45 000 Schüler:innen demonstrieren: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Wehrpflicht!“

Hannes Kramer, Sprecher des bundesweiten Bündnisses gegen Wehrpflicht erklärte

Heute haben Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland erneut deutlich gemacht: Die Reichen wollen Krieg – die Jugend eine Zukunft. Damit ziehen wir die Schlussfolgerung aus dem Zweiten Weltkrieg. ›Nie wieder Krieg!‹ heißt heute ›Nie wieder Wehrpflicht!“

Am 08. Mai 1945 wurde der zweite Weltkrieg beendet. Der Krieg hatte 2000 Tage lang täglich Zerrstörung, Leid und Tod mit sich gebracht. Er kostete über 60 Millionen Menschen weltweit das Leben. „Etwas, das niemand von uns erneut erleben möchte. Doch heute wird in Deutschland wieder aufgerüstet, fast jeder zweite Euro des Bundeshaushalts wird für Panzer, Bomben und Infrastruktur, die das Land auf den Krieg vorbereitet, ausgegeben“, heißt es im Aufruf des Bündnisses gegen Wehrpflicht.

Bundesweit demonstrierten diesen Freitag am 3. Schulstreiktag gegen Wehrpflicht laut Veranstalter über 45 000 Schüler:innen. In Berlin waren es etwa 9.000, die sich am Brandenburger Tor zu einer widerständigen Auftaktkundgebung versammelten. Die Demonstration zog von dort den Tiergarten entlang zur Klingenhöfer Straẞe zur Bundesparteizentrale der CDU.

diesmal nicht beschlagnahmt

Die sonst für ihre willkürlichen Übergriffe berühmte Berliner Polizei hielt sich diesmal etwas zurück. Beim letzten Schülerstreik hatte die Berliner Polizei einen 18-jährigen Schüler verhaftet und sein Plakat mit der Aufschrift „MERZ LECK EIER“ beschlagnahmt. Jetzt schallte es aus tausenden von Schüler:innenkehlen „Merz leck Eier.“ Von polizeilichen Maßnahmen dagegen wurde diesmal nichts bekannt. Solidarität kann Wunder wirken!

Aber trotzdem gab es auch Meldungen wie diese: „Autoritäre Scheiẞe beim Schulstreik: Schüler bekommt auf Zubringer Personalien aufgenommen, ein:e Genoss:in von uns wird direkt aus der Bahn von Bullen in Empfang genommen. Merz der Hund will Jugendliche an die Front schicken, Bürgergeld abschaffen, kürzt in Krankenhäusern, Schulen, Jugendclubs – und is so feige dabei, dass man ihn nich öffentlich kritisieren darf!“

Obwohl es wegen der Wehrpflicht auch unter den Jugendlichen der gewerblichen Ausbildung kräftig rumort, von den Gewerkschaften erklärte sich offiziell lediglich die GEW solidarisch:

WIR SAGEN NEIN ZUR WEHRPFLICHT Als Pädagog*innen stehen wir für Hoffnung, Zukunft und Leben. Junge Menschen brauchen Zukunftsperspektiven, keine Militarisierung ihres Alltags. Frieden ist die Voraussetzung für gute Bildung. (Gökhan Akgün Vorsitzender der GEW BERLIN)

NIE WIEDER FASCHISMUS, MILITARISMUS UND KRIEG!
Wir feiern heute die Befreiung vom Faschismus und erinnern uns daran, wohin Faschismus, Militarismus und Krieg führen können: zu Flucht, Leid, Zerstörung und Tod. Gerade deshalb stehen heute bundesweit junge Menschen auf der Straẞe.

Alles ganz harmlos? So will man uns Glauben machen! Nur für die Verteidigung der „Freiheit“? Wessen Freiheit? Alles freiwillig? Warum dann Bußgelder, wer nicht bei der Erfassung kooperiert? Das Recht auf Wehrdienstverweigerung bleibt bestehen. Das sagen diejenigen, die alle jungen Männer in die Ukraine in den sicheren Tod zurückschicken wollen. Und sterben für was und für wen?

Der CDU-Frontmann Roderich Kiesewetter sagte es deutlich im Oktober 2023 gegenüber dem ZDF: „Wir sind bereit, Israels Sicherheit mit unserem Leben zu verteidigen.“ Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Alexander Gauland sagte bereits im April 2018, wir (Deutschland) müssten „an der Seite Israels kämpfen und sterben“. Und derselbe Kiessewetter sagte gemeinsam mit der Grünen Luisa Neubaur zum ersten Jahrestag des Ukrainekrieges auf einer Kundgebung in Berlin, dass „wir“ uns an dem Opfermut der Ukrainer:innen in Deutschland ein Beispiel nehmen müssen. Sterben für ein Land, das einen Stellvertreterkrieg führt? Sterben für ein Land wie Israel, das Völkermord begeht und täglich gegen Menschenrechte verstößt? Sterben für geopolitische Interessen, für militärische Zusammenarbeit, für Märkte, Rohstoffe und Profite, für Produtkionsstätten mit Billiglöhnern. Der ehemalige IGM Vorsitzende Peters dazu: „Mit eines anderen Arsch ist gut durchs Feuer fahren.“

Einen Tag vor den Protesten meldete der Deutschlandfunk, dass die Kriegsmaschinerie unbeirrt vorwärtsrollt:

 „…vier Monate nach Inkrafttreten der Wehrdienstreform stehen die Standorte für die 24 Musterungszentren fest. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereitet sich die Bundeswehr damit auf eine mögliche flächendeckende Musterung vor.“ Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland haben knapp drei Viertel der 18-Jährigen auf die verschickten Fragebögen reagiert. 28 Prozent hätten das Schreiben ignoriert, obwohl die Beantwortung verpflichtend ist. Ihnen drohen laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt Bußgelder von 250 Euro.

So richtig will man den Protest und diese Zahlen nicht an die Öffentlichkeit bringen. Kriegstüchtigkeit, ohne dass die Jugend mitmachen will, ist ein Problem. Dieses Problem soll nicht nur durch Peitsche, sondern auch durch Zuckerbrot gelöst werden.

Wir waren mit 10.000 Schüler*innen auf der Straẞe um gegen Aufrüstung, Imperialismus und den Genozid in Palästina zu protestieren. Damit die Schulstreikbewegung auch in der Zukunft erfolgreich bleibt und wächst statt zu stagnieren, ist es notwendig dass wir uns als Schüler:innen in Schulgruppen organisieren. Kein Cent, Kein Mensch der Bundeswehr. (Revogermany)

Der 8. Mai und die deutsche Geschichte lehren uns „Nie wieder Faschismus -Nie wieder Krieg“
Lasst euch nicht von den Kriegstreibern verwirren die das „Nie wieder Krieg“ ignorieren aber dafür „Nie wieder Faschismus“ auf die Panzer drucken mit denen sie die Welt in Brand setzen. (Redmediakollektiv)

Vormerken: Krieg beginnt hier – Protest gegen Rheinmetall-Aktionärsversammlung vor der Berliner Waffenfabrik

Fotos: Peter Vlatten

„Rechtzeitig Widerstand leisten“

Interview mit Hannes Kramer über die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, über die Prägung der jungen Generation durch Krisen und sich verdüsternde Zukunftsaussichten sowie über Fälle staatlichen Vorgehens gegen die Schulstreiks.

Redaktion German Foreign Policy

Titelbild: Schulstreik in Dortmund. Bitzel. R-mediabase

AACHEN Über die Schulstreikbewegung, die für den heutigen Freitag zum dritten bundesweiten Schulstreik aufruft, sprach german-foreign-policy.com mit Hannes Kramer. Kramer ist einer der Pressesprecherinnen und -sprecher der Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, bei denen am 5. Dezember 2025 und am 5. März 2026 jeweils rund 55.000 Schülerinnen und Schüler gegen das Wehrpflichtmodernisierungsgesetz und die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht protestierten. Sie fordern nicht nur den Verzicht auf Wehrpflicht und Musterungen, sondern auch, dass die immensen Beträge, die gegenwärtig in die Rüstung gesteckt werden, stattdessen für Bildung und Soziales verwendet werden. Die Schulstreiks geraten zunehmend unter Druck durch staatliche Stellen; inzwischen kontaktiert sogar der Verfassungsschutz – der deutsche Inlandsgeheimdienst – Schülerinnen und Schüler, die sich bei den Streiks engagieren, darunter Unter-18-Jährige. Kramer erinnert daran, dass die junge Generation, die gegen die Wehrpflicht protestiert, stark vom Erleben zahlreicher Krisen geprägt ist. Er ist neben seiner Tätigkeit im Rahmen der Schulstreiks Mitglied der SDAJ und der DKP.

german-foreign-policy.com: Die Schulstreiks haben sich am Thema Wehrpflicht entzündet. Die Wehrpflicht ist auch nach der Verabschiedung des Wehrpflichtmodernisierungsgesetzes noch der Schwerpunkt der Bewegung?

Hannes Kramer: Genau, unser Hauptthema ist weiterhin die Wehrpflicht. Sie ist der große gemeinsame Nenner, auf dem die Proteste stattfinden. Die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler gehen auf die Straße, weil sie die Wehrpflicht ablehnen, ja, weil sie gar nicht erst gemustert werden wollen. Es stimmt, dass mit dem Wehrpflichtmodernisierungsgesetz die Wehrpflicht noch nicht komplett wieder eingeführt worden ist. Die Regierung testet da grade: Wie weit kann man gehen? Wann kann man die Wehrpflicht in vollem Umfang reaktivieren? Welche Schritte muss man dafür gehen? Das Wehrpflichtmodernisierungsgesetz ist aus unserer Sicht eindeutig ein Schritt in diese Richtung, und in diesem Sinne äußern sich ja auch Politikerinnen und Politiker immer wieder, wenn sie sinngemäß sagen: Wenn wir auf Basis der Freiwilligkeit nicht genug Soldaten kriegen, dann kommen wir eben mit der Knute. Dieser Hintergrund macht den Schülerinnen und Schülern große Sorgen.

Zum individuellen Motiv, nicht gemustert, nicht in den Kriegsdienst gezwungen werden zu wollen, nicht für die Bundesregierung kämpfen, töten und im schlimmsten Fall auch sterben zu wollen – zu diesem ganz grundlegenden Motiv kommt inzwischen aber auch noch mehr hinzu. Die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht reiht sich in eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen ein, in Angriffe auf den Sozialstaat, auf die sozialen Sicherheitsnetze, in eine zunehmende ideologische Militarisierung und nicht zuletzt in die stärkste Aufrüstung seit dem Zweiten Weltkrieg. Unsere Generation – junge Menschen im Alter von, sagen wir, 16, 17 Jahren bis Anfang 20 – hat in den letzten Jahren nur Krisenzeiten kennengelernt. Das fing an mit der Klimakrise, die vielen immer noch sehr stark im Bewusstsein ist; es ging weiter mit der Coronakrise, deren Bekämpfung ja ganz besonders auch auf dem Rücken junger Menschen ausgetragen wurde; seit Jahren spitzt sich mit den Kriegen in aller Welt und dem Zutun der Bundesrepublik auch die globale Sicherheitslage immer weiter zu; und es gibt natürlich, auf der alltäglicheren Ebene, ein klares Bewusstsein darüber, dass die Schulen extrem marode sind und dass auch ganz allgemein unsere Zukunftsaussichten immer schlechter werden.

german-foreign-policy.com: Und die aktuelle Politik verheißt nicht wirklich Besserung…

Hannes Kramer: Die Bundesregierung tut – wie übrigens auch schon die Vorgängerregierung – nichts im Interesse der jungen Menschen. Für uns kommt immer nur ein fieser Schlag nach dem anderen. Einer davon ist die aktuelle Wehrpflichtdebatte. Das ist der Punkt gewesen, wo viele gesagt haben: Jetzt reicht’s. Die Wehrpflicht ist, wie gesagt, bis heute das zentrale Element, gegen das sich die Schülerinnen und Schüler zusammentun. Wir haben aber schon nach dem ersten großen Streik unsere Forderungen erweitert. Neben den Kernpunkt, dass das Wehrpflichtmodernisierungsgesetz weg muss, dass alle Schritte hin zu Zwangsdiensten abgeschmettert werden müssen, haben wir die Forderung gestellt, dass die riesigen Mengen an Geld, die jetzt in die Rüstung, in die Militarisierung fließen, für Bildung, für Soziales eingesetzt werden müssen, dass es Abrüstung statt Aufrüstung braucht und dass verhandelt werden soll statt geschossen. Wir haben auch das Ziel, das politische Mandat der Schülerinnen und Schüler zu erweitern; wir kämpfen dafür, dass es keine Kriegspropaganda mehr in den Schulen gibt, dafür aber Beratung bei der Kriegsdienstverweigerung. Wir stellen also längst Forderungen, die über die bloße Wehrpflichtdebatte hinausgehen. Denn die Wehrpflicht ist Kernbestandteil von Kriegsvorbereitung, und dagegen stellen wir uns.

german-foreign-policy.com: Wie ist denn die Stimmung unter Schülerinnen und Schülern insgesamt – würde eine Mehrheit von ihnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht in vollem Umfang ablehnen?

Hannes Kramer: Mein Eindruck ist schon, dass die meisten die Wehrpflicht zumindest mit großen Bauchschmerzen betrachten. Natürlich gibt es in den Klassen immer wieder einzelne oder auch einzelne Grüppchen, die sagen: Nein, die Wehrpflicht ist der richtige Schritt, wir müssen uns, unsere Werte verteidigen können. Da hört man dann eins zu eins zentrale Punkte der offiziellen Regierungspropaganda, einige glauben gerade auch den Erzählungen, dass die Wehrpflicht „notwendig“ sei. Die Mehrheit lehnt das aber ab. Es gibt Umfragen, die unterschiedliche Zahlen nennen; sie bewegen sich aber bei ungefähr 70 Prozent der Jugendlichen, die die Wehrpflicht ablehnen. Und die Streiks zeigen, dass es in vielen Schulen, ja auch in vielen Klassen wenigstens ein paar Schülerinnen und Schüler gibt, häufig sogar eine größere Zahl, die laut sagen: Wir lehnen die Wehrpflicht nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus ab, sondern auch aus politischen Gründen, wir organisieren uns dagegen und diskutieren mit unseren Mitschülern und Mitschülerinnen.

Ich denke, das ist wichtig. Wir stellen nämlich schon fest, dass es zwar eine grundlegende Ablehnung der Wehrpflicht gibt, dass man aber oft auf die Meinung trifft: Wir finden all das, was da gerade geschieht, zwar schlimm, aber wir können ja sowieso nicht mitbestimmen, nicht mitentscheiden. In der Schulstreikbewegung versuchen wir da den Leuten zu vermitteln: Du kannst eben doch etwas tun. Du kannst dich im Streikkomitee organisieren, du kannst in deiner Schüler*innenvertretung, der SV, darum kämpfen, dass sie eine politische Entscheidung fällt und beschließt: Unsere Schule, unsere SV unterstützt die Streiks. Die Streiks stehen jetzt vor der Aufgabe, dieses Bewusstsein zu fördern, weg von der Resignation hin zu einem entschlossenen Auftreten: Wir werden uns für unsere Ziele einsetzen und erst aufhören, wenn der neue Wehrdienst und die Wehrpflicht vom Tisch sind.

german-foreign-policy.com: Wieder mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler insgesamt – wie ist die Einstellung der Mehrheit gegenüber den Schulstreiks? Was überwiegt – Zustimmung, Gleichgültigkeit oder gar Ablehnung? Geraten die Streikenden in ihren Klassen unter Druck?

Hannes Kramer: Es kommt sehr auf die konkrete Schule, ja sogar auf die konkrete Klasse an. Es gibt durchaus Schulen oder Klassen, in denen Leute, die sich bei den Streiks exponieren, auf Ablehnung stoßen. Mein Eindruck ist aber, dass das – wenn überhaupt – vor allem von Lehrkräften kommt. Das ist kein einheitlicher Befund; wir haben auch viele Verbündete unter den Lehrkräften. Manche sagen explizit, sie wollten nicht, dass ihre Schülerinnen und Schüler gemustert werden; einige sagen, sie unterstützen es, dass wir streiken und uns gegen die Militarisierung einsetzen. Allgemein scheint es mir so zu sein, dass neben einer wachsenden Zahl an politisierten Schülerinnen und Schülern eine größere Zahl an anderen steht, die sie zwar in ihrer Gegnerschaft zur Wehrpflicht unterstützen, die aber noch nicht so weit sind, dass sie sagen, sie lehnen die Kriegsvorbereitung der deutschen Regierung ab. Allerdings: Manche Schülerinnen und Schüler und vor allem Lehrkräfte und Eltern vertreten dagegen die Position, die Politik der Bundesregierung sei eigentlich der richtige Kurs.

german-foreign-policy.com: Solche Positionen werden auch von den Jugendoffizieren unterstützt, die die Bundeswehr regelmäßig an die Schulen schickt. Wird das im Rahmen der Streikbewegung thematisiert?

Hannes Kramer: Ja, das ist auf jeden Fall ein Thema für uns, und das wird auch beim nächsten Streik ein großes Thema sein. Wir meinen, wichtige Schritte könnten es sein, an den Schulen Beratung über Kriegsdienstverweigerung anzubieten oder auch die Anwesenheit von Bundeswehroffizieren in Frage zu stellen. Auf unserer Streikkonferenz haben wir beschlossen, für bundeswehrfreie Schulen zu kämpfen und so dem Flecktarn zu verbieten, überhaupt unser Schulgelände zu betreten. Und wenn das missachtet wird, wollen wir das eben selbst umsetzen und die Bundeswehr stören und draußen halten. Hier in Niedersachsen, wo ich lebe, haben wir die drittmeisten Auftritte von Jugendoffizieren an Schulen bundesweit. Die kommen nicht nur in Uniform und operieren mit Showeffekten, lassen die Schülerinnen und Schüler mal Bundeswehrhelme aufsetzen oder so. Sie gerieren sich immer öfter auch als vermeintlich neutrale Akteure, bieten Politikunterricht an und suggerieren, die Bundeswehr sei quasi ein flotter junger Arbeitgeber, der eigentlich nur für Frieden und Demokratie eintrete, aber – naja, jeder Werkzeugkasten braucht einen Hammer, und im Fall der Fälle muss irgendwer ja den Karren aus dem Dreck ziehen. So stellen sie sich immer öfter dar – angeblich diplomatisch orientiert, aber irgendwie halt in die blöde Zwangslage gebracht, unter Umständen auf der ganzen Welt die Interessen des deutschen Staates mit Waffengewalt durchsetzen zu müssen. In jeder Schule, in der wir das künftig verhindern, ist das ein gigantischer Erfolg.

Vielleicht noch zwei Punkte. Der eine: Von der Tradition der deutschen Streitkräfte, die ja weit in die Zeit vor 1945 zurückreicht, wollen die Jugendoffiziere in der Regel nichts wissen. Und der zweite: Deutschland ist eines von wenigen Ländern überhaupt, die Unter-18-Jährige rekrutieren. Wir sehen das mit großer Sorge, und das trägt zu unserer Kritik an der Entsendung von Jugendoffizieren an die Schulen bei.

german-foreign-policy.com: Man hört immer wieder von Strafmaßnahmen gegen Schülerinnen und Schüler, die sich an den Streiks beteiligen oder sich anderweitig zu Wort melden. Mir fällt da eine Äußerung über den Bundeskanzler und ein traditionelles deutsches Frühstücksnahrungsmittel ein…

Hannes Kramer: Das stimmt, es gibt immer wieder Strafmaßnahmen. Wir haben es erlebt, dass Schülerinnen und Schüler eingeschlossen wurden; da wurde einfach das Schultor zugemacht. Wir erleben es, dass Elternbriefe verschickt werden, dass Schülerinnen und Schüler ins Lehrerzimmer zitiert werden, wo ihnen dann gesagt wird: Wir wissen, dass du in der Streikbewegung sehr aktiv bist; wir unterstützen das nicht. Dann gab es Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler von der Polizei belangt wurden, weil sie auf Demonstrationen Schilder mit Aufschriften wie „Merz, stirb selber an der Ostfront“ getragen haben. Man merkt schon, dass aktuell die Schrauben angezogen werden; man spürt die Haltung: Sollen sie ruhig mal ihre Meinung sagen, vielleicht auch zweimal, aber dann ist es definitiv genug, sonst stört es. Diese Entwicklung spürt man grade recht deutlich.

Ein Beispiel ist, dass inzwischen Schülerinnen und Schüler, die sich in der Streikbewegung betätigen, vom Verfassungsschutz angesprochen wurden. Wenn man so will, ist das für uns, für die Streikbewegung, ein gutes Zeichen, denn wir merken, wir erreichen, was wir wollen, und das erzeugt Widerstand bei denen, die die Wehrpflicht befürworten. Allerdings zeigen gerade die Aktivitäten des Verfassungsschutzes gegen politisch aktiv werdende Schülerinnen und Schüler, wie es mit der demokratischen Mitbestimmung, die alle ja beschwören, im Fall der Fälle dann wirklich steht.

Was wir mehr und mehr erleben, ist auch der Versuch, die Bewegung in eine linksradikale Ecke zu schieben. Selbstverständlich beteiligen sich auch politische Jugendorganisationen an den Streiks, allerdings in einer unterstützenden Rolle für die Streikbewegung oder weil sie selbst Schüler:innen sind. Von außen beschweren sich interessierte Kreise immer mal, dass beispielsweise ich – ich bin einer der Pressesprecherinnen und Pressesprecher der Streiks – Mitglied in der SDAJ bin. Ich habe das nie zu verheimlichen versucht; man kann das ganz einfach ergoogeln. Es soll nun aber als ein Vorwand dienen, um die Streikbewegung zu delegitimieren. Das gelingt allerdings nicht: Die Schülerinnen und Schüler interessiert es überhaupt nicht, ob jemand auch bei der SDAJ, bei der Linksjugend [‘solid] oder sonstwo organisiert ist. Und natürlich kämpfe ich als Kommunist gegen Krieg und Wehrpflicht und bringe mich deshalb in die Schulstreikbewegung ein.

Erwähnen sollte man noch, dass es neben der Repression auch Ablenkungsversuche gibt. Da sagen dann etwa Lehrkräfte zum Beispiel: Ihr habt jetzt zweimal mit Streiks aufgemuckt; jetzt laden wir mal Bundestagsabgeordnete ein, die werden euch erzählen, was für eine tolle Sache die EU ist, und dann dürft ihr kritische Fragen stellen – das ist doch viel besser im Sinne des Diskurses als euer Protest. Ich habe den Eindruck, dass das zunimmt.

german-foreign-policy.com: Nochmal kurz zurück zum Verfassungsschutz – der spricht auch Unter-18-Jährige an?

Hannes Kramer: So ist es. In Kiel gab es einen Anquatschversuch bei einem 18-Jährigen, und wenige Tage später lauerte eine Person mit der gleichen Beschreibung einer 17-Jährigen beim Schülerpraktikum auf, die sich aber mit Kollegen umgeben hat  und deshalb nicht angesprochen wurde. Auch die Schulleitungen sprechen oft 15- oder 16-Jährige an und warnen sie davor, sich weiter an den Streiks zu beteiligen. Viele Schülerinnen und Schüler reagieren da sehr souverän. Aber es kann auch schon mal passieren, dass Leute wirklich richtig eingeschüchtert werden. Man merkt: Da wird grade versucht, eine Bewegung, die für die eigenen Rechte kämpft, gegen die Wehrpflicht, gegen die Militarisierung, ganz gezielt einzuschüchtern. Das merken die Schülerinnen und Schüler sehr genau, aber viele ziehen daraus den Schluss: Dann setze ich mich erst recht ein.

german-foreign-policy.com: Der Tag – der heutige Freitag –, an dem der dritte Schulstreik stattfindet, ist der 8. Mai statt. Ein Zufall?

Hannes Kramer: Nein. Der Grund, warum wir ausgerechnet den 8. Mai als Termin gewählt haben, ist, dass wir eine gedankliche Verbindung herstellen wollten zu dem – bisher – letzten großen Versuch Deutschlands, nach der Weltmacht zu greifen. Da bestehen weiterhin Traditionslinien. Solche Linien kann man beispielsweise ziehen von Kreisen von Industriellen, die in den 1930er Jahren nicht nur dem deutschen Faschismus, sondern auch der damaligen Militarisierung massiv Vorschub geleistet und davon wie die IG Farben oder Siemens ganz direkt profitiert haben, zu heutigen Äußerungen, in denen es heißt, Deutschland sei die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt, und es sei an der Zeit, dem Kampf um einen eigenen „Platz an der Sonne“ jetzt auch mal militärisch Nachdruck zu verleihen, sowie zu Rheinmetall-Profiten, die durch die Decke gehen. Natürlich leben wir heute nicht im Faschismus, aber es sind immer noch ganz ähnliche Kreise, die Interesse an der Militarisierung haben. Da sagen wir: Ist das wirklich der Weg, den wir gehen wollen? Oder ist es nicht gerade unsere Pflicht zu sagen, wir müssen aus der Geschichte lernen? Mit Blick auf die Geschichte müssen wir doch eigentlich gegen jegliche Militarisierung kämpfen und auch gegen eine Regierung, die offensichtlich bereit ist, ökonomische Interessen auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Dagegen gilt es jetzt aktiv zu werden, damit wir nicht noch einmal in eine Situation geraten, in der wir feststellen müssen: Eigentlich hätten wir doch besser früher Widerstand geleistet.

Weitere Interviews zum Kampf gegen die Militarisierung in Deutschland und Europa: „Wunsch nach klarer Friedenspolitik“, „Wages not Weapons“, „Waffen nieder, Löhne rauf!“ und „Die Zeche für beides zahlen“.

Erstveröffentlicht auf GFP v. 8.5. 2026
„Rechtzeitig Widerstand leisten“

Wir danken für das Publikationsrecht.

„Wie findest du den Krieg?“

Versuch einer Antwort auf die Frage eines Vierzehnjährigen

Von GABRIELE HELLER

Titelbild: Screenshot You Tube Video

Stell dir vor, du lebst in einem Land, das von einem Nachbarstaat angegriffen wird. Im Nachbarland herrschen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Die Menschen leiden unter einer schlechten Politik. In solch einer Situation erscheint es richtig, das eigene Land zu verteidigen – für Freiheit, Recht und Demokratie.

Jeder Mensch hat nur dieses eine Leben. Wer als Soldat in den Krieg zieht, riskiert es – mit hoher Wahrscheinlichkeit. Deshalb stellt sich eine schwierige Frage: Sind die Gründe, dein Land zu verteidigen, so stark, dass du dafür sterben würdest? Sind die Gründe es wert, dass Du dabei umkommst?

Dein Leben steht auf dem Spiel

Ist es feige oder egoistisch zu sagen „Nein, diese Gründe reichen nicht, um als Soldat gegen Unbekannte zu kämpfen”? Egoismus bedeutet normalerweise, alles für sich behalten zu wollen und nichts abzugeben – etwa den eigenen Geschwistern. Das setzt aber voraus, dass man überhaupt etwas besitzt, das man teilen kann. Bei der Frage „Behalte ich mein Leben oder riskiere ich es mit hohem Risiko als Soldat” ist das nicht der Fall. Wenn du es verlierst, ist alles vorbei. Du kannst nichts mehr geben, nichts mehr erleben, nichts mehr sein. Oder erwartet man nur, „ein bisschen“ von seinem Leben zu opfern – einen Arm, ein Bein?

Der Wunsch zu leben, gesund zu bleiben und nicht zu sterben, ist kein Egoismus. Jeder Mensch hat ein Recht, sein Leben zu leben. Der Philosoph Immanuel Kant sagte: der Mensch darf niemals nur als ein Werkzeug benutzt werden. Jeder Mensch hat seinen eigenen wertvollen Wert, der geachtet werden muss.

Vom Menschen zur Waffe

Ein Soldat muss eine militärische Ausbildung durchlaufen. Für einen Soldaten zählt: Er muss die Handgriffe und Bewegungen für den Kampf sowie für den Einsatz der Waffe erlernen. All das muss wie im Schlaf sitzen. Der Soldat muss das Erlernte fast automatisch abrufen können. Zeit zum Nachdenken hat er im Ernstfall nicht. 

In der Schule lernen Kinder, Konflikte ohne Gewalt zu lösen – sie üben im Gespräch und Rollenspiel, einander zuzuhören, Rücksicht auf unterschiedliche Interessen zu nehmen und Streit fair beizulegen. Ein Soldat hingegen wird darauf vorbereitet, unbekannte Menschen auf der Gegenseite zu töten. Im zivilen Leben nennen wir das Mord.

Normalerweise fühlen wir mit, wenn wir Leid sehen. Wir erschrecken, wenn jemand verletzt ist. Der Soldat muss sich dagegen abstumpfen. Er muss wie eine gut funktionierende Killermaschine handeln. Er muss den anderen töten, bevor dieser ihn tötet. Einfühlung in andere sind dem Soldaten im Kampf hinderlich. Kurzes Zögern bringt ihn selbst in Gefahr. Wer lange im Krieg Soldat war, kann zwar am Ende des Krieges die Uniform für immer ablegen. Doch seine Erfahrungen wird er nie wieder los. Der Krieg hat ihn verändert. Er ist ein anderer Mensch geworden – das berichten nahezu alle, die einmal an einem Krieg teilgenommen haben.

Mut, Feigheit, Zufall

Feigheit bedeutet, vor Gefahren zurückzuschrecken, obwohl man sie überwinden könnte. Das Gegenteil von Feigheit heißt: „Habe den Mut, Dich den Schwierigkeiten zu stellen. Renne nicht gleich weg.” Wenn Du sagst: „Ich bin einverstanden, dass die Armee mich als ihren Soldaten einsetzt“, dann hat das weder mit Mut noch mit Feigheit zu tun. Ob man als Soldat überlebt oder stirbt, hängt nämlich nur zu einem kleinen Teil vom eigenen Handeln ab. Nur in Filmen wird so getan, als könne Superman mit außergewöhnlichen Fähigkeiten alle Gegner ausschalten. Im Krieg herrscht der Zufall.

Nun könnte jemand einwenden: „Du willst dein eigenes Land nicht verteidigen, erwartest aber, dass es andere tun?“ Das klingt nach einem Vorwurf. Doch die eigentliche Frage ist eine andere: Haben wir das Recht, von Menschen zu verlangen, ihr Leben zu opfern? Und: Machen sich alle Menschen bewusst, was auf dem Spiel steht? Wenn du tot bist, bist du tot – du hast nichts mehr vom möglichen Sieg. Ein Soldat trägt immer das Risiko, im Kampf zu sterben. Und in dem Inferno eines Atomkriegs gäbe es sowieso keine Kämpfe mehr – nur noch Tote, egal, ob Soldat oder Zivilist.

Gibt es Ausnahmen?

Seit der NS-Diktatur haben viele Länder Kriege damit begründet, dass sie einen neuen „Hitler“ verhindern wollen. Aber passiert so etwas wirklich so oft? Sind die kritisierten Machthaber wirklich vergleichbar – oder handelt es sich zwar um Verbrecher, aber nicht um Doppelgänger Adolf Hitlers? Und wer entscheidet das überhaupt? Deshalb ist die Frage schwer: Wann ist ein Krieg – trotz all des Leids – wirklich gerechtfertigt oder sogar notwendig?

Ein Blick in die neuere Geschichte zeigt immer wieder das Gleiche: Am Anfang heißt es, man kämpfe für das Richtige und Gute. Wer Krieg beginnt, macht alle glauben, dass das Recht auf der eigenen Seite und das Unrecht auf der Gegenseite steht. Das Problem ist: Die andere Seite denkt genau das Gleiche, nur umgekehrt. Am Ende richten Kriege viel mehr Schaden an, als man sich vorstellen konnte. Ein Krieg lässt sich kaum kontrollieren. Er wird schnell schlimmer und grausamer. Am Ende bleiben sehr viele Tote sowie Menschen zurück, die großen Schmerz und Verluste erleben, die man nicht mehr rückgängig machen kann. Auch die Natur und Städte werden schwer beschädigt. Es bleibt die traurige Frage: Hätte es nicht auch einen anderen Weg gegeben?

Das übersehene Dazwischen

Zwischen „nichts tun“ und „Krieg führen“ gibt es einen Möglichkeitsraum. Dieses Zwischenfeld wird zu wenig beachtet. Sobald immer mehr Waffen angesammelt werden, verengt sich das Denken in einfache Gegensätze von Gut und Böse, Freund und Feind. Wie sehr man selbst dazu beiträgt, dass sich Konflikte verschärfen, wird nicht bemerkt. Nach Alternativen, die nicht einfach aus der Dose kommen, sondern gemeinsam aufzubauen sind, wird erst gar nicht gefragt. Kurz vor Ausbruch von Gewalt ist es zumeist zu spät für einen Gegenvorschlag. Friedensarbeit muss früh beginnen.

Frieden nach vorne stellen

Mit welchem Recht verlangen Politiker von ihren Bürgern, ihr Leben aufs Spiel zu setzen? Es ist eine Forderung, die zu viel verlangt. Stattdessen sollte alles darangesetzt werden, Kriege von vornherein zu verhindern. Die wenigsten entscheiden sich durch einen militärischen Sieg; die meisten werden am Verhandlungstisch beendet. Der Weg zum Frieden ist dabei oft lang, denn Kriege entstehen nicht aus dem Nichts, sondern aus Konflikten, die sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte zuspitzen. Deshalb muss heute und dauerhaft viel stärker in Prävention und zivile Konfliktlösung investiert werden. Erst wenn Friedensarbeit mit ähnlich großem Aufwand betrieben wird wie die militärische Aufrüstung, lässt sich ernsthaft beurteilen, ob sie wirksam oder nur naive Träumerei ist.

Angstspirale und Sicherheitsdilemma

Wenn Land A mehr Waffen kauft, fühlt sich Land B bedroht und rüstet ebenfalls auf. Um Land A zu überlisten, beginnt Land B heimlich, neue Waffen zu entwickeln, die besonders schnell fliegen können. Auch den Standort dieser Waffen versucht es zu verbergen. Land A wird nun immer misstrauischer und setzt alles daran, noch furchterregendere Raketen zu bauen. Sie sind besonders explosiv und können das Land B vollständig zerstören. Beide Seiten leben in Angst. Beide Seiten wollten ursprünglich nur ihre Sicherheit schützen. Einige Politiker behaupten, das Gleichgewicht der Abschreckung sichere den Frieden. Aber je schneller und gefährlicher die Waffen werden, desto größer wird der Druck, als Erster anzugreifen – oft als präventive „Verteidigung“ gerechtfertigt. Dadurch wächst die Anspannung. Und unter Stress passieren schneller Fehler. Während des Kalten Krieges gab es über 100 Missverständnisse, die beinahe zu einem katastrophalen Weltkrieg geführt hätten: Computerfehlmeldungen, menschliche Bedienungsfehler, Übungsmanöver, die als real gedeutet wurden und unschuldige Vögel, die unter den Radar gerieten und für einen Angriff der Sowjetunion gehalten wurden.

Ein neuer Anfang

Wer ausschließlich auf Aufrüstung setzt, erhöht Angst und Unsicherheit. Nur gegenseitige Kontrollen und Zusammenarbeit können Sicherheit schaffen und am Ende gar Frieden bringen – wie das Beispiel Deutschlands und Frankreichs zeigt.Die beiden Nachbarstaaten waren früher erbitterte Gegner. Sie nannten sich sogar „Erbfeinde“, weil sie glaubten ihre Feindschaft würde für immer weitergehen. Sie führten mehrere schlimme Kriege gegeneinander. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren beide Länder völlig erschöpft. Erst dann begannen sie umzudenken. Frankreich und Deutschland schlossen einen wichtigen Vertrag. Ihre Regierungen trafen sich mindestens zweimal im Jahr, um miteinander zu reden und ihre Politik besser abzustimmen. So wuchs nach und nach Vertrauen. Auch Jugendliche und Studierende kamen sich durch Austauschprogramme und Stipendien näher. Heute arbeiten beide Länder in der EU ganz selbstverständlich eng zusammen. Das hätte sich vor 80 Jahren noch niemand vorstellen können. Die gemeinsame Geschichte zeigt, dass aus Hass und Krieg in einer für ewig gehaltenen Todfeindschaft schließlich Frieden und Zusammenarbeit entstehen kann.

Wir danken für das Publikationsrecht.

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