UNTERSTÜTZUNGS-AUFRUF: LIEFERANDO LAGERT AUS / MASSEN-ENTLASSUNGEN

[ENGLISH BELOW]

Vom Lieferando-Workers-Collective

Bild: Foto von You Tube Video

Der Essenslieferdienst Gigant Lieferando schließt seinen eigenen Logistikbetrieb in Potsdam und lagert den Betrieb an Subunternehmen aus, um sich dem Modell von Wolt / Uber Eats anzupassen. Über 60 Potsdamer Kurier*innen mit unbefristeten Verträgen verlieren ihren legalen Arbeitsplatz und werden unter Druck gesetzt, künftig Jobs im kriminellen Sumpf der Subunternehmer anzunehmen![1] Lieferando will deutschlandweit weit über 2.000 Kurier*innen entlassen![2] Die Kurier*innen sagen, dass die Auslagerung an Subunternehmen wie z.B. Fleetlery GmbH die Arbeitsbedingungen verschlechtert, Vorschriften aushöhlt und sich auf andere Branchen ausbreiten wird, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Kurier*innen aus Potsdam protestieren gegen die Entlassungen bei Lieferando und machen die Öffentlichkeit auf die skandalösen Bedingungen aufmerksam, unter denen Kurier*innen bei Fleetlery und Co. arbeiten müssen: keine Verträge, keine Steuern, keine Sozialversicherung, Barzahlung in Parks, Hunderte von Euro an Mittelsmänner um mit der Arbeit beginnen zu können, kein Mindestlohn, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaubsgeld und zwielichtige, mafiöse Machenschaften.

Kund*innen und Politiker*innen sollten wissen, wie Kuriere in Zukunft für Lieferando liefern werden: ILLEGAL!”
Das Lieferando-Workers-Collective (LWC) fordert: KEINE ENTLASSUNGEN, fairer Sozialplan!

## WIE KANNST DU UNS UNTERSTÜTZEN?

### Schau dir diesen Donnerstag ARD Kontraste an!

**Am Donnerstag, den 21. August 2025, ab 21:45 Uhr berichtet ARD Kontraste über die illegalen Geschäftspraktiken von Fleetlery und Co.[4] NICHT VERPASSEN! Likt, kommentiert und teilt den Bericht!**

### Unterstützung in den sozialen Medien

Folge uns (LWC) und ARD Kontraste JETZT in den sozialen Medien. Like, kommentiere und teile Beiträge von uns oder anderen, um auf die Outsourcing-Praktiken von Lieferando aufmerksam zu machen.


### Finanzielle Unterstützung

Unterstützt unseren Kampf: Das Lieferando-Workers-Collective (LWC) braucht Geld, um Kurier*innen zu unterstützen, die wegen gestohlener Löhne, Kündigungen oder anderen Schwierigkeiten kämpfen. Schon 5 Euro einmalig oder monatlich würden uns sehr helfen.

**Spenden könnt ihr per Überweisung, Kreditkarte oder Paypal hier: https://ko-fi.com/lwcbln**

### Zeitliche Unterstützung

Solidarität und Unterstützung für prekär Beschäftigte kostet viel Zeit. Jede*r kann uns helfen, indem sie etwas Zeit mit uns verbringt, lernt, was nötig ist, um die Beschäftigten zu unterstützen, und sich unserem Kampf anschließt!

Melde dich bei uns und biete deine Hilfe an. Selbst 1-2 Stunden pro Monat würden uns sehr helfen!

Spendet uns Zeit: lwc_berlin@systemli.org

## KONTAKTE

### Lieferando Workers Collective (LWC) Berlin

* Website: http://links.couriersunite.de/@lwc
* Instagram: https://www.instagram.com/lwc_berlin/
* Twitter: https://x.com/LWC_Berlin
* Facebook: https://www.facebook.com/groups/lieferandoworkerscollectivedeutschland
* Spenden: https://ko-fi.com/lwcbln

### Betriebsrat “Berlin HUB”

* Email: lieferat-berlin@mailbox.org

### Bechert Rechtsanwält*innen
* Website: https://www.arbeitsrecht-berlin.de/
* Email: kanzlei@arbeitsrecht-berlin.de

### ARD Kontraste

* Website: https://www.rbb-online.de/kontraste/
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* Twitter: https://x.com/ardkontraste
* Facebook: https://www.facebook.com/der.rbb



## LINKS

[1] Aktion gegen Arbeitsuntecht: https://arbeitsunrecht.de/wolt-lohnraub-in-kriminogenem-subunternehmer-dickicht/

[2] ARD Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lieferando-stellenabbau-100.html

[3] ZDF Heute: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/lieferando-stellenabbau-subunternehmen-outsourcing-fleetlery-100.html

[4] ARD Kontraste: https://www.rbb-online.de/kontraste/



Bitte teilt diesen Aufruf und sagt allen Bescheid, dass sie sich für Social-Media-Aktionen bereit machen sollen! Wir brauchen morgen (Donnerstag) jede Menge Likes, Posts und Kommentare!

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ENGLISH

## SUPPORT CALL: LIEFERANDO IS OUTSOURCING / MASS-FIRINGS


The food delivery giant Lieferando is closing its own logistics operation in Potsdam and outsourcing operations to subcontractors in a shift towards the Wolt / Uber Eats model. Over 60 Potsdam couriers with permanent contracts are losing their legal jobs and will be under pressure to take jobs work in the crime-ridden subcontractor swamp in the future![1] Lieferando wants to fire well over 2,000 couriers throughout Germany![2][3] The couriers say that outsourcing to subcontractors like Fleetlery GmbH undermines working conditions and erodes regulations and will spread to other industries if it is left unchallenged.


Couriers from Potsdam and Berlin are protesting against the layoffs at Lieferando and are making the public aware of the scandalous conditions couriers have seen at Fleetlery and Co: no contracts, no taxes, no social security, cash-in-hand payment in parks, paying hundreds of euros to middlemen just to start working, no minimum wage, no sickness or holiday pay, and shady, mafia-style operations.

**Customers and politicians should know how couriers deliver for Lieferando in the future: ILLEGALLY!**

The Lieferando Workers Collective (LWC) demands: NO LAYOFFS, fair social plan!


## HOW CAN YOU SUPPORT?

### Watch ARD Kontraste this thursday!

**On Thursday, August 21, 2025, starting at 9:45 p.m., ARD Kontraste will report on the illegal business practices of Fleetlery and Co.[4] DON’T MISS IT! Like, Comment and share the report!**


### SocialMedia Support

Follow us (LWC) and ARD Kontraste NOW on SocialMedia. Like, comment and share posts by us or others to spread awareness about Lieferando’s outsourcing.


### Financial Support

Support our struggle: The Lieferando Workers Collective (LWC) needs money to support couriers who are struggling because of stolen wages, terminations or other hardships. Even 5 Euro once or per month would help a lot.

**Donate money to us via bank transfer, credit card or Paypal here: https://ko-fi.com/lwcbln**


### Time Support

Solidarity and support for precarious workers takes a lot of time. Anyone can help us, by spending some time with us, learning what is needed to support workers, and joining our struggle!

Contact us and offer your help. Even 1-2 hours per month would help a lot!

Donate Time to us: lwc_berlin@systemli.org



## CONTACTS


### Lieferando Workers Collective (LWC) Berlin

* Website: http://links.couriersunite.de/@lwc
* Instagram: https://www.instagram.com/lwc_berlin/
* Twitter: https://x.com/LWC_Berlin
* Facebook: https://www.facebook.com/groups/lieferandoworkerscollectivedeutschland
* Donation: https://ko-fi.com/lwcbln

### Betriebsrat “Berlin HUB”

* Email: lieferat-berlin@mailbox.org

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* Email: kanzlei@arbeitsrecht-berlin.de


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## LINKS

[1] Action against labor injustice: https://arbeitsunrecht.de/wolt-lohnraub-in-kriminogenem-subunternehmer-dickicht/

[2] ARD Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/lieferando-stellenabbau-100.html

[3] ZDF Heute: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/lieferando-stellenabbau-subunternehmen-outsourcing-fleetlery-100.html

[4] ARD Kontraste: https://www.rbb-online.de/kontraste/


**Please share this call and ask people to prepare for social-media action immediately! We need lots of likes, posts, and comments tomorrow (Thursday)!**

Helios-Therapeut:innen durchbrechen Lohnmauer

Verdi gibt in einer Presseerklärung vom 6.8. bekannt: die Helios-Therapeut:innen haben nach „hartem Kampf“ einen Durchbruch geschafft. Sie werden bis Anfang 2027 die volle Lohnangleichung zur Helios Kernbelegschaft erreichen.

Wieder einmal – nach CFM – zeigt sich: je intensiver der Streik, desto größer die Erfolge. Die Spaltung in zwei Klassen Belegschaften kann überwunden werden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit kann durchgesetzt werden. Merken wir uns das für die zukünftigen Tarifrunden! Nicht langanhaltende Verhandlungsnächte bringen den entscheidenden Erfolg. Die Kapitalseite muss die Verluste zu spüren bekommen, wenn wir ihr unsere Arbeitskraft vorenthalten und sie muss davon überzeugt werden, dass wir dabei einen längeren Atem haben, bis zählbare Zugeständnisse für uns auf dem Tisch liegen.

Die Einigung konnte nach 76 Tagen Streik, davon 43 am Stück – erzielt werden. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Dazu heißt es in der Presseerklärung von Verdi:

Rückwirkend zum 1. Juli soll ein Tarifvertrag gelten, in dem für das laufende Jahr eine Entgelterhöhung von 15 % vereinbart wird. (….)

Darüber hinaus wird im September eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro für Vollzeitbeschäftigte (Teilzeitbeschäftigte anteilig) ausgezahlt.

Ab dem 1. Januar 2026 erhalten die ca. 50 Therapeut:innen 95 % des Tabellenentgelts des Helios-Konzerntarifvertrags, ab dem 1. Januar 2027 dann 100 % der Helios-Entgelte zum dann gültigen Zeitpunkt. In der Spitze ergeben sich damit Entgeltsteigerungen für die Beschäftigten von bis zu 1.660 Euro über 1,5 Jahre.

Verbesserungen gibt es auch bei der Jahressonderzahlung (über mehrere Jahre ansteigend auf 90 % eines Monatsgehalts), der Arbeitszeit (diese wird zum 1. Januar 2026 von 40 auf 38,5 Stunden gesenkt) sowie durch die Einführung von Zuschlägen für Mehrarbeit und Wochenendarbeit.

Titelbild: Collage Peter Vlatten

Berlin – barrierefreie Mobilität verteidigen!

Mit einer Mobilitätsbeeinträchtigung selbstbestimmt, unkompliziert und flexibel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin unterwegs – das soll Ende des Jahres vorbei sein!
BVG Muva steht auf der Streichliste des Berliner Senats.

BVG Muva ist ein barrierefreier On-Demand-Service der Berliner Verkehrsbetriebe. BVG Muva stellt sicher, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verlässlich, flexibel und selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilnehmen können – ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und des Berliner Mobilitätsgesetzes.

BVG Muva hat sich zu einem perfekten Service mit ca 1000 täglichen Buchungen entwickelt für alle, die sonst durch Barrieren vom öffentlichen Verkehr ausgeschlossen würden. Für Menschen im Rollstuhl und mit Rollator, fur Personen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen, für Ältere und Schwangere, für Erwachsene mit kleinen Kindern oder schwerem Gepäck.

Dass Inklusionstaxis eine Alternative seien, ist eine Täuschung. Die Barrierefreiheit ist ungenügend, es gibt zuwenige Taxis und keine Integration in den ÖPNV

Der Verein Landesverband Lebenshilfe Berlin e.V. schlägt Alarm und fordert

  1. Sofortige Verlängerung des Betriebsvertrags für den BVG Muva über den 31.12.2025 hinaus!
  2. Finanzielle Absicherung im Haushalt des Landes Berlin!
  3. Beteiligung der Zielgruppe an politischen Entscheidungen – nicht über, sondern mit den Betroffenen reden!
  4. Schrittweise Weiterentwicklung des Services mit Fokus auf Integration, Qualität und Nutzerfreundlichkeit – auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen!
  5. Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Fahrgäste, Angehörige und für die Beschäftigten des BVG Muva! 

Inklusion darf nicht zur Verhandlungsmasse gemacht werden. Sie ist ein Versprechen der Gesellschaft an ihre Mitglieder – und das muss gehalten werden.

Die Berliner Politik des sozialen Kahlschlags macht vor nichts halt. Sie trifft vor allem auch hier wieder die Schwächsten in der Gesellschaft. Die Einschränkung der Mobilität ist angesichts einer alternden Gesellschaft doppelt schändlich. Die Schwächsten sozial ausgrenzen ist ein rechtes Programm. Dagegen kämpfen ist konkret Kampf gegen Rechts.

Es ist noch nicht lange her, da wurde auf einem Veteranentag Kriegsopfern mit bleibenden Gesundheitsschäden und körperlichen Behinderungen eine schöne heile Welt der Vollumsorgung vorgegaukelt.

Die soziale Realität sieht anders aus. Es sei denn wir wehren und solidarisieren uns.

Unterstützt die Petition für ein barrierefreies Berlin, für Inklusion, für Menschenrechte. Macht die Petition bekannt!

Titelbild: Collage Peter Vlatten

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