Benefizkonzert „Make Freedom Ring“: Nothilfe für Gaza

Das palästinensische Nasmé Ensemble gibt gemeinsam mit Michael Barenboim sein Deutschland-Debüt. Ein Abend für die medico-Nothilfe in Gaza.

Mittwoch, 08.01.2025

Beginn: 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kühlhaus Berlin
Luckenwalder Str. 3
10963 Berlin

Am 8. Januar 2025 lädt das Kulturkollektiv „Make Freedom Ring“ zu einem besonderen Benefizkonzert in Berlin ein, bei dem das Nasmé Ensemble sein Debüt in der deutschen Hauptstadt gibt. Der Erlös des Abends kommt der Nothilfe von medico international in Gaza zugute.

Das Nasmé Ensemble, dessen Name auf Arabisch „Brise“ bedeutet, besteht aus fünf palästinensischen Musiker:innen. Ihr Programm umfasst europäische Klassiker von Mozart bis Dvořák sowie traditionelle Lieder und Tänze des international anerkannten Komponisten Kareem Roustom. Trotz politischer Hindernisse haben sie es geschafft, ihren Traum zu verwirklichen, gemeinsam in Europa aufzutreten. Michael Barenboim wird das Ensemble musikalisch begleiten.

„Make Freedom Ring“ mit Michael Barenboim hat schon mehrere Benefizkonzerte organisiert, um auf die humanitäre Krise in Gaza aufmerksam zu machen, unter anderem in London, München oder Lissabon.

Alle Einnahmen und Spenden gehen an die Gaza-Nothilfe von medico international.

Veranstaltet von „Make Freedom Ring“

Titelbild: Veranstalter /medico international, Bildnachweis Clara Evans https://www.claraevens.com/

Der Verein „3ezwa – Palästina-Solifonds” stellt sich vor

Der Verein „3ezwa – Palästina-Solifonds” stellt sich vor – praktische Solidarität gegen jede Repression der Palästina-Solidarität!

27.12.2024 (Fr) 19:30 Uhr Stadtteilladen Zielona Góra, Grünebergerstr. 73, 10245 Berlin

19:30 Vokü (vegan)
20:00 Veranstaltung
nach der Veranstaltung Solitresen

„Nach einem guten Essen laden wir euch ab 20 Uhr zu einer kurzen Vorstellung des Vereins 3ezwa – Palästina-Solifonds ein, der aus einer Kooperation der Berliner Antirepressionsstrukturen in den Kämpfen des letzten Jahres hervorgegangen ist.

Anschließend wollen wir uns mit euch über die Repression gegen die Bewegung – auf Demos, durch soziale Stigmatisierung, durch das Aufenthaltsrecht und über den Arbeitsplatz – austauschen, bevor wir den Abend mit Musik und Getränken ausklingen lassen.“

Verheerende Auswirkungen auf die Umwelt durch Kriege

Wir berichteten bereits zum Thema „Krieg tötet nicht nur die Menschen, sondern zerstört auch die Umwelt und unsere Lebensgrundlagen!

Mit dem folgenden Beitrag werden die Aussagen nochmals erhärtet und bestätigt. Auch das aktuell unvergleichbare Ausmaß der Schäden und Auswirkungen des Kriegs gegen Gaza wird schonungslos aufgedeckt. Wer die geopolitisch imperialen Konflikte und Kriege befeuert und unterstützt, kann sich den Kampf gegen die Klimakrise hinter den Hut stecken. (Peter Vlatten)

17.12.24 – Pressenza, poonal – Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen

Anlässlich des Internationalen Tages zur Verhütung der Ausbeutung der Umwelt durch Kriege haben verschiedene internationale Organisationen weltweit zum Frieden für die Menschheit und die Erde aufgerufen. Denn die Umweltauswirkungen von Kriegen auf der ganzen Welt sind heute verheerend und vielfältig. Vierzig Prozent der internen Konflikte der letzten 60 Jahre standen im Zusammenhang mit der Ausbeutung natürlicher Ressourcen.

Die UN-Vollversammlung hat diesen Tag im Jahr 2002 ausgerufen, um deutlich zu machen, dass die Erhaltung der Umwelt ein wesentlicher Bestandteil von Strategien zur Konfliktvermeidung und zur Erhaltung des Friedens ist. Der Tag soll die Bedeutung der Integration von ökologischer Nachhaltigkeit in Friedens- und Konfliktlösungsstrategien hervorheben und die Verantwortung von Staaten und internationalen Organisationen fördern, um Umweltschäden, die durch Kriege verursacht werden können, zu verhindern.

Verbrannte Ernten, abgeholzte Wälder, vergiftete Böden

„Die Menschheit hat ihre Kriegsopfer immer in Form von Toten und Verwundeten, zerstörten Städten und ruinierten Existenzen gezählt, aber die Umwelt ist oft das vergessene Opfer: verschmutzte Wasserquellen, verbrannte Ernten, abgeholzte Wälder, vergiftete Böden und geschlachtete Tiere werden als selbstverständlich hingenommen, um militärische Vorteile zu erlangen“, heißt es in einem UN-Bericht.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) bezeichnete die Umweltauswirkungen des Konflikts im Gazastreifen, bei dem 39 Millionen Tonnen Schutt angefallen sind, als beispiellos und schätzte, dass auf jeden Quadratmeter der Enklave mehr als 107 Kilogramm solcher Abfälle entfallen. Das ist mehr als das Fünffache der durch den Krieg im Irak 2017 gegen den IS verursachten Abfallmenge.

Gefahr irreversible Umweltschäden in Gaza

„Die Bevölkerung muss nicht nur mit dem unsäglichen Leid des andauernden Krieges fertig werden, sondern es besteht auch die Gefahr, dass die erheblichen und zunehmenden Umweltschäden im Gazastreifen die Bevölkerung zu einer schmerzhaften und langwierigen Erholung zwingen“, warnt der aktuelle Bericht. Demnach sind die im Gazastreifen eingeschlossenen Palästinenser*innen weiterhin einer rasch zunehmenden Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung ausgesetzt. Zudem besteht die Gefahr, dass ihre natürlichen Ökosysteme irreversibel geschädigt werden.

Mehrere internationale Umweltorganisationen sind sich einig, dass Kriege verheerende Auswirkungen haben, da nicht nur das Überleben der Menschen, sondern auch das vieler Spezies auf dem Spiel steht.

Die wichtigsten Folgen von bewaffneten Konflikten für die natürliche Umwelt sind: Wasser- und Luftverschmutzung, Zerstörung von Ökosystemen, erhöhte Treibhausgasemissionen, Vertreibung von Spezies und Druck auf natürliche Ressourcen. Hinzu kommen die Verseuchung des Bodens und die Anhäufung von Giftmüll, die Störung natürlicher Kreisläufe und die Gefährdung der Sicherheit der Ernährungssicherheit.

Übersetzung: Deborah Schmiedel

Der Beitrag wurde 17. 12. auf Pressenza veröffentlicht. Wir dann für die Publikationsrechte

TitelBild von DingTo, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

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