Freiheit und Frieden für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan – Freiheit für Palästina ist Frieden für Israel

Das Aktionsbündnis gegen die NATO Sicherheitskonferenz bezieht zum Israel Palästina Konflikt wie folgt Stellung:

Freiheit und Frieden für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan
Freiheit für Palästina ist Frieden für Israel

Erklärung

Eine Bundesregierung, die ein Interesse an einer langfristigen Lösung und Frieden hätte, müsste sich für eine diplomatische Lösung einsetzen und einen sofortigen Waffenstillstand fordern. Einem entsprechenden UN-Beschluss wurde von 151 Ländern zugestimmt (10 Staaten votierten dagegen, 23 enthielten sich – darunter Deutschland). Dabei wird diese dringliche Forderung bereits von einigen anderen europäischen Ländern mitgetragen. Als Verbündeter Israels und Verfechter seiner Sicherheit müsste die Bundesregierung mit allen Mitteln darauf hinwirken, dass Israel sich an die Völkerrechtskonventionen hält. Die Bombardierung von zivilen Einrichtungen, wie Krankenhäuser oder Bildungseinrichtungen, sowie der Einsatz von Phosphorbomben in Wohngebieten und Hunger als Waffe sind völkerrechtlich verboten. Das ungeheure Ausmaß an Zerstörung und Leid – als Folge der noch immer andauernden Bombardierung – wird immer mehr Hass schüren und lässt den Frieden in weite Ferne rücken. Außerdem muss sich Deutschland für ein Ende der völkerrechtswidrigen Besatzung der palästinensischen Gebiete einsetzen und die dafür notwendigen Gespräche begleiten. Ohne Freiheit für die Palästinenser wird Israel keine Sicherheit erlangen – und wird somit kein dauerhafter Frieden zustande kommen.

Stattdessen erleben wir eine Bundesregierung, die kein Interesse am Frieden hat, sondern bevorzugt, einer rechtsradikalen Regierung ihre bedingungslose Unterstützung zuzusagen und die demokratischen Rechte in Deutschland einzuschränken. Während sich die Waffenexporte aus Deutschland nach Israel im letzten Jahr mehr als verzehnfacht haben, werden Friedensdemonstrantinnen von der Polizei ins Krankenhaus geprügelt, wie zuletzt in Berlin bei der Demonstration zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Durch die Gleichsetzung von Israel mit dem Judentum setzt die Bundesregierung diejenigen Juden in Deutschland, die den Zionismus nicht unterstützen oder die ultrarechtsnationale Regierung Israels kritisieren, bewusst Gefahren aus. Sie setzt somit Israelkritik Antisemitismus in eins und lenkt vom überwiegend rechten Antisemitismus-Problem in Deutschland ab. Jüdische Künstlerinnen und Akademikerinnen, die sich kritisch gegen die israelische Politik äußern, verlieren Ausstellungsmöglichkeiten und Debattenräume und werden als Antisemitinnen diffamiert. Migrant*innen, die sich kritisch gegenüber der Netanjahu-Regierung äußern, könnten bald keine deutsche Staatsbürgerschaft mehr bekommen oder gar ausgewiesen werden, und werden bereits jetzt mit rassistisch intendierten Pflichten, Verboten und Gewalt konfrontiert. Während Gaza sich immer mehr in ein Massengrab verwandelt und Südafrika mit breiter Unterstützung des globalen Südens Israel vor dem internationalen Gerichtshof anklagt, mit seinem Krieg gegen die „Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ zu verstoßen, liefert Deutschland an Israel noch mehr Waffen und unterdrückt hierzulande jede Kritik.

Wir wenden uns gegen Antisemitismus ebenso wie gegen die immer stärker werdende Islamophobie und den überhand nehmenden antipalästinensischen Rassismus, besonders die Kriminalisierung von Palästinenser*innen in unserem Land. Wir wollen in einem Land leben, in dem jede*r unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Sexualität geschützt und als gleichwertig anerkannt wird. Die Friedensbewegung tritt für das Recht auf Leben ein. Wir verurteilen die Angriffe der Hamas ebenso wie die Kriegshandlungen der israelischen Regierung. Wir fordern ein Ende dieser Eskalation und sind in Gedanken bei den ermordeten Zivilisten und bei den unschuldigen Geiseln der Hamas, aber auch bei den inhaftierten Palästinenser*innen in den israelischen Gefängnissen.


Wir fordern die Bundesregierung auf, sich für einen gerechten Frieden in Israel und Palästinaeinzusetzen. Als Teil der demokratischen Öffentlichkeit fordern wir, dass die Bundesregierung für einen sofortigen Waffenstillstand eintritt sowie für das Bereitstellen humanitärer Hilfe, für die Freilassung aller israelischen Geiseln und aller palästinensischen Inhaftierten und für das Ende der Besatzungspolitik der besetzten Gebiete Palästinas und der völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik in den palästinensischen Gebieten.“

Heinz Michael Vilsmeier, 08.02.2024
Aktionsbündnis gegen die NATO Sicherheitskonferenz
Presse & Soziale Medien

hier  unser Artikel zur AntiSiko: “Kriegstreiber unerwünscht” – Proteste gegen die Münchner Sicherheitskonferenz!

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mobile: +49 171 6827695 08.02.2024
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Titelbild, Montage aus eigenen Fotos


Freiheit für Julian Assange „Jetzt oder Nie“

Diesen Februar entscheidet sich,ob Julian Assange an die USA ausgeliefert wird. Es sind Schicksalstage für ihn persönlich, aber auch für alle Journalist:innen. Wieweit wird die Schlinge zur Einschüchterung freier und demokratischer Presse weiter zugezogen ? Es gibt zahlreiche Protestaktionen und auch ein Kulturprogamm hier in Berlin.

15.Februar , 20 Uhr Kino + Talk Free Assange, im TAK Prinzenstraße 85F , Berlin Kreuzberg
20.Februar,13 – 16 Uhr , Mahnwache und Menschenkette Pariser Platz, Berlin
21.Februar, 11:30- 16 Uhr Mahnwache Pariser Platz, Berlin

Pressemeldung,Free Assange Berlin, Februar 2024

Der letzte Prozess von Julian Assange um seine Berufung gegen die Auslieferung an die USA findet am 20. und 21.02.2024 in London statt.

In Berlin wird es am Dienstag, den 20.02.2024 und Mittwoch, den 21.02.2024 umfangreiche öffentliche Aktionen für die Freiheit des australischen Journalisten und Verlegers Julian Assange geben. Dazu gehören Auftritte von Musikern, Künstlern und Prominenten. Besonders hinweisen wollen wir Sie auf die Menschenkette, die am Dienstag, 20.02.2024, von 14:30 bis 15:00 Uhr zwischen den Botschaften von Großbritannien und der USA geplant ist.

Hintergrund:

Der britische High Court hat bestätigt, dass am 20. und 21. Februar 2024 eine öffentliche Anhörung stattfinden wird, die die letzte Chance für Julian Assange sein könnte, seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu verhindern. Im Falle einer Auslieferung droht Assange eine Strafe von 175 Jahren wegen der Aufdeckung von Kriegsverbrechen, die von den Vereinigten Staaten im Afghanistan- und Irakkrieg begangen wurden.

Die öffentliche Anhörung wird vor einem Gremium von zwei Richtern stattfinden, die eine frühere Entscheidung des High Court überprüfen werden, die von einem Einzelrichter am 6. Juni 2023 getroffen wurde, der Julian Assange die Genehmigung zur Berufung verweigerte.

Diese entscheidende Phase im Berufungsverfahren von Julian Assange wird über eines von zwei Ergebnissen entscheiden: ob Julian Assange weitere Möglichkeiten haben wird, seinen Fall vor den britischen Gerichten zu vertreten, oder ob er alle Rechtsmittel ausgeschöpft hat, ohne die Möglichkeit, im Vereinigten Königreich weitere Rechtsmittel einzulegen, und somit in das Auslieferungsverfahren eintreten wird.
Eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bliebe dann eine letzte Möglichkeit.

Die USA versuchen, Julian Assange auf der Grundlage ihres Spionagegesetzes von 1917 zu verurteilen. Wenn dies so erfolgt, kann  Journalismus jederzeit als Spionage definiert werden. Jeder Journalist, jeder Verleger, weltweit wird dadurch eingeschüchtert. Das wäre das Ende der Pressefreiheit.

Viele Organisationen rufen weltweit zu Protesten auf, an den beiden Tagen der Anhörung vor dem Gericht in London die Pressefreiheit zu schützen. In Berlin wird es auf dem Pariser Platz, vor der Botschaft der USA und dem Brandenburger Tor, zu diesen Zeiten Veranstaltungen geben.

Ihr Kontakt zu den Veranstaltern von Free Assange Berlin:

Almut Stackmann-Carnier, <freeassangeberlin@carnier.de> mobil: 0176 34440444
Thilo Haase, <thilo.haase@gmx.de> mobil 0172 4560537

Alarmierende Arbeitsbedingungen und Verletzungen der Menschenrechte in Südkorea -Solidaritätskundgebung

Solidaritätskundgebung am Sonntag, den 18. Februar , um 16 Uhr vor dem Brandenburger Tor
mit Kerzenlichtern

Demonstration am Montag 19.Februar abgesagt! Präsident Yoon hat seinen Besuch verschoben. Aber neoliberale Kahlschlagspolitik und politische Willkür im Windschatten eines neuen eksalierenden Militarisierungskurs in Südkorea ficht das nicht an. Wir halten am Protest am Sonntag 16 Uhr fest.

Ein Aufruf zur Solidarität!

Global CandleLight Action Deutschland, Koreaverband e.V., Solidarity of korean people in Europe, Februar 2024

Anlässlich des Staatsbesuchs des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol in Deutschland vom 17. bis 21. Februar 2024 möchten wir Eure Aufmerksamkeit auf die prekären Arbeitsverhältnisse und die massiven Repressalien gegen die Gewerkschaften in Südkorea lenken und rufen zur Solidarität auf.

Der südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol hatte sich schon vor seiner Wahl im Mai 2022 für immense Arbeitszeitverlängerungen ausgesprochen und im Juli 2021 in einem Interview gespottet, dass Menschen „nach 120 Stunden harter Arbeit eine Pause machen dürfen“. Arbeiten und Ausbeuten bis zum Umfallen lautet das Motto seiner Regierung, dass seit seinem Amtseintritt unter dem zynischen Begriff „Modernisierung der Arbeitszeitgesetze“ mit aller „Gewalt“ durchgesetzt werden soll. Labournet schlug Alarm: „Eine 92-Stunden-Woche droht in Südkorea – dem Land mit bereits längsten Arbeitszeiten der Welt.“

Laut Statistiken des Korea Labour Instituts arbeiteten im Jahr 2022 17,5 % der südkoreanischen Arbeitnehmer*innen 48 Stunden pro Woche oder mehr, der höchste Prozentsatz unter allen OECD-Ländern.“In der von der OECD durchgeführten Analyse der von ihren 36 Mitgliedern erfassten jährlichen Arbeitsstunden lag Korea auf Platz 3.“ Jede (r) Erwerbstätige arbeitete bereits im Jahr 2020 1.908 Stunden pro Jahr, 221 Stunden mehr als der OECD-Durchschnitt von 1.687 Stunden. [1] … Continue reading

Yoons Vorhaben, die wöchentliche Arbeitszeit von maximal 52 zu zementieren und weiter auf „unmenschliche“ 69 Stunden zu erhöhen, stieß auf erbitterten Widerstand der Beschäftigten und Gewerkschaften.Viele Jugendliche revoltierten gegen den 69 Stundeplan. Im Juli 2023 rief der Koreanische Gewerkschaftsbund KCTU zu einem 2 wöchigen Generalstreik auf. [2] … Continue reading

Yoons Regierung reagierte auf die Proteste mit Einsatz des staatlichen Machtapparates. Arbeiter:innen und Gewerkschafter:innen wurden von der Polizei zusammengeschlagen und verhaftet. Die Spielräume gewerkschaftlicher Arbeit werden zunehmend eingschränkt. Zwischen dem Amtsantritt Yoon Suk-yeols im Mai 2022 und November 2022 wurden an acht von zehn Tagen Razzien durchgeführt. Insgesamt wurden 21,4% aller ehemaligen Regierungs- und Oppositionsmitglieder, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Journalist*innen während seiner Amtszeit Opfer von Durchsuchungen . So führten an einem einzigen Tag, dem 17. Januar 2023 , auf Veranlassung der südkoreanischen Regierung Geheimdienst und Polizei gleichzeitig Razzien in den Gewerkschaftsbüros des KCTU (Koreanischer Gewerkschaftsbund) , der Gesundheits- sowie Baugewerkschaft durch . [3] … Continue reading Auch bei Streiks um höhere Löhne kam es immer wieder zu willkürlichen Verhaftungen. [4] … Continue reading

Während sich die Angriffe auf die Lebensstandards, die Arbeitsbedingungen, Löhne und die Renten verstärken, werden die Gewerkschaften, die die Gegenwehr der Arbeitnehmer:innen organisieren, in Südkorea besonders massiv zur Zielscheibe autoritärer und repressiver Maßnahmen gemacht. Und jeder, der wie viele Gewerkschafter:innen den erneuten scharfen Konfrontations- und bedrohlichen Militarisierungskurs der aktuellen Regierung gegeüber Nordkorea nicht mitträgt, läuft Gefahr in einem Klima der Diffamierung kriminalisiert zu werden.

Wir hoffen, dass die deutsche Zivilgesellschaft und insbesondere die Gewerkschaften sich mit den koreanischen Arbeiter:innen solidarisch erklären. Wir hoffen, dass sie ihre Verachtung der undemokratischen und arbeitnehmer*innenfeindlichen Praktiken gegenüber dem südkoreanischen Staatsoberhaupt bei seinem Besuch in Berlin deutlich zum Ausdruck bringen. Das wird der Yoon-Regierung klarmachen, dass ihr Agieren international kritisiert wird . Den südkoreanischen Arbeitnehmer*innen kann es Hoffnung und Mut machen.

Die Aktionen werden untertsützt vom Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin und „Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin“

Aufruf auf der Website IG Metall Berlin

Titelbild von Labournet

Kontakt: solikoeu@gmail.com

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