Gesundheit unter Beschuss – Gesundheitskrise in Gaza
Ort: bUm – Space for Solidarity and Community, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin, 19. Dezember 18:00 – 21:30 Uhr
Die Veranstaltung beleuchtet die katastrophale Gesundheitskrise in Gaza, die durch den von Israel an den Palästinenser:innen verübten Genozid weiter verschärft wird. Thematisiert werden sowohl die humanitären als auch die politischen Dimensionen dieser Tragödie.
Redner:innen aus Gaza, medizinisches Fachpersonal und Fachkräfte der humanitären Hilfe teilen ihre Expertise und Erfahrungen.
Alle Einnahmen werden für lebenswichtige medizinische Hilfsgüter in Gaza gespendet.
Sei dabei, informiere dich und setze ein Zeichen der Solidarität!
Die Angriffe auf die kurdischen Regionen im Norden und Osten Syriens gehen weiter. Auch die militärische und politische Liäson Deutschlands mit Israel und der Türkei.
In In Berlin gab es eine aufsehenerregende Protestaktion! Verteidigt Rojava!
Aktivist*innen haben am Montagmittag das Brandenburger Tor besetzt, der Protest richtet sich gegen die Angriffe der Türkei auf #Rojava. Mindestens vier Menschen befanden sich mehrere Stunden auf dem Dach des Brandenburger Tors. Sie haben ein Banner entrollt, auf dem „Rojava verteidigen!“ steht.
Ihre Forderungen:
Anerkennung der Selbstverwaltung DAANES (Demokratischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien)
Upgrade 19.12. Syrien-Aktivisten besetzten das ZDF-Hauptstadtstudio, um über die Anerkennung Rojavas durch öffentlich-rechtliche Medien zu diskutieren. Sie forderten kritischere Berichte zu SNA-Milizen und Kriegsverbrechen an Minderheiten und Frauen. [1]https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizeieinsatz-in-berlin-mitte-syrien-aktivisten-besetzen-zdf-hauptstadtstudio-12895831.html
Und innerhalb „Rest“ – Syrien?
Kimberly Dixon vermerkt:
„Alle Richterinnen wurden bereits ihres Amtes enthoben. Ja, die Freiheit für die syrische Bevölkerung nimmt an Fahrt auf. Ganz besonders für Frauen. Na Frau Plärrbock? Sind sie nun zufrieden? Das Land wurde den Wölfen zum Frass vorgeworfen…“
„Die israelische Armee griff in der Nacht zum Montag syrische Militärstandorte in der Küstenregion Tartus an. Die heftigen Detonationen nach den Bombardierungen lösten Signale von Erdbebensensoren aus, so mehrere Kriegsbeobachtungsgruppen in der Region. Dabei wurden Werte bis zu einer Stärke von 3,1 auf der Richterskala gemessen.
Beobachter sprechen von den schwersten Angriffen in der syrischen Küstenregion seit Beginn der Angriffe im Jahr 2012. Die Sprengkraft erreiche die Größenordnung taktischer Atombomben.
„Israelische Kampfflugzeuge griffen eine Reihe von Zielen an, darunter Luftabwehranlagen und Depots für Boden-Boden-Raketen.“
Die Explosionen waren so massiv, dass sie von seismischen Sensoren mit einer Stärke von bis zu 3,1 auf der Richterskala aufgezeichnet wurden. Laut einem Artikel der Times of Israel wurden die Erdbewegungen am späten Sonntagabend auch von der seismologischen Abteilung des Geografischen Dienstes Israels registriert, „deren Epizentrum etwa 28 Kilometer vor der Küste der Stadt Banias lag.“
Wettlauf um Syrien
German Foreign Policy berichtet:
Auswärtiges Amt führt in Damaskus erste Gespräche mit HTS-Anführer Al Sharaa. EU-Außenminister fordern Schließung russischer Militärbasen. Al Sharaa lehnt baldige Wahlen ab, will gewisse „Sitten“ in Syrien respektiert sehen.
Wie Entwicklungsministerin Svenja Schulze mitteilt, habe Deutschland in den vergangenen Jahren stets Mittel für das von HTS kontrollierte syrische Gouvernement Idlib bereitgestellt und verfüge deswegen über beste Kontakte: „Wir kennen viele Akteure, auf die es jetzt ankommt“. …. Mehr
Zum letzten Abschnitt, der nichts anderes besagt als dass man zum Umfeld der „islamistischen Terroristen“ seit Jahren den besten Kontakt unterhält, kann man wohl nur noch sagen: „Aha“!
P. Jüriens bringt die Frage des Selbstbestimungsrechts der Syrer:innen auf den Punkt:
Natürlich: Niemand weint Assads Regierung allzuviele Tränen nach.
Aber ansonsten kann ich beim besten Willen nicht erkennen, daß die aktuellen Entwicklungen irgendetwas anderes als blanker Kolonialismus und permanentes Wettscheißen auf das Völkerrecht sind.
Und in allen anderen „wertebasiert“ handelnden Ländern der ersten Welt fühlt sich von Erdogan über Jens Spahn über Alice Weidel bis hin zu Christian Lindner offenbar jedes prinzipienlose, antihumanistische Stück Scheiße zeitgleich befleissigt, die syrischen Flüchtlinge am Liebsten gestern schon dorthin zurückzuschicken.
Und natürlich: Gaspipelines durch Syrien zu planen.
GAZA nicht vergessen!
Die Ereignisse in Syrien dürfen nicht dazu führen, daß das Unheil in Gaza aus dem Blickfeld gerät. Hier ein Tagesbericht:
Die aktuellen Berichte zum 437. Kriegstag zeichnen ein erschütterndes Bild systematischer Aggressivität und humanitärer Krise.
In den letzten 24 Stunden verübten israelische Streitkräfte fünf Massaker gegen palästinensische Familien. 46 Todesopfer wurden in Krankenhäuser eingeliefert, 135 weitere verletzt. Die Gesamtzahl der statistisch erfassten Opfer seit Beginn der israelischen Aggression am 7. Oktober 2023 ist auf 44.976 Todesopfer und 106.759 Verletzte angestiegen.
Die fortwährenden Angriffe konzentrieren sich insbesondere auf den Norden des Gazastreifens sowie auf das Flüchtlingslager Nusseirat im Zentrum des Gebiets.
Plan der Generäle
Die Durchsetzung der ethnischen Säuberung in GAZA durch Israel wird konkret.
In einem aktuellen Bericht der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth wird aufgedeckt, dass die israelische Besatzungsarmee im Rahmen ihrer anhaltenden Offensive gegen den Norden des Gazastreifens schrittweise einen sogenannten „Plan der Generäle“ umsetzt. Dieser Plan hat das Ziel, die Bevölkerung des Gazastreifens zu vertreiben und die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimatstadt Jabalia zu verhindern.
Der Bericht, verfasst von dem Militäranalysten Yoav Zitun, beschreibt, dass gemäß diesem Plan das nördliche Drittel des Gazastreifens zerschnitten bleiben soll.
Kinderweihnachten in GAZA – der Tod klopft an!
Eine neue Studie zeigt die enormen psychischen Auswirkungen des Krieges auf Kinder und junge Menschen im Gazastreifen. 44 Prozent der Toten waren Kinder, und die Überlebenden leiden unter starken Symptomen der Traumatisierung.
Für die Studie wurden Eltern und Betreuer von 504 Kindern aus Familien befragt, in denen mindestens ein Kind behindert, verletzt oder unbegleitet ist, also von seinen Eltern getrennt ist. Die Stichprobe wurde zwischen dem südlichen und dem nördlichen Gazastreifen aufgeteilt und durch weitere ausführliche Interviews ergänzt.
Donnerstag 19.12.2024 19 Uhr (Einlass 18 Uhr) Hansa Haus, Brienner Str.39, München
Qassem Massri, palästinensischer Aktivist und Kinderarzt in Berlin, spezialisiert auf Neonatologie, Intensivmedizin und Kardiologie, klagt seit Februar 2024 gegen die deutsche Regierung, um Waffenexporte nach Israel zu stoppen. Im April 2024 war er im Gazastreifen im Einsatz. In seinem Vortrag berichtet er eindrücklich von den medizinischen und menschlichen Bedingungen indrei Krankenhäusern und beantwortet anschlieẞend Fragen aus dem Publikum.
Al Awda Hospital Das AI Awda Hospital ist die letzte funktionierende Rettungsinsel in Nord-Gaza. Trotz schwerer Schäden und nahezu erschöpfter Ressourcen kämpft es Tag und Nacht um dasUberleben Tausender.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei- Ihre groẞzügige Spende wird dringend benötigt und rettet Leben.
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