Ihr wärt zu mehr gut als zum blinden Welterobern

Finissage zur Bertolt-Brecht-Ausstellung  

12. Juni 2024, 18:00 – 19:30 Uhr

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Raum 0.02
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Mit all seiner dichterischen Kraft hat Bertolt Brecht gegen den Ersten und den Zweiten Weltkrieg gekämpft. Die ‚Legende vom toten Soldaten‘ von 1922 machte ihn den Nazis verhasst und diente zur Begründung seiner Ausbürgerung. Sabine Kebir, Gina Pietsch und Frauke Pietsch stellen Kriegsgedichte und -lieder von Brecht vor. Schwerpunkt ist seine mit Ruth Berlau erarbeitete KRIEGSFIBEL. Mit eindrucksvollen Vierzeilern schuf er eine neue Sicht auf Kriegsfotos, die ursprünglich zu Propagandazwecken gedient hatten.

Außer Fotos und Versen aus der Kriegsfibel werden Gedichte und Lieder von Bertolt Brecht vorgetragen:

Der heilige Gewinn, 1914
Der Kaiser, 1915
Moderne Legende, 1914 (Ernst Busch)
Legende vom toten Soldaten, 1918 (Bertolt Brecht)
Der Kanonensong, 1928 (Kurt Weill)
Der Kälbermarsch, 1934 (Hanns Eisler)
Das Lied vom Weib des Nazisoldaten, 1942 (Hanns Eisler)
Gegen Verführung, 1918 (Bertolt Brecht)
Mein Bruder war ein Flieger, 1937 (Paul Dessau)
Deutsches Miserere, 1943 (Hanns Eisler)
Epilog, 1941 (Bardo Henning)
Friedenslied, 1951 (Hanns Eisler)

Sabine Kebir ist Kultur- und Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Buchautorin, Journalistin und künstlerische Mitarbeiterin des algerischen Regisseurs Saddek el Kebir. Sie hat u. a. Bücher über Brechts Zusammenarbeit mit Elisabeth Hauptmann, Helene Weigel und Ruth Berlau sowie zahlreiche Arbeiten zu seinem politischen und künstlerischen Schaffen publiziert.

Gina Pietsch ist Sängerin, Schauspielerin, Dozentin und Regisseurin. Bayrischer Theaterpreis 1998. Ihr wichtigster Lehrer war Ekkehard Schall. Ihr Repertoire umfasst 80 Soloabende, 30 davon zu Brecht, die weiteren u. a. zu Bachmann, Braun, Degenhardt, Eisler, Fried, Gernhardt, Goethe, Hacks, Heine, Schumann, Theodorakis und Weill. Diverse Einspielungen von CDs und Hörbüchern.

Frauke Pietsch ist Musik- und Kommunikationswissenschaftlerin, Literatur- und Fachübersetzerin für Englisch und Musikerin (in verschiedenen Besetzungen p, key, voc, ther8emin, Komposition und Arrangements, Veranstaltungsmanagement.

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Gedenken an 15000 Kinder in GAZA

Mahnwache und Gedenken für die 15 000 getöteten Kinder in GAZA.

Nicht vergessen! Die Namen der Kinder werden verlesen!

Samstag, 1.Juni 2024
9 Uhr bis Mitternacht
Berlin-Neue Wache -Unter den Linden 4

Während des Gedenkens geht das Morden in Gaza unvermindert weiter. Israel schert sich nicht um das Verbot weiterer Angriffe auf Rafah durch den internationalen Gerichtshof, noch setzt Israel dessen Auflagen um, allles zu unterlassen, was zu einem Völkermord führt.

Es bleibt ein Skandal, daß Deutschland Israel nach wie vor unterstützt.

Den studentischen Besetzern an der Humboldt Universität wurde u. a. wegen des Slogans „Kindermörder Israel“ Antisemitismus und Verbreitung von Hass vorgeworfen. Solche Vorwürfe sind nicht nur absurd. Sie stellen auch eine Missachtung des internationalen Gerichtshofs dar. Sie sind selbst Hass und Hetze gegenüber Menschen, die sich für die Einhaltung von Völkerrecht und Menschenrechte einsetzen.

Die Verbrechen und Täter beim Namen nennen – übrigens in Einklang mit der internationalen Gerichtsbarkeit und den UN Institutionen – schürt nicht Hass, sondern das massenhafte Morden unschuldiger Kinder sowie die Verharmlosung dieser Taten sind die Quelle von Hass und weiterer Gewalt.

Wer Kritik an Israel als Antisemitismus diffamiert, setzt Israel und seine zionistisch faschistoide Politik mit dem Judentum gleich und leistet damit eigentlichem Antisemitismus Vorschub.


US-Außenminister Blinken: Volles Risiko

Von Peter Steiniger

Die nächste Eskalationsstufe im Ukraine-Krieg steht bevor

Der nächste Damm bricht: Angesichts der für die Ukraine prekären militärischen Lage mehren sich im Westen die Stimmen, die eine Freigabe gelieferter Waffen für den Einsatz gegen Ziele auf russischem Territorium fordern, vorneweg Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Mehrere Nato-Länder, darunter Großbritannien, Frankreich und der Neuling im US-geführten Pakt Schweden, wollen Kiew bereits freie Hand lassen. Die dem ukrainischen Militär auferlegte Beschränkung sollte das Risiko einer Eskalation des Konflikts zu einem Krieg mit direkter Beteiligung der Nato eingrenzen. Nun heißt es: Die Führung der Ukraine müsse selbst entscheiden dürfen, wie sie den Krieg am erfolgreichsten führt, der Schwanz mit dem Hund wedeln. Und für Kiew gibt es naturgemäß kein Limit bei der Beteiligung seiner ausländischen Unterstützer am Kampf gegen die russische Invasion.

So nähert sich die Entwicklung weiter dem großen Krieg in Europa, vor dem Michail Gorbatschow so dringlich wie ungehört gewarnt hatte. »Kein Kreml-Chef kann so etwas ignorieren«, kritisierte der letzte UdSSR-Staatschef bereits 2015 im »Spiegel« die Nato-Expansion nach Osten. »Ein solcher Krieg würde heute wohl unweigerlich in einen Atomkrieg münden«, schlug Gorbatschow, der für ein »gemeinsames europäisches Haus« eingetreten war, Alarm. Doch heute wollen Falken All-In gehen, wischen die »roten Linien« des Kreml als Bluff beiseite, berufen sich heuchlerisch auf das Völkerrecht. Russland mit Gewalt zum Einlenken zwingen zu können, ist eine tödliche Illusion. Wie hoch gespielt wird, zeigte jüngst der Angriff gegen die Radaranlage Armawir des russischen Frühwarnsystems zur Erkennung von anfliegenden US-Atomraketen. Im Interesse der Ukraine und Europas kann es keine militärische, sondern nur eine politische Lösung des Konflikts geben.

Quelle: nd v. 31.5. 2024
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1182586.ukraine-krieg-us-aussenminister-blinken-volles-risiko.html?sstr=Peter|Steiniger

Wir danken für das Publikationsrecht.

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