„Friedensstatue Ari gegen sexualisierte Gewalt muss bleiben“- Protest weitet sich aus!

Die Friedensstatue Ari in Berlin Moabit ist seit Jahren ein Symbol gegen sexualisierte Gewalt – vor allem in Kriegen gegen Frauen!

Nach Druck der japanischen Regierung auf deutsche Politiker, zuletzt Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, soll diese Statue entfernt werden. Auch für das mit der Statue verbundene Lernprojekt gegen sexualisierte Gewalt wurden nun die öffentlichen Gelder gestrichen.

Neben linken Medien wie Pressenza , nd [1]https://www.pressenza.com/de/2024/08/die-friedensstatue-ari-ein-universelles-denkmal-ueber-die-ehrung-der-trostfrauen-hinaus/ [2] https://www.nd-aktuell.de/artikel/1184277.kolonialismus-friedensstatue-arbeit-mit-ari-gecancelt.html und uns, dem Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin [3]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/sagt-nein-zu-jeglicher-sexualisierter-gewalt-in-kriegen/[4] https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/berlins-regierender-buergermeister-stellt-friedensstatue-gegen-sexualisierte-gewalt-gegen-frauen-in-kriegen-zur-disposition/ , haben nun auch RBB, TAZ und weitere Teile der Berliner Mainstreampresse das Thema aufgegriffen und breit über den Skandal berichtet. [5]https://taz.de/Japan-veraergert-ueber-Erinnerungspolitik/!6025170 [6]https://taz.de/Trostfrauen-Mahnmal-in-Berlin/!6025173 [7] … Continue reading

Es hat sich ein ständig wachsender langatmiger Protest formiert, getragen vom Koreaverband e. V., vielfältigen Frauen- und Friedensgruppen, politischen Aktivist:innen, Gewerkschafter:innen und Kiezbewohner:innen.

Highlights von der Gedenk- und Protestveranstaltung am 14. August 2024

Am 14.August versammelten sich über 250 Menschen vor der Statue in Berlin Moabit. Eine bunte Mischung. International und bodenständig. Sie trauern und sind wütend. Viele stehen nicht zum erstenmal hier, um gegen die „Ignoranz der politischen Verantwortlichen“ in diesem Land zu protestieren! Es geht um Frauenrechte. Es geht um die Benennung der Verantwortlichen für scheussliche Kriegverbrechen!

Zu Beginn legen Redner:innen eindrucksvoll Zeugnis ab über das Schiksal von 8 betroffenen Frauen.

Aber warum wird von ganz oben ein solch immenser politischer Druck erzeugt, damit diese konkreten Wahrheiten dieser Frauen über Kriegsverbrechen unter den Tisch gekehrt werden?

Spätestens die mit „mafiosen“ Methoden (TAZ, RBB, nd und wir berichteten[8] https://www.nd-aktuell.de/artikel/1184277.kolonialismus-friedensstatue-arbeit-mit-ari-gecancelt.html [9]https://taz.de/Japan-veraergert-ueber-Erinnerungspolitik/!6025170 [10]https://taz.de/Trostfrauen-Mahnmal-in-Berlin/!6025173 [11] … Continue reading ) durchgesetzte Streichung der Gelder für das begleitende Lernprojekt zeigt ganz deutlich, dass die formal juristischen Gründe zur Entfernung der Statue nur eine billige Ausrede sind.

Protest gegen die Streichung der Unterstützungsgelder am 5.9. 17 Uhr Neptunbrunnen! 

„Es geht um deutsche Aussenpolitik. Japan und Deutschland waren und sind Verbündete“, erklärten mehrere Redner:innen . Erinnert wurde an die gemeinsame braune Kumpanei und kolonialistische Vergangenheit, die nie ganz verschwunden war und in Zeiten zunehmender globaler Konflikte wieder auflebt. Vor einigen Wochen kreuzte eine deutsche Fregatte wieder im pazifischen Meer.

Kai Wegner flanierte kürzlich mit Vertretern des japanischen Großkapitals zwecks Ansiedlungsplänen von Mitsubishi in Tegel. „Die eigene weiße Weste, die von potenten Geschäftspartnern und die einer verbündeten Nation dürfen nicht beschmutzt werden.“

„Es geht in Zeiten der „Kriegstüchtigkeit“ eben darum, die Stimmen der Opfer, wenn sie die eigene Kriegspartei oder verbündete Nationen betreffen, zum Schweigen zu bringen. Die eigenen Verantwortlichen und Täter sollen nicht benannt werden. Das erinnert an Wegners Haltung im aktuellen Nahostkonflikt. Kriegsverbrechen begehen immer nur die anderen, nie die eigene Kriegspartei. Die muss geschützt werden, nicht die Opfer und Frauen.“

entscheidende Protestkundgebung  19.9.2024 16 Uhr vor dem Rathaus Bezirk Berlin! Mehr siehe weiter unten im Artikel hier!

ARI darf nicht verschwinden. Wir werden nicht nachlassen, um ARI zu kämpfen. So wie wir nicht nachlassen, zu mahnen, zu welchen verbrecherischen Konsequenzen jeder Kriegskurs letztlich führen wird. Die verantwortlichen Politiker in Berlin sind aufgefordert, sich nicht schützend vor Kriegsverbrecher und sexualisierte Gewalt zu stellen und die konkrete Aufklärung darüber zu behindern!

Der Protest schwillt an. Von allen Seiten der Gesellschaft kommt Unterstützung. Nicht zuletzt von den Gewerkschaften. Mehrere tausend Bürger:innen des Bezirks Mitte haben einen Antrag zum Erhalt der Statue unterschrieben und beim Bezirksamt eingereicht!

Auch ein Internationales Gewerkschaftsbündnis fordert den Erhalt der Friedensstatue

Schon lange unterstützen der Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin und das Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin den Kampf um ARI.

In den letzten Wochen erklärten sich nacheinander mehrere Berliner DGB Kreisverbände (Mitte, Ost, Tempelhof-Schöneberg) solidarisch. Nun fordert der DGB Berlin-Brandenburg gemeinsam mit der Föderation der Koreanischen Gewerkschaften (FKTU) und dem koreanischen Gewerkschaftsbund (KCTU) in einer Erklärung Kai Wegner mit unmissverständlichen Worten dazu auf, die Friedens-Statue ARI zu erhalten.

In dem gemeinsamen Schreiben – einer beispielhaft gelebten internationalen Arbeiter:innen Solidarität – heisst es unter anderem:

„ARI“ ist nicht nur ein Symbol für historische Gerechtigkeit, sondern auch ein starkes Zeichen der weltweiten Solidarität für Frieden und Menschenrechte. Deshalb rufen alle Arbeiter in Südkorea und Deutschland erneut dazu auf“ Ari“ zu Bewahren.

Ob religiöse und ideologische Unterschiede, Konflikte um Ressourcen und Lieferketten oder militärische Auseinandersetzungen um Territorien – die Konflikte und Spannungen, die sich auf der ganzen Welt abspielen, zeigen keinerlei Anzeichen eines Endes. Wie die Geschichte gezeigt hat, bringen alle Konflikte zwangsläufig Leid und Opfer mit sich, wobei Frauen, Kinder und ältere Menschen unverhältnismäßig stark betroffen sind.Deshalb fordern wir eindringlich den Erhalt der Friedensstatue „ARI“.

„ARI“ steht als Symbol für alle Opfer sexueller Gewalt, insbesondere für diejenigen, die während Kriegszeiten leiden mussten.

Hier der vollständige Text der Erklärung !

Die entscheidende Protestkundgebung findet 19.9.2024 16 Uhr vor dem Rathaus Bezirk Berlin Mitte statt

In der nächsten Versammlung der Bezirksverordneten am 19.09.2024 wird über den Antrag der Bewohner entschieden. Zu diesem Anlass wird es wieder eine Kundgebung vor dem Rathaus Mitte (Karl-Marx-Alle 31, ab 16 Uhr) geben, um weiter laut und stark den Erhalt von Ari zu fordern. Der Korea Verband e.V. schreibt „Wir hoffen auf 1.000 Demonstrierende. Bitte bringt eure Freund*innen, Nachbar*innen und Familie mit! 

Bitte vormerken! An diesem Tag geht es um die „Wurst„.

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vorher

Kundgebung Do. 5 September

Und

So. 8.9.2024 14 bis 20 Uhr

Veranstaltung „Wir brauchen ein echtes Denkmal“… „Was braucht es, damit ein Denkmal echt ist ?

Am Sonntag, den 08.09.2024, feiern wir ab 14:00 Uhr im Sinema Transtopia den Abschluss unseres „Starke Denkmäler, starke Communitys gegen Rassismus!“ Projektes,senjo – The Main Battleground of the Comfort Women Issue“.

Wir werden unsere Projektergebnisse vorstellen, es wird eine Podiumsdiskussion geben und anschließend wird der Film „Shusenjo – The Main Battleground of the Comfort Women Issue“ von Miki Dezaki gezeigt.

„Wir brauchen ein echtes Denkmal.“ – Diese Worte wählte die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger, um zu begründen, warum die Friedensstatue „Ari“ in Berlin-Moabit Ende September entfernt werden soll. Doch die Statue ist das Ergebnis von jahrzehntelangem Engagement, und ihre Präsenz bewegt täglich Menschen in Berlin und weit darüber hinaus. Was braucht es, damit ein Denkmal „echt“ ist? Hier mehr

https://koreaverband.de/termin/kein-echtes-denkmal/

Ihr könnt Euch über diesen Link  anmelden. Für das Filmscreening müsst ihr außerdem ein Ticket bei Sinema Transtopia erwerben.

Was passiert, wenn die Statue trotz aller Proteste wie in anderen Städten demnächst abgeräumt wird?

Da könnten die Träume einiger Politiker:innen , dass dann „endlich Ruhe einkehrt“, nachhaltig platzen. Der Protest wird dann darum gehen, dass „ARI zurückkommt“ und „Wegner geht“. In Berlin darf kein Platz sein in verantwortlichen Positionen für Frauenfeinde, Anbeter:innen kolonialer Traditionen sowie Leugner:innen von sexualisierter Gewalt. Wer Kriegsverbrechen nicht konkret beim Namen nennen will, verharmlost Täter und Taten!


Gewerkschafter sagen „Nein zu Krieg und Sozialabbau!“

Gemeinsame Veranstaltung mit Gewerkschaftern von Ver.di, IG Metall und IGBau gegen Krieg und Sozialabbau!

Montag, 9. September 2024, 18 bis 20 Uhr,
im IG-Metall-Haus, Alwin-Brandes-Saal (5. Etage)
Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

„Die Situation in Europa und Nahost entwickelt sich gefährlich in Richtung Großkrieg. Statt sich für Frieden einzusetzen, liefert der Westen – einschließlich der Bundesregierung – immer mehr Waffen und beschleunigt die Eskalation durch die Erlaubnis, diese auch gegen russisches Gebiet einzusetzen. Atomwaffen werden wieder einsatzfähig gemacht. Die deutsche Regierung rüstet auf wie nie zuvor. Wir alle sollen kriegstüchtig gemacht werden. Eine „neue“ Wehrpflicht droht. Das Geld für die Hochrüstung fehlt bei Krankenhäusern und Pflege, Rente und Sozialleistungen, Bildung und Kitas, Bahn und Nahverkehr. Deshalb:

  • Verhandlungen zur sofortigen Beendigung des Krieges in der Ukraine und in Gaza! – Keine Waffenlieferungen an die Ukraine, Israel und in alle Welt!
  • Abrüstung! Geld in Bildung, Gesundheitswesen, Klimaschutz und Infrastruktur investieren,
  • Sozialstaat ausbauen! – Keine Milliarden in die Rüstung!“

Aus dem Aufruf der Initiative „Die Waffen nieder – nie wieder Krieg“ !

„Über diese Themen und was wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Berlin und Brandenburg gegen Krieg und Sozialabbau tun können, wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren:

Wie uns die USA und NATO in den Krieg treiben
Sevim Dagdelen (MdB, BSW)

Militarisierung oder Sozialstaat?

Ralf Krämer (Gewerkschaftssekretär, Ver.di)

Probleme, Kämpfe und Handlungsmöglichkeiten
in Berlin: Josephine Thyrêt (Betriebsrätin, ver.di)
in Brandenburg: Andreas Kutsche (Betriebsrat, ver.di)
in Betrieben und Branchen: Martin Bahn (BR; IG Metall), Mario
Kunze (BR, ver.di), Jörn Rieken (IG BAU)"
Kommt alle zur bundesweiten Friedensdemonstration am 3. Oktober um 12:30 Uhr nach Berlin! Alle Infos hier!

Kontakt zu den Veranstaltern für weitere Infos: Ralf Krämer, Andreas Kutsche, Josephine Thyrêt, BB@gewerkschaften-gegen-aufruestung.de

Einladungsflugblatt zur Veranstaltung

Mehr zum Thema:
* Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin "Wir müssen Gesicht zeigen"
* Friedensmarkt zum 1.September
* "nachgehakt bei der DGB Führung"

Free GAZA – Beats against Genocide

Kundgebung und Konzert , Freitag , den 23. August 18:30 Uhr, (Hermannplatz verlegt) Südstern Berlin!

Der Platz wurde willkürlich und kurzfristig von den Behörden verlegt. Das spricht Bände. Siehe Kommentar im Bild.

Aus einem Aufruf der Veranstalter:

„Seit über 20 Monaten verübt Israel einen Völkermord im GAZA-Streifen. Während dort mit deutschen Waffen und der Rückendeckung der deutschen Regierung zehntausende Zivilisten abgeschlachtet werden., wird hier in Deutschland der legitime Protest gegen diese Kriegsverbrechen kriminalisiert und mit brutaler Polizeigewalt niedergehalten. Besonder im Bereich um die Neuköllner Sonnenallee konnten wir in den vergangenen Monaten Zeuge werden,wie eine ganze community zum Schweigen und ihre Trauer erstickt wurde. Um der Unterstützung des Massenmoords in GAZA durch ide BRD und um der Kriminalisierung der Palästinensischen Stimmen etwas entgegenzusetzen, veranstalten wir am letzten Freitag der Schulferien eine große Protestkundgebung verbunden mit einem Rap-Konzert . Solidarität mit unseren Geschwisternn in GAZA! Solidarität mit den Opfern der antpalästinensiscchen Polizeigewalt in Berlin!“ (Sozialismus von unten)

Musik ist eine politische Waffe. …Also wann, wenn nicht jetzt ist es Zeit dazu?

Wir solidarisieren uns mit allen Opfern imperialer Politik in Nahost, ob Jüd:innen oder Muslim:innen, ob Palastinenser:innen oder Israel:innen.

Kein Ausruhen bis Krieg und Völkermord aufhören. Vollkommener Waffenstillstand, Freilassung aller Geiseln und ein Ende der Blockade von GAZA müssen her.

Die Verhandlungen dazu ziehen sich erneut hin. Ein Verwirrspiel.

Organisiert von Palästinakongress, Sozialismus von unten, Palästina spricht, die Linke Neukölln..
Israel und USA greifen auf ihre seit Jahren bekannte Hinhaltetaktik bei „Friedens“- Verhandlungen zurück.

Der eigentliche Verhandlungsvorschlag – aus Forderungen Israels und der Hamas- wurde von den USA, Katar und Ägypten gemeinsam unterbreitet. Kernpunkte: sofortige vollständige humanitäre Waffenruhe, Austausch von Geiseln, humanitäre Hilfe, Rückzug israelischer Truppen aus Gaza und ein Ende des Kriegs.

Diesen Vorschlag lehnte Israel aber ab, während die Hamas weitgehend zustimmte. Der gemeinsame Vorschlag der Vermittler wurde seitens der USA dann einseitig nach Rücksprache mit Israel in wesentlichen Punkten abgeändert, während die HAMAS an ihrer Zustimmung zur Verhandlung des ursprünglichen Vorschlags festhält.

Israels Regierung will auf dem Recht bestehen, den Krieg fortsetzen zu können; lehnt eine vollständige Freilassung palästinensischer Geiseln ab und will die Militärpräsenz in Gaza, speziell an der Grenze zu Ägypten, einschiesslich die militärische Blockade Gazas aufrecht erhalten, obwohl letzteres laut UN und IGH ohnehin illegal ist.

Netanyahus Büro letzten Sonntag: „Der Premierminister besteht darauf, dass wir in der Philadelphia-Achse bleiben, um eine Wiederbewaffnung der Terroristen zu verhindern“. Und ganz allgemein, man wolle „alle Kriegsziele“ erreichen.

Israel führt unterdessen unbeirrt in Gaza seinen mörderischen Krieg fort.

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