Wo Olivenbäume weinen – Kino Palästina im Weitlingkiez

Die Hochschulgruppe
@notinourname_ash lädt bei Gebäck und Tee zum gemeinsamen Filmabend ein. Der Film bietet Einblick in die Kämpfe und die Widerstandsfähigkeit des palästinensischen Volkes unter Israelischer Besatzung. Mit deutschen Untertiteln.


20.Juli Beginn: 18:30 Uhr Davor gibts Essen! Cafe Wostock, Weitllingstr. 97

Die gepanzerte Staatsräson. Zur deutschen Beteiligung am Gaza-Krieg


Dienstag, 16. Juli 2024, 19:00 - Dienstag, 16. Juli 2024, 21:00

Veranstaltung im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a .
10961 Berlin

Während die Bundesregierung vor wenigen Jahren noch behauptete, dass keine Waffenexporte in Kriegs- und Krisengebiete außerhalb von EU und NATO genehmigt würden, hat dies zu Zeiten des Kriegs in Ukraine und Gaza keinerlei Bedeutung mehr. Seit 2022 hat Deutschland Kriegsgerät im Umfang von 28 Mil­li­ar­den für die Ukraine bereitgestellt, die Rüstungsexporte nach Israel haben sich seit dem 7. Oktober verzehnfacht.

Die deutsche Rüstungsindustrie expandiert, der Aktienkurs der Rheinmetall AG erreicht ständig neue Höchstwerte und die linksliberale Presse entdeckt ihre Faszination fürs Kriegsgerät. Die militärische Eskalation ist das Mittel der Wahl zur Verteidigung sogenannter westlicher Werte. Der Tod tausender Menschen wird dabei zum
unausweichlichen Kollateralschaden verharmlost und imperialistische Interessen völlig ausgeblendet.

Nachdem der Widerstand gegen die von Kanzler Scholz verkündete „Zeitenwende“ gering blieb, sind inzwischen regelmäßig Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die militärische Eskalation in Nahost zu protestieren. In den Medien und von Politiker*innen werden diese Proteste als antisemitisch diffamiert und es findet eine starke Repression gegen die Palästina-Solidarität statt. Die bedingungslose Unterstützung Israels ist deutsche Staatsräson.

Menschenrechtsverletzungen und der Bruch des Völkerrechts spielen fürdie deutsche Politik keine Rolle. Moshe Zuckermann wird darauf eingehen,wie und warum die Kritik an der israelischen Regierung in Deutschland tabuisiert wird und welche Auswirkungen dies bis hinein in die deutsche Linke hat.

Elbit Systems ist ein israelischer Drohnenproduzent, der auch in Deutschland Standorte hat. Elbit ist auf Platz 24 der weltweit größten Rüstungshersteller und militärischen Dienstleistungsanbietern im Jahr 2022. Vor allem in Großbritannien finden seit Jahren Proteste gegen den Kriegsprofiteur statt. Im Rahmen der Kampagne Shut Elbit Down haben sich mittlerweile auch in Deutschland Proteste formiert und es gab Aktionen am Produktionsstandort von Elbit in Ulm. Eine Aktivistin der Kampagne wird über ihre Aktivitäten und die Rolle der deutschen und israelischen Rüstungsindustrie sprechen.

Als Rheinmetall Entwaffnen haben wir uns schon vor der Verkündung der Zeitenwende konsequent gegen Aufrüstung, Militarisierung und jegliche deutsche Rüstungsexporte gestellt und Rüstungskonzerne blockiert. Im Hinblick auf unser antimilitaristisches Camp, das vom 3. bis 8. September in Kiel stattfinden wird, möchten wir über unsere Positionierung zum Gaza-Krieg sprechen und überlegen, wie wir Spaltungen überwinden und ein Zusammenkommen linker antimilitaristischer Kräfte erreichen können.

Wir diskutieren mit

- Moshe Zuckermann (linker Aktivist und Soziologe aus Tel Aviv) - online
- Lena Schmailzl (Mitinitiatorin der Kampagne Shut Elbit Down)
- Lukas Barlian (Bündnis Rheinmetall Entwaffnen)


Kommt vorbei und diskutiert mit!

PERSPEKTIVEN FÜR PALÄSTINA

Hikmat El-Hammouri wird einen Vortrag über Perspektiven auf ein Ende von Besatzung und Krieg halten und
darauf eingehen, welche Rolle die Zwei-Staaten-Lösung im internationalen Kontext bisher spielte.
REVOLUTIONÄRE PERSPEKTIVE BERLIN“

Wann und Wo?

Kiezhaus 13351 Afrikanische Straße 74
11.7.2024, 19:00 - 21:00

„Die Unterdrückung der Palästinenser*innen besteht seit
Jahrzehnten ohne Perspektive eines Endes von Besat-
zung, Krieg und Vertreibung. In der BRD gilt als offizielle
Staatsräson die Forderung der Zwei-Staaten-Lösung. Sie
sieht einen unabhängigen palästinensischen Staat in den
Grenzen von 1967 vor. Trotz der Oslo-Verträge fand kein
Rückzug der israelischen Armee auf diese Grenzen statt,
im Gegenteil, die unterschiedlichen israelischen Regie-
rungen forcierten massiv ein illegales Siedlungsprojekt in
den besetzten Gebieten. Dabei wurden sie von der deut-
schen Politik politisch, militärisch und finanziell uneinge-
schränkt unterstützt.

Der Siedlungsbau der israelischen
Regierungen im Westjordanland lässt die Aussicht auf ei-
nen palästinensischen Staat heute gänzlich unrealistisch
erscheinen. Über 700 000 Siedlerinnen, zum Teil schwer bewaffnet, befinden sich mittlerweile im Westjordanland und in Ost-Jerusalem. Bei der Zwei-Staaten-Lösung sind auch nicht die 1,9 Millionen Palästinenserinnen ein-
bezogen, die israelische Staatsbürgerinnen sind und im Staat Israel als Bürgerinnen zweiter Klasse leben.

Zwischen dem Mittelmeer und dem Jordanfluss sind zudem heute Millionen Menschen in den vom israelischen Millitär beherrschten Gebieten militanten Siedlerbanden, einer vom Militär kontrollierten Willkürjustiz und einer israelischen Militärverwaltung täglich ausgesetzt. Weltweit solidarisieren sich Menschen gegen die seit über ein halbes Jahrhundert bestehende völkerrechtswidrige Militärbesatzung und fordern eine sofortige Beendigung dieses Regimes. Was kann dies konkret bedeuten?“

Auszug aus dem Text der Ankündigung. Quelle:

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