Liebe Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, liebe Friedensbewegte,
Unterstützer:innen des Aufrufs „Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit“ der Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg laden zusammen mit Gruppen der Friedenskoordination Berlin am 1. September zu einem Antikriegsmarkt in Berlin.
Auf der Basis des oben genannten Aufrufs (im Anhang) wollen wir - vermutlich - am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus einen von möglichst vielen gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Gruppen getragenen Markt organisieren. Wir denken, das ist ein gutes Format, um miteinander und mit dem sich einfindenden interessierten Publikum ins Gespräch zu kommen, Diskussionen zu führen, Kultur zu lauschen oder auch ganz konkrete Aktionen zu machen.
Bitte prüft doch, ob ihr daran aktiv teilnehmen wollt und könnt, sei es mit einem Infotisch, einem von uns gemieteten Marktstand, mit Tisch o.ä. Möglichst bunt und vielfältig.
Es ist an der Zeit, dass wir alle Kräfte bündeln, die sich dem herrschenden Politikkurs von Aufrüstung und Sozialabbau, Kriegswirtschaft sowie geplanter neuer Wehrpflicht, Waffenlieferungen statt Diplomatie entgegenstellen. Eigentlich sind wir die Mehrheit. Lasst uns versuchen, das auch öffentlich zu machen. Schritt für Schritt, Stück für Stück!!! Der 1. September als Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag ist ein gutes Datum dafür, den heißen Herbst einzuläuten.
Bitte werbt für diese Aktion! Eine erste Auswertung der Rückmeldungen und die weitere Planung findet am 24.Juli um 18 Uhr statt. Eine Einladung folgt.
Meldet euch bitte möglichst bis Mitte Juli bei Barbara Majd Amin: bamamin@t-online.de
Haus 33 / Audimax II, Campus Nord Philippstraße 13, 10117 Berlin
„Während die Unileitung friedliche Studierende als Antisemiten diffamiert und brutal attackieren lässt, weil sie gegen einen Genozid protestieren, stellt sie sich seit Jahren hinter den rechtsradikalen Professor Baberowski, der Hitler bescheinigt,,nicht grausam“ gewesen zu sein und systematisch den Holocaust verharmlost.“
Die meisten der angeblich antisemitischen und von den Berliner Behörden abgestraften Parolen, und Vorwürfe, wie zum Beispiel „From the River to the Sea“ wurden inzwischen gerichtlich kassiert. Oder sie stehen wie zum Beispiel der Genozidvorwurf an Israel voll in Einklang mit dem Internationalen Institutionen und des internationalen Gerichtshofs, dessen Rechtsprrchung Deutschland anerkannt hat.
„Wer unterschiedslos für Israel:innen und Palästinenser:innen, wer für die weltweite Einhaltung der Menschenwürde eintritt, wer sich der globalen Kritik an Israel und dem deutschen Staat anschließt, muss befürchten, als „Antisemit“ diffamiert und ausgegrenzt zu werden.“
Die Friedensstatue Ari in Berlin Moabit ist zum Symbol geworden.
Gegen sexualisierte Gewalt in Kriegen, besonders gegen Frauen. Sie erinnert gleichzeitig an eines der dunkelsten Kapitel Japans und an das brutale Schicksal der Trostfrauen im asiatisch pazifischen Krieg. Japan möchte über seine Kriegsverbrechen einen Mantel des Schweigens ausbreiten. Die Statue in Moabit ist dabei ein Dorn im Auge.
Japan nimmt Einfluss an höchster Stelle auf deutsche Reglerungsvertreter, erst auf den Bundeskanzler, jetzt auf den Regierenden Bürgermeister Berlins Kai Wegner. Die Statue soll entfernt werden. Die Politik von oben mischt sich unzulässig in die kommunalen Angelegenheiten ein. Schon mehrfach hat sich der Bezirk für den Erhalt der Statue ausgesprochen.
Aber Kai Wegner macht Druck. Unser Eindruck. Eine allgemeine abstrakte Mahnung, die an das Unrecht gegen Frauen in Kriegen erinnert, könne man ja machen. Aber bitte nicht konkret, wo die eigene weiße Weste oder die einer verbündeten Nation beschmutzt werden könnte. Die eigenen Verantwortlichen und Täter sollen nicht benannt werden. Das erinnert an Wegners Haltung im aktuellen Nahostkonflikt. Kriegsverbrechen begehen immer nur die anderen, nie die eigene Kriegspartei. Die muss geschützt werden, nicht die Opfer und Frauen.
SAVE ARI! Die Friedensstatue muss bleiben!
Es formiert sich Protest getragen vom Koreaverband e. V., etlichen Frauengruppen, aber auch von Gewerkschafter:innen und Kiezbewohner:innen.
Kommt am 19. JUNI, dem UN Welttag gegen sexualisierte Gewalt in Kriegen zur Statue, um der Opfer zu gedenken.
18:30 Uhr, Bremerstr. 41, Berlin Moabit (Nähe U9 Birkenstrasse)
Und kommt zurKundgebung des Protestbündnissesvor dem Rathaus in der Karl- Marx- Allee am 20.6. zur Sitzung der BVV Berlin Mitte von 16:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr. Angemeldet von den Omas gegen rechts
„Die Friedensstatue muss bleiben – gegen koloniale Unterdrückung und andauernde Versuche, uns zum Schweigen zu bringen!“
Seit September 2020 steht in Berlin Moabit die Friedensstatue des Korea Verbandes zur mahnenden Erinnerung an das Schicksal der sogenannten Trostfrauen im Zweiten Weltkrieg. Während das Denkmal im Gedenken an die Mädchen und Frauen, die zu der Zeit vom japanischen Militär sexuell versklavt wurden, errichtet wurde, dient es seitdem als internationales Symbol gegen sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe – und geht über seinen historischen Rahmen hinaus.
Diese Statue ist nicht nur ein Denkmal für vergangenes Leid, sondern auch ein Mahnmal für heutige und zukünftige Generationen. Sie erinnert uns daran, dass wir wachsam bleiben müssen gegen jede Form von sexualisierter Gewalt. Es wäre eine Tragödie, dieses wichtige Symbol zu entfernen.
Foto: Dong-Ha Choe
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) war Mitte Mai in Japan. Dort traf er sich mit der japanischen Außenministerin Yoko Kamikawa. In der Pressemitteilung der Senatskanzlei von 16.5. heißt es, er stelle „eine Lösung für das umstrittene Denkmal der Trostfrauen in Berlin in Aussicht“ und „setze sich dafür ein, dass es ein Denkmal gegen Gewalt an Frauen gebe, aber eine einseitige Darstellung dürfe nicht mehr stattfinden“. Bei zukünftigen Gesprächen über ein neues Denkmal werde man den japanischen Botschafter einbinden. Wie bitte? Vom eigentlich zuständigen Bezirksamt wird die Statue momentan nur „geduldet“. Die Beschlüsse der BVV (Bezirksverordnetenversammlung) für den dauerhaften Erhalt werden ignoriert.
Die Friedensstatue ist nun von der Entfernung bedroht. Das dürfen wir nicht zulassen! Die Friedensstatue muss bleiben, damit sexuelle Gewalt im Kontext von Kolonialismus nicht weiter zu Gunsten der Täter unter den Teppich gekehrt wird! Um dies zu erreichen, wollen wir mit der Kampagne zum Erhalt der Friedensstatue Unterschriften aus unserer Kommune Berlins sammeln.
Bitte unerstützt den Protest durch Eure Unterschrift hier
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