Appell für den Frieden

Es gibt inzwischen zahlreiche offene Briefe und Aufrufe zum Krieg in der Ukraine. Doch dieser Appell richtet sein Augenmerk auf das, was den Krieg schnell beenden könnte. Darüber berichten die großen Zeitungen und Fernsehsender wenig. Aufrufe an Putin helfen da kaum weiter. Dieses Deutschland hat eine Verantwortung. Um diese Verantwortung geht es.

Unter den Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichnern sind nur wenige Prominente, aber viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und viele Mitglieder der ältesten und größten antifaschistischen Organisation in Deutschland, der VVN-BdA. Wir wissen: Die Folgen des Krieges treffen nur selten die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, aber immer uns, ob wir nun in der Ukraine, in Russland oder in Deutschland leben. Tausende zahlen das mit ihrem Leben. Immer haben wir die wirtschaftlichen Lasten zu tragen.

Der Appell für den Frieden beginnt so:

„Als Bundeskanzler Scholz am 27. Februar 2022 auf einer Sondersitzung des Bundestages einen Sonderfonds für die Bundeswehr im Umfang von 100 Milliarden Euro verkündete, erhoben sich die meisten Abgeordneten emotional bewegt von ihren Sitzen, brachen in Jubel aus und klatschten Beifall, als gälte es, einen großen Sieg zu feiern … „. Wortlaut des „Appell für den Frieden.

Der Appell kann hier unterschrieben werden.

Freiheit für die im Irak inhaftierten Journalist:innen Marlene Förster und Matej Kavčič!

Das Kampagnen-Portal „Change.org“ hat heute eine Petition gestartet, in der es um die Freilassung von zwei Journalist:innen geht, die im Irak über den Krieg Erdogans recherchiert haben. Hierin heißt es:

„Am 20.04.2022 wurden die deutsche Journalistin Marlene Förster und ihr slowenischer Kollege Matej Kavčič im Nordirak festgenommen. Obwohl sich die beiden sofort als Journalist:innen auswiesen, wurden sie verhaftet und für einige Tage an einem unbekannten Ort festgehalten. Anschließend wurden sie in das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes nach Bagdad gebracht. Erst nach acht Tagen gab es den ersten und bisher einzigen Kontakt über die deutsche Botschaft zu Marlene Förster. Zu Matej Kavčič gibt es weiterhin keinerlei Kontakt.

Seit dem 29.04.2022 fordert die internationale Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) die deutsche Bundesregierung dazu auf, sich unverzüglich für die Freilassung von Marlene Förster und Matej Kavčič einzusetzen. „Die Zustände in irakischen Gefängnissen sind erschreckend, kein Mensch sollte auch nur einen Tag zu Unrecht in ihnen verbringen müssen“, so der RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. „

Wir bitten um Verbreitung und Unterzeichnung.

Hier ist der vollständige Text mit Erstunterzeichner:innen:

Der Tag der Befreiung am sowjetischen Ehrenmal

Der 77. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des deutschen Hitlerfaschismus findet in diesem Jahr in keinem freundlichen Umfeld statt. In Europa herrscht Krieg und eine Hochstimmung für Aufrüstung hat sich breit gemacht. Erstmals seit der Kubakrise 1962 und dem Rüstungswettlauf in den 80er Jahren besteht die Gefahr, dass ein Krieg in einen atomaren Konflikt mit unabsehbaren Folgen übergeht.

Die öffentliche Meinung wird zusehens durch einen „embedded journalisms“ gekapert, der auch nicht davor zurückschreckt, die Geschichte zur Legitimierung der eigenem Kriegsziele umzuinterpretieren und so zu instrumentalisieren. Davon zeugen befremdliche Aussagen sowohl von russischen als auch ukrainischen Politikern. Auch in Deutschland werden wir Zeugen geschichtsrevisionistischer Anordnungen wie die der Berliner Innensenatorin, am sowjetischen Ehrenmal Fahnen der UdSSR zu verbieten. Gegen all diese Erscheinungen der sog. „Zeitenwende“, die jetzt vollzogen werden soll, haben Mitglieder der Basisorganisation Friedrichshain-Kreuzberger der VVN BdA am Ehrenmal in Treptow eine kleine Aktion durchgeführt, die verdeutlichen sollte, dass nur die Überwindung des Nationalismus zugunsten eines völkerumgreifenden gemeinsamem Kampfes den Sieg über Nazideutschland möglich machte und auch heute den Weg weisen kann, den Frieden zu sichern.

Die Aktion wurde durch die Bank gut aufgnommen. Auch gab es vereinzelt Medien, die sich richtig für das das Thema interessierten und nach den Motiven der Akteur:innen fragten.

Zur Vertiefung des Themas hier ein Artikel des von Stefan Bollinger, den uns der Autor dankenswerterweise zur Veröffentlichung freigab:

Im Folgenden einige Bilder von der BO-Aktion und von anderen Gedenkaktivitäten rund um „Mutter Heimat“.

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