22.11.2022 Neue Wege im Care Bereich

Geschichtssalon im Beginenhof
Erkelenzdamm 51/Gemeinschaftsraum– 10999 Berlin
Einladung
am Dienstag, 22. November 2022
um 20.00 Uhr
geht es in unserem Geschichtssalon um ein aktuelles Thema:
Neue Wege im Care Bereich
Die Filmemacherin Anne Frisius lädt zum Preview für ihren Film ein.

In diesem 50 min. Care Film (Schwerpunkt Versorgung von alten Menschen), machen verschiedene Protagonistinnen über den bekannten Notstand hinaus andere Perspektiven sicht- bzw. denkbar. Es geht dabei sowohl um kleine praktische neue Wege als auch um grundsätzlichere, auch utopische, weitere Überlegungen zu diesem Thema.

Zu Wort kommen im Film Silvia Habekost, Aktivistin vom Krankenhausstreik in Berlin, Charlotte Hitzfelder vom Netzwerk Care-Revolution/Konzeptwerk Neue Ökonomie, Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, Justyna Oblacewicz von der Beratungsstelle Faire Mobilität, das Rosengärtchen GbR, eine kleine selbstverantwortete Demenz-WG in Köln, Brigitte Bührlen von der Wir! Stiftung pflegender Angehöriger und andere.

Wir freuen uns sehr, dass Anne, die viele von Euch/Ihnen bereits kennen, für einen spannenden Abend mit anschließender Diskussion aus Bremen zu uns kommen wird. Preview bedeutet, dass Ihr/Euer Feedback noch in den Film einfließen kann.
Die Einladung kann gerne weitergegeben werden. Der Eintritt ist frei, und wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch. Spenden für die Filmemacherin sind willkommen.
Klingel: Erkelenzdamm 51, Gemeinschaftsraum

Herzliche Grüße
Gisela Notz und Anne Frisius

26.10.2022 Streikwelle in Großbritannien und der Aufbau kämpferischer Gewerkschaften

Veranstalltung von VKG (Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften) , Mittwoch 26, Oktober 18:30 Uhr, Mediengalerie, Dudenstraße 10, 10965 Berlin (U Platz der Luftbrücke) , trotz Kurzfristgkeit dringend empfohlen!!!!!!

Früher hieß es oft, wir sollten in Deutschland mal so streiken wie die Beschäftigten in Frankreich. In diesem Jahr sollte es heißen: Streiken wie in Großbritannien!

Seit Monaten ist das Land von einer Streikwelle erfasst, die die gesellschaftlichen Verhältnisse verändert hat und nur kurz durch den Tod der Queen unterbrochen wurde. Eisenbahner*innen, Postangestellte, Logistik-Arbeiter*innen und viele andere setzen sich gemeinsam zur Wehr, um gegen die Auswirkungen der Preissteigerungen auf die Arbeiter*innenklasse zu kämpfen. Diese Streiks sind nicht vom Himmel gefallen.

Den Anfang hatte die Eisenbahner*innengewerkschaft RMT gemacht, die ihre Verbindungen zur sozialdemokratischen Labour Partei vor einigen Jahren aufgrund deren arbeiter*innenfeindlicher und neoliberaler Politik gekappt hatte. Der RMT-Vorsitzende Mick Lynch wurde geradezu zum Volkshelden, weil er in einem Fernsehinterview nach dem anderen die Propaganda von der Lohn-Preis-Spirale und angeblich zu hohen Löhnen seiner Gewerkschaftsmitglieder entkräftete und eine einfache und klare Botschaft vermittelte: RMT-Mitglieder haben bessere Löhne, weil sie in der Vergangenheit gekämpft haben. Alle Arbeiter*innen und ihre Gewerkschaften sollten kämpfen!

Linke Kräfte sind in den britischen Gewerkschaften besser vernetzt und stärker vertreten als dies in den DGB-Gewerkschaften in der Bundesrepublik der Fall wäre. Mit dem National Shop Stewards‘ Network (NSSN) gibt es eine gewerkschaftsübergreifende Basisvernetzung von Vertrauensleuten, die Solidarität organisiert und versucht, Kämpfe zusammen zu bringen.

Dave Griffiths ist seit Jahrzehnten ein sozialistischer Gewerkschafter und Aktivist im englischen Coventry. Hier haben in diesem Jahr Beschäftigte der Stadtreinigung gegen einen von Labour geführten Stadtrat gestreikt – und gewonnen! Dave hat diesen Arbeitskampf eng begleitet und war der einzige außerbetriebliche Aktivist, der zu den Sitzungen des Streikkomitees zugeladen war.

Er wird von der Streikwelle in Großbritannien und über die dortigen Veränderungen hin zu kämpferischen Gewerkschaften berichten. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Lehren daraus für die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland zu ziehen sind und welche Rolle die politische Linke dabei spielen kann.

Komm zur Veranstaltung, bring dich ein und werde mit uns aktiv!

Wann? Mittwoch, 26. Oktober um 18.30 Uhr

Wo? Mediengalerie, Dudenstraße 10, 10965 Berlin (U Platz der Luftbrücke)

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Kontakt: berlin@vernetzung.org

Info: https://vernetzung.org/category/news/

25.11.2022 Friedenslogik statt Kriegslogik – Handlungsoptionen hin zu einer sozial-ökologischen Transformation

NatWiss Online-Veranstaltung am 25.11.22 ab 18 Uhr online via Zoom (Programm und Anmeldung siehe weiter unten).

Nato-Osterweiterung, Aufrüstung der Ukraine durch Nato-Mitgliedsstaaten, Ignoranz gegenüber russischen und gemeinsamen europäischen Sicherheitsinteressen, Zerstörung der Rüstungskontrolle, vornehmlich durch die USA; Mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine (wie jeder Angriffskrieg völkerrechtswidrig) ist der vorläufige Höhepunkt einer kriegerischen Eskalationsspirale erreicht. Nun stehen wir vor der Drohkulisse eines Atomkrieges, die wiederholte Erwähnung der Möglichkeit des Einsatzes von Nuklearwaffen rückt die menschliche Zivilisation wie wir sie kennen an den Rand der Auslöschung. Die Doomsday Clock des Bulletins of Atomic Scientists steht 100 Sekunden vor Mitternacht. Die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen ist in eine neue Phase getreten. In dieser Phase wird Realität, wovor bisher nur gewarnt wurde:

In der Transformation von einer unipolaren zu einer multipolaren Welt werden militärische Mittel zur Sicherung von Eigeninteressen, Ressourcenzugängen und Einflusssphären angewandt. Der Frieden der „kannibalischen Weltordnung“ (Jean Ziegler) folgt der anti-politischen Logik des Krieges: eine Dynamik von Konkurrenz, Aufrüstung, Sanktionen und diplomatischer Eskalation. Es gibt nur noch Gut und Böse, Freund und Feind. Der Feind muss besiegt werden, es darf zu keinem anderen Ergebnis dieser Konfrontation kommen. Dem wird alles untergeordnet, auch wirtschaftliche Interessen, Welternährung und Menschenrechte. Eine „Zeitenwende“ soll die Kriegslogik rechtfertigen, die an die Stelle von Politik tritt: Vergangenheit, Zukunft, Kooperation, Kompromiss und das Verhandeln berechtigter Interessen werden bedeutungslos.

In krassem Gegensatz dazu befinden wir uns in einer noch nie dagewesen, multiplen Krise: rasantes Artensterben, frühere Kipppunkte des Klimas als angenommen, Entdemokratisierung. Im Anthropozän steht die Zukunft des menschlichen Lebens auf dem Spiel. Wichtige Schritte hin zum Schutz unseres Planeten vor den Auswirkungen der Wachstumsgesellschaft werden rückgängig gemacht, um kurzfristige Interessen durchzusetzen. Um diesen „Krieg gegen unseren Planeten“ (Altvater/Mahnkopf) zu beenden, braucht es eine Wende hin zu globalen, politischen Lösungen auf Grundlage der Friedenslogik.

In dieser Veranstaltung sollen die Prämissen der Kriegslogik anhand aktueller Beispiele analysiert und dargestellt sowie ihre Entstehung entlang von Einzelinteressen einer wachstumsabhängigen Minderheit nachvollzogen werden. Es werden Handlungsalternativen hin zu einer Friedenslogik und einer sozial-ökologischen Transformation der Demokratisierung vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse werden Ausgangspunkt weiterer Veranstaltungen sein.

Programm:

18:00 Uhr | Technische Hinweise

18:05 Uhr| Einleitung Malte Albrecht (NatWiss)

18:15 Uhr | Einleitende Beiträge
Moderation: Malte Albrecht (NatWiss)

Von der Irrealisierung über die Moralisierung zur strukturellen Faschisierung der Diskurse: Die Debatte um den Ukraine-Konflikt und ihre Vorläufer
Rainer Fischbach (Arbeitet als Softwareexperte in der Industrie, lehrte Informatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und forschte zur militärischen Technologiefolgen-abschätzung als Mitglied der Working Group Peace Research and European Security )

Von der Kriegslogik zur Friedenslogik: Zeitenwende zum nachhaltigen Frieden
Prof. Dr. Jürgen Scheffran (NatWiss, Universität Hamburg)

CETA: Sargnagel für Demokratie und Klima
Dr. Sibylle Brosius (NatWiss)

19:15 Uhr | Diskussion

20:00 | Schluss

Download Programm >

Anmeldung:

Die NatWiss Online-Veranstaltung findet am 25.11.22 ab 18 Uhr online via Zoom statt.
Für die Teilnahme müssen Sie sich per Mail an info@natwiss.de anmelden.

Die Teilnahme ist kostenlos. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigung und einen Zugangslink für die Teilnahme. Suche nach:

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Veranstaltungen

Friedenslogik statt Kriegslogik – Handlungsoptionen hin zu einer sozial-ökologischen Transformation

  • 25/11/2022
  • Online

60th ISODARCO Course

  • 08/01/2023 – 15/01/2023

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