Der Geruch des Krieges

Gedanken zu Pazifismus, Feminismus und Krieg.

Von CHRISTINE WEBER-HERFORD

Bild: Freepic

Im obersten Regal meiner Bücherwand links steht Brechts Kriegsfibel, ein Nachdruck von 1950. Auf dem Titel das Gesicht des Krieges: Eine Gruppe Soldaten – Männer, Söhne, Brüder, Väter – mit hängenden Schultern, gesenktem oder apathischem, leerem Blick, vom Leid gezeichnet, traumatisiert. Im Innenteil findet man den von Brecht gewählten Untertitel:

Das Gesicht der deutschen Armee – in Russland zeigt es sich jetzt erfroren verstört, entleert von Wille und Stolz. Dies waren einmal Elitetruppen, der Terror der Welt …

Neben der Kriegsfibel stehen etwa 20 Bücher zum Thema Pazifismus, Feminismus und Krieg. Sie sind angestaubt, manche zerlesen. Als ich sie vor zwölf Jahren hier einmottete, dachte ich, dass ich dieses Thema bis zu meinem Lebensende ablegen könnte. Heute klettere ich hinauf mit einer Leiter, vorsichtig, denn ich bin alt. Ich brauche „Zündstoff für mein Gedächtnis“ (Wer hat dieses Bild erfunden? – Vergessen.) Ich möchte meiner pazifistischen Vergangenheit ins Gesicht sehen. Zudem möchte ich verstehen lernen, warum einige meiner Freundinnen, die meisten ein paar Jahre jünger als ich, immer noch glauben, dass Frauen friedliebender sind als Männer. Auch die Frage, ob Pazifismus eine lebenslange Einstellung ist, wollte ich an mir überprüfen und meiner Angst vor Krieg Ausdruck geben.

Kriegserlebnisse

Ich bin eine Pazifistin. Mit Aufrüstung und Krieg kann man mir nicht kommen.

Mir sitzt der Krieg in den Knochen. Als der Ukrainekrieg ausbrach wurde ich nachts plötzlich wach, denn es roch ganz intensiv nach verbranntem Holz. Ich irrte durch unsere Wohnung. Nirgends ein Feuer. Später registrierte ich, dass ich gerade ein Echo eines Erlebnisses aus meiner ganz frühen Kindheit erlebt hatte. Damals, als ich etwa sechs Wochen alt war – erzählte mir später meine Mutter – war sie mit mir in einem Bergstollen, vor dessen Eingang eine Bombe explodierte, die zwei Männer tötete und ein Feuer auslöste. Nach vielen Stunden in dem Loch kamen sie heil mit mir heraus. Natürlich habe ich keinerlei Erinnerung an dieses Drama. Ich habe es auch nicht als Drama empfunden, denn meine Mutter erzählte Kriegserlebnisse eher beiläufig, etwa so, wie sie Nachbarinnen ihre Backrezepte weitergaben. Aber immer wenn ich abends ins Bett gesteckt wurde, das ganz oben im Häuschen unter einer Dachschräge stand, hörte ich Gebrumm von Flugzeugen, die näher kamen. Meine Mutter glaubte mir nicht. Sie deutete mein lautes Weinen als eine raffinierte Methode, mich vor dem Zubettgehen zu drücken.

Meine Mutter, die mich nach den Prinzipien der Schwarzen Pädagogik erzog, hat der Krieg zur Pazifistin gemacht. Nie wieder Krieg! Hörte ich immer wieder am Küchentisch, wo die Erwachsenen oft ihren Hamster-Abenteuern erzählten, etwa davon, wie sie sich auf der Suche nach Pflanzkartoffeln an einem Bahndamm drückten und beteten, von den herannahenden Tieffliegern verschont zu bleiben. Krieg ist unmenschlich. Er darf nie wieder sein. Darin waren sich meine Eltern sogar mit meiner Großmutter einig, die gerne einflocht, dass doch nicht alles schlecht gewesen sei, damals. Als Kind erschienen mir diese Geschichten nicht sonderlich aufregend. Ich wunderte mich aber, warum sie ständig wiederholt wurden. Ich spielte noch in Bombenlöchern und wir versteckten uns in Stollen im Berg, gleich hinter dem Bolzplatz.

Trotz der klaren Ablehnung des Krieges war meine Familie (Arbeiter und SPD-Wähler) nationalistisch. Als Saarländer, Grenzlandbewohner fühlten sie deutsch. Ihre nationale Zugehörigkeit war ihnen wichtiger als die Solidarität mit französischen Klassengenossen. Man stritt laut und heftig als ein Schwager meines Großvaters 1955 bei der Volksabstimmung für eine enge Bindung an Frankreich votierte. So ein Schuft! Dass Nationalismus eine starke Wurzel des modernen Krieges ist, wurde nie reflektiert.

„Wenn es ein Haus ist, zündet es an; wenn es ein Brunnen ist, vergiftet ihn; wenn es lebt, tötet es“

Eine Zeit lang dachte ich, dass das Nie-wieder-Krieg meiner Familie Allgemeingut geworden sei. Gegen den Krieg zu sein war für mich nichts Geschlechtsspezifisches, es erschien mir selbstverständlich.

Doch ohne dass es mir zunächst bewusstwurde, änderte ich meine Position. In Berlin, wohin ich 1967 zog, wurde ich in die Vietnambewegung hineingesogen. Kaum angekommen, war ich schon auf einer Demo. Danach gründeten wir ein Vietnamkomitee. Der Krieg hat uns alle aufgewühlt. In der Stadt brodelte es. Die Einheimischen –  Frontstadtberliner, wie wir sie nannten, die ihre Besatzer liebten –  waren stocksauer über die Zugezogenen. Wir wurden bespuckt und verbal angegriffen: „Geht doch nach drüben!“ Die Propaganda der Springer-Presse vom Freien Westen und seiner Demokratie zerstob im Giftgasnebel des schmutzigen Krieges in Vietnam. Wir erlebten uns als Teil einer weltweiten Antikriegsbewegung. Ein kleines Volk wehrte sich gegen die Weltsupermacht. Diese Geschichte wärmte mein jung-naives und noch von katholischen Gerechtigkeitsidealen infiziertes Herz. Unvergessen der Ausspruch des US-Kompanie-Chefs Ernest Medina: „Wenn es ein Haus ist, zündet es an; wenn es ein Brunnen ist, vergiftet ihn; wenn es lebt, tötet es.“ Er hatte seinen Männern das My Lai-Massaker befohlen.

Erst mit der Zeit realisierte ich, dass es sich beim Vietnamkrieg auch um einen Stellvertreterkrieg zwischen der USA und der Sowjetunion handelte. Die zahlenmäßig unterlegenen Vietcong, Freiheitskämpfer, die mit guten Gründen die Waffe in die Hand genommen hatten, wehrten sich mit aller Brutalität, begingen selbst Kriegsverbrechen. Eine Million nord- und südvietnamesische Soldaten kamen um, zwei Millionen Zivilisten starben, wurden ermordet, vergiftet – verreckten.  Schätzungsweise zwei bis vier Millionen Menschen sind von den Spätfolgen betroffen, mindestens 100.000 Kinder wurden mit Behinderungen geboren. Als sich die USA aus dem Krieg zurückzogen, hatten sie die erste große militärische Niederlage ihrer Geschichte eingefahren und 58.000 Soldaten verloren. Was erst viel später bekannt wurde und mittlerweile feststeht, dass dieser Krieg (wie viele vor ihm und nach ihm) mit einer Lüge begann. Der Auslöser – der Zwischenfall von Tonkin – der angebliche Beschuss eines US-Zerstörers durch nordvietnamesische Schnellboote – war eine Inszenierung, ein Bluff.

In einem philosophischen Sinne mag das „ein gerechter Krieg“, gewesen sein. Die Alternative, kollektiver, gewaltfreier Widerstand, wurde nie ausgelotet.

Frauen zu den Gewehren?

Ich war wieder auf der Seite der Pazifistinnen und las, dass viele von ihnen ihre Positionen im Lauf des Lebens gewechselt oder modifiziert haben.

Beispielsweise verwarf Maude Royen (eine bekannte englische Suffragette) 1939 ihren Pazifismus, weil sie es nicht ertragen konnte, was Hitler mit den Juden machte: „Das Unglaubliche war geschehen, es war etwas in die Welt gekommen, das schlimmer war als der Krieg.“

Simone Weil war noch 1936 absolute Pazifistin. Dann zog sie nach Spanien, um die spanische Republik gegen die franco-faschistische Invasion zu verteidigen. Als sie nach fünf Monaten wegen schwerer Verletzungen aufgab, hatte sie erleben müssen, dass aus ihrem idealistischen Kampf ein erbarmungsloses Töten auf allen Seiten geworden war. Sie war wieder Pazifistin. Am Tag als Hitler in Prag einmarschierte, war sie überzeugt, dass er ausgeschaltet werden müsse. Nun glaubte sie, dass die Welt ein alternatives Wertesystem entwickeln müsse – eine Alternative zum Evangelium der Stärke, ein System der Gerechtigkeit.

Für Virginia Woolf waren Krieg und Gewalt durch unsere patriarchalische Gesellschaft entstanden. Männer würden dazu sozialisiert zu glauben, dass es besser sei zu töten als getötet zu werden und die Frauen, ökonomisch abhängig, stützten diese Ansicht. Wie auch Helen Keller und Albert Einstein gab sie ihren Pazifismus auf. 1940 machte sie sich „Gedanken über den Frieden“ und kam zu dem Schluss, dass der Hitlerismus nicht nur Eigentum der Deutschen sei, das Verlangen nach Aggression, zu beherrschen, sei auch in England wohlauf: „Wir müssen dem Mann einen Ausgleich schaffen für seine Kanone.“ Männer und Frauen brauchten gleichermaßen Ausdrucksmöglichkeiten für ihre schöpferischen Gefühle und Kräfte.

Dem konnte ich folgen. Ich fühlte mich dem Differenzfeminismus zugehörig, einer Denkrichtung, die inzwischen wohl nur noch in theologischen Nischen überlebt. Differenzfeministinnen betonen Unterschiede zwischen den Geschlechtern – und setzen sich für eine Gesellschaft ein, die sich nicht an männlichen Normen orientiert. Ich war nicht gegen die Männer – ich liebte ja selbst einen und hatte zwei Kinder.

Als im Juni 1978 Alice Schwarzer den uneingeschränkten, freiwilligen Zugang von Frauen zur Bundeswehr (incl.  Dienst an der Waffe) forderte, war ich entsetzt. Sollte weibliche Emanzipation bedeuten, dass nun Frauen zu den Gewehren griffen? Waren es nicht eher die Männer, die lernen mussten, Konflikte gewaltfrei zu lösen? Schwarzer, die erklärte, sie persönlich würde den Kriegsdienst verweigern, kritisierte „das Berufsverbot für Frauen“ in der Bundeswehr im Namen der angeblichen „Natur der Frau“. Als Feministin sei sie grundsätzlich gegen jeden Ausschluss von Frauen aus politischen oder beruflichen Bereichen. Bevor Frauen überhaupt sagen können „Bundeswehr – nein danke!“, müssten wir eine Bundeswehr haben, die sagt „Frauen – ja bitte!“.

Das vorletzte Berufsverbot für Frauen fällt

22 Jahre später, am 7. Juni 2000, war es soweit. Die Bundesregierung stimmte einer Gesetzesänderung zu, die Frauen den freiwilligen Weg „zu allen Laufbahnen der Streitkräfte“ öffnet. Vorausgegangen war ein Urteil des Europäische Gerichtshofs, der Frauen als Soldatinnen an der Waffe in der Bundeswehr zuließ. Damit sei das vorletzte Berufsverbot für Frauen endlich auch in Deutschland gefallen (das letzte sei das katholische Priesteramt für Frauen), jubelte die Emma.

Zehn Jahre nach dem Fall des Berufsverbotes für Frauen in der Bundeswehr, also 2010, lese ich im dem feministischen Magazin:

  • Sexuelle Belästigung komme beim Militär nicht öfter vor als in anderen Organisationen, in denen Männer und Frauen zusammenarbeiten.
  • Der raue Umgangston in der Bundeswehr sei entschärft; das Verhalten der Truppe sei insgesamt zivilisierter.
  • Was Befehl und Gehorsam betreffe, so fänden sich Frauen also keineswegs nur auf Seiten derer, die die Hacken zusammenschlagen. Sie erteilten auch Befehle. Man dürfe davon ausgehen, dass diese Führungskräfte irgendwann dann auch mal ganz selbstverständlich „Generalinnen“ genannt werden.

Welche Verblendung!

Der Wehrbeauftragte kommt in seinem Bericht von 2024 zu dem Schluss: „Insgesamt fällt auf, dass die Zahl der gemeldeten verbalen sexuellen Belästigungen stetig zunimmt.“

Obwohl Schwarzers Kritik an der Theorie von der friedfertigen Natur der Frau nach meinem Eindruck nicht im Zentrum der Debatte der Friedensbewegung der 80er-Jahre stand – zentral war Aufrüstung, Antimilitarismus und Kriegsgefahr – gab und gibt es immer wieder Einlassungen dazu: Frauen seien von Natur aus verantwortungsbewusster, weil sie für die Kinderaufzucht sorgten. Sie seien warmherziger, liebevoller – in einem Wort: bessere Friedensstifterinnen.

Mir persönlich brannte diese Frage nicht unter den Nägeln. Ich hatte einen friedliebenden, nicht aggressiven Vater erlebt und hörte Dorthee Sölle zu, die sagte, sie verstehe Feminismus als eine Menschheitsbewegung – auch Männer bestünden zu 49 Prozent aus Frauen.

Das friedliebende Geschlecht?

Die Diskussion war aber nicht neu. Damals, vor dem Ersten Weltkrieg, wurde sie in der Frauenbewegung von Lida Gustava Heymann (1868 – 1943) angeführt, die in ihrem Essay „Weiblicher Pazifismus“ (1917) die biologische Wesensbestimmung der Frau betonte. Diese radikale Frauenrechtlerin und Pazifistin, glaubte, dass weibliches Wesen und weiblicher Instinkt identisch seien mit Pazifismus und dass der Mann die größte Schuld daran trage, wenn das Wesen des Weibes nicht zur Wirkung kam.

Siebzig Jahre später, 1987, brachte Margarete Mitscherlich eine neue Facette ein. Auch sie ging von einer Friedfertigkeit aus, diese sei aber nicht genetisch bedingt, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger Unterdrückung der Frau. Die »Friedfertigkeit« sei mit Bedacht anerzogen, denn sie hindere die Frau daran, gegen die vermeintlich naturgegebene männliche Herrschaft und Unterdrückung zu rebellieren. Sie sei das Gegenstück zum aggressiven, kriegerischen Mann; bei beiden handele es sich um soziokulturelle, also in der (patriarchalen) Gesellschaft erworbene Eigenschaften.

Birgit Rommelspacher (1945 – 2015), Professorin für Psychologie mit dem Schwerpunkt Interkulturalität und Geschlechterstudien, spann diesen Faden weiter. Sie befeuerte die Diskussion mit ihrem Buch „Dominanzkultur: Texte zu Fremdheit und Macht“ (1995), das auch mein Selbstbild beeinflusste. Die Empathie der Frauen gelte in erster Linie denen, die ihnen nahestehen, keineswegs ferner stehenden Menschen. Ihr Dasein für andere – in der Familie – heiße nicht notwendig Dasein für alle. Die Bereitschaft zur Einfühlung – etwa in das Kriegserleben der Eltern – sei sehr viel größer als die Einfühlung in das Los von Jüdinnen.

Wenn wir über Krieg redeten, dann erschienen die Frauen als diejenigen, die ihn erduldeten, die die Kinder durchbrachten, das Überleben sicherten. Das Klischee „Männer die Täter – Frauen die Opfer“ sei aber falsch. Zweifellos war der Nationalsozialismus ein Männerstaat und Frauen in vieler Hinsicht diskriminiert – aber sie haben mitgemacht, waren involviert. Und viele waren begeistert vom Nationalsozialismus. Sie wurden in ihrer Mutterrolle gefördert, geehrt, als Arierinnen rassistisch aufgewertet – das war eine Kompensation für ihre Abwertung als Frau. Frauen heute sollten ständig die männliche Norm hinterfragen. Sie wachsen immer noch in einem Patriarchat auf. Und das ist nicht friedfertig: „Es gibt Frauen, denen erscheint der Dienst mit der Waffe als ein Machtzuwachs. Sie denken, als Soldatin seien sie vor Belästigungen von Männern sicher. Aus diesem Grund würden manche Frauen Kriminalbeamtinnen. Die Erfahrungen der amerikanischen Armee sprechen aber sehr eindeutig gegen solche Hoffnungen.“

Die Frage nach Krieg oder Frieden ist zurück

Wer wissen will, was Militärs von Frauen in ihren Reihen halten, sollte die Bücher von Martin van Creveld (geb. 1946 in Rotterdam) lesen. Der emeritierte Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo er 37 Jahre lang lehrte, wird als einer der weltweit führenden Militärwissenschaftler gelobt, der auch beim US-Militär gefragt sein soll. Die Tatsache, dass in immer mehr Ländern die Frauen an die Gewehre dürfen, hat ihn zu zwei Büchern veranlasst: Frauen und Krieg“ (2001) und „Das bevorzugte Geschlecht“ (2003).

Hier nur eine kleine Auswahl seiner Zumutungen:

  • Wenn heute Frauen Soldatinnen würden, dann sei das gleichermaßen Symptom und Ursache für den Niedergang des Militärs.
  • Echte Kriegerinnen seien selten wie ein Einhorn.
  • Vergewaltigungen seien nichts anderes als eine notwendige körperliche Entlastung für die Männer. Hinter den meisten der zur Anklage gebrachten Fälle von Vergewaltigungen steckten bloße Verleumdungen – im Einklang mit einer uralten weiblichen Strategie.

Creveld veröffentlichte 30 Bücher, viele militärhistorische Werke in Wissenschaftsverlagen und eine Polemik im rechtslastigen österreichischen Ares Verlag, dessen Bücher hierzulande vom Antaios Verlag des Götz Kubitschek vertrieben werden. Im Ares Verlag erschien sein bisher letztes Buch „Wir Weicheier“, in dem er den Frauen vorwirft, ihre Söhne nicht mehr kriegstauglich zu erziehen. Er war bei der AfD-Fraktion im Bundestag zu Gast, hat aber auch Deutschlandfunk-Kultur ein Interview gegeben.

Creveld provoziert, polemisiert, seine Bücher sind frauenfeindlich.

Aber er steht mit seinen Thesen nicht allein. Im Ohr ist noch der als „Herrenwitz“ herunter gekochte Ausspruch eines deutschen Generalmajors vom Frühjahr 2025: „Wenn eine Vergewaltigung unvermeidbar ist, dann entspannen und genießen.“​

Ich entsorgte die Emma bei unserem Umzug ins Altersdomizil. Creveld verstaubt im oberen Regal.

In einem Punkt stimme ich ihm zu: Wie er glaubte ich, dass wir uns hier im alten Europa in absehbarer Zeit nicht mehr mit Krieg oder Frieden befassen müssten. Schon gar nicht mit einem Atomkrieg. Noch 2021 ergab eine Greenpeace-Umfrage, dass 92 Prozent der Deutschen dafür sind, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen – ein wichtiger Schritt hin zu einer atomwaffenfreien Welt.

Wie naiv ich war – und das in meinem Alter!

Heute leben wir wieder im Vorkrieg

Ich war überzeugt, dass die seelischen Wunden des Krieges auch kommende Generationen kriegsuntauglich machen. Nicht sicher war ich mir, ob meine tief gefühlte Erkenntnis

Verbrechen sind dem Krieg immanent

Krieg ist Entmenschlichung

ein zivilisatorischer Zusammenbruch

ein Verbrechen in sich – bar jeder Vernunft 

in der Bevölkerung verankert ist.

Heute leben wir wieder im Vorkrieg. Man darf nicht nur den Krieg, sondern muss den Vorkrieg im Blick haben, so Christa Wolf. Er ist die Zeit der Hetze und der Propaganda, in der das Feindbild geschärft wird. Es ist nicht nur der Zustand, in dem gerüstet wird, man braucht auch Kanonenfutter. Deshalb wird versucht, die Jugend zu indoktrinieren, deshalb haben Angsterzeugung und psychologische Kriegsführung Konjunktur. So wird – beispielsweise – durch eine angebliche Drohnengefahr (ohne einen einzigen Beweis) Angst verbreitet, werden die Menschen verunsichert – und schon erscheinen die immensen Rüstungsausgaben plausibel.

Ich habe nie verstehen können, weshalb die Deutschen nach den grauenvollen Erfahrungen des Ersten Weltkrieges kaum eine Generation später schon wieder kriegsbereit waren. Meine Großmutter wusste es genau: „Dieser Krieg wurde uns aufgezwungen!“ Das Propagandamärchen der Nazis kam gut an.

Ich bin mir sicher: Der Ukrainekrieg hätte durch Interessenausgleich und Diplomatie verhindert werden können. Auch Hitler hätte verhindert werden können, wenn die Linken und die Demokraten sich des Vorkrieges bewusst gewesen wären.

Und jetzt, wieder im Vorkrieg, kommt es existenziell darauf an, den nächsten Krieg zu verhindern, die Gleichgültigkeit, die Gedankenträgheit und den Streit zu überwinden. Die Vorkriegszeit ist die letzte Gelegenheit, den Frieden zu bewahren.  Sie müsste die Hochzeit der Diplomatie sein.

Wo sind die Feministinnen?

Es gibt sie offenbar – auch in der Ukraine. Aber was ist ihr Credo? “Wir wollen den Feind auf jedem Zentimeter unseres Landes vernichten“, sagt eine feministische Veteranin in die Kamera. In einem aktuellen feministischen Blog lese ich, dass ukrainische Feministinnen zu den Waffen greifen, weil es die Nation so fordere. Vom Bandera-Nationalismus (Faschismus-Antisemitismus) habe ich nichts gelesen.

„Niemals haben Menschen aus der Geschichte gelernt, und sie werden es auch in Zukunft nicht tun“, sagte der hellsichtige Kurt Tucholsky 1926.

Wie konnte ich das nur vergessen!

Ich greife wieder zur Kriegsfibel, die Pazifist Bert Brecht und Ruth Berlau, eine Gefährtin, zusammengestellt haben.

Eine Unterschrift unter einem Hitlerbild klingt ganz aktuell.

Seht ihn hier reden von der Zeitenwende.

Es ist Sozialismus, was er euch verspricht

Doch hinter ihm, seht, Werke eurer Hände:

Große Kanonen, stumm auf euch gericht.

Ruth Berlau, die Herausgeberin, bemerkt im Vorspann:

Der ungünstigste Frieden ist besser als der gerechteste Krieg.

Quellen

Bertolt Brecht Kriegsfibel, erschienen 1955, ein Jahr vor seinem Tod, zum ersten Mal in der DDR – im Eulenspiegel Verlag – und seither in vielen Ländern

https://meinstein.ch/geschichte/vietnamkrieg-die-bilanz-die-verluste

https://www.dw.com/de/agent-orange-der-lange-schatten-des-vietnamkriegs/a-57459748

Innenansicht eines Krieges/ Deutsche Dokumente 1914 – 1918, dtv april 1973

Sybil Oldfield, Frauen gegen den Krieg/Fischer TB 1995

https://www.derstandard.de/story/2000115600915/differenzfeminismus-gleichberechtigt-aber-nicht-gleich

https://www.emma.de/artikel/frauen-militaer-pro-kontra-frauen-ins-militaer-264305

https://www.emma.de/artikel/fehler-frauen-militaer-von-flintenweibern-und-flintenkerlen-264380

https://www.emma.de/artikel/frauen-und-militaer-vor-der-kaserne-263591

https://www.emma.de/artikel/bundeswehr-zehn-jahre-frauen-der-waffe-265348

https://www.bundestag.de/parlament/wehrbeauftragter/jahresberichte

Martin van Creveld, Frauen und Krieg 2001, Das bevorzugte Geschlecht 2003/ beide: Gerling Akademie Verlag, Wir Weicheier 2018/Ares Verlag Wien

https://www.greenpeace.de/publikationen/s03021_gp_auswirkungen_atomwaffen_d_studie_07_2020_fly_fin_neu.pdf

Peter Heinl/Maikäfer flieg, dein Vater ist im Krieg…“/Kösel Verlag 1994

https://www.arte.tv/de/videos/116341-024-A/frauen-an-der-front

https://blog.feministische-studien.de

Christine Weber-Herfort

Christine Weber-Herfort, geboren 1944, ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern sowie Großmutter von drei Enkeln. Nach dem Abitur an einer Klosterschule nahm sie – den damaligen Erwartungen entsprechend – kein Studium auf, sondern arbeitete zunächst als Sekretärin. Parallel absolvierte sie ein berufsbegleitendes Studium am Institut für Markt- und Verbrauchsforschung in Berlin und war anschließend in verschiedenen Werbeagenturen und Verlagen tätig. Seit 1982 arbeitet sie als freie Journalistin für Printmedien, darunter die Frankfurter Rundschau und Lokalzeitungen, sowie für den Hörfunk (u. a. SR und NDR); heute ist sie vor allem als Rezensentin aktiv. Politisch engagierte sie sich stets in wechselnden Bewegungen, unter anderem zu den Themen Vietnam, globaler Süden, Frauenrechte, Frieden, Gewerkschaftsarbeit, Attac und Umweltschutz.
Mehr Beiträge von Christine Weber-Herfort →

Erstveröffentlicht im Overton magazin v. 28.01. 2026
https://overton-magazin.de/kommentar/gesellschaft-kommentar/der-geruch-des-krieges/

Wir danken für das Publikationsrecht.

ARI is back!

Berlin – Feierliche Enthüllung: Willkommen zu Hause zurück, Friedensstatue Ari 

Von SABINE SCHEFFER

Am 17. Oktober 2025 entführten 30 Polizisten in Kampfanzügen die Friedensstatue Ari von ihrem Platz im öffentlichen Raum in der Moabiter Birkenstraße. 

Mit einem schwarzen Sack über dem Kopf, so erzählen es die Frauen vom Korea Verband e. V., die seit vielen Jahren für ihre Ari, die Bronzestatue einer Trostfrau kämpfen.

Ari ist eine kleine, junge Frau mit asiatischen Gesichtszügen, die auf einem Stuhl an einer Berliner Straßenkreuzung sitzt. Ein zweiter leerer Stuhl neben ihr lädt alle Menschen, die vorbeikommen, zum Hinsetzen, Innehalten und Gedenken ein. 

Die Friedensstatue Ari wurde 2020 von der AG Trostfrauen im Korea Verband öffentlich aufgestellt, um das Thema sexualisierte Gewalt in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. 

Die Statue erinnert an über 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die vom japanischen Militär während des Asien-Pazifik-Krieges als sogenannte Trostfrauen sexuell versklavt wurden. 

Ähnliche Friedensstatuen sind weltweit aufgestellt. Der japanischen Regierung gefällt das nicht. 

In Berlin traf das grüne Bezirksamt die Entscheidung, die Statue 2025 abräumen zu lassen. Begründet wurde dies vom Amt mit dem Hinweis, dass private Kunstobjekte im öffentlichen Raum lediglich eine zeitlich befristete Genehmigung zur Aufstellung  erhalten können und dann verschwinden müssen. Die Genehmigung läuft nach zwei Jahren ab. Ari hatte fünf Jahre an ihrem öffentlichen Platz gesessen, nahe dem kleinen Trostfrauenmuseum des Korea-Verbandes.

Der Verband vermutet, dass der Druck, den die japanische Regierung regelmäßig ausübt, die Entfernung verursachte. 

Sicher ist, dass Tokio bei der Bundesregierung, dem Berliner Regierenden CDU Bürgermeister Kai Wegner und der grünen Bezirksbürgermeisterin Protest einlegte.

Am 22. Januar 2026 feierte die AG Trostfrauen die Rückkehr von Ari mit einer festlichen Enthüllung. 

Allerdings steht das Denkmal nun nicht mehr auf öffentlichem Grund, sondern auf Privatgelände. Ari sitzt nun in der Nähe des alten Standortes auf dem Gelände des Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) in Moabit. 

Mit der Veranstaltung “Wir sind alle Ari – Willkommen zu Hause zurück!” betonte der Korea-Verband auch, das alle Unterstützer*innen weiter für den langfristigen Erhalt der Friedensstatue und ihre Rückkehr in den öffentlichen Raum kämpfen. 

siehe auch Fotogalerie von Joachim Gester zum Thema „Ari muss bleiben!“ anlässlich der geplanten Abräumung der Friedensstatue im August 2024

ARI muss bleiben!

https://r-mediabase.eu/ari-muss-bleiben/embed/#?secret=OOdwV1xp7H

Erstveröffentlicht auf r-mediabase
https://r-mediabase.eu/wir-alle-sind-ari-willkommen-zu-hause-zurueck-die-friedensstatue-ari-kehrt-zurueck/

Wir danken für das Publikationsrecht.

Imperialismus, Klassenrealität und die Rojava-Erfahrung im Nahen Osten – eine antiimperialistische Analyse

Eine antiimperialistische Analyse** aus marxistischer Sicht. Von Zeki Gökhan, Mitglied der Partei die Linke, anlässlich des Kampfes zur Verteidigung von Rojava. und der Rechte der Kurd:innen in Nordsyrien. Seine Analyse ist unerbittlich, seine Kritik kurz und deutlich. Ebenso aber ist seine Solidarität grenzenlos, ob mit den Kurd:innen, den Palästinser:innen, den Iraner:innen. Dabei ist immer klar, wessen Partei ergriffen werden muss. Denn wer den Schah gegen die Mullahs austauscht treibt die Menschen vom Regen in die Traufe. Und wer die Selbstbestimmtheit der Völker gegen die soziale und demokratische Selbstbestimmtheit der Menschen und umgekehrt gegeneinander ausspielt, kann strategisch im antiimperialistischen Kampf nicht erfolgreich sein. (Peter Vlatten)

Imperialismus, Klassenrealität und die Rojava-Erfahrung im Nahen Osten – eine antiimperialistische Analyse

Zeki Gökhan, die Linke, 27. Januer 2026

Imperialismus: Kein moralischer Fehltritt, sondern ein strukturelles System..

Imperialismus ist nicht das Ergebnis böser Absichten einzelner Staatsmänner oder falscher diplomatischer Entscheidungen. Er ist ein notwendiges Produkt der monopolistischen und finanzkapitalistischen Phase des Kapitalismus. In Lenins Worten ist der Imperialismus auf Kapitalexport gegründet, auf die gewaltsame Kontrolle von Märkten und Energiequellen ausgerichtet, und verbindet militärische, politische und ideologische Instrumente zu einem globalen Herrschaftssystem.

Solidarität mit Rojava ist Solidarität mit Demokratie, Feminismus und Menschenrechten.

Die Unmoral des Imperialismus ist daher keine Entgleisung, sondern seine Funktionsweise. Völker zu kaufen, zu bewaffnen und anschließend fallenzulassen; eine Kraft gegen die andere auszuspielen; jene, die gestern noch als „Terroristen“ galten, heute zu „Verbündeten“ zu erklären – all das ist kein Widerspruch, sondern imperialistische Normalität. Der Nahe Osten ist das sichtbarste Versuchsfeld dieser Praxis.

Greta Thunberg: "Wir verurteilen die Gewalt gegen die Menschen in Rojava und das Schweigen der internationalen Gemeinschaft. Wir fordern ein sofortiges Ende der Angriffe und den Schutz der Bevölkerung." 
Der Nahe Osten: Das Labor des Imperialismus..

Der Nahe Osten ist nicht wegen seiner ethnischen, religiösen oder kulturellen Vielfalt Ziel imperialistischer Politik, sondern wegen seiner Energiequellen, Transitwege und geopolitischen Lage. Die grundlegende Methode des Imperialismus in dieser Region ist:

  • die Völker nicht auf einer gemeinsamen Klassenbasis zu vereinen,
  • ethnische und konfessionelle Bruchlinien systematisch zu vertiefen,
  • einzelne Kräfte als Stellvertreter gegeneinander einzusetzen,
  • und am Ende alle Seiten geschwächt, abhängig und fragmentiert zurückzulassen.

,Die Entstehung des IS im Irak, die Linie von Al-Qaida über Al-Nusra bis zur HTS, sowie die Tatsache, dass al-Dscholani zunächst dämonisiert und später zum Führer eines imperialistischen Satellitenstaates aufgebaut wurde, sind keine Zufälle, sondern Ausdruck dieser Laborpolitik. Es geht hier nicht um Personen, sondern um Methode.

Die kurdische Bewegung und Rojava: Objektiver Gewinn, strategische Sackgasse

Die in Rojava entstandene Struktur ist das Ergebnis realer Opfer, jahrelanger Anstrengungen und des kollektiven Engagements der Bevölkerung. Diese historische Tatsache ist unbestreitbar. Aus antiimperialistischer Klassenperspektive zeigen sich jedoch grundlegende Probleme: die Existenz von 22 US-Militärbasen in Rojava, das Ausbleiben eines strategischen Bruchs mit dem Imperialismus, das Fehlen einer klaren gemeinsamen Klassenperspektive für andere Bevölkerungsgruppen der Region (Aleviten, Drusen, Christen, arabische Werktätige), sowie die Illusion, imperialistische „Schutzversprechen“ seien eine verlässliche Garantie.

Der Imperialismus schützt keine Strukturen aus Prinzip, sondern nur solange sie nützlich sind. Jede Kraft, die ihre Funktion verliert oder in einem anderen Szenario ersetzbar wird, wird ohne Zögern geopfert. Genau das erleben wir heute.

Die Illusion von „Freundschaft“ und die Logik der Miettruppen..

Im imperialistischen System gibt es keine Freundschaft, keine Loyalität, keine Prinzipien. Es gibt nur Interessenlagen.

Dass eine Kraft heute als „entbehrlich“ gilt und morgen für einen anderen Krieg angemietet werden soll, ist kein Widerspruch, sondern Ausdruck dieser Logik. Auch die Erpressung, der die kurdische Bewegung in Hewlêr ausgesetzt wurde, folgt genau diesem Muster. Entscheidend ist: Ohne einen theoretischen und praktischen Bruch mit dem Imperialismus lässt sich dieses System nicht durch bloße moralische Erklärungen überwinden.

Ein Ehrenstandpunkt ist wichtig – doch ohne strategischen Antiimperialismus bleibt er politisch ungesichert.

Kurzfristiger Erfolg – langfristiger Zerfall

Die historische Erfahrung ist eindeutig: Keine Bewegung, die den Imperialismus nicht theoretisch begreift und ihm klassenmäßig entgegentritt, kann eine stabile, langfristige und institutionalisierte Macht aufbauen. Dies ist kein moralisches Urteil, sondern ein historisches Gesetz. Temporäre Bündnisse mit dem Imperialismus können militärische Erfolge bringen, doch diese verwandeln sich nicht in politische Souveränität, da jede Macht, die imperialistischen Interessen widerspricht, früher oder später liquidiert wird.

Der rasche Verlust ölreicher Gebiete, Integrationszwänge und das erzwungene Schweigen sind direkte Folgen dieser Struktur.

Die Völker der Region und die Gefahr des Schweigens..

Die größte Schwäche einer unvollständigen antiimperialistischen Linie ist das Fehlen einer gemeinsamen Zukunftsperspektive für alle Völker und Glaubensgemeinschaften der Region. Aleviten, Drusen, Christen, arabische Arbeiterinnen und Arbeiter… Keine Struktur kann regionale Legitimität erlangen, wenn sie nicht deren Sicherheit, politische Subjektivität und Klasseninteressen sichtbar mitträgt. Imperialismus nutzt genau diese Leerstellen.

Schlussfolgerung: Die internationalistische antiimperialistische Aufgabe..

Die heute Rojava und insbesondere dem kurdischen Volk, aber auch allen unterdrückten Völkern des Nahen Ostens aufgezwungenen Politiken von Vernichtung, Massakern und politischer Auslöschung sind kein lokales Phänomen, sondern Bestandteil einer gesamtimperialistischen Angriffsstrategie. Angesichts dessen ist Schweigen keine Neutralität, sondern bedeutet faktisch Zustimmung und Mittäterschaft.

Antiimperialismus darf daher nicht bei theoretischen Analysen stehen bleiben. Wer die minimalen praktischen Konsequenzen seiner eigenen Positionen nicht zieht, produziert eine neue Form von politischer Inkohärenz. Den Imperialismus rhetorisch zu verurteilen und angesichts seiner Verbrechen zu schweigen, heißt, ihn praktisch zu reproduzieren.

Die kleinbürgerlich-reformistischen Eigenschaften der jeweiligen Führungen entheben niemanden dieser historischen und humanitären Verantwortung. Im Gegenteil: Sie machen den Aufbau einer von unten organisierten, internationalistischen Klassen- und Solidaritätsbewegung umso notwendiger.

Die Aufgabe der Gegenwart ist klar: den imperialistischen Angriffen eine aktive antiimperialistische Solidarität entgegenzusetzen, die Völker der Region nicht über ethnische oder religiöse Trennlinien, sondern über gemeinsame Klasseninteressen zu verbinden, und dem Schweigen die organisierte Gegenwehr entgegenzustellen.
Denn Geschichte erinnert sich nicht an jene, die nur richtige Analysen formulierten, sondern an jene, die zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, die richtige Haltung einnahmen.

Protestwoche in Berlin

siehe auch unseren Bericht zu den Protesten gegen die Angriffe auf Rojava

Wir danken Zeki für das Publikatiosnrecht. Zeki Gökhan ist Mitglied der Partei die Linke und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages.

Titelbild: Zeki Gökhan

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