Call for Acton – Unterstützer:innen Treffen gegen Waffenproduktion

Der Sommer wird antimilitaristisch und dafür brauchen wir Euch!
Und angesichts der Weltlage braucht die Menschheit Antimilitarismus!
Unterstützer:innen Treffen

14. April um 17-19 Uhr, Rosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus (Kleine Alexanderstraẞe 28)

Das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion, bestehend aus über 20 Organisationen, ruft für den 10.-11. Juli bundesweit zu Aktionstagen gegen Krieg auf.

Anlass ist der Beginn der Munitionsproduktion im Rheinmetall-Werk im Wedding. Damit wird zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg in Berlin wieder Kriegsgerät hergestellt, und das mitten im Herzen der Hauptstadt.

Die Waffenfabrik in unserem Kiez steht stellvertretend für einen allgemeinen Trend der Aufrüstung und Militarisierung in Deutschland und Europa, dem wir uns gemeinsam entgegen setzen müssen.

Um die Aktionstage und die Wochen davor mit vielen starken und kreativen Aktionen zu füllen, rufen wir alle Organisationen, die gegen Aufrüstung und sozialen Kahlschlag aktiv sind oder werden wollen auf, sich zu beteiligen.

Um unseren Plan vorzustellen und gemeinsam erste Ideen zur Zusammenarbeit zu entwickeln laden wir Euch zum Unterstützer:innen-Treffen der Aktionstage ein.

Wann? 14. April um 17-19 Uhr Wo? Rosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus (Kleine Alexanderstraẞe 28)

Egal wozu ihr sonst noch arbeitet, ob Feminismus, Internationalismus, Kampf gegen den Klimawandel, die Wehrpflicht oder etwas ganz anderes. Wir wollen Aktive aus möglichst vielen Perspektiven zusammenbringen und zeigen: im Krieg hat niemand von uns etwas zu gewinnen!

Wir freuen uns auf Euch.
Meldet uns gerne wer von euch kommt, das hilft uns bei der Planung.

berliner.buendnis.gegen.waffen

Hier der link. tree zum Social Media Auftritt des Bündnisses

Rojava am Scheideweg – Integration einer Revolution?

Veranstaltung: Rojava am Scheideweg – Integration einer Revolution?

17. April 2026 |19 Uhr | Salon im FMP1| Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin

Eine Veranstaltung der Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. mit einer Liveschaltung nach Rojava zu einer Frauenrechtsaktivistin, Stimmen und Eindrücken vor Ort.

Podium: Dr. Elisa Stein, Ärztin Tim Krüger, Journalist und Janosch Tries, Städtepartnerschaft. 

Die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien steht an einem kritischen Wendepunkt. Nach schweren militärischen Angriffen durch die Truppen des Übergangspräsidenten Al Schaara hat sie innerhalb kurzer Zeit große Teile der mehrheitlich arabisch geprägten Gebiete verloren. Zwar konnten Verhandlungen den Vormarsch vorerst stoppen – doch die zentrale Frage bleibt: Wie geht es weiter?

Welche Konsequenzen hat der Integrationsprozess mit der syrischen Übergangsregierung für die Zukunft der autonomen Selbstverwaltung – und ist die Revolution von Rojava damit gescheitert oder steht sie vor einer Transformation?

Die Veranstaltung analysiert die aktuellen politischen Entwicklungen in Rojava und diskutiert mögliche Szenarien für die Zukunft der Region. Ein besonderer Fokus liegt auf der humanitären Situation vor Ort, insbesondere auf der Lage von Frauen und Kindern.

Rund fünf Millionen Binnenvertriebene leben weiterhin in ganz Syrien. In Rojava sind es Hunderttausende, viele davon sind in inoffiziellen Unterkünften wie Schulen und Moscheen untergebracht. Welche Hilfsprojekte gibt es? Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir Einblicke in bestehende Hilfsprojekte und aktuelle Kooperationen geben.

Anmerkung der Redaktion FGLB: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Illusionen über die Politik des Westens, insbesondere der USA und Israels, verhängnisvoll sein können. Wie kann unter den gegenwärtigen Bedingungen das Modell Rojavas mit Besinnung auf die eigenen Kräfte einer multi-ethnischen, multikulturellen,multireligiösen und gemeinsam von Frauen und Männern gestalteten Gesellschaft weiter gestärkt werden? Welche Pläne bestehen, vor allem auch die Zusammenarbeit mit den arabischen Bevölkerungsteilen zu stärken bzw. zu reaktivieren?

Während Pferde fliegen, bleibt die Menschheit am Boden ..

Manche kleinen Ereignisse dieser Tage voll kapitalistischer Barbarei sagen viel und lassen sich wohl am Besten mit Poesie — mit peschschwarzer Lyrik – einfangen. Ein Gedicht über Liebe für alles, was Kapital ist und nicht Mensch. (Peter Vlatten)

„Diese ‚Rührseligkeit‘ des Kapitalismus hat mich zu Tränen gerührt“ – Schwarzer Humor, eine antiimperialistische Klage –

Gestern Abend lief auf Habertürk TV eine Szene:
Schwere Frachtflugzeuge steigen in den Himmel…
Keine Menschen an Bord.
Keine Hoffnung.
Keine Zukunft.

Aber…
Millionenwerte Rennpferde.

Ja, genau.
Von Bahreyn nach Belgien –
Pferde, die vor der „Gefahr des Krieges“ gerettet werden.

Eines muss hier klar gesagt werden:
Wir sind nicht gegen die Rettung eines Lebewesens.
Im Gegenteil – Leben zu schützen ist das elementarste menschliche Prinzip.

Doch in dieser Szene wurde nicht einfach ein Lebewesen gerettet…
Gerettet wurde sein Warenwert.
Gerettet wurde das Kapital, das sich aus ihm vermehren lässt.

Was in dieses Flugzeug geladen wurde, war nicht nur ein Tier –
sondern ein Versprechen auf zukünftige Millionengewinne.

Was für eine elegante Epoche!
Während Bomben auf Menschen niedergehen, spannt der Kapitalismus einen Schirm über seine Pferde.

Auf der einen Seite:
Feuer, das vom Himmel fällt.
Kinder, die in der Erde verschwinden.
Zerfetzte Häuser.
Städte in Dunkelheit.
Kein Strom.
Kein Wasser.
Keine Wärme.
Selbst Atmen wird zum Luxus.

Im Libanon
sind Menschen auf der Flucht,
ohne Koffer, ohne Perspektive –
nur mit dem nackten Instinkt zu überleben.

Krankenhäuser überfüllt.
Schreie, die den Himmel durchbohren.
Getroffene Ölquellen –
der Himmel ist nicht nur dunkel, sondern giftig geworden.

Apokalypse…
aber nur für Menschen.

Auf der anderen Seite:
Pferde werden verladen.

Behutsam.
Sorgfältig.
Mit größter Aufmerksamkeit.

Als wäre nicht der Mensch das Wertvollste.
Als wäre das Recht auf Leben eine Rennbahn.

Vielleicht beugt sich ein Angestellter hinunter und flüstert:
„Hab keine Angst… wir retten dich.“

Was für eine große Barmherzigkeit.
Was für eine erhabene Moral.

Doch diese Barmherzigkeit spricht eine andere Sprache:
Nicht Mitgefühl, sondern Bewertung.
Nicht Empathie, sondern Renditekalkül.

Diese „Rührseligkeit“ des Kapitalismus…
sie hat mich wirklich zu Tränen gerührt.

Während Menschen vor Bomben fliehen,
fliegt das Kapital seine Pferde weiter – fast wie Business Class.

Das ist die Moral des Kapitalismus:
Der Mensch stirbt – der Markt lebt.
Die Natur brennt – das Kapital wird verlagert.
Städte zerfallen – Werte werden versichert.

Und man verlangt von uns, das „Weltordnung“ zu nennen.

Vielleicht werden Geschichtsbücher eines Tages schreiben:
„In dieser Epoche, in der Menschen an Krieg, Hunger und giftiger Luft starben,
zeigten die Mächtigen ihre größte Sensibilität… gegenüber Rennpferden.“

Und Kinder werden fragen:
„Wirklich?“

Und wir werden beschämt antworten:
„Ja… denn damals war nicht die Menschlichkeit heilig,
sondern die Profitrate.“

Vielleicht ist die eigentliche Tragödie:
Die Pferde wurden gerettet.
Doch die Menschheit…

liegt noch immer unter den Trümmern.

Zeki Gökhan, 20. März 2026

Titelbild: Collage Zeki Gökhan

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