Hand in Hand mit der Rüstungslobby?

Gewerkschaften sind nicht die Interessenvertretung der Rüstungsindustrie

von Ulrike Eifler

Bild: BAG B&G DIE LINKE

Das Wirtschaftsforum der SPD, der Bundesverband der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) und die IG Metall haben sich auf ein gemeinsames Positionspapier verständigt.

Unter dem Titel »Souveränität und Resilienz sichern« einigten sich die drei Organisationen auf industriepolitische Leitlinien für die Rüstungsindustrie. Eigene leistungsstarke Verteidigungssysteme zu Land, Luft und See sollen mit Hilfe staatlicher Beschaffungspolitik aufgebaut werden.
Die Spirale der Eskalation, die ein Aufrüstungskurs unweigerlich nach sich zieht, bleibt unerwähnt. Stattdessen werden das »Sondervermögen Bundeswehr« und die zugesagte 2-Prozent-Quote der NATO emphatisch gefeiert. Wenig verwunderlich, denn beides stellt den Rüstungsunternehmen riesige Konjunkturprogramme in Aussicht.
Doch das Papier ist mehr als eine bloße industriepolitische Strategie. Es nimmt den Staat für die Planungssicherheit der Rüstungsindustrie in die Verantwortung mit dem Ziel, Rüstungsgewinne zu stabilisieren und auszuweiten. Gewerkschaften aber sind nicht die Interessenvertretung der Rüstungsindustrie. Die Unterzeichnung des Papiers sendet daher fatale Signale aus: Es orientiert Mitglieder wie politische Bündnispartner nicht auf Entspannungspolitik und Frieden, sondern stärkt den Diskurs derer, die ein Interesse an militärischer Eskalation haben.

BDSV und Wirtschaftsforum – die Wirtschaftslobbyisten

Die drei Unterzeichneten könnten gegensätzlicher nicht sein. Während die IG Metall die Interessen der abhängig Beschäftigten vertritt und für eine Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen eintritt, sind BDSV und Wirtschaftsforum klassische Wirtschaftslobbyisten. Mit 220 organisierten Unternehmen ist der BDSV ein Industrieverband der deutschen Rüstungsbranche.
Dem Verband geht es um die Änderung des sicherheits- und außenpolitischen Diskurses. Nicht zufällig liest sich die Vorstandsriege wie das »Who is Who« der deutschen Rüstungsindustrie. Darunter Präsident Armin Papperger, der erst kürzlich mit Olaf Scholz im neuen Rheinmetall-Werk in der Lüneburger Heide posierte.
Auch das Wirtschaftsforum der SPD versteht sich als unabhängiger unternehmerischer Berufsverband an der Seite der SPD. Sein Ziel: die Interessen der Wirtschaft in die Führungsriege der SPD tragen. Dazu soll der Austausch von Wirtschaftsvertretern mit den Verantwortungsträgern der Partei in Parlamenten, Regierungen und Parteigliederungen organisiert werden.
Der Verband wurde im Februar 2015 auf Initiative des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der TUI AG, Michael Frenzel, gegründet. Im Beirat sitzt nahezu das gesamte SPD-Führungspersonal der ersten Reihe. Und mit Oliver Burkhard gibt es personelle Überschneidungen zum BDSV, denn Burkhard sitzt als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Thyssenkrupp AG nicht nur im erweiterten Präsidium des Wirtschaftsforums, sondern auch im BDSV-Vorstand.

Industriepolitisches Konzept

Die Orientierung des Papiers ist aus mehreren Gründen problematisch. So werden beispielsweise die Aufrüstungsambitionen der Rüstungsindustrie in einen industriepolitischen Diskurs gekleidet, der angibt, den Erhalt der Fertigungsstandorte und die dazugehörigen Arbeitsplätze in den Blick zu nehmen. Damit suggeriert es, dass Aufrüstung eine Antwort auf die Herausforderungen von wirtschaftlicher Stagnation, Deindustrialisierung und Transformation sein könnte.
Zweifelsohne braucht es mehr politische Steuerung, um die Deindustrialisierung vor allem der industrialisierten Kernregionen West- und Süddeutschlands zu verhindern. Doch in der Vergangenheit haben die Gewerkschaften den Widerspruch zwischen den furchtbaren, tödlichen und zerstörerischen Produkten rüstungsindustrieller Fertigung und dem Interesse an guten Arbeitsplätzen durch eine Konversionsperspektive aufgelöst. Rüstungsunternehmen sollen in den Dienst ziviler Produktion gestellt werden.
Mit dieser Forderung stellen sich die Gewerkschaften zwar gegen die mächtige Rüstungsindustrie und weite Teile des politischen Establishments, das kriegsbesoffen über Bodentruppen in der Ukraine und atomare Abschreckung redet. Aber welche andere Position könnten die Gewerkschaften vor dem Hintergrund ihrer Geschichte, im Bewusstsein von zwei furchtbaren Weltkriegen und angesichts des wachsenden Risikos neuer weltkriegerischer Auseinandersetzungen sonst einnehmen?
Auf einem zerstörten Planeten lassen sich Arbeitsplätze weder erhalten noch gestalten. Statt den aktuellen Transformationsdruck der Industrie mit dem Aufbau der Rüstungsindustrie lösen zu wollen und dabei die alten Konversionsdebatten klammheimlich unter den Teppich zu kehren, müssen Gewerkschaften stärker zum Treiber der Transformation werden. Dabei darf die Entscheidung, was produziert und transformiert werden soll, nicht aus der Hand gegeben werden.
Die Gewerkschaften müssen diejenigen sein, die die Transformation industrieller Fertigungsprozesse mit der Frage nach dem gesellschaftlichen Nutzen ihrer Produkte verknüpfen. Gesellschaftliche Bedarfe jenseits von Krieg, Zerstörung und Tod zu definieren, ist daher eine der zentralen Aufgaben der Gewerkschaften in der Transformation und in der Friedensbewegung.

Zerstörung der gesellschaftlichen Infrastruktur

Auch gesamtgesellschaftlich hätte eine starke Konzentration auf die Rüstungsindustrie fatale Folgen. Die ersten Versuche, den Aufrüstungskurs über Sozialkürzungen zu finanzieren, sind bereits gemacht. Clemens Fuest vom Ifo-Institut bemühte kürzlich sogar die zentrale Propagandametapher der Nazis – »Kanonen statt Butter« –, um die Bevölkerung frühzeitig auf Sozialkürzungen einzuschwören.
Doch abgesehen von der Rücksichtslosigkeit gegenüber den arbeitenden Klassen kann sich der Aufrüstungskurs zudem schnell als Gift für die ohnehin stagnierende Wirtschaft erweisen. Denn staatliche Investitionen in die Infrastruktur, in den Heizungstausch oder die Unterstützung von Arbeitslosen stärken die Binnennachfrage. Rüstungsmilliarden dagegen wandern größtenteils ins Ausland. So fließen derzeit 10 Milliarden aus dem Sondervermögen in die F35-Kampfjets des US-Rüstungsherstellers Lockheed Martin.
Doch selbst wenn man unterstellt, die staatlichen Rüstungsinvestitionen gingen ausschließlich an Firmen in Deutschland, stellt sich die Frage, welchen Nutzen die Gesellschaft davon hätte. Kampfhubschrauber und Panzer steigern zwar das Bruttoinlandsprodukt, schreibt der Ökonom Maurice Höfgen, aber nicht den zivilen Wohlstand.
Hinzu käme ein Verdrängungswettbewerb zugunsten von Rüstungsausgaben, der deutlich zulasten notwendiger Investitionen etwa in den Klimaschutz, in den Ausbau der Bildung, die Entwicklung von Fachkräften, nachhaltigen Industrieumbau oder die Entlastung der Pflegekräfte ginge.
Auch das Fachkräfteproblem, das schon jetzt branchenübergreifend zu spüren ist, würde sich noch einmal deutlich verstärken, denn der Einsatz von Ingenieuren und Monteuren ist natürlich bei der Sanierung von Schulgebäuden, bei der Produktion von E-Autos oder der Installation von Solarpanelen viel sinnvoller als bei der Produktion von Kampfpanzern.

Klimapolitischer Offenbarungseid

Auch klimapolitisch leistet das Papier seinen Offenbarungseid. Denn es reklamiert die Befreiung von klimapolitische Auflagen wie der CO2-Bepreisung ausgerechnet für eine Branche, die zu den größten CO2-Emittenden gehört.
In einer Studie, die im Auftrag von The Left, der Fraktion der linken Parteien im Europäischen Parlament erstellt wurde, wird der CO2-Fußabdruck der deutschen Waffenhersteller auf mehr als 3,4 Millionen Tonnen geschätzt. Für den gesamten deutschen Militärsektor einschließlich der Bundeswehr sind es sogar 4,5 Millionen Tonnen. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von etwa einer Million Autos pro Jahr.
Und der Kampfjet F35, den die Bundeswehr bereits geordert hat, emittiert pro Stunde mehr als ein Deutscher im Jahresschnitt verursacht. Steigende Militäretats ziehen einen deutlichen Anstieg der CO2-Emissionen nach sich – eine Entwicklung, die angesichts des drohenden Klimakollapses nicht zu rechtfertigen ist.

Fazit

Zum Selbstverständnis der Gewerkschaften gehört die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der arbeitenden Klassen. Eine Stärkung der Rüstungsindustrie, die mittel- bis langfristig sogar in eine Kriegswirtschaft münden könnte, schleift den Sozialstaat, gefährdet das Klima und leitet eine gefährliche Rüstungseskalation ein.
Aus gutem Grund waren SPD und Gewerkschaften über Jahrzehnte tragende Pfeiler der Friedensbewegung. In einer Zeit, in der die politische Klasse sich gegenseitig in Aufrüstungsforderungen überbietet und eine ebenso gefährliche wie absurde Diskussion über Atomkriege führt, sollten die Gewerkschaften ihren Platz nicht an der Seite von Rüstungslobbyisten und Kriegsgewinnlern suchen, sondern in der Friedensbewegung.
Der Gewerkschaftstag hat dafür den Grundstein gelegt, als er beschloss, dass sich die IG Metall »mit Nachdruck für diplomatische Lösungen auf allen möglichen Ebenen und über alle Kanäle« einsetzen wird: »Die Eskalations- und Rüstungsspirale darf sich nicht weiterdrehen.« Ein wegweisender Beschluss, der deutlich macht: Statt gemeinsamer Positionierungen mit der Rüstungslobby braucht es eine selbstbewusste Rückbesinnung auf die traditionelle Rolle der Gewerkschaften und ein offensives Eingreifen in den aktuellen Diskurs.

Die Autorin ist Bundessprecherin der Arbeitsgemeinschaft Betrieb & Gewerkschaft der LINKEN.

Erstveröffentlicht auf soz-online
https://www.sozonline.de/2024/04/hand-in-hand-mit-der-ruestungslobby/

Wir danken für das Publikationsrecht.

Palästinakongress aktuell

Wichtige Infos zum Livestream und Ort des Palästina Kongresses
Live stream

Der Link zum Livestream wird am 12. April um 12 Uhr auf die Homepage des Palästina Kongresses sowie in die Telegram Info Channel gestellt. Der Livestream beginnt um 14 Uhr am 12. April.

hier geht es zu Homepage mit  Aufruf und Programm des Kongresses

Das sind die Uhrzeiten des Livestreams:
Freitag (12.4) von 14 bis 19.45 Uhr
Samstag (13.4) von 10 bis 13 Uhr
Sonntag (14.4) von 10 bis 14.30 Uhr

Hier zu unserer bisherigen Berichterstattung zum "PALÄSTINA Kongress 2024 - Wir klagen an!"  mit allen Aufrufen und Verlinkungen
Candice Breitz. Protest gegen Sperrung des Kontos

Ort des Kongresses

Der Ort des Kongresses wird um 10 Uhr am 12. April bekanntgegeben auf der Homepage des Kongresses und in Social Media.

Wir bitten um Verständnis wegen der Kurzfristigkeit. Wegen Hetze seitens Rassisten und Genozid-Befürwortern, müssen wir jedoch diese Sicherheitsmaßnahme ergreifen, um zu gewährleisten, dass der Palästina Kongress stattfinden kann.

Am 14. APRIL soll es zu weltweiten Protesten und Aktionen vor deutschen Botschaften und Einrichtungen kommen.

Antilopen Gang. „Linke“ Frontband für die Rechten?

Ich konnte nicht umhin, als der Song „Oktober in Europa“ der Band Antilopen Gang in der Facebook Gruppe „Omas gegen Rechts – Deutschland“ gepostet wurde, einen deutlichen Kommentar zu schreiben.

Fotomontage Fabian Lehr
Gefundenes Fressen für die Rechten

Der Song wird inzwischen Landauf Landab von der deutschen Rechten bis weit über die AFD hinaus abgespielt und abgefeiert. Eine vermeintlich „linke“ Band bezeugt das rechte Narrativ: nicht die Rechten und Neonazis seien die eigentlichen Rassisten und Nachfolger des Holocausts, sondern „linke Anti-Rassisten“, die die israelisch zionistische Politik kritisieren und die jahrzehntelange Besatzungspolitik gegenüber Palästinenser:innen sowie das aktuelle Massenmorden in GAZA verurteilen.

„Antisemitismus“ als Kampfbegriff für die Nachfahren der Holocausttäter!

Jeder, der die Verletzungen Israels von Menschen- und Völkerrecht kritisiert, ist nach dieser absurden Logik -wie etwa Greta Thunberg so heißt es im Song – ein Judenhasser und Antisemit. Gleichzeitig wird die rechte Mär vom Ursprung und Import von Rassismus und Antisemitismus durch vor allem muslimische und arabisch stämmige Migranten nach Deutschland bedient, mit denen sich eine „antisemitische“ Linke blind solidarisieren würde. Was für eine Verdrehung! Das Wort Antisemitismus mißrät zum Kampfbegriff der wahren Nachfolger der Verantwortlichen für den Holocaust gegen ihre Gegner und rassistischen Opfer. Bitterer Kommentar einer antizionistischen Jüdin dazu: „Die während des Holocausts ermordeten Angehörigen derjenigen Israelis, die gegenwärtig diese unschuldigen Palästinenser demütigen und ihre Kinder, Frauen und Mütter durch Bomben und Hunger gezielt töten und aus ihrer Heimat vertreiben, sterben jetzt ein zweites Mal.“ [1]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/israelische-presse-kritisiert-massiv-bedingungslose-deutsche-unterstuetzung-fuer-die-zionistische-regierungspolitik/ [2]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/ueber-den-deutschen-umgang-mit-krieg-rassismus-und-antisemitismus/ [3]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/sprache-des-voelkermords-keine-leeren-worte/

Der Liedtext selbst, siehe Video [4] https://youtu.be/-QbQWtYe194?si=XZ2A7wWfK6muhmnq ist ein Propaganda Gemisch von geschickter Stimmungsmache mit Falschinfornationen oder verzerrten Darstellungen. Nicht eine einzige der aufgestellten faktischen Behauptungen ist korrekt. So u. a.: Es habe in Berlin keine Pro Israel Demo gegeben, an der der Sänger hätte teilnehmen können. Es würden keine Stolpersteine mehr geputzt oder der Kanzler trinke mit Mördern (der Hamas? , das rechte Lager jauchzt), wo doch der Kanzler selbst versichert hat, dass er vollstes Vertrauen in Netanyahu habe, dass dieser nichts falsch mache.

Symbolträchtig. Die Hände des israelischen Staatspäsidenten Herzog umschliessen „brüderlich“ die Hand des niederländischen Rechtspolpulisten und Rassisten Wilders. Authentischer Ausschnitt. [5]https://www.middleeasteye.net/news/israels-president-meets-far-right-leader-geert-wilders-amsterdam Inzwischen scheuen auch gemäßigtere Repräsentanten des Zionismus als Netanyahu den direkten Kontakt mit europäischen Rechtextremisten nicht mehr. Ein Dilemma für sich „links“ gebährdende Antideutsche, müssten sie doch eigentlich die Seiten der Demonstrationen wechseln.

Last not least macht sich die Antilopen Gang das neue beliebte Narrativ der deutsche Rechten zu eigen, dass der Holocaust eine Idee der Palästinenser und nicht von Hitler selbst gewesen sei. Niemand Geringeres als der gegenwärtige israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat diese erlogene Geschichte vor mehreren Jahren in die Welt gesetzt. In Wahrheit, so zeigt der Faktencheck [6]https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-mufti-von-jerusalem-war-nicht-hitlers-ideengeber,Txk5oru war es genau umgekehrt. “Und natürlich gefällt diese Verschwörungstheorie den Enkeln der Nazis, weil sie ihre Opis entlastet.”

Wer Menschen angreift, die den Grundsatz verteidigen, „Alle Menschen sind gleich“, ist nicht GEGEN Rechts, er ist selber rechts!
  • Mein Kommentar in der Oma gegen Rechts Facebook Gruppe: „Was ist das für eine einseitige Darstellung! Bitte mal mit den Fakten vergleichen. Wir haben selber noch die Erinnerungssteine und viele andere wie immer geputzt. Es gab etliche pro israelische Demos und Kundgebungen in Berlin, an denen der Sänger hätte teilnehmen können. Sogar der Bundespräsident hat dort geredet. Solidaritätsdemos mit Palästina wurden dagegen zu über 50 Prozent in den ersten beiden Monaten verboten. In Berlin, aber auch in Israel selbst werden die meisten Jüd:innen Opfer gerade auch zionistischer Aggression. Letzte Woche 100 000 Tausende auf Israels Straßen, sogar Angehörige der Geiseln bekamen Schläge und Pfefferspray der Polizei von Netanjahu ab, an einem einzigen Wochenende wohl mehr jüdisch/israelische Opfer in israel selbst als seit dem 7.Oktober in Berlin. Obwohl auch hier jeder einzelne Übergriff einer zuviel ist. Aber wo bleiben die Relationen? Zu den 40 000 Toten in Gaza? Wo werden die wahren Verursacher der Gewalt genannt? Wieso wird Greta Thunberg als Judenhasserin diffamiert, obwohl sie GLEICHE Rechte auch für Palästinenser:innen wie für Israel:innen und Jüd:innen (wie mehrfach klar- und richtiggestellt) einfordert. [7]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/greta-thunberg-free-palestine-stand-with-gaza-und-juedische-stimme-protestiert-gegen-deutsche-repressionen/ Eine Selbstverständlichkeit gegen jede rassistische und rechtsradikale Agenda. Wer Menschen wie Greta angreift, die den Grundsatz verteidigen, „Alle Menschen sind gleich“, ist nicht GEGEN Rechts, er ist selber rechts.“ [8]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/spiegel-haelt-dem-sittenverfall-deutscher-politik-den-spiegel-vor/
  • Antwort von G. F. aus der Gruppe: „Da die Antilopen Gang zu meinen absoluten „Lieblingsbands“ gehört und ich auch dieses aktuelle Stück sowohl musikalisch als auch textlich im Großen und Ganzen ziemlich gut finde, bin ich gerne bereit, die ein oder andere Zuspitzung bzw. Ungenauigkeit zu „verzeihen“. Nichtsdestotrotz (…danke für den „Faktencheck“!) finde auch ich, dass es gerade bei diesem Thema von großer Wichtigkeit ist, ganz genau zu sein und die Fakten bzw. die Wahrheit nicht leichthin zu vernachlässigen oder – noch schlimmer – zu verdrehen. Das sollte auch meine „Lieblingsband“ beherzigen, auch wenn die Komposition – wie die Band ja selbst schreibt, von dem Massaker der Hamas überschattet wurde. Dies ist vielleicht verständlich, aber eben auch kritikwürdig.“
  • Ich bedanke mich bei G. F. : „Danke für Deine Antwort und selbstkritische Reflexion. Du gibst damit ein gutes Beispiel für wirklichen demokratischen Diskurs, mögen die konkreten Einschätzungen in mehreren Punkten auch auseinander liegen. Es gibt aber Grundsätze, die wir alle beachten sollten: Die Lehre aus dem Holocaust. Nie wieder ungleiches Menschenrecht für niemanden! Wer Menschenrecht sekelektiv anwendet, öffnet der rechten Agenda die Tür. Israelische und jüdische Leben und Interessen sind genauso viel wert wie palästinensische und muslimische und umgekehrt. Das vermisse ich in letzter Zeit auch in einigen Kommentaren dieser Gruppe.“
  • Ein Like von G. F. und “ Wahre Worte zum Thema Menschenrechte. Genauso sehe ich das auch.“
Eine der Standardforderungen der AFD: der Staat müsse endlich entschlossen gegen „linken Antisemitismus“ vorgehen. Der Staat übererfüllt diese AFD Forderung schon seit langem. Das zeigt besonders deutlich das aktuelle Agieren gegen den Palästinakongress. [9]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/berliner-sparkasse-sperrt-konto-der-juedischen-stimm/ Aber auch eine weltweit beispiellose Hetze und Repressalien gegen alle Israelkritischen Stimmen, nicht zuletzt auch gegen viele nicht mit dem Zionismus und dem Zentralrat der Juden konform gehende Jüd:innen und Israeli:nnen. [10]https://gewerkschaftliche-linke-berlin.de/israelkritische-juedin-verhaftet-und-wer-stopp-den-krieg-ruft-dem-droht-die-berliner-polizei/
„Linkes“ und „liberales“ Image und geschickte musikalisch textliche Verwebung verdecken bei vielen, welche gefährlichen und die Realität verzerrenden Inhalte durch den Song transpotiert werden!

Der linke Blogger Fabian Lehr hat den Song mit noch deutlicheren Worten kritisiert.
„Die Antilopengang, ohnehin schon ungewöhnlich gut in der antideutschen Kunst, eine pseudorebellische Attitüde mit kriecherischer Anschleimerei an die Staatsräson der BRD zu vereinen, hat es endgültig geschafft: Mit „Oktober in Europa“ sind sie von der CDU, der FDP und der BILD bis ins „ideologiekritische“ Lager gefeierte Helden der neuen anti-antizionistischen deutschen Volksgemeinschaft geworden.“

Fabian Lehr fragt zugespitzt: Wann bringt die Antilopen GANG Ihr erstes gemeinsames Album mit der AFD heraus?

Wir meinen vermutlich nicht sobald, weil sie sonst ihre Funktionen im Rahmen der zionistischen Antideutschen Front im Lager der Linken und Demokraten verlieren würden, den Kampf gegen Rassismus, gegen Faschismus und Krieg sowie Unterdrückung von Minderheiten und Völkern zu spalten. Aus „Oma gegen Rechts“ soll eben „Oma gegen Links“ werden. So wie jetzt Strack-Zimmermann im EU Wahlkampf als „Oma Courage“ auftritt. [11]https://focus.de/259813738

Um die zerstörerische Wirkung der Antideutschen Bewegung als Speerspitze des Zionismus  im linken und antifaschistischen Lager besser zu verstehen, möchten wir hier jedem die folgende Veranstaltung am 14. April ans Herz legen: "Geschichte und Wirkung der „Antideutschen“!

Hier die ausführliche Widerlegung von Fabian Lehr fast aller Behauptungen im Song der Antilopen und eine scharfsinnige Analyse der Hintergründe und Zielsetzung dieses Songs. Leider etwas langatmig geraten:

Fabian Lehr, 7.April 2024

Zum Abschluss ein kritischer Kommentar zu uns und Fabian Lehr:
„Fabian Lehr (…) wirft der Band vor, bestimmte politische Narrative zu unterstützen, was allerdings auf Missverständnissen beruht. Die Antilopengang nutzt ihre Musik für eine kritische Reflexion gesellschaftspolitischer Themen, nicht zur Unterstützung extremer Ansichten. Ihre Auseinandersetzung mit dem Israel-Palästina-Konflikt und historischen Kontexten wie der Verbindung zwischen der Muslimbruderschaft und der NSDAP zeigt, dass die Band zu differenzierter Betrachtung anregt. Die Kritik von Lehr scheint die künstlerische Methode und Intentionen der Band zu missverstehen, die darauf abzielen, auf Missstände hinzuweisen und zur Diskussion anzuregen. Eine oberflächliche Interpretation wird der Band nicht gerecht und verkennt ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs.“

Die Kritik zeigt, wie Ästethik dazu verführt, über die Fakten und feststellbaren Verdrehungen hinweg zu sehen. Wir meinen, das ist Kalkül der Band oder zumindest ihres antideutschen Hintergrundes. Ja der Liedtext thematisiert eine Verbindung von Nazis und Muslimbruderschaft, aber eben falsch rum. Wie vieles zu verstehen ist, „Bild“ hat es schon lange erklärt. Warum hat denn die Antlopen Gang nichts unternommen, um den angeblichen Missbrauch durch die rechte Presse und Szene richtigzustellen und die vermeintlichen Missverständnisse auszuräumen?

Diese Seite verwendet u. a. Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung