Ukraine – welchen Staat unterstützt Deutschland eigentlich?

Achtung! Die Veranstaltung wurde vom 10.Juli auf den 14. Juli verschoben !

Veranstaltungsreihe »Es geht darum, den Frieden zu gewinnen, nicht den Krieg!« [1]Veranstalter Bündnis Frieden-Gewinnen: AG Frieden in der GEW Berlin, AK Frieden der Berliner VVN BdA, VVN-VdA,VVN-VdA Neukölln, VVN-VdA Tempelhof/Schöneberg,VVN-VdA Reinickendorf, VVN-VdA … Continue reading

Veranstaltung am   Freitag, den 14. Juli um 18.00 Uhr
 Mediengalerie Dudenstraße 10, 10965 Berlin (U-Bhf. Flughafen Tempelhof).
Referent : Werner Rügemer,  Philosoph und Publizist  [2]Der Philosoph und Publizist Dr. Werner Rügemer aus Köln befasst sich seit seinen Veröffentlichungen 1984 über Silicon Valley mit den Praktiken des US-geführten Kapitalismus. In seinem Buch … Continue reading

Kurz und bündig zur Situation der Gewerkschaften in der Ukraine

Als Gewerkschafter*innen (Forum Gewerkschaftliche Linke Berlin und Arbeitskreis Internationalismus IG Metall Berlin) schauen wir besonders auf die Situation der Gewerkschaften und der von Ihnen vertretenen Beschäftigten. Hierzu ein paar markante Fakten:

  • Bereits vor dem Krieg haben Ukrainer*innen millionenfach aus extremer wirtschaftlicher Not heraus, wegen miserabler Arbeitnehmerrechte auf unterstem Level im internationalen Vergleich und aufgrund politischer Repressionen ihr Land verlassen. Die Fluchtbewegung vor dem Krieg war ebenso umfangreich wie jetzt während des Krieges. Insgesamt schrumpfte die Bevölkerung seit 1991 von 52 Millonen auf 42 Millionen 2020, wobei gerade nach 2010 und dann 2014 im Zuge neoliberaler Gesetzgebungen und politisch-rassistischer Bedrohungen jeweils gewaltige Fluchtschübe einsetzten. „Insgesamt lebten laut Statistiken der Vereinten Nationen im Jahr 2020 6,1 Millionen ukrainische Migrantinnen und Migranten im Ausland. Damit ist die Ukraine das achtwichtigste Herkunftsland der Welt und mit Blick auf das BIP einer der größten Empfänger von Rücküberweisungen.“ [3]https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/509978/die-ukraine-abwanderung-und-vertreibung-in-vergangenheit-und-gegenwart/
  • Am 2. Mai 2014 wurde das Gewerkschaftshaus in Odessa von rechtsextremen Ukrainer*innen in Brand gesteckt, dem schlimmsten Angriff auf eine gewerkschaftliche Einrichtung mit 48 Toten und 200 Verletzten in Europa in den letzten 80 Jahren. Immer wieder monierten UNO , aber auch EU, dass der Ukrainische Staat (auch unter Selenski) keinen einzigen der Mörder und Brandstifter zur Rechenschaft gezogen hat , obwohl diese zum Teil hre Untaten selbst filmten und die Beweise sogar ins Internet stellten. [4]https://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-tote-bei-feuer-in-odessa-nach-brandstiftung-a-967340.html
  • 2019, gut zwei Jahre vor dem russichen Angriff auf die Ukraine , wurde vom ukrainischen Parlament ein Arbeitsgesetz verabschiedet – unter scharfen Protesten u.a. von IndustriAll und des Europäischen Gewerkschaftsbundes. Es ging darum, „endlich all jene Unternehmerwünsche zu erfüllen, die in vorherigen Gesetzesänderungen noch nicht zur Gänze erfüllt worden waren (…..) „Arbeit auf Abruf“ (also die anderswo zunehmend verbotenen „Null-Stunden-Verträge) werden ebenso akzeptiert, wie willkürliche Kündigung und Verzicht auf gewerkschaftliche Rechte – vor allem die Absage an Tarifverhandlungen.“ [5]“ Unter anderem ist die gesetzliche Gleichstellung von Arbeitgebern und ArbeitnehmerInnen vorgesehen, was bedeutet, dass nicht mehr Kollektivverträge die Arbeitsverhältnisse regeln, sondern … Continue reading Am 15.Februar 2020 zogen die ukrainischen Gewerkschaften an einem Protesttag gegen diese arbeitnehmer*innenfeindliche Gesetzgebung auf die Straßen, unterstützt weltweit von zahlreichen gewerkschatlichen Solidaritätsaktionen. [6]https://ukrainesolidaritycampaign.org/2020/01/15/ukrainian-unions-take-to-the-streets-for-freedom/ Die Selnsky Regierung in Kiew drohte als Reaktion darauf allen unabhangigen Gewerkschaften mit der endgültigen Zerschlagung und Enteignung, obwohl diese bereits in ihrem Handlungsspielraum weitgehend stranguliert waren, [7] … Continue reading [8]https://www.oegb.at/themen/gewerkschaften-weltweit/internationales/ukraine–regierung-droht-gewerkschaften-mit-kompletter-entmachtu

Werner Rügemer wird auf der Veranstaltung am 10.Juli die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in der Ukraine im Detail beschreiben! „Extreme neoliberale Zurichtung: Niedrigste Löhne, Arbeits-Auswanderung, Hotspot der kommerziellen Leihmutterschaft, höchste Überschuldung.“

„Die Ukraine bietet mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 1,21 Euro pro Stunde die weitaus günstigsten Arbeitsbedingungen für westliche Zulieferdienste in Europa. Gewerkschaften sind weitgehend ausgeschaltet und sollen enteignet werden. Millionen von Ukrainern waren schon vor dem Krieg als Niedrigstlohn-Wanderarbeiter in benachbarten Staaten wie Polen und Litauen begehrt. Nirgends in Europa sind Frauen gegenüber Männern so unterbezahlt. Deswegen auch wurde die Ukraine das Zentrum für kommerzielle Leihmutterschaft. USKonzerne beherrschen das Agro-Business…..“ ( aus dem Aufruf des Bündnisses zur Veranstaltung) [11]https://frieden-gewinnen.de/wp-content/uploads/2023/06/Werner-Ruegemer-22.06.2023-bunt.pdf

hier eine Auswahl unserer Beiträge zum Thema:

"In der Ukraine wird unter dem Lärm des Krieges eine oligarchische Diktatur errichtet" ,

"Schwarze Listen",

"In Aufgespießt : Ukraine verstehen - Roman Dubasevych -Jung & Naiv Interview", 

"Asyl für Kriegsdinestverweigerer aus Russland, Ukraine und Belarus",

"Ukraine  -Knoten der Tranformation"

References

References
1 Veranstalter Bündnis Frieden-Gewinnen: AG Frieden in der GEW Berlin, AK Frieden der Berliner VVN BdA, VVN-VdA,
VVN-VdA Neukölln, VVN-VdA Tempelhof/Schöneberg,
VVN-VdA Reinickendorf, VVN-VdA Spandau, VVN-VdA Charlottenburg, Spandauer
Bündnis gegen Rechts, Friedenskoordination Berlin, Koordination “Unvollendete
Revolution 1918”,Gruppe Arbeiterpolitik Berlin.
2 Der Philosoph und Publizist Dr. Werner Rügemer aus Köln befasst sich seit seinen Veröffentlichungen 1984 über Silicon Valley mit den Praktiken des US-geführten Kapitalismus. In seinem Buch "Imperium EU: ArbeitsUnrecht, Krise, neue Gegenwehr" (2020) schildert er das von der EU organisierte, menschenrechtswidrige ArbeitsUnrecht. http://www.werner-ruegemer.de/
3 https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/509978/die-ukraine-abwanderung-und-vertreibung-in-vergangenheit-und-gegenwart/
4 https://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-tote-bei-feuer-in-odessa-nach-brandstiftung-a-967340.html
5 “ Unter anderem ist die gesetzliche Gleichstellung von Arbeitgebern und ArbeitnehmerInnen vorgesehen, was bedeutet, dass nicht mehr Kollektivverträge die Arbeitsverhältnisse regeln, sondern Einzelverträge. „Der ausgehandelte Vertrag steht, so der Gesetzesvorschlag, dann über den gesetzlichen Mindeststandards, das ist 150 Jahre alter Manchesterkapitalismus“, kritisiert der Internationale Sekretär des ÖGB, Marcus Strohmeier
6 https://ukrainesolidaritycampaign.org/2020/01/15/ukrainian-unions-take-to-the-streets-for-freedom/
7 https://www.labournet.de/internationales/ukraine/politik-ukraine/das-neue-arbeitsgesetz-der-ukraine-passt-zum-rechten-weltbild-des-kuschenden-fleissigen-arbeiters-und-zur-staatlichen-foerderung-von-nazibanden/
8 https://www.oegb.at/themen/gewerkschaften-weltweit/internationales/ukraine–regierung-droht-gewerkschaften-mit-kompletter-entmachtu
9 https://www.labournet.de/internationales/ukraine/politik-ukraine/in-zeiten-wie-diesen-die-ukrainische-regierung-schraenkt-im-kriegsrecht-arbeitnehmerrechte-ein/
10 https://perspektive-online.net/2022/07/ukrainischer-geheimdienst-beschlagnahmt-80-gewerkschaftseinrichtungen-massive-einschraenkung-von-arbeiterinnenrechten-geplant/
11 https://frieden-gewinnen.de/wp-content/uploads/2023/06/Werner-Ruegemer-22.06.2023-bunt.pdf

Das Urteil Lina E – Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen (Esther Bejarano)

Dokumenation, Anmerkungen und Kommentare zum Urteil und seinem gesellschaftlichen Umfeld

Die Justiz bereitet sich vor. Der Rechtsruck kommt aus der Mitte der Gesellschaft . Die Zeiten werden härter. Konfrontations- und Kriegspolitik bekommen auch ihre Kehrseite nach innen. Die Spielräume für Rechts bis rechtsextremes Agieren bleiben dabei unangeatstet oder werden erweitert. Argus Augen nach Links, immer blinder nach Rechts. Ob Klimaakitivist oder Streikender. Widerständigkeit gegen Obrigkeit und gegen Rechtsextremismus oder auch nur selbstständige Streiks gegen das Kapital, werden zunehmend weniger geduldet bis extrem hart verfolgt und abgeurteilt. Taktische Schwächen und Fehler, gerechte Anliegen richtig zu adressieren und der breiten Bevölkerung zu vermitteln, werden gnadenlos ausgeschlachtet. Das Urteil gegen Lina E. steht in einer Reihe mit dem Streikverbot gegen Gorillabeschäftigte (wir berichteten) sowie die unverhältnismäßige unsägliche Hatz und exemplarische Verurteilung von Mitgliedern der „Letzten Generation“. Die in der westlichen Welt fast beispiellose Amputation des Streikrechtes durch die deutsche Rechtsprechung treibt zudem jede wirkungsvolle Form von Protest, die frei von pysischer Gewalt ist, in die Illegalität.

“Während Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt wurde, ist der Waffenbeschaffer der NSU wieder (2018-2020) auf freien Fuß, und das nach knapp zwei Jahren. … *”Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen” (Esther Bejarano) *FreeLina .Solidarität ist Unteilbar *FreeLina !”, meint Ridrigo Gabriela dazu!

Kämpfen ja, Selbstjustiz Nein!

Schon immer war der Staat auf dem rechten Auge blind. Ich ärgere mich trotzdem, wenn Linke sich angreifbar machen indem sie Gewalt ausüben.“, kommentiert Irmgard Schuster. Richtig, absolut keine Befürwortung von initialer Gewalt und Selbstjustiz! Und es gibt auch willkommene Provokateure, die wie bestellt dem Bild vom „gewaltbereiten Linken“ und der Hatz auf alles Linke Vorschub leisten. Aber auch Menschen, die durch ständige Verbote in die Ecke gedrängt, nicht mehr überlegt handeln.Krieg den Palästen“, das wird verstanden, aber Krieg gegen „meine Mitmenschen“ oder eigene Missachtung von Menschenrechten, wie teilweise geschehen, stößt vollkommen zurecht auf Ablehnung. Was wir anprangern ist , dass dieser Staat oft Rechtsextreme gewähren lässt und hier bei Lina E. wie im Falle der letzten Generation besonders extreme und auch provokative Härte walten lässt. Neben der unverhältnismäßigen Härte stützt sich das Urteil gegen Lina E. ( siehe Stellungnahme des VVN BdA) lediglich auf Indizien, einem gummihaft veränderten §129, dessen volle Rechtmäßigkeit auch renommierte Verfassungsrechtler anzweifeln, und auf die Aussagen (laut Bundesanwaltschaft) mutmaßlicher Rechtsextremer. Hier wie bei den jungen Leuten der letzten Generation ist, unabhängig ob man alle deren Protestmethoden gutheisst, gegen das Agieren des Staates und die damit verbundenen Hetztiraden generell gegen Linke und Klimaktivisten Solidarität angesagt.

Wer die Diffamierung (nicht Kritik) von linkem Protest zulässt und unterstützt oder Links mit Rechts sogar gleichsetzt, der stärkt AFD und Rechtsextremismus. Wo keine „linke“ Gewalt ist, wird sie oft kampagnenhaft aufgebausch oder in Einzelfällen sogar auch heute wieder nach der Methode Reichtagsbrand erfunden, um Linke generell zu diskreditieren. Die jungen Leute der letzten Generation in die Ecke der RAF zu stellen und von den Schicherheitsbehörden sowie Staatsanwaltschaften und Gerichten entsprechend zu behandeln, ist ein Skandal und bedient letztlich rechtsextreme Hetzmuster.

Linke Aktion und linker Protest gegen die vorherrschende neoliberale Politik und Zeitenwende ist aber nicht nur legitim, sondern absolut notwendig im Sinne einer menschenrechtsorientierten lebendigen Demokratie. Ein Dach über dem Kopf, Essen und Trinken, eine angemessene Gesundheitsversorgung ,frische Luft und eine erträgliche Umwelt sowie nicht zuletzt Frieden wie auch das Recht auf freie Meinungsäußerung für Alle sind Menschenrechte für das Linke national wie international eintreten. Linke treten für die materiellen Bedingungen ein -u.a. Versammlungsrecht, umfassendes Streikrecht, Zugriff auf Räume,Kommunikationsstrukturen- und praktizieren sie auch im Widerstand zu einer demokratieeinschränkenden Rechtssprechung , damit sich der Mehrheitswillen der Bevölkerung gegen die Interessen kleiner Kapitaleliten tatsächlich durchsetzen kann.

Linke Aktion ist notwendig als Gegengewicht zu rechten menschen- und demokratiefeindlichen Rattenfängern, die im Teich der Unzufriedenen fischen. Ebenso notwendig ist die antifaschistische Initiative von unten, im Land, in der Stadt und im Kiez. Es muss die breite Bevölkerung sein, die rechten Strukturen gegenübertritt. Dem Staat gehört gehörig auf die Finger gehauen, wenn er zum Beispiel Vereinen die Gemeinnützigkeit streicht, wenn diese offenen Rassisten, Sexisten oder Rechtsradikalen den Zutritt verwehren wollen!

§129 abschaffen! Freiheit für Lina – Freiheit für alle Antifaschist*innen!

Heute Morgen wurden die Urteile im #AntifaOst-Prozess verkündet: 5 Jahre und 3 Monate Haftstrafe für die bereits seit mehr als zwei Jahre in U-Haft sitzende Lina. Auch die drei weiteren Angeklagten wurden zu Haftstrafen verurteilt. Grundlage für die hohen Haftstrafen sind die Aussagen militanter Neonazis, denen die Bundesanwaltschaft vorwirft, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein. Denn: wirkliche Beweise fehlen in diesem scheinbar politisch motivierten Indizienprozess. Lina sieht sich nun mit mehr als 5 Jahren Haft konfrontiert. André Eminger, der über Jahre das rechtsterroristische NSU-Netzwerk unterstützt hat, das mindestens 10 Menschen umgebracht hat, bekam lediglich 2 Jahre und 6 Monate Haft.

Martina Renner , MdB für DIE LINKE im Bundestag, Obfrau im Innenausschuss & Sprecherin für antifaschistische Politik

„Die Aufkleber waren in Eisenach allgegenwärtig. »Nationaler Aufbau« stand darauf oder »I love NS«. Sie markierten die Reviere einer vitalen Naziszene, die in der Stadt in Thüringen über Jahre ungestört gedeihen konnte. (….. ) Es gab Rechtsrockkonzerte, Kampfsporttrainings, »Kiezpatrouillen«. Letztere sollten Gegner einschüchtern, die zu Hause und auf der Straße gejagt und teils schwer verletzt wurden. In Eisenach habe es »über Jahre andauernde Gewalt« gegeben, sagt die linke Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss. Die Sicherheitsbehörden, fügt sie an,»ließen die Nazis agieren«: Diese konnten »über Jahre machen, was sie wollten«.“ (ND 3./4.Juni 2023)

Das Verbot der Demo zum Urteil gegen Lina E. wurde inzwischen durch das erste Berufungsgericht bestätigt: „Auch wenn es inzwischen eine Distanzierung von Gewaltaufrufen gegeben habe und zuletzt zu einer friedlichen Demonstration aufgerufen worden sei, bleibe zu befürchten, dass aus der angemeldeten Versammlung heraus Gewalttätigkeiten begangen würden.“ Man erinnere sich an Coronazeiten, wo dem Treiben von Querdenkern, Rechtsextremen und Hooligans nicht zuletzt in Leipzig freien Lauf gelassen wurde!

Linke Gewalt – Fakten und Propaganda in eklatantem Widerspruch

Gestern am 2.Juni war der 50. Todestag von Benno Ohnesorg, der in Berlin Opfer von Polizeigewalt wurde. Ein Höhepunkt der Hatz von Rechts bis Rechts-Mitte in den 60iger Jahren. Kurz vorher hatte die Springerpresse mit Schlagzeilen wie „Stoppt den Terror der Jung-Roten jetzt“ die Stimmung angeheizt.

„Nach der Verurteilung von Lina E. warnt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor einer wachsenden Gefahr durch Linksextremismus. Aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamts zur politisch motivierten Kriminalität für das Jahr 2022 zeigen dagegen keinen Anstieg. Linke Straftaten – auch Fälle von Körperverletzung – sind im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen“ (Monitor 2.Juni 2023). Siehe Grafiken !

Ein aktueller Fall macht Furore – political profiling der Bundespolizei mit Aufforderung zur Denunziation ?

butenunbinnen meldete: „Wegen einer Demonstration zur Urteilsverkündung von Lina E. hatte die Bundespolizei die NordWestBahn (NWB) offenbar um Hilfe bei der Identifikation „von vermeintlich Linken gebeten. Siehe geleakte Anweisung auf dem Foto. Das Unternehmen will dieses Ansinnen abgelehnt haben.

FB Kommentar 2.Juni 2023 dazu : „Linke mit Dreadlocks auf Verdacht melden, die dürfen anscheinend nicht frei rumlaufen. In Deutschland scheinen wirklich sämtliche Dämme zu brechen! So DARF der Staat nicht agieren! Wo sind wir inzwischen angekommen?

Kommentar I.Schuster zum historischen Hintergrund und Bewertung des Falles Lina S. : „Die Linksextremistin Lina E. wird zu 5 Jahren Haft verurteilt, in Leipzig eskaliert eine Demo, es gibt Verletzte, die Polizei spricht von schweren Ausschreitungen. Wie man heute lesen konnte, ist Connewitz ein leipziger Stadtteil, in den junge Leute ziehen, die vor der dominanten rechten Szene aus sächsischen Kleinstädten geflohen sind. Am 11.1.2016 kam es zu einem Überfall von Hunderten Rechtsexremisten. Neonazis griffen Läden, Kneipen und Stadtteilbüros auf der verhassten „roten Insel“ an. Die Polizei konnte damals 214 Männer und eine Frau festsetzen. Bis auf wenige Ausnahmen kamen alle Rechtsextremen – sofern sie überhaupt angeklagt wurden – mit Bewährungsstrafen davon. Für viele in der linken Szene der Beweis, dass Polizei und Justiz in Sachsen mit zweierlei Maß messen. (Quelle Rheinpfalz) Schon immer war die Justiz in Deutschland auf dem rechten Auge blind, man denke nur an die Polizeiermittlungen bei den Morden der NSU. Ich verurteile Gewalt, egal ob von wem, aber es sollte doch in unserem demokratischen Rechtsstaat selbstverständlich sein, dass alle vor dem Gesetz gleich sind!

Gedicht von Peter Jüriens, 2.6.2023
Der Kampf geht weiter

Lina E. ist vielleicht linksradikal
Und B. Höcke ist Rechtsextremist
Und jetzt raten Wir alle einfach mal
Wer von beiden im Landtag ist.

Gewalt ist nie gut. Doch begeht Staat Gewalt
und befördert den Waffenverkauf
Und die Nazis haben zig abgeknallt
Aber wehe, da steht wer gen auf.

Gewalt ist nie gut; Doch wer predigt Gewalt?
Wer bringt Waffen zur Demonstration?
Und Kriegshetze in jeder Sendeanstalt -
Toter Russ' gut - das hatten Wir schon.

Und Recht muss Recht bleiben, tönt's unterm Auspiz
Doch begeht Unrecht Mal um Mal -
Eine rechtsfreundlich bollernde Innenjustiz
Und auch das war schon einmal "normal".

Und statt gegenzuhalten ruft Unionsidiot
jetzt nach Patriotismus und Bla-
Aber Faschos wählt eben der Dummpatriot
Und nicht Euch, und das ist lange klar.

Und Frau Springers versyphtes Barbarenorgan
keift: Hasst Ökos! Hasst Schwule! Hasst Linke!
Während Reiche den Karr'n in den Abgrund fahr'n 
Unter heftigstem Rechtsgeblinke.

Und fast stürzt er, der Karren, da schreit Lindner schrill
Merz mault, Scholz und Habeck sie schwurbeln
Aber nicht ob des Sturzes; Nein: Weil Blackrock so will - 
Seinen Blutprofit anzukurbeln.

Refresh Mahnwache Assange am Tag der Pressefreiheit

Anlässlich des Tages der Pressefreiheit publizieren wir ein Erinnerungs-Email von Werner Ruhoff, Attac

Heute am Donnerstag,   04.05.23 findet wieder die Mahnwache für Julian Assanges Freiheit statt 18 bis 20 Uhr am Brandenburger Tor. 
Bitte kommt zahlreich und helft,  gerade am Tag der Pressefreiheit auf das himmelschreiende Unrecht aufmerksam zu machen, dass dem Journalisten und Publizisten Assange seit Jahren angetan wird!❗️

„Hallo alle, ich gebe das zur Info weiter – um wieder bekannt zu machen, dass die

Mahnwache für Julian Assange seit jahren am 1. und 3. Donnerstag im Monat von 18 bis 20 Uhr am Brandenburger Tor vor der US-Botschaft stattfindet und von dort aus auch einen Schwenker zur britischen Botschaft macht.

Es gibt weltweit viele politische Gefangene, die misshandelt oder gefoltert werden – Aber hier im „Westen“ heuchelt man immer, dass dies nur im „feindlichen“ Lager passiert – wogegen Assange im Londoner Hochsicherheitsgefängnis ohne jegliches Gerichtsurteil seit mehr als 3 Jahren in Einzelhaft isoliert ist. Auch das ist psychische Folter, so der ehemalige UNO-beauftragte für Menschenrechtsfragen, Niels Melzer, der mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit trat.

Die deutsche Regierung vertraut auf die Rechtsstaatlchkeit der britischen Justiz. Bei den grünen Moralaposteln ist Schweigen im Walde! Auch für die Kollegen in den Leit(d)medien, die von Assanges Plattform profitierten, wird das Schicksal ihres Kollegen mit der drohenden Einschränkung ihrer Pressefreiheit kaum zum Skandal erhoben.

Und neben dem menschlichen Leid geht es um die Zukunft von Medienfreiheit (im Sinne der staatlichen Straffreiheit). Assange ist nicht einmal US-Bürger, aber wenn er an die USA ausgeliefert wird, drohen ihm bis zu 175 jahre Haft! Das ist ein endloser Zustand zwischen Leben und Tod.

Jede-r Journalist*in wird sich dann in Zukunft genau überlegen, über geheim gehaltene Schweinereien und Verbrechen zu berichten. Das sei hiermit noch einmal in Erinnerung gerufen

Vielen Grüße Werner R. „

Unser Bericht : Erster Mai Frankreich Impressionen und Nachbetrachtung

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