Gaza Komitee Cinema Janin.. Jenin – Dokumentarfilm

Janin…Jenin
Dokumentarfilm von Mohammed Bakri (2024) 60min, OmEngUT

29.06.20 26 18:30, Regenbogenfabrik Lausitzer Str. 21a

Im Jahr 2002 drehte der palästinensische Schauspieler und Regisseur Mohammed Bakri einen Dokumentarfilm über die brutale israelische Invasion im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland. Die israelische Justiz versuchte diesen Film unsichtbar zu machen, was ihr nicht gelang. Nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Im Jahr 2023 startete die israelische Armee erneut zerstörerische Angriffe auf Jenin und wieder war Mohammed Bakri vor Ort, um mit seinem Filmteam ein eindringliches Zeugnis der Folgen dieser Verwüstung zu schaffen. Ein Zeugnis von Gewalt und Zerstörung aber auch ein Portrait der Bewohner Jenins – zerbrechlich, doch nicht zerbrochen. Uns begegnen unermessliches Leid, aber auch der Lebenswille und die Würde von Menschen, die fortgesetzter Gewalt ausgesetzt sind. Der groẞe Schauspieler und Regisseur starb 2025 im Alter von 72 Jahren.

Wir sind auf der Straẞe, wir organisieren Vorträge. Jetzt öffnet das Gaza Komitee einen Kinosaal für Werke aus und über Palästina. Geschichte lebendig machen, Geschichte fühlbar werden lassen – was kann das besser als der Film, ob dokumentarisch oder als Spielfilm?
Unsere Premiere hatten wir als Teil der Palestine Cinema Days im November 2025. Anlässlich des Frauentages zeigten wir ,Naila and the Uprising“, der uns in die Zeit der Zweiten Intifada führte. Im Mai ,Put your Soul on your Hand and walk‘, einen Film aus Gaza, schrecklich aktuell. Vergangenheit und Gegenwart vereint unser nächster Kinoabend: ,Janin…Jenin‘ verbindet die Angriffe auf das Flüchtlingslager Jenin im Jahre 2002 mit der aktuellen Situation.

Bundesregierung erklärt Zahlen zur Verweigerung des Kriegsdienstes zur Staatsgeheimsache

Wie heißt es doch? Wer das Licht fürchtet, hat Dreck am Stecken oder es sieht schlecht für ihn aus. Auf die Bundesregierung trifft in Bezug auf die Wehrpflicht wohl beides zu. (Peter Vlatten)

20.06.26 – DFG-VK – Pressenza Hannover

DFG-VK kritisiert beispiellosen Angriff auf Transparenz bei der Ausübung eines Grundrechts

Stuttgart, 15.6.2026 – Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen (siehe https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf). In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage verweist die Bundesregierung erstmals darauf, dass die Veröffentlichung entsprechender Daten das „Staatswohl“ gefährden könne.

„Das ist ein neuer Tiefpunkt staatlicher Intransparenz“, erklärt Cornelia Mannewitz, Bundessprecherin der DFG-VK. „Wir reden hier nicht über geheime Einsatzpläne, Waffensysteme oder militärische Fähigkeiten. Es geht um Menschen, die von ihrem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen.“

Noch vor wenigen Monaten wurden entsprechende Zahlen regelmäßig veröffentlicht. So teilte die Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen detailliert mit, wie viele Menschen Kriegsdienstverweigerungsanträge gestellt hatten. Für das Jahr 2024 wurden beispielsweise 2.998 Anträge genannt, im Jahr 2025 betrug die gemeldete Anzahl eingereichter Anträge bereits 7.691.

Die DFG-VK hält die nun vorgebrachte Begründung für politisch hochproblematisch. Wenn bereits Informationen über die Inanspruchnahme eines Grundrechts als sicherheitsrelevant eingestuft werden, verschiebt sich die Grenze dessen, was einer demokratischen Kontrolle zugänglich ist.

Eine Demokratie muss aushalten, dass sichtbar wird, wie viele Menschen keinen Dienst an der Waffe leisten wollen. Wer die Zahl der Kriegsdienstverweigerer geheim hält, schützt nicht die Sicherheit des Landes, sondern verhindert öffentliche Debatten über die gesellschaftliche Akzeptanz von Militarisierung und Wehrdienst.“

Die Entwicklung ist besonders brisant, weil die Zahl der Kriegsdienstverweigerungsanträge zuletzt deutlich angestiegen ist. Nach Angaben wurden im ersten Quartal 2026 bereits 2.656 Anträge gestellt.

Für die DFG-VK steht fest: Das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung darf nicht politisch marginalisiert oder statistisch unsichtbar gemacht werden.

„Transparenz gefährdet nicht das Staatswohl. Eine Regierung, die Informationen über die Ausübung von Grundrechten zurückhält, gefährdet das Vertrauen in demokratische Institutionen.“

Die DFG-VK fordert die Bundesregierung auf, die bislang übliche Veröffentlichungspraxis wiederherzustellen und die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerungszahlen vollständig offenzulegen.

Wir danken für das Publikationsrecht.

Titelbild: Peter Vlatten

Verdi Vertrauensleute Netzwerk fordert offensive Strategie gegen die Angriffe der Bundesregierung

Am 18.6. hat sich das ver.di Vertrauensleute Netzwerk Berlin/Brandenburg getroffen – mit Kolleg*innen von BSR, BVG, Kita Eigenbetrieben, Berliner Feuerwehr, Behala Westhafen, MPS, GEW, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und BEW.

Die Rückmeldung aus den Betrieben ist eindeutig:

Die Belastung steigt und gleichzeitig werden soziale Errungenschaften massiv angegriffen – und wir sollen das alles schlucken. Das werden wir nicht akzeptieren!

👉 Deshalb bringt das ver.di Vertrauensleutenetzwerk Berlin/Brandenburg einen Brief an die ver.di Landesleitung Berlin/Brandenburg auf den Weg:

Wir brauchen eine offensive, sichtbare Strategie gegen diese Angriffe der Bundesregierung und damit auch eine klare Antwort der Gewerkschaft – auch über den 27.06. hinaus.

👉 Gleichzeitig wollen wir den Druck aus den Betrieben erhöhen:
Unterstützungsbriefe aus möglichst vielen Betriebsgruppen von Berliner Betrieben – als gemeinsame Abstimmung mit den Füßen.

Wenn ihr mit dabei sein wollt:
Bringt das Thema in eure Betriebe (und andere Gewerkschaften!!!) und schließt euch an!
Es gibt eine Vorlage für die Unterstützerbriefe, die ihr direkt nutzen könnt.

Je mehr wir sind, desto eher kriegen wir unsere Gewerkschaften ins Laufen.

Ein Kollege der Berliner Stadtreinigung ergänzte unter Beifall, dass die zunehmende Militarisierung von Politik und Gesellschaft die Spielräume für sämtliche sozialen Aufgaben wegfrisst. Dieser Politik müsse die Rote Karte gezeigt werden.

Das Vertrauensleute Netzwerk ver.di sendet Signale aus, die auch von der Basis aus anderen Gewerkschaften kommen. Einmalige Aktionen wie am 27.6 sind keine erfolgversprechende Kampfstrategie. Im Demo Aufruf von Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin heißt es dazu:

Gewerkschafter:innen aus den Gewerkschaften GEW, IG METALL, VERDI, IG BAU äussern ihren Unmut und fordern:

„Wir müssen Flagge zeigen. Für mehr Zusammenschluß und spürbaren Widerstand. Auch gegen die politischen Rahmenbedingungen der Zeitenwende und den Kriegskurs.“

Hier eine Initiative des Netzwerks für eine kämpferische Verdi, um sich von der Basis mit einem Musterantrag  gegen die Kahlschlagspolitik Gehör zu verschaffen:

Jetzt reicht’s! Komm zur Demo! Am 27. Juni. Offensiv gegen den sozialen Kahlschlag!

Titelbild: Verdi Vertrauensleute Netzwerk Berlin/Brandenburg

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