Venezuela: Eskalation mit Ansage – Was die US-Thinktanks planten, wird jetzt Realität

Von MICHAEL HOLLISTER

(Red GlobalBridge.) Der militärische Eingriff in die Souveränität Venezuelas war zwar und ist noch immer ein Thema in den Medien, aber neben der Katastrophe in Crans-Montana ging das rücksichtslose und absolut völkerrechtswidrige Vorgehen der USA in Venezuela in den Medien doch fast unter. Und weil Venezuela mit Russland und China verbündet war und theoretisch noch immer ist, ist in den Augen der westlichen Medien der Untergang dieses Staates ja auch nicht wirklich schlimm. Wo kann man lesen, dass Donald Trump ein echter Kriegsverbrecher ist? (cm)

Bild: Screenshot von You Tube Video

In der Nacht zum 3. Januar 2026 verkündete US-Präsident Donald Trump auf Truth Social das Undenkbare:

„The United States of America has successfully carried out a large scale strike against Venezuela and its leader, President Nicolás Maduro, who has been, along with his wife, captured and flown out of the Country. This operation was done in conjunction with U.S. Law Enforcement.“

Was wie eine dystopische Satire klingt, ist bittere Realität. US-Streitkräfte haben in den frühen Morgenstunden vom 3. Januar Caracas bombardiert, Militärstützpunkte unter Beschuss genommen und den demokratisch gewählten Präsidenten eines souveränen Staates entführt. Die offizielle Begründung aus Washington: Kampf gegen Drogenkartelle und „Narco-Terrorismus“. Die tatsächliche Motivation: Regime Change, Ressourcenzugriff, geopolitische Dominanz.

Wer verstehen will, wie es zu diesem beispiellosen Akt militärischer Aggression kommen konnte, muss nicht spekulieren. Die Eskalation war geplant, in Thinktank-Papieren dokumentiert, öffentlich einsehbar – und ihre Umsetzung lässt sich lückenlos nachvollziehen.

Die Prognose vom Dezember – jetzt wird sie Realität

Am 5. Dezember 2025 habe ich auf meiner Webseite unter dem Titel „Venezuela: Wer profitiert, wer plant, wer zahlt?“ die Eskalationsstrategie der USA gegenüber Caracas detailliert beschrieben – Stufe für Stufe, basierend auf originalen US-Thinktank-Dokumenten von RAND Corporation und dem Center for Strategic and International Studies (CSIS).

Phase 4 dieser Interventionsarchitektur beinhaltete: gezielte Destabilisierung, Cyberangriffe, Desinformationswellen und – das entscheidende Element – „targeted leadership removal“, die gezielte Entfernung der politischen Führung.

Heute, keine vier Wochen später, ist genau das eingetreten. Trump verkündet nicht nur öffentlich einen Militärschlag gegen ein souveränes Land – er gibt offen zu, was selbst die CIA früher noch zu vertuschen versuchte: Die Entführung eines amtierenden Staatschefs durch US-Spezialeinheiten. Für 11 Uhr EST kündigte er eine Pressekonferenz in Mar-a-Lago an, um weitere Details bekanntzugeben.

Die Nacht der Explosionen – Augenzeugen berichten

Gegen 2 Uhr morgens venezolanischer Zeit (1 Uhr EST) begannen die Angriffe. Augenzeugen in Caracas berichten von massiven Explosionen, tieffliegenden Kampfhubschraubern und Raketenangriffen auf militärische wie zivile Ziele. Videos auf Twitter, Telegram und anderen Plattformen zeigen Rauchsäulen über Fort Tiuna – Venezuelas größtem Militärkomplex –, dem Flughafen La Carlota und weiteren strategischen Einrichtungen in den Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira.

Augenzeugen berichten von Angriffen auf Wohngebiete und gezielten Operationen gegen Regierungsgebäude. Ihre Schilderungen decken sich mit Berichten des venezolanischen Verteidigungsministers Vladimir Padrino López, der von US-Kampfhubschraubern sprach, die Raketen und Lenkwaffen in urbanen Gebieten abfeuerten. Die Angriffe dauerten etwa eine halbe Stunde. Teile von Caracas verloren die Stromversorgung.

Die Story explodiert derzeit auf allen Social-Media-Kanälen. Von Elon Musk über Kim Dotcom bis zu unabhängigen Journalisten wie Katja Hoyer – die Bombardierung Venezuelas ist die weltweite Top-Story. Doch die primäre Quelle ist der Aggressor selbst: Donald Trump, der die Operation nicht nur zugibt, sondern öffentlich feiert.

Maduro verschwunden – zwischen US-Behauptung und venezolanischer Unwissenheit

Die USA behaupten über Trump und Justizministerin Pam Bondi: Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores seien in einem Kommandoeinsatz gefangen genommen und „aus dem Land geflogen“ worden. Maduro werde sich in den USA vor Gericht verantworten müssen – angeklagt wegen „Narco-Terrorism Conspiracy“ und „Cocaine Importation Conspiracy“. Die Anklage wurde im Southern District of New York erhoben. Bondi kündigte an, beide würden „bald die volle Wucht amerikanischer Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten“ erfahren.

Die venezolanische Regierung hingegen hat Maduros Aufenthaltsort bislang nicht bestätigt. In einer offiziellen Stellungnahme verurteilte sie die „schwere militärische Aggression“ der USA, rief den nationalen Notstand aus und forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Gleichzeitig fordert Caracas von Washington ein Lebenszeichen des Präsidenten.

Was feststeht: Ein demokratisch gewählter Staatschef ist verschwunden – entweder entführt von einer fremden Macht oder untergetaucht. Beides wäre ein beispielloser Bruch des Völkerrechts und internationaler Normen.

Der Mythos vom Narco-Staat – wenn die Realität nicht ins Narrativ passt

Begründet wird der Gewaltschlag – wie so oft in der US-Außenpolitik – mit dem angeblichen Kampf gegen den Drogenhandel. Venezuela sei ein „Narco-Staat“, so die Behauptung aus Washington, und Präsident Maduro ein „Drogenbaron mit staatlicher Rückendeckung“. Die Trump-Administration hatte zuletzt ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Maduro ausgesetzt. Doch wer sich die Mühe macht, die drei wichtigsten internationalen Drogenberichte durchzulesen – den jährlichen World Drug Report des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die Einschätzungen des International Narcotics Control Board (INCB) sowie die Berichte der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) – stellt fest: Venezuela taucht dort so gut wie gar nicht auf. Nicht als wichtiges Herkunfts-, Transit- oder Zielland. Kein Vergleich zu Kolumbien, Peru oder Mexiko. Lediglich ein kurzer Absatz am Rande erwähnt Venezuela überhaupt – ohne klare Belege, ohne Zahlen, ohne Struktur. Die Drogenkartelle, die von den USA regelmäßig als Begründung für Interventionen herangezogen werden, operieren nach diesen Berichten vor allem außerhalb Venezuelas. Die angebliche Rolle Maduros als „Capo“ eines globalen Kokainnetzwerks bleibt reine Behauptung – ohne Substanz, ohne Quelle, aber mit maximaler propagandistischer Wirkung. (Hervorhebung durch die Redaktion.)

Es ist ein alter Trick: Wenn die Interessen klar sind, aber die Beweise fehlen, schafft man sich eben eine passende Geschichte.

Völkerrecht als Störfaktor – wenn Regeln nur für andere gelten

Mit dem gezielten Schlag gegen Caracas überschreiten die USA erneut eine rote Linie: den Bruch des Völkerrechts. Die Charta der Vereinten Nationen, insbesondere Artikel 2 Absatz 4, verbietet klar „die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates“.

Doch genau das ist hier geschehen – ohne UN-Mandat, ohne Kriegserklärung, ohne Anhörung, ohne Genehmigung des US-Kongresses. Senator Brian Schatz vom Auswärtigen Ausschuss warnte noch vor dem Angriff, die USA hätten „keine vitalen nationalen Interessen in Venezuela, die einen Krieg rechtfertigen würden.“

Ein solcher Akt stellt nach gängiger völkerrechtlicher Interpretation eine Aggression dar – vergleichbar mit der Invasion des Irak 2003 oder der Entführung von Präsident Aristide aus Haiti im Jahr 2004. Phil Gunson, Analyst der International Crisis Group in Caracas, verglich Maduros Entführung mit dem Fall des panamaischen Machthabers Manuel Noriega am 3. Januar 1990 – ebenfalls orchestriert von den USA. „It’s not legal“, sagte Gunson gegenüber der Presse.

Dass ein solcher Bruch internationalen Rechts in westlichen Medien kaum hinterfragt wird, zeigt erneut: Völkerrecht gilt offenbar nur, wenn es sich gegen Feinde des Westens einsetzen lässt. Sobald aber westliche Staaten selbst angreifen, bombardieren oder entführen, wird geschwiegen, relativiert oder schlicht ignoriert. Venezuela ist in diesem Fall nicht das Problem – sondern der Spiegel, den es der Welt vorhält.

Internationale Reaktionen – Schweigen, Verurteilen, Wegschauen

Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft fallen erwartbar aus – und offenbaren die Doppelmoral der sogenannten regelbasierten Ordnung.

Verurteilung aus dem Globalen Süden: Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum verurteilte die US-Militäraktion scharf und erklärte, die Angriffe verletzten die UN-Charta. Brasilien, die ALBA-Staaten und selbst das traditionell US-freundliche Kolumbien äußerten sich zurückhaltend bis kritisch. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro kündigte an, Truppen an die venezolanische Grenze zu verlegen, um auf einen möglichen Flüchtlingsstrom vorbereitet zu sein. Kuba verurteilte den „kriminellen Angriff“ der USA.

Unterstützung aus dem rechten Lager: Argentiniens libertärer Präsident Javier Milei feierte hingegen Maduros Verhaftung auf X mit den Worten: „Liberty advances, ¡Viva la libertad, carajo!“

Russland und Iran: Russland verurteilte die Angriffe als „Akt bewaffneter Aggression“ und kündigte an, die Angelegenheit vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen – wo die USA erwartungsgemäß ihr Veto einlegen werden. Iran sprach von einer „eklatanten Verletzung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität“ Venezuelas.

Europa schweigt: Aus Brüssel und Berlin: ohrenbetäubendes Schweigen. Keine Sondersitzung, keine klare Verurteilung, keine Stellungnahme zur Verletzung des Völkerrechts. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte lediglich, man „beobachte die Situation“ und mahnte zur „Zurückhaltung“ – ohne den Aggressor beim Namen zu nennen.

Was sich hier abzeichnet, ist nicht nur eine regionale Krise, sondern ein weiterer Sargnagel für das Prinzip der internationalen Rechtsordnung, das der Westen so gerne beschwört, wenn es gegen Russland oder China geht.

Schweizer Neutralität – wenn Wegschauen zur Mittäterschaft wird

Besonders brisant: Unter den Augenzeugenberichten aus Caracas finden sich auch Aussagen einer Schweizerin, die oft in Venezuela weilt, die von Angriffen auf Wohngebiete und gezielten Operationen gegen Regierungsgebäude berichtet. Ihre Schilderungen decken sich mit unabhängigen Medienberichten und stehen im krassen Gegensatz zur Darstellung westlicher Leitmedien.

Die Schweiz, die sich gerne als neutrale Vermittlerin inszeniert, schweigt auch in diesem Fall. Keine offizielle Stellungnahme, keine Forderung nach Aufklärung, kein Schutz für die eigenen Staatsbürger vor Ort. Stattdessen: Business as usual. Schweizer Banken verwalten weiterhin venezolanische Vermögen, die durch US-Sanktionen eingefroren wurden – ein lukratives Geschäft, das von der Destabilisierung profitiert. (Das Schweizer Außendepartement hat zwischenzeitlich in puncto Venezuela zur „Mäßigung“ aufgerufen und eine ausführliche Warnung vor Reisen nach Venezuela veröffentlicht. Red.)

Die vielgepriesene Neutralität erweist sich in diesem Fall als Feigenblatt: Wer schweigt, während ein souveräner Staat angegriffen wird, macht sich mitschuldig. Wer die Aggression nicht beim Namen nennt, legitimiert sie. Venezuela zeigt, dass Neutralität im 21. Jahrhundert nicht bedeutet, zwischen Recht und Unrecht zu vermitteln – sondern schlicht wegzuschauen, wenn es den eigenen Interessen dient.

Ein altbekanntes Drehbuch – von Libyen bis Haiti

Was in Venezuela geschieht, ist kein Einzelfall. Es ist die Wiederholung eines Musters, das die USA seit Jahrzehnten perfektioniert haben:

Erst kommt die mediale Dämonisierung des Staatschefs – ob Gaddafi, Saddam Hussein oder Aristide. Dann folgen Sanktionen, die das Land wirtschaftlich in die Knie zwingen. Schließlich wird eine humanitäre Katastrophe inszeniert oder herbeigeführt, um den finalen Schlag zu legitimieren.

2003 – Irak: Die angeblichen Massenvernichtungswaffen, die nie existierten, dienten als Vorwand für eine Invasion, die Hunderttausende Menschenleben kostete und das Land ins Chaos stürzte.

2011 – Libyen: Unter dem Deckmantel der „Responsibility to Protect“ wurde Muammar Gaddafi gestürzt – heute ist Libyen ein gescheiterter Staat mit offenen Sklavenmärkten.

2004 – Haiti: Präsident Jean-Bertrand Aristide wurde von US-Spezialeinheiten buchstäblich aus dem Amt entführt und außer Landes gebracht – unter dem Vorwand, seine Regierung sei illegitim.

1990 – Panama: Manuel Noriega, einst CIA-Asset, wurde in der „Operation Just Cause“ verhaftet und in die USA verschleppt – angeblich wegen Drogenhandels.

Venezuela reiht sich nahtlos in diese Liste ein. Die Argumente sind austauschbar, die Methoden identisch, das Ergebnis absehbar: Zerstörung staatlicher Strukturen, Installation einer westlich kontrollierten Übergangsregierung, Zugriff auf strategische Ressourcen – in diesem Fall die größten Ölreserven der Welt.

Der einzige Unterschied: Diesmal war die Eskalation öffentlich planbar. Wer die Thinktank-Papiere las, wusste, was kommt.

Nächste Stufe bereits in Vorbereitung – der finale Vorstoß

Was als Phase 4 begann – die gezielte Entfernung der politischen Führung – mündet nun in Phase 5: die Installation einer Übergangsregierung unter westlicher Kontrolle. Die wirtschaftliche Abriegelung Venezuelas wird weiter verschärft, gleichzeitig formieren sich diplomatische Allianzen für eine sogenannte „Interimslösung“.

Ob über dauerhafte militärische Präsenz, internationale Erklärungen „besorgter Demokratien“ oder einen hastig gebastelten „Rettungsplan“ für das venezolanische Volk – die USA bereiten bereits den nächsten Schritt vor. Die FAA hat eine NOTAM (Notice to Airmen) ausgesprochen, die US-Flugzeugen den venezolanischen Luftraum verbietet – ein klares Zeichen für anhaltende militärische Operationen. Die US-Botschaft in Caracas hat eine Shelter-in-Place-Anordnung erlassen.

Es ist das alte Drehbuch – angewandt in Libyen, Irak, Haiti, Panama. Was in Venezuela gerade passiert, ist nicht neu.

Neu ist nur, dass die Blaupause diesmal öffentlich nachlesbar war.

Wer verstehen will, wie es weitergeht, der findet die Prognose schwarz auf weiß: In meinem Artikel vom 5. Dezember 2025 steht, was jetzt passiert – und was als nächstes kommen wird. Die Eskalation läuft nach Plan. Und das nächste Kapitel hat bereits begonnen.

Zum Autor: Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

(Red.) Siehe zu Venezuela auch den informativen Bericht von Natalie Benelli, ebenfalls auf Globalbridge.

Quellen und weiterführende Hinweise
  • RAND Corporation (2023): Studie zu US-Militärintervention in Venezuela. Die Analyse warnt, dass eine offene militärische Intervention „chaotisch werden und sich in die Länge ziehen würde“ und dass es „für die USA nicht einfach wäre, sich wieder zu lösen, sobald das Engagement begonnen hat.“ Zitiert in Foreign Affairs (Oktober 2025) und The Intercept (Dezember 2025).
    Weitere RAND-Analysen zu Venezuela: https://www.rand.org/topics/venezuela.html
  • James Dobbins, RAND Corporation (2019): „What Should the United States Do About Venezuela?“ – beschreibt, wie Sanktionen zur Vorbereitung militärischer Intervention genutzt werden (Haiti 1994, Bosnien 1995, Kosovo 1999, Irak 2003).
    https://www.rand.org/blog/2019/06/preparing-for-a-venezuela-after-maduro.html
  • Center for Strategic and International Studies (CSIS): „Venezuela as a Failing State and the Risks for Regional Security“ (2022).
    https://www.csis.org
  • United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) – World Drug Report 2023: Venezuela wird im Drogenkontext nur am Rande erwähnt; keine Einstufung als Schlüsselakteur im globalen Kokainmarkt.
    https://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/world-drug-report-2023.html
  • European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA): Cocaine trafficking and production trends (2023) – ohne Nennung Venezuelas als Hauptakteur.
    https://www.emcdda.europa.eu
  • UN-Charta, Artikel 2: Enthält das Gewaltverbot und das Prinzip souveräner Gleichheit der Staaten.
    https://www.un.org/en/about-us/un-charter/full-text
  • Aktuelle Berichterstattung (3. Januar 2026):
    • Al Jazeera: „Trump says Venezuela’s Maduro ‚captured‘ after huge US military strikes“ 
    • CNN: „US captures Venezuelan leader Maduro in ‚large scale‘ strike“ 
    • NPR: „U.S. hit Venezuela with ‚large-scale strike,‘ captured Nicolás Maduro, Trump says“ 
    • Washington Post: Live updates zu den Angriffen 
    • Venezuelanalysis: „[BREAKING] US Claims Maduro Captured During Military Operation“ 
  • Michael Hollister: „Venezuela – Teil 2: Die vierte Phase beginnt“, erschienen am 5. Dezember 2025 auf
    https://www.michael-hollister.com/de/2025/12/05/venezuela-intervention-3/

Erstveröffentlicht auf GlobalBridge v. 4.1. 2026
https://globalbridge.ch/venezuela-eskalation-mit-ansage-was-die-us-thinktanks-planten-wird-jetzt-realitaet/

Website von Michael Hollister:
https://www.michael-hollister.com/de/hauptseit/

Wir danken für das Publikationsrecht.

Nein zu Trumps imperialer Machtpolitik!

Die Angriffe auf Venezuela brechen klar mit dem Völkerrecht. Den USA geht es um Macht, Öl und Geld!

Die Linke und Bloque Latinoamericano Berlin rufen auf: Kommt mit uns, um ein Zeichen gegen Krieg und Imperialismus zu setzen.

Freitag, 9. Januar 16 Uhr, Kundgebung vor der US Botschaft

Als Forum Gewerkschaftliche Linke unterstützen wir diesen Protest, der sich gegen Trumps imperialistisches Faustrecht wendet. Der Weltfrieden steht immer mehr auf dem Spiel. Keinerlei nationale Souveränität wird mehr respektiert. Wer soll als nächstes kassiert werden? Kuba oder Grönland ? Aktuell wurde von der US Armee ein russiches Schiff auf offener See geentert. Es geht um die Unterwerfung Lateinamerikas, aber auch um „Wer beherrscht die Welt“?

Wir verurteilen Trumps imperialistische Bombardierungen und Aggressionen gegen Venezuela. Wir lehnen jede Einmischung, auch von anderen Staaten wie Deutschland, in die innenpolitischen Angelegenheiten von Venezuela ab. Wir verurteilen die verräterische Rolle der kollaborierenden Rechten in Venezuela und dem Rest Lateinamerikas! Wir erwarten, dass sich alle Regierungen der Welt. insbesondere sich als demokratisch verstehende Kräfte der Banditerie und Einmischung der US-Regierung entgegenstellen. Wir fordern die sofortige Auflösung der militärischen Konzentration der USA in der Karibik, die Venezuela angreifen sowie Kolumbien und Kuba bedrohen. Wir fordern, dass die USA sofort ihre Piraterie auf Fischerboote sowie den freien Schiffsverkehr und Handel beenden. Wir fordern, dass der verschleppte venezuelanische Staatspräsident und seine Ehefrau sofort freigelassen werden.

Wir stehen an der Seite des venezolanischen Volkes, wenn es die Souveränität seines Landes verteidigt. Das Volk und die Arbeiter:innen haben aber auch unsere volle Solidarität, wenn sie darum kämpfen, ihre demokratischen, sozialen und politischen Rechte gegenüber dem Maduro Regime zurückzugewinnen und selbst über das Schicksal ihres Landes zu entscheiden!

Mehr zum Thema 

Der IGB und der TUCA verurteilen die militärische Aggression der USA und die Verletzung der Souveränität Venezuelas aufs Schärfste

Warum schafft Trump sich einen »neuen Hinterhof« in Lateinamerika?

Solidarität mit Venezuela heißt Solidarität mit der Arbeiterklasse

Angriff auf Venezuela – Wer beherrscht die Welt

Wir empfehlen, sich dem internationalen Aufruf „Yankees raus aus Venezuela“ anzuschließen!

Venezuela: Es geht um`s Öl, nicht um Recht

Warum die Enteignungs-Erzählung Fragen aufwirft und sich die USA wohl etwas zurückholen, das ihnen nie gehörte.

Von TANJA STOPPER

Die Autorin analysiert die rechtlichen Aspekte der von der Trump-Administration vorgebrachten Rechtfertigungen für das völkerrechtswidrige Handeln der USA. Besonders amüsant ist ja der Diebstahlsvorwurf an Venezuela. Sie erzählt sehr überzeugend „die wahre Geschichte“. (Jochen Gester)

Raffinerie Amuay. Bild: Luisovalles/ CC BY-SA-3.0

Nach der US-Bombardierung mehrerer Bundesstaaten der Bolivarischen Republik Venezuela, dem Überfall auf die Hauptstadt Caracas vom US-Militär in Kooperation mit dem FBI, bei dem sie Präsident Nicolás Maduros und seine Ehefrau Cilia Flores in ihre Gewalt brachten, und der darauffolgenden US-Regierungserklärung stellt sich im Kern eine Frage: Wurde das Briefing für die Regierungsmitglieder vor der Entscheidung vergessen?

Nach kurzer Einleitung, in der die beteiligten militärischen und polizeilichen Kräfte zu Superhelden erklärt wurden, lieferte Präsident Trump die scheinbare Rechtfertigung für den Überfall: Präsident Maduro sei der Verantwortliche für die Drogenkriminalität, daher werde er in den USA angeklagt.

Dann allerdings kam er zum Hauptteil und hier ging es um die Vergangenheit – eine Zeit, in der Maduro noch gar kein Präsident war – und um`s Öl. Dieser laut Trump „erfolgreich durchgeführte, großangelegte Angriff gegen Venezuela“ sei längst überfällig gewesen, denn die vorherigen US-Präsidenten hätten „nie irgendwas gegen den Diebstahl amerikanischen Eigentums unternommen“.

Zum Schluss erklärte er die nun erfolgte „Übernahme des Landes“, „bekräftigte die US-amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre“ und drohte mit weiteren „militärischen Optionen, bis die Forderungen voll und ganz erfüllt worden sind“.

Hier stellen sich gleich mehrere Fragen:

  1. Warum hört er sich an wie ein Polizeiinspektor oder Staatsanwalt?
  2. Was genau war der Grund und gibt es überhaupt einen legitimen?
  3. Was hat es mit diesem „Diebstahl“ auf sich und von welchen Forderungen spricht der Mann?
1. Legitimationsframing

Was wohl ziemlich sicher feststeht: Völkerrechtlich und nach US-Recht wäre ein militärischer Angriff dieser Art – ohne den Kongress darüber zu informieren und ohne Zustimmung Venezuelas – ein klarer Verstoß gegen die UN-Charta und die Souveränität eines anderen Staates. Das Gewaltverbot würde verletzt und die Unabhängigkeit der Justiz untergraben. Ein erzwungener Abtransport eines Staatsoberhaupts aus einem souveränen Staat durch Militärgewalt ginge weit über eine normale Strafverfolgung hinaus (auch weit über die umstrittene Doktrin „Male captus, bene detentus„) und hätte nichts mit einem juristischen Prozess zu tun.

Das heißt, auch ein kommender Prozess wäre extrem problematisch, da rechtlich bereits schwer belastet und ggf. selbst völkerrechtswidrig. Er wäre jedenfalls kein Ausdruck allumfassender Rechtsstaatlichkeit, sondern eher deren Instrumentalisierung. Denn die Gewalt wird nicht durch den Prozess legitimiert, sondern soll legitimiert wirken.

Um diese Wirkung also zu erzeugen, war bereits die Regierungserklärung (transkribierte Ausschnitte s.u.*) gespickt mit Begriffen wie „Festnahme“ oder „Anklage“, wurde verstärkt mit Aussagen wie „Festnahme eines Drogenhändlers“ und Maduro die Eigenschaft eines Staatsoberhaupts (und damit dessen Immunität) abgesprochen.

Umgehende Unterstützung (siehe z.B. hier und hier) kam von allen geopolitischen Freunden oder sicherheitspolitisch Abhängigen entweder durch Schweigen, Ablenkung oder ergänzenden Begriffen wie „Verhaftung“, „Strafverfolgung“, „Intervention“, „Prozess“ oder „Verhandlung“. Diese Begriffe erzeugen Rechtsförmigkeit, auch wenn der zugrunde liegende Akt kein Recht, sondern Gewalt ist.

Das ist klassisches „Legitimationsframing“: Militärischer Angriff → „Operation“, Entführung → „Überstellung“, Regimewechsel → „Wiederherstellung der Ordnung“, Gewalt → „Rule of Law“… Das Recht wird nicht angewendet, sondern simuliert, um Gewalt nachträglich zu normalisieren. Sprache ist hier kein Zufall, sondern Machtinstrument.

Das ist der Punkt, an dem Rechtsbegriffe zu rhetorischen Waffen werden.

2. Angriffsgrund

Die UN-Charta kennt keine Angriffsgründe (lediglich Verteidigung), denn Aggressionen sind grundsätzlich verboten, also völkerrechtswidrig. Präsident Trump führt jedoch mehrere Gründe an – er beginnt mit den Drogen, kommt dann auf das Öl zu sprechen und droht zuletzt, auf seine Forderungen einzugehen. Beweise lieferte er jedoch leider nicht.

Senator Lee ließ das nicht so stehen und griff seinem Präsidenten unter die Arme, indem er sich auf „die dem Präsidenten nach Artikel II der Verfassung innewohnende Befugnis“ berief, „US-Personal vor einem tatsächlichen oder unmittelbar drohenden Angriff zu schützen“. Die USA haben sich also nur verteidigt!

Und genau deswegen verurteilen die EU, auch BK Merz, den Angriff nicht und stimmen passiv zu, indem sie „beobachten“ – und nicht etwa, weil sie sicherheitspolitisch abhängig sind, keine einheitliche Außenpolitik haben und die transatlantische Ordnung nicht infrage stellen wollen. Sie reagieren mit „Besorgnis“, rufen zur „Deeskalation“ auf oder schweigen politisch funktional gleich ganz: „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit…“ (F. Merz), „Ich verfolge die Lage in Venezuela sehr genau…“ (U. v. d. Leyen), „Die militärische Operation, die zur Festnahme von Nicolas Maduro führte…“ (J. Barrot), „…externe militärische Maßnahmen…“ (ital. Reg.).

Das ist kein Versagen aus Versehen, sondern Struktur.

Eine Mehrheit allerdings äußerte sich konträr, bezeichnete den Angriff als „Aggression und brutalen Völkerrechtsbruch“ und verurteilte ihn auf das Schärfste: „China ist tief schockiert…“ (chin. AM), „…zutiefst besorgniserregend…“ (russ. AM), „…schwerwiegender Affront gegen die Souveränität Venezuelas und ein extrem gefährlicher Präzedenzfall…“ (L. da Silva), „Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen.“ (Präs. Kuba)…

Die Bolivarische Republik Venezuela hat am Samstag eine offizielle Erklärung veröffentlicht, in der es heißt:

„Ziel dieses Angriffs ist nichts anderes als die Aneignung der strategischen Ressourcen Venezuelas, insbesondere seiner Öl- und Mineralienvorkommen, um die politische Unabhängigkeit des Landes gewaltsam zu brechen. Dies wird ihnen nicht gelingen.“

3. Diebstahl amerikanischen Eigentums?

1976 nationalisierte Venezuela seine gesamte Ölindustrie. Seitdem gilt: Der Untergrund und das Öl gehören dem venezolanischen Staat, Verwalterin ist die staatliche Ölgesellschaft PDVSA. Ausländische Firmen hatten keine Eigentumsrechte am Öl selbst, sondern nur Förder-, Betriebs- oder Beteiligungsverträge. Das ist völkerrechtlich völlig legitim und international üblich.

In den 1990er-Jahren erlaubte Venezuela wieder ausländische Beteiligungen über Joint Ventures, u. a. von ExxonMobil, Chevron, ConocoPhillips, Total und BP – allerdings oft mit PDVSA-Mehrheit oder Sonderverträgen. Die Firmen kauften sich nicht in venezolanische Firmen ein, sondern erhielten zeitlich begrenzte Förder- und Beteiligungsrechte. Das war kein Eigentum im klassischen Sinn, sondern das waren vertraglich eingeräumte Nutzungsrechte.

In 2007 erhöhte der Staat unter Hugo Chávez Steuern, Lizenzabgaben und staatliche Mehrheitsanteile (mind. 60 % PDVSA), alle Joint Ventures mussten in PDVSA-Mehrheitsgesellschaften umgewandelt werden oder das Land verlassen. Chevron, Total und BP akzeptierten und blieben, während ExxonMobil & ConocoPhillips ablehnten und sich zurückzogen.

Das war keine willkürliche Enteignung, sondern eine Vertragsänderung durch souveräne Gesetzgebung mit Angebot auf Entschädigung.

Exxon & Conoco klagten in der Folge vor internationalen Schiedsstellen, die Venezuela nicht wegen „Diebstahls“ verurteilten, sondern wegen fehlender Entschädigung nach Vertragsrecht.

„…Die Entschädigung soll die Verstaatlichung der Ölprojekte des Konzerns im Jahr 2007 kompensieren. Der Betrag liegt weit unter den ursprünglich von Exxon geforderten bis zu 10 Milliarden US-Dollar und den 6 Milliarden US-Dollar, auf die das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) der Weltbank die Entschädigung – ohne Berücksichtigung einer Steuerforderung – begrenzt hatte.

„Das Schiedsgericht hat festgestellt, dass die Enteignung ordnungsgemäß durchgeführt wurde, dass sie nicht im Widerspruch zu den den Klägern diesbezüglich gegebenen Zusagen stand und dass die Kläger nicht nachweisen konnten, dass die Angebote Venezuelas mit dem Anspruch auf eine ‚gerechte‘ Entschädigung gemäß dem bilateralen Investitionsschutzabkommen unvereinbar waren“, erklärte das ICSID auf seiner Website…“ (Yahoo Finance)

Venezuela musste also Entschädigungen zahlen – jedoch nicht, weil das Öl gestohlen wurde, sondern als Ausgleich für Investitionsrechte. Das Öl gehörte Venezuela und das wurde auch nicht infrage gestellt, Streitpunkt war nur die Höhe der Entschädigung.

Enteignungs-Erzählung

Die USA erzählen nun: „US-Eigentum wurde enteignet“, Trump sagte sogar, das „war einer der größten Diebstähle amerikanischen Eigentums“. An dieser Stelle fehlte wohl das Briefing, denn dann wüsste er, dass es um Beteiligungen an Förderprojekten ging, nicht um Ölquellen als Eigentum, nicht um venezolanische Firmen und auch nicht um enteignetes US-Staatsvermögen.

Vertragsstreit hat nichts mit Enteignung zu tun und souveräne Gesetzgebung nichts mit Diebstahl.

Die Darstellung als „Diebstahl“ ist also politische Rhetorik, Legitimationsframing. In Wahrheit verloren private US-Konzerne wirtschaftliche Privilegien, weil ein Staat seine Gesetzgebung änderte. Das passiert weltweit ständig – nur gibt es dabei keine derart aggressiven Reaktionen, wo souveräne Ressourcenpolitik zum Verbrechen erklärt wird.

Diese alten Ölstreitigkeiten werden heute nun genutzt, um Sanktionen zu rechtfertigen, Vermögen von PDVSA-Tochterfirmen (z. B. CITGO) zu beschlagnahmen, politische Narrative von „Rechtsbruch“ zu erzeugen, ein souveränes Land zu überfallen und dessen Präsident zu stürzen und entführen.

Und wie ist das mit Norwegen?

Das Öl gehört vollständig dem norwegischen Staat (der staatlichen Ölgesellschaft Equinor (früher Statoil)) und ausländische Konzerne dürfen nur unter strikter staatlicher Kontrolle mit hohen Steuern und keinen Sonderrechten mitwirken. Es ist dasselbe Prinzip, nur härter und ein „befreundeter“ Staat. Also spricht niemand von Enteignung.

Und wie ist das mit Mexiko?

1938 wurde die Ölindustrie mit der Gründung von PEMEX vollständig verstaatlicht, US- und britische Firmen wurden enteignet und die USA akzeptierten das. Es gab Entschädigungen – Punkt.

Keinen Regimewechsel, keine Militärdrohungen, keinen moralischen Kreuzzug.

Auf den Punkt:

Wenn ein fremder Staat militärisch eingreift, den Staatschef entführt, erklärt, er werde nun „Recht durchsetzen“, und offen ankündigt, das Land zu übernehmen und Ressourcen zu kontrollieren, dann ist das keine Rechtsdurchsetzung, sondern Regimeherrschaft von außen. Das wird nur deshalb anders genannt, weil die Sieger (resp. Vetomächte) die Begriffe kontrollieren.

Nicht die Eigentumsfrage entscheidet – sondern die geopolitische Gefolgschaft.

Oder noch klarer:

Wer Öl souverän kontrolliert und gehorcht, ist Partner.

Wer Öl souverän kontrolliert und widerspricht, ist ein Verbrecher.

*Regierungserklärung – Ausschnitte

„… eine Festung im Herzen von Caracas ist gestürmt worden, um Nicolás Maduro der Gerechtigkeit zuzuführen, der Gerichtsbarkeit. Das war ein beispielloses Event, eine Darstellung amerikanischer Macht und Stärke, wie es sie in der Geschichte noch nicht gegeben hat…

Jetzt sind wir wieder ein respektiertes Land… Die großartig ausgebildeten Krieger… Wir sind die stärksten, gefürchtetsten weltweit…, die besten… Wir werden das Land führen… Wir wollen Frieden… Wir können nicht das Risiko eingehen, dass jemand anderes das Land übernimmt…

Venezuela hat praktisch überhaupt kein Erdöl gefördert im Vergleich zu dem, was sie hätten tun können und was stattfinden wird. Wir werden die großen amerikanischen Ölunternehmen, die größten weltweit, haben, die dorthin gehen werden… Und wir sind bereit, einen zweiten Angriff, einen noch viel größeren, zu starten, falls das nötig ist…

Die Vereinigten Staat von Amerika sind ein Land, mit dem alle ins Geschäft kommen wollen…

Zusätzlich hat Venezuela einseitig amerikanisches Öl, Anlagen und Plattformen beschlagnahmt und verkauft und das hat uns Milliarden Dollar gekostet. Das ist schon eine Weile her, aber wir hatten nie einen Präsidenten, der irgendwas dagegen unternommen hat. Sie haben all unser Eigentum weggenommen. Wir haben das gebaut… wir haben die venezolanische Ölindustrie mit amerikanischem Talent und Fähigkeiten aufgebaut und das sozialistische Regime hat uns das weggenommen in den vorherigen Regierungen. Und sie haben das mit Gewalt weggenommen. Das war eines der größten Diebstähle amerikanischen Eigentums…

Amerika wird nie wieder erlauben, dass ausländische Mächte unsere Menschen ausbeuten und uns aus unserer eigenen Hemisphäre vertreiben… Mit unserer neuen nationalen Sicherheitsstrategie, mit der Dominanz der Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre, wird das nie wieder der Fall sein… bekräftigen wir unsere Vorherrschaft…

Die Zukunft wird bestimmt werden durch die Fähigkeit Handel, Gebiete und Ressourcen zu schützen, die wesentlich sind für unsere nationale Sicherheit…

Das sind die Gesetze einer globalen Macht…

Diese erfolgreiche Mission ist eine Warnung an alle… wir halten uns alle militärischen Optionen vor, bis unsere Forderungen voll und ganz erfüllt worden sind. Und Venezuela sollte verstehen, was Maduro passiert ist, kann ihnen auch passieren. Und es wird ihnen auch passieren, wenn sie nicht fair und gerecht zu ihrem Volk sind…“

Das Völkerrecht gilt vor allem für die, die es nicht brechen können.

Tanja Stopper, Diplom-Betriebswirtin (FH), Unternehmerin, Publizistin und Bloggerin, ist seit vielen Jahren aktiv in der Friedens- und Umweltbewegung. Mit der Plattform FriedenundDiplomatie.de beleuchtet und hinterfragt sie Hintergründe aktueller und vergangener Sicherheits-, Außen- und Friedenspolitik, um zum Nachdenken anzuregen und die friedensorientierte Debatte zu fördern.
Mehr Beiträge von Tanja Stopper →

Erstveröffentlicht im Overton Magazin v. 4.1.2026
https://overton-magazin.de/top-story/venezuela-es-geht-ums-oel-nicht-um-recht/

Wir danken für das Publikationsrecht.

Diese Seite verwendet u. a. Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung