Was bleibt?

Menschen auf der Flucht im Fokus der Kunst

Von Dagmar Gester

Meine Geschichte, deine Geschichte, unsere Geschichte – es geht immer um menschliche Schicksale, wenn wir über Flucht und Migration sprechen.

Wie kann das Thema anders, nüchtern aber doch emphatisch betrachtet werden in Zeiten eskalierender Debatten?

Die fotografische Serie „Was bleibt“der Künstlerin Dagmar Gester antwortet mit personalisierten Stillleben von Dingen, die Menschen auf ihrer Flucht mitnehmen konnten.

Dabei wählt sie für ihr Werk eine konsequente Reduzierung auf das Essentielle des Heimat- und Identitätsverlusts. Sie fokussiert auf das, was bleibt.


Die Bilder sind wie Stillleben, werden aber personalisiert. Durch kurze Texte erfahren Sie den Namen des Geflüchteten, sein Geburtsland, das Alter bei Ankunft in Deutschland [letzte Zahl in Klammern] und die Route des Objekts. Lücken lassen darauf schließen, dass der Betreffende mit dem Objekt entweder über Landesgrenzen hinweg geflogen ist oder versteckt war und insofern den Weg nicht kennt.

Mit dem Kauf von drei hochwertige Kunstpostkarten können Sie das Projekt unterstützen. 2025 erscheint die vollständige Arbeit mit 50 Objekten als Kunstbuch.

Link zur Künstlerin:
https://www.gester.eu/de/works

Kino: „Wir sind so frei“ – Über die Politik der Feindschaft und was wir dagegen tun

Am 14. Januar um 19:00 Uhr im Regenbogenkino / RegenbogenfabrikBerlin-Kreuzberg, Lausitzer Str. 21a

In einer Langzeitbeobachtung dokumentieren die Filmemacher Christian Lehmann-Feddersen & Alf Schreiber die gesellschaftlich-politischen Nachwehen des G20-Gipfels in Hamburg. Während Aktivist*innen dem juristischen Nachspiel ausgesetzt sind, formieren sich im Schatten des Gipfels das kapitalistische System und der Widerstand neu.

Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt – und anderen

Dokumentarfilm; D 2024; Regie: Christian Lehmann-Feddersen & Alf Schreiber; Produktion: No Doubt Media (Hamburg); 97 min.; FSK 12; Sprache: Deutsch, teilw. Englisch, Französisch, Arabisch OmdU; Bildseitenverhältnis: 16:9; Tonmischung: 5.1; Starttermin: 05.09.2024

Benefizkonzert „Make Freedom Ring“: Nothilfe für Gaza

Das palästinensische Nasmé Ensemble gibt gemeinsam mit Michael Barenboim sein Deutschland-Debüt. Ein Abend für die medico-Nothilfe in Gaza.

Mittwoch, 08.01.2025

Beginn: 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kühlhaus Berlin
Luckenwalder Str. 3
10963 Berlin

Am 8. Januar 2025 lädt das Kulturkollektiv „Make Freedom Ring“ zu einem besonderen Benefizkonzert in Berlin ein, bei dem das Nasmé Ensemble sein Debüt in der deutschen Hauptstadt gibt. Der Erlös des Abends kommt der Nothilfe von medico international in Gaza zugute.

Das Nasmé Ensemble, dessen Name auf Arabisch „Brise“ bedeutet, besteht aus fünf palästinensischen Musiker:innen. Ihr Programm umfasst europäische Klassiker von Mozart bis Dvořák sowie traditionelle Lieder und Tänze des international anerkannten Komponisten Kareem Roustom. Trotz politischer Hindernisse haben sie es geschafft, ihren Traum zu verwirklichen, gemeinsam in Europa aufzutreten. Michael Barenboim wird das Ensemble musikalisch begleiten.

„Make Freedom Ring“ mit Michael Barenboim hat schon mehrere Benefizkonzerte organisiert, um auf die humanitäre Krise in Gaza aufmerksam zu machen, unter anderem in London, München oder Lissabon.

Alle Einnahmen und Spenden gehen an die Gaza-Nothilfe von medico international.

Veranstaltet von „Make Freedom Ring“

Titelbild: Veranstalter /medico international, Bildnachweis Clara Evans https://www.claraevens.com/

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