Kommt am 21. und 26. September vor die Werkstore, auf die Straßen und Plätze:
Am 21. September mobilisiert die IG Metall bundesweit Beschäftigte der Automobil- und Zulieferindustrie gegen Arbeitsplatzabbau, Verlagerungen und Werksschließungen.
Am 21. September werden die Beschäftigten der Automobilindustrie ein deutliches Zeichen setzen – bundesweit bei unzähligen betrieblichen Aktionen, bei unzähligen Zulieferbetrieben und Herstellern. Nicht länger werden sie sich zu Sündenböcken machen lassen für eine Krise, die sie nicht verursacht haben.
in Berlin
Mercedes-Benz Werk Berlin mit Rede u. A. von Yasmin Fahimi (DGB)
Aktion: Kundgebung am Tor 1
Zeit: 14:00 bis 15:00 Uhr
Ort: Parkplatz, Daimlerstraße 143, 12277 Berlin
Ansprechpartnerin: Annika Schwarze, 0171 1033127
Am 26. September folgen die gemeinsamen Aktionen von DGB und Mitgliedsgewerkschaften für Sozialstaat, Arbeitsplätze und Arbeitnehmer*innenrechte.
Kämpferische Gewerkschafter:innen machen aber auch zum Thema, was nicht ausgeblendet werden darf und rufen auf zum:
„DGB Aktionstag: Am 26.09. auf die Straße gegen Sozialabbau und Aufrüstung!“
Sozialkahlschlag und Kriegsvorbereitung gehören zusammen. Während bei sozialer Sicherheit, öffentlicher Infrastruktur und Arbeitsplätzen der Rotstift angesetzt wird, werden Milliarden für Aufrüstung und die Ausrichtung der Gesellschaft auf „Kriegstüchtigkeit“ mobilisiert.
Die Aktionstage können nur ein Auftakt sein. Die beispiellose Angriffswelle auf soziale Errungenschaften kann nur durch energische Gegenwehr bis zu Streiks abgewehrt werden. Die Antwort auf Arbeitsplatzvernichtung, KI und Rationalisierung kann nur weitere Arbeitszeitverkürzung sein. Die Antwort auf steigende Inflationsraten, Gebühren und Steuerprogression können nur deutliche Lohnerhöhungen sein – und zwar einheitlich für alle!
Die IG Metall Führung hat an alle Mitglieder ein Mobilisierungsmail verschickt. Gut so.
Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke
Richtige Worte. aber was steckt dahinter? Ein ehemaliger Betriebsrat von Mercedes anwortete dem Vorstand und äusserte seine Skepsis:
Starke Worte, doch lasst ihr diesen auch Taten folgen? Ich fürchte nein. Die kampflose Zustimmung von euch im Aufsichtsrat bei VW spricht Bände – und demotiviert ganze Belegschaften.
„IG Metall will künftig mehr Abweichungen vom Tarifvertrag“, heißt es im Stadtanzeiger BW. [1]„IG Metall will künftig mehr Abweichungen vom Tarifvertrag zulassen „, heißt im Statdtanzeiger BW. Zum Beispiel soll es in gut laufenden Branchen wie der Rüstungsindustrie … Continue reading Die Kolleg:innen aus Branchen wie zum Beispiel der Rüstungsindustrie sollen mehr bekommen.
Jetzt auch noch das: Noch mehr Abweichungen vom Tarifvertrag – Klasse Idee unmittelbar vor Beginn der Tarifrunde – damit sich „die Belegschaften die schlechte Zahlen erwirtschaften“ erst gar nicht an der Tarifrunde beteiligen.
Euer Rufen zu den Aktionstagen hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
Ihr schreibt: „Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich beteiligen, desto stärker wird unser Signal an Arbeitgeber, Politik und Öffentlichkeit.“ Wenn Worte und Taten so weit auseinander liegen verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit. Ich werde kommen, aber eurem ‚Ruf“ werde ich nicht folgen.
Meine Empfehlung an alle KollegInnen: Mehr Abweichungen vom sozialpartnerschaftssüchtigen Kurs des IG Metall Vorstands und der Bezirksleitungen.
Mit kämpferischen Grüßen , Martin Bott IG Metall Mitglied seit 1978 BR Mercedes-Benz Untertürkheim i.R.
Ein anderer Kollege kommentierte „Wir folgen dem Ruf auf die Strasse. Aus den Protestaktionen muss Widerstand werden! Tun wir alles, dass die Geister, die sie riefen, uns alle nicht mehr los lassen!“
Michael Häberle, der Betriebsratsvorsitzende am Mercedes-Standort Stuttgart Untertürkheim forderte am 17. September die 30 statt 40 Stundenwoche! [2]https://www.automobilwoche.de/autohersteller/mercedes-benz/amw-mercedes-betriebsrat-schlagt-30-statt-40-stunden-pro-woche-vor/ Richtig so!
Nutzen wir die Proteste zum Warmlaufen. Gehen wir mit der Tarifrunde in die Offensive!
Einladung zum Gewerkschaftsratschlag Berlin-Brandenburg
IG-Metaller:innen aus den Autokonzernen rufen auf zur Gegenwehr – Petition unterschreiben!
References
| ↑1 | „IG Metall will künftig mehr Abweichungen vom Tarifvertrag zulassen „, heißt im Statdtanzeiger BW. Zum Beispiel soll es in gut laufenden Branchen wie der Rüstungsindustrie Überschussboni geben |
|---|---|
| ↑2 | https://www.automobilwoche.de/autohersteller/mercedes-benz/amw-mercedes-betriebsrat-schlagt-30-statt-40-stunden-pro-woche-vor/ |