Die Linke: Nein zu Ausschlussverfahren!

Als vor ein paar Wochen Ramsis Kilani aus der Partei die Linke endgültig ausgeschlossen wurde zogen wir folgendes Fazit:

Der Ausschluss von Ramsis zeigt, daß eine Parteibürokratie nicht nur linke Grundsätze verrät, sondern sich ungeniert über diesbezügliche Parteitagsbeschlüsse und demokratische Regeln hinwegsetzt. Eine kämperisch antikapitalistische, antiimperialistische und internationalistische Basis soll – wenn es nach dem Willen eines mächtigen Teils des Partei-Establishments geht – rausgedrängt oder neutralisiert werden, um ungestört mit etwas „Sozialklimbim mitregieren und das kapitalistische System mitgestalten“ zu können.

Wir titelten und fragten damals:

Der Rausschmiss von Ramsis aus der Linken trennt die Spreu vom Weizen – kommt eine Empörungswelle von links?

Die Empörungswelle war da, aber viel zu schwach. Zuviele halten sich aus parteitaktischen Gründen zurück. So auch, als die Parteijugend im Schulterschluss mit der Springerpresse angegriffen wurde.

Jetzt werden mit fadenscheinigen Gründen weitere Genoss:innen mit Ausschluss bedroht. Wir publzieren hier die Stellungnahme der Sozilaistischen Organisation Solidarität SOL zum Fall Martha Chiara, in der aufgezeigt wird, dass die Betroffenen eine grundsätzlich richtige antikapitalistische, internationalistische und antirassistische Haltung einnehmen und wertvollste Mitglieder einer linken Partei sind.

Selbstverständlich machen die angegriffenen Genoss:Innen auch Fehler. Diese sind aber auf respektvolle Weise zu kritisieren, statt sie zur Disziplinierung Andersdenkender zu instrumentalisieren. Die Ausgrenzung palästinasolidarischer Mitglieder ist nur die Spitze eines Eisbergs. Im Kern geht es darum, dass eine mit der Staatsräson und dem Kapital insgesamt versöhnlerische politische Linie entgegen den Parteitagsbeschlüssen mit unfairsten Mitteln durchgedrückt werden soll. Wer dazu schweigt, leistet dem Vorschub.

Wir schliessen uns als Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin der folgenden Erklärung von SOL ausdrücklich an.

Solidarität mit Martha Chiara

Wir rufen dazu auf, den offenen Brief in Solidarität mit Martha Chiara, aktiv im Landesverband der Linken Thüringen und Mitglied des Bundessprecher*innenrates der linksjugend [‘solid] zu unterschreiben. Er wurde initiiert als Antwort auf ein Parteiausschlussverfahren gegen Martha Chiara. Ihr wird Holocaustrelativierung wegen eines mittlerweile gelöschten Videos vorgeworfen, in dem sie die Situation in Gaza mit dem Holocaust verglich. Das hat sie jedoch schnell selbst korrigiert, öffentlich zurückgenommen und sich dafür entschuldigt.

Von Chiara Stenger, Sol-Bundesleitung und aktiv in der linksjugend [‘solid]

Wir finden einen solchen Vergleich falsch, aber diese Äußerung legitimiert keineswegs ein solches Disziplinarverfahren. In Anbetracht der Gräueltaten der israelischen Regierung gegenüber den Palästinenser*innen und den Emotionen, die diese verursachen (ebenso wie die Haltung von “israel-solidarischen” Mitgliedern in der Linkspartei bzgl. des Massenmords, der Vertreibung und Besatzung inGaza und im Westjordanland) ist es nachvollziehbar, dass im Versuch das zum Ausdruck zu bringen, solche (unüberlegte) Aussagen getroffen werden. Bezeichnend ist zudem, dass es eine solche Reaktion nicht gibt, wenn die israelische Regierung Holocaustvergleiche zieht.

Die anderen Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar bzw. z. T. absurd und rechtfertigen ein derartiges Vorgehen ebenso wenig. Dazu zählt u. a. “ein reaktionäres Männlichkeitsbild, Sexismus, innerdeutscher Regionalchauvinismus”. Laut Martha Chiara wird sich dabei auf Aussagen bezogen, die aus dem Kontext gerissen sind oder solche, die ihr unterstellt werden und die sie nicht geäußert hat. Bspw. der Vorwurf des Regionalchauvinismus bezieht sich auf die Aussage: “So ist er halt, weil er eine westdeutsche Sozialisation hat. Er ist keiner von uns. (…) Er ist ein Wessi.” Martha Chiara korrigierte diese Aussage und erklärte, dass es ihr nicht um eine Abwertung ost- oder westdeutscher Menschen ging, sondern um politische Sozialisation, Prägung und unterschiedliche Erfahrungen.

Auch wir teilen diese Aussage nicht und sehen das Problem nicht in “westdeutscher Sozialisation”, sondern der Einführung kapitalistischer Verhältnisse in der ehemaligen DDR, der Zerschlagung der Großindustrie, der Massenerwerbslosigkeit usw.

Eine solche Aussage als Grund für einen Parteiausschluss anzuführen, zeigt jedoch die Absurdität, nach deren Logik sicherlich sehr viele Mitglieder und Arbeiter*innen in Ostdeutschland aus Wut über Treuhand, Ausverkauf, immer noch niedrigere Löhne usw. “regionalchauvinistisch” wären und kein Mitglied sein könnten. 

Die Linke ist eine breite und pluralistische Partei. Dass in dieser verschiedene Positionen vertreten werden oder auch mal Unsinn geredet wird, ist normal und gehört dazu. Pluralismus wird dann zum Problem in einer linken Partei, wenn er ein linkes Programm verlässt. Das passiert immer wieder, z. B. in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Landesregierungen mit Linke-Beteiligung dem Milliarden-Aufrüstungspaket im Bundesrat zugestimmt haben. Dieser Skandal wiederum hatte keine Konsequenzen. Das ist kein Einzelfall, immer wieder stimmt Die Linke auf kommunaler oder Landesebene Kürzungshaushalten zu, doch dann gibt es keine Debatte über Ausschlüsse, auch wenn mit dem Programm der Partei gebrochen wird. Wie wir dazu bereits schrieben: “Dies schwächt die demokratischen Strukturen der Partei und verhöhnt das demokratisch diskutierte und beschlossene Programm.” 

Solche bürokratischen Ausschlussverfahren werden von rechten und Israel-unterstützenden Teilen der Partei genutzt, um linke und aktuell insbesondere palästinasolidarische Stimmen zu schwächen und führen zu einer Einschränkung der Demokratie innerhalb der Partei. Das darf keinesfalls normalisiert werden und begünstigt weitere Ausschlussverfahren, die der Partei nur weiter schaden. Wie wir bereits im Mai 2025 schrieben: 

“Ines Schwerdtner betonte in ihrer Rede auf dem Linke-Parteitag, dass die Partei Doppelstandrads bei der Bewertung von Kriegen ablehne. In der Partei herrschen beim Thema Naher Osten jedoch eben solche Doppelstandards, denn die vielen ‘antideutschen’ Parteimitglieder, die ihre Solidarität mit einem einen genozidalen Krieg führenden Staat ausdrücken, werden weder ausgeschlossen noch zum Parteiaustritt aufgefordert.”

Das geht auch einher mit der Kritik des Parteivorstandes bzw. der Vorsitzenden an palästinasolidarischen Veranstaltungen bspw. in Neukölln oder an der linksjugend [‘solid] wegen ihrer Positionierung im Nahostkonflikt. Politische Konflikte sollten durch Diskussion politisch ausgefochten werden anstatt durch Ausschlüsse, wie zuletzt der von Ramsis Kilani oder wie bei der Distanzierung des Parteivorstands von Ulrike Eifler, als dieser von Medien wie Bild & Co. zu Unrecht Antisemitismus vorgeworfen wurde. Wie der offene Brief formuliert: “Politische Differenzen gehören in den offenen Diskus, nicht vor Schiedsgerichte. Einschüchterung ersetzt kein Argument.”

Nein zu Parteiausschlussverfahren! Nein zu Einschüchterungsversuchen! Solidarität mit palästinasolidarischen Stimmen in der Partei! Für ein konsequente und kämpferische Partei!

Hier den offenen Brief unterschreiben: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSctZvXVKbr_iKW7-ff55k7sdtaOh_EGvxOZ3i0f8O_W5g4Zvw/viewform

Palästina-Solidarität nicht nachlassen! Freedom Flotilla Coalition plant „nächste Welle“!

Die Waffenruhe birgt die Gefahr, eine gefährliche Illusion zu erzeugen, dass das Leben in Gaza zur Normalität zurückkehrt. Zwar haben die israelischen Behörden und Streitkräfte das Ausmaß ihrer Angriffe reduziert und begrenzte humanitäre Hilfe nach Gaza zugelassen, doch die Welt darf sich nicht täuschen lassen. „Israels Völkermord ist noch nicht vorbei“!

Israel hat den Palästinensern im Gazastreifen durch seinen Völkermord, darunter zwei Jahre unerbittlicher Bombardierungen und systematischer Aushungerung, verheerendes Leid zugefügt. Bislang gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass Israel ernsthafte Maßnahmen ergreift, um die tödlichen Folgen seiner Verbrechen rückgängig zu machen, und keine Beweise dafür, dass sich seine Absicht geändert hat. Im Gegenteil, die israelischen Behörden setzen ihre rücksichtslose Politik fort, indem sie den Zugang zu lebenswichtiger humanitärer Hilfe und grundlegenden Dienstleistungen einschränken und bewusst Bedingungen schaffen, die darauf abzielen, die Palästinenser im Gazastreifen physisch zu vernichten.

Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International vor einem Monat zur brüchigen Waffenruhe in GAZA [1]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/genozid-in-gazaleiser-und-grausamer-seit-der-waffenruhe-bericht-von-amnesty-international/

Schweigen zu Gaza und Übergang zu „business as usual“ wie es die offizielle Politik gern hätte, ist tödlich. Die Palästinenser:innen brauchen den Blick der Weltöfflichkeit auf das, was in Palästina wirklich geschieht. Internationale Solidarität ist notwendiger denn je.
Vor diesem Hintergrund plant die Freedom Flotilla Coalition ( FFC) gemeinsam mit weiteren globalen Initiativen, ihre Missionen und Aktionen zur Durchbrechung und Beendigung der illegalen Blockade des Gazastreifens durch Israel 2026 fortzusetzen und auszuweiten!

Die Freedom Flotilla Coalition, 2010 gegründet, hat mittlerweile 18 internationale Kampagnen durchgeführt, Dutzende von Booten ausgesandt, um Israels illegale Seeblockade zu durchbrechen. Die Bewegung hat angesichts des Völkermords 2025 gewaltig an Kraft und Bekanntheitsgrad gewonnen. Verstärkt durch die Global Sumud Flotilla und Thousand Madleens to Gaza wurde sie zur Speerspitze einer globalen Basisbewegung zur Beendigung der illegalen Belagerung des Gazastreifens.

Die Initiative schreibt:

Wir betonen, dass die Beendigung des Völkermords durch Israel, die Aufhebung seiner illegalen Belagerung und die Abschaffung des jahrzehntelangen Systems der Apartheid und Besatzung koordinierte internationale Maẞnahmen der Zivilgesellschaft in einem bisher beispiellosen Ausmaẞ erfordern.

Gaza braucht uns jetzt mehr denn je. Die Beendigung der Belagerung durch Israel ist nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern auch eine tiefgreifende moralische Pflicht. Wir werden weiterhin handeln, uns organisieren und aus Solidarität segeln, bis die Palästinenser* innen in Gaza in Freiheit, Würde und Gerechtigkeit leben können.
Spendet jetzt für die nächste Welle!

Thousand Madleens to Gaza kündigt eine neue Flottille von historischem Ausmaß für 2026 an:

(…) Wir werden Israels Kolonialregime keine Ruhe gönnen. Wir haben unseren Genoss*innen in Palästina versprochen: Wir werden Flottillen entsenden, bis Israels illegale Belagerung des Gazastreifens beendet ist, der Völkermord – der nun schon im dritten Jahr andauert – ein Ende findet und das palästinensische Volk endlich in Freiheit und Selbstbestimmung leben kann. Angesichts der unerbittlichen Bombardierungen, des gezielten Aushungerns der Bevölkerung, der Attentate, des Landraubs und des Völkermords am palästinensischen Volk durch Israel bleibt uns keine andere Wahl, als den Kampf fortzusetzen. Die Lage ist heute erdrückend: 58 % des Gazastreifens wurden von Israel annektiert, und 60 % des Westjordanlandes stehen unter vollständiger israelischer Besatzung – beides ist völkerrechtswidrig.

Trotz des sogenannten „Waffenstillstands“ vom 10. Oktober 2025 geht Israels Völkermord unvermindert weiter. Israel hat innerhalb von sieben Wochen mehr als 500 Verstöße gegen das Abkommen begangen und dabei über 350 Palästinenser getötet. Nur 24 % der humanitären Hilfstransporte, die laut Abkommen täglich in den Gazastreifen einfahren sollen, werden zugelassen. Aushungern wird weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt. Ein legales Verfahren zur Hinrichtung palästinensischer Geiseln wird institutionalisiert. Zivilisten werden getötet, weil sie eine imaginäre Linie – markiert durch gelbe Blöcke – auf ihrem eigenen Land überschreiten. Diese Linie beraubt Gaza 98,5 % seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche. Doch Israels Projekt endet nicht an den Grenzen Palästinas. Israel zieht Grenzen neu und greift Palästina an. Menschen, die Menschenrechte verteidigen, Freiheit und Menschenwürde für alle fordern und Seite an Seite mit denen stehen, die sich der Besatzung widersetzen – Libanon, Syrien, Jemen und Iran –, werden ebenfalls angegriffen. Wir bekräftigen, dass sich die Lage seit dem „Waffenstillstand“ nicht verändert hat, der Völkermord weitergeht und die Zivilgesellschaft der Welt daher ihre Solidarität mit dem palästinensischen Volk verstärken muss.

Angesichts des Gräuels in Israel müssen wir handeln. Die vor wenigen Monaten gestarteten Flottillen – die Globale Sumua-Flottille, „Tausend Madleens“ und die Freedom Flotilla Coalition – haben gezeigt: Wenn sich die Menschen der Welt vereinen, können sie sich aus ihrer Ohnmacht befreien. Gemeinsam sind wir in der Lage, dem Zionismus entgegenzutreten, den israelischen Staat herauszufordern und das Machtgleichgewicht zugunsten freier Menschen zu verschieben. Wir bereiten uns darauf vor, stärker und zahlreicher denn je zurückzukehren, denn Flottillen bleiben ein Mittel verantwortungsvollen internationalen Handelns als Reaktion auf den andauernden Völkermord und ergänzen lokale Aktionen gegen die Rüstungsindustrie sowie gegen Unternehmen und Staaten, die Israels Völkermord finanzieren.

Innerhalb von fünf Monaten brachte „Tausend Madleens“ Tausende von Menschen zusammen, die sich zuvor nicht kannten. Weltweit entstanden 18 nationale Delegationen, die mehr als 300.000 € sammelten! Dieses Geld ermöglichte es uns gemeinsam mit der Freedom Flotilla Coalition, unsere erste Flottille mit 150 Personen aus rund 30 Nationen vorzubereiten, die im September 2025 nach Gaza aufbrach. Wir stellen eine neue, dekoloniale Flotte von historischem Ausmaß zusammen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, so schnell wie möglich 3 Millionen Euro zu sammeln und immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen einzubinden. Die Zivilgesellschaft hat uns enorm unterstützt, und Dutzende von Pflegekräften, Seeleuten, Technikern, Juristen, Köchen, Künstlern, Ärzten, Journalisten und Studierenden haben sich uns angeschlossen. Lasst uns unsere Reihen und unsere Basis weiter ausbauen. Zahlreiche politische Organisationen aus der Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und autonomen Gruppen werden uns begleiten. Menschen aus aller Welt, die kämpfen, werden nach Gaza aufbrechen.

Innerhalb von fünf Monaten brachte „Tausend Madleens“ Tausende von Menschen zusammen, die sich zuvor nicht kannten. Weltweit entstanden 18 nationale Delegationen, die mehr als 300.000 € sammelten! Dieses Geld ermöglichte es uns gemeinsam mit der Freedom Flotilla Coalition, unsere erste Flottille mit 150 Personen aus rund 30 Nationen vorzubereiten, die im September 2025 nach Gaza aufbrach. Wir stellen eine neue, dekoloniale Flotte von historischem Ausmaß zusammen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, so schnell wie möglich 3 Millionen Euro zu sammeln und immer mehr Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen einzubinden. Die Zivilgesellschaft hat uns enorm unterstützt, und Dutzende von Pflegekräften, Seeleuten, Technikern, Juristen, Köchen, Künstlern, Ärzten, Journalisten und Studierenden haben sich uns angeschlossen. Lasst uns unsere Reihen und unsere Basis weiter ausbauen. Zahlreiche politische Organisationen aus der Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und autonomen Gruppen werden uns begleiten. Menschen aus aller Welt, die kämpfen, werden nach Gaza aufbrechen.

Weit mehr als eine Flottille, die humanitäre Hilfe bringt – lasst uns das scheinbar Unmögliche erreichen: Lasst uns die neue internationale Bewegung der Völker aufbauen, die Menschenrechte verteidigt, Freiheit und Menschenwürde für alle fordert und Seite an Seite mit denen steht, die sich der Besatzung widersetzen.

Entschlossen, nicht aufzugeben, stechen wir in See für ein freies Palästina.

Jeder kann was tun. Diese Ankündigung verbreiten. Aufrufe unterzeichnen. Spenden! Oder an örtlichen Aktionen beteiligen: gegen Waffenlieferungen, gegen militärische Vernetzung und sonstige Zusammenarbeit mit Israel zur Unterstützung einer Völkdermordpolitik! Du kannst zum Beispiel mitmachen am Berliner Bündnis gegen Aufrüstung und Krieg!

Hier kannst Du FFC direkt  unterstützen und spenden

Activestills – Dokumentation von Leben, Tod und Widerstand in Palästina

Photography exhibition Activestills

13.Dezember/25 bis 14. Februar/26 Öffnungszeiten: Freitags16 – 20 Uhr, Samstags und Sonntags 14 – 20 Uhr

Villa Heike, Freienwalder Str. 17, 13055, Berlin

Eine Ausstellung und ein Begleitprogramm, die Dir Realität, Wahrheit, Empathie und Solidarität vermitteln. Unsere größtmögliche Empfehlung: komm vorbei!

Seit fast zwei Jahrzehnten dokumentiert das Kollektiv Activestills israelische Kolonialgewalt und palästinensischen Widerstand.

Die Ausstellung präsentiert eine visuelle Erzählung, die 20 Jahre umspannt – von den anhaltenden Angriffen auf Gaza über den gegenwärtigen Völkermord und die andauernde ethnische Säuberung in ganz Palästina bis hin zu alltäglichen Momenten der Widerstandsfähigkeit, der Würde und des politischen Kampfes.

Die Ausstellung, die zuletzt im Finnischen Fotomuseum gezeigt wurde, vereint eindrucksvolle Bilder, die dominante Mediennarrative in Frage stellen und palästinensische Erfahrungen, Erinnerungen und Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen. Sie würdigt zudem die wachsende Zahl palästinensischer Journalisten, Fotografen und Medienschaffender, die seit Oktober 2023 getötet wurden, weil sie die Wahrheit vor Ort dokumentierten.

Begleitprogramm:

  • Samstag, 13. Dezember, 19:00 Uhr – Eröffnungspanel: Antikoloniale Kämpfe, Fotografie & visuelle Erzählungen. Moderation: Himmat Zoubi.
  • Sonntag, 14. Dez., 19:00 Uhr – Präsentation des Fotobuchs: Die Auslöschung Palästinas (2025) mit dem Autor und Activestills-Mitglied Ahmad Al-Bazz
  • Freitag, 16. Jan., 19:00 Uhr – Podiumsdiskussion: Dokumentation als Störung – Archivierung und dekoloniale Wissensproduktion
  • Freitag, 30. Jan., 19:00 Uhr – Filmvorführung: Lyd (2023) von Rami Younis und Sarah Ema Friedland
  • Samstag, 14. Feb., 18:30 Uhr – Finissage-Podiumsdiskussion: „Fürsorge vor Liebe“ – Gemeinschaftenübergreifende Perspektiven auf Solidarität und Widerstand

Weitere Informationen und Updates

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