Tesla Betriebsratswahl: „Das war Union Busting in Hochpotenz“.
Im Vorfeld der diesjährigen BR Wahl hat Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, seine ganze ökonomische Macht ausgespielt und mit Investitionsentzug gedroht, sollte die Liste der IG Metall gewinnen. So wird mit Reichtum gnadenlos Demokratie ausgehöhlt.
In Grünheide vor Ort hat das Management sich systematisch in den Wahlkampf eingemischt, eingeschüchtert, Gewerkschaftsmobbing betrieben und über die Rolle der IG Metall desinfomiert. Aktive Gewerkschafter:innen wurden mit Entlassung bedroht, ein IG METALL Vertreter wegen eines angeblichen Protokollmitschnitts aus dem Werk entfernt.
Die IG Metall Liste hat unter diesen Bedingungen die Wahl verloren und ihr Ziel, die Betriebsratmehrheit zu erreichen verfehlt. Musk und sein Management können weiterhin mit einem ihm willfärigen Betriebsrat ihre Ziele gegenüber der Belegschaft durchsetzen.
Die IG Metall will gegen die Wahl juristisch vorgehen.
Wir fechten die Betriebsratswahl bei Tesla an! Wegen unzulässiger Wahlbeeinflussung!
Eine Entscheidung für die
IG Metall = eine Entscheidungmit Konsequenzen für die Beschäftigten?Drohungen, zahlreiche Einschüchterungsversuche und eine ungleiche Behandlung
der Listen und Kandidierenden:
Für uns war das eine unzulässige
Wahlbeeinflussung!Daher fechten wir die
Betriebsratswahl bei Tesla an!
Das Androhen von Nachteilen ist unzulässig!Sie dürfen sich weder für die Wahl
bestimmter Kandidierender oder Listen aussprechen noch diese begünstigen!
IG Metall ein unfairer Verlierer? Nein. Die IG Metall Vorsitzende Benner erklärt dazu:
Die Kolleginnen und Kollegen im Werk, ebenso wie die Kandidierenden für den Betriebsrat, haben faire Wahlen verdient. Ohne das Gefühl, für ihre Entscheidungen möglicherweise im Anschluss bestraft zu werden. Das muss im deutschen Rechts-staat nicht nur möglich, sondern selbstverständlich sein
Was den Vorwurf des illegalen Mitschnitts einer Betriebsratssitzung durch einen IG Metall Vertreter betrifft, gaben die Brandenburger Ermittlungsbehörden inzwischen bekannt, dass es diese Videoaufzeichnungen nicht gegeben habe. Die wochenlange Schmutzkampagne gegen die IG Metall basierte auf einem reinen Fake.
Die BR Wahl im Tesla Werk Grünheide ist für die deutsche Gewerkschaftsbewegung ein gefährlicher Präzedenzfall, den wir nicht unbeachtet und unbeantwortet lassen dürfen. Es geht um die Verteidigung gewerkschaftlicher und betrieblicher Grundrechte für alle Beschäftigten in ganz Deutschland. Die Anfechtung der IG Metall muss von einem breiten öffentlichen Druck begleitet werden.
Die Vorgänge in Grünheide legen bloß, um was es geht: durch mit dem Management kooperierende rechte Betriebsräte sollen die Kolleg:innen begingungslos ohne eigenständige organisierte Kampfkraft der Willkür des Kapitals ausgeliefert werden.
Erklären wir uns solidarisch!