Vor der „Rentenreform“: Lügen, Täuschungsmanöver und Spaltungsversuche – Widerstand organisieren!

Beim großen Schleifen des Sozialstaats hat sich die Bundesregierung als letztes die Renten aufs Korn genommen. Auch bei den Renten wird es ums Eingemachte gehen. Um die „Reform“ vorzubereiten und mehr Akzeptanz zu schaffen wird erstens gelogen und getäuscht. Zweitens werden Rentner:innen und Nichtrentner:innen gegeneinander ausgespielt. Drittens sollen die „Reformen“ scheibchenweise in Kraft treten, damit wir sie leichter „runterschlucken“ können.

Renten steigen stärker als Löhne

„Arbeitgeberpräsident“ Dulger: „Es ist den Beitragszahlern nicht zu vermitteln, dass die Renten in diesem und dem kommenden Jahr mit jeweils über 4% deutlich stärker steigen sollen als Löhne und Preise.“ Dabei weiss dieser Herr (der nie von gesetzlicher Rente leben muss) ganz genau, dass die Renten nicht willkürlich erhöht werden, sondern an die Reallohnentwicklung gekoppelt sind. Mit anderen Worten: er lügt. Im Gegenteil, die Rentenerhöhung wird aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors sogar gegenüber den Löhnen „gedämpft“. Dulger lügt nicht nur, er lügt dicke! Und er versucht damit, die beitragzahlenden Arbeiter:innen gegen die Renterner:innen aufzubringen.

Wenn Reiche zahlen oder verzichten sollen, ist das noch lange kein Grund, dass Notmalverdiener oder Arme ebenfalls zur Kasse gebeten werden.

Bundestagsabgeordnete behaupten, sie gingen mit „gutem Beispiel“ voran, wenn sie auf eine Erhöhung ihrer Diäten verzichten. Augenwischerei und Täuschung. Bei Bundestagsabgeordneten geht es um ein „nettes Zückerchen“, bei vielen Rentner:innen aber um die nackte Existenz, denn die Lebenshaltungskosten steigen und steigen.

Die Renten sind in Deutschland zu hoch.

„Die Renten sind in Deutschland zu hoch“. Diese wiederholt in die Debatten gestreute Behauptung soll den Eindruck erwecken, die Renter:innen in Deutschland würden weltweit mit an der Einkommensspitze liegen. Tatsächlich ist im internationalen Vergleich der Industrieländer die gesetzliche Rente in Deutschland unterdurchschnittlich, obwohl Deutschland wirtschaftlich zu den stärksten Ländern gehört.

Das Rentenniveau – Rente in Prozent des letzten regulären Einkommens – liegt im OECD-Durchschnitt bei 61%. Das Renteniveau in Deutschland liegt deutlich darunter bei etwa 48 Prozent.


Das bestehende Rentensystem wird für eine alternde Gesellschaft unbezahlbar.

Das von Wirtschaftsexperten am häufigsten vorgebrachte Argument ist: Deutschland sei eine alternde Gesellschaft, für die das bestehende Recntensystem unbezahllbar werde. Das Verhältnis von jungen arbeitenden in die Rentenkassen einzahlenden Menschen werde gegenüber der steigenden Anzahl von Rentenbezieher:innen immer ungünstiger.

Unter den Tisch gekehrt werden dabei zwei Tatsachen:

  • Deutschland wendet trotz höherer Wirtschaftsleistung weniger vom BIP für Rentner:innen als die meisten Vergleichsländer auf. Ursache davon ist: Das Geld wandert in andere Taschen. Zum einen in die Taschen der Superreichen und Milliardäre. Kaum irgendwo sonst ist deren Zahl so sehr angestiegen wie in Deutschland. Zum anderen reicht das Geld für die geplante Militarisierung der Gesellschaft hinten und vorne nicht. Kaum ein anderes Land steigert aktuell seine direkten und indirekten Militärausgaben so stark wie Deutschland und belastet seine Staatshaushalte damit.
  • das Verhältnis von Jung und Alt, Arbeitenden und Rentenbezieher:innen liesse sich leicht und schlagartig verbessern. Durch eine neue Willkommenskultur für Aufnahme und Integration von Menschen aus anderen Ländern!

Die Rentner:innen heute leben gut auf Kosten der Jungen

Die Realität ist: Schon ohne „Reform“ breitet sich Altersarmut seit Jahren rasant aus. Inzwischen müssen ca. 800 000 Rentner:innen sogar Grundsicherung beziehen. Die Anzahl Rentner:innen, die Grundsicherung erhalten, ist letztes Jahr um 3,4 Prozent angestiegen. Die Rentenerhöhung wird auf die Grundsicherung angerechnet. Die Ärmsten der Armen gehen also leer aus. Auf sie bezogen wird Dulgers dicke Lüge auch noch richtig unverschämt.

Die Bruttorenten sollen statt auf Basis der „Lohnentwicklung“ auf Basis der Inflationsrate erhöht werden. Das bedeutet im Klartext Jahr für Jahr Verluste bei den Realeinkommen aller Rentner:innen und damit weitere Absenkung des heute schon unterdurchschnittlichen Rentenniveaus.

Wenn das Rentenniveau jetzt Schritt für Schritt abgesenkt wird, dann wird das im Alter vor allem die Jungen treffen.

Zudem soll das Renteneintrittsalter Schritt für Schritt erhöht werden. Auch das wird vor allem die jetzt Arbeitenden treffen. Besonders wer körperlich hart arbeitet oder in seinem Arbeitstsleben hohem Stress ausgesetzt ist, läuft Gefahr , das neue Renteneintrittalter gar nicht mehr gesund erreichen zu können. Es drohen zusätzliche Abschläge und gleichzeitig eine kürzere Bezugsdauer.

Der Gipfel an Zynismus sind Vorschläge, bei denen zum Beispiel pflegenden Angehörigen die Rentenbezugspunkte genommen werden sollen.

Ziel ist die Entlastung der Beitragszahler

Ja wirklich? Im Handelsblatt vom 16.6. heißt es dazu: „Vor allem die Arbeitgeber dringen darauf, dass die Rentenbeiträge zunächst stabilisiert und mittelfristig möglichst gesenkt werden müssten, um so die Arbeitskosten zu senken.“

Tatsächlich sollen die Beiträge ab Ende 2027 von 18,6 auf 19,9 Prozent ansteigen.

Bei der Verschiebung des Renteneintrittsalters geht es neben einer schnöden Kostensenkung darum, die Verfügungsgewalt des Kapitals über die Arbeitskraft auszudehnen. Arbeit schafft Mehrwert, sprich Profit, eine Ausdehnung der Lebensarbeitszeit führt zu einem Mehr an Arbeit, die ausgebeutet werden kann. Aus demselben Grund soll gleichzeitig der 8 Stundentag ausgehöhlt werden.

Last not least müssen im Windschatten der abenteuerlichen Belastungen durch die Militarisierung die sozialen Zuzahlungen aus den Staatshaushalten drastisch reduziert werden.

Um die Rentenkürzungen durchzuetzen, wird mit allen erdenklichen Tricks gearbeitet.

So fordert die SPD Vorsitzende und zuständige Arbeitsministerin von der Rentenkommission eine „einstimmige Empfehlung“. „Denn bei einem einstimmigen Votum wäre es für alle schwer, einfach Nein zu sagen.“ Hintergrund ist laut Spiegel, „dass bei deutlichen Einschnitten heftiger Widerstand zu erwarten ist, in der Bundesregierung vor allem vom linken Flügel der SPD.“

Widerstand organisieren – notwendiger denn je

Verdi hat bereits mehrere Protestaktionen, besonders am 10. und 11. Juni gegen die Angriffe im Gesundheitssystem, organisiert. Wir haben aufgerufen und berichtet. [1]„Spart doch lieber bei den Reichen“ – das reicht als linkes Lösungskonzept nicht aus! Sozialem Kahlschlag und Kriegskurs muss gemeinsam die Stirn geboten werden! [2] Warkens Horrorkatalog, Kürzungen und Angriff auf 8-Stundentag stoppen! Leider kein Wort von den Verantwortlichen zum Kriegskurs, der sich wie eine Phyton um den Hals des „Sozialstaats“ schlingt.

Paraellel dazu fand am 10.Juni ein Treffen der Bundesregierung mit den „Sozialpartnern“ statt. in ihrem Fazit begrüßte die Bundesregierung „die Bereitschaft der Gewerkschaften, den Reformprozess ‚konstruktiv zu begleiten'“.

Ganz anders hatte vorher die erste Vorsitzende der IG Metall richtigerweise der Politik damit gedroht, dass die „Hütte brennt“, wenn die Regierung „die Rente kürzt“.

Für den 27.Juni rufen nun die DGB Gewerkschaften, allen voran die IG Metall zu breiten Protesten gegen die soziale Kahlschlagspolitik der Bundesregierung auf.
„Jetzt reicht’s! Komm zur Demo für den Sozialstaat.“ Eine der Hauptforderungen: „Finger weg von der Rente“!

Wir schliessen uns dem Aufruf an: „Kommt zahlreich zu den Protesten“.

Aber „Hütte brennen“ sieht anders aus. Mobilisierung und Aktionen der Gewerkschaftsführungen kommen reichlich spät. Mit wenigen verbal kräftigen Protesten ist es nicht getan. Von weiterführenden Aktionen nach dem 27. Juni ist nichts bekannt.

Sie verraten und verhökern momentan ALLES für ihre Profit- und Kriegswirtschaft: Sozialstaat, Feiertage, 40 Stundenwoche, Rentensytem, 8 Stundentag, Gesundheit, Arbeitnehmer*innenrechte.

Dieses Trommelfeuer an Angriffen auf die Lebensinteressen der arbeitenden Bevölkerung macht eine konzertierte Antwort notwendig. Ein Widerstand mit koordiniert nachhaltigen und für das Kapital spürbaren Kampfaktionen aller Beschäftigten und Gewerkschaften muss organisiert werden. Wirkliche Erfolge beim Kampf gegen die sozilae Angriffswelle sind nur möglich, wenn die „Abwehr der alles verschlingenden Militarisierung“ dabei nicht ausgeklammert wird.
Mehr zum Thema Kampf gegen das soziale Trommelfeuer hier:   "Spart doch lieber bei den Reichen“ – das reicht als linkes Lösungskonzept nicht aus! Sozialem Kahlschlag und Kriegskurs muss gemeinsam die Stirn geboten werden!

Zum Schluss ein paar wütende Kommentare aus der Mitglieschaft zu den „Rentenkürzungsplänen“:

Es ist pervers, dass die Maden dieser Gesellschaft, anderen mehr zumuten wollen Das Eintrittsalter in die Politik sollte erhöht werden und mindestens 10 Jahre in einem normalen Job als Erwerbstätiger liegen. Ihre einzige Leistung bestand darin, durch Netztwerken ihre Karriere abzusichern. Zu erinnern wäre zudem daran, dass sie das durchschnittliche Einkommen noch nicht einmal benennen konnte. Peinliche Politikquasselstrippe.

Geht es hier um ein menschenwürdiges Leben, um die Wertschätzung von Arbeit, oder dreht sich alles nur um das Kapital!? Diejenigen, die Milliarden in Kriege investieren, schätzen weder Menschenleben noch Arbeit. Und sie wissen nicht, was es heißt, im Dreischichtbetrieb zu arbeiten. Diejenigen, die in luxuriösen Sesseln sitzen, wissen nicht, was Arbeit ist.

Das reale Renteneintrittsalter findet dann statt, wenn die Leute arbeitslos auf der Straße stehen, und sie keiner mehr einstellt. Die Erhöhung des fiktiven Renteneintrittsalters war schon so gedacht, dass dieses Rentenalter eh keiner mehr erreicht, also als Rentenkürzung.

.Merz, Lang und Co. wissen ja, dass kein Fliesenleger bis 70 arbeiten wird, sondern er so oder so mit spätestens 60 körperlich gebrochen mit Abschlägen in Rente gehen muss. Die „offizielle“ Zahl anzuheben dient nur dazu, die Höhe dieser früheren Verrentung möglichst stark nach unten zu drücken. Schweine sind diese Politiker.

Keine kraftmaierischen Sprüche mehr. Handeln. Und zwar in den Betireben!

Titelbild: Collage Peter Vlatten

Angriff der AfD auf den Take Back The Future Kongress – Bitte um dringende Unterstützung

Unsere Stellungnahme: 

Ebenso wie diejenigen, die diesen Kongress organisieren, rufen wir dazu auf, zusammen zustehen und alle Versuche der Einflussnahme auf diesen Kongress abzuwehren.
Die Wissenschaftsfreiheit muss verteidigt werden.
Die Demokratie muss verteidigt werden.
Kommt an diesem Wochenende zu dem Kongress Take Back The Future. Einige der Veranstaltung werden sicher Euer Interesse finden.

Benedikt Hopmann wird sich an diesem Kongress beteiligen. Zusammen mit Duygu Kaya wird er am Samstag von 09:30 - 11:30 Uhr zu folgendem Thema diskutieren: Streik und Entnazifizierung des Streikrechts: Geschichte, Recht und Beispiele.
Kein Antifaschismus ohne Kampf um die Entnazifizierung des Streikrechts.

Ohne politischen Streik keine Demokratie.
Ohne politischen Streik keine Abrüstung und kein Antimilitarismus.
Ohne politischen Streik kein Antifaschismus.

Stellungnahme Team Widerständig.
Zitat aus dem Vorwort zum Kongress:

Eine Welt voller Krise. Eine Generation, die kämpft.
Eine Welt voller Krisen. Der Faschismus greift nach der Macht. Kriege wüten überall, der Planet brennt, das Leben wird unbezahlbar. Unsere Generation wächst in einer Welt der Dauerkrise des Kapitalismus auf.

Unsere Generation steht auf: Mit Zehntausenden widersetzen wir uns der AfD. Gehen an die Haustüren, um Politik anders zu machen. Protestieren gegen den Genozid und die Vertreibung in Palästina. Wir wehren uns gegen eine Politik der sozialen Kälte und eine Zukunft in der Kaserne.

Quelle:

Rechter Angriff auf „Take Back The Future“-Kongress: Solidarität mit dem SDS!

Während der Heimfahrt, nach der Starken Protestkundgebung in Hannover, gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe, der Weiterbildung, der Kinder- und Jugendhilfe und im Sozialstaat insgesamt. bekamen wir Teilnehmer des Bus Nr. 34 folgenden Hilferuf:

 DRINGENDER SOLIDARITÄTSAUFRUF – SDS JUGENDKONGRESS WIRD ANGEGRIFFEN 🚨

Liebe Kommiliton*innen, liebe Aktive und Verbündete,

wir als SDS organisieren an diesem Wochenende (12.-14.06.) an der Technischen Universität Berlin (TU) den antikapitalistischen Jugendkongress „Take Back The Future“.

🔥 Mit bereits über 1.500 Anmeldungen wird der Kongress einer der größten linken Jugendkongresse der letzten Jahre. Hunderte junge Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet kommen zusammen, um über Antifaschismus, soziale Gerechtigkeit, Klima, Krieg und Frieden sowie linke Organisierung zu diskutieren und sich zu vernetzen.

🚨 Und genau wenige Tage vor Beginn wird dieser Kongress nun massiv von der AfD angegriffen. 🚨

Ein AfD-naher Anwalt hat gegenüber der TU Berlin mit rechtlichen Schritten gedroht und versucht, unter Berufung auf das Gebot politischer Neutralität Druck auf die Universität auszuüben. In der Folge fordert die TU aktuell die Streichung mehrerer Veranstaltung auf dem Kongress.

Nach unserer Einschätzung geht es dabei um weit mehr als einzelne Veranstaltungen.

❗️Hier wird versucht, durch rechten Druck Einfluss darauf zu nehmen, welche politischen Debatten an Hochschulen stattfinden dürfen.
❗️Hier wird versucht, antifaschistische, sozialistische und emanzipatorische Bildungsarbeit aus universitären Räumen zurückzudrängen.
❗️Und wenn das heute bei unserem Kongress gelingt, kann es morgen jede Hochschulgruppe, jede Gewerkschaftsjugend, jede feministische Initiative, jede antirassistische Organisation und jede linke Veranstaltung treffen.

⚠️ Die Lage ist ernst. Die kommenden Stunden und Tage werden entscheidend sein ob die AfD in ihrem Vorhaben erfolgreich ist. ⚠️

Wir führen aktuell Gespräche mit der TU, organisieren politische Unterstützung und arbeiten an einer breiten öffentlichen Kampagne.

Doch wir brauchen jetzt EURE Solidarität.

📢 Verbreitet diese Information und das Reel in euren Strukturen.
📢 Teilt unsere öffentlichen Beiträge und Stellungnahmen.
📢 Macht den Vorgang an Hochschulen, in Gewerkschaften, Jugendverbänden, Initiativen und Organisationen bekannt.
📢 Positioniert euch öffentlich gegen den Versuch, Hochschulen unter rechten Druck zu setzen.

Und vor allem:
🎟️ Holt euch ein Ticket: https://take-back-the-future.com/anmeldung/
📸Teilt das Reel:https://www.instagram.com/reel/DZaP1PGNWYU/
🚆 Kommt dieses Wochenende nach Berlin.
✊ Zeigt gemeinsam mit uns, dass wir uns nicht verdrängen lassen.

Jede weitere Anmeldung, jede geteilte Stellungnahme und jede Person vor Ort hilft dabei, deutlich zu machen: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

🔥 JETZT ERST RECHT NACH BERLIN!
🔥 JETZT ERST RECHT JUGENDKONGRESS!
🔥 JETZT ERST RECHT KEINEN MILLIMETER DER AFD ÜBERLASSEN!

✊💜 Solidarische Grüße
SDS – Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband
20:54



Daraufhin haben wir spontan eine Soli – Aktion gestartet und an alle anderen Teilnehmern in den weiteren Berliner Bussen folgendes weiter gegeben:

Liebe Busverantwortliche,

hier kommt eine Solidaritätsbotschaft, die der Bus 34 gerade losgeschickt hat mit der Bitte, es in Euren Bussen genauso zu diskutieren und bei Zustimmung ebenfalls zu senden.

Ivo, für Bus 34

Wir, der Bus 34 aus Berlin von der großen Protestkundgebung in Hannover, mit über 8000 Teilnehmenden sendet soldatische Grüße und sagt zu, dass die Nachricht über sämtliche zur Verfügung stehenden Verteiler weitergeleitet wird mit der konkreten Aufforderung zu Soli-Aktionen im angesprochenen Rahmen.

Für den Bus 34,
Ivo
Ver.di - Sekretär

weitere Info:

Take-back-the future

Antifaschistischer Kongress in Berlin: TU streicht Vorträge gegen die AfD

Hier der Antrag der AfD an das Abgeordneten Haus Berlin

Wie wir uns die Zukunft zurückholen

Dieser Beitrag erschien zuerst am 10.06.2026 in Widerständig

AFD greift SDS Jugendkongress in TU Berlin an

Dringender Solidaritätsaufruf

Jugendkongress des Sozialistisch-Demokratischen-Studierendenverbands (SDS) wird angegriffen

Dass Durchführung und Agenda eines großen linken Kongresses auf Veranlassung der AFD behindert und eingeschränkt werden soll und sich eine UNI Leitung als Büttel einer rechten Partei hergibt, das ist eine neue Qualität.Das braucht Antwort. Solidarität und es müssen bei den Verantwortlichen gegebenfalls Konsequenzen gezogen werden.

Update: Es hagelt inzwischen Proteste, auch von Gewerkschaften.

GEW stellt klar, dass es kein Verstecken hinter einer Scheinneutralität geben darf: " Antifaschistische Bildung ist demokratischer Auftrag "

Verdi in einer Presseerklärung: "Angriffe auf Veranstaltungsfreiheit an der TU Berlin: Hochschulen dürfen kein Spielball rechter Interventionen werden."

Hier der Aufruf der Veranstalter

Liebe Kommiliton*innen, liebe Aktive und Verbündete,

wir als SDS organisieren an diesem Wochenende (12.-14.06.) an der Technischen Universität Berlin (TU) den antikapitalistischen Jugendkongress „Take Back The Future“.

Mit bereits über 1.500 Anmeldungen wird der Kongress einer der größten linken Jugendkongresse der letzten Jahre. Hunderte junge Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet kommen zusammen, um über Antifaschismus, soziale Gerechtigkeit, Klima, Krieg und Frieden sowie linke Organisierung zu diskutieren und sich zu vernetzen.

Und genau wenige Tage vor Beginn wird dieser Kongress nun massiv von der AfD angegriffen.

Ein AfD-naher Anwalt hat gegenüber der TU Berlin mit rechtlichen Schritten gedroht und versucht, unter Berufung auf das Gebot politischer Neutralität Druck auf die Universität auszuüben. In der Folge fordert die TU aktuell die Streichung mehrerer Veranstaltungen auf dem Kongress.

Nach unserer Einschätzung geht es dabei um weit mehr als einzelne Veranstaltungen.

  • Hier wird versucht, durch rechten Druck Einfluss darauf zu nehmen, welche politischen Debatten an Hochschulen stattfinden dürfen.
  • Hier wird versucht, antifaschistische, sozialistische und emanzipatorische Bildungsarbeit aus universitären Räumen zurückzudrängen.
  • Und wenn das heute bei unserem Kongress gelingt, kann es morgen jede Hochschulgruppe, jede Gewerkschaftsjugend, jede feministische Initiative, jede antirassistische Organisation und jede linke Veranstaltung treffen.
Die Lage ist ernst. Die kommenden Stunden und Tage werden entscheidend sein ob die AfD in ihrem Vorhaben erfolgreich ist.

Wir führen aktuell Gespräche mit der TU, organisieren politische Unterstützung und arbeiten an einer breiten öffentlichen Kampagne.

Doch wir brauchen jetzt EURE Solidarität.

  • Verbreitet diese Information und das Reel in euren Strukturen.
  • Teilt unsere öffentlichen Beiträge und Stellungnahmen.
  • Macht den Vorgang an Hochschulen, in Gewerkschaften, Jugendverbänden, Initiativen und Organisationen bekannt.
  • Positioniert euch öffentlich gegen den Versuch, Hochschulen unter rechten Druck zu setzen.

Und vor allem:
Holt euch ein Ticket: https://take-back-the-future.com/anmeldung/

Teilt das Reel:https://www.instagram.com/reel/DZaP1PGNWYU/

Kommt dieses Wochenende nach Berlin.

Zeigt gemeinsam mit uns, dass wir uns nicht verdrängen lassen.

Jede weitere Anmeldung, jede geteilte Stellungnahme und jede Person vor Ort hilft dabei, deutlich zu machen: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

  • JETZT ERST RECHT NACH BERLIN!
  • JETZT ERST RECHT JUGENDKONGRESS!
  • JETZT ERST RECHT KEINEN MILLIMETER DER AFD ÜBERLASSEN!

Solidarische Grüße
SDS – Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband

Aktuell zu den Protesten gegen Sozialabbau "Sozialem Kahlschlag und Kriegskurs muss gemeinsam die Stirn geboten werden!"

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