Buchvorstellung „PolitischerStreik – Geschichte, Rechte und Beispiele

Am 16. September 19 Uhr im GEW Haus, Ahornstr. 5

Buchvorstellung „Politischer Streik – Geschichte, Rechte und Beispiele“

Organisiert ist die Veranstaltung von der AG für ein umfassendes
Streikrecht in der GEW Berlin. Kommt vorbei und leitet die Einladung
gerne weiter.

Darf man in Deutschland politisch streiken? Und warum ist das Streikrecht hierzulande so stark eingeschränkt?

Während politische Streiks in anderen europäischen Ländern wie Frankreich möglich sind, gelten sie in Deutschland nach herrschender Rechtsauffassung als rechtswidrig. Erlaubt sind grundsätzlich nur
Streiks, zu denen eine Gewerkschaft aufruft und die auf einen Tarifvertrag abzielen.

📖 Das neue Buch „Politischer Streik – Geschichte, Rechte und Beispiele“
bei @papyrossa beleuchtet die historische Entwicklung des Streikrechts, zeigt praktische Beispiele politischer und verbandsfreier Streiks und diskutiert Möglichkeiten, sich gegen Angriffe auf soziale und demokratische Rechte zu wehren.

Gerade heute ist die Frage nach dem politischen Streik hochaktuell:
Angriffe auf soziale Errungenschaften, geplante Veränderungen beim 8-Stunden-Tag, Verschärfungen bei Krankmeldungen und massive Aufrüstung stellen die Frage, welche Mittel Beschäftigten und Gewerkschaften zur Gegenwehr bleiben.

Ist politischer Streik ein notwendiges und legitimes Mittel gegen Sozialabbau und Aufrüstung?

Darüber wollen wir diskutieren – mit den Autorinnen und Herausgeberinnen des Buches.

Kommt vorbei und diskutiert mit!

Komm zur Sterndemo!

Am 12. September 2026 — eine Woche vor der Berlin-Wahl — ruft ein breites Bündnis aus fast 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften zur Sterndemonstration auf. Aus allen Bezirken kommen wir sternförmig zum Roten Rathaus. Sieben thematische Demozüge bündeln die Kämpfe und Forderungen der Berliner Zivilgesellschaft. Um 16 Uhr münden alle in die gemeinsame Abschlusskundgebung.

Zeit, dass sich was dreht!

Die Demozüge decken die ganze Bandbreite unseres Engagements ab — von Klimaschutz über soziale Gerechtigkeit und Mobilitätswende bis zu Antirassismus, Queerfeminismus und dem Schutz der Demokratie. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Spaltung und für eine solidarische, weltoffene Stadt.

Mit der gemeinsamen Abschlusskundgebung bringen wir die gesellschaftspolitischen Forderungen aller Bündnispartner*innen vors Rote Rathaus. Damit machen wir die ganze Bandbreite, die Vielfalt und die Relevanz unserer zivilgesellschaftlichen Arbeit sichtbar. Wir sind unverzichtbarer Teil der politischen Landschaft, das heißt, wir werden weiter mitreden und uns einmischen. Weil wir uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Weil wir gemeinsam Haltung zeigen. Weil es Zeit ist, dass sich was dreht!

Mit der Sterndemo wollen wir als Berliner Zivilgesellschaft ein starkes Zeichen setzen. Deshalb lasst bitte Parteifahnen, sowie National- und Territorialflaggen zuhause. Unsere Gesellschaft bleibt bunt! Bringt zur Kundgebung gerne kreative Schilder mit!

(aus dem Aufruf zur Demo)

Hier ist die website der Organisatoren mit weiteren Infos:
https://sterndemo.de/

Sozialisierung ohne Sozialismus?

Eine Veranstaltung zur Geschichte der Sozialisierung, den Versuchen, die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne zu verhindern und Möglichkeiten der Gegenwehr

Donnerstag, 10 September um 19 Uhr in der Beratungstelle der Berliner Mietergemeinschaft, Sonnenallee 101, 12045 Berlin

Titelbild: Jochen Gester

Mit dem Volksbegehren zur Enteignung großer Immobilienkonzerne rückte die Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE) das Thema Vergesellschaftung ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Im Laufe der Geschichte gab es besonders nach den beiden Weltkriegen breite Unterstützung für die Idee der Vergesellschaftung, um die Macht großer Landbesitzer und Unternehmen zu brechen.
In der Weimarer Republik und in der BRD scheiterten Enteignungen am Widerstand der herrschenden Klasse, die „Eigentumsgarantie“ wurde als konstitutiver Bestandteil des kapitalistischen Systems verteidigt. In der sozialistisch verfassten DDR war die Enteignung und Überführung in Volkseigentum dagegen ein Grundpfeiler der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ordnung.

Mit dem DWE-Volksbegehren ist diese grundlegende Auseinandersetzung wieder voll entbrannt. Begleitet von einer großen Medienkampagne soll ein gesetzliches Verbot von Vergesellschaftungen privater Immobilienkonzerne durchgesetzt werden.

Auf der Veranstaltung wollen wir einige Kernfragen dieser Auseinandersetzung mit unseren Gästen und dem Publikum diskutieren:

– Ist Sozialisierung ohne Sozialismus überhaupt möglich?

– Was bedeutet die anstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus für die in einem Volksentscheid beschlossene Vergesellschaftung?

– Was können wir tun, um die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne gegen massive Widerstände durchzusetzen?

Auf dem Podium:

Peter Nowak, Journalist und Autor des MieterEchos
Geschichte der Sozialisierung in der Weimarer Republik und der BRD

Karin Baumert, Stadtsoziologin und Autorin des MieterEchos
Sozialisierung und Wohnungspolitik in der DDR

Nico Hertz-Eichenrode, Deutsche Wohnen & Co enteignen
Aktuelle Angriffe auf die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne und Gegenwehr

Moderation: Andreas Hüttner, Redaktion MieterEcho

Veranstalter

MieterEcho

Das MieterEcho ist die Zeitschrift der Berliner MieterGemeinschaft und organisiert regelmäßig Veranstaltungen zu den aktuellen Heften und weiteren stadtpolitischen Themen.

Zur Website des Mieterechos:
https://bmgev.de/politik/veranstaltungen/sozialisierung-ohne-sozialismus

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