Schöne Bescherungen

Wenn man sich an diesen Feiertagen so umguckt!

Meinen Sohn kriegt ihr nicht!

Es wird immer offensichtlicher, dass man sich der Zwangsmusterung samt Eierkontrollgriff nicht entziehen kann, denn – so wird jetzt vermeldet – „wer der Musterung fernbleibt, kann von der Polizei ins Musterungszentrum gebracht werden“ und muss bis zu 1.000 € Strafe blechen.

Aber der Wehrdienst soll ja nach Lesart der Regierung vorerst freiwillig bleiben. Mütter erklären vorsorglich: „Meinen Sohn kriegt ihr nicht!“

Tabubruch: auch Leistungen im Gesundheitssystem sollen abgebaut werden

Kanzleramtschef Thorsten Frei wagt sich an einen Tabubruch. Er hält Einschnitte im Gesundheitssystem für unausweichlich und fordert, „dass manche Leistungen entfallen müssen, um das Gesundheitssystem günstiger zu machen.“

Ein Tabu bleibt dagegen, dass exorbitante Preise und Extraprofite auf ein Normalmaß gesenkt werden müssen. Dann wären die Kosten für Gesundheit auf einen Schlag niedriger.

Strafanzeige gegen Nobelstiftung wegen Verleihung des Nobelpreises für Frieden an eine Kriegstreiberin!

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat am Dienstag vor Weihnachten in Schweden eine Strafanzeige gegen die Nobelstiftung und rund 30 mit ihr verbundene Personen eingereicht.

Der Friedensnobelpreis dürfe nicht „von einem Instrument des Friedens in ein Instrument des Krieges verwandelt werden.“

Assange fordert, die Auszahlung des mit dem Preis verbundenen Preisgeldes in Höhe von elf Millionen schwedischen Kronen (rund 1,18 Millionen US-Dollar) an die Preisträgerin Machado umgehend einzufrieren.

Machado habe wiederholt zu militärischer Intervention gegen Venezuela aufgerufen und US-amerikanische Angriffe öffentlich unterstützt. Die Preisverleihung sei zudem in eine Phase massiver militärischer Eskalation in der Karibik gefallen, die von Militäranalysten als größte US-Truppenverlegung und Bedrohung in der Region seit Jahrzehnten beschrieben werde.

Durch die Auszahlung der Preisgelder werde diese Eskalation legitimiert und finanziell begünstigt.

Erneuter Boykott von Rüstungsgütern nach Israel

Französische Hafenarbeiter verweigerten letzte Woche die Ankunft israelischer Militärgüter per Lkw in ihrem Hafen.

Als die Fracht im Hafen von Le Havre eintreffen sollte, teilten Hafenarbeiter der Firma Aubert & Duval mit, dass der Lkw mit der Militärfracht – Lieferung von 18 Tonnen Kanonenrohren für Elbit Systems in Israel – in ihren Hafen nicht eingelassen werde.

Auch Amnesty International hat ein Auge auf die Lieferung von Gütern geworfen, die als Tatwerkzeuge im Völkermord eingesetzt werden können.

Aktuell ruft Amnesty die deutsche Reederei Gerdes dazu auf, ihr Frachtschiff „Holger G“ zu stoppen. Das Schiff bringt gerade Rüstungsgüter nach Israel.

Hut ab vor den Hafenarbeitern und allen Unterstützern, die es weltweit schaffen, Sand ins Getriebe der Rüstungslieferungen zu bringen.

Derweil agiert der wahre und verkannte Nobelpreisträger für „Frieden“ in voller „Friedens„mission

Während Trump, der „größte Friedenspräsident aller Zeiten“ , die „größte Militäransammlung aller Zeiten“ vor den Küsten Venezuelas zusammenzieht, einen Sonderbotschafter zur Annektion Grönlands auf den Weg schickt und ein extra Waffenpaket im Wert von 11 Milliarden Dollar an Taiwan verschenkt, sendet er zur heiligsten Christenzeit seine Bomber nach Nigeria, die ihre „Liebesgrüße“ zum Schutz des Christentums und seiner fundamentalen Werte auf das afrikanische Land niederprasseln lassen.

In Bezug auf die Ukraine wollen sich aber die Europäer von Trump nicht den „friedenspolitischen“ ersten Rang wegnehmen lassen. Sollte die ukrainische Friedensarmee laut Trump Plan noch 600 000 aktive Soldaten umfassen, so bestehen Merz und seine Freunde auf „mindestens 800 000 urkainische Soldaten in Friedenszeiten.“ Zum Zahlenvergleich: um Deutschland „kriegstüchtig“ zu machen, plant die Bundesregierung für die Bundeswehr bis 2030 eine Sollstärke von ca. 260 000 aktiven Soldaten ein.

Manfred Weber, CSU und Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, spricht sich pünktlich zu Weihnachten offen dafür aus, deutsche Soldaten aktiv an der Absicherung einer Friedenslösung in der Ukraine zu beteiligen: „Ich wünsche mir Soldaten mit der europäischen Flagge auf der Uniform, die gemeinsam mit unseren ukrainischen Freunden den Frieden sichern.“

Fazit: alles drängelt sich geradezu um Frieden!

Keine Manipulationen zugunsten Israels beim Eurovision Song Contest 2026

Der österreichische Sender ORF hat aufgrund des öffentlichen Drucks angekündigt, Buhrufe während Israels Auftritt beim Eurovision Song Contest 2026 nicht mehr zu zensieren und damit die bisherige Praxis aufzugeben, negative Publikumsreaktionen durch künstlichen Applaus zu überdecken.

Ausserdem sollen nun neben israelischen auch palästinensische Flaggen in der Arena erlaubt sein. Es sei nicht mehr geplant, Erwähnungen des Gazastreifens zu zensieren.

Die Erklärung wirft ein grelles Licht auf die manipulative Praxis, mit der das Publikum bisher über die Auftritte Israels getäuscht wurde.

Fünf Länder – Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island – nehmen angesichts des Völkermords eine konsequente Haltung ein und boykottieren den Wettbewerb aufgrund der Teilnahme Israels vollständig. Dadurch sinkt die Gesamtzahl der Beiträge auf den niedrigsten Stand seit 2003.

Weihnachtsgruß

Dicke Brüste, das Dirndl in blau,
so träumt sich Neonazi seine Frau!

Ein Kind, auch in blau, dazu der deutsche Schäferhund,
so wird sein schlichtes Weltbild rund.

Frohe Weihnachten!

(Das dazugehörige Weihnachtsfoto aus der AfD-Werbung poste ich selbstverständlich NICHT.)

Peter Jacobi

Belgien tritt Südafrikas Völkermordklage gegen Israel bei

Der Internationale Gerichtshof (IGH) gab am Dienstag bekannt, dass Belgien sich offiziell der von Südafrika gegen Israel eingereichten Klage angeschlossen hat. Die Klage betrifft den Vorwurf des Völkermords im Gazastreifen. Die internationale Unterstützung für die Klage wächst.

Deutschland isoliert sich weiter und steht selbst als Mittäter auf der Anklagebank.

Halt Dein Maul über „Nächstenliebe“, wenn Du zu Unrecht schweigst

Ich wünsche allen Menschen, die Weihnachten feiern, schöne und gesegnete Weihnachten. In vielen Regionen der Welt leiden heute Christinnen und Christen unter Armut, leben unter widrigen Lebensumständen, in vielen Ländern Lateinamerikas oder in Russland, unter Verfolgung und in Lebensgefahr wie in Nigeria, unter Militärbesatzung und Apartheid wie in Palästina, unter staatlicher Verfolgung wie christliche Konvertit:innen in meiner Heimat Iran. Wenn wir heute die Geburt von Jesus Christus feiern, dann feiern wir auch die Gebote des Christentum. „Wenn du in Zeiten der Ungerechtigkeit neutral bist, hast du dich auf die Seite des Unterdrückers gestellt.“ sagte der südafrikanische Erzbischof und politische Aktivist gegen die südafrikanische Apartheid Desmond Tutu, der auch die palästinensische Anti-Apartheid Bewegung BDS unterstützte. Denn Nächstenliebe bedeutet auch, sich für die Befreiung von unterdrückten Menschen einzusetzen und nicht zu schweigen.

Rana Issazadeh

Silvesterfeuerwerk

Der Verband der pyrotechnischen Industrie blickt positiv auf das anstehende Silvestergeschäft. „Es dürfte mehr ausgeliefert sein als im vergangenen Jahr – das ist bemerkenswert, schließlich war es im vergangenen Jahr schon sehr viel“, sagte Verbandsgeschäftsführer Klaus Gotzen.

Na dann. Lässt sich doch wenigstens in Bezug auf die Knallerei zum Jahreswechsel sagen: „Deutschlands Wirtschaft brummt“ und „the show goes on“ und lässt bei nicht wenigen vergessen, was sonst so passiert in der Welt.

Bilder vom beeindruckenden Kulturnachlass auf den Straßen Berlins nach der Sylvesternacht schicke man an Kanzler Merz. Wer dabei Signale erkennt, dass es 2026 wieder aufwärts geht, sollte zum Arzt gehen.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Peter Leibinger, hatte kurz vor Weihnachten beklagt, die deutsche Wirtschaft sei „im freien Fall“.

Eine Ikone zum Anfassen ging von uns – Victor Grossmann

März 1928 in New York City; † 17. Dezember 2025 in Berlin

Victor Grossmann im Jahre 2017 während der Veranstaltung: “ Dean-Read-Festival 2017″ im Berliner Kino „Babylon“.


Victor erlebte ich das erste Mal ca. 1977/78 bei einer Lesung über sein Buch „Per Anhalter durch die USA“.

Aus seinen Vorwort:

„Um ein Land wie die USA einigermaßen zu verstehen, muß man das Gute und das Schlechte, das Vorwärtsdrängende und das Hemmende sehen.
Es auseinanderzuhalten ist äußert schwierig – zumal sich das Bild ständig verändert-, doch gerade in unserer Zeit sehr notwendig,“ 1976.


Quelle: „Per Anhalter durch die USA“, Verlag Neues Leben Berlin 1976, Seite 9-10″


Fast 30 Jahre später, hatte ich das Glück, Victor während eines „Dean-Read-Festival“ [1]https://www.deanreed.de/ im Jahre 2017 wiederzusehen.
Victor hielt für Dean-Read die Laudatio. Hier zur damaligen Einladung: Ich hatte die Gelegenheit, am Anfang meiner Videoarbeit diese Laudatio aufzunehmen.

Am 17. Dezember 2025 hörte sein Herz auf zu schlagen. Mir Victor verlieren wir einen kämpferischen Menschen, der sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzte.

Beitragsbild: Victor in einer Gesprächsrunde, u. a. Twin Aguasdelrio [2]mit Twin stehe ich seit dem in Verbindung

2024 beschrieb Victor Grossmann in einem Rückblick sein eigenes Leben, beginnend mit der großen Depression in den USA:

Zitat aus dem Rückblick:

"Ich bin alt genug, um mich gerade noch an die Große Depression zu erinnern: Schlangen schäbiger Männer, die auf kostenlose Suppe warteten, besser gekleidete Männer, die an Straßenecken Äpfel verkauften, kilometerlange übel riechende, selbstgebaute Hütten in einem Hooverville bei Newark.

Einige Jahre später, sammelte ich mit meinem Cousin am Times Square, für „Madrid zu retten!“ – und bewunderte die Sowjets dafür, dass sie versuchten genau das zu tun - allein (mit Mexiko) zwei Jahre lang gegen alle anderen Länder. (Und - ebenfalls weitgehend allein - die Weltwirtschaftskrise umgingen, den riesigen Dnepropetrowsker Staudamm bauten und die Modelle der vorbildlichen Moskauer Marmor-U-Bahn-Stationen auf der New Yorker Weltausstellung präsentierten.)

Ein Rückblick von Victor Grossmann auf sein eigenes bewegte Leben. 21.12.2024

Dieser Beitrag wurde zu erst auf Widerstaendig.de veröffentlicht, 20.12.2024

References

References
1 https://www.deanreed.de/
2 mit Twin stehe ich seit dem in Verbindung

»Ich war, ich bin,ich werde sein«

Veranstaltung mit Klaus Dallmer
über die Revolutionsjahre 1918/19
und Infos zur LL-Demo

8.Januar 2026 19 Uhr im Kiezhaus
Agnes Reinholda, Afrikanische Str74

Кlaus Dallmer hat das Buch »Die Meuterei auf der »Deutschland« 1918/19 – Anpassung, Aufbäumen und Untergang der ersten deutschen Arbeiterbewegung« geschrieben. Er wird uns einen Überblick geben über die historische Entwicklung der Arbeiter*innenbewegung in der Zeit des Ersten Weltkriegs bis zur Novemberrevolution, der Gründung der KPD und des Januaraufstandes 1919.

Anschlieẞend wollen wir gemeinsam diskutieren, was wir aus der Geschichte für unsere heutigen Kämpfe lernen können.

Im August 1914 stimmten die Führun-gen der Gewerkschaften und die Mehrheit der SPD-Parteiführung für den Krieg. Kurz zuvor hatte es noch Massenproteste gegen den drohenden Krieg gegeben -nun brach der Widerstand zusammen und die Kriegsbegeisterung gewann zunächst die Oberhand. Dies änderte sich jedoch bald wieder: Hunderttausende Tote an der Front, Lohnstopps und Nahrungsmittel-knappheit zeigten deutlich, wer vom Krieg profitiert und wer nicht. Ab 1916 gab es vermehrt wilde Streiks. Im Januar 1918 kam es schlieẞlich zu Massenstreiks für einen sofortigen Frieden und eine demokratische Republik.

Am 3. November 1918 begann mit dem Aufstand der Matrosen in Kiel die Novem-berrevolution. Neben der Verweigerung erneut in die Schlacht zu ziehen und auf andere Arbeiterinnen zu schieẞen, forderten die Arbeiterinnen auch die Vergesellschaftung der Produktion und eine sozialistische Gesellschaftsordnung.

In Deutschland war eine Rätebewegung entstanden. Der Rätekongress im Dezember 1918 sprach sich allerdings für Wahlen zur Nationalversammlung, also gegen das basisdemokratische Rätesystem aus, und entmachtete sich damit selbst. Die Regierung unter Führung von Friedrich Ebert setzte militärische Truppen gegen die Rätebewegung ein. Zur Jahreswende 1918/1919 wurde die Kommunistische Par-tei Deutschlands gegründet. Am 5. Januar 1919 begann ein Aufstand gegen die Regierung der Mehrheitssozialdemokraten mit Demonstrationen und Besetzungen im Zeitungsviertel in Berlin-Mitte/Kreuzberg, der blutig niedergeschlagen wurde. Die SPD-Führung verbündete sich mit dem Militär und die reaktionären Freikorps zerschlugen die revolutionären Bestrebungen. Die Revolution von 1918 blieb unvollendet.

Es gibt Grund zur Hoffnung, aktuell zum Neuen Jahr "Schiesst sie auf den Mond - Eindrücke zum Jahreswechsel" 

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