United for Gaza

Gaza im Schatten des Israel-Iran Krieges nicht vergessen!

Update. Uns erreichte gerade die Meldung von der Verlegung der Demonstration. Kommentar :“Wie erwartet hat die Polizei die Demo wieder verlegt. Am Brandenburger Tor sind wohl nur noch Kriegstreiber und Nazis erlaubt.“ Schon vor einer Woche war eine vergleichbare Kundgebung kurzfristig vom Brandenburger Tor, trotz langer Voranmeldung, wegverlegt worden.

Platz der Republik-Scheidemannstraße, 21.Juni 15 Uhr

Vereinigt für Palästina – United for Palestine

Demo am 21.Juni, Start 15 Uhr, Brandenburgertor Berlin Platz fer Republik-Scheidemannstraße

WER WIR SIND

Wir sind zwei palästinensische Einzelpersonen unabhängig von Parteien/Organisationen. Amin stammt aus Hebron (West Bank), Abed hat den Genozid in Gaza nur knapp überlebt. Uns verbindet das Ziel, der palästinensischen Perspektive Gehör zu verschaffen- einer Stimme, die in Deutschland systematisch ausgeblendet wird.
Für Völkerrecht, Gerechtigkeit und Solidarität !

UNSER ZIEL

Gemeinsam mit Aktivist:innen aus der palästinensischen und Palästina-solidarischen Community, NGOs und Parteien organisieren wir eine Massendemonstration.
Ein starkes, menschliches Zeichen gegen Genozid, Vertreibung und staatliche Komplizenschaft.
Unsere Botschaft: Schluss mit der Komplizenschaft- Solidarität ist Pflicht.

UNSERE FORDERUNGEN

  • Sofortiges Ende der Unterstützung des Israelischen Genozids, der Apartheid und der illegalen Besatzung in all ihren Formen-politisch, diplomatisch, wirtschaftlich und militärisch.
  • Achtung des Völkerrechts und Unterstützung internationaler juristischer Maẞnahmen sowie Reparationen an das palästinensische Volk.
  • Entkriminalisierung der Anti-Genozid und Palästina-solidarischen Stimmen, Symbole und Proteste

Wir setzen ein klares Zeichen: Für das vergossene Blut. Für unsere Wut. Für unsere Solidarität. Für Gaza.
Für die rote Linie, die wir gemeinsam ziehen.

18. Juni Gaza, Freunde Palästinas berichten: 

Die Luftangriffe nehmen weiter zu. Sie treffen nicht nur militärische Ziele, sie zerreißen das Herz ganzer Nachbarschaften, schlagen in Flüchtlingsunterkünfte ein, treffen Schulen, Kliniken und vor allem Menschen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben. Inmitten dieser Hölle verschärft sich die humanitäre Katastrophe. Hunger, Krankheit und Obdachlosigkeit greifen um sich, während eine gnadenlose Belagerung den Zugang zu Nahrung, Wasser und Medikamenten versperrt.

An den wenigen Verteilungspunkten für Hilfe wiederholt sich täglich dasselbe grausame Schauspiel. Verzweifelte Menschen drängen sich in der Hoffnung auf ein Stück Brot oder einen Schluck sauberes Wasser, doch was sie erwartet, sind Schüsse von israelischen Scharfschützen und Angriffen aus der Luft. Anstatt Wege für Hilfe zu öffnen, verwandeln sich Orte der Hoffnung in Schauplätze von Blutvergießen. Der gezielte Mord gegen Frauen, Kinder und alte Menschen ist ein eklatanter Bruch aller menschlichen und völkerrechtlichen Prinzipien.

Erneut wurden in der Nähe des Netzarim-Korridors dutzende Zivilisten ermordet, als sie auf Hilfslieferungen warteten. Unter den Opfern sind vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Augenzeugen berichten von Chaos, Panik und Körpern, die in Blutlachen liegen, nur weil sie überleben wollten.

Die Vereinten Nationen rufen erneut dazu auf, die tödliche Gewalt an den Hilfspunkten sofort zu beenden. Doch ohne echten internationalen Druck bleibt dieser Appell ein Ruf ins Leere, während die Menschen in Gaza in einem endlosen Albtraum gefangen sind.


Siehe auch: Israel macht die Drecksarbeit, aber nicht in unserem Namen


Unser Appell als Redaktion: 
Es wird Zeit, daß die verschiedenen Initiativen der übergroßen Mehrheit der Deutschen eine gemeinsame unüberhörbare Stimme geben und dieses Potenzial mobilisieren. Es muss öffentlicher Druck aufgebaut werden – sichtbar auf den Strassen -, damit sich bei den Regierenden in Deutschland endlich etwas bewegt, nicht mit Worten, sondern mit Taten und jegliche Form von Mittäterschaft und Unterstützung von Israels Krieg eingestellt wird. Die Menschen in Gaza können nicht warten.
UNITED GAZA

Vor Gericht bedauerten sich die Nazis selbst – wegen der „Drecksarbeit“, die sie an Jüd:innen erledigen mussten!

Der Ausspruch von Friedrich Merz ruft Erinnerungen wach.

„Noch Jahre später klagt Kurt Werner vom Sonderkommando 4a: ‚Man kann sich gar nicht vorstellen, welche Nervenkraft es kostete, da unten diese schmutzige Arbeit auszuführen.‘ Die Arbeit, die er meint: ein Massaker an 33.771 Juden“ [1] https://www.n-tv.de/…/Wir-mussten-die-Drecksarbeit…

„Wir mussten die Drecksarbeit machen“, sagte SS-Obersturmfuehrer August Haefner 1968 dann vor Gericht ueber das Massaker von Babi Jar, bei dem Nazi-Einsatztruppen innerhalb von 36 Stunden fast 34.000 Menschen toeteten.

Spontaner Kommentar unserer vietnamesischen Leserin Cathrin Karras aus aus südostasiatischer Sicht, als sie vom Ausspruch des Bundeskanzlers hörte:

Die aktuelle Formulierung von Merz reiht sich ein in ein wohlbekanntes Muster und belegt, dass Nazisprache im „besten Deutschland aller Zeiten“ wieder salonfaehig geworden ist. Ich denke da z.B. an den aktuellen Kriegsminister von der SPD, der – wie einst ein gewisser Josef Goebbels- von der deutschen Bevoelkerung „Kriegstuechtigkeit“ einfordert. Oder an den aktuellen Aussenminister von der CDU, der sich – wie schon seine Vorgaengerin von den Olivgruenen – als ein zweiter Kriegsminister gebaerdet und Russland zum ewigen Feind erklaert.

Das Toeten von Menschen als „Drecksarbeit“ – als laestige, aber notwendige Aufgabe. Mit der Entmenschlichung der Sprache beginnt jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Bewährte“ Tradition ist es in Deutschland auch, dies zu leugnen, wegzusehen oder einfach nicht wahrhaben zu wollen.

Cathrin drückt nur aus, was viele außerhalb der westlichen Hemisphäre über die aktuelle Haltung der Bundesregierung tatsächlich denken. „Bewährte“ Tradition ist es in Deutschland auch, dies zu leugnen, wegzusehen oder einfach nicht wahrhaben zu wollen.

Siehe auch: Israel macht die Drecksarbeit, aber nicht in unserem Namen

„Israel macht die Drecksarbeit“ -aber nicht für uns alle !

„Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ZDF-Interview über den Angriff Israels auf den Iran.

Ja das ist „Drecksarbeit“: Israel führt völkerechtswidrige Angriffskriege und begeht in Gaza Völkermord!

Seit 6 Tagen wird der Iran systematisch bombardiert. Seine Wissenschaftler und Führungspersonen werden gezielt ermordet. Das ganze Land geht in Flammen auf. Hier wird nicht reagiert, hier wird angegriffen. Nicht aus Angst, sondern aus Kalkül, um die eigene Vorherrschaft im Nahen Osten aufrecht zu erhalten. [1] mehr zu den Hintergründen hier Irans Aussenminister hat angeboten, alle Kampfhandlungen einzustellen, wenn Israel mit seinen Angriffen aufhört.

Völkerrechtler sprechen Klartext. Der Angriff Israels auf den Iran ist ein völkerechtswidriger Angriffskrieg und durch nichts gerechtfertigt. [2]https://ipb.org/statement/ [3]https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10016 Nicht zuletzt ist die gezielte Tötung von Atomwissenschaftlern keine reguläre Kriegshandlung, sondern „Mord respektive ein Kriegsverbrechen“.

Israels Angriffe auf Nuklearanlagen bergen laut IAEA katastrophale Risiken, sowohl aufgrund der direkten unabsehbaren Schäden für die betroffene Zivilbvölkerung als auch aufgrund des Präzedenzfalls, den sie schaffen, internationale Normen zu mißachten. Solche Angriffe sind Kriegsverbrecnen, die das Leben hunderttausender Zivilisten gefähren können.

Israel baut und hat die Atombombe, ohne jede internationale Kontrolle. Iran hat keine Atombombe, wird systematisch durch internationale Gremien kontrolliert. Aber muss sich rechtfertigen und wird laut F. Merz „zurecht“ bombadiert.

Gleichzeitig setzt Israel seinen Völkermord in Gaza fort: Mehr als 45 Todesopfer und Hunderte Verletzte sind gestern am 17.Juni infolge eines einzigen Massakers der israelischen Besatzungstruppen gemeldet worden. Der Angriff ereignete sich am heutigen Morgen in Khan Younis, wo Zivilisten auf Hilfslieferungen warteten. Die Opfer wurden in das Nasser-Krankenhaus gebracht.

USA und Bundesregierung stellen sich „ungeschminkt“ hinter die verbecherische Politik Israels

Laut dem israelischen Fernsehsender Kanal 12 erwarten israelische Regierungsvertreter, dass sich die Vereinigten Staaten baldmöglichst an dem Krieg Israels gegen den Iran beteiligen. Die iranischen Atomanlangen sind nur mit US Hilfe zerstörbar. Trump hat dem Iran mehrfach massiv gedroht., wenn er sich nicht freiwillig unterwirft.

Die New York Times berichtet: höchste Alarmbereitschaft der amerikanischen Streitkräfte auf Militärbasen in der Region. Die USA massieren ihre Kriegsmaschinerie im Umfeld des Kriegegebietes. Israel erhält kurzfristig eine große Lieferung moderner Patriot-PAC-3-Raketen, mit denen sich Israel effektiv gegen ballistische Raketen schützen kann. Der US-Flugzeugträger USS Nimitz ist aus dem Südchinesischen Meer aufgebrochen und bewegt sich in Richtung Nahost.

Der Bundeskanzler -unbeeindruckt von Fakten- nennt die Regierung in Teheran ein Terrorregime, Israel dagegen habe ein Recht, seine Existenz zu verteidigen. Außenminister Johann Wadephul kündigt an, Berlin werde Israel „solidarisch begleiten“. Merz zollt Israel ausdrücklich Respekt für den Angriff auf den Iran, es gehe „um Größeres als eine Waffenruhe“ (Tagesspiegel 17.Juni)

Drecksarbeit ja, aber nicht in unser „aller“ Namen !

Dass Israel eine „Drecksarbeit“ macht, da stimmen wir Friedrich Merz ausdrücklich zu. Aber nicht für „uns alle“. Da widersprechden wir genauso energisch. Hier meint Friedrich Merz mit „uns“ wohl sich selbst , die Blackrocks und seinesgleichen – den Profiteuren an Krieg, Zerstörung , Ausplünderung, Vertreibung und Leichen. Das „alle“ ist eine glatte Lüge!

Wir rufen laut und deutlich: Israels Kriege geschehen nicht in unserem Namen. Weder der Krieg gegen Iran, noch der Völkermord in Gaza. Noch die Besatzung und der Landraub in der Westbank, noch der Land- und Wasserraubkrieg gegen Syrien und Libanon.

80 Prozent der Deutschen lehnen das Vorgehen von Israel in Gaza ab. Reaktion seitens der Bundesregierung lediglich Lippenbekenntnisse. Faktisch wird Israel wie zuvor unterstützt. Zum Überfall auf den Iran liegen in Deutschland noch keine aktuellen Umfragen vor.

Nur 16 % der Amerikaner sind der Meinung, dass das US-Militär in den Konflikt zwischen Israel und Iran eingreifen sollte; 60 % sind dagegen, und 24 % sind sich unsicher. (The Economist, YouGov, 13 – 16 Juni 2025)

Ralf Krämer (Verdi Sekretär, Nie wieder Krieg) zieht ein Fazit und fordert Konsequenzen:

Durch ihre Unterstützung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Israels gegen den Iran outen sich diese Regierungsmitglieder öffentlich als Verfassungsfeinde. .Art. 25 GG sagt unmissverständlich: Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts sind Bestandteil des Bundesrechts. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes. § 140 StGB stellt die Belohnung und Billigung von Straftaten unter Strafe, nach § 130 StGB kann die Verharmlosung oder Billigung von Kriegsverbrechen als Volksverhetzung gewertet werden, wenn sie geeignet ist, Hass oder Gewalt zu fördern und den öffentlichen Frieden zu stören. Es sollten sich möglichst viele prominente Personen aus verschiedenen Parteien finden, die öffentlich verkündet Strafanzeigen stellen.

Der Rechtsbruch erhält jede erdenkliche mediale Unterstützung, die Cengiz Onur so zusammenfasst:

Wer solche unbequemen Wahrheiten ausspricht, wird schnell abgestraft: Oft folgt die mediale Isolation – keine Einladung mehr in Talkshows, stattdessen der altbewährte Stempel „Antisemitin“, nicht selten als Strategie, um kritische Stimmen mundtot zu machen.
Gleichzeitig offenbart sich eine tief verwurzelte Hierarchie der Empathie. Denn das Mitgefühl scheint im Westen nach Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, Herkunft etc. sortiert zu werden. Menschen aus dem Iran, Palästina, Syrien oder dem Libanon sind eben nicht „weiß“ und keine Europäer – sie zählen weniger. Ihre Toten wiegen weniger. Sie dürfen – in der herrschenden Doppelmoral – massenweise vernichtet werden, als wären sie bloß „Kakerlaken“.
Diese Ungleichheit im Wert menschlichen Lebens ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch Ausdruck einer postkolonialen und rassifizierten Weltordnung, in der Kriegsopfer außerhalb der akzeptierten Grenzen bestenfalls kaum mehr sind als Kollateralschäden.

Bleibt festzustellen: Das offene Bekenntnis zur Unterstützung von „Drecksarbeit“ war bisher der AFD vorbehalten. Und die Regierungspartnerin SPD? Sagt nichts. Hört nichts. Zustimmendes Schweigen?

Kommt zur Demonstration am 21. Juni „United Gaza„

Titelbild: Collage Peter Vlatten

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