Angriff auf Venezuela – Wer beherrscht die Welt

Kundgebung heute 18 Uhr in Berlin vor der US-amerikanischen Botschaft.

Liebe Freunde und Freundinnen der Unabhängigkeit der lateinamerikanischen und karibischen Völker:

„Solidarität mit Venezuela und den Staaten der Karibik“

Es ist soweit: Um circa 2:00 Uhr heute Nacht haben die USA in mehren Landesteilen Venezuela angegriffen, darunter mehrere Angriffe in Caracas gestartet.

Die Chile Freundschaftsgesellschaft hat zu diesem Anlass um 18:00 Uhr eine Kungebung vor der US-Botschaft am Pariser Platz angemeldet.

Bitte kommt zahlreich mit Transparenten und bringt Eure Freunde, Freundinnen, GenossInnen, Nachbarlnnen und ArbeitskollegInnen mit. – Wir sehen uns.
Chile Freundschaftsgesellschaft ‚Salvador

Ea geht um die Vorherrschaft der USA über alle angrenzenden Länder. Trump beansprucht US Dominanz nicht nur in Mittel- und Südamerika, sondern auch über Kanada und Grönland.

Das ruft auch zunehmend Widersprüche mit westlichen Verbündeten auf den Plan.

Großbritannien fordert restlose Aufklärung, kündigt aber auch die durchgängige Zusammenarbeit seiner Geheimdienste mit den USA auf.

Der dänische Militärgeheimdienst hat diese Woche die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft.

Macron hat Dänemark seine Unterstützung gegen die USA angekündigt

 

Auch in Deutschland wagen sich einige Politiker wenigstens ein bißchen aus der Deckung. Der SPD-Außenpolitiker ‍Adis Ahmetovic hat den US-Angriff auf ​Venezuela scharf kritisiert. „Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung“, sagte der außenpolitische ⁠Sprecher der SPD am ⁠Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts.“

Fabian Lehr redet Klartext zur westlichen Doppelmoral:

Angesichts ihrer inbrünstigen Liebe für das Völkerrecht, für dessen Verteidigung gegen Russland notfalls auch ein Weltkrieg geführt werden muss, wird die Regierung Merz ja nun zweifellos die in Deutschland stationierten Truppen des Verbrecherstaates USA zum Verlassen des Landes auffordern, auf EU-Ebene einen Wirtschaftskrieg gegen die USA starten, US-Vermögen in Deutschland beschlagnahmen und ein gigantisches Waffenpaket für Venezuela auf den Weg bringen. Oder?

Israels Völkermord in Gaza und militärischer Rundschlag im Nahen Osten mit besonderer Unterstützung der USA, aber auch Deutschlands, waren ein Fanal, um imperiales Faustrecht weltweit durchzusetzen. Das Völkerrecht wurde endgültig zur Farce degradiert.

Kommt zu den Kundgebungen. Der Widerstand muss von unten kommen. Krieg dem Krieg.

Die geopolitischen Verwerfungen bekommen wir alle in den imperialistischen Kernländern immer mehr zu spüren. Die soziale Lage der arbeitenden Mensch in den USA hat begonnen, vsich unter Trump massiv zu verschlechtern. Ich selbst habe gerade eine Speicherplatte kaufen wollen. Preise doppelt so hoch. Die Regale leergefegt.


Das Berliner Bündnis „Hände Weg von Venezuela“ hatte am 19.10.2019 zur Demo auf dem Pariser Platz auf. Ein besonderer Gast, gab ein kleines Soilidaritäskonzert: David Rovics, Singer Songwriter aus den USA. Dabei entstand diese Video. Mit freundlicher Genehmigung von David Rovics für die Aufnahme und Veröffentlichung.

Videorechte: Ingo Müller, rec. 2019

Spontane Protestkundgebung in Stuttgart

Gedenkkundgebung zum 46. Todestag von Celalettin Kesim

Am 5. Januar 1980 wurde der Kommunist und Gewerkschafter Celalettin Kesim am Kottbusser Tor von faschistischen Grauen Wölfen auf offener Straße ermordet. Das politische Hinterland seiner Mörder ist nicht ausgetrocknet. Es ist im Kiez fest verankert und es ist auch zu Wohlstand gekommen. Es ist Zeit den Nachwuchs der Täter wieder an die unvergessenen Verbrechen zu erinnern.

Nichts ist vergessen!
Niemand ist vergessen!

Montag, 5.1., 17 Uhr. Ort: Kottbusser Tor/Ecke Reichenberger Straße

Celalettin Kesim (* 7. Juli 1943; † 5. Januar 1980 in West-Berlin, Deutschland) war ein türkischer Kommunist, Lehrer und Sekretär des Berliner Türkenzentrums. Er wurde am 5. Januar 1980 in Berlin am Kottbusser Tor ermordet, während er an einer Protestaktion gegen die damals drohende Militärdiktatur in der Türkei von türkischen Neofaschisten und islamischen Fundamentalisten teilnahm.

Kesim kam 1973 aus der Türkei nach West-Berlin. Er arbeitete bei Borsig als Dreher, war Vertrauensmann der IG Metall und lehrte türkische Volksmusik an einer Volkshochschule. Später war er Lehrer an einer Berufsschule.

Am 5. Januar 1980 wurden etwa 40 Aktivisten des politisch linksorientierten Türkenzentrums, die am Kottbusser Tor Flugblätter verteilten, von etwa 70 türkischen Neo-Faschisten der Grauen Wölfe und islamischen Fundamentalisten überfallen, die aus der benachbarten Mevlana-Moschee kamen und mit Ketten, Schlagstöcken und Messern auf sie einschlugen. Dabei wurde Celalettin Kesim durch einen Messerstich in den Oberschenkel verletzt. Einige seiner Genossen schleppten Kesim bis zur Kottbusser Brücke. Eine halbe Stunde nach dem Angriff trafen Sicherheitskräfte ein. Ein Feuerwehrwagen brachte Kesim in das Urban-Krankenhaus, wo sein Tod festgestellt wurde. Sieben Tatverdächtige wurden nach der Straßenschlacht festgenommen.

An der Trauerfeier für Kesim nahmen 3.000 Menschen teil, 11.000 beteiligten sich an der anschließenden Gedenkdemonstration. An Kesim erinnert eine Gedenktafel an der Ecke Reichenberger und Kottbusser Straße. Anfang der 1990er Jahre wurde zudem eine von Hanefi Yeter geschaffene Gedenkstele zu seinem Andenken errichtet.

Quelle: Wikipedia

Ukraine: Die Brandmauer ist eingestürzt

Bild: Internationalist 360°

Der mainstream-Diskurs über die Bedeutung von bekennenden Neonazis in der Ukraine lautet etwa so: Ja, solche schlimmen Finger gibt es dort. Doch spielen sie keinerlei tragende Rolle, was man schon daran erkennt, dass die rechtsextreme Partei Swoboda bei den Wahlen nur in einem unteren einstelligen Bereich landet. Ansonsten sei alles unter Kontrolle der freiheitlichen Regierung, unter deren Aufsicht die von den Rechten dominierten Freiwilligenverbände stünden. Alle Vorwürfe, ihre Handschrift sei in der gegenwärtigen Politik der Ukraine deutlich erkennbar, werden als Putinpropaganda abgewiesen. Da ist es doch interessant, dass man bei einer gründlichen Recherche zu ganz anderen Einsichten kommen kann. Ein Beispiel ist ein Artikel des US-Journalisten Josh Cohen, den dieser für den Atlantik-Rat schrieb. Der Atlantic council ist ein Thinktank dessen Loyalität zur Führungsrolle der USA über jeden Zweifel erhaben und bei den Powerplayern der USA fest verankert ist. Auf der Website des Rats heißt es dazu: „Der vom verstorbenen General Brent Scowcroft gegründete International Advisory Board des Atlantic Council umfasst die Geschäftsführer mehrerer weltweit bedeutender Unternehmen sowie ehemalige Premierminister und Präsidenten aus Australien, Kroatien, Dänemark, Pakistan, Polen, Spanien und Schweden. Zusammen bilden sie eine der einflussreichsten und nachhaltigsten Gruppen, die die konstruktive US-Führung in der Welt unterstützen, zusammen mit unseren Freunden und Verbündeten – dem Gründungsziel des Atlantic Council.“ Josh Cohen verfasste seinen Artikel bereits 2018. Der Titel war: „Die Ukraine hat ein echtes Problem mit rechtsextremer Gewalt (und nein, RT hat diese Schlagzeile nicht geschrieben)“. Der Autor bringt klar seine Besorgnis zum Ausdruck, dass die westliche Politik einen klaren Strich zu den neonazistisch orientierten Gruppen ziehen und in diesem Sinne auf die ukrainische Regierung Einflusss nehmen müsse.

„Seit Anfang 2018 haben C14 und andere rechtsextreme Gruppen wie die Asow-nahe Nationale Miliz, der Rechte Sektor, Karpatska Sich und andere Roma-Gruppen mehrmals angegriffen, sowie antifaschistische Demonstrationen, Stadtratssitzungen, eine hosted Veranstaltung von Amnesty International, Kunstausstellungen, LGBT-Veranstaltungen und Umweltaktivisten. Am 8. März starteten gewalttätige Gruppen Angriffe auf Demonstranten des Internationalen Frauentags in Städten in der gesamten Ukraine. In nur wenigen dieser Fälle tat die Polizei etwas, um die Angriffe zu verhindern, und in einigen verhafteten sie sogar friedliche Demonstranten und nicht die tatsächlichen Täter.

Internationale Menschenrechtsgruppen haben Alarm geschlagen. Nach den Anschlägen vom 8. März warnte Amnesty International: „Die Ukraine versinkt in einem Chaos unkontrollierter Gewalt, das von radikalen Gruppen und ihrer totalen Straflosigkeit ausgeht. Praktisch niemand im Land kann sich unter diesen Bedingungen sicher fühlen.“ Amnesty International, Human Rights Watch, Freedom House und Front Line Defenders warnten in einem Brief, dass radikale Gruppen, die unter „einem Furnier des Patriotismus“ und „traditionellen Werten“ handeln, unter einer „Atmosphäre fast totaler Straflosigkeit“ operieren dürften, die diese Gruppen nur ermutigen kann, mehr Angriffe zu begehen.

Um es klar zu sagen, rechtsextreme Parteien wie Swoboda schneiden in den Umfragen und Wahlen der Ukraine schlecht ab, und die Ukrainer belegen keinen Wunsch, von ihnen regiert zu werden. Aber dieses Argument ist ein bisschen „roter Hering“. Es sind nicht die Wahlaussichten der Extremisten, die die Freunde der Ukraine betreffen sollten, sondern vielmehr der Unwille oder die Unfähigkeit des Staates, gewalttätigen Gruppen entgegenzutreten und ihre Straflosigkeit zu beenden. Ob dies auf ein anhaltendes Gefühl der Verschuldung einiger dieser Gruppen für den Kampf gegen die Russen zurückzuführen ist oder die Angst, dass sie sich gegen den Staat selbst wenden könnten, es ist ein echtes Problem und wir tun der Ukraine keinen Dienst, indem wir sie unter den Teppich kehren.“ (https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/ukraine-s-got-a-real-problem-with-far-right-violence-and-no-rt-didn-t-write-this-headline/)

Inzwischen sind wir ein paar Jahre weiter. Es ist nicht nur klar, dass die sog. Freiwilligenverbände eine entscheidene Rolle an der Front spielen, da sie völkische Krieger sein wollen und nicht die Skrupel hindern, die normale Soldaten haben. Der CIA hatte bereits 2015 , nachdem es viele Absetzbewegungen ukrainischer Soldaten bei den Bombadierungen der abtrünnigen Gebiete im Donbas gab, klar erkannt, dass die selbst ernannte „arische Avandgarde“ für eine dauerhafte Kriegsführung unverzichtbar ist, sie in das Ausbildungsprogramm einbezogen und ihnen Jubelveranstaltungen in den USA ermöglicht. (https://www.telepolis.de/article/USA-Welche-Rolle-hat-die-Ausbildung-ukrainischer-Spezialkraefte-durch-die-CIA-6536964.html)

Jetzt lichtet sich der Nebel und man sieht ganz klar, was los ist: Der jüdische Präsident der Ukraine verlieh dem Gründer der neonazistischen Gruppe C14 und bekennenden Faschisten Yevhen Karas einen hohen militärischen Orden.

Auch die Bundeswehr will sich bei dieser offiziellen Willkommenskultur nicht lumpen lassen, hatte man doch in Deutschland lange Zeit ausgezeichnete Beziehungen zur russophoben, antisemitischen und antikommunistischen Nationalbewegung der Banderisten. Florian Warweg schrieb bereits vor Monaten in den „nachdenkseiten“:

„Ausgerechnet am 8. Mai traf sich der Leiter des Planungs- und Führungsstabs des Bundesministers der Verteidigung, Generalmajor Christian Freuding, mit dem Asow-Kommandeur Oleg Romanow und posierte mit diesem in Felduniform für ein Foto. Romanow und dessen Einheit, die 3. Separate Sturmbrigade, sind dafür bekannt, regelmäßig die Waffen-SS-Division „Galizien“ zu verherrlichen – und auf seinem Instagram-Kanal stellt er bis heute völlig offen seine Tattoos mit NS-Referenzen zur Schau, unter anderem die von der Waffen-SS propagierte Schwarze Sonne, die aus drei übereinandergelegten Hakenkreuzen besteht.“ Ironischer Kommentar des ukrainischen Oppositionspolitikers und Politik-Bloggers Anatolij Scharij:

„Der deutsche Generalmajor Christian Freuding posiert mit dem Asow-Kommandeur Oleg Romanov, der dafür bekannt ist, Totenkopfabzeichen der SS zu tragen. Die Deutschen sind bewundernswert.“ (https://www.nachdenkseiten.de/?p=133144)

Florian Rötzer behandelt im folgenden Artikel ausführlich diese desmaskierende Ordensverleihung:
https://overton-magazin.de/top-story/selenkij-verleiht-bekanntem-neonazi-yevhen-karas-orden/


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