«Die Stimme von Hind Rajab»: Notruf eines Kindes bis in den Tod

«Die Stimme von Hind Rajab» ist ein Spiel- und Dokumentarfilm-Drama, das uns hautnah und authentisch die letzten Stunden der 5-jährigen Palästinenserin Hind Rajab miterleben lässt.

Rajab wurde Anfang 2024 während einer Militäraktion von der israelischen Armee im Gazastreifen getötet. In ihrer Not telefonierte die kleine Palästinenserin mit Mitarbeiter:innen der Hilfsorganisation Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS), die versuchten, das Kind zu beruhigen und dessen Rettung zu organisieren. Rajabs letzte Worte, die aufgezeichnet wurden, fanden weltweit mediale Beachtung. Sie wurden zu einem erschütternden Zeugnis des Krieges in Gaza.

Über dreieinhalb Stunden dauerte das Telefongespräch zwischen der fünfjährigen Hind Rajab und der Notrufzentrale des Roten Halbmonds.. Im Norden von Gaza harrt sie nach Beschuss durch die israelische Armee als einzige Überlebende in einem Auto zwischen den Leichen ihrer Familienmitglieder aus.

Durch Recherchen der Washington Post konnten die realen Ereignisse des 29. Januars bereits im April 2024 rekonstruiert werden. In einem Bericht der UN-Untersuchungskommission vom September 2025 wurde der Tod von Hind Rajab als beispielhaft dafür genannt, wie Zivilisten in Gaza vorsätzlich und brutal durch die israelische Armee getötet würden.

Die Originalaufnahmen des Telefonats nutzte die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania als Grundlage für ihren Film. Die Augsburger Allgemeine schreibt: „Hania verzichtet hier umsichtig auf zusätzliche Emotionalisierungen etwa durch verstärkende Musik. Vielmehr richtet sie den Blick auf die verzweifelte Ohnmacht der Menschen, die helfen wollen, aber in der übermächtigen Logik des Krieges keine Handlungsspielräume mehr haben.“ Das Dilemma: Der Einsatz der Sanitäter muss durch die israelische Armee erst freigegeben werden, obwohl diese Hind Rajab in wenigen Minuten erreichen könnten. Die Freigabe erfolgt nicht. Helfen ohne Freigabe kann der sichere Tod der Helfer sein.

Ganz anders als die Augsburger Allgemeine der Tenor der überwiegend zionistisch beeinflussten Presse wie der Berliner Tagesspiegel, der den Film, der diese barbarische Maschinerie der Isrealischen Armee schnörkelos dokumentiert, unter dem Titel „Ist das Kunst oder Propaganda?“ zu verreißen versucht.

Zeitgleich zur Veröffentlichung des UN-Berichts feierte «Die Stimme von Hind Rajab» Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig und gewann dort vergangenen September den Silbernen Löwen und Grossen Preis der Jury. Aktuell ist der Film für den Oscar in der Kategorie bester internationaler Film nominiert.

Friedrich Merz wollte nach Verkündung eines brüchigen Waffenstillstandes die öffentliche Debatte um das Vorgehen von Israel in Gaza für beendet erklären. Es gebe keine Gründe mehr zu protestieren und für Palästina auf die Straße zu gehen.

Der Film ist ein nicht zu unterschätzender Beitrag, die intensiven Versuche zu durchbrechen, über Gaza und die dort immer noch erfolgenden Kriegsverbrechen durch die israelische Armee einen Mantel des Schweigens zu legen und zu „bussinees as usual“ zurückzukehren.

Schaut euch diesen Film an. Er läuft seit einigen Tagen in den deutschen Kinos. In Berlin in fast allen Kiezen. Am Besten ihr geht mit Euren Freund:innen, Kolleg:innen und Nachbar:innen zusammen. Möglichst auch solchen, die immer noch nicht wahrhaben wollen, was da abgeht in Palästina. Der Film kann Augen öffnen.

Wie gewinnen wir die Arbeiter und Arbeiterinnen von der AfD zurück?

Veranstaltung und Debatte zwischen 3 Linken Gruppierungen

Wie gewinnen wir die Arbeiter und Arbeiterinnen von der AfD zurück?

Samstag, 31. Januar 2026, 15 Uhr
ND-Haus, Franz-Mehring-Platz 1, Seminarraum 1 Nähe S-Bhf. Berlin-Ostbahnhof (S3,5,7 und 75)

Zunehmend wenden sich Arbeiter:innen der AfD zu. Nicht wenige kehren den Gewerkschaften den Rücken. Diese alarmierende Entwicklung bedarf einer Antwort von links.

Es ist absolut notwendig, daß sich die Linken Strukturen und Organisationen – trotz ihrer Differenzen – über den Kampf gegen Rechtsextremismus austauschen und zu einem gemeinsamen Vorgehen verständigen. Das Erstarken des Rechtsextremismus in Betrieben und Gewerkschaften bedarf einer geschlossenen Antwort und überzeugenden Vorgehensweise. Die Diskussionsveranstaltung am 31. Januar ist ein lobenswerter Anfang dazu.

Bildungsstreik und Diskussion am 29. Januar 2026

Tarifrunde Länder 2025/26

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft alle Tarifbeschäftigten im TV-L im Land Berlin zu einem ganztägigen Warnstreik am 29. Januar 2026 auf (Demonstration: 11:00 ab Hermannplatz). Am Abend laden dann das „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische Ver.di“ und „Netzwerk für eine kämpferische GEW“ zu einer Diskussionsveranstaltung zur laufenden TV L Runde ein. Zuletzt gab es erneut massive Kritik daran, dass Ver.di und GEW die Belegschaften teilweise nicht an den selben Tagen zum Streik aufrufen. Dies wird an der Basis als Ausdruck eines schädlichen Konkurrenzkampfes der Gewerkschaftsapparate wahr genommen.

Wir berichteten:  TV L: Basis fordert gemeinsamen Kampf
Diskussionsveranstaltung am Abend:
Grafik: „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische Ver.di“
Streikaufruf der GEW für den 29.01.2026 im Wortlaut:

„Auch die zweite Verhandlungsrunde für den TV-L blieb ergebnislos. Die Arbeitgeber haben kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die meisten Forderungen der Gewerkschaften wurden grundlegend abgelehnt und sogar Einsparungen im Bildungsbereich wurden nicht ausgeschlossen. Das ist nicht hinnehmbar. Als Beschäftigte im Bildungsbereich müssen wir deutlich sichtbar machen, dass unsere Forderungen berechtigt und im Interesse aller sind, die die Bedeutung von Bildung für die Zukunft unserer Gesellschaft erkennen.

Deshalb sind alle Mitglieder der GEW BERLIN und alle Beschäftigten im Bildungsbereich, die unter den Geltungsbereich des TV-L fallen, zum ganztägigen Warnstreik von Dienstbeginn bis Dienstende am Donnerstag, den 29. Januar 2026 aufgerufen. Hierzu zählen Beschäftigte

  • in den Kita-Eigenbetrieben,
  • an den staatlichen Schulen,
  • an den Hochschulen (einschließlich der studentischen Beschäftigten),
  • beim Lette-Verein,
  • beim Pestalozzi-Fröbel-Haus,
  • in den Bezirksämtern.

Im Rahmen des Streiktags Bildung findet ab 11 Uhr ein Demonstrationszug mit dem Startpunkt Hermannplatz statt. Gemeinsam mit den Mitglieder der GEW Brandenburg und der GEW Mecklenburg-Vorpommern (Süd) werden wir zum Oranienplatz ziehen, wo die zentrale Kundgebung abgehalten wird.

Gemeinsam fordern wir:

  • 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro mehr pro Monat!
  • 200 Euro monatlich mehr für Auszubildende und Praktikant*innen!
  • 12 Monate Laufzeit!
  • Tarifvertrag für alle studentischen Beschäftigten!
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!

Seid dabei und beteiligt euch zahlreich am Streik sowie der Demonstration!

Die GEW Berlin ruft ihre verbeamteten Mitglieder auf, sich gegenüber den streikenden Kolleg*innen solidarisch zu zeigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Beamt*innen ihre angestellten Kolleg*innen beim Streik unterstützen können. Gemeinsam fordern wir: 

  • 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro mehr pro Monat!
  • 200 Euro monatlich mehr für Auszubildende und Praktikant*innen!
  • 12 Monate Laufzeit!
  • Tarifvertrag für alle studentischen Beschäftigten!
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!

Seid dabei und beteiligt euch zahlreich am Streik sowie der Demonstration!

Die GEW Berlin ruft ihre verbeamteten Mitglieder auf, sich gegenüber den streikenden Kolleg*innen solidarisch zu zeigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Beamt*innen ihre angestellten Kolleg*innen beim Streik unterstützen können.Gemeinsam fordern wir: 

  • 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro mehr pro Monat!
  • 200 Euro monatlich mehr für Auszubildende und Praktikant*innen!
  • 12 Monate Laufzeit!
  • Tarifvertrag für alle studentischen Beschäftigten!
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!

Seid dabei und beteiligt euch zahlreich am Streik sowie der Demonstration!

Die GEW Berlin ruft ihre verbeamteten Mitglieder auf, sich gegenüber den streikenden Kolleg*innen solidarisch zu zeigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Beamt*innen ihre angestellten Kolleg*innen beim Streik unterstützen können. Gemeinsam fordern wir: 

  • 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro mehr pro Monat!
  • 200 Euro monatlich mehr für Auszubildende und Praktikant*innen!
  • 12 Monate Laufzeit!
  • Tarifvertrag für alle studentischen Beschäftigten!
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen!

Seid dabei und beteiligt euch zahlreich am Streik sowie der Demonstration!

Die GEW Berlin ruft ihre verbeamteten Mitglieder auf, sich gegenüber den streikenden Kolleg*innen solidarisch zu zeigen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Beamt*innen ihre angestellten Kolleg*innen beim Streik unterstützen können. Mehr dazu hier.

Auf der Webseite der GEW Berlin finden sich zudem weitere Informationen zur Branchenstreikwoche vom 26.-30. Januar: Infos zur Branchenstreikwoche

Weitere Artikel zur Tarifrunde der Länder:

Aktionen zum Hochschulaktionstag am 28. Januar

Tarifrunde der Länder - Wir streiken zusammen!

6000 streiken gegen Kürzungshaushalt

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