Die BAYER-Karriere eines AfD-Nazi-Geheimbündlers

Von CBG

1984 bis 2016: 32 Jahre bei BAYER / zuletzt als Chefjurist

Bild: Deutscher Bundestag


Der AfD-Politiker Roland Hartwig, der im November 2023 an dem Geheimtreffen von Partei-Mitgliedern mit Nazis, Faschisten und Rechtsextremisten teilnahm, machte 32 Jahre Karriere beim BAYER-Konzern bis hinauf in die Unternehmensspitze. 1984 in der Rechtsabteilung gestartet, leitete er ab 1997 die Patent-Abteilung und genoss ab 1999 als Chef-Jurist augenscheinlich das volle Vertrauen der Großaktionäre, Aufsichtsräte und Vorstände. Darüber hinaus nahm er für BAYER weitere wichtige Mandate in allen möglichen Bereichen und Organisationen wahr, z.B. als Vorsitzender des Rechtsausschusses des Verbands der Chemischen Industrie. 

Damit war Hartwig u.a. auch verantwortlich für den menschenverachtenden juristischen Umgang mit Millionen Opfern der BAYER-Produkte im Rahmen der LIPOBAY-, DUOGYNON- und unzähliger anderer Skandale. „… nach Ansicht von Branchen-Kollegen befriedete Hartwig die Klagen professionell und gut“, meinte die „Wirtschaftswoche“ 2019 und wünschte sich mehr Leute wie ihn im Bundestag. „[E]iner der wenigen früheren Top-Manager im Parlament“, lobte das Blatt den damals bereits als Nazi-Politiker bekannten BAYER-Topmanagers. 

Vor US-Gerichten verfingen die Strategien des BAYER-Chefjuristen allerdings nicht immer. Wegen Kartell-Absprachen und Medikamenten-Nebenwirkungen musste der Pharma-Riese schon vor der Glyphosat-Ära Milliarden-Strafen zahlen. Allein die unerwünschten Arznei-Effekte der Verhütungsmittel aus der YASMIN-Produktreihe kosteten BAYER 2,1 Milliarden Dollar. Von diesen Erfahrungen berichtete Hartwig dann später auf AfD-Veranstaltungen unter dem Titel „Deutsche Unternehmen im Fadenkreuz der US-Justiz“.

Spätestens seit 2013 sind die AfD-Mitgliedschaft und die rechtsradikalen Ambitionen des BAYER-Topjuristen in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Mit Übernahme eines AfD-Mandats im Bundestag ging Roland Hartwig bei BAYER mit guten Altersbezügen in den Ruhestand und widmete sich fortan gänzlich seiner rechtsradikalen Laufbahn. U.a. wurde er persönlicher Referent der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und damit dem Recherche-Netzwerk Correctiv zufolge so etwas wie der „inoffizielle Generalsekretär“ der AfD. 

Über die mit Sicherheit stets und auch heute noch gegebenen und anhaltenden Verbindungen und personellen Verflechtungen des langjährigen BAYER-Top-Managers zu Wirtschafts- und rechtsradikalen Netzwerken kann nur spekuliert werden. Allerdings betrachtet es Roland Hartwig als seine größte Leistung, „[e]inen internationalen Groß-Konzern juristisch durch alle Untiefen geführt zu haben“, während er zugleich z.B. den rechtsradikalen Politiker Andreas Kalbitz verteidigte. Herausragend auch 2019 die Rede beim „Staatspolitischen Kongress“, einer Veranstaltung des von Götz Kubitscheck und Karlheinz Weißmann gegründeten „Instituts für Staatspolitik“, das der Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ einstuft.

Es ist mehr als skandalös, dass ein Konzern, der dem Hitler-Faschismus mit Geld und persönlicher Unterstützung den Weg bereitet hat und dessen Führungskräfte 1949 als Nazi-Verbrecher verurteilt wurden, bis heute ungebrochen Rechtsradikalen, Nazis und Faschisten eine sichere Heimstätte, gute finanzielle Einkommen und sichere Karrieren bis in die Unternehmensspitze hinein gewährt. Im Jahr 2001 beispielsweise outete die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) den rechtsradikalen BAYER-Wissenschaftler Dr. Hans-Ulrich Höfs gemeinsam mit anderen Gruppen vom „Forum Nazifreies Krefeld / Krefelder Gesprächskreis ‚Nazis raus’“. Nach der öffentlichen Aufforderung der CBG, Höfs zu entlassen, reagierte BAYER lediglich mit einer Abmahnung.

„Faschismus ist ein politisches Konzept der Konzerne. Das wird nicht nur, aber eben immer wieder bei BAYER deutlich. In Person des BAYER-Chefs und Hitler-Förderers Carl Duisberg in den 1920er und 1930er Jahren bis zum BAYER-Chefjuristen Roland Hartwig heute“, resümiert Axel Köhler-Schnura, Gründer und Ehrenvorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG).

Quelle: Coordination gegen Bayer Gefahren (CBG)
http://www.cbgnetwork.org/6844.html

Die CBG schreibt: Aufgrund unserer konsequent konzernkritischen Arbeit wird uns die Gemeinnützigkeit und jede öffentliche Förderung verwehrt. Entsprechend sind wir in besonderer Weise auf Spenden und Mitgliedschaften angewiesen. Nur der breite Rückhalt durch unsere Förderer/innen ermöglicht unsere erfolgreiche Arbeit zu einem der mächtigsten Konzerne der Welt.
Link fürs Spenden:
https://www.cbgnetwork.org/17.html

Wir danken für das Publikationsrecht.

Gaza Augenzeugenbericht im Oyoun am 26.1.2024

Gaza. Der Völkermord geht In die nächste Runde. Die westliche Presse wendet sich anderen Themen zu. Wir berichten weiter. Nicht weggucken. Halten den Druck aufrecht: endlich Waffenstillstand sofort! Stoppt das Massenmorden!

Freitag, 26. Januar. 19 Uhr.

Augenzeugenbericht aus Gaza mit Duha Almusaddar, Koordinatorin der Rosa Luxemburg Stiftung in Gaza .

Ort: Kulturzentrum Oyoun, Lucy-Lameck-Straße 32, 12049 Berlin!

Duha hat vor kurzem Gaza verlassen und wird aus erster Hand über die Situation vor Ort berichten.

Bitte beachten. Nach der Räumung des Oyoun-Gebäudes durch den Berliner Senat stehen leider keine Stühle zur Verfügung. Besuchern bleibt vorerst nichts anderes übrig, als es sich „bequem“ auf dem Boden zu machen.

Während sogar der Aussenbeauftragte der EU gegenüber Netanjahu inzwischen davon spricht, dass man ihn notfalls zu einer anderen Politik zwingen müsse, geht de facto die Unterstützung dieser Politik weiter. Kultureinrichtungen wie das Oyoun in Berlin, die Kritikern der zionistischen Politik Nethanyahus das Recht auf freie Meinungsäusserung nicht entziehen, werden nach wie vor die öffentlichen Gelder gestrichen und damit in ihrer Existenz bedroht.

Seid solidarisch mit dem Kulturzentrum Oyoun, das trotz aller staatlichen Einschüchterungsversuche die demokratischen Grundrechte auf Meinungs- und Kulturfreiheit verteidigt. Hier der Aufruf zur Solidarität mit Oyoun: Open Letter | Oyoun must stay! 
[1]https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSd0Ni47hWpgKWZduBFe9TcFgfF37QwTj4Ejq97cxeo5HExl_g/viewform

Aktuelle Meldung: Inzwischen hat der CDU Kultursenator seine "Antidiskrimminierungsklausel"  wegen Unvereinbarkeit mit der grundgesetzlich geschützten "Kulturfreiheit" zurückziehen müssen.  Der nationale und  vor allem auch internationale Protest wurde immer größer. Unter anderem gab es einen weltweiten Aufruf namhafter Künstler, alle deutschen Kulturinstutitionen zu bestreiken.  "Eine Kampagne namens »Strike Germany« rief auch unter Bezug auf die Klausel und die darin enthaltene Antisemitismusdefinition weltweit dazu auf, deutsche Kulturinstitutio­nen zu bestreiken."[2] https://www.spiegel.de/kultur/joe-chialo-berlin-kippt-antidisikriminierungsklausel-fuer-kulturfoerderung-a-9a357c85-3f03-43d0-b465-9ba7050d1927?sara_ref=re-so-app-sh   Die Rücknahme bedeutet aber noch längst nicht, dass jetzt demokratische und antifaschistische Einrichtungen wie das Oyoun wieder an die gestrichenen geplanten  öffentlichen Gelder für den Weiterbetrieb gelangen. Dazu dürfen Protest und Druck nicht nachlassen. 

Fotos:
PALESTINIANS BURY THE BODIES OF 110 PEOPLE KILLED BY ISRAELI ATTACKS IN A MASS GRAVE IN THE KHAN YOUNIS CEMETERY, NOVEMBER 22, 2023. (PHOTO: © MOHAMMED TALATENE/DPA VIA ZUMA PRESS APA IMAGES)

SCREEN GRAB OF THE MOMENT THE ISRAELI ARMY DETONATED AL-ISRAA UNIVERSITY (PHOTO: SCREENSHOT/SOCIAL MEDIA)

References

References
1 https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSd0Ni47hWpgKWZduBFe9TcFgfF37QwTj4Ejq97cxeo5HExl_g/viewform
2 https://www.spiegel.de/kultur/joe-chialo-berlin-kippt-antidisikriminierungsklausel-fuer-kulturfoerderung-a-9a357c85-3f03-43d0-b465-9ba7050d1927?sara_ref=re-so-app-sh

„Die Medien werden munitioniert“

Wir haben bereits öfters über die Diffamierungs- und Cancelkultur berichtet , die sich in Deutschland gefährlich ausgebreitet hat. Es ist Wasser auf die Mühlen des sich breit machenden Rechtsextrenismus aus der Mitte der Gesellschaft. Ein Beispiel , das viel sagt zur aktuellen Situation: „Opfer der Staaträson„. Hier zum Thema ein Interview der UZ am 12. Januar mit dem linken Abgeordneten Andrej Hunko (BSW). (Peter Vlatten)

An der Heimatfront soll Ruhe sein. Regierungskritiker werden mundtot gemacht und ein gesellschaftliches Klima geschaffen, das keinen Diskurs mehr zulässt. UZ sprach mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken (UEL) in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats Andrej Hunko (BSW) darüber, wie dieser Prozess abläuft, warum er bis in linke Kreise hineinwirkt und wie US-Institute die deutsche Presse beeinflussen.

UZ: Im Dezember ergab eine Allensbach-Umfrage, dass nur noch eine Minderheit der Deutschen das Gefühl hat, die eigene Meinung frei äußern zu können – ein Rekordtiefstand. Wie ist es nach zwei Jahren „Zeitenwende“ um die Meinungsfreiheit bestellt?

Andrej Hunko: Das Ergebnis dieser Umfrage überrascht mich nicht. Wir haben mittlerweile eine Kultur, in der eine abweichende Meinung dazu führt, dass gleich die ganze Person diskreditiert wird. Das hat aber nicht erst mit der „Zeitenwende“ angefangen. Ich sehe drei Wellen dieser Verengung des Diskurses. In der Corona-Zeit, dann im Ukraine-Krieg und jetzt im Zuge des Krieges in Gaza kamen neue Qualitäten hinzu. Diese verheerende Entwicklung zieht sich bis in das persönliche Umfeld der Menschen, in die Familie, den Freundes- und Kollegenkreis. Während der Corona-Zeit sind Gruppen auseinandergebrochen. Es gab von den großen Medien Vorschläge, wie: Was tun, wenn der Opa schwurbelt? Und was, wenn der Opa ein Putin-Versteher ist? Das betrifft nicht nur die politischen Akteure, sondern alle.

Deshalb ist der Einsatz für Meinungsfreiheit, also der voltairische Gedanke, wichtiger denn je, auch aus linker Perspektive. Im Nachgang des „Was tun?!“-Kongresses in Frankfurt schrieb ein Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf „X“, dass der Kampf um Meinungsfreiheit ein „rechter Topos“ sei. Das ist auch ein Ausdruck der Situation, in der wir heute sind.

UZ: Ursprünglich linke Organisationen sind inzwischen Teil dieses Prozesses …

Andrej Hunko: Das liegt daran, dass sich in vielen linken Organisationen – insbesondere in meiner ehemaligen Partei „Die Linke“ – der Moralismus ausgebreitet hat. Damit meine ich ein überaus verkürztes Gut-Böse-Schema, das von vielen jungen „Linken“ aufgenommen wird, während sie sich politisieren. Das Schema ist einfach: Russland ist böse, der Westen ist gut. Diese „Linken“ sagen: Wir sind die Besseren unter den Guten. Die Regierung gehört zwar auch irgendwie zum guten Lager, aber wir kritisieren sie, weil wir die besseren Guten sind. Menschen mit diesem Politikzugang sind instrumentalisierbar für die Phänomene, die ich eben beschrieben habe. Der entscheidende Zugang zu linker Politik, das kritische Hinterfragen von Vorgängen, von Interessen und Machtstrukturen, ist immer mehr ins Abseits geraten.

UZ: Wie sind deine persönlichen Erfahrungen mit den Mechanismen, die kritische Stimmen mundtot machen sollen?

Andrej Hunko: Solche Zurichtungsversuche von oppositionellen Parteien gibt es ja schon länger. Meine ersten Erfahrungen dieser Art habe ich im Jahr 2009 gemacht, als ich zum ersten Mal kandidiert habe. Der „Spiegel“ hatte einen Journalisten geschickt, um sich mit mir zu unterhalten. Über das Gespräch wurde nichts veröffentlicht. Stattdessen wurde ein Labeling vorgenommen, also festgestellt, wo man mich einsortieren muss. Das wurde dann von anderen Medien aufgegriffen. Wir kennen das noch aus der Geschichte der Grünen. Da gab es die Unterscheidung zwischen „Fundis“ und „Realos“ – auch so ein Labeling. Ich habe damals schon beobachtet, dass die Journalisten, die in den großen Medien für „Die Linke“ zuständig waren, ein ähnliches Konzept hatten. Bestimmte Leute, die als zu kritisch galten, wurden runter- und andere hochgeschrieben. Das ist also nichts Neues. Seit Corona und den genannten Ereignissen geht das aber noch sehr viel weiter.

Ich habe im Mai 2020 auf einer Kundgebung gesprochen, an der keine Personen teilnahmen, die irgendwie rechts waren. Dabei habe ich eine kritische, aber nicht fundamental ablehnende Haltung zur Corona-Politik der Bundesregierung geäußert. Ich habe zum Beispiel gesagt, dass es keine Studien gibt, die belegen, dass Kinder besondere Infektions-Spreader seien. Das wurde damals behauptet, heute nicht mehr. Neu war, dass ich danach in die Nähe von Recht­sextremisten gerückt wurde. Das hatte eine andere Qualität. Es wurde noch viel stärker auf die persönliche Integrität gezielt. Ich denke gerade an das damals verbreitete Hashtag „#SterbenmitStreeck“ gegen den Virologen Hendrik Streeck. Kritikern wurde unterstellt, für das massenhafte Sterben von Menschen zu sein oder es zumindest in Kauf zu nehmen.i

Das setzte sich während des Ukraine-Kriegs fort und richtete sich zunächst gegen Sozialdemokraten, die an den Resten der Entspannungspolitik festhalten wollten. Wer von der Forderung abwich, immer weiter Waffen zu liefern, wurde als „Putin-Knecht“ oder als „Relativierer eines Angriffskriegs“ diffamiert – in einer Art und Weise, die es so vorher nicht gab. Es setzte eine massive Cancel Culture ein, zum Beispiel gegen Roger Waters oder Gabriele Krone-Schmalz. Ich selbst habe das auch erlebt, als vermeintlich linke Räume gekündigt wurden, weil ich für Putin sei oder mit Querdenkern geredet hätte.

Zudem habe ich Nachweise darüber, dass die Charakterisierung meiner Person nicht nur aus den deutschen Redaktionsstuben kommt, sondern von US-amerikanischen Instituten, in meinem konkreten Fall vom „Institute of World Politics“. Die haben ein Dossier über mich angelegt und verschicken das an deutsche Medien.

UZ: Was steht in diesem Dossier?

Andrej Hunko: Da steht drin, was ich so alles Böses gemacht habe. Interessanterweise wird behauptet, dass ich ein „Putin-Propagandist“ sei und dass ich Positionen vertrete, wie sie auch ein Putin-Mann in Deutschland vertreten würde. Das ist albern, weil ich mich immer für linke fortschrittliche Oppositionelle gerade in Russland eingesetzt habe. Die russische Regierung sehe ich sehr, sehr kritisch und Putin halte ich eher für einen rechtskonservativen Politiker. Zu meiner großen Überraschung stand in diesem Dossier auch, dass ich im Jahr 2019 „plötzlich“ zum Leiter der Wahlbeobachtungsmission des Europarates in Georgien gewählt wurde. Das stimmt auch, ich war in Georgien und die Mission ist sehr gut verlaufen. Aber so etwas wird in den USA offenbar wahrgenommen und vermerkt. Wenn kritische Leute sensible Funktionen übernehmen, werden die Medien entsprechend munitioniert.

UZ: Wie kann der Widerstand gegen solche Mechanismen gestärkt werden?

Andrej Hunko: Es ist wichtig, dass man diese Kampagnen als solche erkennt und die Interessen aufdeckt, die dahinterstehen. Leider haben das viele Linke bisher nicht getan, sondern sich auch noch daran beteiligt.

Wir leben in einer Welt, die sich geopolitisch immer weiter polarisiert. Neben dem Ukraine-Krieg haben wir den Krieg im Gaza, der starke Anzeichen einer weiteren Eskalation aufweist. Es gibt die Angriffe Israels auf den Libanon, wir haben die Militärkoalition im Roten Meer, die sich möglicherweise gegen den Iran richtet. Deutschland unterstützt das politisch, was ich verheerend finde.

Schon bei Corona war auffällig, dass wir hier nur Impfstoffe aus NATO-Ländern bekamen. Damals, als es sich um eine Menschheitsbedrohung zu handeln schien und überall von Kooperation die Rede war, wurde die Bekämpfung der Gefahr geopolitisiert. Die Impfstoffe aus Russland, China oder Kuba wurden nicht zugelassen, sondern nur diejenigen des eigenen Blocks. Sputnik wurde trotz guter Werte verteufelt – ganz im Gegensatz zum sonstigen Narrativ. Im Zuge dieser geopolitischen Überlagerung wird der Kampf um Meinungsfreiheit und klassische demokratische Errungenschaften immer wichtiger werden. Je mehr sich die Welt geopolitisch polarisiert, desto wichtiger ist es, den wachsenden Druck im Inneren mit dieser Entwicklung zu kontextualisieren und ihm standzuhalten.

Das Interview Die Medien werden munitioniert ist zuerst erschienen in der UZ am 12.Januar 2024. Wir danken der UZ Redaktion und dem Interviewpartner für die Publikationsrechte,.

Titelbild: Andrej Hunko beim „Was tun?!“-Kongress in Frankfurt am Main (Foto: Vincent Cziesla)

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