Palästina Solidarität aktuell

Palästina Solidarität aktuell. Die Menschen in GAZA brauchen mehr denn je unsere Solidarität.

Am Sonntag, 7.4. findet die Kundgebung „Wedding für Palästina“ um 15 Uhr am Leopoldplatz/ Elise Otto Hampel Platz statt. Auch alle Nicht Weddinger Berliner sind zur Teilnahme aufgerufen.

Israel hat es geschafft, dass kaum mehr Hilfsorganisationen für die Menschen in GAZA aus Sicherheitsgründen tätig sein können. „Dank“ der militärischen Unterstützung und politischen Rückendeckung des Westens, vorrangig der USA und Deutschlands. Noch letzte Woche hat Biden laut Washington Post heimlich, trotz der öffentlichen Inszenierung eines Zerwürfnisses mit Netanyahu, die Lieferung eines neuen umfangreichen Waffen- und Bombenpacketes veranlasst. [1] so berichtete die “Washington Post” unter Berufung auf US-Beamte: https://www.stern.de/politik/ausland/krieg-in-nahost–bericht–usa-liefern-israel-tausende-bomben-34587254.html Waffen und Bomben liefern, um anschliessend Carepackete über die davon getroffenen Opfer abzuwerfen, das ist beispielloser Zynismus. Auch die Öffnung einzelner weiterer Grenzübergänge bleibt Stück- und Blendwerk. Humanitäre Hilfe für die Menschen in GAZA funktioniert nur, wenn endlich ein Waffenstillstand und die Aufhebung der Blockaden von Israel durchgesetzt werden. Und wenn endlich die eingefrorenen Gelder für die UN Hilfsorganisation UNRWA, die größte und effizienteste aller Hilforganisationen, wieder freigegeben werden. Dazu machen wir Druck!

Nächste Woche: Kundgebung Berliner Gewerkschafter:innen "GAZA KRIEG STOPPEN - MENSCHENLEBEN RETTEN" 

10. April 2024 von 16 bis 17 Uhr, am Platz des 18.März, Lindenrondell / Brandenburger Tor.

Wir bitten alle Gewerkschafter:innen, die sich für die Einhaltung von Völkerrecht, Menschenrecht und Frieden weltweit einsetzen, sich diesen Termin angesichts der Ereignisse in GAZA vorzumerken und Kolleg:innen breit einzuladen! Lassen wir unseren Erklärungen "Sagt Nein - zu Aufrüstung, Krieg und Burgfrieden" Taten folgen!
Nächstes Wochenende ab Freitag, den 12. April findet der "Palästinakongress 2024 -Wir klagen an" statt. 

Der Palästinakongress ist eine besondere Gelegenheit, sich über den Nahostkonflikt umfassend zu informieren und sich auch solidarisch zu zeigen. Denn die bekannten Anfeindungen im Sinne einer rechtsradikalen Agenda der aktuellen israelischen Regierungspolitik und ihrer Unterstützer gegen Palästinasolidariät kommen um alle Ecken. Kontosperrung. Verbotsandrohungen. Wer die Ereignisse in GAZA und die Kumpanei großer Teile des Westens anklagt, wird von Presseorganen wie dem Tagesspiegel mit wilden Diffamierungen überzogen.

Deshalb, auch wenn alle Tickets seit Wochen verkauft sind: Informiert halten. Aufklären. Mach mit beim internationalen Aktionstag am 14.April

References

References
1 so berichtete die “Washington Post” unter Berufung auf US-Beamte: https://www.stern.de/politik/ausland/krieg-in-nahost–bericht–usa-liefern-israel-tausende-bomben-34587254.html

Freiheit mit Bomben

75 Jahre nach Gründung ist für die Nato Krieg weiter Hauptmittel von Politik

Berlin. An diesem Donnerstag feiert die Nato den 75. Jahrestag ihrer Gründung. Am 4. April 1949 unterzeichneten Vertreter von zwölf Staaten unter Führung der USA den Nordatlantik-Pakt. Zum Jahrestag soll die weiße Kompassrose auf marineblauem Grund vor Bundesbehörden gehisst werden. Das hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) angeordnet.

Bei der Gründung wollte man sich vorgeblich des gegenseitigen Beistands gegen die »kommunistische Gefahr« versichern. Praktisch ging es nicht zuletzt um Aufrüstung zum Nutzen der Waffenschmieden der westlichen Welt. Die Nato-Gründung setzte letztlich auch ein Wettrüsten mit dem Ostblock in Gang. Denn sechs Jahre später wurde der Warschauer Vertrag unterzeichnet, das östliche Pendant zur Nato. Deren Ziel war es erklärtermaßen, die Sowjetunion und ihre Verbündeten »totzurüsten«.

Heute hat die Nato 32 Mitglieder, darunter die Bundesrepublik, deren Ostteil nach 1990 eigentlich neutral bleiben sollte. So hatten es Mitglieder ihrer Regierung vor dem Beitritt der DDR zur BRD versprochen. Es folgte die Osterweiterung mit Nato-Beitritten Polens und der baltischen Staaten, auch das war Moskau anders versprochen worden. Dokumente aus den 90er Jahren belegen, dass die Aufnahme der osteuropäischen Staaten keineswegs vor allem auf deren innigen Wunsch erfolgte, sondern maßgeblich auf aktives Betreiben Washingtons. Seither kam es zu zahlreichen Militäreinsätzen von US-geführten Allianzen, vielfach auch direkt der Nato. Einer Studie der Brown University in den USA hat allein der sogenannte War on Terror, dem sich die Nato nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 anschloss, direkt oder indirekt 4,5 Millionen Menschen das Leben gekostet.

Daran wird bei einem Festakt im Hauptquartier in Brüssel an diesem Donnerstag mit Sicherheit nicht erinnert. Vielmehr wird gefeiert, dass es seit der Gründung des Bündnisses weder Russland noch ein anderer Staat gewagt hat, ein Nato-Land anzugreifen. Des weiteren wird Generalsekretär Jens Stoltenberg um Zustimmung für seinen Vorschlag werben, einen Ukraine-Hilfsfonds von 100 Milliarden Euro aufzulegen. nd/Agenturen

Erschienen im digitalen nd v. 4.4. 2024
Wir danken für das Abdruckrecht.

Ostern im Fadenkreuz von Kriegen, Protesten und Fake News

Zeit online [1]https://www.zeit.de/gesellschaft/2024-04/ostern-ostermarsch-friedensbewegung zieht Bilanz: „Den diesjährigen Ostermärschen haben sich 10.000 Menschen angeschlossen. Die Regierung kontert mit Blick auf die Ukraine, Frieden ohne Freiheit bedeute Unterdrückung“.

Die Infostelle Ostermarsch des Netzwerk Friedenskooperation sieht die Friedensbewegung gestärkt . Bundesweit habe es über 120 Märsche und Veranstaltungen gegeben, die Abschaffung von Atomwaffen, Waffenstillstand, Deeskalation von Konflikten durch Diplomatie statt Waffenlieferungen sowie Abrüstung statt Aufrüstung forderten.

Kleine Doku Hamburger Ostermarsch, Friedenskanal Hamburg

In einigen grossen Städten zählten die Veranstalter deutlich gestiegene Teilnehmerzahlen: in Berlin mehr als 5000 (laut Polizei 3500), in Hamburg wurden zwischen 3000 und 4000 (laut Polzei 2000) genannt, in Stuttgart 3000 (laut Polizei 1500) und in München 1800 (laut Polizei 850). Daneben gab es breit über das Land verstreut einen vielfältigen Protest mit überzeugenden Reden und Darstellungen. Und (siehe Bilder) auch etliche gewerkschaftliche Formationen darunter. In einzelnen Städten wie zum Beispiel ver.di in Hamburg wurden die Aktionen auch von Landesverantwortlichen von Einzelgewerkschaften voll mitgetragen. Und es ist ein offenes Geheimnis, spätestens seit entsprechenden Erhebungen der UNI Leipzig. Wer zählen und rechnen kann, wird nicht Polizist.

Im Vorfeld schrieben wir: „Für Friedensaktivisten und Linke gilt, endlich gemeinsam eine breite Bewegung gegen Krieg, und Aufrüstung – auf wesentliche Kernforderungen konzentriert – aufzubauen. Die Gretchenfrage dabei ist: Waffenstillstand und Friedensverhandlungen (…) Nur so lässt sich die Eskalationslogik des Krieges durchbrechen! Ohne Frieden ist alles andere Nichts. Deshalb darf es nicht sein, sich hinter anderen Fragen zu verstecken. Fassen wir alle Menschen in unserem Land dazu zusammen.“ Es gibt Fortschritte dazu in Berlin.

Es geht aufwärts, aber sehr langsam. Es gibt Hoffnung, dass sich die trotz aller Kriegspropaganda weitverbreitete kriegsskeptische Stimmung in der Bevölkerung, die auf den Ostermärschen artikuliert wird, doch noch zum Protest formiert. Schließlich ist Krieg eine Überlebensfrage. Einmal muss doch Schluss sein mit der Schockstarre. Muss Schluss sein damit, dass uns die Kriegstreiber:innen auf der Nase rumtanzen.

„Wir leben fürwahr in finsteren Zeiten!“ – so Johannes M. Becker beim Ostermarsch in Kassel: „John Lennon & Yoko Ono haben gesungen: „You may say, I´m a dreamer.“ Und dann: „But I´m not the only one.“ [2]https://www.internationale-friedensfabrik-wanfried.org/post/wir-leben-f%C3%BCrwahr-in-finsteren-zeiten-johannes-m-becker-beim-ostermarsch-in-kassel-im-wortlaut

Kommt zur Protestkundgebung Berliner Gewerkschafter:innen "GAZA Krieg stoppen - Menschenleben retten" 
Die stärksten Argumente für die Friedensmarschierer:innen lieferten die harten Realitäten und Ereignisse um Ostern selbst.

Wie heisst es so schön? “ An ihren Taten und nicht an ihren Worten sollt ihr sie messen.“

Nach außen gibt sich US-Präsident Joe Biden besorgt um die humanitäre Lage der Menschen in GAZA und geht wegen der angedrohten Bodenoffensive in die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt Rafah zu Israel auf Distanz . Ungeachtet dieser öffentlichen Inszenierung eines heftigen diplomatischen Zerwürfnisses hat Biden, so berichtete die Washington Post, in den vergangenen Tagen „in aller Stille“ die Lieferung von mehr als 1800 der 2000-Pfund-Bomben (etwa 907 kg) vom Typ MK84 und 500 MK82-Bomben sowie weitere Kampfflugzeuge genehmigt. [3] so berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf US-Beamte: https://www.stern.de/politik/ausland/krieg-in-nahost–bericht–usa-liefern-israel-tausende-bomben-34587254.html

Sie sagen, sie seien um die Menschen besorgt, in Wahrheit aber liefern sie genau diese Bomben, die die Menschen mit den schlimmsten Kollateralschäden überziehen, sprich insbesondere unbewaffnete Zivilist:innen plattmachen. Die Zahlungen an die UN Hilfsorganisation UNRWA bleiben dagegen weiter eingestellt.

„Eigentlich ist es sinnlos die manipulative „Berichterstattung“ der ARD zu kommentieren, aber heute hat das Morgenmagazin tatsächlich Münchhausen übertroffen.“ Kurt Weiss empört sich: “ Israel bombardierte die iranische Botschaft in Damaskus. Die Zerstörung einer diplomatischen Botschaft ist ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht und Israel hat es geschafft mit einem Angriff 2 Staaten zu treffen: Iran und Syrien. ARD: „Iran droht Israel“. Laut Tagesschau „wachsen die Sorgen vor einer Eskalation…“ Der Angriff Israels war offenbar keine Eskalation? „

Sie sagen, sie wollen jede Eskalation vermeiden, in Wahrheit greifen sie andere Länder und sogar völkerrechtlich geschützte Institutionen an und eskalieren.


Nach Angaben der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) wurden bei einem Angriff im Gazastreifen sieben Mitarbeiter getötet. Neben Helfern aus Australien, Großbritannien und Polen wurden auch ein palästinensischer Mitarbeiter sowie eine Person mit US-kanadischer Staatsbürgerschaft getötet, wie WCK mitteilt.
Laut der Hilfsorganisation wurde ein Konvoi getroffen, obwohl die Fahrzeuge mit einem WCK-Logo versehen und die geplanten Fahrten mit dem israelischen Militär koordiniert gewesen seien. Die Hilfsorganisation bezeichnet den Vorfall als „unverzeihlich“. [4]Tagesschau 1.4. Und 2.4.

Heute sieht selbst der polnische MP und Hardliner Tusk die Solidarität mit Israel auf eine „harte Probe“ gestellt.

Unter den Toten des israelischen Luftangriffs auf Gaza war nämlich auch ein Pole… Der Fall sorgt in Polen für heftige Diskussionen – und nicht nur dort. Es ist nur die Spitze eines Eisbergs. Diesmal hat es vor allem Helfer aus westlichen Ländern getroffen. Nicht in erster Linie Palästinenser:innen. Wieder einmal erschüttern die Fakten die Glaubwürdigkeit westlicher Politiker bis ins Mark.

Sie sagen, sie wollen den Menschen Hilfslieferungen in ausreichendem Maße zukommen lassen, in Wahrheit gestatten sie Israel die Fortsetzung ihrer Blockade von GAZA. In Wahrheit gestatten sie Israel die Fortsetzung der Kampfhandlungen, die auch die Mitarbeiter:innen der Hilfsorganisationen täglich bedrohen.

Palästina hat aktuell in der UN einen neuen Anlauf unternommen, um als Staat anerkannt und in die Völkergemeinschaft mit Sitz und Stimme aufgenommen zu werden. Die bisherigen Anträge, obwohl von einer Dreiviertel Mehrheit aller Länder unterstützt, scheiterten am Veto der USA im Sicherheitsrat. Wie wird es diesmal sein?

Sie erklären Land auf Land ab, sie wollten eine Zweistaatenlösung, in Wahrheit legen sie ein Veto ein, wenn staatliche Anerkennung für Palästinenser:innen konkret gewährt werden soll.

Sie sagen, Putin wolle nicht verhandeln. In Wahrheit hat Selensky schon lange ein Dekret erlassen, das sämtliche Verhandlungen untersagt.

Sie sagen, sie verteidigen Menschenrechte und Freiheit. In Wahrheit treten sie beides mit Füßen.

Unsre aktuellen Beiträge zum Thema :

Titelfoto Evelin Genzel, Fotos Ingo Müller und Gewerkschaftskolleg:innen

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