- „Fuchs du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr“von GastautorMartin Bott, 3. Oktober 2026 Ein kleiner satirischer Kommentar anlässlich der aktuellen Situation in der Metallindustrie. Fuchs du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, sonst wird dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr Sehr schön und treffend formuliert von Alwin Altenwald, das gehört in jede Betriebszeitung – mit konkretem Bezug auf den eigenen … Weiterlesen
- Bundesweite Aktionskonferenz zur Ausweitung der Sozialprotestevon GastautorAm 11. Oktober findet in Göttingen eine weitere Vernetzungskonferenz gewerkschaftlicher Aktivist:innen statt – ein Einladerkreis mit erfreulich vielen betrieblich Aktiven aus verschiedenen Gewerkschaften und Branchen. Eine Woche später am 16./17. Oktober findet nicht weit entfernt von Göttingen in Kassel ebenfalls eine Konferenz zum Thema „Eröffnung einer Diskussion – Vernetzung gewerkschaftlicher Widerstand!“ statt. Aus den Einladungen … Weiterlesen
- IG BAU Gewerkschaftstag – aktiv für Frieden und gegen Kriegstreibereivon GastautorEine Klatsche für alle Fans der Zeitenwende. Endlich zeigt ein Gewerkschaftstag der Kriegstreiberei die Rote Karte. Andere DGB Gewerkschaften sind eingeladen, dem Beispiel zu folgen. Auf dem 24. Ordentlichem Gewerkschaftstag der IG BAU, Kassel 30.09.2026, 11:45, wurde mit übergroßer Mehrheit bei sehr wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen als Entschließungsantrag E001 „Frieden und Rüstung“ mit dem ergänzten … Weiterlesen
- SPD-Forderungen zur Pflegereform sind Protest fürs Schaufenstervon GastautorDie Wünsche der Sozialdemokraten ändern nichts daran, dass Beschäftigte in Heimen und Familien weiter belastet werden. Ein Kommentar Von JANA FRIELINGHAUS Screenshot Tagesschau Kommt es zum Schwur, entdeckt die SPD zuverlässig ihr soziales Gewissen. Sie trägt brutale Kürzungsprogramme zulasten von Kindern, Frauen, Erwerbslosen mit und verlangt kurz vor anstehenden Kabinettsbeschlüssen, also fünf vor zwölf, ein … Weiterlesen
- „Nicht mit uns!“ – Impressionen und Anmerkungen zum DGB Aktionstag in Berlin!von GastautorAm Samstag waren12.000 Kolleginnen in Berlin gegen die Angriffe auf ihre sozialen Errungenschaften auf der Straẞe. Es war eine groẞe und kämpferische Demonstration. Was auffiel, aber auch notwendig ist: Viele Teilnehmerinnen vertraten weitergehende Positionen, als die vom DGB offiziell ausgegebene Losung „Hart verdient“. Und es hätten doch angesichts der Größe der Stadt und Heftigkeit der … Weiterlesen
- Berlin war ein Durchbruch – aber keine Blaupausevon GastautorEin weiterer Debattenbeitrag zur Berlinwahl und zur Frage „Lässt sich linke Programmatik durch Regierungsbeteiligung überhaupt umsetzen?“ Sascha Schlenzig meint: entscheidend ist immer eine reale Gegenmacht von unten. Die Übernahme von Regierungsgeschäften könne unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein, nämlich dann wenn die Gegenmacht zum Kapital ausreichend stark genug ist, um Teile einer sozialistischen Programmatik zu verwirklichen … Weiterlesen
- Arbeit und Gewerkschaften in Zeiten der Aufrüstungvon GastautorArbeit und Gewerkschaften in Zeiten der Aufrüstung Info- und Diskussionsveranstaltung17. Oktober 2026 | 15:00 – 21:00Mehrgenerationenhaus Gneisenaustr. 12 | 10961 Berlin Das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion lädt ein Die Militarisierung der Gesellschaft reicht inzwischen tief in die Arbeitswelt hinein und verändert die Bedingungen, unter denen wir unsere Tätigkeiten verrichten, grundlegend – ganz egal, ob wir … Weiterlesen
- 50.000 Stellen auf dem Spiel. Nicht mit uns ! VW Arbeiter:innen vernetzen sich!von GastautorVW Arbeiter:innen vernetzen sich! Der gestern von der IG Metall Führung ausgerufene Protesttag in der Automobilindustrie soll keine Eintagsfliege bleiben. Nicht nur bei Mercedes, jetzt auch bei VW schlagen Kolleg:innen auf den Tisch. Um einen nachhaltigen Widerstand aufzubauen organisieren sich „Gewerkschafter:innen von unten“. Die VW Kolleg:innen fordern dabei vor allem, dass nicht weiter über ihre … Weiterlesen
- Kein “Weiter so” der Linkenvon GastautorDie folgende Erklärung der Initiative für eine sozialistische Vernetzung in der Linken hat nicht zuletzt Bedeutung für die Nachbetrachtung der aktuell abgeschlossenen Wahlen. Vorab drei Anmerkungen zur Berlinwahl: Erstens. Der Wahlerfolg der Linken in Berlin ist ein Riesenerfolg und legitimiert in der Gesellschaft eine linke Programmatik und linke Forderungen. Die Umsetzung dieser Forderungen lässt sich … Weiterlesen
- Aus den Protestaktionen der IG Metall muss Widerstand werden!von GastautorKommt am 21. und 26. September vor die Werkstore, auf die Straßen und Plätze. Update nach den Wahlen: Der Kanzler und SPD Führung machen weiter, wir machen auch weiter und drehen richtig auf, jetzt erst recht! Am 21. September mobilisiert die IG Metall bundesweit Beschäftigte der Automobil- und Zulieferindustrie gegen Arbeitsplatzabbau, Verlagerungen und Werksschließungen. Am 21. September … Weiterlesen
- DGB Aktionstag: Am 26.09. auf die Straße gegen Sozialabbau und Aufrüstungvon Gastautor„Komm mit uns auf die Straße! Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Die Bundesregierung plant Einschnitte in die soziale Sicherung in einem noch nie dagewesenen Ausmaß: sinkende Rentenleistungen, steigende Pflegekosten, Kürzungen bei der Gesundheitsversorgung, Debatten über längere Arbeitszeiten. Was politisch als „Reform“ … Weiterlesen
- Wenn Verdichtung zur Verdrängung führt: Wem gehört die Stadt?von GastautorAusreichend bezahlbarer Wohnraum ist eine Hauptforderung der Berliner Bevölkerung im derzeit laufenden Wahlkampf. Der folgende Artikel zeigt, dass Berliner mit ihren Sorgen nicht alleine stehen. Vernetzung und Solidarisierung über die Standorte hinweg sind notwendig. (Peter Vlatten) Reto Thumiger, 13.9.2026 bei Pressenza. Leerkündigungen, der Abriss intakter Siedlungen und hochpreisige Ersatzneubauten verändern unsere Städte – in der … Weiterlesen
- Programm der IG Metall Führung gegen den Industrieabbau – eine deutsche Kopie des Trump’schen Protektionismus?von GastautorIn der aktuellen Situation massiv sinkender Profitraten und weltweit auf die Spitze getriebener Konkurrenz zwischen den imperialistischen Machtblöcken bleibt für Sozialpartnerschaft kaum noch ein Krümmel für die arbeitenden Menschen übrig. Im Gegenteil, immer mehr hart erkämpfte Erfolge kommen ohne energische Gegenwehr unter den Vorschlaghammer. Für Deutschland und auch die EU gibt es im weltweiten Ringen … Weiterlesen
- Kommt zum gewerkschaftlichen Ratschlag Berlin-Brandenburgvon GastautorAngesichts der konzertierten Angriffswelle von Unternehmen und Staat hat sich in den Belegschaften, vor allem in der Autimobilindustrie, eine echte Wut angestaut, die sich in Protesten und einzelnen widerständigen Aktionen im Sommer Bahn brach. Insbesondere eine Resolution aus dem Mercedes Werk Stuttgart Untertürkheim mit dem Titel „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!“ machte Furore. Die Angriffe … Weiterlesen
- Buchvorstellung „PolitischerStreik – Geschichte, Rechte und Beispielevon GastautorAm 16. September 19 Uhr im GEW Haus, Ahornstr. 5 Buchvorstellung „Politischer Streik – Geschichte, Rechte und Beispiele“ Organisiert ist die Veranstaltung von der AG für ein umfassendesStreikrecht in der GEW Berlin. Kommt vorbei und leitet die Einladunggerne weiter. Darf man in Deutschland politisch streiken? Und warum ist das Streikrecht hierzulande so stark eingeschränkt? Während … Weiterlesen
- IG-Metaller:innen aus den Autokonzernen rufen auf zur Gegenwehr – Petition unterschreiben!von GastautorDie Bosse und ihre Regierung haben den Beschäftigten den Krieg erklärt. Unsere Antwort kann nur sein: Gegenwehr jetzt! Siehe und unterstütze hier die Online-Petition Gegenwehr jetzt I Die aktuellen Angriffe des Kapitals auf hart erkämpfte soziale und gewerkschaftliche Errungenschaften sind beispiellos. Ein vielbeachteter Brief von Vertrauensleuten und Betriebsräten von Mercedes Stuttgart Untertürkheim forderte Anfang August … Weiterlesen
- Runter mit den Mieten. Demo gegen Mietenwahnsinn am 5.9.26von GastautorHer mit den Wohnungen. Runter mit den Mieten Gemäß dem Motto „Her mit den Wohnungen. Runter mit den Mieten“ rief das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn am 5.09.26 erneut zur Demo in Berlin auf. Denn der Ausverkauf dringend benötigten Wohnraums für die Berlinerinnen und Berliner hört nicht auf. Seit Jahren wird eine Politik der Privatisierung … Weiterlesen
- Aktuelle Erklärung der baskischen Gewerkschaft LAB zu Volkswagen!von GastautorDie baskische Gewerkschaft LAB bekennt sich angesichts der aktuellen „Kapitaloffensive“ zur internationlen Solidarität und zum gemeinsamen gewerkschaftlichen Kampf bei VW über Ländergrenzen hinweg. Wir fügen hinzu: wer sich dem Diktat des VW Vorstands beugt, wird nichts gewinnen, hat nur eine Perspektive: die nächste Angriffswelle. LAB erklärte am 3.September 20226 „Wir von LAB möchten unsere Solidarität … Weiterlesen
- Pflegenotstand betrifft uns alle! Unterstützt den Streik der Pflegekräfte an der Charité!von GastautorMit der Frühschicht am 2 September traten hunderte in der Verdi organisierte Pflegekräfte in den Streik. Drei Tage Warnstreik sind geplant. Vorerst. Was ist passiert? 2021 hat die Berliner Krankenhausbewegung – d.h. Kolleg:innen an der Charité und bei Vivantes in Berlin Tarifverträge Entlastung erkämpft.Diese Tarifverträge legen Besetzungsstärken fest. Im Kern wird geregelt, dass Pflegekräfte, die … Weiterlesen
- Demo – Runter mit der Miete! Her mit den Wohnungen!von GastautorWohnungen für Alle statt Millionen für Wenige. Wir sind die 85 % – die Mieterinnen und Wohnungslosen Berlins! Raus auf die Straße, komm kurz vor der Berlin-Wahl zur Demo gegen die Wohnungskrise: Samstag, 05.09.2026, 13 UhrVor dem Roten Rathaus, 10178 Berlin-Mitte Die Miete frisst das Leben auf: Schon wieder eine Mieterhöhung? Völlig undurchsichtige Betriebskosten? Fahrstuhl … Weiterlesen
- DGB-Gewerkschaften und Sozialabbau: Dafür oder dagegen?von GastautorMattis Molde, Neue Internationale 303, September 2026 Die Regierung führt den seit langem größten Angriff auf die arbeitende Bevölkerung durch – Krankenversicherung, Pflege, Rente, Bürgergeld, Verlängerung des Arbeitstags – und tut dies als die seit langem schwächste Regierung. CDU und SPD sind selbst als Parteien in einer Krise, werden getrieben von der herrschenden Klasse, vor … Weiterlesen
- Bevölkerung in Deutschland lehnt die „Reformen des Sozialstaats“ der Regierung Merz / Klingbeil ab!von GastautorIn den vergangenen Monaten wurde intensiv über Reformen des Sozialstaats diskutiert, darunter Leistungskürzungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Streichung der Entgeltfortzahlung am ersten Krankheitstag. Anhand einer aktuellen Online-Umfrage wird in diesem Policy Brief gezeigt, dass diese Debatte bei einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung zu Sorgen um die eigene … Weiterlesen
- Brandbrief an Merz: Siemens und Co. fordern schnelleren Sozialabbau auf unsere Kostenvon GastautorHöchstarbeitszeit abschaffen, Sozialleistungen kürzen, Rente antasten – das fordern Bosse aus der Industrie in einem Brandbrief an die Regierung. Und die stimmt begeistert zu, während die Gewinne der Konzerne weiter sprudeln. – Ein Kommentar von Thomas Mercy. Titelbild: Sozialstaat verteidigen. Rainer Engels. R-mediabase „Versprechen einlösen: Jetzt handeln!“ – unter diesem Motto versandten 17 Wirtschaftsverbände und … Weiterlesen
- Sozialstaat verteidigen heißt: Kriegskurs stoppen!von GastautorMobilisierung von Sagt Nein zu den gewerkschaftlichen Aktionstagen, den Antikriegsprotesten und zur Vernetzung aller kämpferischen Gewerkschafter*nnen! Es kann nur ein Auftakt sein! Liebe Kolleginnen und Kollegen,liebe Unterstützer*innen von Sagt NEIN!, der Herbst beginnt mit einer ganzen Reihe wichtiger Mobilisierungen. Machen wir daraus mehr als einzelne Aktionstage. Verbinden wir den Protest gegen Sozialkahlschlag mit dem Widerstand … Weiterlesen
- Politischer Streik ist möglich – und nötiger denn je!von GastautorAngesichts der aktuellen Welle von massiven Angriffen auf esentielle betriebliche, tarifliche und gesetzliche Arbeits- und Sozialstandards zugunsten von Rendite und einer extremen Militarisierung wird der Ruf nach Widerstand bis hin zu politischen Streiks immer lauter. Die Forderung nach wirkungssvollem Widerstand durch Streik kommt dabei direkt aus vielen Betrieben. Von den Gewerkschaftsspitzen sieht man aber ausser … Weiterlesen
- Mehrheit der Rentnerinnen erhält Altersbezüge unter Armutsgrenzevon GastautorDie durchschnittliche Rente aus der gesetzlichen Altersrente lag im vergangenen Jahr bei Neurentnerinnen nur bei 1039 Euro Berlin. Mehr als 60 Prozent der Rentnerinnen in Deutschland erhielten 2025 gesetzliche Altersbezüge unterhalb der Armutsgrenze. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in Berlin vorlag. … Weiterlesen
- „Mit der Politik der Kriegsvorbereitung sãgt die SPD am Ast, auf dem die Gewerkschaften sitzen.“von Gastautor„Es könnte Schlimmer kommen“, ist nur noch eine Verkaufspackung, um den Gang in den Abgrund mit dem geringst möglichen Widerstand abzusichern. Wenn der Weg zur Großmacht und in die Kriegswirtschaft alle gesellschaftlichen Resourcen verschlingt und das Kapital den Arbeitenden dabei den erbitterten sozialen und politischen Krieg erklärt, führt das Festhalten am Konzept der Sozialpartnerschaft, anstatt … Weiterlesen
- Kampagne: Du hast keine Wahl. Organisier dich lokal!von GastautorDie Stadtteilkomitees Berlin (Neukölln, Wedding, Lichtenberg) haben zur Berlin-Wahl eine Kampagne gestartet mit dem Titel „Du hast keine Wahl. Organisier dich lokal!“ Die ansprechend designten Plakate und eine Broschüre können in den Stadtteilbüros abgeholt werden und sind auf der Kampagnenseite downloadbar: keinewahl.org Wir spiegeln hier den Kampagnentext samt der 3 Kernforderungen: Berlin wählt 2026 Es … Weiterlesen
- Krankenhäuser in der Zeitenwende – Veranstaltungvon Gastautor📢 Info- & Mobi-Veranstaltung: Krankenhäuser in der Zeitenwende |20. AUGUST I 19 UHR BAIZ I SCHÖNHAUSERALLEE 26A | 10435 BERLIN Kommt vorbei, diskutiert mit und fahrt mit uns nach Köln! Die Militarisierung der Gesellschaft schreitet voran und macht auch vor dem Gesundheitssystem keinen Halt. Krankenhäuser sollen »,kriegstüchtig“ gemacht werden. Für Berlin wurde dazu mit dem … Weiterlesen
- 100 Prozent Erneuerbar – geht das?von Gastautor100 Prozent erneuerbare Energie rund um die Uhr: das ist technisch machbar, gut fürs Klima, sichert die Energieversorgung, schafft Arbeitsplätze, stärkt die Wirtschaft und kostet relativ wenig. Für die Investitionen brauchen wir aber den politischen Willen. Titelphoto: Screenshot Tagesschau Von Dr. HAUKE DOERK Mit einem klimaneutralen Energiesystem aus der Krise Bereits heute liegt der Anteil … Weiterlesen
- Widerstand und kein Schritt zurück – offener Brandbrief von Mercedes Vertrauensleuten und Betriebsräten an den Vorstand der IG Metall.von GastautorDie Stimmung unter den Kolleg:innen in der Automobilindustrie ist vielerorts auf dem Siedepunkt. Mit der Resolution „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik“ hatte der Vertrauenskörper von Mercedes Stuttgart Untertürkheim ein landesweit beachetes Signal gesetzt. Die Erklärung hatte ein gewaltiges Echo, nicht zuletzt bei Aktivist:innen und ehrenamtlichen Mitgliedern der IG Metall, insbesondere unter der Jugend. Es geht … Weiterlesen
- Alarm: Witwen und Witwerrente sind in Gefahr!von GastautorVon TOBIAS WEIßERT 07.08.226 Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission wurden emphatisch begrüßt und die Koalitionsspitzen versprachen, sie als „Gesamtkunstwerk“ eins zu eins umzusetzen.1 Die 11. Empfehlung der Kommission „empfiehlt, Reformoptionen zu prüfen, welche die Hinterbliebenenversorgung an die geänderten gesellschaftlichen Normen und Rahmenbedingungen anpassen“.2 Begründet wird die Empfehlung damit, dass die jetzige Hinterbliebenenrente aus einer Zeit stamme, … Weiterlesen
- Unsere demokratische Zivilgesellschaft wird angegriffen – Amnesty International schlägt Alarm!von GastautorEs ist ein schleichender aber breitflächiger Prozess, politisch nicht genehmen NGOs durch Streichung öffentlicher Gelder gezielt das Genick zu brechen. CDU und AFD gehen nun mit dieser Methode in die verdeckte Zensur gegen alles, was links von der politischen Mitte ist. Ohne Widerspruch der SPD. Klingbein senkt gleichzeitig im Rahmen der aktuellen Steuerreform mit seiner … Weiterlesen
- „Wir können den Sozialstaat nicht verteidigen,ohne die Kriegspolitik zu bekämpfen“von GastautorWir rufen auf, sich an den gewerkschaftlichen Protesten gegen Sozialabbau und Militarisierung im September und Oktober zu beteiligen! Als erstes publizierten wir den gewerkschaftlichen Diskussions-Beitrag „DGB-Erklärung zum Antikriegstag 2026: Antimilitaristischer Druck der Basis beginnt zu wirken – aber der Burgfrieden ist längst nicht gebrochen!“ Als zweiten gewerkschaftlichen Beitrag stelllen wir zur Diskussion:“Wir können den Sozialstaat … Weiterlesen
- Die Politik der SPD in der Bundesregierung stößt auf zunehmende Unzufriedenheit in den eigenen Reihenvon GastautorTitelbild: Screenshot SPD-Website In dem Maße, als der Kurs des sozialen Kahlschlags spürbar wird, steigt auch der Druck auf die SPD, die ja einmal den Kampf für soziale Gerechtigkeit als „Markenkern“ beansprucht hat. Für viele sind Erklärungen wie „Wir stehen dafür, dass die Rechten nicht regieren können“ oder „In einer Koalition mit der CDU muss … Weiterlesen
- Das Auto der Zukunft ist nicht der Panzervon GastautorDie komplexe, moderne, weltweite Autoindustrie liefert ein anschauliches und erschreckendes Beispiel für die Unfähigkeit der kapitalistischen Klasse die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen ihrer Wirtschaftstätigkeit zu kontrollieren. Mit Massenentlassungen und Kriegsproduktion taumelt die Industrie auf den Abgrund zu, dem freilich in erster Linie die Arbeiter zum Opfer fallen. Weder die Kapitalisten noch ihre Regierung können … Weiterlesen
- Gaza nicht vergessen ! 64.000 verwaiste Kinder. Ein Projekt zum Handelnvon GastautorGaza nicht vergessen. Es ist der Alptraum. Es ist der Gipfel kapitalistischer rassistischer Barbarei. Hier ein Projekt, das nicht nur konkret hilft, sondern auch Anlass ist, über die Situation zu berichten. Das muss tausendmal mehr geschehen. Und keine Akzeptanz den Strukturen deutscher Zusammenarbeit und Unterstützung mit dem Machtapparat, der solche Verbrechen verantwortet. (Peter Vlatten) 03.08.26 … Weiterlesen
- DGB-Erklärung zum Antikriegstag 2026: Antimilitaristischer Druck der Basis beginnt zu wirken – aber der Burgfrieden ist längst nicht gebrochenvon GastautorGreifen wir jede Form von Mobilisierung zum 1.September auf, um Protest und inhaltliche Aufklärung nach vorne zu treiben! Von der Jugend und aus den Betrieben selbst kommen immer mehr Signale, dass soziale Angriffswelle und Militarisierungskurs gemeinsam bekämpft werden müssen. Es bewegt sich was in unseren Gewerkschaften. Trotz Fortschritten: Im Folgenden eine notwendige grundsätzliche Kritik. Erklärung … Weiterlesen
- Wenn wir den Wald nicht retten, sind wir nicht zu rettenvon GastautorIn Spanien und Frankreich brennen die Wälder. Das könnte bei uns auch der Fall sein. Wie wir das verhindern können, weiß Marcel Bauer. Gesunde Wälder bieten Schutz – vor Sonne, Hitze, Lärm und Gestank. In ihnen ist die Luft kühler, feuchter und sauberer. Das geschlossene Blätterdach, humusreiche Böden, die Neubildung von Grundwasser und die Wasserspeicherung … Weiterlesen
- Einladung zur Eröffnung einer Diskussion – Vernetzung gewerkschaftlicher Widerstandvon GastautorDie gewerkschaftliche Basis hat überall begonnen, sich zu vernetzen. Gewerkschaftliche Ratschläge und Friedens-AG’s werden überall im Land ins Leben gerufen. Standort-, konzern und branchenübergreifend. Macht mit! Hier die Einladung zu einer Vernetzungskonferenz! 31.07.2026 Liebe Kolleginnen und Kollegen,Liebe Genossinnen und Genossen,Liebe Unterstützer*innen, die Maßnahmen und weiteren Pläne von NATO, EU und Regierungen jedweder Couleur sind ausgerichtet … Weiterlesen
- Die Krise gehört Euch, die Zukunft gehört uns – Teile der IG Metall Jugend Südwest gehen in die Offensive!von GastautorBelegschaften wachen auf. Erst Ford Köln, dann ruft einer der stärksten IG Metall Vertrauenskörper (Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheim) zum Widerstand auf. Gegen sozialen und politischen Kahlschlag und Militarisierungskurs. In den Werken Bremen und Düsseldorf kommt es zu selbstständigen Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaftsspitzen rufen bundesweit zu Protestkundgebungen auf. Belegschaften der Automobilbranche solidarisieren sich standort- und konzernübergreifend, wie … Weiterlesen
- Mahle-Neustadt: Sieg vergeigt …?von GastautorWenn alle zusammen von einer Belegschaft wie eine Frau und ein Mann hinter den Forderungen stehen und 98 Prozent für deren Durchsetzung streiken wollen, dann muss die gewerkschaftliche Führung die Karten ausreizen und auf Sieg setzen – nicht mitten im Spiel unterbrechen. Bei Mahle Neustadt wurde eine echte Chance vergeigt. Es hätte ein Signal werden … Weiterlesen
- Fatale Brandbeschleunigervon GastautorNeoliberale Sparpolitik und industrielle Landwirtschaft spielen eine verhängnisvolle Rolle bei den Waldbränden in Spanien und Frankreich. Von Ralf Streck, Hendaye Titelbild: nd Auch wenn die großen Brände um Madrid und bei Bordeaux stabilisiert scheinen, ist die Gefahr in den Brandregionen Frankreichs und Spaniens nach wie vor groß. Klar ist, dass man es mit einer neuen … Weiterlesen
- Gesundheit ist ein Menschenrecht« – aber wer zahlt dafür?von GastautorArztmobil und Stadtambulanz versorgen täglich Wohnungslose in Berlin – doch die Finanzierung der wichtigen Arbeit steht auf wackligen Beinen. Von David Rojas Kienzle Titelbild: Caritas Berlin Eigentlich findet in der Levetzowstraße im Berliner Stadtteil Moabit eine Presseveranstaltung der Berliner Caritas und der Berliner Stadtmission statt. Die beiden Organisationen stellen die Arbeit des Arztmobils und der … Weiterlesen
- „Eine Erklärung der Berliner IG-Metall zur Munitionsfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding sorgt für Diskussionen und Kritik“von GastautorVor dem Hintergrund der massiven Proteste gegen die Gründung einer Waffenfabrik im Berliner Kiez Wedding hat die Ortsverwaltung der IG Metall Berlin eine Pressemitteilung unter dem Titel „Beschäftigte dürfen nicht zum Spielball der Rüstungsdebatte werden!“ veröffentlicht. „Eine Erklärung der Berliner IG-Metall zur Munitionsfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding sorgt für Diskussionen und Kritik“, stellt Peter … Weiterlesen
- „Nicht den Tod produzieren“ – Statement des „Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion“ zur Pressemitteilung der IG Metall Berlin vom 20.07.2026von GastautorVor dem Hintergrund der massiven Proteste gegen die Gründung einer Waffenfabrik im Berliner Kiez Wedding hat die Ortsverwaltung der IG Metall Berlin eine Pressemitteilung unter dem Titel „Beschäftigte dürfen nicht zum Spielball der Rüstungsdebatte werden!“ veröffentlicht. Ehe wir die Antwort des „Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion“ wiedergeben, ein paar Klarstellungen zu den Umständen. Erstens. Keiner vom … Weiterlesen
- Kongress für einen Sozialismus von unten – 13. bis 15. November 2026von GastautorKriege, Klimawandel, Sozialabbau – Der Kapitalismus steckt in der Krise. Doch eine andere Welt ist möglich! Auf dem Kongress diskutieren wir auf Grundlage marxistischer Theorie und Praxis Strategien für den Kampf und die Perspektive eines Sozialismus von unten. Merkt euch den Termin vor und bleibt dran!Save the date und stay tuned!
- Kommt alle zum Schweigemarsch am Sonntag den 26.7 in Berlin!von GastautorFree Dr. Abu Safiya & All Healthcare Workers! Medsolidar, IPPNW und medico rufen auf zum Schweigemarsch für Husam Abu Safiya und die 82 weiteren Gesundheitsarbeiter:innen, die Israel ohne Verfahren gefangen hält. Husam Abu Safiya, der Kinderarzt und Leiter des Kamal Adwan Krankenhauses, ist seit mehr als 1,5 Jahren in Haft. Aktuelle Bilder zeigen Spuren von … Weiterlesen
- Klare Worte statt Appelle – weitere Proteste bei Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheimvon GastautorDie Stimmung unter den Kolleg:innen in der Automobilindustrie ist vielerorts auf auf dem Siedepunkt. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch: „mit Verzicht erhalten wir unsere Arbeitsplätze nicht.“ Verbale Drohrituale reichen nicht aus. „Wir brauchen Flächenstreiks, um die massiven Angriffe abzuwehren.“ Aber es gibt auch eine Menge Fragen , die beantwortet sein wollen. Miguel Revilla, … Weiterlesen
- Aktionstage gegen Waffenproduktion und Krieg im Wedding – Höhepunkt eine Großdemonstration unter Beteiligung etlicher Gewerkschaftlicher Aktivistinnenvon GastautorAktionstage gegen den Krieg mit einem Camp am schönsten Platz – mitten im grünen Humboldthain – im Berliner Kietz Wedding. Protest gegen den Krieg hat an diesem Ort Tradition. Hier an gleicher Stelle protestierten schon tausende Arbeiter:innen gegen den 1. Weltkrieg. Das Motto der Protesttage dieses Jahr: „Wedding ohne Waffen! Gemeinsam gegen Krieg!“ Der Anlass: … Weiterlesen
- Wer zahlt für die Krise? Warum unser Sozialversicherungssystem ungerecht istvon GastautorMit geplanten Reformen und beschlossenen Kürzungen in der Gesundheitsversorgung geht die Bundesregierung in die Sommerpause. Doch das Problem reicht über die aktuellen Angriffe der Regierung hinaus: Es liegt in einem Sozialversicherungssystem, das hohe Einkommen begünstigt und die Arbeiter:innen stärker zur Kasse bittet. – Ein Kommentar von Leon Wandel. Von LEO WANDEL Die Bundesregierung verabschiedet sich … Weiterlesen
- Tarifkampf der Vivantes-Töchter: Wir messen euch an euren Taten und nicht am Geschwätzvon Gastautor10 Jahre Kampf bei Vivantes. Ein Rückblick. Eine lehrreiche Bestandsaufnahme von Mario Kunze. Teilerfolge konnten Kapital und seinem Staat nur in ständigen Streiks abgerungen werden. Aber nichts ist so beständig im Kapitalismus wie die Unbeständigkeit von Fortschritt für die arbeitenden Menschen. Aktuell rollt eine beispielose Angriffswelle gegen fast alle sozialen und politischen Errungenschaften. Diese Angriffe … Weiterlesen
- Graz zeigt: Der Kampf gegen den Rechtsruck beginnt mit sozialer Klassenpolitikvon GastautorWer der neoliberalen Politik und dem Rechtsruck der Parteien aus der sogenannten „Mitte“ nicht konsequent die Stirn bietet, hat für den Kampf gegen den Rechtsextremismus schlechte Karten und seine Glaubwürdigkeit verloren. Neben einer sozialen Klassenpolitik gehört hierzulande unabdingbar die Bekämpfung des neuen deutschen Großmacht- und Kriegskurses dazu. Zur Glaubwürdigkeit gehört aber auch eine klare Positionierung … Weiterlesen
- IG Metaller:innen von Tesla solidarisieren sich mit ihren Kolleg:innen bei VWvon GastautorLetzte Woche standen über 33 Tausend Mercedes Kolleg:innen vor den Werkstoren. Der Konzern will eine tariflich vereinbarte Zahlung aussetzen. Die Belegschaft soll stattdessen 5 Stunden länger arbeiten, unbezahlt. Produktion soll massiv verlagert werden. Gleichzeitig greift die Polititk u.a. Alterssteilzeit, Renteneintrittsalter und Befristung von Leiharbeit an. Die Gewerkschaftsspitzen haben auf den wachsenden Unmut in den Betrieben … Weiterlesen
- GEW Berlin ruft zur Beteiligung an Demonstration gegen Rheinmetall Fabrik im Wedding auf – Kolleg:innen schließt euch an!von GastautorDer Landesvorstand der GEW Berlin hat am Montag beschlossen die Mitglieder über die Aktionstage des Berliner Bündnisses gegen Waffenproduktion zu informieren und zur Beteiligung an der Demonstration am Samstag aufzurufen. Das ist ein begrüßenswerter und konsequenter Schritt. Nicht zuletzt wegen der unmittelbaren Nähe der geplanten Waffenfabrik zur Humboldthain Grundschule ist es wichtig, dass wir uns … Weiterlesen
- Neue Grundsicherung: Eine Drohkulissevon GastautorDie neue Grundsicherung soll gefügig machen – gerade in Zeiten, in denen in der Industrie immer mehr Menschen ihren Job verlieren. Ein Kommentar Von JANA FRIELINGHAUS Collage: Jochen Gester Das waren Zeiten, als die Ampel-Koalition den Menschen im Erwerbslosen entdeckte. Und postulierte, man müsse denen, die staatliche Unterstützung brauchen, auf »Augenhöhe« begegnen. Die SPD wollte … Weiterlesen
- Wedding ohne Waffen! Gemeinsam gegen Krieg! – Aktionstage 10.–12. Juli 2026 – Aktivist:innen aus den Gewerkschaften rufen auf!von GastautorIn Berlin-Wedding werden demnächst Waffen hergestellt! Der größte Rüstungsproduzent Deutschlands, Rheinmetall, stellt den ehemaligen Automobilzulieferer Pierburg in Berlin derzeit komplett um. Ab Sommer 2026 sollen dort Artilleriegeschosse vom Band laufen – 45 Kilogramm schwere Munition. Damit wird in Berlin zum ersten Mal seit 1945 wieder Rüstung hergestellt, die überall auf der Welt Krieg und Zerstörung bringt. … Weiterlesen
- Jetzt Gegenwehr! Am Freitag raus vor die Werkstore aller deutschen Mercedeswerke!von GastautorMercedes-Benz. Die Proteste aus den Belegschaften brechen nicht ab. Der Gedanke „Jetzt hilft nur noch Streik“ steht im Raum. Die Gegenseite führt gnadenlos Klassenkampf. Eine Resolution der Vertrauensleute Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheim mit dem Titel „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik“ verbreitete sich mit der passenden Antwort in Windeseile über das ganze Land. [1]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ig-metall-vertrauensleute-mercedes-stuttgart-untertuerkheim-fordern-protest-widerstand-streik/ In Bremen … Weiterlesen
- Austerität und Militarisierungvon Gastautor27.06.26 – LONDON/PARIS/BRÜSSEL – GERMAN-FOREIGN-POLICY.com Stark frequentierte internationale Anti-Kriegs-Konferenz in London wendet sich gegen Hochrüstung in Europa und Abriss der Sozialsysteme. Proteste nehmen europaweit zu. Parallel hebelt die EU mit Personensanktionen den Rechtsstaat aus. Mit internationalen Protesten und Anti-Kriegs-Konferenzen gewinnt eine neue Bewegung gegen die beispiellose Militarisierung in Europa an Fahrt. Bereits am vorvergangenen Sonntag … Weiterlesen
- »Ich will nicht mehr verantworten, was passiert«von GastautorNach jahrzehntelanger Arbeit im Krankenhaus hat Chefarzt Andreas Umgelter gekündigt. Die Versorgungslücken des Systems will er nicht mehr mittragen. Interview: Ruta Dreyer Titelfoto: Jochen Gester Vor Kurzem haben Sie ihren Job als Chefarzt in der Notaufnahme gekündigt. Wieso? Ich will nicht mehr verantworten, was dort passiert. Von allen Seiten wird auf die Notaufnahmen Druck ausgeübt. … Weiterlesen
- Der Geist ist aus der Flasche: Mercedes Arbeiter:innen im Werk Bremen legen eine „Pause“ ein!von GastautorIrgendwann ist das Maß voll. Bei Mercedes Benz. Ein Einsparprogramm jagt das nächste. Verlagerungen in Richtung Osteuropa. An den Stammbelegschaften wird gesägt, auf Leiharbeiter:innen wird verstärkt zurückgegriffen. Werksschliessung in Südafrika. In Ankündigung: Keine sofortige Lohnfortzahlung bei Krankheit und 5 Stunden mehr arbeiten ohne zusätzlichen Lohn. Gleichzeitig verschlingt das schuldenfinanzierte Aufrüstungsprogramm die Hälfte des Staatshaushalts. In … Weiterlesen
- Sollte man die Reichen essen? Über einen todernsten Debattenbeitrag von Fabian Lehr.von GastautorGerade in heftigen Hitzephasen wie aktuell wird von ExpertInnen immer wieder darauf hingewiesen, dass es in unser aller Hand liegt, durch unser tägliches Konsumverhalten einen Beitrag zur Abwehr der Klimakrise zu leisten. Ob es dabei eine sinnvolle Maẞnahme sei, dieReichen zu essen, ist in Politik und Umweltschutzorganisationen umstritten. Fabian Lehr Studien über das Aufessen der … Weiterlesen
- Erklärung linker Kommunisten Kubas zur drohenden Einführung des Kapitalismusvon GastautorGerne veröffentlichen wir die programmatische Erklärung der linken Kommunisten Kubas. Ihre scharfe Kritik der prokapitalistischen repressiven Politik der Regierung Diaz-Canel geht in die richtige Richtung.Die Erwürgung Kubas durch den imperialistischen Boykott und die falsche Politik der kubanischen Kommunistischen Partei führten Kuba an den Rand des Abgrunds. Nur machtvolle internationale Solidarität und eine politische Revolution der … Weiterlesen
- Programm Aktionstage „Wedding ohne Waffen“von GastautorWaffenproduktion in unserem Kiez?! Aus „Pierburg“ wird „Rheinmetall Waffen Munition“ Ab Mitte 2026 soll im Wedding Munition hergestellt werden. Der größte Rüstungsproduzent Deutschlands, Rheinmetall, stellt die Produktion seines Autozulieferers „Pierburg“ am Humboldthain (Scheringstraße 2) in Berlin auf Rüstung um. Bald sollen dort Komponenten für 155-mm-Artillerie-Munition vom Band laufen – 45 kg schwere, tödliche Geschosse. In unserem … Weiterlesen
- Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!von GastautorDer hier wiedergegebene Aufruf der FU-Beschäftigten für eine kämpferische Gewerkschaft greift mit „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!“ den Titel der Resolution der IG Metall-Vertrauensleute bei Mercedes Benz in Stuttgart Untertürkheim auf. Gegen die Angriffe auf unsere sozialen Errungenschaften! Kommt zur Demo: Samstag, 27. Juni 2026 um 12:00 Uhr, Invalidenpark, Berlin Unter dem Motto “Jetzt reicht’s” … Weiterlesen
- Merz-Agenda: Mit dem Sozialstaat stirbt die Demokratievon GastautorDie geplanten Sozialreformen richten sich gegen die Mehrheit der Bevölkerung – warum bleibt es so ruhig im Land? Von CHRISTOPH BUTTERWEGGE Titelbild: Reformkommentar der Straße. Foto: Jochen Gester Scharfe und größtenteils polemisch überspitzte Kritik am deutschen Sozialstaat gibt es, solange er besteht. So wird der vermeintlich massenhafte Missbrauch seiner Geld-, Dienst- und Sachleistungen halluziniert oder … Weiterlesen
- Wer ist Leidtragender der hohen Rüstungsausgaben in Deutschland?von GastautorVon FLORIAN RÖTZER Titelbild: freepic Herstellung von Panzerfahrzeugen bei Rheinmetall für die NS-Kriegsrüstung. Bild: Bundesarchiv, Bild 183-L04352 / CC-BY-SA 3.0 Vorbemerkung Forum-Red: Es ist augenscheinlich, dass die Aufrufe der Gewerkschaftsvorstände zu den jetzt initiierten Protestaktionen die angekündigten „Reformen“ zur Absenkung erkämpfter sozialer Rechte und Standards so thematisieren, dass die eigentlichen Ursachen für diese Angriffe nicht … Weiterlesen
- Militarisierung & Gesellschaft – Vortrag von Ingar Soltyvon GastautorMILITARISIERUNG & GESELLSCHAFTVortrag von Ingar Solty 1.Juli, 19 Uhr, Baiz, Schönhauser Allee 26a Revolutionäre Perspektive Berlin Vom 10. bis 12. Juli finden in Berlin Aktionstage gegen die Waffenfabrik von Rheinmetall im Wedding statt. Demnächst sollen dort Bauteile für Artilleriemunition produziert werden. Im Vorfeld wollen wir uns mit den Gründen und Ursachen des Umbaus auf eine … Weiterlesen
- „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik“ – eine Resolution der IG Metall Vertrauensleute Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheimvon GastautorBelegschaften wachen auf. Erst Ford Köln, jetzt ruft einer der stärksten IG Metall Vertrauenskörper (Mercedes Benz Stuttgart Untertürkheim) zum Widerstand auf. Gegen sozialen und politischen Kahlschlag und Militarisierungskurs. Es geht um Klassenkampf. Es geht um Politik gegen die Gesamtheit der Interessen und gegen die Zukunft der Beschäftigten. Diese Politik wird gerade gnadenlos durchgesetzt. Unsere sozialen … Weiterlesen
- Ausgegliederte Krankenhausbereiche: Berliner CDU und SPD machen Haken dranvon GastautorSechs Jahre nach der Coronapandemie ist vom Applaus für die Beschäftigten der Krankenhäuser wenig geblieben. Nach wie vor akut sind Personalmangel, Überlastung und politische Versprechen, die gebrochen werden, sobald sie Geld kosten. Daran ändert auch der am 18. Juni beschlossene Antrag der Berliner Regierungsparteien CDU und SPD zur »Integration der Tochterunternehmen« wenig.
- Verdi Vertrauensleute Netzwerk fordert offensive Strategie gegen die Angriffe der Bundesregierungvon GastautorAm 18.6. hat sich das ver.di Vertrauensleute Netzwerk Berlin/Brandenburg getroffen – mit Kolleg*innen von BSR, BVG, Kita Eigenbetrieben, Berliner Feuerwehr, Behala Westhafen, MPS, GEW, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und BEW. Die Rückmeldung aus den Betrieben ist eindeutig: Die Belastung steigt und gleichzeitig werden soziale Errungenschaften massiv angegriffen – und wir sollen das alles … Weiterlesen
- Wie gelingt eine Solidarität, die uns alle stärkt?von GastautorWie gelingt eine Solidarität, die uns alle stärkt? Veranstaltung der IG Metall Berlin Wann? Donnerstag 25. Juni 16:30 Uhr- 19:00 Uhr Wo? IG Metall Haus Raum E02 Im Flyer zur Veranstaltung heißt es: Als Referentin für dieses internationale Thema haben wir Nicole Mayer-Ahuja gewonnen. Sie wird versuchen zu den folgenden Fragen Anregungen und Antworten zu … Weiterlesen
- Jetzt reicht’s! Komm zur Demo! Offensiv gegen den sozialen Kahlschlag!von Gastautor27.06.2026 von 12:00 – 16:00 Invalidenpark, Berlin Ein großes Bündnis sozialer Organisationen und Gewerkschaften ruft zum Protest auf: Wir, ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, AWO, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Berliner Mieterverein, rufen auf, die Angriffe auf unseren Sozialstaat nicht unwidersprochen hinzunehmen. Jetzt reicht’s! Komm zur Demo für den Sozialstaat Ende Juni veröffentlicht die Bundesregierung ihre … Weiterlesen
- Vor der „Rentenreform“: Lügen, Täuschungsmanöver und Spaltungsversuche – Widerstand organisieren!von GastautorBeim großen Schleifen des Sozialstaats hat sich die Bundesregierung als letztes die Renten aufs Korn genommen. Auch bei den Renten wird es ums Eingemachte gehen. Um die „Reform“ vorzubereiten und mehr Akzeptanz zu schaffen wird erstens gelogen und getäuscht. Zweitens werden Rentner:innen und Nichtrentner:innen gegeneinander ausgespielt. Drittens sollen die „Reformen“ scheibchenweise in Kraft treten, damit … Weiterlesen
- Statement: Gegen die imperialistischen Kriegsdrohungen: Solidarität mit Kuba!von GastautorForum Gewerkschaftliche Linke Berlin schließt sich dem folgenden Statement an und ruft zur Unterstützung der genannten Solidaritätsaktionen auf! Statement! Die USA bedrohen das Leben der Menschen auf Kuba. Nach jahrzehntelanger Blockade und dem Versuch des Abschneiden des sozialistischen Landes von allen lebenswichtigen Ressourcen und globaler Handelswege, wird der Würgegriff immer enger. Das Ziel: Die vollständige … Weiterlesen
- „Spart doch lieber bei den Reichen“ – das reicht als linkes Lösungskonzept nicht aus! Sozialem Kahlschlag und Kriegskurs muss gemeinsam die Stirn geboten werden!von Gastautor„Spart doch lieber bei den Reichen.“ Von den Reichen holen und damit die sozialen Löcher stopfen. Die Linke startete Anfang Juni dazu eine politische Kampagne. Gut so. Die Millionäre und vor allem die Milliardäre sollen zahlen. Nicht die Armen. Gut auch wenn die Linke gegen den sozialen Kahlschlag die Menschen mobilisiert. Aber lässt sich die … Weiterlesen
- Die Militarisierung verschlingt uns – Studierende wie Unis, die dem zivilen Gemeinwohl dienen wollen!von GastautorBerlin, 30.05.2026. Redebeitrag von Jonas Winkler (Mitglied von Jugend gegen Krieg und Sozialabbau bzw. Studierende gegen Krieg und Sozialabbau an der Universität in Leipzig ) auf der Friedenskonferenz Berlin zur Vorbereitung der Londoner Europäischen Friedenskonferenz. Die Militarisierung verschlingt uns – Studierende wie Unis und das zivile Gemeinwohl! Vor 11 Tagen sperrte die Uni-Leitung für 700 … Weiterlesen
- Kriegsvorbereitung nach außen heisst sozialer Krieg nach innen!von GastautorBerlin, 30.05.2026. Redebeitrag Jörn Rieken (Vorstandsmitglied IG BAU Berlin, Redaktion Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin) auf der Friedenskonferenz Berlin zur Vorbereitung der Londoner Europäischen Friedenskonferenz. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir erleben derzeit einen tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Wandel. Unter dem Schlagwort der „Kriegstüchtigkeit“ wird die größte Aufrüstung der Bundesrepublik seit dem Ende des Kalten Krieges vorbereitet. … Weiterlesen
- Gegen Gaskraftwerke und Rüstungsindustrievon GastautorAktuell stehen wir vor der heftigsten Angriffswelle auf alle sozialen, ökologischen und demokratischen Errungenschaften, die Deutschland nach dem 2. Weltkrieg erfahren hat. Deutschlands imperialer Kriegs- und Großmachtkurs treibt die Militarisierung der gesamten Gesellschaft voran. Eine unersättliche Krake breitet sich aus, die die Resourcen für alle anderen gesellschaftlichen Bereiche wegfrisst. Wer unter diesen Bedingungen konsequent und … Weiterlesen
- Frontalangriff auf das Gesundheitswesen stoppen!von GastautorDer Gesetzentwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz will die GKV-Finanzen mit der Brechstange stabilisieren. Geplant ist ein Sparprogramm auf dem Rücken der Beschäftigten und Patient*innen. Ver.di und Berliner Krankenhausbewegung rufen zum Protest gegen das Gesetz auf.
- Warkens Horrorkatalog, Kürzungen und Angriff auf 8-Stundentag stoppen!von GastautorSie verraten und verhökern ALLES: Sozialstaat, Feiertage, 40 Stundenwoche, Rentensytem, 8 Stundentag, Gesundheit, Arbeitnehmer*innenrechte. Dieses Trommelfeuer an Angriffen auf die Lebensinteressen der arbeitenden Bevölkerung macht eine konzertierte Antwort und koordinierte Kampfaktionen aller Beschäftigten und Gewerkschaften notwendig! Netzwerk-verdi.de macht dazu Vorschläge, die in allen DGB Gewerkschaften diskutiert und aufgegriffen werden sollten. Kolleginnen und Kollegen von IG … Weiterlesen
- Wie weiter mit dem Kampf gegen den Klimawandel?von GastautorIn den letzten Monaten wurde viel über die Krise der Klimabewegung geredet. Wir wollen auf der Veranstaltung mit Menschen und Initiativen diskutieren, für die ein Erfolg der Klimagerechtigkeitsbewegung nur in Allianz mit den Lohnabhängigen möglich ist. Wir wollen unter anderem diskutieren: Wie nachhaltig sind Initiativen wie „VW steht für VerkehrsWende“ und „Wir fahren zusammen“? Konnte … Weiterlesen
- Erst kaputtsparen, dann privatisierenvon GastautorHochschulbaugesellschaft soll Sanierung der Berliner Universitäten übernehmen. Beschäftigte und Studierende warnen vor Outsourcing und Dumping bei Arbeitsbedingungen von Moritz Schmöller, Junge Welt 20.5. Weitreichende politische Entscheidungen, die Beschäftigte betreffen, werden oft noch Jahrzehnte später diskutiert. Im Zusammenhang mit den Ausgliederungen bei der Charité Facility Management oder Vivantes gibt es bis heute politische Schuldzuweisungen; kaum eine … Weiterlesen
- Sozialkahlschlag für Großmachtzielevon GastautorDer Zweck der Aufrüstung Von TOBIAS WEIßERT Vorbemerkung FORUM-Red.: Voraussetzung für einen Widerstand, der Wirkung zeigt, ist das illusionslose Begreifen der Realität. Der Autor vermittelt dazu hier einige zentrale Einsichten. (JG) Bild: pxhere.com/CC0 Als Donald Trump 2025 seine Initiative zu einem Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine startete, ohne die Europäer einzubinden, erfasste die Politiker … Weiterlesen
- Gegen den Krieg – Gegen den Sozialen Kriegvon GastautorVorbereitungsveranstaltung für die internationale Antikriegskonferenz in London am 30. Mai in Berlin. Für die Antikriegskonferenz in London im Juni finden in mehreren deutschen Städten Vorbereitungsveranstaltungen statt. Die Londoner Konferenz wird von mehreren britischen Gewerkschaften unterstützt. Auch in Deutschland positionieren sich immer mehr Gewerkschafter:innen klar gegen den Aufrüstungskurs und unterstützen die Konferenz. Beteiligt euch zahlreich an der Berliner Vorbereitungsveranstaltung am 30. Mai. Der Widerstand gegen Kriegskurs und Sozialabbau muss organisiert werden und direkt aus den Fabriken, Betrieben, Schulen, Universitäten und Dienststellen kommen.
- Die Krise der deutschen Industrie und die Aufgaben der Gewerkschaftenvon GastautorMattis Molde, Neue Internationale 300, Mai 2026 Die deutsche Wirtschaft ist in der Krise und das liegt besonders an ihrem Kern, der Industrie. Das Thema sorgt für Schlagzeilen, die Sprachrohre des deutschen Kapitals fordern massive Angriffe auf die Arbeiter:innenklasse, die Regierung bereitet diese vor bzw. setzt Erstere um. Die Gewerkschaften verhalten sich oberflächlich so, als … Weiterlesen
- Berlin, die vermessene Stadt: Von Glücksrankings, Hashtag-Tourismus und stiller Vertreibungvon GastautorStrukturelle Gewalt im neoliberalen Kapitalismus, die sanft daherkommt. Perfekt beschrieben. (Peter Vlatten) Für wen ist diese Stadt? Der dramatische Schluss dieser Analyse lautet: Immer weniger für diejenigen, die das gemacht haben, wofür Berlin geliebt wird. Von Martyra Peng für die Berliner Zeitung Es gibt einen Moment, der sich in Berlin täglich wiederholt – in Kreuzberg, in Neukölln, in … Weiterlesen
- 1.Mai 2026 – IG Metall Jugend machte mobil!von GastautorDer Auftritt der IG Metall zum diesjährigen 1. Mai war ermutigend. Auch unter den Arbeiterjugendlichen breitet sich die Erkenntnis aus: „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“. Keiner will die Verhältnisse aus der Ukraine, wo Jagd auf der Straẞe auf junge Wehrpflichtige gemacht wird und es ausser Kriegsdienst kein soziales Auskommen mehr gibt. Der … Weiterlesen
- Impressionen 1 Mai 2026 – kämpferische Signale auf der DGB Demo Berlin!von GastautorIm Vorfeld hatte es von der Basis heftige Kritik an Losung und Aufruf des DGB gehagelt. Das offizielle DGB-Motto zum „Tag der Arbeit“, lautete: ,,Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Das Netzwerk für eine kämpferische Verdi hat „Eure Profite“ frech durchgestrichen. Sicherung von Profiten kann doch wohl niemals unser Geschäft sein, wenn wir es mit … Weiterlesen
- Berlin – Stadt der Rüstung? Mit dem Defence Hub zur europäischen Rüstungsmetropole?von GastautorBerlin – Stadt der Rüstung? Mit dem Defence Hub zur europäischen Rüstungsmetropole? mit Christoph Marischka (Informationsstelle Militarisierung) & Chris Hüppmeier (FriKo / DKP Berlin) Mittwoch, 06.05.2026 18.30 Uhr, Rungestraße 20, 10179 Berlin (DER RAUM / Rotes Antiquariat) Im Dezember 2025 verkündete der Berliner Senat freudestrahlend, dass er die Patentlösung für die wirtschaftliche Dauerkrise gefunden habe: … Weiterlesen
- Autowerker Berlin mobilisieren zum 1.Maivon GastautorSo muss es sein. Direkte Mobilisierung zum 1.Mai als Kampftag seitens gewerkschaftlicher Aktivist:innen aus dem Betrieb heraus. Hier zum aktuellen Flyer und Aufruf der Kolleg:innen von Mercedes Berlin Mariefelde
- „Die Zeche für beides zahlen“ – lehrreiches Beispiel Belgienvon GastautorBelgien ist eine Art Leuchtturm für linke Bewegungen und schlagkräftige Arbeiter:innenkämpfe- mitten in der Mitte Europas. Wir berichteten. [1]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/dreitaegiger-generalstreik-in-belgien-gegen-sparpolitik-und-kriegswirtschaft/ [2]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/die-regierung-muss-auf-die-stimme-der-strasse-hoeren-und-ihre-plaene-zum-sozialen-kahlschlag-zuruecknehmen/ Das folgende ausführliche Interview mit dem Generalsekretär der Partei der Arbeit Belgiens macht deutlich warum und was auch bei uns besser laufen kann. (Peter Vlatten) Interview mit Peter Mertens über die gegenwärtige Welle breiter Sozialproteste … Weiterlesen
- Zohran Mamdani kündigt Steuer für Zweitwohnungen der Superreichen und kommunale Lebensmittelgeschäfte anvon Gastautor20.04.26 – Anna Polo, Pressenza Der sozialistische Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, hat eine Steuer für Superreiche angekündigt, die Luxusimmobilien – sogenannte Pied-à-terre – im Wert von über 5 Millionen Dollar besitzen, diese jedoch nicht als Hauptwohnsitz nutzen. „Diese Steuer ist speziell auf die Reichsten der Reichen zugeschnitten – jene, die in New York … Weiterlesen
- Hoffen auf die Politik: Ende des Vivantes-Streiks in weiter Fernevon GastautorEin ganz besonderer Streik. Eine politische Offenbarung. Wo Solidarität besonders nottut. Der Bericht von nd über den aktuellen Verlauf des Vivantes Streiks bestätigt, was wir bereits am 16.April zum Auftakt schrieben: „Die Erfahrung zeigt: Das Wort der regierenden Parteien im Senat, insbesondere des regierenden Bürgermeisters Kai Wegner ist keinen Cent wert. Am Ende ist immer … Weiterlesen
- IG Metall: Auto-Job-Massaker stoppen! Streik in allen deutschen Autowerken vorbereiten!von GastautorEs ist klar. Ohne Kampf nur lauwarmer Mampf. Bestenfalls gibt es Kompromisse, die wie ein Fallschirm sind. Der bremst ab, aber wir landen in jedem Fall unten im Jammertal. Wir können den Kolleg:innen von Mercedes Berlin Marienfelde nur voll zustimmen. Eine konsequente gewerkschaftliche Führung müsste angesichts des Job Kahlschlags zum Kampf und Streik mobilisieren. Möglichst … Weiterlesen
- Sparpläne hinter verschlossenen Türenvon GastautorVon GABRIELE HELLER Titelbild: Screenshot des Deckblatts des Arbeitspapiers des Paritätischen Gesamtverbandes Ein 108 Seiten langes „Vorschlagsbuch“ mit mehr als 70 Kürzungsideen wurde von einer Arbeitsgruppe von Bundeskanzleramt, mehreren Ministerien, Bundesländern und den kommunalen Spitzenverbänden ausgearbeitet. Die Kommunen sollen dadurch um 8,6 Milliarden entlastet werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert das Vorgehen als Versuch, „im Hinterzimmer … Weiterlesen
- Wallstreet Journal:“Deutschland erfindet sich neu als Waffenfabrik.“von GastautorNun hat es auch das Wallstreet Journal festgestellt und berichtet: Während die Automobil- und Schwerindustrie schwächeln, lenkt Berlin Fabriken, Arbeiter und Kapital in Richtung Wiederbewaffnung Europas. Angesichts des Zusammenbruchs seines Exportmodells schwenkt Deutschland von Autos auf Kanonen um – und versucht, den industriellen Niedergang in einen Rüstungsboom zu verwandeln. [1]https://www.wsj.com/world/europe/germany-is-reinventing-itself-as-a-weapons-factory-990ad18d Der Autozulieferer Schaeffler ist ein … Weiterlesen
- Nieder mit dem Krieg! – Gemeinsam auf die Straße! -Hände weg vom Wedding zum 1.Mai 2026von GastautorWir publizieren auch dieses Jahr wieder die Aktivitäten von Hände weg vom Wedding rund um den 1.Mai. Die besondere Konzentration gegen den Kriegskurs wird von uns voll unterstützt. (Peter Vlatten) Aufruf Hände weg vom Wedding Die Welt steht am Abgrund eines neuen großen Weltkriegs. Um diesen zu verhindern, braucht es uns alle mit all unserer … Weiterlesen
- 9 Euro Tickets jetzt – Klima retten heisst System ändern!von Gastautor9€-Ticket jetzt – Klima retten heißt System ändern! Bundesweit haben am Samstag Zehntausende Menschen für eine „schnellere Energiewende“ im Kampf gegen den drohenden Klimakollaps und gegen „fossile Abhängigkeit“demonstriert. Im Zentrum der Kritik: Wirtschaftsministerin Reiche. Und eine Bundesregierung, die erreichte Fortschritte statt auszubauen wieder zunichte macht. Laut Angaben der Organisatoren sind bundesweit mehr als 80.000 Menschen … Weiterlesen
- Gegen die Zwei-Klassen-Belegschaft bei Vivantes – Auftakt zum Erzwingungstreikvon GastautorErneut streiken die Beschäftigten der Vivantes-Tochterunternehmen. Diesmal ist es nicht „nur“ ein Warnstreik. Es ist der Auftakt zum Erzwingungsstreik. Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Beschäftigten dafür ausgesprochen. Man muss „aufs Ganze zu gehen“. Das haben schon die Auseinandersetzungen bei CFM gezeigt. Das ist die einzige Sprache, die Geschäftsführung und Politik verstehen. Es geht darum, … Weiterlesen
Gastautor
Stellungnahme der Union der Linken Kräfte der Ukraine: Wie die Redefreiheit in der Ukraine zerstört wird
Die „Union der linken Kräfte“ ist eine 2007 gegründete ukrainische Oppositionspartei, die sich am Demokratischen Sozialismus orientiert. Sie wurde am 17. Juni 2022, wie alle anderen linken Parteien auch, in der Ukraine verboten. Ihre Mitglieder sind seitdem im Exil oder im Untergrund. In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert die Partei das neue Mediengesetz von Präsident Wolodymyr Selenskyj scharf. Es drohe die „vollständige Zerstörung“ der wenigen noch von der Regierung unabhängigen Medien und der Meinungsfreiheit an sich. Da Einschätzungen linker ukrainischer Parteien und Bewegungen kaum Gehör in Deutschland finden, haben die NachDenkSeiten sich entschieden, die aktuelle Stellungnahme im Wortlaut zu dokumentieren. Von Redaktion der nachdenkseiten.
Stellungnahme des Vorsitzenden der „Union der Linken Kräfte der Ukraine – Für einen neuen Sozialismus“, Maxim Goldarb:
Wie die Redefreiheit in der Ukraine zerstört wird
In der Ukraine wurde kürzlich das Gesetz „Über die Medien“ vom Parlament verabschiedet und von Präsident Zelensky unterzeichnet (Die NachDenkSeiten berichteten). Dieses Gesetz zielt auf die vollständige Zerstörung der von der Regierung unabhängigen Medien und der Meinungsfreiheit in der Ukraine ab.
Dies ist eine fast einhellige Einschätzung des Gesetzes „Über die Medien“, nicht nur von den wenigen Oppositionspolitikern, Aktivisten und Journalisten, die noch in der heutigen oligarchischen Ukraine leben. Sogar Juristen der wichtigsten wissenschaftlichen und fachlichen Abteilung des ukrainischen Parlaments selbst haben dieses Gesetz in ihren Kommentaren wie folgt charakterisiert:
„Die Grundprinzipien der Tätigkeit im Medienbereich, nämlich Offenheit, Zugänglichkeit von Informationen, Freiheit ihrer Verbreitung, Verbot der Zensur, Verhinderung der vorherigen Genehmigung von Informationen, haben sich tatsächlich radikal verändert…
Die Bestimmungen des Entwurfs widersprechen der Verfassung der Ukraine, berücksichtigen nicht die Rechtspositionen des Verfassungsgerichts der Ukraine, die internationalen rechtlichen Verpflichtungen der Ukraine und die Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.“
Nach dem neuen Gesetz erhielt die staatliche Aufsichtsbehörde – der Nationale Rat für Fernsehen und Rundfunk – unbegrenzte Möglichkeiten zur Einflussnahme auf alle Medien – von der Analyse und Kontrolle der Inhalte bis hin zur außergerichtlichen Schließung.
So wird der Nationalrat beispielsweise Listen mit verbotenen Medien erstellen, eine „Liste von Personen“ erstellen, die „eine Bedrohung für den nationalen Medienraum der Ukraine darstellen“ und nicht in den Medien gezeigt werden dürfen, verbindliche Anweisungen an Medienunternehmen senden und auch kontrollieren, ob „verbotene Informationen“ in den Medien veröffentlicht wurden.
Gleichzeitig ist die Liste der „verbotenen Informationen“ recht umfangreich und subjektiv, hat keine klaren Kriterien und wird vom Nationalrat selbst festgelegt. Ebenso legt der Nationalrat selbst fest, was „unzutreffende Informationen“ sind, deren Verbreitung als grober Verstoß gegen das Gesetz angesehen wird und für die Sanktionen verhängt werden.
All dies wird mit der „Notwendigkeit, sich der russischen Aggression zu widersetzen“, begründet, aber das Gesetz enthält keine Fristen – es funktioniert jetzt und wird auch nach dem Ende des Krieges weiter gelten.
Bei Verstößen gegen die Verbote drohen Bußgelder, der Entzug von Lizenzen, die Aufhebung der Registrierung, eine vorübergehende (für 14 Tage) oder vollständige Sperrung der Arbeit.
Besonders harte Sanktionen – außergerichtliche Sperrungen – drohen Online-Medien, die nicht offiziell als Massenmedien registriert werden. Sie werden schon bei geringfügigen Verstößen (dreimal pro Monat) oder bei zwei groben Verstößen gesperrt.
Der Nationale Rundfunk- und Fernsehrat reguliert in der Ukraine entgegen seinem Namen nicht nur die Aktivitäten von Fernsehen und Radio, sondern auch von Print- und sogar Internetmedien, einschließlich Online-Kinos oder Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten wie YouTube-Kanälen.
Gleichzeitig darf die Regulierungsbehörde, die die Online-Medien zur Registrierung zwingt, dies nicht selbst tun. Das heißt, sie kann eine Online-Publikation als Massenmedium registrieren oder sie kann sie nicht registrieren. Die Entscheidung darüber liegt bei den Beamten.
Der Nationalrat hat nun das Recht, Websites, die nicht als Massenmedien registriert sind, ohne Gerichtsverfahren zu sperren, und durch das Gericht diejenigen, die als Massenmedien registriert sind. In Anbetracht der Tatsache, dass die Justiz in der Ukraine durch die Maßnahmen der Behörden fast vollständig unter die Kontrolle des Präsidialamtes gestellt wurde, ist es auch unwahrscheinlich, dass die Gerichte in den meisten Fällen einen Sperrungsantrag ablehnen werden.
Die Anbieter elektronischer Kommunikationsdienste haben drei Tage Zeit, den Zugang zu den Medien zu sperren, nachdem sie die Mitteilung der Regulierungsbehörde erhalten haben. Wenn die offiziellen Medien gesperrt werden (und dies droht den Medien bei vier groben Verstößen innerhalb eines Monats), dann können sie erst nach einem Jahr eine neue Registrierung beantragen.
Es ist wichtig zu wissen, dass der Nationalrat nichts mit einer unabhängigen Regulierungsbehörde zu tun hat. Er besteht aus nur acht Beamten, von denen die Hälfte direkt vom Präsidenten und die andere Hälfte vom Parlament ernannt wird, in dem die Mehrheit aus Abgeordneten der präsidialen Partei „Diener des Volkes“ besteht. Es gibt keine Vertreter der Medien selbst, keine Journalisten und keine öffentlichen Aktivisten im Nationalrat.
Und damit diese Beamten ihre faktischen Zensuraufgaben mit großem Eifer erfüllen können, erhalten sie hohe Gehälter. Das Gehalt eines Nationalratsmitglieds entspricht der Höhe von 75 existenzsichernden Löhnen (und der Vorsitzende des Nationalrats und sein Stellvertreter erhalten sogar noch mehr). Dabei sind die Prämien noch nicht eingerechnet, die nach dem verabschiedeten Gesetz bis zu 30 Prozent des Gehalts betragen können. Das heißt, im ärmsten Land Europas werden die Beamten des Nationalrats Beträge aus dem Staatshaushalt erhalten, die fast 100 Mal (!) höher sind als die Einkommen von Millionen von Menschen, deren Renten, Sozialleistungen und Gehälter dem Existenzminimum entsprechen.
Das Mediengesetz wurde in verschiedenen Phasen seiner Verabschiedung von Hunderten ukrainischer Journalisten und der Nationalen Journalistengewerkschaft der Ukraine, der Unabhängigen Mediengewerkschaft der Ukraine, ukrainischen und internationalen Menschenrechtsaktivisten, dem Komitee zum Schutz von Journalisten (New York), dem OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit, dem Europäischen Journalistenverband, Experten des Europarats und der Internet Association of Ukraine scharf kritisiert.
Der Europäische Journalistenverband bezeichnete dieses Dokument als „würdig dem schlimmsten autoritären Regime“, und der Nationale Journalistenverband der Ukraine ist der Ansicht, dass „das Gesetz nicht die Regulierung der Mediensphäre vorsieht, sondern in Wirklichkeit die Schaffung von Unterordnungsverhältnissen, wenn die Medien unter die Kontrolle der Behörden geraten“.
Warum wollte die Regierung die Medien vollständig unterjochen? Aus demselben Grund, aus dem Diktatoren auf der ganzen Welt und zu allen Zeiten dies getan haben und tun. Damit die Gesellschaft so wenig wie möglich über das gigantische Ausmaß der Korruption an der Macht und den Diebstahl internationaler Hilfsgelder, über die Schließung unabhängiger Medien, über Repressionen gegen die Opposition, über die Privilegien der Oligarchen und die Armut der Mehrheit der Bürger erfährt.
Das von der derzeitigen ukrainischen Regierung verabschiedete Mediengesetz ist ein Gesetz gegen die Medien, gegen die Redefreiheit und gegen die Wahrheit. Es muss aufgehoben werden, und wir rufen zum Kampf für die Abschaffung dieses Gesetzes für alle auf, für die das Recht, eine Meinung zu haben und diese frei zu äußern, wirklich wichtig ist.
Zur Union der Linken Kräfte der Ukraine:
Die „Union der linken Kräfte“ ist eine 2007 gegründete ukrainische Oppositionspartei, die sich am Demokratischen Sozialismus orientiert und unter anderem zum Ziel hatte, die ausufernde Privatisierung strategischer Staatsunternehmen sowie den Verkauf landwirtschaftlicher Flächen an ausländische Großkonzerne zu stoppen sowie die Ukraine geopolitisch neutral auszurichten. Zudem setzte sie sich für Russisch als zweite Amtssprache und eine Stärkung des ländlichen Raums ein. Diese Ziele reichten aus, dass die Partei zusammen mit weiteren linken Parteien am 17. Juni 2022 verboten und ihr gesamtes Vermögen enteignet wurde. Ihre Mitglieder arbeiten seit diesem Zeitpunkt aus dem Untergrund oder Exil heraus. Einige ihrer Führungspersönlichkeiten wurden in den letzten Monaten entführt und gelten seitdem, wie beispielswiese der Parteigründer Wassilij Wolga, als spurlos verschwunden.
Titelbild: shutterstock / Jorm Sangsorn
Erstveröffentlicht in „nachdenkseiten“ v. 23.1. 2023
https://www.nachdenkseiten.de/?p=92866
Wir danken der nds-Redaktion für das Abdruckrecht.
Wer entscheidet darüber, ob Deutschland auch militärische Führungsmacht Europas werden soll?
Deutschland soll und will auch Führungsmacht werden. Mit emsiger Hilfe von Denkfabriken, die in die deutsche Außenpolitik funken.
Von Sabine Schulz
Obwohl durch die erregte Kampfpanzer-Debatte momentan ein anderer Eindruck entsteht, ist der Anspruch, Deutschland solle langfristig auch militärisch zur Führungsmacht Europas werden, leider aktuell. Innerhalb der kommenden Münchner Sicherheitskonferenz wird er voraussichtlich breiten Raum einnehmen.
US-Ressourcen für China
Liana Fix vom auf die US-Außenpolitik einflussreichen Council on Foreign Relations teilte im Interview mit der Tagesschau mit, in Washington werde es parteiübergreifend als Problem angesehen, dass Europa „führungslos“ sei – und von Deutschland werde erwartet, die „Führungsrolle“ in der EU zu übernehmen, um die „übergroße Bürde der USA in Europa zu reduzieren“.
Dabei scheint es keineswegs nur um kurzfristige Panzerlieferungen an die Ukraine zu gehen. Liana Fix wies auf die zukünftige „Ressourcen-Frage“ der USA bezüglich der „Jahrhundert-Herausforderung China“ hin. Demnach ist es erwünscht, dass Deutschland die militärische Führung Europas übernimmt, damit die USA ihre Ressourcen auf ihre zukünftige Auseinandersetzung mit China konzentrieren können.
Doch ist dies im Interesse der Bevölkerungsmehrheit in Deutschland? Könnten nicht auch dem Teil der Bevölkerung, der überzeugt ist, Russland müsse mit allen Mitteln in die Knie gezwungen werden, Zweifel kommen, ob ausgerechnet Deutschland dabei die militärische Führungsrolle übernehmen sollte? Darüber sollten wir das Gespräch mit unseren Mitmenschen suchen.
Das führt zur Frage, ob diese folgenschweren Entscheidungsprozesse tatsächlich demokratisch verlaufen und welche Rolle Lobbygruppen wie Stiftungen und sogenannte Denkfabriken spielen. Welchen Einfluss üben sie auf die Entscheidungswege der Bundesregierung aus? Wie kam es überhaupt zu der Grundsatzentscheidung, die Außen- und Verteidigungspolitik Deutschlands neu auszurichten unter völliger Abkehr von der jahrzehntelangen Ostpolitik?
Harte Entscheidungen
Nachdem Vizekanzler Habeck Deutschland bekanntermaßen eine „dienende Führungsrolle“ zuschrieb, verkündete der SPD-Vorsitzende Klingbeil „Deutschland muss den Anspruch einer Führungsmacht haben“ und „Ja, diese neue Rolle als Führungsmacht wird Deutschland harte Entscheidungen abverlangen – finanzielle auch politische. Wir müssen Strukturen verändern, auch Budgets neu verhandeln.“, was auf dem schon 2021 in Auftrag gegebenen Positionspapier der SPD zur „Zeitenwende“ basiert.
Anschließend bekundete die bisherige Verteidigungsministerin Lambrecht in ihrer Grundsatzrede zu Deutschlands erster Nationaler Sicherheitsstrategie: „Deutschlands Größe, seine geografische Lage, seine Wirtschaftskraft, kurz, sein Gewicht, machen uns zu einer Führungsmacht, ob wir es wollen oder nicht. Auch im Militärischen.“
Schließlich umschrieb Bundeskanzler Scholz den Plan der militärischen Führungsrolle Deutschlands in seinem Namensartikel ausgerechnet für Foreign Policy, der Zeitschrift des amerikanischen Council on Foreign Relations. Und inzwischen hat auch der jetzige Verteidigungsminister Pistorius das Ziel betont, Deutschland solle langfristig „die stärkste und am besten ausgestattete Armee in der EU“ bekommen und er sehe es als seinen „Job“ an, jetzt die „Weichen“ dafür zu stellen.
Laut einer aufwändigen Umfragestudie des European Council on Foreign Relations (ECFR), die vom deutschen Außenministerium mitfinanziert wurde, schreiben die darin als „political class“ und „decision makers“ bezeichneten Politiker aller EU-Staaten mehrheitlich Deutschland die größte Befähigung zur einenden Führung in der Russland-Politik zu, gefolgt von Frankreich und Polen. Die Notwendigkeit dieser Führungsrolle begründet der ECFR damit, dass die EU bisher von den USA geführt wird und je nach Ausgang der nächsten US-Wahl „leaderless“ werden könnte.
Geplante Zeitenwende
Erste Schritte zur militärischen Führungsrolle hat die Bundesregierung bereits unternommen
- Die European Sky Shield Initiative unter Deutschlands Führung, hingegen ohne Frankreich, als „europäische Säule“ der NATO-Flugabwehr ist von Scholz zielstrebig betrieben worden und hatte beim Treffen der NATO-Außenminister in Ramstein laut Pistorius Priorität. Dazu hat Deutschland sich bereits um die zügige Beschaffung geeigneter Waffensysteme aus deutscher, israelischer und US-Produktion gekümmert.
- Scholz initiierte auch eine „robuste Kampfbrigade“, die inzwischen als deutscher Brigadegefechtsstand der NATO-Ostflanke in Litauen ihre Arbeit aufgenommen hat.
- Seit Januar ist Deutschland wieder „Leitnation“ der NATO-Eingreiftruppe Very High Readiness Joint Task Force, schon zum dritten Mal seit deren Gründung 2015.
Doch in den kommenden Jahren werden, um die militärische Führung der EU zu ergreifen und gegen Konkurrenten wie Frankreich und Polen zu behaupten, sehr viel größere Schritte notwendig sein, die entsprechend weitreichende gesellschaftliche Folgen haben können.
Umso nötiger ist die Frage, welchen Einfluss Lobbyisten wie Stiftungen darauf haben.
Schon 2014 wurde auf der Münchner Sicherheitskonferenz als „Münchner Konsens“ von Steinmeier, von der Leyen und Gauck laut DLF im Gleichklang verkündet, Deutschland müsse eine „weltpolitische Führungsrolle“ anstreben und dazu insbesondere militärisch mehr „Verantwortung“ übernehmen.
Auch den Begriff „Zeitenwende“ hat die SiKo schon im Oktober 2020 mit ihrem damaligen Sonderbericht lanciert – also lange vor Putins Entscheidung zur Invasion.
Aktuell prangen auf der Homepage der SiKo drei Rubriken: „MSC 2023“, „Transatlantic To-Do List“ und „Zeitenwende on tour“.
Von einer Denkfabrik begleitete deutsche Außenpolitik
Der auf der SiKo 2014 bezüglich der intendierten militärischen Führungsrolle Deutschlands geprägte Begriff „Verantwortung“ suggeriert, dass jede andere Sichtweise verantwortungslos, gar unverantwortlich sei. So ist es seitdem propagiert worden, sprachlich ergänzt mit „mehr investieren und mehr riskieren“ sowie „effektiv drohen für den Frieden“ wie in der Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, (DGAP).
Diese Denkfabrik wurde 1955 nach dem Vorbild des amerikanischen Council on Foreign Relations gegründet, dessen Vorstände u. a. Zbigniew Brzezinski, George Bush, Henry Kissinger, Dick Cheney und George Soros gewesen sind. Die DGAP selbst ist von Vertretern der deutschen Politik, wie dem ehemaligen Bundesaußenminister von Brentano, und der deutschen Wirtschaft, wie dem ehemaligen Vorstand der Deutschen Bank Abs, gegründet worden und von Anfang an stark mit den einflussreichen Wirtschaftskreisen verflochten. Bei ihrer derzeitigen Finanzierung fallen jedoch Großspender wie das Auswärtige Amt, das Bundesamt für Migration, das Verteidigungsministerium, die Europäische Kommission sowie Arend Oetker und die Open Society Foundation von George Soros auf.
Der Einfluss der DGAP auf die derzeitige deutsche Politik zeigte sich überdeutlich, als die bisherige Verteidigungsministerin Lambrecht ihre Grundsatzrede zur ersten Nationalen Sicherheitsstrategie Deutschlands bezeichnenderweise im Haus der DGAP hielt und dazu wörtlich sagte, „es hätte gar kein besseres Forum geben können, wo man über so etwas Grundsätzliches, wie eine Nationale Sicherheitsstrategie sprechen kann, als bei Ihnen, weil hier der gesamte Sach- und Fachverstand mit der dazugehörigen konstruktiven Kritik gegeben ist. Und das ist wichtig. Genau das brauchen wir, wenn wir diese Strategie jetzt gerade entwickeln.“ Weiter erklärte Lambrecht über die DGAP: „Ihr Institut hat die Außenpolitik dieses Landes nicht nur begleitet, sondern auch mitgeformt.“
Der mit der DGAP verbundene ECFR wird hingegen hauptsächlich von privaten Spendern, allen voran der Open Society Foundation von George Soros sowie Industriellen, aber auch von Regierungen finanziert. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehören neben George Soros z. B. Joschka Fischer, Cem Özdemir und Karl-Theodor zu Guttenberg.
Der ECFR fertigt Analysen an, die oft auf sehr detaillierten Umfragestudien basieren (Beispiel: „Peace versus Justice: The coming European split over the war in Ukraine“). Sie sind interessant, weil sie nicht für die breite Öffentlichkeit erstellt werden, sondern dem ECFR dazu dienen, die Wirksamkeit der westlichen Propaganda auszuloten, um sie zu justieren, wozu mit entsprechenden Fragestellungen nicht beschönigende, sondern möglichst realistische Umfrageergebnisse intendiert werden.
Kann Deutschland nicht neutral sein?
Auf der kommenden SiKo wollte die Bundesregierung eigentlich die erste Nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands vorstellen. Sie sollte, nach US-Vorbild (mit NSS abgekürzt) konzipiert, eigentlich bereits zum Jahreswechsel veröffentlicht werden.
Auch ihre Planung ist nicht erst nach Putins Entscheidung zur Invasion, sondern schon im Koalitionsvertrag festgelegt worden: „Wir werden im ersten Jahr der neuen Bundesregierung eine umfassende Nationale Sicherheitsstrategie vorlegen.“
Da sie weitreichende Konsequenzen für verschiedenste Bereiche der Gesellschaft und der staatlichen Organisation haben wird, sind inzwischen derart große Unstimmigkeiten darüber aufgekommen, dass über die strittigen Punkte weiterhin hinter verschlossenen Türen verhandelt wird. Dass plötzlich Landesinnenminister den Vorwurf äußern, sie seien über die von ihren Ministerien umzusetzenden Inhalte der Sicherheitsstrategie noch nicht mal informiert worden, zeigt die Intransparenz ihrer Erstellung. Dazu hatte zuvor Lambrecht angedeutet, es käme gar nicht so sehr darauf an, was in der Sicherheitsstrategie konkret steht, sondern darauf, was sich später daraus machen lasse. Demzufolge könnte sie Basis für spätere viel weitergehende Anwendungsmöglichkeiten sein.
Als das Außenministerium die Ausarbeitung der NSS im März 2022 aufnahm, warb Außenministerin Baerbock dafür mit: „Bei Fragen von Krieg und Frieden, bei Fragen von Recht und Unrecht kann kein Land, auch nicht Deutschland, neutral sein“.
Die richtige Seite der Geschichte
Diese Aussage unterstrich die Intention der (ersten) sogenannten „Zeitenwende“-Rede von Bundeskanzler Scholz, in der er die Abkehr von wesentlichen bisherigen Grundsätzen der deutschen Außen- und Verteidigungspolitik verkündet und dazu behauptet hatte, „wir“ stünden nun „auf der richtigen Seite der Geschichte“.
Diese denkwürdige Positionierung wurde kürzlich veranschaulicht, indem Deutschland in der UNO mit 49 weiteren „auf der richtigen Seite der Geschichte“ vereinten westlichen Staaten erstmalig gegen die jährliche UN-Resolution zur Bekämpfung der Glorifikation des Nazismus stimmte – gegen die große Mehrheit der Welt. (Zuvor hatten nur USA und Ukraine dagegen gestimmt, während Deutschland sich enthielt.)
Zur „richtigen Seite der Geschichte“ hatte US-Präsident Biden bereits im März 2022 vor Vertretern der Wirtschaft abschließend klargestellt:
„We’re going to — there’s going to be a new world order out there, and we’ve got to lead it. And we’ve got to unite the rest of the free world in doing it.“
Zum von Biden formulierten Ziel der Führung der zukünftigen Weltordnung ist ein weiteres Ergebnis der kürzlichen ECFR-Umfragestudie frappant:
- 56% der befragten politischen Entscheidungsträger in den EU-Staaten stimmten der Aussage zu, dass sie zwar in ihrer politischen Rhetorik an den Standards der „liberal international order“ festhalten, aber in ihrem Inneren wissen, dass diese nicht wiederhergestellt werden kann.
- Zusätzliche 11% stimmten der Aussage zu, die „liberale internationale Ordnung“ sei schon lange oder immer dysfunktional und Russlands Krieg brächte uns nur dazu, dies zuzugeben.
- Demgegenüber gaben nur 33% an, ernsthaft zu glauben, es sei ein realistisches Ziel, die „liberale internationale Ordnung“ wiederherzustellen und Russland zu zwingen, sich zu fügen.
Die Folgen
Also ist es laut Umfragestudie des – wohlgemerkt transatlantischen – ECFR bei Zweidritteln der politischen „Entscheidungsträger“ in den EU-Staaten so, dass sie selbst nicht an die westliche Zielsetzung glauben, die sie in ihrer politischen Rhetorik weiterhin propagieren. Dass sie die Öffentlichkeit so bewusst täuschen, sollte dringend bekannt gemacht werden angesichts all der Folgen, die von der Bevölkerung getragen werden müssen:
- Das Langzeitprojekt „militärische Führungsmacht“, das sich keinesfalls nur auf die Bundeswehr beschränkt, wird die deutsche Gesellschaft verändern.
- Weiterhin rapide steigende Militärausgaben bei abfallender Wirtschaft mit entsprechend sinkenden Steuereinnahmen und zunehmender Verelendung wachsender Bevölkerungsteile können langfristig zum Übergang in eine Art Kriegswirtschaft führen.
- Um sogenannter „Kriegsmüdigkeit“ bis hin zu breitem Protest in der Bevölkerung entgegenzuwirken, werden vermutlich verschiedene Propagandamittel unter Ächtung und auch Bestrafung von Gegenläufigem verstärkt werden. Eine zentrale „Meldestelle für russische Desinformation“ ist bereits gefordert worden – lanciert ausgerechnet vom RedaktionsNetzwerk Deutschland.
- Bei weiterer Eskalation des Kriegsgeschehens wird Deutschland als militärische Führungsmacht Europas auch sich selbst zusätzlich gefährden, zumal die Gefahr der Auslösung eines nuklearen Schlagabtauschs wächst. Dabei sitzen wir dann nicht nur „in der ersten Reihe“, sondern sind in stolzer„Führungsrolle“.
- Die Spaltung der Welt in „democracies“ vs. „autocracies“ im Kampf um die zukünftige Weltordnung blockiert, was die Menschheit jetzt dringend gemeinsam bewältigen muss – wie Klima- Umwelt- und Ressourcenschutz …
Dazu sollten wir uns nicht wie der sprichwörtliche „Frosch im Kochtopf“ verhalten, sondern uns trotz mancher Meinungsunterschiede zusammentun, um möglichst breiten Protest zu entwickeln.
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Liana Fix vom Council on Foreign Relations:
https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-deutschland-panzer-ukraine-101.html
Klingbeil:
https://www.vorwaerts.de/artikel/klingbeil-deutschland-anspruch-fuehrungsmacht-haben
SPD-Positionspapier:
https://www.spdfraktion.de/system/files/documents/position-zeitenwende-internationale-politik.pdf
Lambrechts Grundsatzrede zur NSS bei der DGAP:
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/lambrecht-bundeswehr-muss-kern-deutscher-sicherheit-sein-5494860
Scholz‘ Gastartikel bei Foreign Affairs:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/kanzler-namensartikel-foreign-affairs-2149014
Pistorius:
ECFR-Umfragestudie bei „policy makers“ in allen EU-Ländern:
European Sky Shield-Initiative:
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/nato-treffen-15-staaten-beteiligen-sich-an-essi-5510972
Pistorius zur ESSI:
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/minister-ramstein-fokus-luftverteidigung-5571896
Deutsche Kampfbrigade in Litauen:
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/gefechtsstand-fuer-schnelle-reaktion-an-der-ostflanke-5493926
Very High Readiness Joint Task Force:
https://www.bmvg.de/de/themen/dossiers/die-nato-staerke-und-dialog/vjtf-speerspitze-der-nato
DLF 2020 zu SiKo und Münchner Konsens:
https://www.deutschlandfunk.de/vor-der-muenchner-sicherheitskonferenz-weniger-westen-war-100.html
Munich Security Report 2020 „Zeitenwende – Wendezeiten“:
Homepage der SiKo:
https://securityconference.org/
„Neue Verantwortung“ 2017 in der Zeitschrift der DGAP:
https://internationalepolitik.de/de/was-genau-heisst-neue-verantwortung
Transkript/Lambrechts Grundsatzrede bei der DGAP:
https://www.bmvg.de/de/aktuelles/grundsatzrede-zur-sicherheitsstrategie-5494864
ECFR-Umfragestudie bei Bevölkerung von 10 europäischen Ländern (auch UK):
https://ecfr.eu/publication/peace-versus-justice-the-coming-european-split-over-the-war-in-ukraine/
Verteidigungsministerium zur NSS:
https://www.bmvg.de/de/nationale-sicherheitsstrategie
Koalitionsvertrag:
https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf
Bundesakademie für Sicherheitspolitik (mit Hinweis auf „Weißbuch 2016“ als Vorläufer der NSS):
Baerbock im März 2022 zur NSS:
„Reden zur Zeitenwende“/Scholz:
UN-Abstimmungsergebnis Ende 2022 der Resolution „Combating glorification of Nazism, neo-Nazism and other practices that contribute to fuelling contemporary forms of racism, racial discrimination, xenophobia and related intolerance“:
https://digitallibrary.un.org/record/3997769?ln=en
Biden im März 2022 („there’s going to be a new world order out there, and we’ve got to lead it“)
Erstveröffentlicht in Overton Magazin v. 30.1.2023
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/wer-entscheidet-darueber-ob-deutschland-auch-militaerische-fuehrungsmacht-europas-werden-soll/
Wir danken für das Abdruckrecht.



































































































