»Ich verliere die Hoffnung nicht«

Die Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina über Stimmung und staatliche Schikanen in Russland

Interview: Bernhard Clasen

Titelbild: Stolze freiwillige Todgeweihte. Russische Wehrpropaganda. pxhere. (JG)

Frau Gannuschkina, der Ukraine-Krieg ist mittlerweile im fünften Jahr. Wie ist die Stimmung in der russischen Gesellschaft? Stimmt es, dass die Mehrheit nach wie vor den Krieg unterstützt?

Ich würde nicht sagen, dass eine Mehrheit den Krieg eindeutig unterstützt. Klar, Angst und Druck sind sehr stark zu spüren. Und so schweigen viele Menschen. Aber dieses Schweigen sollte man nicht als Zustimmung verstehen.

Viele Menschen bringen indirekt zum Ausdruck, dass sie mit dem Krieg nicht einverstanden sind. Etwa dadurch, dass sie Organisationen Geld spenden, die den Krieg offen ablehnen. So haben beispielsweise seit Kriegsbeginn die Spenden an unsere Organisation Bürgerunterstützung um ein Zigfaches zugenommen. Das zeigt doch deutlich, dass ein beträchtlicher Teil unserer Gesellschaft das, was passiert, nicht akzeptiert und sich bemüht, eine moralische Position zu wahren.

Die russischen Verluste im Krieg sind enorm. Die Armee braucht jeden Monat 40 000 neue Soldaten. Offiziell melden sich genug Freiwillige. Stimmt das, oder werden Männer nicht doch zwangsmobilisiert?

Offiziell wird niemand in Russland gegen seinen Willen an die Front gezwungen. Offiziell sind alle Soldaten im Krieg gegen die Ukraine Freiwillige. Tatsächlich jedoch wird auf Männer großer Druck ausgeübt, sich für den Krieg zu melden. Insbesondere Bewohnern von Tschetschenien ist es kaum möglich, sich dem Druck, Vertragssoldat zu werden, zu entziehen. Mit diesem Vorgehen hält sich Republikchef Ramsan Kadyrow an der Macht.

Personen in medizinischen Berufen können indes zum Kriegsdienst gezwungen werden. Von dieser Regelung war auch ein tschetschenischer Bekannter von mir, ein junger Arzt, betroffen. Bei der Einberufung wurde ihm zugesichert, dass er im Krieg als Arzt arbeiten könne. Doch kaum an der Front angekommen, wurde ihm eine Waffe gegeben und er musste ohne jegliche Vorbereitung kämpfen. Nach einigen Wochen ist er beim »Fleischsturm«, wie man bei uns sagt, ums Leben gekommen. Eine schreckliche neue Wortschöpfung, mit der man das Vorrücken der Front um einen unbedeutenden Teilabschnitt auf Kosten hunderter Soldaten meint.

Von einem funktionierenden Rechtsstaat kann in Russland keine Rede sein.

Viele Ukrainer sind vor dem Krieg auch nach Russland geflohen. Wie werden sie aufgenommen?

In Russland leben über eine Million ukrainische Flüchtlinge. Die meisten haben sich entschieden zu bleiben. Zum einen wegen der ihnen vertrauten Sprache und zum anderen, weil sie hier persönliche Kontakte und verwandtschaftliche Beziehungen haben. Doch viele haben die vom russischen Staat zugesagte Hilfe nicht erhalten. Wegen der Bürokratie und weil es in einigen Regionen gewisse Einschränkungen gibt. Und so sind es oft Nichtregierungsorganisationen, die diesen Flüchtlingen helfen.

Sprache und verwandtschaftliche Beziehungen machen eine mögliche Integration von Menschen aus der Ukraine relativ einfach. Anders sieht es bei anderen Migranten aus, gegen die immer neue Bestimmungen erlassen werden. Wir bewerten Sie deren Lage?

Sehr besorgniserregend. Die Verfassung garantiert allen Kindern das Recht auf Bildung. Doch in der Praxis ist dieses Recht für Kinder von Migranten stark eingeschränkt. Derzeit ist in Russland für Kinder ausländischer Staatsbürger gesetzlich ein Sprachtest vorgeschrieben. Daran selbst ist generell nichts auszusetzen. Entscheidend ist, welche Schlüsse man aus den Ergebnissen zieht. Sie können als Orientierung dienen, wie die Sprachkenntnisse gefördert werden sollten. Manche Kinder könnten Russisch wie ihre Muttersprache lernen, für andere sind andere Methoden zum Erlernen von Russisch als Fremdsprache erforderlich. Wenn Sprachtests jedoch dazu führen, dass Kinder vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, stellt dies einen direkten Verstoß gegen die russische Verfassung dar.

Im Jahr 2025 wurde von 23 000 Migrantenkindern überhaupt nur ein Drittel zum Sprachtest zugelassen. Nur 3000 haben ihn dann auch bestanden. Vor diesem Hintergrund schicken viele Migranten ihre Kinder wieder in die Heimat zurück. Das reißt Familien auseinander, und die Kinder wachsen ohne Väter heran.

Auch russische Staatsbürger werden von den Behörden unter Druck gesetzt, beispielsweise Menschen, die aus dem Ausland nach Russland abgeschoben wurden.

Es kommt immer wieder vor, vor allem wenn es sich um Bewohner von Tschetschenien handelt, dass die Abgeschobenen im Moskauer Flughafen festgehalten werden und dann anschließend in ihre Herkunftsregion, meistens eben Tschetschenien, verbracht werden. Und da wird dann oft auf den Betroffenen massiv Druck ausgeübt. Ihm wird eine Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten oder einer Entsendung in den Krieg nahegelegt.

Das klingt nach Willkür und Schikane. Gibt es keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren?

Von einem funktionierenden Rechtsstaat kann keine Rede sein. Die Legislative und die Judikative sind weitgehend von der Exekutive abhängig. Ich habe selber erlebt, wie ein Gericht arbeitet. Ich bin einmal zu einer Geldstrafe verurteilt worden, obwohl die Beweise für meine Unschuld eindeutig waren. Gut, es war nur eine Geldstrafe. Aber nicht anders urteilen Gerichte, wenn es um langjährige Haftstrafen geht.

Mit Jana Lantratowa wurde gerade eine neue Menschenrechtsbeauftragte ernannt. Eine Entscheidung, die von vielen kritisiert wurde, da sie aus dem inneren Kreis des Systems kommt.

Ich kann kaum etwas zu ihr sagen. In meiner ganzen menschenrechtlichen Arbeit ist sie mir nie aufgefallen. Ich bedauere, dass Tatjana Moskalkowa nicht mehr Menschenrechtsbeauftragte ist. Auch wenn wir manche Probleme unterschiedlich beurteilen, muss man sagen, dass Moskalkowa auf Bitten von mir reagiert hat und so mehrere Menschenleben gerettet wurden. Sie hat unsere Arbeit in Tschetschenien unterstützt, Prozessbeobachter geschickt und Gespräche mit dem dortigen Menschenrechtsbeauftragten vermittelt. Und als ich an meinem 80. Geburtstag festgenommen wurde, hat sie sofort bei der Polizeiwache angerufen und einen Wagen geschickt, der mich dann nach Hause brachte.

Wie frei können Nichtregierungsorganisationen denn aktuell arbeiten?

Sie können arbeiten, aber unter sehr schweren Bedingungen. Die Bürgerunterstützung, deren Vorsitzende ich bin, ist zum »ausländischen Agenten« erklärt worden. Doch wir helfen weiterhin Flüchtlingen, Migranten und anderen Personen aus gesellschaftlichen Randgruppen. Viele unserer Juristen, Freiwillige und andere arbeiten weiter für uns, ohne Honorar. Aber die Risiken haben zugenommen: Die Behörden wissen, wer mit uns zusammenarbeitet, wer uns unterstützt. Und gleichzeitig haben wir weniger Möglichkeiten als früher. Dies liegt zum einen daran, dass der Druck auf uns zugenommen hat, und zum anderen daran, dass wir nun weniger Unterstützung aus dem Ausland erhalten.

Doch dessen ungeachtet: Es gibt in Russland und im Ausland Menschen, die einander helfen und sich für Menschenrechte einsetzen. Und deswegen verliere ich die Hoffnung nicht.

Swetlana Gannuschkina (84) ist eine der bekanntesten russischen Menschenrechtler*innen. Die in Moskau lebende Mathematikerin ist Leiterin der Nichtregierungsorganisation Bürgerunterstützung und hat für ihren Einsatz für Flüchtlinge, Binnenvertriebene, Migranten und Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen 2003 den Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International, 2015 vom Flüchtlingshilfswerk der Uno den Nansen-Flüchtlingspreis und 2016 den alternativen Nobelpreis erhalten.

Erstveröffentlicht im nd v. 21.5. 2026
Ich verliere …

Wir danken für das Publikationsrecht.

Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!

Alle Infos zur Demo am 30.5.2026 in Wiesbaden

Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ ruft mit zahlreichen Partnerorganisationen für den 30. Mai 2026 zur bundesweiten Demo in Wiesbaden auf. Zusammen stellen wir uns gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland und Europa!

Es bleibt dabei: Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!

Aufruf-Update zur Demo am 30.5. in Wiesbaden

Die Pläne der USA, Raketen und Marschflugkörper in Deutschland aufzustellen, sind vorerst vom Tisch. Das ist eine gute Nachricht! Doch es gibt weiterhin genug Gründe, um gegen den Rüstungsrausch der Regierenden zu protestieren!

Ob das Wort des US-Präsidenten auch in drei Monaten noch etwas zählt, darf getrost in Frage gestellt werden. Gleichzeitig sind wir empört über die reflexartigen Rufe aus der deutschen und europäischen Politik, die nun möglichst schnell in eigener Regie Mittelstreckenwaffen entwickeln und aufstellen will.

Dabei ist klar: Mittelstreckenwaffen sind reine Angriffswaffen und erhöhen die Kriegsgefahr. Auch deutsche oder europäische Marschflugkörper bergen das gravierende Risiko eines Präventivangriffs und gefährden somit unsere Sicherheit. Daher bleibt unser Ziel ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Wir wenden uns zudem gegen die US-Militärstützpunkte in Deutschland, die erneut für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg genutzt werden. Insbesondere die Air Base Ramstein spielt im Krieg gegen den Iran eine zentrale Rolle, aber auch Wiesbaden beherbergt wichtige Hauptquartiere der USA für ihre Kriege in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten. Wir fordern die Bundesregierung auf, Völkerrecht zu respektieren, jegliche Kriegsbeteiligung zu beenden und den USA die Nutzung ihrer Basen hier unverzüglich zu untersagen. Sie müssen so schnell wie möglich aufgelöst und alle Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden.

Dass die USA jetzt vorerst keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren, muss als Gelegenheit für neue Initiativen zur internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung betrachtet werden. Dafür gehen wir am 30. Mai in Wiesbaden auf die Straße! Wir sagen: „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ und bekräftigen unsere Forderungen:

  • Die Stationierung von US-amerikanischen Mittelstreckenwaffen in Deutschland dauerhaft zu unterbinden
  • Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel ersatzlos abzuziehen
  • Das Projekt zur Entwicklung eigener europäischer Mittelstreckenwaffen (ELSA) zu stoppen und keine eigenen Hyperschallraketen zu entwickeln
  • Keine Tomahawk-Marschflugkörper und Abschussrampen von den USA zu erwerben
  • Verhandlungen über Rüstungskontrolle zu führen, um ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, der von 1988 bis 2019 Mittelstreckenraketen in Europa verboten hat, und dadurch auch einen Abzug russischer Mittelstreckenwaffen wie der „Oreshnik“ zu erreichen
  • Die allgemeine gesellschaftliche Militarisierung und die Reaktivierung des Kriegsdienstzwangs zu stoppen
  • Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
  • Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten und dabei auch mit den Staaten zusammenzuarbeiten, zu denen westliche Länder in machtpolitischer und/oder wirtschaftlicher Konkurrenz stehen

Alle weiteren Infos auf der Website der Kampagne:
https://friedensfaehig.de/demos-in-grafenwoehr-und-wiesbaden-keine-mittelstreckenwaffen-nirgends/

„Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung in Kaliningrad durchdringen können“

Von Florian Rötzer

Titelbild: Oblast Kaliningrad fotografiert von der Internationalen Raumstation ISS. BIld: Nasa

Angeblich rüstet die Nato-EU allein deswegen auf, weil man sich durch Russland bedroht sieht. Beschworen wird, dass Russland, das andererseits durch den Ukraine-Krieg, die Sanktionen und die wirtschaftlichen Folgen geschwächt sein soll, so massiv ausrüstet, dass ein Angriff auf die EU oder Nato balde bevorsteht. Vor allem dann, wenn der Ukraine-Krieg beendet sein sollte, will Russland, das anscheinend fiebrig darauf wartet, angeblich angreifen, obwohl das Kräfteverhältnis, sieht man von Atomwaffen ab, und die Schwierigkeiten alleine mit der Ukraine dem widersprechen sollte.

Man weiß nicht so recht, was die EU-Staaten reitet, unbedingt Russland schwächen zu wollen, anstatt nach einer Friedensordnung unter Berücksichtigung der jeweiligen geopolitischen Sicherheitsinteressen zu suchen. Die in der EU nach dem Abrücken der USA forcierte Aufrüstung hat das Ziel, Russland abzuschrecken, aber insgeheim auch, Russland und andere Gegner präventiv angreifen zu können. Das gilt besonders für Deutschland, das nach Bundeskanzler Merz mit einer unbegrenzten Verschuldung die Bundeswehr zur mächtigsten und führenden europäischen Militärmacht aufbauen lassen soll.

In einem SZ-Interview hat Carsten Breuer, Generalinspekteur der Bundeswehr, kürzlich erklärt, dass die angeblich durch Russland begründete Aufrüstung nicht auf Abschreckung, sondern auf Überlegenheit abzielen soll: „Die verschiedenen Indikatoren – Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen – laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja. Deshalb brauchen wir erstens eine Fight-Tonight-Fähigkeit, zweitens gesteigerte Kapazitäten bis 2029 und drittens technologische Überlegenheit bis 2035 und darüber hinaus.“

Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen“

Litauens Außenminister Kestutis Budrys hat der NZZ ein Interview gegeben, in dem er gegen alle Zweifel an Artikel 5 der Nato und am Militärbündnis selbst festhält: „Ich habe keine Zweifel an der Beistandspflicht. Es ist das engste Versprechen, das Nationen einander geben können: füreinander sterben.“ Er habe auch keine Zweifel daran, dass Westeuropäer, explizit auch die Deutschen, bereit seien, für ein Dorf in Litauen zu sterben.

Budrys spricht nicht von der Ostflanke wie üblich, sondern von der Frontlinie zu Russland, von dem man sich vollständig lösen müsse („Alles, was aus Russland kam, war toxisch und korrupt“). Die Benutzung des Begriffs der Front klingt nicht nur schon nach Krieg, sondern soll auch propagieren, dass Russland angeblich genau Europa bedroht. Jetzt soll die Ukraine noch Europa schützen, aber es wird auch in den baltischen Staaten verteidigt und geschützt, die nun das Zentrum Europas darstellen sollen, will der Außenminister des Frontstaates betonen: „Das Wort ‚Ostflanke‘ impliziert, dass es ein Zentrum irgendwo im Westen gebe. Aber heute sind wir das Zentrum Europas. Die Vorstellung, dass ein Konflikt mit Moskau nur die unmittelbaren Nachbarn Russlands beträfe, ist ein gefährlicher Irrtum. Es ist ein Teil der russischen Propaganda. Wenn die Frontlinie zusammenbricht, kollabiert alles – die EU, die Wirtschaft, die soziale Ordnung. Es gibt kein sicheres Dorf in Westeuropa, das von den Folgen eines Krieges verschont bliebe.“

Er macht auch deutlich, dass Sicherheit über alles geht, also auch über Freiheit, Demokratie und das Leben. Daher müsse „die Verteidigung in den Vordergrund“ gestellt werden, was auch eine Militarisierung der Gesellschaft bedeutet. Es geht nicht nur gegen Russland, sondern die geopolitischen Interessen der EU müssten durchgesetzt, die EU zum „globalen Machtfaktor“ werden. Das ist für den Außenminister des kleinen Litauens mit offenbar maßlosem Anspruch durchaus offensiv gemeint: „Wir müssen unsere Interessen definieren und sie verteidigen – sei es im Nahen Osten, im Sahel oder gegenüber Russland.“

Und angesprochen auf Kaliningrad konnte sich Budrys nicht mehr zurückhalten und machte deutlich, dass die Aufrüstung für ihn bedeutet, Russland anzugreifen, was dort dazu führen wird, ebenfalls weiter aufzurüsten: „Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung, die sie in Kaliningrad errichtet haben, durchdringen können. Die Nato hat die Mittel, die russischen Luftverteidigungs- und Raketenbasen dort im Ernstfall dem Erdboden gleichzumachen.“ Das scheint ein Nato-Ziel zu sein: Nato hat Kaliningrad im Visier.

„Unser wichtigstes Ziel ist es, das russische Imperium zu zerstören“

Allmählich scheint man auf die ukrainische Linie umzuschwenken bzw. nur eher die Wahrheit auszusprechen, warum der Krieg geführt und so massiv unterstützt wird. Da gibt es beispielsweise Denis Schtilerma, den gefeierten Chef der Drohnen- und Raketenfirma Fire Point, die allerdings auch über die Verbindung mit Selenskij-Freund Mindich unter Korruptionsverdacht steht, aber in Massen Drohnen, auch Langstreckendrohnen, und mit Flamingo den ersten ukrainischen Marschflugkörper mit einer Reichweite von 3000 km produziert und liefert. Zudem setzt Fire Point auf ukrainische Satelliten.

Diehl Defence und Fire Point haben beim Besuch Selenskijs in Berlin im April eine Technologiepartnerschaft vereinbart. Dänemark hat bereits seit 2024 eine Partnerschaft mit Fire Point. Letztes Jahr gründete Fire Point in Dänemark mit 77,8 Millionen Euro staatlicher Unterstützung den Ableger FPRT, um mit der Produktion ukrainischer Waffen im Land zu starten. Zunächst soll es um die Produktion von Festtreibstoff für Raketen und andere Raketenkomponenten gehen. Schtilerma behauptet, Fire Points Bewertung liege bei fast 6 Milliarden US-Dollar. Es geht um viel Geld.

Jetzt schon finden Angriffe auf Moskau statt, das will Fire Point mit Drohnen, Flamingos und ballistischen Raketen FP-9 mit dem Ziel intensivieren, das viele ukrainische Nationalisten seit langem teilen (Der ukrainische Geheimdienstchef und die Eroberung russischer Gebiete), was man natürlich auch in Russland als Bedrohung sieht: „Unser wichtigstes Ziel ist es, das russische Imperium zu zerstören. Russland darf kein Gefängnis für Völker mehr sein“, sagte er der NZZ.

Erstveröffentlicht im Overton Magazin v. 19.5. 2026
Wir müssen den Russen zeigen …

Wir danken für das Publikationsrecht.

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