Kommt zum gewerkschaftlichen Ratschlag Berlin-Brandenburg

Angesichts der konzertierten Angriffswelle von Unternehmen und Staat hat sich in den Belegschaften, vor allem in der Autimobilindustrie, eine echte Wut angestaut, die sich in Protesten und einzelnen widerständigen Aktionen im Sommer Bahn brach.

Insbesondere eine Resolution aus dem Mercedes Werk Stuttgart Untertürkheim mit dem Titel „Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!“ machte Furore. Die Angriffe der Bosse und ihrer Regierung treffen uns alle. Über alle Branchen, Standorte, Konzerne und öffentlichen Dienste hinweg. Die Antwort der Beschäftigten darauf sollte ebenso koordiniert, entschlossen kämpferisch und gemeinsam erfolgen. Der Ruf nach bundesweiter und regionaler Vernetzung gewerkschaftlicher Aktivist;innen wurde laut. In der Folge fand eine bundesweiter gewerkschaftlicher Ratschlag statt. Anschliessend wurden mehrere regionale Ratschläge gegründet, so auch in Berlin-Brandenburg.

Der Ratschlag Berlin-Brandenburg lädt alle Kolleg*innen zu einem online stattfindenden Ratschlag am 08. Oktober um 19 Uhr ein.

Einwahllink (MS Teams): https://teams.live.com/meet/9373527535726?p=lItUaVByR1Xu4K6ZCL

Kontakt: gewerkschaftsratschlagbb@gmail.com

Schluss jetzt. Protest, Widerstand, Streik!

Fast kein Tag vergeht, an dem nicht ein Unternehmen ankündigt, zu entlassen oder auf unsere Kosten „sparen“ zu müssen.

Die Krise ist allgegenwärtig.

Und die Bosse wollen uns dafür bezahlen lassen.

Auch die Regierung tut nichts für uns. Sie will den gesetzlichen 8-Stunden-Tag abschaffen. Wir sollen länger arbeiten für das gleiche Geld oder sogar für noch weniger. Zusätzlich plant sie die ,,Rente mit 70“.

Wir sollen arbeiten, bis wir sterben. Das Bürgergeld wird zur sogenannten ,,Grundsicherung“. Wir sollen also gezwungen sein, auch noch die letzte mies bezahlte Stelle anzutreten, wenn die Bosse unseren Job vernichten.

Das Gesundheitssystem wird kaputtgespart und medizinische Versorgung zunehmend zu einem Privileg für Reiche. Das Geld, das in den Sozialkassen durch die Sparmaßnahmen fehlt, fließt in die Aufrüstung.

Unsere Jugend soll wieder für die Profite der Konzerne in den Krieg ziehen.

Bessere Politik braucht unseren gewerkschaftlichen und politischen Kampf! Deshalb warten wir nicht, bis uns jemand bittet zu protestieren. Wir fangen damit an!

Die Protestaktionen unserer Gewerkschaften können nur ein erster Anfang sein – sie dürfen auf jeden Fall nicht das Ende sein! Wir können nicht davon ausgehen, dass einzelne Demonstrationen die Angriffe zurückschlagen werden. Dafür müssen wir von der gesamten Kampfkraft der Millionen Kolleg*innen im DGB, aber auch der bislang nicht organisierten und aller gewerkschaftlichen Mittel bis hin zum Streik Gebrauch machen.

Deshalb brauchen wir eine Strategie, die über den September hinausgeht. Leider haben die Vorsitzenden des DGB und einiger Einzelgewerkschaften bisher keine konsequente Haltung gegen die Angriffe im Betrieb und Kürzungen der Regierung an den Tag gelegt.

Der Unmut wächst, aber auch die Angst und Unsicherheit. Wir wollen mit unseren Kolleg*innen und unseren Gewerkschaften aktiv werden, aber nicht darauf warten, dass wir zum Protest aufgefordert werden. Es ist höchste Zeit, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, denn Gewerkschaftsarbeit lebt von unserer eigenen Aktivität und die beginnt in den Betrieben. In den nächsten Monaten stehen viele wichtige Tarifrunden an, die angesichts der aktuellen Lage die härtesten werden, die wir seit langem erlebt haben.

Solidarität und ein gemeinsamer Kampf sind unsere stärkste Waffe. Deshalb möchten wir euch zu einem gewerkschaftsübergreifenden Ratschlag für Berlin-Brandenburg einladen, um darüber zu diskutieren, wie wir in der nächsten Zeit unser Möglichstes tun können, um uns zu verteidigen und unsere Interessen gegen die Bosse und Regierung durchzusetzen.

Themen des Ratschlags können unter anderem sein:

  • Wir diskutieren wieder stärker politisch mit unseren Kolleg*innen vor Ort im Betrieb. ,,Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?“ ·
  • Wir nutzen alle sich uns bietenden Gelegenheiten, um die Bosse und die Regierung zu kritisieren. Wir nutzen Betriebsversammlungen, Betriebsratssitzungen, Gewerkschaftsversammlungen, um diese politische Diskussion zu führen.
  • Auch wenn wir zu Beginn wenige oder gar allein sind; wenn wir die Stimme erheben und Haltung zeigen, werden wir mehr werden.
  • Um die Pläne der Regierung abzuwehren, werden wir weiterhin im Betrieb und in unserer Stadt Protest organisieren.
  • Wir engagieren uns in unserer Gewerkschaft und verlangen so bald wie möglich weitere Demonstrationen und Aktionen gegen die Gier der Bosse, gegen die Regierung und für eine bessere Zukunft zu organisieren. Bis hin zum Streik. Und wenn die Gewerkschaftsspitzen sich zieren, dann machen wir das selbst.
  • Die Vernetzung in Berlin und Brandenburg soll uns über unsere eigene Gewerkschaft hinaus in den kommenden Auseinandersetzungen stärken. Doch die Angriffe finden bundesweit statt, deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es weitere bundesweite Vernetzungen, Ratschläge, Aktionen u.v.m. gibt.
  • Wir wollen gemeinsam besprechen und planen, welche Aktionen wir konkret in Betrieben, Strukturen organisieren können, um uns weiter gegen die Angriffe zu wehren.

Wir laden alle Kolleg*innen zu einem online stattfindenden Ratschlag am 08. Oktober um 19 Uhr ein.

Für November planen wir eine Präsenzveranstaltung in Berlin.

Zum Gewerkschaftlichen Ratschlag Berlin-Brandenburg laden ein

Betriebsrat der PanAm Lounge (Westblick GmbH)

ver.di-Fachgruppe Druck, Verlage, Papier und Industrie Berlin-Brandenburg

FU-Beschäftigte für eine kämpferische Gewerkschaft

Alexandra Arnsburg, Mitglied im Landesbezirksfachbereichsvorstand A, ver.di Berlin-Brandenburg

René Arnsburg, Sprecher der ver.di-Fachgruppe Druck, Verlage, Papier und Industrie Berlin-Brandenburg

Dr. Martin Fischer, ver.di-Betriebsgruppe Cornelsen Verlag GmbH

Till Freyberg, Verdi Vertrauensmann, Freie Universität Berlin

Konstantin Kieser (GEW, Bezirksleitung Berlin Mitte)

Michael Koschitzki, GEW Vertrauensperson

Sascha Kraft / Aktives Mitglied in der Gewerkschaft Ver.di , Mitglied im Ver.di – CFM Betriebsgruppenvorstand

Mario Kunze aus der Ver.di Betriebsgruppe Vivantes Service Gesellschaft Berlin

Christopher Nabeta, Aktives Ver.di-Mitglied

Claudius Naumann, 2009-2026 Vorstand der ver.di-Betriebsgruppe FU Berlin

Laura Ramm, ver.di-Betriebsgruppe der Bundesdruckerei GmbH

Carlos Seefeld, Ver.di-Vertrauensmann, Gewerkschafter bei der Berliner Stadtreinigung (BSR)

Peter Vlatten, IG Metall, ehem. VKL Mercedes-Benz Untertürkheim, Forum Gewerkschaftliche Linke (Berlin)

Henrik Walter, Sprecher der ver.di-Betriebsgruppe der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Marén Wiese (GEW Personalrätin der allgemeinbildenden Schulen in Marzahn-Hellersdorf)

Kommt zum Ratschlag, verbreitet die Einladung und lasst uns gemeinsam diskutieren, wie wir uns gegen die Angriffe von oben wehren können!

Einwahllink (MS Teams): https://teams.live.com/meet/9373527535726?p=lItUaVByR1Xu4K6ZCL

Kontakt: gewerkschaftsratschlagbb@gmail.com

Link zur Vernetzungsgruppe auf Signal: https://signal.group/#CjQKIKHuSIPkttUXqfn2nqOR49f5wNDsTSpI_SlPRCwvWs38EhC9B2DsbU1xjlHVJumqQ4__

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