„Pay the workers,Wolt!“ – Solidaritätskundgebung

Am 19. Juni 2025 findet um 13 Uhr ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Berlin statt. Sharma kämpft vor Gericht gegen Lohnraub und Subcontracting.

Im November 2022 wurde Sharma, eine Studentin in Berlin, als Essenslieferantin für Wolt eingestellt. Zwischen November 2022 und Januar 2023 arbeitete sie für das Unternehmen und lieferte bei eisigen Temperaturen Bestellungen auf dem Fahrrad aus. Sie holte Bestellungen von Restaurants ab und lieferte sie gemäß den Anweisungen, die sie über die App von Wolt erhielt, an die Kund*innen aus. Wenn sie auf Hindernisse stieß, erhielt sie Erklärungen von der Mitarbeiter-Support-Funktion der App.

Sharma wurde für diese Arbeit nie bezahlt. Nun hat sie sich an das Berliner Arbeitsgericht gewandt, um ihr Recht einzuklagen. 

Die Initiative Berlin Workers Support organisiert zusammen mit dem Lieferando Workers Collective, Migrant*innen für menschenwürdige Arbeit, der Initiative kämpfender Arbeiter:innen, MigLAB und TheaterX eine

Solidaritätskundgebung unter dem Motto „Pay the workers, Wolt!“

vor dem Arbeitsgericht in Berlin Magdeburger Platz 1, Donnerstag, dem 19.6. 11 Uhr

Es wird eine Kundgebung mit Redebeiträgen und Performance vom TheaterX geben. Um 13 Uhr gehen wir gemeinsam in das Gericht.


Wolt Enterprises ist ein finnisches Unternehmen, das für seine Plattform zur Lieferung von Lebensmitteln bekannt ist. Über die Wolt-App können Kund*innen Essen bei Restaurants bestellen und es sich von Zusteller*innen liefern lassen.

Sharma wurde für ihre Arbeit nie bezahlt! Unterstützen wir sie vor Gericht!

Alle Details und Hintergründe erfahrt ihr in der folgenden Presseerklärung

Unterstützt die migrantischen Lieferdienstfahrer*innen, die vor Gericht gegen Subcontracting und Lohndiebstahl kämpfen! Kommt vorbei und verbreitet diesen Aufruf!

On June 19, 2025, a trial will take place at the Berlin Labor Court at 1 pm. Sharma is fighting in court against wage theft and subcontracting.
She worked as a delivery driver for Wolt. Wolt Enterprises is a Finnish company known for its food delivery platform. Customers can use the Wolt app to order food from restaurants
and have it delivered by delivery drivers. Between November 2022 and January 2023, she worked for the company, delivering orders on a bicycle in freezing temperatures.

Sharma was never paid for this work! Let's support her in court! Come to Magdeburger Platz 1 on June 19 at 11 a.m. There will be a rally with speeches and a performance by TheaterX. At 1 pm we will go to court together.

Support the migrant delivery drivers who are fighting against subcontracting and wage theft in court!

USA Kalifornien – Vorsitzender der Gewerkschaft SEIU verhaftet

USA. Aktuell zeigt sich, wohin Rechtsruck und Kriegskurs führen. Auch Gewerkschaftsführer werden, wenn sie sich auf die Seite der Armen stelllen, wieder auf offener Straße verhaftet.

Verdi Bezirk Ruhr West schreibt in einer Presseerklärung dazu:

Was in Los Angeles geschieht, sollte uns wachrütteln.
Bei einer friedlichen Demonstration gegen Abschiebungen und für Arbeiterrechte setzte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke ein – selbst gegen ältere Menschen und Kinder. Mitten unter den Festgenommenen: David Huerta, Präsident der Gebäudereiniger-Gewerkschaft SEIU USWW.
Ein engagierter Gewerkschafter, der sich für Menschen einsetzt, die oft keine Stimme haben – verhaftet, weil er protestiert hat.

Wenn gewerkschaftliches Engagement kriminalisiert wird, ist das ein ernstes Warnsignal.
Die Grenze zwischen staatlicher Ordnung und staatlicher Repression wird dünn, wenn der Einsatz für Menschenrechte zur Gefahr erklärt wird.

Auch bei uns stehen gewerkschaftliche Rechte zunehmend unter Druck.
Wir erleben Einschränkungen beim Streikrecht, Versammlungsauflagen und Überwachung – Entwicklungen, die wir nicht ignorieren dürfenDie Geschichte hat gezeigt: Wer sich für soziale Gerechtigkeit starkmacht, war immer wieder Ziel von Verfolgung.
Gerade Gewerkschafter*innen – damals wie heute.

Darum heißt es: wachsam bleiben. solidarisch sein. nicht schweigen.

Die Service Employees International Union (SEIU), ist eine Gewerkschaft mit rund 2 Millionen unterschiedlichen Mitgliedern im Gesundheitswesen, im öffentlichen Sektor und in der Immobilienbranche, die an eine Vision einer gerechten Gesellschaft glauben und dafür kämpfen: in der alle Arbeitnehmer geschätzt und alle Menschen respektiert werden – unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe.

Die Einheiten der United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) werden momentan von der U.S.-Regierung losgeschickt, um völlig willkürlich in nicht gekennzeichneten Fahrzeugen auf der Straße, in Wohngebieten und an Arbeitsplätzen „illegale Migranten“ zu verhaften und zu verschleppen, ohne dass Angehörige und Kolleg:innen etwas vom Verbleib erfahren. 

Wir fordern Freiheit für den Vorsitzenden der kalifornischen SEIU Dienstleistungsgewerkschaft David Huerta! Er wurde bei einer Razzia der Migrationsbullen ICE im Zentrum von Los Angeles festgenommen und verletzt. 

Solidarität mit den Protesten in Los Angeles.

Los Angeles: in mehreren Teilen der Stadt spitzte sich die Lage diese Nacht erneut zu. Massive Proteste, die das Trump Lager wiederum zur Legitimation des Einsatzes der Soldaten der Nationalgarde zu nutzen versucht.

Weg mit den Anklagen! Nationalgarde raus aus Los Angeles! Lasst alle Festgenommenen und Demonstrant:innen frei! Verteidigt eingewanderte Arbeiter:innen gegen Staatsterror! 

Titelbild: Collage Peter Vlatten

Gaza Freedom Flotilla – möge die Welt alle Augen auf dieses Schiff richten!

Kundgebung ,,Für Gaza, für Leben, für Gerechtigkeit“ SAMSTAG, 7. Juni um 14 Uhr , BERLIN, Kochstraße Checkpoint Charlie, U- Bahn

Erheben wir gemeinsam unsere Stimme gegen den Genozid und für ein Ende der völkerrechtswidrigen Blockade ! Wir müssen JETZT Druck ausüben, damit die Sicherheit der Aktivist:innen an Board der ,,Madleen gewährleistet wird.

Greta Thunberg berichtet vom Boot aus über die aktuellen Bedrohungen und ruft zur Solidarität auf. Passivität ist tödlich.

Die Gaza Freiheitsflottille ,,Madleen“ ist auf dem Weg nach Gaza, um die Blockade zu durchbrechen und lebensnotwendige Hilfsgüter nach Gaza zu bringen.

Gaza Freedom Flotilla sendet die Botschaft: Handelt, brecht die Blockade und bringt Hilfe, statt pharisäerhafter Lippenbekenntnisse! Greta Thunberg: „Passivität ist tödlich.“ Die Welt darf nicht weiter zuschauen beim bestdokumentierten Genozid der Weltgeschichte! Während die USA einen Stopp der Waffenlieferungen durch ihr Veto im UN Sicherheitsrat verhindern und diplomatische Initiativen im Sand verlaufen, erleben die Menschen im Gazastreifen die Hölle auf Erden. Möge die Welt ihre Augen auf dieses Schiff richten. Es ist Zeit einzugreifen. Das internationale Recht steht auf Seiten der Aktivisten!

Die Aktivisten riskieren, abgefangen zu werden, wenn sie die israelische Blockade inmitten einer sich verschärfenden humanitären Krise herausfordern. Sie schreiben:

Unsere Mission ist friedlich und legal. Doch Israel kündigte an, unser Boot zu stoppen, nur Wochen nachdem ein anderes ziviles Hilfsschiff in internationalen Gewässern bombardiert wurde.
UN-Expert:innen fordern freien Durchlass für unser Schiff und warnen Israel: Die Welt schaut zu. Sie betonten das Recht der Menschen in Gaza auf Hilfe, selbst unter Besatzung – und die Pflicht der Staaten, Völkermord zu verhindern.
Schon 2010 überfielen isrgelische Soldaten die Mavi Marmara und töteten unbewaffnete Aktivist:innen. Das darf sich nicht wiederholen.

Was kannst Du aussser demnonstrieren sonst noch tun?

An Bord der Madleen befindet sich die deutsche Staatsbürgerin Yasemin Acar. Ihre Unversehrtheit sowie die aller internationalen Freiwilligen muss oberste Priorität haben. Wir fordern von der Bundesregierung entschlossenes Handeln:
Sie sollen sich umgehend für das Ende der Blockade in Gaza und die freie und sichere Passage der Madleen einsetzen.
Zwar hat das Auswärtige Amt bereits zahlreiche Rückmeldungen aus der Zivilgesellschaft erhalten und denkt über ein offizielles Statement nach, doch Worte allein reichen nicht.
Es braucht konkreten diplomatischen Einsatz, um Schutz und Sicherheit tatsächlich zu gewährleisten.

Kommt zur Protestkundgebung Berlin, 14. Juni:  - STOPPT DEN VÖLKERMORD, DAS AUSHUNGERN UND DIE VERTREIBUNG DER PALÄSTINENSER! – 

Wir werden weiterberichten

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