»Deutschland muss friedenstüchtig werden«

Die Friedensbewegung kündigt rund 100 Ostermärsche an. Im Mittelpunkt stehen Ukraine- und Nahostkrieg

Bei 100 geplanten Ostermarsch-Aktionen sagt die Friedensbewegung auch dieses Jahr: »Nein zum Krieg«.

Die diesjährigen Ostermärsche der Antikriegsgruppen stehen vor allem in Zeichen der Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten. Linke und BSW buhlen beide um die Bewegung.

Von Reimar Paul

Der seit mehr als zwei Jahren andauernde Krieg in der Ukraine, der Hamas-Terror im vergangenen Oktober und Israels Feldzug in Gaza mit Zehntausenden Toten: Die Ostermärsche der deutschen Friedensbewegung stehen in diesem Jahr vor allem im Zeichen der Kriege in Osteuropa und im Nahen Osten. Bundesweit sind rund 100 Demos, Kundgebungen und Mahnwachen angekündigt. Gefordert werden ein Ende der Kämpfe, Waffenstillstand und Friedensverhandlungen für die betroffenen Regionen.

Das in Bonn ansässige Netzwerk Friedenskooperative koordiniert die Aktionen und erwartet, ohne Zahlen zu nennen, eine »rege Beteiligung«. »Unser Ostermarsch-Aufruf wurde in diesem Jahr von mehr als 2000 Einzelpersonen und 71 Organisationen unterzeichnet«, sagt Sprecher Kristian Golla. »Die Menschen wollen, dass die Bundesregierung endlich aktiver wird, um Kriege am Verhandlungstisch zu beenden.«

Dem Verlangen, dass Deutschland wieder »kriegstüchtig« werden soll, müsse »entschieden entgegengetreten« werden, so Golla: »Deutschland muss sich für diplomatische Initiativen in Kriegen einsetzen und nicht Millionen für Rüstung ausgeben. Sprich: Deutschland muss ›friedenstüchtig‹ werden!« Die zentrale Ostermarsch-Infostelle in Frankfurt/Main erteilt in ihrem Aufruf der »unsäglichen Forderung, dass Deutschland kriegstüchtig werden soll«, ebenfalls eine scharfe Absage. Mit Blick auf die Ukraine heißt es hier: »Die Bundesregierung lehnt diplomatische Lösungen ab und heizt mit immer neuen Waffenlieferungen das Kriegsgeschehen weiter an. Mit dieser Erbarmungslosigkeit isoliert sie sich international zunehmend.«

Neben den auch medial dominierenden Kriegen in der Ukraine und in Gaza machen die Ostermarschierer wie in den vergangenen Jahren die Hochrüstung im konventionellen und nuklearen Bereich zum Thema. Der Ruf nach einer atomwaffenfreien Welt werde in vielen Redebeiträgen erklingen und »einen deutlichen Kontrapunkt« zu Forderungen nach Hochrüstung und einer europäische nukleare Abschreckung setzen, so der Ostermarschaufruf des Netzwerks.

»Statt weiter aufzurüsten, muss abgerüstet werden!«, sagt Eckart Stedeler vom Göttinger Friedensbündnis. Die Steigerung der Rüstungsausgaben und die Erfüllung des Zwei-Prozent-Ziels der Nato in Deutschland führten schon jetzt dazu, dass zu Lasten von Sozialleistungen, Bildung und Klimaschutz immer mehr Geld für zivile Bereiche fehle.

»Auch die Kriegsvorbereitungsszenarien durch Atombunkerbau, Ausweitung der Kriegsforschung, Soldaten in Schulen und Einführung der Wehrpflicht wird abgelehnt«, betont Ostermarsch-Veteran Willi van Ooyen in Frankfurt am Main. Zudem erfordere die derzeit laufende Nato-Kriegsübung »Steadfast Defender 2024« Widerstand.

Als erste gehen wie in den vergangenen Jahren die Ostermarschierer in Potsdam auf die Straße. Bereits am 23. März fand dort eine Demo statt. Die meisten Veranstaltungen finden am Osterwochenende selbst statt, darunter der traditionelle dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr von Duisburg nach Dortmund sowie Ostermärsche in den meisten Hauptstädten der Bundesländer. Auch zwei internationale Ostermärsche sind angekündigt: Der »Europäischer Friedensmarsch Ostern 2024 – Marche européene pour la Paix Pâques 2024« auf der Rheinbrücke zwischen Kehl und Straßburg. Und der Internationale Bodensee-Friedensweg 2024 in Friedrichshafen.

Örtliche Bündnisse setzen eigene Themen. Im schleswig-holsteinischen Jagel wollen Demonstranten zum Fliegerhorst der Luftwaffe ziehen, im niedersächsischen Unterlüß zur Waffenschmiede von Rheinmetall. Der Ostermarsch in Büchel führt zum Haupttor des dortigen Atomwaffenstützpunktes.

Im westfälischen Gronau nehmen die Aktiven die sogenannte friedliche Atomkraftnutzung ins Visier: Sie wollen sich an der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage versammeln und deren Stilllegung verlangen – sie ist, wie die Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen, vom Atomausstieg ausgenommen und verfügt über eine unbefristete Betriebsgenehmigung.

Organisiert werden die meisten Aktionen von lokalen Bündnissen, die das schon seit Jahrzehnten tun. Den Ostermarsch auf Rügen veranstaltet die Linkspartei. Vertreter und Vertreterinnen der Linken und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) sind bei vielen Demos als Redner*innen angekündigt: Bei der Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz spricht etwa die BSW-Bundestagsabgeordnete Zaklin Nastic, beim Ostermarsch Sachsen-Anhalt in Wolmirstedt tritt Linke-Politikerin Ellen Brombacher auf die Bühne.

Özlem Alev Demirel, Europaabgeordnete und Kandidatin für Die Linke im Spitzenteam für die Europawahl, wird am 1. April beim Abschluss des Ostermarsches Rhein-Ruhr in Dortmund sprechen. Sie wirbt für zahlreiche Teilnahme an den Friedensaktionen: »In Europa macht die Kommission aus ihrer Ambition der vollen Militarisierung der EU überhaupt keinen Hehl mehr und spricht offen von einer Kriegswirtschaft.«

Der zu verurteilende Überfall Russlands werde für massive Militarisierung und Aufrüstung missbraucht, »ohne Zögern werden immer neue Milliarden in den Rachen der Rüstungsindustrie geworfen, als gäbe es hier kein Genug und erst recht kein Zuviel«, so Demirel weiter.

Explizite Querfrontler*innen zählen, so weit aus den Ankündigungen ersichtlich, nicht zu den Aufrufenden und Eingeladenen der Ostermärsche. Die letzte große Friedensdemo, von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer am 25. Februar 2023 vor dem Brandenburger initiiert, hatte noch Teilnehmende von links bis ganz rechts vereint.

Erstveröffentlicht im nd v. 28.3. 2024
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1181071.anti-kriegsbewegung-ostermaersche-deutschland-muss-friedenstuechtig-werden.html

Wir danken für das Publikationsrecht.

Drohende Eskalation durch Hyperschallwaffen

Appell gegen die Stationierung von Hyperschallraketen

Ein bei Change.org gestarteter Appell fordert Schritte zu einer nuklearen Abrüstungsinitiative von Seiten der Bundesregierung. Es geht um die gefährliche Rolle von Hyperschallraketen.

Von Klaus Moegling

Die sich u.a. in Kaliningrad befindlichen russischen, nuklear bestückbaren und mit Tarnkappentechnik versehenen Iskander-Hyperschallraketen können in wenigen Minuten z.B. Deutschland erreichen. Dies stellt eine bedrohliche Entwicklung dar und ist eine unverantwortliche Maßnahme der Regierung der Russischen Föderation, die es deutlich zu kritisieren gilt. (1) Im Krieg in der Ukraine wurden erstmals auch Hyperschallraketen von der russischen Seite – von Kampfjets abgefeuert – eingesetzt und sind nur schwer abzuwehren:

„Die Hyperschallrakete Ch-47M2 Kinschal („Dolch“) ist einer der furchterregendsten Neuzugänge der russischen Luftwaffe. Die etwa acht Meter langen Raketen fliegen extrem schnell und extrem hoch, bleiben dabei nach russischen Angaben aber manövrierfähig. Sie sind nach Einschätzung der Nato im März mit herkömmlicher Flug- oder Raketenabwehr kaum abzufangen. AS-24 Killjoy (‚Spielverderber‘) hat das westliche Bündnis die neue russische Waffe getauft.“ (2)

Allerdings behauptet die ukrainische Führung, dass sie jüngst mehrere russische Kinschal-Raketen mit Hilfe des Patriot-Abwehrsystems abgeschossen habe, auch wenn dies nicht einfach gewesen sei. (3)

Nun droht die Gegenreaktion der USA und der NATO, indem sich die Anzeichen verdichten, dass auch in Europa, beispielsweise in Deutschland oder in Polen Hyperschallraketen (‚Dark Eagle‘, Bezeichnung: Long Range Hypersonic Weapon) stationiert werden sollen. (4)

Diese Waffen bewegen sich deutlich schneller als Mach 5 (= über 6000 km/Std.), tragen lenkbare Gleitflugkörper, die mit den bisherigen Techniken nur schwierig abgefangen werden können. Eine Reaktion ist aufgrund der hohen Fluggeschwindigkeit, der großen Variabilität der Gleitflugkörper und deren tiefer Anflugphase unterhalb des Radars mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.  Die derzeit in der letzten Testphase befindlichen US-Hyperschallraketen sind mit konventionellen Sprengköpfen bestückt, könnten aber auch im Sinne von ‚dual use‘ mit nuklearen Sprengköpfen umgerüstet werden. Die NATO dementiert dies zwar, aber wie glaubhaft ist dies in einem eskalierenden Konfliktfall – zumal die russischen Hyperschallraketen nach russischen Angaben nuklear bestückbar sind?

Bei einem Softwarefehler bzw. einer Eigendynamik oder einem fehlerhaften Verhalten der KI ist weder die Abwehr noch die umfassende Prüfung einer angemessenen Gegenreaktion möglich. Bereits konventionell ausgerüstete Hyperschallraketen können einen Atomkrieg auslösen. Sie sind als Kampfmittel im Sinne eines Enthauptungsschlags konzipiert, um also die gegnerische Regierungsspitze auszuschalten, wenn sie sich in überirdischen Gebäuden aufhält. Wie ein derart angegriffener Staat, der nuklear bewaffnet ist, reagieren wird, kann man sich denken.

Daher haben wir (5) gerade angesichts der gegenwärtigen aggressiven globalen Situation und der (drohenden) Stationierung von Hyperschallwaffen einen Appell gegen die nukleare Aufrüstung auf den Weg gebracht und die Rückkehr zu Abrüstungsverhandlungen eingefordert. Hierbei ist die deutsche Bundesregierung der Adressat. Wir fordern von der Bundesregierung ein Veto gegen die zukünftige Stationierung von Hyperschallraketen sowie ein Eintreten für die Wiederbelebung bzw. Weiterentwicklung von Verträgen zur nuklearen Abrüstung. So fordern wir von der Bundesregierung u.a. die Unterzeichnung des bereits völkerrechtlich gültigen Atomwaffenverbotsvertrages (AVV), der dann auch die nukleare Teilhabe Deutschlands beenden würde.

Zum Ausstieg aus der Abschreckungslogik
Natürlich sind wir nicht naiv. Hinter der militärischen Eskalation stehen politische und ökonomische Interessen. Die unheilvolle Verbindung von ökonomischen Interessen des militärisch-industriellen Komplexes, geostrategischen Interessen, völkisch-religiösen Ideologien und autoritärem Profilierungsgehabe unter Druck stehender (meist männlicher) Politiker führt zu einer fortwährenden Verschärfung der globalen Sicherheitslage. Doch bei einem nuklearen Inferno sind alle Verlierer – auch die Milliardäre, die Ideologen und die Kriegsherren auf allen Seiten.

Militärische Verstöße und Aggressionen werden derzeit in der Regel mit noch härteren Gegenangriffen beantwortet, anstatt aus der Abschreckungs- und Bestrafungslogik auszusteigen und den Verhandlungsweg auch unter Einschaltung der Vereinten Nationen und weiterer multilateraler Institutionen, wie z.B. der OSZE, zu wählen.

Die österreichische Nobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843-1914) kritisierte die Uneinsichtigkeit und Dummheit der Kriegstreiber und der Politik der Abschreckung und eskalierender Bestrafungsaktionen. Sie schreibt in diesem Zusammenhang sehr treffend:
„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegputzen zu wollen – nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.“ (6)

Hier geht’s zur Petition:
https://www.change.org/p/gegen-die-atomare-bedrohung

 
Anmerkungen

1 Vgl. https://www.welt.de/politik/ausland/article176090499/Iskander-Russland-s…, 5.5.2018.
2 https://www.rnd.de/politik/nato-russische-hyperschallrakete-kinschal-ist…, 10.5.2022.
3 Vgl. Rugalla, Lukas (2024): Masse statt „Wunderwaffe“? Wie Russland die Kinschal-Raketen im Ukraine-Krieg einsetzt. In: https://www.fr.de/politik/russland-kinschal-raketen-wunderwaffe-ukraine-…, 4.1.2024.
4 Vgl. u.a. folgende Quellen hierzu: https://www.thedrive.com/the-war-zone/43051/army-revives-cold-war-nuclea… 10.11.2021,
https://www.imi-online.de/2021/12/16/die-neue-nachruestung/, 16.12.2021,   https://www.hessenschau.de/panorama/hyperschallwaffen-in-mainz-kastel-de…, 13.1.2022, https://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden/wiesbaden-alte-befuerchtungen-912…, 2.2.2022.
5 Der Appell wurde initiiert von Bernhard Trautvetter zusammen mit den Erstunterzeichner*innen.
6 Aus: Bertha von Suttner „Die Waffen nieder“, S.218 – Livi Verlag 2022 (mein Dank gilt Ulrike Koushan für den Hinweis auf dieses aussagekräftige Zitat.)

Zur Unterzeichnung auf Change.org:
https://www.change.org/p/gegen-die-atomare-bedrohung
Der Text des Appells weist eine Liste mit angesehenen Erstunterzeichner*innen der Friedensbewegung auf, die ebenfalls vor der angesprochenen Eskalationsgefahr warnen.

Prof. Dr. Klaus Moegling, i.R., Politikwissenschaftler und Soziologe (Universität Kassel), war u.a. Mitinitiator des ‚Appells für den Frieden‘, er ist Autor des Buches ‚Neuordnung. Eine friedliche und nachhaltig entwickelte Welt ist (noch) möglich.‘ – frei lesbar in der 4. Auflage veröffentlicht auf  https://www.klaus-moegling.de/aktuelle-auflage-neuordnung/ .

Quelle: Friedensforum, Zeitschrift der Friedensbewegung, Ausgabe 2/2024
https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/appell-gegen-die-stationierung-von
Wir danken für das Publikationsrecht.

Schlaglichter 20.März

Christian Bechmann aus Köln postet: Vor genau 21 Jahren. 20. März. Wir feiern die „Achse des Bösen“ !

Es begann der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der „Achse der Guten“ gegen den Irak. Angeführt von der westlichen Wertegemeinschaft unter George Bush jr.(USA) und Tony Blair(GB).
Die „Koalition der Willigen“ ( eine Art Tochter-Firma der NATO-Führung) bestand aus 43 Staaten, darunter
Dänemark, Bulgarien, Italien, Eastland, Lettland, Litauen, Polen, Ukraine (!), Rumänien, Portugal, Spanien, Türkei, Ungarn, Nederlande, Saudie Arabien,
Slowakei, etc.

Gerhard Schröder und Jacques Chirac wollten da keinesfalls mitmachen (Merkel, Merz u. Stoiber schon, waren aber nicht im Amt) Der Angriffskrieg hatte über 500.000 Tote und die Gründung der IS zur Folge, und die Destabilisierung einer ganzen Region die bis heute anhält ! Begründet wurde der Völkerrechtsbruch mit angeblichen „Massenvernichtungswaffen“ und Saddams Unterstützung für Al-Kaida (Bin Laden). Ein Lügengebäude, das von den meisten westlichen Qualitätsmedien gerne propagandistisch unterstützt wurde. Das der US-Präsident, der brittische Premier und die Staatsführer der anderen „Willigen“ Staaten sich jemals gerichtlich verantworten mußten, z.B für die totale Zerstörung der Infra-Struktur, diverse Massaker und systematische Folter, ist nicht überliefert…..“

Franz Haslbeck aus München grüßte heute Morgen mit einer Collage, die linke Herzen zum Hüpfen bringt. Die ganze Propananda in einem Wort. In der Kürze liegt die Würze.
P.U.Lehmann regt sich über die selbstherrliche und die unkritische Haltung gegenüber den eigenen demokratischen Verhältnissen angesichts der Berichterstattung über die Wahl Putins auf und belegt das auch noch aus zuverlässiger Quelle :

„Ich bin kein besonderer Fan von Putin ( auch wenn das hier gern jedem unterstellt wird, der für Verhandlungen und gegen Waffenlieferungen ist). Aber was in westlichen Medien anlässlich seiner Wiederwahl dargestellt wird, ist mal wieder völlig einseitig.

Nur davon ist die Rede, dass die Wahl nicht westlich-demokratischen Standards genüge. Selbstredend stößt Baerbock am lautesten in dieses Horn, die Russland ja bereits den Krieg erklärt hat. Keine Rede ist hingegen davon, dass der hierzulande zum despotischen Ungeheuer erklärte Putin in Russland Zustimmungswerte hat, von denen westliche Politiker nur träumen können. Laut Statista: Ca 86% Zustimmung in 2024.

Sicher wird es Demokratie-Defizite in Russland geben – die westlichen Kommentatoren könnten sich ja mal die Mühe machen zu vergleichen, wie viele Anliegen der Bevölkerung in den westlichen Demokratien tatsächlich umgesetzt werden. Entsprechende Untersuchungen von N. Chomsky und Kollegen haben gezeigt, dass die Anliegen der unteren und mittleren Einkommensschichten in westlichen Demokratien wie z.B. den USA so gut wie gar keine Chance haben, umgesetzt zu werden. Auch wenn diese rechnerisch eine Mehrheit repräsentieren. So viel zur Wirksamkeit demokratischer Verhältnisse in vermeintlich vorbildlichen westlichen Demokratien.“ [1] Zustimmungswerte für Wladimir Putin in Russland bis 2024 – Umfrage | Statista [2]Zustimmungswerte für Wladimir Putin in Russland bis 2024 – Umfrage | Statista

Nur ein Beispiel dazu: Nachbarland Frankreich. Dort wurde Präsident Macron bei der letzten Wahl bei einer Wahlbeteiligung von 47% gerade mal mit einem Viertel der Stimmen aller Wahlberechtigten ins Amt gehievt. Er setzte dann seine Rentenreform mit Einsatz des staatlichen Machtapparats rigoros durch. Gegen den Willen von 75% der Franzosen. Nach jahrelangen Protesten mit Millionen Menschen auf den Strassen. Unter Umgehung des Parlaments. Mit verfassungsmäßig bedenklichen Tricks.

Vor einem Jahr riefen wir zur Solidarität mit unseren französischen Kolleg:innen auf. Voller Hoffnung, dass sich die Menschen in Frankreich durchsetzen können. Die Welt hat sich seitdem nicht gut entwickelt!

Bitte beachten Palästinakongress in Berlin

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