Deutsche Berichterstattung zu Palästina – Stereotype/ Staatsräson/ Selbstzensur – Fachkonferenz

FACHKONFERENZ über die deutsche Berichterstattung zu
GAZA, Westbank, Israel
Stereotype/ Staatsräson/ Selbstzensur

17.01.2026 | 10-20 Uhr Projektraum im Flutgraben e.V. ! Am Flutgraben 3 12435 Berlin.


Am 17. Januar 2026 lädt das Netzwerk Kritischer Journalismus zu einer ganztägigen Konferenz nach Berlin ein.

Panels, Vorträge &
Fishbowl-Diskussionen zu Medien, Selbstzensur, journalistischen Standards, Pressefreiheit und Handlungsspielräumen.

In Zeiten universeller Täuschung Ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt !! George Orwell

„Wie berichten deutsche Medien über Israel-Palästina – und unter welchen Bedingungen? Was bedeutet das für die Menschen über die wir berichten?

Der öffentliche Diskurs ist hoch polarisiert und von einem Klima der Verunsicherung geprägt. In diesem Spannungsfeld geraten zentrale journalistische Prinzipien zunehmend unter Druck:

Kontextualisierung, Ausgewogenheit und die Einordnung politischer, historischer und menschenrechtlicher Zusammenhänge. 

Bereits lange vor dem 7. Oktober 2023 lässt sich beobachten, dass die Berichterstattung in Deutschland, im Vergleich zur internationalen Medienlandschaft, häufig verengt bleibt. Zugleich stehen Korrespondent*innen unter wachsendem Erwartungs- und Rechtfertigungsdruck. Besonders betroffen sind freie Journalist*innen sowie Kolleg*innen mit arabischer, muslimischer oder palästinensischer Biografie, die bei kritischen Einordnungen der Berichterstattung häufig keine institutionelle Rückendeckung erfahren und sich innerhalb des Berufsstands zunehmend marginalisiert fühlen.“



Tickets ab 10 € | Timetable & Tickets
Siehe auch unseren Bericht zu einem aktuellen Fall: "Irgendwann reicht’s halt auch – Ein offener Brief an die taz anlässlich einer „Anfrage“ des Nicholas Potter!"

Es gibt auch Gründe zur Hoffnung: Schiesst sie auf den Mond - Eindrücke zum Jahreswechsel

Netzwerk Kritischer Journalisten beschreibt sein Anliegen:

Journalistische Sorgfalt, Vielfalt, Verantwortung

Wir wollen an journalistische Standards und an unser Handwerk erinnern. Wir wollen versteckte  Machtstrukturen innerhalb der öffentlichen Debatte sichtbar machen und aufzeigen, wie die Pressefreiheit zunehmend unter Druck gerät. Wir wollen zurück zur Wahrung von Menschenrecht, Völkerrecht und Menschenwürde. Für eine gerechte und wahrhaftige Berichterstattung.

Ein Stück vergessene proletarische Geschichte

Das Theaterstück „Das Rote Haus“ im Gorki Theater

Von PETER NOWAK

Bild: Szene von der Uraufführung des Stückes. Foto: gorki.de

Im Gorki Theater wird an eine Unterkunft von Arbeitsmigrantinnen erinnert – es ist auch ein Stück transnationale proletarische Geschichte.

Um 21 Uhr muss Ruhe in den Zimmern sein. Das Spielen von Musikinstrumenten ist ebenso verboten wie das Empfangen von Besuch. Bei diesen Bestimmungen handelt es sich nicht etwa um eine Gefängnisordnung. Nein, hier handelt es sich um die Regeln für Bewohner*innen eines Münchner Heims für Arbeitsmigrantsmigrant*innen aus der Türkei und Jugoslawien in den 1960er und 18970er Jahren. Der jugoslawische Künstler Zelimir Zilnik drehte darüber 1975 einen Kurzfilm mit dem bezeichnenden Titel „Hausordnung“.

Dort berichten, Bewohner*innen, dass der Hausmeister zu jeder Uhrzeit in die Räume eindringen konnte. Hier handelt es sich um ein künstlerisches Zeugnis, das die Lebensrealität von Millionen Menschen in der BRD zeigt, die als Arbeitsmigrant*innen viel zum westdeutschen Wirtschaftsaufschwung beigetragen haben. Noch immer dominiert der euphemistische Begriff der „Gastarbeiter*innen“, wenn von ihnen die Rede ist. Doch Videos, wie „Hausordnung“ von Zilnik zeigen die lange vergessene Realität der Menschen, die oft am Rande der Stadt, beengt in Mehrbettzimmern in heruntergekommenen Gebäuden lebten und sich der Deutschen Hausordnung fügen mussten. In der VW-Stadt Wolfsburg wurden die Arbeitsmigrant*innen sogar in ehemaligen Baracken untergebracht, in denen in der NS- Zeit Zwangsarbeiter*innen leben mussten.

Nur waren in der Nachkriegszeit die Zäune und die verschlossenen Tore entfernt worden. Gegen diese menschenunwürdige Unterbringung von Arbeitsmigrant*innen regte sich in den 1960er Jahre in Wolfsburg auch Widerstand auch bei den Jungsozialist*innen, der SPD-Jugendorganisation. Federführend daran beteiligt war die politisch engagierte Arbeiterin Ilse Schwipper, die leider früh verstorben ist. Schwipper initiierte als Jungsozialistin eine Unterschriftenkampagne gegen die menschenunwürdige Unterbringung der migrantischen VW-Arbeiter*innen und wurde deswegen aus der SPD ausgeschlossen.

Das Rote Haus

Doch auch die Arbeitsmigrant*innen wehrten sich in verschiedenen Städten gegen ihre Entrechtung am Arbeitsplatz, in den Wohnheimen und auch in der westdeutschen Gesellschaft. Ein Beispiel dafür ist das Wohnheim in der Westberliner Stresemannstrasse 30, damals ganz in der Nähe der Mauer. Dort lebten in den Jahren 1963 bis 1969 insgesamt ca. 1500 Frauen, vor allem aus Griechenland, Jugoslawien und der Türkei. Das Wohnheim wurde wegen der Farbe seiner Fassade auch von vielen Bewohnerinnen „das Rote Haus“ genannt. Dort erinnert heute nichts mehr an das Wohnheim. Doch jetzt hat das Gorki Theater die Stresemannstrasse 30 als Ort der transnationalen Arbeiterinnenklasse wieder in Erinnerung gerufen.

Mit dem von Ersan Mondag inszenierten Theaterstück „Das Rote Haus“ im Rahmen der Ausstellung Herbstsalon 2025 wird deutlich, dass in der Stresemannstrasse 30 viele politisch engagierte Frauen lebten, die sich aktiv gegen die kapitalistische Ausbeutung und die rassistische und sexistische Unterdrückung wehrten, mit der sie in der repressiven Westberliner Gesellschaft der 1960er Jahre konfrontiert waren. In den Dokumenten, die in mehreren Räumen im Palais im Festungsgraben ausgestellt sind, wie auch in mehreren Filmen, erfahren wir von den politischen und künstlerischen Aktivitäten der Frauen.

Sie organisierten sich in Chören, arbeiteten in Theaterkollektiven mit, erstellten eigene Zeitungen und beteiligten sich auch an Hausbesetzungen in Westberlin. Nicht wenige engagierten sich auch in den Gewerkschaften und gerieten dabei auch in Konflikt mit Führungsetagen der IG-Metall, die auch in Westberlin lange Zeit vor allem die deutschen Kolleg*innen vertreten hatte. Auch in Westberlins Fabriken gab es in den frühen 1970er Jahre kurze Streiks, die vor allem von den migrantischen Arbeiter*innen getragen wurden. Die nur wenige Jahre bestehende Türkische Sozialistengemeinschaft TTO war ein Ort, an dem sich migrantische Arbeiter*innen organisiert haben. Viele der damaligen Protagonist*innen leben heute nicht mehr, doch ihre Kinder und Enkel erzählen die Geschichten, ihrer Vorfahren und sie lassen sie lebendig werden im zweistündigen Theaterstück „Das Rote Haus“.

Erinnerung auch Vasif Öngören

Die Kulisse ist denkbar einfach und doch imposant. Am Anfang sieht man nur eine Uhr an einem alten Mauerwerk. Sie soll wohl daran erinnert, welch grosse Bedeutung das grosse Zifferblatt für die Fabrikarbeiter*innen hatte. Schliesslich gab es sofort Lohnabzug, wenn man eine Minute zu spät die Stempelkarte bediente. Sie war im Vor-Internetzeitalter das perfekte Überwachungsinstrument. Im Theaterstück wird das Leben der Arbeiterinnen keineswegs romantisiert. Es werden auch die Konflikte gezeigt, die entstehen, wenn vier Frau, die sich vorher überhaupt nicht kannten und aus unterschiedlichen Lebensrealitäten kommen, sich über Jahre gezwungenermassen ein Zimmer und eine Toilette teilen müssen.

Da sind schon mal harte Wörter gefallen. Aber es wird auch deutlich, dass bedingt durch die Arbeitsumstände eine Grundsolidarität zwischen den Frauen entstanden ist. Darin erinnert sie sich noch im Alter gern. Im Stück sind die Frauen sehr alt und wohl auch schon etwas dement und fragen immer fremde junge Frauen, ob sie ihre Enkelin sind. Dieses Setting wirft einige Fragen auf. Schliesslich haben ja die Filme im Herbstsalon gezeigt, dass manche der Frauen sich auch im Alter noch sehr gut erinnern konnten über die Jahre in Telefunken-Werk.

Etwas bemüht erscheint auch der Bismarck-Bezug in einigen Theaterszenen. Der reaktionäre preussische Politiker findet Eingang in das Stück, weil er vor vielen Jahren dort in einer Eliteschule seine Jugend verbringen musste, wo mehr als 120 Jahre später dann das Domizil der Arbeiterinnen war. Bismarck hatte sich damals über Drill und strenge Erziehung in dieser Schule beschwert. Doch er wäre er für das Stück entbehrlich gewesen.

Beeindruckend zu sehen ist auch das grosse Interesse der Arbeiterinnen für Kultur und vor allem für Theater. Sie fuhren schon Mitte der 1960er Jahre nach Ostberlin, um am Berliner Ensemble Theaterstücke anzusehen. Sie begeisterten sich für Helene Weigel und andere Theaterleute in der DDR. Daran hatte auch der türkische Kommunist und grosser Verehrer von Berthold Brecht Vasıf Öngören einen wichtigen Anteil. Er hatte in den 1960er Jahren in Ostberlin Theaterwissenschaft studiert und arbeitete am Berliner Ensemble.

In den 1970er Jahren baute er in Westberlin ein Theaterkollektiv auf. Dabei arbeitete er mit migrantischen Arbeiterinnen. Er ist schon 1984 mit 46 Jahren an einen Herzinfarkt gestorben. Der Öngören-Filmpreis erinnert an das Engagement dieses sozialistischen Künstlers. Es ist gut, dass mit dem Stück auch an ihn wieder erinnert wird.

Hier wird auch deutlich, welch progressiven Einfluss diese nur in der DDR mögliche politische Theaterarbeit auf die Arbeiterinnen in Westberlin hatte. Man musste kein Anhänger der autoritären SED-Herrschaft sein, um das zu konstatieren. Ein Wissen, das nach 1989 weitgehend verschüttet wurde. Die Ereignisse im Herbst 89 wurden von den Frauen auch nicht als Befreiung sondern als Entfesselung des deutschen Imperialismus und Nationalismus wahrgenommen und es wird im Stück der Bogen von den deutschnationalen Demos im Herbst 1989 zum Aufstieg ultrarechter Parteien heute gezogen. Es ist evident, wird aber selten erwähnt. Im Herbst 1989 wurde der deutsche Nationalismus endgültig enttabuisiert und die erste AfD hiess Allianz für Deutschland und war 1990 das Wahlbündnis von CDU/CSU und der Rechtsaussenpartei DSU.

Ein Stück vergessene proletarische Geschichte

Es ist gut, dass an diesen Kampf migrantischer Arbeiterinnen in Westberlin erinnert wird. Anders als die wesentlich von Studierenden getragene ausserparlamentarische Opposition, die ab 1967 auch in Westberlin eine ihrer Hochburgen hatte, sind diese Kämpfe migrantischer Arbeiter*innen heute wenig bekannt. Es ist kein Zufall, dass das postmigrantische Gorki Theater jetzt die Geschichte der Frauen aus dem Roten Haus erzählt und auch das Leben der Arbeitsmigrant*innen unter einer deutschen Hausordnung in München und Anderswo zeigt.

Es ist nicht nur eine historische Betrachtungsweise. Das Rote Haus zeigt auch, wie Menschen mit völlig unterschiedlichen Lebensrealitäten solidarisch agieren konnten, weil es ihnen um die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen als Arbeiterinnen gegangen ist. Das bewahrte vor den Kultur- und Identitätskämpfen, die heute progressive Bewegungen spalten. Vasıf Öngören, der aus einer ultrakonservativen islamistischen Familie kam, wird im Stück gefragt, warum er nicht über seine Herkunft rede. Er antworte, dass er kein Interesse habe über Religion und Kultur zu monologisieren. Der einzige Widerspruch, der ihn interessiere, sei der zwischen Kapital und Arbeit.

Erstveröffentlicht im Untergrunbdblättle v. 22.12. 2025
https://www.untergrund-blättle.ch/kultur/theater/das-theaterstueck-das-rote-haus-im-gorki-theater-009440.html

Wir danken für das Publikationsrecht.

Nächster Termin für Ausstellung und Vorstellung:
https://www.gorki.de/de/REimagine

Schöne Bescherungen

Wenn man sich an diesen Feiertagen so umguckt!

Meinen Sohn kriegt ihr nicht!

Es wird immer offensichtlicher, dass man sich der Zwangsmusterung samt Eierkontrollgriff nicht entziehen kann, denn – so wird jetzt vermeldet – „wer der Musterung fernbleibt, kann von der Polizei ins Musterungszentrum gebracht werden“ und muss bis zu 1.000 € Strafe blechen.

Aber der Wehrdienst soll ja nach Lesart der Regierung vorerst freiwillig bleiben. Mütter erklären vorsorglich: „Meinen Sohn kriegt ihr nicht!“

Tabubruch: auch Leistungen im Gesundheitssystem sollen abgebaut werden

Kanzleramtschef Thorsten Frei wagt sich an einen Tabubruch. Er hält Einschnitte im Gesundheitssystem für unausweichlich und fordert, „dass manche Leistungen entfallen müssen, um das Gesundheitssystem günstiger zu machen.“

Ein Tabu bleibt dagegen, dass exorbitante Preise und Extraprofite auf ein Normalmaß gesenkt werden müssen. Dann wären die Kosten für Gesundheit auf einen Schlag niedriger.

Strafanzeige gegen Nobelstiftung wegen Verleihung des Nobelpreises für Frieden an eine Kriegstreiberin!

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am Dienstag vor Weihnachten in Schweden eine Strafanzeige gegen die Nobelstiftung und rund 30 mit ihr verbundene Personen eingereicht.

Der Friedensnobelpreis dürfe nicht „von einem Instrument des Friedens in ein Instrument des Krieges verwandelt werden.“

Assange fordert, die Auszahlung des mit dem Preis verbundenen Preisgeldes in Höhe von elf Millionen schwedischen Kronen (rund 1,18 Millionen US-Dollar) an die Preisträgerin Machado umgehend einzufrieren.

Machado habe wiederholt zu militärischer Intervention gegen Venezuela aufgerufen und US-amerikanische Angriffe öffentlich unterstützt. Die Preisverleihung sei zudem in eine Phase massiver militärischer Eskalation in der Karibik gefallen, die von Militäranalysten als größte US-Truppenverlegung und Bedrohung in der Region seit Jahrzehnten beschrieben werde.

Durch die Auszahlung der Preisgelder werde diese Eskalation legitimiert und finanziell begünstigt.

Erneuter Boykott von Rüstungsgütern nach Israel

Französische Hafenarbeiter verweigerten letzte Woche die Ankunft israelischer Militärgüter per Lkw in ihrem Hafen.

Als die Fracht im Hafen von Le Havre eintreffen sollte, teilten Hafenarbeiter der Firma Aubert & Duval mit, dass der Lkw mit der Militärfracht – Lieferung von 18 Tonnen Kanonenrohren für Elbit Systems in Israel – in ihren Hafen nicht eingelassen werde.

Auch Amnesty International hat ein Auge auf die Lieferung von Gütern geworfen, die als Tatwerkzeuge im Völkermord eingesetzt werden können.

Aktuell ruft Amnesty die deutsche Reederei Gerdes dazu auf, ihr Frachtschiff „Holger G“ zu stoppen. Das Schiff bringt gerade Rüstungsgüter nach Israel.

Hut ab vor den Hafenarbeitern und allen Unterstützern, die es weltweit schaffen, Sand ins Getriebe der Rüstungslieferungen zu bringen.

Derweil agiert der wahre und verkannte Nobelpreisträger für „Frieden“ in voller „Friedens„mission

Während Trump, der „größte Friedenspräsident aller Zeiten“ , die „größte Militäransammlung aller Zeiten“ vor den Küsten Venezuelas zusammenzieht, einen Sonderbotschafter zur Annektion Grönlands auf den Weg schickt und ein extra Waffenpaket im Wert von 11 Milliarden Dollar an Taiwan verschenkt, sendet er zur heiligsten Christenzeit seine Bomber nach Nigeria, die ihre „Liebesgrüße“ zum Schutz des Christentums und seiner fundamentalen Werte auf das afrikanische Land niederprasseln lassen.

In Bezug auf die Ukraine wollen sich aber die Europäer von Trump nicht den „friedenspolitischen“ ersten Rang wegnehmen lassen. Sollte die ukrainische Friedensarmee laut Trump Plan noch 600 000 aktive Soldaten umfassen, so bestehen Merz und seine Freunde auf „mindestens 800 000 urkainische Soldaten in Friedenszeiten.“ Zum Zahlenvergleich: um Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen, plant die Bundesregierung für die Bundeswehr bis 2030 eine Sollstärke von ca. 260 000 aktiven Soldaten ein.

Manfred Weber, CSU und Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, spricht sich pünktlich zu Weihnachten offen dafür aus, deutsche Soldaten aktiv an der Absicherung einer Friedenslösung in der Ukraine zu beteiligen: „Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern.“

Fazit: alles drängelt sich geradezu um Frieden!

Keine Manipulationen zugunsten Israels beim Eurovision Song Contest 2026

Der österreichische Sender ORF hat aufgrund des öffentlichen Drucks angekündigt, Buhrufe während Israels Auftritt beim Eurovision Song Contest 2026 nicht mehr zu zensieren und damit die bisherige Praxis aufzugeben, negative Publikumsreaktionen durch künstlichen Applaus zu überdecken.

Ausserdem sollen nun neben israelischen auch palästinensische Flaggen in der Arena erlaubt sein. Es sei nicht mehr geplant, Erwähnungen des Gazastreifens zu zensieren.

Die Erklärung wirft ein grelles Licht auf die manipulative Praxis, mit der das Publikum bisher über die Auftritte Israels getäuscht wurde.

Fünf Länder – Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island – nehmen angesichts des Völkermords eine konsequente Haltung ein und boykottieren den Wettbewerb aufgrund der Teilnahme Israels vollständig. Dadurch sinkt die Gesamtzahl der Beiträge auf den niedrigsten Stand seit 2003.

Weihnachtsgruß

Dicke Brüste, das Dirndl in blau,
so träumt sich Neonazi seine Frau!

Ein Kind, auch in blau, dazu der deutsche Schäferhund,
so wird sein schlichtes Weltbild rund.

Frohe Weihnachten!

(Das dazugehörige Weihnachtsfoto aus der AfD-Werbung poste ich selbstverständlich NICHT.)

Peter Jacobi

Belgien tritt Südafrikas Völkermordklage gegen Israel bei

Der Internationale Gerichtshof (IGH) gab am Dienstag bekannt, dass Belgien sich offiziell der von Südafrika gegen Israel eingereichten Klage angeschlossen hat. Die Klage betrifft den Vorwurf des Völkermords im Gazastreifen. Die internationale Unterstützung für die Klage wächst.

Deutschland isoliert sich weiter und steht selbst als Mittäter auf der Anklagebank.

Halt Dein Maul über „Nächstenliebe“, wenn Du zu Unrecht schweigst

Ich wünsche allen Menschen, die Weihnachten feiern, schöne und gesegnete Weihnachten. In vielen Regionen der Welt leiden heute Christinnen und Christen unter Armut, leben unter widrigen Lebensumständen, in vielen Ländern Lateinamerikas oder in Russland, unter Verfolgung und in Lebensgefahr wie in Nigeria, unter Militärbesatzung und Apartheid wie in Palästina, unter staatlicher Verfolgung wie christliche Konvertit:innen in meiner Heimat Iran. Wenn wir heute die Geburt von Jesus Christus feiern, dann feiern wir auch die Gebote des Christentum. „Wenn du in Zeiten der Ungerechtigkeit neutral bist, hast du dich auf die Seite des Unterdrückers gestellt.“ sagte der südafrikanische Erzbischof und politische Aktivist gegen die südafrikanische Apartheid Desmond Tutu, der auch die palästinensische Anti-Apartheid Bewegung BDS unterstützte. Denn Nächstenliebe bedeutet auch, sich für die Befreiung von unterdrückten Menschen einzusetzen und nicht zu schweigen.

Rana Issazadeh

Silvesterfeuerwerk

Der Verband der pyrotechnischen Industrie blickt positiv auf das anstehende Silvestergeschäft. „Es dürfte mehr ausgeliefert sein als im vergangenen Jahr – das ist bemerkenswert, schließlich war es im vergangenen Jahr schon sehr viel“, sagte Verbandsgeschäftsführer Klaus Gotzen.

Na dann. Lässt sich doch wenigstens in Bezug auf die Knallerei zum Jahreswechsel sagen: „Deutschlands Wirtschaft brummt“ und „the show goes on“ und lässt bei nicht wenigen vergessen, was sonst so passiert in der Welt.

Bilder vom beeindruckenden Kulturnachlass auf den Straßen Berlins nach der Sylvesternacht schicke man an Kanzler Merz. Wer dabei Signale erkennt, dass es 2026 wieder aufwärts geht, sollte zum Arzt gehen.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Peter Leibinger, hatte kurz vor Weihnachten beklagt, die deutsche Wirtschaft sei „im freien Fall“.

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