffen werden.

Israel blockiert seit März sämtliche humanitäre Hilfe für die belagerte und notleidende Bevölkerung Gazas. Kein Wasser, keine Nahrungsmittel, keine Medizin, kein Treibstoff; nichts darf rein. Ziel Israels ist, die Zivilbevölkerung auszuhungern und zur Vertreibung zu drängen.
Deutschland versucht weiterhin innerhalb der EU, Israel politisch und diplomatisch zu unterstützen. Mehr als ein Drittel der Israelischen Waffenimporte kommt aus Deutschland, im Jahr 2023 sogar mehr als die Hälfte.
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat Haftbefehle gegen Israels Führung wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Gaza erlassen. Der Internationale Gerichtshof (IGH) definiert Israels Besatzung der palästinensischen Gebiete als illegal und als Apartheid. Der UN-Sonderausschuss zur Untersuchung israelischer Praktiken wirft Israel ebenfalls einen Genozid in Gaza vor, auch der Unabhängige UN-Untersuchungsausschuss belegt den Vorwurf des Genozids gegen Israel. Dieser Auffassung folgen auch die Menschenrechtsgruppen Amnesty International und Human Rights Watch.
Das sind alles Fakten und keine Meinungen.“

Titelbild: Collage Peter Vlatten

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