Eisenbahnunglück in Griechenland: eine Katastrophe mit Ansage

Hintergründe und Folgen des verheerenden Zugunglücks am 28. Feburar 2023 in Griechenland
Veranstaltung
Montag, 26. Juni 2023, um 19 Uhr / Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Referentin: Evridiki Bersi

Das Zugunglück ist ein Lehrbespiel neoliberaler Politik und des Widerstands dagegen!

Beim Eisenbahnunglück im Februar starben 57 Menschen. Zehntausende Demonstranten gingen aus Protest gegen den maroden Zustand der Bahn auf die Straße. Die griechischen Eisenbahner waren in einen Dauerstreik getreten. Das Unglück hätte vermieden werden können. Trotz jahrelanger Warnungen der Bahngewerkschafter, der EU und vieler anderer wurde der desolate Zustand von Netz und Bahn nicht verbessert. Durch die verordnete Sparpolitik und den Privatisierungszwang trägt auch die EU ein erhebliches Maß an Schuld. Die Referentin schreibt als Journalistin seit Jahren über diesen Skandal.

Nach dem Zugunglück hieß es sehr oft, dieses grauenvolle Ereignis habe das Fass zum Überlaufen gebracht. Gerade die junge Generation würde den Mächtigen im Lande jetzt ihre Verantwortungslosigkeit nicht mehr durchgehen lassen. Die meisten Todesopfer waren junge Menschen gewesen. Das Ergebnis der Wahl am 21. Mai lässt aber befürchten, dass Ministerpräsident Mitsotakis sein Programm des autoritären Umbaus fortsetzen kann. Haben die meisten jungen Leute, die im März und April auf die Straßen gingen, bereits resigniert? Es bleibt die Hoffnung, dass neue Formen des Widerstandes entstehen werden, so wie es in den Jahren nach 2009 der Fall war. Auch die aktuelle Stimmung in Griechenland wird an diesem Abend Thema sein.

Veranstalter: Bündnis Griechenland Solidarität Berlin in Kooperation mit: Haus der Demokratie, AK Internationalismus IGM Berlin, Rosa Luxemburg Stiftung (Europareferat), attac Berlin und SoliOli

Die Veranstaltung kann auch online über diesen Link verfolgt werden: online Link

hier zum Aufruf auf der Seite von „Bündnis Griechenland Solidarität Berlin“

hier ein Artikel von Investigate Europe “ Warum das griechische Zugunglück auch ein europäisches Versagen ist

Unser Artikel zum Schiffsunglück vor der grieichischen Küste mit über 600 toten Flüchtlingen „Kalamatablues – Flüchtlingspolitik – das wahre Gesicht des Wertewestens!“

Unser aktueller Terminhinweis: „Gewerkschaftskonferenz für den Frieden

Titelbild : Yorgos Konstantinou

Rentenreform in Frankreich: „Lotta continua“

Solidaritätskundgebung vor dem Brandenburger Tor: 6. Juni um 18 Uhr

Wir waren am 7. März hier. Dann erneut am 23. März. Und am 6. Juni werden wir wieder da sein. Denn der Kampf gegen die sog. Rentenreform der Macron-Regierung in Frankreich ist noch nicht zu Ende.

Die Regierung Macron weigert sich eine Reform zurückzuziehen, die 75% ihrer Bevölkerung nicht will und sie weigert sich auch, sie darüber direkt abstimmen zu lassen. Allein dieses Verhalten ist in hohem Maße demokratiegefährend. Denn es macht diese praktisch unmöglich und stärkt die antidemokratischen Kräfte.

Doch „Basta“ funktioniert nicht.

Die »Intersyndicale«, in der die acht großen Gewerkschaften Frankreichs kooperieren, rufen die Beschäftigten, Jugendlichen und Rentnerinnen und Rentner dazu auf, den 6. Juni, erneut zu einem großen Tag der Streiks und Demonstrationen im ganzen Land zu machen. Sie lassen keinen Zweifel: Der Kampf ist erst dann zu Ende, wenn die ›Reform‹ zurückgenommen wird.

Als deutsche Gewerkschafter:innen unterstützen wir dies aus vollem Herzen. Auch sind wir der festen Meinung, dass auch bei uns ein neuer Anlauf unternommen werden muss, in der Rentenfrage wieder voran zu kommen. Am 7. Oktober soll es in Berlin eine Konferenz geben, die sich diesem Thema widmen will. Daran werden auch wir mitwirken.

Europäischer Tag der Solidarität mit den palästinensischen Arbeiter:innen

Wir, die unterzeichnenden palästinensischen Gewerkschaftsorganisationen, begrüßen die Initiative des Europäischen Gewerkschaftsnetzwerks für Gerechtigkeit in Palästina, den 20. Mai zum Europäischen Tag der Solidarität mit den palästinensischen Arbeitnehmern zu erklären.

Am 20. Mai 1990 wartete eine Gruppe palästinensischer Arbeiter aus Gaza darauf, einen israelischen Bus zu besteigen, um zur Arbeit zu fahren. Ein Mann in IDF-Uniform kontrollierte ihre Ausweise, zwang sie, sich auf den Boden zu knien und ermordete sieben Arbeiter.

Im Mai wird auch der Nakba, der palästinensischen Katastrophe, gedacht, die zur Vertreibung von schätzungsweise 750.000 Flüchtlingen aus dem historischen Palästina führte,

Es ist inzwischen allgemein anerkannt, dass die Verletzung der palästinensischen Menschenrechte nach internationalem Recht den Tatbestand der Apartheid erfüllt.

Wir rufen die europäischen Gewerkschaften auf, einen sinnvollen Akt der Solidarität zu setzen, indem sie:

die Beziehungen zu Institutionen und Unternehmen, die in die Unterdrückung palästinensischer ArbeiterInnen verwickelt sind, abbrechen;

Druck auf die europäischen Regierungen ausüben, damit sie ihre wirtschaftlichen Transaktionen mit den illegalen israelischen Siedlungen einstellen, ein beidseitiges Militärembargo gegen Israel verhängen und ihre Beziehungen zu Unternehmen beenden, die mit dem israelischen Apartheidregime in Verbindung stehen.

Wir setzen unseren Kampf und Widerstand fort, aber es ist notwendig, die europäische und internationale Solidarität mit den palästinensischen Arbeitnehmern an allen Fronten zu verstärken. Daher begrüßen wir die Initiative für den Europäischen Tag der Solidarität mit den palästinensischen Arbeitnehmern, der am 20. Mai begangen werden soll.

Unterstützende Gewerkschaften:

General Union of Palestinian Workers (GUPW)
Palästinensische Gewerkschaft der Post-, IT- und Telekommunikationsbeschäftigten
Palästinensischer Allgemeiner Gewerkschaftsbund „PGFTU Gaza
Föderation der unabhängigen Gewerkschaften
Palästinensische Neue Gewerkschaftsföderation (New Federation of Trade Unions)
Die Arabische Arbeitergewerkschaft
Palästinensische Gewerkschaft der Postangestellten
Unabhängige Gewerkschaft der Arbeiterkomitees in Palästina – Gaza
Die Union der landwirtschaftlichen Arbeitskomitees (UAWC)

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