EU-Gelder für Israels Universitäten sind mitschuldig an Apartheid und Völkermord – internationale Protestmamärsche


Am 27. März demonstrieren Studierende in über 30 Städten in der gesamten EU, um den Ausschluss Israels aus dem Horizon-Programm zu fordern.

Kommt am 27. März um 14:00 Uhr in Berlin zum Europäischen Haus, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Um was geht es?

Während Israel seinen Völkermord im Gazastreifen fortsetzt und eine beispiellose Aggression gegen die Bevölkerung des Westjordanlandes, des Libanon und des Iran entfesselt, überweist die EU Millionen an israelische Universitäten. Über das Horizon-Programm erhielt Israel in den letzten drei Jahren 1,1 Milliarden Euro – mehr als alle EU-Mitgliedstaaten außer zwei.

Diese Gelder und Partnerschaften sind für die israelische Wissenschaft unerlässlich. Die Israelische Akademie der Wissenschaften und Geisteswissenschaften erklärte, ein Ausschluss aus dem Programm käme einem „nahezu Todesurteil“ für die israelische Forschung gleich.

Das israelische Universitätssystem ermöglicht die Besetzung palästinensischen Gebiets und die regionale Aggression, indem es wichtige Technologien und andere Dienstleistungen für das völkermörderische Militär bereitstellt. Projekte ohne direkten militärischen Bezug

Dienstleistungen für sein völkermörderisches Militär. Projekte ohne direkten militärischen Bezug spielen eine Schlüsselrolle bei der Normalisierung seines Apartheid-Systems, indem sie es einem auf ethnischer Säuberung und Völkermord basierenden Gebilde ermöglichen, sich als Leuchtfeuer des wissenschaftlichen Fortschritts zu präsentieren. Während die EU Russland fast unmittelbar nach dessen Invasion in der Ukraine aus dem Horizon-Programm ausschloss, verblieb Israel nach über zwei Jahren Völkermord im Gazastreifen und Angriffen auf seine Nachbarn im Programm.

Horizon-Programm Stoppen! Nein zu weiteren EU-Geldern für Völkermord!

Nein zum Imperialistischen Krieg & zur islamischen Republik – Gespräch mit iranischen Aktivist:innen

Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin legt Euch den Besuch dieser Veranstaltung ans Herz. Wir erhoffen eine gute Gelegenheit, einen Einblick in die vom westlichen Imperialismus unbeeinflusste iranische Oppositionsvewegung zu erhalten.

VERANSTALTUNG

Nein zum Imperialistischen Krieg & zur islamischen Republik

Gespräch mit im Exil lebenden iranischen Aktivistinnen von Prison’s Dialogues & Roud Collective zur aktuellen Situation im Iran.

9. APRIL, 19 Uhr im Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Str. 74

Am 28. Februar 2026 haben die USA und Israel damit begonnen den Iran massiv anzugreifen. Tausende Zivilist*innen wurden bereits getötet und verletzt. Gleich zu Beginn des Krieges wurde von den USA eine Grundschule für Mädchen in Minab bombardiert, dabei wurden mindestens 168 Menschen getötet, darunter über 100 Kinder.

Seit Ende 2025 hatte es im Iran vermehrte Proteste und Streiks gegen die sich verschärfende wirtschaftliche und soziale Krise gegeben. Die Menschen sind für Freiheit und Brot auf die Straẞe gegangen. Gewerkschaften und soziale Bewegungen werden im Iran brutal unterdrückt und verfolgt. Tausende demonstrierende Menschen wurden durch die iranischen Sicherheitskräfte getötet, es gab Massenverhaftungen und immer wieder wurde das Internet abgeschaltet.

Mila Mossafer und Mojdeh Arassi sind entschiedene Gegnerinnen des iranischen Regimes und stellen sich gleichzeitig gegen den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran. Sie betonen, dass die Befreiung vom Regime nur von unten durch die iranische Bevölkerung selbst kommen kann. Wir sprechen mit ihnen über die aktuelle Situation und über die gewerkschaftlichen und politischen Bewegungen im Iran.

Kürzen nicht mit uns! Es ist Zeit, ins Handeln zu kommen!

Kürzen nicht mit uns! Es ist Zeit, ins Handeln zu kommen!

Wir veröffentlichen hier einen Beschluss der ver.di-Mitgliederversammlung des Fachbereichs C des Landkreises Nordhessen vom 17.02.2026.

Der Beschluss kann aus unserer Sicht richtungsweisend für die aktuelle Gewerkschaftsarbeit sein:

  • konsequent an den interessen der Kolleg:innen orientieren,
  • der Verzichtspropaganda die Stirn bieten. Es ist genug Geld da, wenn die Prioritäten nicht auf Profite und Kriegsvorbereitungen gelegt werden.
  • Erfolge sind möglich, wenn alle Kräfte zum Kampf mobilisiert werden.

Fachbereich C organisiert die ver.di Kolleg:innen, die in den Bereichen Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft beschäftigt sind.

Andere Gewerkschaftsgliederungen sollten sich der folgenden Erklärung anschließen!

Einstimmig beschlossen von der überbetrieblichen ver.di-Mitgliederversammlung des Fachbereichs C des Landkreises Nordhessen am 17.02.2026

Zur Weiterleitung an die bezirkliche Fachbereichskonferenz C Nordhessen am 09.06.2026, die ver.di-Bezirkskonferenz Nordhessen, den ver.di Bezirksvorstand Nordhessen und den DGB Nordhessen 

Kürzen nicht mit uns! 

Es ist Zeit, ins Handeln zu kommen!

Wir fordern eine systematische Kampagne von ver.di und DGB gegen Kürzungen und soziale Angriffe:

1. Informationskampagne in den Betrieben und in der Öffentlichkeit durch Betriebs- und Gewerkschaftsversammlungen, Massenflugblätter, Plakatkampagnen über die Pläne der Regierung und Arbeitgeberverbände

2. Durchführung lokaler, regionaler und bundesweiter Aktionskonferenzen, die gewerkschaftliche und andere Aktive zusammenbringen, Forderungen beschließen und Aktionspläne ausarbeiten

3. Betrieblichen und örtlichen Aktionen, die über lokale und regionale Demonstrationen zu einer bundesweiten Großdemonstration in Berlin führen

4. Schulterschluss mit und Unterstützung von Initiativen und Bündnissen, die im Kampf gegen aktuelle Kürzungen bereits vor Ort bestehen

5. Um Kolleg*innen auf die Angriffe und nötigen Gegenmaßnahmen bis hin zu politischen Streiks vorzubereiten, wird zum Thema politischer Streik eine Reihe von Seminaren und Veranstaltungen für Aktive und Vertrauenspersonen sowie in Betrieben angesetzt.

Begründung: 

In Deutschland wird gekürzt. Und zwar dort, wo es am meisten schmerzt: Bei der öffentlichen Daseinsvorsorge, an der Bildung, bei der Jugend- und Altenarbeit, bei der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, in der öffentlichen Verwaltung und der Pflege.

Es fehlt an allen Ecken und Enden. Frauen werden nicht vor Gewalt geschützt, Jugendliche landen auf der Straße. Menschen, die körperlich oder seelisch unterstützt werden müssen, bleiben auf der Strecke, in der Sozialen Arbeit wird der Rotstift angesetzt. Verwaltungsprozesse dauern ewig, in den Schulen fehlen die Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen, an den Unis verschlechtern sich Studien- und Arbeitsbedingungen.

Das alles ist kein Naturgesetz. Es ist politischer Wille. An Geld mangelt es nicht.

Während die Zahl der Superreichen steigt und die regierende Politik Steuergeschenke und lukrative Rüstungsaufträge ohne Ende verteilt, wird propagandistisch Stimmung gemacht und ohne Rücksicht auf Menschen, Recht und Lebenswürde gekürzt.

Gleichzeitig wird an wesentlichen sozialen und gewerkschaftlichen Errungenschaften unserer Gesellschaft die Axt angelegt. Es vergeht kaum eine Woche ohne neue Drohungen gegen uns: Kürzungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, der Einführung von Karenztagen bei Krankschreibungen, Einschränkung des Rechts auf Teilzeit, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages oder die Schwächungder gesetzlichen Rente.

Dagegen sollten wir uns als Gewerkschaften entschlossen wehren.

Im Herbst 2025 sprach die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi von möglichen Streiks gegen die neoliberale Marktpolitik*. Damit hat sie die Notwendigkeit von politischen Streiks auf die Tagesordnung gesetzt.

Eine breite offensive und sachliche Diskussion in der Gewerkschaft über den politischen Streik ist dringend erforderlich.

Die Behauptung, der politische Streik sei in Deutschland grundsätzlich verboten, ist faktisch falsch. Diese Legende beruht auf einer engen, historisch gewachsenen und politisch motivierten Rechtsauslegung, nicht jedoch auf einem ausdrücklichen gesetzlichen Verbot. Internationale Rechtsgrundlagen – insbesondere die Europäische Sozialcharta – erkennen das Recht auf kollektive Maßnahmen ausdrücklich an, auch jenseits tariflicher Ziele. Letztlich ist es eine Frage der Kräfteverhältnisse: je mehr Kolleg*innen sich an einem politischem Streik beteiligen, umso weniger wird die Gegenseite in der Lage sein, Repressionen durchzusetzen.   

Der politische Streik ist kein Selbstzweck, sondern ein notwendiges Mittel gewerkschaftlicher Gegenmacht in Zeiten multipler Krisen. Ihn wieder auf die Tagesordnung zu setzen, ist Ausdruck gewerkschaftlicher Verantwortung und demokratischer Selbstbehauptung. Und deshalb fordern wir in Zeiten der Unsicherheit, Zeichen des Mutes und der Stärke unserer Gewerkschaft.

Hier der Link zum Originalbeschluss

Titelbild: Collage Peter Vlatten

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