Fliegen – Genossenschaft GKN for Future geht an den Start

Die Belegschaft des ehemaligen Automobilzulieferers GKN in Florenz hat den Betrieb besetzt, als er dicht gemacht werden sollte und kämpft seitdem für eine sozial-ökologische Transformation der Fertigung. Wo vorher Gelenkwellen für Verbrenner produziert wurden, sollen Photovoltaik-Anlagen und Lastenräder von den Bändern gehen. Die Kolleg:innen versuchen jetzt auf vielfältigen Wegen das Startkapital für den Neuanfang zusammenzubekommen.

Wir haben im Forum schon mehrfach über die Bewegung in Florenz und das Kooperationsnetzwerk berichtet:
https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/verkehrswende-von-unten-automobilzulieferer-gkn-in-florenz-ein-beispiel-das-schule-machen-sollte/

https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/22324-2/

Am 4. Dezember findet jetzt eine Zoom-Konferenz statt, in der darüber diskutiert werden soll, wie die Belegschaft am besten unterstützt werden kann. Dazu ein lädt unser IG Metall-Kollege Lars Hirsekorn von der Volkswagen AG in Braunschweig, der breits an Bord der Genossenschaft GKN for Future (GFF) ist.


über das neue Berliner Polizeigesetz

Veranstaltung am Donnerstag, den 30. November, um 19.00 Uhr

Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Die vorherige Berliner Regierung nannte ihre Novelle des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) zutreffend einen liberalen Gegenentwurf zu den Polizeigesetzen der anderer Bundesländer.

Die aktuell regierende CDU/SPD-Koalition setzt in ihrem Koalitionsvertrag wieder auf Repression.

Im Kapitel „Inneres, Sicherheitund Ordnung“ wird ein flächendeckender Einsatz von Bodycams bei Polizei, Feuerwehr und Ordnungsämtern festgeschrieben. Bodycams sollen auch im privaten Wohnraum eingesetzt werden.

Die Videoüberwachung soll ausgebaut werden.

Verhaltensbezogene Kontrollen sollen zulässig bleiben.

Der Begriff der „öffentlichen Ordnung“ soll wieder in das ASOG aufgenommen werden. Es soll Messerverbotszonen an kriminalitäsbelasteten Orten geben. Taser sollen verstärkt eingesetzt werden.

Der Einsatz der Quellen-TKÜ und der Online-Durchsuchung werde geprüft.

Der Präventivgewahrsam soll von zwei auf fünf Tage verlängert werden. Bei möglichen terroristischen Taten sogar auf sieben Tage.

Das alles will die Landesregierung in den nächsten Monaten umsetzen; wahrscheinlich zusammen mit Maßnahmen, die nur den Görlitzer Park und den Leopoldplatz betreffen.

An diesem Abend wollen wir mit

*/Hartmut Aden/*, Professor für Öffentliches Recht, Europarecht, Politik- und Verwaltungswissenschaft, HWR Berlin, Forschungsinstitut für Öffentliche und Private Sicherheit (FÖPS Berlin)

*/David Kiefer/*, Wrangelkiez United!, Bündnis für soziale Sicherheit –#noASOG

*/Ali Mehrens/*, Bündnis für soziale Sicherheit –#noASOG

*/Niklas Schrader/*, Die Linke, Mitglied des Abgeordnetenhaus, Sprecher für Innenpolitik und Drogenpolitik

darüber reden, was diese Gesetzesverschärfungen für Berlin bedeuten würden, ob die Stadt so sicherer werden kann und wie wichtig Prävention und eine gute Sozialpolitik (vor allem Bildung, bezahlbare Wohnungen und gute Arbeit) bei einer rationalen Innen- und Sicherheitspolitik sind.

Außerdem reden wir über die Möglichkeiten des Protestes gegen die ASOG-Novelle.

Humanistische Union e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Tel: 030 – 204 2504

Http://berlin.humanistische-union.de

Gesundheitsrisiken durch Klimakatastrophe – sie sind unübersehbar da!

Die gesundheitlichen Risiken durch den Klimawandel nehmen jetzt schon dramatisch zu.
Ein umfassender neuer internationaler Bericht ergab, dass die hitzebedingten Todesfälle von Menschen über 65 Jahren seit den 1990er Jahren um 85 Prozent zugenommen haben.

Menschen dieser Altersgruppe sind neben Babys besonders gefährdet, heißt es in dem Bericht, der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet. [1]https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(23)01859-7/fulltext

Mit dem Anstieg der globalen Temperaturen sind ältere Menschen und Kleinkinder heute doppelt so vielen Hitzewellentagen pro Jahr ausgesetzt wie zwischen 1986 und 2005.

Altende Gesellschaften wie Deutschland trifft es besonders hart.

Die Klimakatastrophe erfordert einen massiven Ausbau des Gesundheitssystems. Aber was passiert in Deutschland? Genau das Gegenteil. Seit es Immer mehr Geld für Panzer gibt, wird an das bereits vorher schon marode Gesundheitssystem ein weiteres Mal die Sparaxt angelegt.

Wir berichteten ausführlich darüber in unserem Beitrag : Weckruf! Lauterbachs Reform heisst Krankenhauskahlschlag!

Was wundert sich Bundesgesundheitsminister Lauterbach, dass Deutschland inzwischen in Europa Schlusslicht bei der Lebenserwartung ist? Mit dem jetzt eingeschlagenen gesundheitspolitischen Kurs wird sie weitersinken. Und zwar überproportional bei den Arbeitenden mit niedrigen Einkommen und den sozial Benachteiligten.

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