Wir freuen uns, das Poster zum diesjährigen Internationalist Queer Pride Berlin präsentieren zu dürfen!
9.9.3.2 Brennpunkt Kampf gegen Rechts
Internationalistische Queer Pride
Keiner von uns ist frei, bis wir alle frei sind!
Ist Antizionismus antisemitisch? – Vortrag an der FU Berlin
Vortrag Dr. Emilia Roig
Freitag, 05.07.2024 | 10:30 Uhr | FU Hörsaal A · Henry-Ford-Bau · Garystraße 35 14195 Berlin
Anreise: U3 Freie Universität | Bus 110 Bitscher Straße
Dieser Vortrag untersucht die komplexe und umstrittene Beziehung zwischen Zionismus und Antisemitismus und konzentriert sich darauf, wie der Vorwurf des Antisemitismus von zahlreichen Gruppierungen innerhalb der zionistischen Bewegung als Waffe eingesetzt wurde.
Die Diskussion wird sich mit historischen und aktuellen Zusammenhängen befassen und die Auswirkungen dieser Taktik auf den politischen Diskurs, die Redefreiheit und die globale Wahrnehmung der aktuellen Situation in Gaza, Palästina und Israel untersuchen.
Die Folgen des Einsatzes von Antisemitismus als politisches Instrument sowie die ethischen Implikationen für echte Bemühungen zur Bekämpfung des Antisemitismus werden erörtert.
Der Vortrag soll kritisches Denken und einen offenen Dialog über ein sensibles, aber wichtiges Thema der sozialen Gerechtigkeit fördern.
Es wird einen Online-Stream auf der Website von @fu_berlin geben – das Video wird nach dem Vortrag online verfügbar sein
Permanent bedroht: Frauenrevolution und Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien
Filmvorführung und Infoveranstaltung
Frauenrevolution und Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien (Rojava) von allen Seiten bedroht
Eine Veranstaltung des „Geschichtssalon im Beginenhof“ in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Friedrichshain-Kreuzberg –Dêrik e.V.
Donnerstag, 18.7.2024, 19:30 Uhr
Beginenhof, Erkelenzdamm 51, 10999 Berlin
Auf dem Gebiet der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien ist seit 2012 ein für den Nahen Osten einzigartiges Modell der Gleichberechtigung von Frauen entstanden. Alle wichtigen Positionen, wie z.B. auch das Bürgermeisteramt, sind immer mit einer Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann besetzt. Ausserdem sind alle ethnischen und religiösen Gruppen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil an der Selbstverwaltung beteiligt. Im Gesellschaftsvertrag, der einer Verfassung entspricht, sind die auf allen gesellschaftlichen Ebenen diskutierten Ziele und Rechte festgehalten.
Diese demokratischen Errungenschaften werden von allen Seiten, insbesondere durch die Angriffe der türkischen Armee unter Erdogan bedroht. In den vergangenen Jahren hat die Türkei zwei große Gebiete der Selbstverwaltung um Afrin und Serêkaniyê im Verein mit islamistischen Milizen erobert. Die kurdische und christliche Bevölkerung wurde dort weitgehend vertrieben und enteignet, in den Schulen dort wird nur noch auf türkisch und arabisch unterrichtet. Aktuell versucht Erdogan durch permanente Drohnenangriffe gegen die Infrastruktur die geplanten Kommunalwahlen zu torpedieren. Obwohl insbesondere die kurdische Bevölkerung einen hohen Blutzoll im Kampf gegen den IS gezahlt hat, bleibt anders als in anderen Konfliktgebieten der Protest der internationalen Gemeinschaft dagegen aus.
Die Zukunft dieses basisdemokratischen Gesellschaftsmodells ist völlig ungewiss. Die Selbstverwaltung und die Erfolge der Frauenbefreiung in Nord- und Ostsyrien stehen auf dem Spiel. Mit dieser Veranstaltung möchte der Städtepartnerschaftsverein Friedrichhain-Kreuzberg – Dêrik über die basisdemokratischen Ansätze in der Region informieren und die aktuelle Unterstützungsarbeit des Vereins vorstellen.